TAGESJOURNAL 2013
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31-12-2013

GESETZENTWURF: JORDANTAL SOLL DAUERHAFT ZU ISRAEL GEHÖREN. Das israelische Kabinett hat einen Gesetzentwurf gebilligt, wonach das Jordantal dauerhaft zu israelischem Staatsgebiet werden soll. Das Vorhaben ist brisant und auch innerhalb der Regierungskoalition umstritten. Der palästinensische Verhandlungsführer bei den Friedensgesprächen, Saeb Erekat, erklärte, das Vorhaben zerstöre den von den USA eingeleiteten Friedensprozess und verstoße gegen internationales Recht. Die Palästinenser betrachten das Jordantal – es geht im wesentlichen um das Gebiet entlang der jordanischen Grenze, zwischen dem See Genezareth und dem Toten Meer – als Teil ihres künftigen Staates „Palästina“. Israel besteht darauf, diese Grenze mit eigenen Truppen zu schützen. Seit dem Sechstagekrieg von 1967 hat Israel im Jordantal das Sagen. Der Bereich grenzt unmittelbar an das israelische Kernland, nach Jerusalem sind es nur wenige Kilometer. Würden sich im Jordantal – wie nach dem israelischen Abzug aus dem Gazastreifen – Terroristen einnisten, wären Jerusalem, der Großraum Tel Aviv und auch der internationale Ben-Gurion-Flughafen von Osten her akut bedroht. Die Befürworter einer Eingliederung (Annexion) des Jordantales glauben nicht, dass die Palästinenser oder internationale Friedenstruppen in der Lage wären, Terroristen im Jordantal wirkungsvoll zu bekämpfen (Israel Heute).


29-12-2013

SIEDLUNGSBEWEGUNG UND HAMAS AUF EINER STUFE (Fortsetzung – 4.Teil). Unter dem Titel „Radikalismus und Fundamentalismus bei Juden und Arabern“ wird in „Horizonte12“ krampfhaft versucht, die Siedlungsbewegung auf dieselbe Stufe mit der Hamasbewegung zu stellen. Dazu werden einerseits als Quelle die oben erwähnte, „schönfrisierte“ Hamas -Charta und andererseits als „Nachweis“ für jüdischen Radikalismus zwei europäische Zeitungsartikel herangezogen, die sich in bekannter Weise negativ über die jüdischen Siedlungen auslassen. Weder jüdische Siedler noch andere Israelis kommen dabei in einem Quellentext zu Wort. Ein Beleg für die Gleichmacherei fehlt. Allen Büchern gemeinsam ist, dass Israelis ihre Meinung nur dann äußern dürfen, wenn sie eine kritische Haltung zur Politik des jüdischen Staates einnehmen.


27-12-2013

EINSEITIGES QUELLENMATERIAL (Fortsetzung – 3.Teil) Böss stellt fest: „In keinem [der untersuchten] Schulbücher wird Antisemitismus als ein Antrieb für den irrationalen Hass auf die Juden erwähnt, dabei ist der Nahostkonflikt für die Hamas kein territorialer Konflikt, sondern ein religiöser Kampf gegen das Judentum und für die Errichtung eines Gottesstaates.“ So wird im Buch „Horizonte12“ von Westermann beim Quellentext der Hamas -Charta Artikel 7 unterschlagen, der religiös motivierte antisemitische Hetze enthält: „Das jüngste Gericht wird nicht kommen, solange Muslime nicht die Juden bekämpfen und sie töten. Dann aber werden sich die Juden hinter Steinen und Bäumen verstecken, und die Steine und Bäume werden rufen: ‚Oh Muslim, ein Jude versteckt sich hinter mir, komm’ und töte ihn.‘“ Es ist grundsätzlich positiv, wenn Schulbücher Quellentexte der Konfliktparteien enthalten, mit denen die Schüler sich auseinandersetzen können. Aber was ist, wenn ihnen genau diejenigen Passagen vorenthalten werden, die die Vernichtung Israels fordern? So fehlt bei „Horizonte12“ der wichtige Abschnitt aus der Hamas -Charta: „Israel existiert und wird weiter existieren, bis der Islam es ausgelöscht hat, so wie er schon andere Länder vorher ausgelöscht hat“, sowie folgender Satz aus Artikel 13: „Für das Palästina-Problem gibt es keine andere Lösung als den Dschihad. Friedensinitiativen sind reine Zeitverschwendung, eine sinnlose Bemühung.“ Damit nicht genug. Im Gegenzug fehlen im Quellentext der Israelischen Unabhängigkeitserklärung gerade die Abschnitte, die Israels Friedensbereitschaft dokumentieren: „Wir wenden uns – selbst inmitten mörderischer Angriffe, denen wir seit Monaten ausgesetzt sind – an die in Israel lebenden Araber mit dem Aufruf, den Frieden zu wahren und sich aufgrund voller bürgerlicher Gleichberechtigung [...] an seinem [des Staates] Aufbau zu beteiligen. Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zu Frieden und guter Nachbarschaft [...]“.


24-12-2013

ANTIISRAELISCHE SACHTEXTE (Fortsetzung – 2.Teil). Böss kommt in seiner Analyse von zwölf Geschichtsbüchern zum Ergebnis: „Kein Staat wird in Deutschland so kritisch gesehen wie Israel. Obwohl er die einzige Demokratie im Nahen Osten ist und Herausragendes in Bereichen wie Medizin, Telekommunikation, Softwareentwicklung oder erneuerbare Energien leistet, sieht eine Mehrheit hierzulande im jüdischen Staat die größte Bedrohung für den Weltfrieden. Außerdem traut man ihm zu, an den Palästinensern Verbrechen zu begehen, die mit denen der Nazis an den Juden vergleichbar sind. Woher kommt dieses schlechte Bild? Die Grundlagen dafür werden vermutlich schon in der Schule gelegt. Die drei großen Schulbuchverlage, Klett, Westermann und Cornelsen, vermitteln Schülern einen einseitigen Blick auf den Krisenherd, der die israelische Seite zum Täter macht und die palästinensische zum Opfer. Teilweise werden Texte verwendet, die Anfang der Neunzigerjahre geschrieben wurden und darum hoffnungslos veraltet sind, andere Beiträge stecken voller historischer Fehler und Verdrehungen.“ Durchgängig wird den Schülern das Bild vermittelt, die israelische Gesellschaft bestünde ausschließlich aus drei Bevölkerungsgruppen: Siedler, die Arabern das Land wegnehmen, Soldaten, die die Palästinenser schikanieren und Orthodoxe, die mit ihrem religiösen Fundamentalismus dies sanktionieren (Israelnetz).


22-12-2013

PÄDAGOGIK DER ISRAELFEINDSCHAFT. (1. Teil) Seit Jahrzehnten findet sich in deutschen Schulbüchern jede Menge israelfeindliches Lehrmaterial. Dabei wird Israel offen oder subtil die Hauptschuld am Nahostkonflikt gegeben, die palästinensische Seite wird konsequent aus der Verantwortung genommen und in der Opferrolle dargestellt. Staatlich sanktioniert wird so verhindert, dass sich junge Menschen ein realistisches Bild des Nahostkonflikts machen können. Dieser Beitrag enthält Ergebnisse eigener Schulbuchanalysen sowie Auszüge aus Veröffentlichungen des Journalisten Gideon Böss und des Historikers Klaus Thörner. Thörner schreibt: „Der jüdische Staat stellt tagtäglich seine Überlegenheit als Besatzungsmacht demonstrativ zur Schau, indem er ‚palästinensische Häuser zerstört, palästinensischen Grund und Boden beschlagnahmt, die Palästinenser demütigt und ihnen unmenschliches Leid zufügt‘. Die Brutalität und Israels notorische Sonderrolle sind nur historisch zu erklären: ‘Unter den Gründern Israels waren viele Juden, die vor dem Nationalsozialismus aus Europa nach Palästina geflohen waren und deshalb nicht einfach ‚Zionisten‘ waren, sondern die oft nach traumatischen Erfahrungen (viele hatten Familienangehörige in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern verloren) die Gründung eines jüdischen Staates als existentielle, überlebensnotwendige Forderung betrachteten [...] und zu Kompromissen mit anderen Ansprüchen nicht bereit waren. Nur hieraus sind Massaker an der palästinensischen Bevölkerung im Zuge des Unabhängigkeitskrieges zu erklären.“ Wem sich bei dieser als unhinterfragbares Tatsachenwissen verkauften antiisraelischen Propaganda, die die Überlebenden der Schoa in zynischer Anerkennung ihrer „traumatischen Erfahrungen“ zu Tätern stigmatisiert, die Haare sträuben, an dem ist entweder die deutsche Schulpädagogik gescheitert oder er hat das Glück der frühen Geburt genossen. Oben zitierte Sätze finden sich nämlich alle in aktuellen deutschen Schulbüchern, mit Hilfe derer sich Jugendliche hierzulande heute ihre politische Meinung bilden sollen (Israelnetz).


20-12-2013

EHRUNG ‚GERECHTER UNTER DEN VÖLKERN’ FÜR KÁROLY SZABÓ. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem hat Károly Szabó den Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ zuerkannt. Yad Vashem ehrt mit diesem Titel nichtjüdische Menschen, die während des Holocaust unter Gefahr für das eigene Leben versuchten, Juden zu retten und dafür keine Gegenleistung erhielten. Dies ist die höchste Auszeichnung, die der Staat Israel an Nicht-Juden vergibt. In diesem Jahr wird das Programm der „Gerechten unter den Völkern“ 50 Jahre alt. Der in München lebende Sohn des Geehrten, Tamás Szabó, nahm am vergangenen Montag während einer Feierstunde in den Räumen der Janusz Korczak Akademie die Yad Vashem-Medaille und Urkunde aus den Händen des Generalkonsuls des Staates Israel, Dr. Dan Shaham, entgegen. Károly Szabó starb in Budapest im Jahr 1964. Sein Name wird auf der „Wall of Honor“, der Ehrenwand im Garten der Gerechten unter den Völkern in Yad Vashem, verewigt. Die Rettungsgeschichte: Károly Szabó war in der schwedischen Botschaft in Budapest als Büromaschinen-Techniker angestellt und kam dort in Kontakt mit dem schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg. Károly Szabó war bald involviert in die Arbeit von Wallenbergs Netzwerk der Hilfe für Juden. Auch sein Freund Pal Szalai, der von den faschistischen Pfeilkreuzlern als Polizist rekrutiert worden war, entschied sich, seine Position zu nutzten, um Juden zu helfen. In seiner Funktion als Polizeioffizier besorgte Pal Szalai Papiere für Károly Szabó, mit deren Hilfe dieser sich in ganz Budapest frei bewegen konnte. Pal Szalai wurde ebenfalls von Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ anerkannt (Botschaft des Staates Israel, Berlin).


17-12-2013

STREITKRÄFTE WARNEN VOR KONTAKT MED MESSIANISCHEN JUDEN (1.Teil). Die Bürger Israels sind diese Woche mit einer speziellen Morgenbotschaft der israelischen Armee geweckt worden, die landesweit in den Nachrichten zu hören war: Das Verteidigungsministerium hat angeordnet, dass alle Soldaten, die den Schabbat über in Jerusalem bleiben, keine Kontakte mit jener jüdischen Sekte haben sollen, die den Glauben an Jeschua (Jesus) predigt. Ist der Glaube an Jesus eine solche Bedrohung der nationalen Sicherheit, dass eine der effektivsten Armeen der Welt meint, ihre Soldaten vor dieser „jüdischen Sekte“ schützen zu müssen? Die Geschichte begann damit, dass eine kleine Gruppe messianischer (jesusgläubiger) Juden eine Pension besuchten, in der Soldaten ohne Familienanschluss den Schabbat verbrachten. Die Armee bietet diese Unterkunft jenen Soldaten an, deren Familien nicht in Israel leben. An den Wochenenden, wenn sie ihre Stützpunkte verlassen dürfen, können sie im „Beit Hachayal“ („Soldatenhaus“) übernachten. Dort hatten die messianischen Juden über ihren Glauben an das Neue Testament gesprochen. Etlichen Soldaten gefielen diese Besuche, und einige begannen, das Neue Testament und messianische Literatur zu lesen. Soldaten wurden von den messianischen Juden nach Hause eingeladen, und sie erlebten bei Schabbatfeiern und Bibelstunden, was es mit dem Glauben an Jesus auf sich hat. Die Gläubigen hatten sich mit dem Personal der Pension angefreundet. Der positive Einfluss, den die Besuche auf die Soldaten hatten, war auffällig. Einer der Soldaten fand schließlich zum Glauben an Jesus. Dies wurde durch messianische Rundbriefe und Webseiten bekannt und rief ultraorthodoxe „anti-missionarische“ Juden auf den Plan. Sie informierten das Verteidigungsministerium und die Armeeführung über die missionarischen Aktivitäten im „Soldatenhaus“. Ohne die Sache näher zu untersuchen, veröffentlichte die Armee dann die Warnung. Zudem wurde den messianischen Gruppen verboten, das „Soldatenhaus“ zu betreten. Sie benötigen künftig eine Erlaubnis, wobei sie zuvor detailliert erklären müssen, welche Aktivitäten sie dort entfalten wollen (Israel Heute).


16-12-2013

KOMMENTAR: ABSURDER BOYKOTT. Mit einer Mischung aus Abscheu, Empörung und Unverständnis hat Israels Energieminister Silvan Schalom auf den Beschluss der niederländischen Trinkwassergesellschaft Vitens reagiert, alle Kontakte mit der israelischen Wassergesellschaft Mekorot abzubrechen. Vitens hatte erst vor zwei Monaten ein Kooperationsabkommen mit Mekorot unterzeichnet und inzwischen wieder aufgekündigt, weil die Wasserbehörde gegen internationales Recht verstoße, in den besetzten Gebieten aktiv sei und „den Palästinensern das Wasser wegnimmt“. Vitens behauptete, dem Druck des niederländischen Parlaments und der Regierung stattgegeben zu haben. Die niederländische Botschaft in Tel Aviv dementierte laut Medienberichten, dass die Regierung Druck ausgeübt habe, infolge der Richtlinien der EU, nicht mit israelischen Einrichtungen zu kooperieren, die jenseits der „Grünen Linie“ in den seit 1967 besetzten Gebieten aktiv sind. Nach Angaben von Vitens stamme die Einschätzung, dass Mekorot den Palästinensern Wasser vorenthalte, von der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Mekorot ist die nationale israelische Wassergesellschaft. Über sie werden alle Wasserfragen abgewickelt, wie sie 1993 in den Osloer Verträgen zwischen Israel und den Palästinensern festgelegt worden sind. Abraham Ben Josef, stellvertretender Chefingenieur von Mekorot, sagte in einem nächtlichen Interview im israelischen Rundfunk, dass die Gesellschaft jährlich 50 Millionen Kubikmeter Wasser in den Gazastreifen pumpe. „Das Wasser wird durch unsere Rohre geliefert“, ergänzte er. In das Westjordanland werde eine noch größere Menge Wasser geliefert, mehr als vertraglich abgesprochen. Eine genaue Zahl konnte er nicht nennen. Ben Josef bezeichnet den Beschluss der niederländischen Gesellschaft auch deshalb als „absurd“, weil einen Tag vor der Boykottankündigung die Palästinenser, Jordanien und Israel – vertreten durch Mekorot – unter Schirmherrschaft der Weltbank einen historischen Vertrag über die Verlegung von Wasserrohren zwischen dem Roten und Toten Meer unterzeichnet hatten. Dies soll das Tote Meer vor dem Austrocknen bewahren (Israelnetz berichtete). Jigal Palmor, Sprecher des israelischen Außenministeriums, forderte von den Niederländern einen „dringenden Einsatz gesunden Menschenverstandes“, wenn sogar die Palästinenser mit Mekorot voll kooperieren. Obgleich in den Medien immer wieder das knappe Wasser als Kriegsgrund im Nahen Osten hochgespielt wird, ist ausgerechnet die Wasserfrage seit den 1950er Jahren auch zwischen tief verfeindeten Staaten wie Syrien und Israel mit amerikanischer Vermittlung im Rahmen der „Johnston-Verträge“ geregelt worden. In den Osloer Verträgen wurde genau festgelegt, wie viel Wasser aus welchen Brunnen gepumpt werden darf. Um palästinensische Städte und Ortschaften zu versorgen, wird das nach 1967 von Israel gelegte Rohrsystem verwendet, das gleichzeitig auch israelische Siedlungen versorgt. Viele palästinensische Dörfer erhielten dank der israelischen Infrastruktur erstmals fließendes Wasser. Mit Jordanien wurde abgesprochen, im Winter überschüssiges Wasser aus dem Jarmuk-Fluss in den See Genezareth umzuleiten. Das zwischengespeicherte Wasser werde im Sommer in den jordanischen Ghorkanal und bis nach Amman gepumpt. Auch der Gazastreifen, wo es durch übermäßiges Auspumpen des Grundwassers kein Trinkwasser mehr gibt, weil salziges Meerwasser die Grundwasserschichten ungenießbar gemacht hat, wird aus dem See Genezareth versorgt. Der Vize-Chefingenieur von Mekorot, Ben Josef, sagte in dem Radio-Interview auch, dass der Zustand des Wasserhaushalts in Israel dank der in Betrieb genommenen Entsalzungsanlagen „besser als jemals zuvor“ sei. Weil weniger Wasser aus dem See Genezareth abgepumpt werden müsse, habe das größte Süßwasserreservoir Israels in dieser Jahreszeit einen höheren Pegel als in den Jahren zuvor. In den noch wichtigeren Grundwasser-Schichten habe bis vor einem Jahr noch eine Milliarde Kubikmeter gefehlt. Dank der Entsalzungsanlagen und weil in Israel fast 90 Prozent des Brauchwassers geklärt und in separaten Rohrsystemen der Landwirtschaft für die Bewässerung zugeführt werde, sei der Mangel beim Grundwasser auf 400 Millionen Kubikmeter reduziert worden. Ben Josef äußerte sich zuversichtlich, dass Israel bald sogar über einen Wasserüberschuss verfügen werde (Israelnetz).


15-12-2013

SOHN EINES PRIESTERS ANGEGRIFFEN. Ein Sohn des griechisch-orthodoxen Priesters Gabriel Nadaf ist letzte Woche Freitag gegen Abend in Nazareth zusammengeschlagen worden. Der Geistliche ist bekannt geworden, weil er sich für den Dienst von Christen in der Armee einsetzt. Damit hat er sich viele Feinde gemacht. Die Polizei verhaftete einen 21-jährigen Araber. Das Mitglied der arabisch-israelischen Hadasch-Partei wurde zunächst unter einen dreitägigen Hausarrest gestellt. Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet, hatte der Mann Nadafs jüngsten Sohn zunächst bedroht, dann geschubst und verprügelt, am Ende auch mit einer Stange. Die herbeigerufene Polizei nahm den Angreifer fest. Das 17-jährige Opfer wurde in ein Krankenhaus in Nazareth gebracht. Priester Nadaf ermutigt arabische Christen dazu, in der israelischen Armee zu dienen oder Zivildienst zu leisten. Für diesen Einsatz erhielt er nach eigenen Angaben immer wieder Morddrohungen. „Meine Frau ist den ganzen Tag im Haus und mein zweiter Sohn weigert sich, das Haus zu verlassen“, sagte der Priester nach dem Angriff laut dem Fernsehsender „Kanal 2“. Er fügte hinzu: „Während ich zur Integration in die israelische Gesellschaft aufrufe, versuchen Extremisten, uns zu spalten und gegen mich zu hetzen.“ Israels stellvertretender Verteidigungsminister Danny Danon sprach nach dem Vorfall mit Pater Nadaf. Er forderte später Israels Regierung dazu auf, etwas gegen die Hetze durch arabische Knessetmitglieder zu unternehmen. „Aus Worten werden Taten. Die Hetze durch arabische Knessetmitglieder muss aufhören. Die Situation, in der Pater Nadaf, seine Familie und Christen, die in der Armee dienen wollen, in Angst leben und unter Angriffen und Beleidigungen leiden, ist inakzeptabel und gegen die Anstifter und Täter müssen harte Maßnahmen ergriffen werden.“ Mehrere arabische Abgeordnete hatten scharfe Kritik an Nadaf geäußert. Basel Ghattas argumentiert etwa, Nadaf solle vom Priesteramt zurücktreten, da er eine „Besatzerarmee“ unterstütze. Arabische Politiker befürchten zudem, mit dem Zivil- oder Armeedienst werde der jüdische Staat anerkannt. Das Patriarchat in Jerusalem hat Nadaf wegen seiner Auffassung angedroht, ihn seines Amtes zu entbinden. In jedem Fall ist es ihm verboten, den priesterlichen Dienst in der Verkündigungsbasilika in Nazareth auszuüben (Israelnetz).


13-12-2013

SCHNEECHAOS IN JERUSALEM: TAUSENDE BRAUCHEN HILFE. "So einen Wintersturm haben wir noch nie erlebt“, erklärte Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat. Anhaltende Schneefälle hatten der Hauptstadt bis Freitag früh fast einen halben Meter Schnee beschert. Rund 1500 Autofahrer blieben stecken, die Zufahrtsstraßen nach Jerusalem waren nicht mehr passierbar. Polizei und Armee brachten verzweifelte Autofahrer in Notunterkünften in Sicherheit. Der Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv wurde zeitweise geschlossen, Flüge nach Zypern umgeleitet. Unter der Schneelast brachen Bäume zusammen und stürzten auf Stromleitungen. Tausende Jerusalemer litten deshalb unter stundenlangem Stromausfall und konnten bei Minustemperaturen nicht heizen. Zur Unterstützung des überforderten Winterdienstes in Jerusalem wurden Armeefahrzeuge eingesetzt. Auf der Autobahn 1 von Tel Aviv nach Jerusalem ging gar nichts mehr. Wer mit seinem Auto im Stau steckte, hatte keine Chance, dort herauszukommen. Die Polizei brachte die Insassen zu Notunterkünften im Jerusalemer Convention Center, in Mevaseret Zion und in der Kaserne in Ofer. Die Autobahn und die Straße 443 waren auch heute früh noch gesperrt. Bürgermeister Barkat rief Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben. Die Straßen würden erst dann wieder freigegeben, wenn sich das Wetter beruhigt hat. Israels Oberrabbiner David Lau gab bekannt, die Rettungsarbeiten sollten auch am Schabbat fortgesetzt werden. Es sei wichtig, bedrohte Menschen in Sicherheit zu bringen. Lau rief die Bewohner Jerusalems dazu auf, ihre Häuser für diejenigen zu öffnen, die wegen des Sturms nicht nach Hause kommen können. Der Busverkehr auf allen Linien von und nach Jerusalem war am Donnerstag eingestellt worden. Am Freitag wurde ein Notbetrieb auf einigen Strecken aufgenommen. Nach Auskunft von Polizeisprecher Micky Rosenfeld gab es wegen des Wetters allein in Jerusalem rund 25.000 Notrufe. In der Hauptstadt bleiben vorerst alle Schulen und Kindergärten geschlossen. Auf dem Berg Hermon liegt mittlerweile rund ein Meter Schnee, auf den Golanhöhen etwa 60 Zentimeter. In der Eshkol-Region verwandelte sich ein Bach in einen gewaltigen Fluss, der einen Kleinbus mit neun Kindern und einem Fahrer mit sich riss. Sie wurden von der Besatzung eines Armeehubschraubers in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr gerettet und ins Krankenhaus geflogen. Außer Unterkühlungen gab es keine Verletzungen (Israel Heute).


12-12-2013

UNO VERABSCHIEDETE RESOLUTION AUS ISRAEL. Ungewohnter Rückhalt: Die UN-Vollversammlung hat am Mittwoch mit großer Mehrheit eine israelische Resolution angenommen. Darin geht es um Agrartechnologie. Die arabischen Staaten enthielten sich geschlossen. Einem Bericht der Tageszeitung „Ma‘ariv“ zufolge stimmten 138 Staaten für den israelischen Vorschlag. Die Resolution gelte als Durchbruch beim Zugang zu Agrartechnik in Entwicklungsländern. Der Schwerpunkt liegt bei der Anwendung solcher Technologien durch junge Menschen und Frauen in Afrika. Es war erst das dritte Mal in der Geschichte, dass Israel es schaffte, eine Resolution in der UNO durchzubringen. Der israelische Botschafter Ron Prosor reagierte erfreut auf das Abstimmungsergebnis: „Technologien, die in Israel entwickelt wurden – von Tröpfchenbewässerung bis zu fortschrittlichen Apps – befinden sich heute an der Front des globalen Kampfes um die Vernichtung der Armut und des Hungers. Die beispiellose Unterstützung für die israelische Resolution zeigt, dass Israel eine technologische Großmacht ist, die kreative Lösungen für die ganze Welt anbietet.“ Wenn die Entscheidung umgesetzt werde, könne dies Arbeitsplätze im landwirtschaftlichen Bereich schaffen. Kritik übte Prosor am Block der arabischen Länder wegen ihrer Enthaltung: „Auch diesmal haben die arabischen Staaten eine Gelegenheit nicht verpasst, eine Gelegenheit zu verpassen“, nahm er Bezug auf ein Zitat des ehemaligen israelischen Außenministers Abba Eban. „Die arabischen Staaten haben wieder eine Beibehaltung des Kampfes gegen Israel gegenüber den Interessen ihrer Bürger vorgezogen. Wo Israel für eine Verbesserung der Welt tätig ist, errichten die arabischen Staaten Mauern gegen jede Hoffnung auf Veränderung.“ Wie die jordanische Nachrichtenagentur „Petra“ meldet, gab es eine Gegenstimme aus Bolivien und 34 Enthaltungen. Der saudische Vertreter teilte im Namen des arabischen Blockes mit, der Inhalt der Resolution sei bereits durch einen früheren Vorschlag von den G77-Staaten und China gedeckt. Sie enthalte nichts Neues, deshalb sei die Abstimmung überflüssig. Auch habe die Resolution die Bedürfnisse der Entwicklungsländer nicht in Betracht gezogen. Viele UN- Resolutionen forderten Israel auf, seine Besatzungspraxis einzustellen. Doch die Besatzungsmacht ignoriere diese Aufrufe (Israelnetz).


11-12-2013

GAZA KRISE BEREITS VOR 1967 (5. Teil). Ein weiteres Hindernis sehen der Israeli und der Palästinenser darin, dass eine solche Anlage viel Strom braucht. Doch der sei Mangelware im Gazastreifen, „wo ein großer Teil der Energie immer noch von Israels Elektrizitätswerk geliefert wird. Der schwärende Konflikt zwischen Israel und der Regierung von Gaza hilft der Situation nicht, auch wenn Israel verpflichtet bleibt, Energie an die palästinensische Gebiete zu verkaufen, Gaza eingeschlossen. Israel verkauft weiter Wasser an Gaza. Beide Parteien haben sich auf eine Pipeline geeinigt, die die Wassermenge verdoppeln wird, die für den Gazastreifen geliefert wird“. Weiter heißt es in dem Artikel: „Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen warnt davor, dass, wenn die gegenwärtige Entwicklung weitergeht, die Grundwasserschicht von Gaza bis 2020 unumkehrbar geschädigt wird. Dies ist ein Gebiet, wo sich die internationale Gemeinschaft beteiligen könnte, um eine bedeutungsvolle Verbesserung für die Lebensqualität der Palästinenser zu bringen“ (Israelnetz).


10-12-2013

GAZA KRISE BEREITS VOR 1967 (4. Teil) Entsalzung soll Probleme lösen. Der Israeli und der Palästinenser fordern ein völliges Moratorium für die Grundwasserentnahme und stattdessen alternative Quellen. Sie schlagen Programme vor, um Regenwasser zu sammeln. Auch müssten die Bewohner in Gaza den Umgang mit Abwasser verbessern, so dass es wie etwa in Texas und Arizona in der Landwirtschaft wiederverwendet werden kann. Der größte Teil des Wassers müsse jedoch aus dem Meer kommen. Die Kosten für die Entsalzung seien deutlich gesunken. Nach Angaben der israelischen Wasserbehörde könne jede der fünf größten Anlagen im Land 1.000 Liter für 60 US-Cent produzieren. Die Autoren weisen darauf hin, dass seit über 20 Jahren über eine Entsalzungsanlage für Gaza diskutiert werde. Ein paar kleine Pilot-Anlagen seien in Betrieb, aber nicht ausreichend für den Bedarf. „Die palästinensische Wasserbehörde hat eine großangelegte 500-Millionen-Dollar-Anlage bewilligt, die Israel unterstützt. Und Israel hat in aller Stille angefangen, Palästinensern Entsalzungstraining anzubieten. Da die Finanzierung zweifelhaft ist, dauern die Verzögerungen im Bau jedoch an“ (Israelnetz).


09-12-2013

GAZA KRISE BEREITS VOR 1967 (3. Teil) Grundwasserschicht ausgebeutet. „Diese Abwasserkrise ist nur die akuteste Erscheinungsform von Gazas hydrologischem Alptraum“, halten die Autoren fest. „Der Druck auf die Wasserressourcen ist seit langer Zeit unerträglich. Historisch erhielt Gaza sein Wasser aus einer Grundwasserschicht unter seinen Sandböden. Diese Schicht war bereits vor 1967 übermäßig ausgebeutet, als Ägypten den Gazastreifen kontrollierte, und es gab eine extensive Belastung durch Meerwasser.“ Die schnell wachsende Bevölkerung habe der Schicht dreimal soviel Wasser entnommen, wie durch Regen hinzugefügt wurde. „Letztes Jahr haben die Vereinten Nationen berichtet, dass 95 Prozent des Wassers der Grundwasserschicht wegen Verschmutzung durch das Eindringen von Meerwasser, Düngemittel und Abwasser für Menschen ungeeignet waren. Es ist zu erwarten, dass der Bedarf bis 2020 um 60 Prozent zunimmt“, ergänzen Tal und Abu Mayla. Viele Menschen im Gazastreifen kauften zu beträchtlichen Kosten gefiltertes Wasser in Flaschen. Auch seien nach dem israelischen Rückzug aus dem Gebiet im Sommer 2005 Tausende unregistrierte Brunnen gebohrt worden. Dies habe die Wasserqualität noch mehr verringert, fügen die Autoren an (Israelnetz).


08-12-2013

GAZA KRISE BEREITS VOR 1967 (2. Teil) Die Autoren schreiben weiter: „Seit der israelischen und ägyptischen Blockade hat Gaza nicht genügend Treibstoff, um seine Stromvorräte aufrechtzuerhalten und seine 290 Wasser- und Abwasseranlagen am Laufen zu halten. Die Hamas -Regierung weigert sich, alternativen Treibstoff zu kaufen, weil die Steuern darauf an die von der Fatah kontrollierte Palästinensische Autonomiebehörde gehen würden. Als Folge haben Pumpstationen ihren Betrieb im November eingestellt, und viele Straßen im Süden von Gaza-Stadt sind jetzt von menschlichen Exkrementen überflutet.“ Eine Studie des Kinderhilfswerkes der Vereinten Nationen (UNICEF) habe neulich ergeben: 20 Prozent der Kinder in Gaza leiden unter Krankheiten, die durch Trinkwasser übertragen wurden. Israel habe Grund zur Besorgnis, weil jeden Tag knapp 100.000 Kubikmeter Abwasser ins Mittelmeer strömten. Die israelische Trinkwasserversorgung hänge zunehmend von seinen Entsalzungsanlagen ab, heißt es in dem Gastbeitrag vom Montag. Die Anlage in Aschkelon liege nur wenige Kilometer nördlich des Gazastreifens. Auch ein Zaun könne die Fäkalien nicht aufhalten (Israelnetz).


20-11-2013

Das nächste Tagesjournal erscheint erst wieder am 7. Dezember (2013).


19-11-2013

ENKELIN DES HAMAS-CHEFS IN ISRAELISCHER KINDERKLINIK. Ismail Hanyeh gilt als ein entschiedener Feind Israels. Der Premierminister der islamistischen Hamas im Gazastreifen ruft gerne zum „Widerstand gegen die zionistischen Besatzer“ auf und lobt Attentäter als „heldenhafte Märtyrer“. Doch als an diesem Wochenende seine einjährige Enkeltochter Amal an einer schweren Darminfektion erkrankte und sich ihr Zustand immer weiter verschlechterte, ließ er das Kind zu den Erzfeinden nach Israel bringen. Im Schneider-Kinderkrankenhaus in Petah Tikwa wurde das Mädchen, eine Tochter von Hanyehs ältestem Sohn Abdel Salam, von Spezialisten untersucht. Danach konnte das Kind in eine Klinik in Gaza zurückkehren. Amals Vater bestätigte auf seiner Facebook-Seite, dass seine Tochter „jenseits der grünen Linie“ behandelt worden sei. Er bete zu Allah, dass sie wieder gesund werde. In palästinensischen Medien ist ein Foto zu sehen, das Amal in einer Klinik in Gaza zusammen mit ihrem prominenten Großvater zeigt. Es entstand kurz vor ihrem Transport nach Israel. Die medizinische Hilfe für Amal ist kein Einzelfall: Vertreter des Schneider-Kinderhospitals erklärten gegenüber israel heute, dass regelmäßig schwer kranke palästinensische Kinder aus dem Gazastreifen in ihrer Klinik behandelt würden. Es gebe gute Kontakte zu den Ärzten in Gaza. Die schicken problematische Fälle, die vor Ort nicht angemessen versorgt werden können, in israelische Krankenhäuser. Zudem bieten viele israelische Kliniken ihren palästinensischen Kollegen die Möglichkeit, Praktika und Fortbildungen zu absolvieren (Israel Heute).


18-11-2013

SAUDI ARABIEN UND ISRAEL: GEMEINSAM GEGEN DEN IRAN. Israel und Saudi Arabien arbeiten hinter den Kulissen zusammen, um ein internationales Atomabkommen mit dem Iran zu verhindern. Beide befürchten, dass die Lockerung der Sanktionen den Druck von Teheran nehmen könnte, das Nuklearprogramm wirklich und vollständig zu beenden. Israel und Saudi Arabien nehmen das Lächeln des iranischen Staatspräsidenten Rohani nicht ernst und sehen in der iranischen Atomaufrüstung eine ernste regionale Gefahr. Nicht nur Israel versucht die internationalen Bemühungen unter Federführung von US-Außenminister John Kerry aufzuhalten. Noch heftigeren Druck übt das saudische Königreich aus, das keine schiitische Oberherrschaft in der islamischen Welt dulden will. Seit Wochen ist aus verschiedenen Quellen im Land zu hören, dass der israelische Geheimdienst Mossad mit dem saudischen Geheimdienst kooperiert. Man redet davon, dass Jerusalem und Riad gemeinsam einen Angriffsplan schmieden. Sollte die so genannte „5 + 1 Gruppe“ (USA, Großbritannien, Frankreich, China, Russland und Deutschland) ein Abkommen mit dem Iran erreichen und die Sanktionen teilweise aufgehoben werden, plant Israel mit Unterstützung von Saudi Arabien laut der britischen Zeitung Sunday Times, die iranischen Atomreaktoren zu vernichten. „Die Saudier sind wütend und bereit, Israel bei einem Angriff gegen den Iran volle Unterstützung zu leisten“, schreibt die Zeitung. Israel und Saudi Arabien sind vom Verhalten der westlichen Staaten enttäuscht, die sie für naiv halten. Beide Länder verstehen, jedes aus seiner Sicht, dass eine Atombombe in den Händen einer schiitischen Regierung eine existenzielle Gefahr für Juden und Sunniten bedeutet. Aus diesem Grund üben Jerusalem und Riad heftigen Druck auf den Westen aus, die Sanktionen gegen den Iran auf keinen Fall zu lockern. Saudi Arabien, das seit der Gründung seines Königreiches 1932 diplomatische Beziehungen mit den USA hat, ist von Washington enttäuscht. Obama und Kerry signalisieren Schwäche im Nahen Osten, und dies nutzen die Russen aus, die sich nun als neue (alte) Verbündete arabischer Länder anbieten, wie zum Beispiel in Ägypten. „Riad wird weiterhin Israel öffentlich verurteilen, aber hinter den Kulissen haben beide Länder dieselbe Absicht, die iranische Atomaufrüstung um jeden Preis zu stoppen“, erläuterte gegenüber Israel Heute eine Quelle in Jerusalem: „Beide Länder kooperieren sehr eng zusammen“ (Israel Heute).


17-11-2013

ISRAELISCHE LUFTWAFFE GREIFT VERSTECKTE RAKETENSTELLUNGEN AN. Die israelische Luftwaffe hat am Donnerstagnachmittag zwei versteckte Raketenabschuss-Stellungen im nördlichen Gazastreifen angegriffen. Nach Angaben des Militärs war der Luftschlag erfolgreich, die beteiligten Flugzeuge seien sicher zu ihren Basen zurückgekehrt. Der Angriff war eine Vergeltungsmaßnahme für den Beschuss Israels mit zwei Mörsergranaten am Vormittag. Diese Geschosse waren in der Nähe des Grenzzaunes eingeschlagen, ohne Schaden anzurichten. Der Luftschlag erfolgte an einem symbolträchtigen Datum: Vor einem Jahr, am 14. November 2012, hatte die „Operation Wolkensäule“ mit Luftangriffen gegen die Hamas-Terroristen im Gazastreifen begonnen. Die Terrorgruppe „Islamischer Dschihad“ hat die Verantwortung für den Granatbeschuss übernommen. Abu Ubaida, ein Sprecher der Hamas, erklärte dazu: „Wir sind bereit für die nächste Schlacht.“ Die Hamas entwickle neue Methoden, um den „zionistischen Feind“ zu überraschen. Ministerpräsident Netanjahu hatte bereits am Dienstag die Gaza-Division der israelischen Streitkräfte besucht und auf den bevorstehenden Jahrestag hingewiesen. Bei dem Treffen erläuterte der Regierungschef: „Vor einem Jahr begann die Operation Wolkensäule. Die Zahlen sind deutlich: die Angriffe durch Raketen sind um 98 Prozent zurückgegangen, und die meisten der registrierten 35 Vorfälle blieben wirkungslos. Es besteht kein Zweifel, dass eine erhebliche Abschreckung erreicht wurde. Aber wir sollten uns nicht täuschen lassen. Wir wissen, dass die Hamas und andere Terrororganisationen weiter aufrüsten und auch den Weg durch Tunnel suchen, und wir sind aufgefordert, auf all diese Bedrohungen zu antworten und zugleich die starke Abschreckung, die wir erreicht haben, aufrecht zu erhalten.“ „Die Hamas produziert Raketen, die in Wohngebäuden gelagert werden und gegen israelische Zivilisten gerichtet sind. Israel wird sich auch in Zukunft streng an internationales Gesetz halten, aber nicht angesichts von Terroristen, die zwei Verbrechen zugleich begehen, die Hände in den Schoß legen: die Hamas ist bereit, israelische Städte anzugreifen und versteckt sich dabei hinter Zivilisten im Gazastreifen“, so Netanjahu. Es sei Israels moralisches Recht, so genau wie möglich auf jene zu zielen, die auf das israelische Volk schießen: „Die Verantwortung für jedweden Kollateralschaden, der die Bewohner des Gazastreifens trifft, liegt voll und ganz auf den Schultern der Hamas“ (Israel Heute).


15-11-2013

27 EU-PARLAMENTARIER GEGEN ANTI-ISRAELISCHE RICHTLINIEN. Mit einer Petition haben sich 27 EU-Parlamentarier gegen die Richtlinien der Europäischen Union gewandt. Sie legen damit bei der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton Widerspruch gegen das Verbot ein, israelische Projekte in den umstrittenen Gebieten finanziell zu fördern. Die Abgeordneten forderten Ashton auf, „alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Richtlinien der Kommission zurückzunehmen, oder zumindest, sich mit der israelischen Regierung zu einigen, dass die Folgen der Richtlinien die tiefen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Israel reflektieren und unter keinen Umständen schaden“. In dem Brief, den die israelische Zeitung „Yediot Aharonot“ zitiert, heißt es weiter, dass „Israel Brüssel einen finalen Formulierungs-Vorschlag für die israelische Wissenschaftskooperation und Teilnahme an der Horizon 2020-Initiative vorgelegt hat“. Von EU-Vertretern werde Ende der Woche eine Antwort erwartet. Nachdem die EU-Richtlinien Mitte Juli 2013 bekannt wurde, war bei israelischen Politikern ein Ausstieg aus „Horizon 2020“, einem EU-Förderprogramm für Wissenschaftsinitiativen, im Gespräch (Israelnetz). Den Richtlinien zufolge muss ab 2014 jede Vereinbarungen zwischen einem EU-Mitgliedsstaat und Israel eine Klausel enthalten, wonach Siedlungen nicht Teil des Staates Israel seien. Die EU fördert demnach auch nicht israelische Projekte in den umstrittenen Gebieten. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat dieses Dekret als „ausländisches Diktat“ gebrandmarkt (Israelnetz berichtete).


14-11-2013

RAKETENBESCHUSS: JEDES FÜNFTE VORSCHULKIND PSYCHISCH ANGESCHLAGEN. Jedes fünfte Vorschulkind in Beersheva leidet unter den Symptomen einer post-traumatischen Belastungsstörung. Auslöser dafür waren die Raketenangriffe auf die Stadt in den Jahren 2008 und 2009, vor und während der israelischen Militäroffensive „Gegossenes Blei“. Das hat jetzt eine Studie der Ben-Gurion Universität aufgedeckt. Für die Untersuchung sind 160 Mütter befragt worden, wie ihre Kinder auf die Raketeneinschläge reagiert hatten. Die schweren Grad-Raketen waren aus dem Gazastreifen auf die Wüstenstadt abgefeuert worden. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass es für die Kinder sehr wichtig ist, wie ihre Mütter die Kriegssituation verarbeitet haben. Es stellte sich heraus, dass 8,4 Prozent der Mütter und 21 Prozent der Kinder an erheblichen post-traumatischen Stresssymptomen leiden. Kinder, deren Mütter selbst psychische Schwierigkeiten haben, sind am stärksten von den Symptomen betroffen. Bei vielen der Kinder zeigen sich psychosomatische Störungen, die sich durch Verdauungsprobleme wie Verstopfung oder Durchfall, sowie Kopfschmerzen äußern. Dr. Gal Meiri, Leiter der psychologischen Vorschuleinheit am Soroka-Krankenhaus in Beersheva, erläuterte gegenüber der Presse die Untersuchungsergebnisse: „Die wichtigsten Figuren im Leben eines Kindes sind seine Eltern. Dort bekommen sie ihr Sicherheitsgefühl und ihr Vertrauen her. Wenn ein Kind also ein traumatisches Ereignis durchlebt, hängt seine mentale Erholung hauptsächlich vom mentalen Zustand der Eltern ab. Besonders, wenn diese dem selben Trauma ausgesetzt waren. Typische Reaktionen auf traumatische Ereignisse äußern sich bei Kindern häufig durch Entwicklungsrückschritte – sie nässen wieder ein oder brauchen einen Schnuller. Desweiteren durch verstärkte Trennungsängste, sowie Angst vor Dingen, die mit dem Geschehenen verbunden werden.“ Während der Militäroperation im Dezember 2008 und Januar 2009 wurden israelischen Behörden zufolge rund 1900 Einschläge in Israel registriert, etwa 1500 mal sollen Gebäude getroffen worden sein (Israel Heute).


13-11-2013

INTERNET-KRIEG: ARABER KNACKEN ISRAELISCHE FACEBOOK-KONTEN. Arabischen Hackern ist es gelungen, in die Konten von rund 13.000 Israelis im sozialen Netzwerk „Facebook“ einzudringen. Die Internetaktivisten, die nach eigenen Angaben aus Tunesien und Gaza stammen, veröffentlichten am Montag die Nutzernamen der Israelis sowie deren Passwörter. Einige von ihnen staunten nicht schlecht über neue Fotos, die von den Hackern eingefügt worden waren. Der israelische Fernsehkanal 10 berichtete, hinter der Attacke stecke eine Gruppe mit dem Namen „Hacker-Dämonen“. Deren Internet-Auftritt sei gespickt mit antisemitischen Bildern. Einer der arabischen Hacker erklärte dem Fernsehsender über Facebook, der Angriff sei ein „Akt gegen die israelische Besatzung.“ Facebook hat die betroffenen Nutzer aufgefordert, ihre Zugangsdaten zu ändern. In den vergangenen Monaten hatte es einen regelrechten Internet-Krieg rund um das Heilige Land gegeben. Im Januar veröffentlichte ein angeblich aus Saudi-Arabien stammender Hacker die Kreditkarten-Informationen von rund 15.000 Israelis. Israelische Hacker revanchierten sich, indem sie kurz darauf Namen und Kreditkartendaten von Bürgern aus Saudi-Arabien ins Internet stellten. Vermutlich arabische Hacker steckten hinter Angriffen auf die Webseiten der israelischen Feuerwehr, der Fluggesellschaft El Al und der Tageszeitung Ha'aretz. Verschiedene Regierungs-Webseiten wurden zeitweise blockiert. Zudem gelang es Internet-Angreifern, eine Verkehrskamera lahmzulegen, die einen Tunnel in Haifa überwacht. Der Tunnel wurde vorübergehend geschlossen. Die israelische Armee hat zur Abwehr von „Cyber-Angriffen“ eine spezielle Abteilung eingerichtet (Israel Heute).


12-11-2013

ANTISEMITISMUS: VIELE JUDEN IN EUROPA ERWÄGEN AUSWANDERUNG. Zahlreiche europäische Juden fühlen sich in ihren Heimatländern nicht mehr sicher. Das geht aus einer Umfrage der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte hervor. Im Schnitt gaben 76 Prozent der befragten Juden an, der Antisemitismus habe in den vergangenen fünf Jahren stark zugenommen. 29 Prozent aller Befragten erklärten, sie hätten darüber nachgedacht, nach Israel auszuwandern. Für die Umfrage waren 5.847 Juden in Schweden, Frankreich, Belgien, Großbritannien, Deutschland, Italien, Ungarn, Rumänien und Lettland befragt worden. Laut Statistik zogen besonders viele Juden aus Ungarn, Frankreich und Belgien eine Auswanderung in Betracht. Bezüglich ihrer Ansicht, was genau unter „Antisemitismus“ zu verstehen ist, antworteten 34 Prozent, dies seien Nicht-Juden, die Israel kritisierten. Fast 90 Prozent gaben an, es seien Menschen, die Juden nicht als ihre Landsmänner und -frauen betrachteten. Jeder Fünfte der Befragten gab an, in der Öffentlichkeit nichts zu tragen, was ihn als Juden zu erkennen gibt. In Schweden waren es sogar 34 Prozent, in Frankreich 29 Prozent und in Ungarn 20 Prozent. Moshe Kantor, Vorsitzender des Europäischen Jüdischen Kongresses unterstrich, diese Studie sei von sehr großer Wichtigkeit. Der Fakt, dass „Juden nicht mehr in der Lage sind, ihren Glauben auszudrücken, weil sie Angst haben, sollte ein Wendepunkt für Europa sein.“ Er rief die europäischen Regierungen dazu auf, sich die Studie genau anzusehen. Eine weitere Umfrage eines israelischen Forschungsinstituts unter 500 israelischen Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren lieferte ähnlich schlimme Ergebnisse. Der Studie zufolge haben zwei Drittel der in Israel lebenden Jugendlichen übers Internet Erfahrungen mit Antisemitismus gemacht. Ein Drittel von ihnen wurde online beschimpft. Der Vorsitzende der Antidiffamierungsliga, Abraham H. Foxman erklärte, es sei schockierend, dass das Internet die schlimmen Erfahrungen des Antisemitismus nun zur israelischen Jugend bringe (Israel Heute).


11-11-2013

DEUTLICH WENIGER RAKETENANGRIFFE NACH ‚WOLKENSÄULE’. Wirkungsvoller Militäreinsatz: Seit dem November 2012 ist die Zahl der Angriffe aus dem Gazastreifen auf Südisrael deutlich zurückgegangen. Die israelische Armee führt dies auf die „Operation Wolkensäule“ gegen die Terrorinfrastruktur der Hamas zurück. In den vergangenen zwölf Monaten haben Palästinenser aus dem Gazastreifen 67 Raketen und Granaten auf israelische Ziele abgeschossen. Hinzu kommen fünf Geschosse aus dem Sinai, die auf die Touristenmetropole Eilat abgefeuert wurden. Im Vorjahr hatte das Militär noch 641 palästinensische Angriffe registriert. Dies meldet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ unter Berufung auf einen Bericht der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte. Dem Bericht zufolge war das Jahr nach der „Operation Wolkensäule“ für Israel das ruhigste seit Ausbruch der „Zweiten Intifada“ im Herbst 2000. Zum Vergleich: Nach der „Operation Gegossenes Blei“ im Gazastreifen zum Jahreswechsel 2008/2009 wurden 317 palästinensische Raketen und Granaten abgefeuert. Die Zeitung nennt mehrere Faktoren zur Erklärung der Unterschiede zwischen den beiden Militäroperationen. So habe es 2009 das Abwehrsystem „Eisenkuppel“ noch nicht gegeben. Zudem habe die ägyptische Armee in den vergangenen Monaten viele Schmugglertunnel zerstört, über die zuvor die Hamas im Gazastreifen mit Waffen versorgt worden war. Auch die Zeit nach dem Abzug aus dem Gazastreifen im Sommer 2005 dient als Vergleichspunkt zur heutigen Lage. Im Jahr 2005 wurden insgesamt 1.318 Angriffe gezählt, 2006 waren es 1.777. Vom 1. Januar 2008 bis zum Beginn der „Operation Gegossenes Blei“ am 26. Dezember feuerten Palästinenser 3.716 Geschosse auf Städte und Ortschaften in Südisrael ab (Israelnetz).


10-11-2013

‚EIN WUNDERBARES ZEICHEN’. (Tagesbericht vom 29.10.2013). Diesen Sonntag schickte Gott uns ein wunderbares Zeichen; ein merkwürdiges und auf eine Art unerklärliches Geschehen, das (wie es geschrieben steht) uns (und unsere Umgebung) erkennen lässt, dass es die 'Hand des HERRN' ist, die all dieses wirkt. Es ist der 'Heilige Israels', der hinter allem steht, was geschieht. Folgendes geschah am Sonntag, den 27. Oktober in der Wüste Israels (zur selben Zeit, als die Kirchenglocken in Dänemark (& Deutschland) zum Gottesdienst einluden): "Unsere kleine Schar hatte sich gerade von unserer gewohnten Morgenandacht erhoben, als vier Männer vor unserem Lager auftauchten. Es waren drei Juden, die von einem schriftgelehrten Rabbi angeführt wurden. Einer der Männer hatte einen Krug in der Hand mit einem kleinen, schlanken Zypressen-Spross. "Vor drei Jahren besuchten wir diesen Ort", erklärten sie, "und Johny hat uns aus Jesaja 63 vom 'Messias' erzählt 'der aus Bosra kommt'. Das haben wir nicht vergessen können und haben deshalb beschlossen, heute hierher zu kommen, um u.a. diese Zypresse in eurem Wüstenlager zu pflanzen und damit das Wort von Jesaja zu erfüllen, wo es heißt, dass, wenn die Zypresse in der Wüste gepflanzt wird, geschieht dies, damit alle erkennen, dass der 'Heilige Israels' hinter dem steht, was hier jetzt geschieht." Die vier Juden, die aus verschiedenen Gegenden Israels kamen sahen es als persönlichen Ruf und Aufgabe an, 18 sterbende Bäume in der Wüste von Parasiten zu reinigen. Die Zahl '18' bedeutet auf hebräisch 'Leben'. Sie wussten nichts von unserer aktuellen Situation (von der Forderung des Gerichts, dass das Lager am 9. Februar 2014 geräumt sein muss) - aber als sie es hörten, pflanzten sie sofort die Zypresse zwischen drei Palmen und sagten: "In einem Jahr kommen wir wieder und bewässern diese Zypresse." Dann lasen sie Jesaja 41,19-20. Nachdem wir das 'Hallelujah' gemeinsam gesungen hatten, zogen sie auf ihrem Weg weiter...


08-11-2013

‚EINE EINLADUNG’ - Tagesbericht vom 21.10.2013). Als ich neulich wieder einmal auf meinem gewohnten Weg durch die Wüste wanderte - mit Stock, Hut und Hund zur 'Zwölf-Palmen-Oase', wurde ich von schweren Gedanken überwältigt. Ich konnte keinen Ausweg aus unserer jetzigen Situation sehen. Die Bewohner des Wüstenlagers (zuallererst ich selbst) sind bei der letzten, abschließenden Gerichtsverhandlung mit heiler Haut davon gekommen. Die drohende Geldstrafe von 9 Millionen Shekel (über einer Million Euro) wurden durch Gottes Gnade und die freundliche Haltung des Richters in eine symbolische Strafe von 1500 Shekel (ca. 250€) umgewandelt. Doch es bleibt die Tatsache bestehen, dass unser Wüstenlager bis zum 9.2.2014 geräumt sein muss. Sollte sich zu diesem Zeitpunkt der Pilgrimkonvoj auf einem nicht zugelassenen Platz befinden, muss er eine Strafe von 70.000Shekeln (ca.14.000€) bezahlen und Johny Noer muss ins Gefängnis. Nachdem wir verschiedene Möglichkeiten untersucht haben, steht der Pilgrimkonvoj noch immer vor 'verschlossenen Türen' und der Countdown läuft. Aus verschiedenen Kreisen kann ich eine (absolut verständliche) Resignation spüren... Daher war ich bei Sonnenuntergang mit schweren Gedanken und einem Stoßgebet auf dem Weg in meine Wüste. Gerade als ich in die 'Zwölf-Palmen-Oase' einbiegen wollte, hatte ich ein geistliches Erlebnis, das ich im Nachhinein nur so beschreiben kann: "Der HERR begegnete mir und lud mich ein, in seine Ruhe einzukehren." Gleichzeitig kam eine unerklärliche Erleichterung über mich und ich wurde mit neuer Freude und neuer Hoffnung erfüllt... die mich bis heute nicht verlassen hat.


07-11-2013

‚DIE KRÄFTE DES BÖSEN’ - (Tagesbericht vom 16.10.2013). Als wir auf unserer letzten Reise nach Beersheva unsere ermüdenden Besuche im Regierungsgebäude beendet hatten, entschieden wir (Gisèle und ich) im Erdgeschoss des Einkaufszentrums noch ein Stück Pizza zu essen. Plötzlich hörten wir im Stockwerk über uns beunruhigenden Lärm, der sich näherte. Lautes Geschrei und Rufe waren zu hören - und plötzlich bewegte sich eine Gruppe heftig kämpfender Menschen die Rolltreppe herunter auf uns zu. Die Schlägerei war gefährlich und ohne rücksichtslos, eine Gruppe junger Beduinen kämpften mit dem Sicherheitspersonal des Zentrums. Als die brutal kämpfende Gruppe näher kam, versuchten Gisèle und ich, durch eine Hintertür auf den Parkplatz auszuweichen. Als Gisèle die Tür erreicht hatte, kam ein junger Mann, der denselben Weg benutzen wollte, stieß sie rücksichtslos zur Seite und trat mit einem Sprung die Tür auf, bevor er nach draußen verschwand. Als ich Gisèle erreichte, kam ein weiterer Schläger von hinten, stieß uns grob zur Seite und verschwand. Wir waren schockiert, als wir endlich an unserem Auto ankamen, und danken Gott für seine Bewahrung. Diese Erfahrung hinterlässt in uns eine Ahnung davon, dass 'unser Kampf nicht gegen Fleisch und Blut ist, sondern gegen die Mächtigen und Gewaltigen, die bösen Geister unter dem Himmel'. (Eph. 6,12)


06-11-2013

'DAS FÜRSTLICHE SCHLOSS’ (Tagesbericht vom 15.10.2013). Am Montag kamen wir bei unserer Suche nach einem kleinen Stückchen Erde im Heiligen Land, auf dem wir unseren Pilgrimkonvoj aufstellen können, zum 'fürstlichen Schloss' (dem Regierungsgebäude in Beesheva), in dem solche Belange entschieden werden. Nach vielen Verhandlungen standen wir schließlich vor dem kleinen Büro des Beamten mit Namen Chaim. Er begrüßte uns freundlich und erzählte, dass er bei den Verhandlungen anwesend gewesen war, die wir betreits im Jahr 2005 in eben diesem Gebäude begonnen hatten. Als Chaim das hebräische Protokoll mit dem Urteil vom 9. Oktober las, schüttelte er nachdenklich den Kopf. "Ich sehe,“ sagte er, "dass der Richter euch vier Monate Zeit gegeben hat, um einen neuen Aufenthaltsort zu finden. Das ist physisch und verwaltungstechnisch unmöglich! So etwas kann in Israel nicht funktionieren!" - "Genau das ist einer der Gründe, warum wir heute hier sind.", sagte ich. "Einige Wüstenbauern in der Nachbarschaft haben angeboten, dass wir unsere Wagen bei ihnen aufstellen dürfen. Ist das gesetzlich erlaubt?" ("Ich erlaube mir, diese Frage zu stellen", fügte ich hinzu, "denn im Falle eines unerlaubten Parkens des Pilgrimkonvoj werde ich umgehend ins Gefängnis gebracht und bekomme eine Strafe von 70.000 Schekeln (ca. 14.000€).) Der Beamte nickte und mein Gesuch wurde notiert. "Außerdem", fuhr ich fort, "möchte ich mit dem Vorsitzenden des 'Minhal' (der Verwaltung für Land in Israel) sprechen und ihn um Hilfe bitten, ein geeignetes Grundsück zu finden." Doch dazu schüttelte Chaim den Kopf. "In dieser Sache bekommt ihr ganz sicher keine Hilfe", sagte er, "doch ich leite deine Bitte an den Vorsitzenden weiter..."


05-11-2013

RABBINER RUFEN ZUM GEBET GEGEN TEILUNG DES LANDES AUF. Eine Gruppe bekannter israelischer Rabbiner hat dazu aufgerufen, intensiv dafür zu beten, dass das Land Israel nicht zwischen Juden und Palästinensern aufgeteilt wird. Die Teilung ist Gegenstand der gegenwärtigen Friedensverhandlungen, die auf Druck der USA zustande kamen. „In den vergangen Monaten gab es fortgesetzte diplomatische Verhandlungen, die sich darauf konzentrierten, Teile des Landes Israel aufzugeben“, heißt es in dem Aufruf. Im ganzen Land wurde er durch Plakate und Flugblätter bekannt gemacht. Die Rabbiner stellen darin fest, dass Regierungschef Benjamin Netanjahu unter Druck geraten sei. Er solle Land abtreten, was Gott verbiete. Sie riefen alle gläubigen Juden dazu auf, zusätzliche Gebete zu sprechen, damit das ganze Heilige Land einheitlich unter jüdischer Souveränität bleibe. Kritik gab es von den linksgerichteten israelischen Medien. Sie bezeichneten den Aufruf der Rabbiner als ein Mittel der „Anti-Friedensbewegung“. Religiöse Medien stellten dagegen fest, die jüdischen Theologen wollten genau das Gegenteil: „Sie glauben, dass Landzugeständnisse ohne echten Frieden zu einem Blutvergießen führen werden“ (Israel Heute).


04-11-2013

KONFERENZ ZU MINDERHEITEN IN ISRAEL. Am vergangenen Dienstag eröffnete Ministerpräsident Binyamin Netanyahu die Konferenz zur Förderung von Minderheiten in Israel. In seiner Rede betonte Netanyahu zu Beginn: „Ich möchte, dass alle Bürger Israels an diesem Wunder, das wir den Staat Israel nennen, teilhaben. Integration führt auch zu Wachstum und ein wesentlicher Teil des Wachstums hängt davon ab, ob die arabische Minderheit in Israel am Wirtschaftsleben beteiligt ist.“ Der Leiter des Amtes des Ministerpräsidenten, General Harel Locker, sagte: „Wenn es uns gelingt, das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zwischen jüdischen Bürgern und Minderheiten anzugleichen, werden wir zu den 20 wohlhabendsten Ländern der Welt gehören. Es ist die Verpflichtung des Staates gegenüber seinen Bürgern, ihnen die besten Möglichkeiten als Individuen und als Gruppen zu geben und zugleich sozio-ökonomische Lücken zu schließen. Die Regierung Israel trägt für diese Aufgabe die größte Verantwortung, aber auch jüdische und arabische Unternehmer, Amtsträger und Vertreter des Dritten Sektors sind mitveranwortlich dafür. Wir müssen unsere Bedenkenträgerei aufgeben, um gemeinsame kommerzielle Initiativen zu stiften. Es ist Ausdruck der Bedeutung, die die Regierung dieser Aufgabe beimisst, dass die Investitionen im Minderheitensektor für den Zeitraum 2010-2016 die Rekordsumme von fünf Milliarden Schekel (etwa eine Milliarde Euro) erreichen werden. Die Integration der Minderheiten in die sozioökonomischen Aktivitäten Israels sind nicht nur ein Wachstumsmotor für die Wirtschaft, sondern der Schlüssel zu einem zukünftigen Zusammenleben in diesem Land. Die Investitionen sorgen dafür, dass wir nicht zwei parallele Wirtschaftssysteme und zwei Parallelgesellschaften haben, die einander nicht berühren, sondern eine starke und wachsende Gemeinschaft“ (Amt des Ministerpräsidenten, 29.10.13).


03-11-2013

ALARMBEREITSCHAFT ALS LEHRE AUS DEM JOM-KIPPUR KRIEG. Weil sich die Bedrohung gegen Israel verändert hat, muss das Militär in ständiger Bereitschaft sein. Diese Ansicht hat Premierminister Benjamin Netanjahu am Donnerstag in einer Rede geäußert. Anlass war das Gedenken an den Jom-Kippur-Krieg vor 40 Jahren. „Israelische Soldaten waren ausschlaggebend im Jom-Kippur-Krieg“, sagte Netanjahu bei der Zeremonie in Jerusalem laut einer Mitteilung seines Büros. „Das Volk war ausschlaggebend, denn die Soldaten kamen aus dem Volk, die Wehrpflichtigen und die Reservisten, sie strömten an die Front, schlugen den Feind zurück, marschierten in sein Gebiet ein – und binnen kurzer Zeit waren wir vor den Toren von Damaskus und Kairo. Wir haben dafür einen furchtbaren Preis bezahlt, den furchtbarsten Preis in Israels Kriegen außer dem Unabhängigkeitskrieg. Tausende Tote, Tausende Verwundete. Ein Teil von ihnen trägt bis heute die körperlichen und seelischen Narben, wahrscheinlich bis ans Ende ihrer Tage.“ Der israelische Regierungschef fügte hinzu: „Nur weil sich die Bedrohungen verändert haben, sind sie nicht vorbei. Wir haben es geschafft, Frieden mit zweien unserer Nachbarn zu erlangen. Die Wahrung dieses Friedens und seine Ausweitung sind zentrale Ziele von uns. Wir wissen, dass der Friede durch das Verständnis unserer Nachbarn erlangt wird, dass sie uns weder vertilgen noch besiegen können, und der Friede wird auf Grundlage dieses Verständnisses ausgeweitet.“ Als größte Bedrohung des Staates Israel benannte Netanjahu das iranische Atomwaffenprogramm. „Ich höre nach jeder Gesprächsrunde mit den iranischen Vertretern, dass die Gespräche nützlich gewesen seien. Bestimmt waren sie nützlich für den Iran. Sie reichern weiter Uran an, schreiten weiter auf ihr Ziel zu. Aber damit die Gespräche nützlich für die Welt sind, müssen sie dazu führen, dass der Iran seine Fähigkeit völlig aufgibt, Atomwaffen zu entwickeln.“ In jedem Fall müsse die Armee bereit sein für jedes Ereignis zu jeder Zeit und an jedem Ort. Wenige Stunden vor der Gedenkzeremonie hatte das Sicherheitskabinett beschlossen, das Militärbudget um umgerechnet rund 560 Millionen Euro aufzustocken (Israelnetz).


01-11-2013

70 JAHRE DÄNISCHE JUDENRETTUNG: FÜR KRONPRINZ FREDERIK ANLASS FÜR EINEN BESUCH BEI PRÄSIDENT PERES. Israels Staatspräsident Schimon Peres hat am Mittwoch den dänischen Kronprinzen Frederik empfangen. Anlass für den Besuch in Israel ist das Gedenken an die Rettung der verfolgten Juden in Dänemark vor 70 Jahren. „Dänemark ist ein vorbildliches Land in der Welt, ein Staat, der auf Frieden, sozialer Gerechtigkeit und Fürsorge für Menschen gründet“, sagte Peres laut einer Mitteilung des israelischen Außenministeriums bei dem Treffen in Jerusalem. „Ich glaube, dass Sie dafür bewundert werden. Ich möchte unseren tiefen Dank an Ihr Volk für das ausdrücken, was es während des Holocaust getan hat. Unter allen anderen Ländern war es Dänemark, das sich in äußerster Weise bemühte, die Leben der Juden in Ihrem Land zu retten – entweder, indem man sie versteckte, verteidigte oder nach Schweden verschiffte. Die meisten von ihnen wurden gerettet. Das werden wir niemals vergessen, wir sehen es als historische Tat an.“ Frederik entgegnete: „Für mich persönlich ist es fantastisch, in Israel zu sein. Bisher konnte ich das Museum besuchen und auch den Teil sehen, der eine positive Geschichte während des Zweiten Weltkriegs darüber erzählt, wie dänische Juden in kleinen Booten von den Küsten Ostdänemarks an die schwedischen Küsten verschifft und gerettet worden. Das war eine sehr mutige Tat von guten dänischen Bürgern, die aus allen Lebensbereichen kamen und die nicht zögerten, zu handeln, als es nötig war. Für mich ist das etwas Persönliches, aber heute gedenken unsere beiden Länder daran. Ich werde mich für den Rest meines Lebens an diesen Besuch erinnern.“ (Israelnetz)


31-10-2013

GRÜNES LICHT FÜR BAUPLÄNE: ½1500 NEUE WOHNUNGEN IN RAMAT SHLOMO. Nur wenige Stunden nach der Freilassung von 26 palästinensischen Kriminellen hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu umfangreiche Neubauprojekte angekündigt. So sollen allein im Jerusalemer Stadtteil Ramat Shlomo (Foto) 1500 neue Wohneinheiten errichtet werden. In Ramat Shlomo leben überwiegend ultraorthodoxe Juden. Der Stadtteil liegt in einem von den Palästinensern beanspruchten Gebiet im Norden Jerusalems. Der Regierungschef betrachtet den umstrittenen Wohnungsneubau offenbar als Entschädigung für die umstrittene Haftentlassung der palästinensischen Schwerverbrecher. Die Regierung gab nicht nur grünes Licht für Neubauten in Ramat Shlomo. Die Bewohner des Viertels dürfen ihre bisherigen Unterkünfte nun auch erweitern. In diesem Gebiet gab es in der Vergangenheit keine arabische Bevölkerung; Ramat Shlomo wurde auf unbebauten Hügeln errichtet. Zudem genehmigte die Regierung den Bau eines Besucherzentrums für die sogenannte Davidsstadt. Dieser Teil der Jerusalemer Altstadt wird von den Palästinensern als „besetztes Gebiet“ betrachtet. Zudem will Netanjahu die Pläne für den Aufbau eines Nationalparks am Hang des Skopusberges in Jerusalem vorantreiben. Der Nationalpark würde verhindern, dass die arabischen Dörfer sich in diesem Gebiet weiter ausbreiten können. Stattdessen soll dort ein Gelände für Naherholung, Wandern und Radtouren entstehen (Israel Heute).


30-10-2013

ISRAEL VERSORGT HEIMLICH SYRISCHE FLÜCHTLINGE IN JORDANIEN. Der brutale Bürgerkrieg zwingt viele Syrer, ihre Heimat zu verlassen und in benachbarte Länder zu fliehen. Alleine der Norden Jordaniens wurde im vergangenen Jahr von rund einer halben Million Flüchtlingen überflutet. Etwa die Hälfte von ihnen ist in einem riesigen Flüchtlingslager der Vereinten Nationen untergebracht. Die anderen überleben nur dank des Einsatzes von nichtstaatlichen Hilfsorganisationen. Darunter ist auch – von der Weltöffentlichkeit kaum wahrgenommen - eine israelische. IsraAid nennt sich die Organisation, die wie viele andere auch physische und emotionale Hilfe leistet und mehrere Hunderttausend Syrer erreicht. Diese humanitäre israelische Gruppe hat schon früher viel Erfahrung in Afrika und anderen Gebieten sammeln können. In Jordanien verpacken die Mitarbeiter täglich lebensnotwendige Güter in große Tüten und verteilen sie – doch sie müssen es heimlich tun. IsraAid und seine jordanischen Partner achten akribisch darauf, jegliche Hinweise zu beseitigen, dass die Hilfspakete aus Israel kommen oder von Israelis finanziert sind. Damit wollen sie verhindern, dass in den Flüchtlingsgebieten Chaos ausbricht, da sich Syrien offiziell immer noch im Kriegszustand mit Israel befindet. „Wir verbreiten es nicht mit Pauken und Trompeten, dass wir Israelis sind.“, erzählte einer der IsraAid-Mitarbeiter. „Das ist nicht nötig. Ist diese Katze erst einmal aus dem Sack, geht alles den Bach runter.“ Dennoch ist eines der Ziele von IsraAid, der Welt zu zeigen, dass der jüdische Staat kein rücksichtsloser Unterdrücker ist, wie er häufig in den Medien dargestellt wird. „Meine Hauptabsicht ist es, überall in die Welt Israelis hinzuschicken und zu zeigen, dass Israel sich um die Menschheit kümmert.“, erklärte Shachar Zahavi, Gründer von IsraAid. Und tatsächlich sind bereits viele israelische humanitäre Organisationen im Nahen Osten aktiv. Häufig finden die Notleidenden es heraus, dass ihre Helfer aus Israel stammen. Für die meisten ist es eine große Überraschung, dass sie Hilfe von israelischen Juden bekommen – doch genauso groß sind ihre Wertschätzung und Dankbarkeit (Israel Heute).


29-10-2013

ISRAELISCHER VERGELTUNGSSCHLAG NACH RAKETENANGRIFF AUF ASCHKELON. Die israelische Luftwaffe hat heute früh auf den Beschuss der Mittelmeerstadt Aschkelon durch zwei Raketen aus dem Gazastreifen reagiert. Kampfflugzeuge bombardierten zwei unterirdische Raketenabschussrampen im nördlichen Gazastreifen, die zu einem Trainingszentrum gehörten. Es wurde nach palästinensischen Angaben von den Terroristen der Hamas-Kassam-Brigaden betrieben. Bei dem Luftangriff gab es offenbar keine Toten oder Verletzten. Bereits am Sonntag hatten islamistische Terroristen zwei Mörsergranaten auf israelisches Gebiet abgefeuert, die aber keine Schäden anrichteten. Aschkelon liegt nördlich von Gaza-Stadt an der Mittelmeerküste und hat rund 115.000 Einwohner. Sie waren am frühen Morgen durch die Sirenen aus dem Schlaf gerissen worden. Das israelische Luftabwehr-System „Eiserne Kuppel“ zerstörte eine anfliegende Rakete noch in der Luft. Anwohner berichteten von mehreren Explosionen, die zu hören gewesen seien. Eine zweite Rakete schlug auf offenem Gelände ein, ohne Schaden anzurichten. Die israelische Armee warnte Landwirte, sie sollten Felder in Grenznähe zum Gazastreifen vorerst meiden. Die Armee kündigte entschiedene Gegenmaßnahmen an, falls die Hamas-Terroristen weiter versuchten, die israelische Bevölkerung zu terrorisieren. Beobachter nehmen an, dass die islamistische Hamas, die im Gazastreifen das Sagen hat, mit ihren Aktionen die Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern zum Scheitern bringen will. Die Hamas lehnt Gespräche mit dem Judenstaat ab und setzt stattdessen auf bewaffneten Kampf (Israel Heute).


28-10-2013

GOOGLES EMPFEHLUNGEN FÜR JUDEN. Die Online-Suchmaschine Google sorgt mit ihren automatisierten Suchvorschlägen hin und wieder für Irritationen. Für Juden hält der Algorithmus sehr spezielle Empfehlungen bereit. Google liefert automatisch Vorschläge, wenn man gewisse Begriffe eingibt. Das kann nützlich sein, wenn man ein Gemüse, Kraut oder eine Frucht als Suchbegriff eingibt, um gleich zu einem Rezept oder zur sonstigen Verwertung geführt zu werden. Doch bei politischen Themen können Googles Empfehlungen auch problematisch sein. Beim englischen Suchbegriff „Jews should“ („Juden sollten“) kann man auswählen zwischen: „Juden sollten Israel verlassen“, „Juden sollten den Holocaust überwinden“ und „Juden sollten nach Polen zurückkehren“. Nach Angaben des Nachrichtendienstes „Algemeiner“ habe Google in letzter Zeit seine automatischen Vorschläge wegen allzu antisemitischer Auswüchse überarbeitet. Bei dem Suchbegriff „Jews should“ wurde bis vor kurzem noch automatisch vorgeschlagen: „Juden sollten ausgelöscht werden“, „Juden sollten sterben“ und „Juden sollten sich dafür entschuldigen, Jesus getötet zu haben“. Gibt man auf der deutschen Google-Seite die Worte „Juden sind“ ein und drückt Enter, erscheinen die laut Google-Algorithmus populärsten Treffer unter den sechs Millionen Ergebnissen. Dazu gehören beispielsweise der Wikipedia-Artikel „An allem sind die Juden schuld“ und Diskussionsseiten zu den Fragen „Wieso sind die Juden immer so böse“, „Warum sind die Juden so mächtig und reich“ oder „Wie viele Juden starben an 9/11“. Außerdem erscheint ein YouTube-Video mit dem Titel „Juden sind die wahren Nazis Teil 3“. Als „Verwandte Suchanfragen“ listet Google darüber hinaus in einer Tabelle auf: Juden sind reich/schuld/dumm/geizig/Verbrecher/Schweine/schlau/unser Unglück. Rabbi Abraham Cooper vom Simon Wiesenthal Center erklärte, dass diese Entdeckung nur zeige, wie viel gewisse Rassisten ins Internet investieren, um gewisse Suchbegriffe populär zu machen, damit sie bei Google an die Spitze der Listen vorrücken. Eine Anfrage von „Algemeiner“ wurde von Google nicht beantwortet. Auf der Webseite der Suchmaschine wird jedoch klar gestellt, dass die automatischen Vorschläge ohne Menschenhand zustande kommen, aufgrund eines Algorithmus, der mehrere Faktoren berücksichtigt. Ebenso behauptet Google, gewisse Elemente zu stoppen, wie Pornographie, Hass, Gewalt und Begriffe, die häufig benutzt würden, um Urheberrechte zu verletzen. Im vergangenen Jahr ist Google wegen dieser automatischen Vorschläge in Frankreich von anti-rassistischen Organisationen verklagt worden. Das Wort „Jude“ wurde bei Google mit bekannten Politikern, Journalisten und Geschäftsleuten verknüpft. Das berichtete das „PC-Magazin“. Die erreichte Einigung ist nicht veröffentlicht worden (Israelnetz).


27-10-2013

EHEMALIGER MOSSAD-CHEF: OBAMA SPIONIERT AUCH UNS AUS! Nach dem Skandal um den amerikanischen Geheimdienst NSA in Deutschland und der Aufregung um das offenbar abgehörte Handy von Bundeskanzlerin Merkel verkündete der ehemalige Direktor des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, Danny Yatom, dass das Weiße Haus auch Anrufe aus Israel abhört. Am Donnerstag berichtete die britische Tageszeitung „The Guardian“, dass die NSA die Telefongespräche von 35 internationalen Spitzenpolitikern überwachen ließ. Deshalb ist Yatom der Ansicht: „Wenn die Amerikaner denken, es gäbe einen Grund uns auszuhorchen, dann tun sie es.“ Das Weiße Haus sei laut Yatom besonders daran interessiert zu erfahren, was die israelische Führung zu regionalen Themen sage, an denen auch Amerika beteiligt ist. Beispiele hierfür seien Israels Gespräche mit der Palästinenserbehörde oder die Verhandlungen über den Iran und seine Atomwaffen. „US-Präsident Barack Obama und seine Mitarbeiter wollen wissen, was Israel wirklich denkt, so dass sie bei kritischen Themen rechtzeitig entgegen wirken können“, erklärte der frühere Mossad-Chef gegenüber israelischen Medien. Laut Yatom hört Amerika bereits seit Jahren die Regierungen befreundeter Staaten ab: „Israelische Telefone werden nicht erst seit Netanjahus Regierungszeit belauscht“. Mit einem kritischen Blick auf die USA ließ er außerdem verlauten: „Die Amerikaner sehen sich selbst – zu Recht – als eine Supermacht. Aber sie liegen falsch damit, wenn sie denken, sie könnten deshalb machen, was sie wollten. Wenn bewiesen werden sollte, dass die Anschuldigungen wegen der Lauschangriffe wahr sind, haben die Amerikaner keine andere Wahl mehr, als sich für ihre Taten zu entschuldigen. Aber ich bin mir sicher: Sie werden danach trotzdem nicht damit aufhören.“ Yatom diente von 1963 bis 1996 in der Spezialeinheit Sayeret Matkal und war am Ende deren stellvertretender Kommandeur. Bevor er 1996 an die Spitze des Mossad wechselte, war er Chef des Zentralkommandos der Israelischen Streitkräfte. Am 24. Februar 1998 reichte Jatom sein Rücktrittsgesuch als Mossad-Direktor ein, nachdem eine Regierungskommission die Arbeit des Geheimdienstes bei einer missglückten Abhöraktion in Bern scharf kritisiert hatte (Israel Heute).


25-10-2013

ABBAS FORDERT VON EUROPÄISCHEN FIRMEN DEN BOYKOTT JÜDISCHER SIEDLUNGEN. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hat am Mittwoch europäische Unternehmen aufgefordert, ihren Aktivitäten in den jüdischen Siedlungen im sogenannten Westjordanland ein sofortiges Ende zu setzen. „Solche Aktivitäten sind eine Verletzung des Völkerrechts“, unterstrich Abbas bei einem Treffen mit dem europäischen Ratspräsidenten Herman van Rompuy in Brüssel. Laut Abbas sei der Boykott allerdings nicht gegen Israel gerichtet, sondern gelte lediglich für die jüdischen Siedlungen auf „besetztem palästinensischem Land, die nach 1967 gegründet wurden.“ Abbas gab sich friedensbewegt: „Wir möchten Brücken des Friedens bauen und einträchtig neben Israel leben.“ Israelische Offizielle äußerten sich frustriert über Abbas' Verhalten: Auf diese Weise ginge der Palästinenserpräsident ungerecht gegen Israel vor und beeinflusse negativ den Ausgang der Verhandlungen zwischen israelischen und palästinensischen Unterhändlern, die sich seit Juli bereits 13 Mal zu Gesprächen getroffen hatten. Ein UN-Rechtsexperte hatte erst kürzlich mehrere große internationale Unternehmen hervorgehoben, wie beispielsweise Motorola, Hewlett Packard, Veolia und die Volvo-Gruppe, die sich für Aufbau und der Aufrechterhaltung der Siedlungen engagieren. Auch mehrere europäische Einzelhandels-Riesen importieren regelmäßig Produkte aus dem sogenannten Westjordanland, das die Heimat von großen landwirtschaftlichen Betrieben ist. Viele Palästinenser arbeiten in den jüdischen Siedlungen. Die israelischen Firmen bezahlen meist deutlich höhere Löhne als palästinensische Arbeitgeber. Zudem sind die Arbeitsbedingungen besser. Diese Palästinenser halten nichts von Abbas Boykottaufruf und den Maßnahmen der Europäer gegen die Siedlungen. Allerdings trauen sich nur wenige, dies öffentlich kundzutun, da sie Repressionen der palästinensischen Führung befürchten (Israel Heute).


24-10-2013

ABBAS: ISRAEL IST SCHULD, WENN DIE FRIEDENSGESPRÄCHE SCHEITERN. Israel trägt die Schuld, wenn die laufenden Friedensgespräche scheitern. Diese Ansicht vertritt Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas, und er wird nicht müde, das öffentlich kundzutun. Grund für ein Scheitern der Gespräche könnte sein, dass Israel Abbas' Forderung wohl nicht nachgeben wird, die kompletten Streitkräfte aus dem Jordantal abzuziehen. Abbas verlangt, dass sich in „Palästina“ kein einziger Jude aufhalten darf. „Wir werden es nicht akzeptieren, und wenn die Gespräche scheitern, dann sind nur die Israelis Schuld daran, nicht wir!“, so Abbas. Israel will seine Militärpräsenz an der Grenze zu Jordanien unbedingt beibehalten, um die Sicherheit im Land zu gewährleisten. Allerdings könnte das Gebiet irgendwann zu einem palästinensischen Staat gehören. „Sie haben nicht das Recht, in unseren Gebieten zu bleiben, sobald wir einen Friedensvertrag unterzeichnet haben“, unterstrich Abbas gegenüber einer Nachrichtenagentur und versicherte gleichzeitig, dass er in Zukunft einen entmilitarisierten palästinensischen Staat anstrebe. Abbas hat sich mit Dalia Grybauskaite, Präsidentin von Litauen und momentane EU-Ratspräsidentin, getroffen. Grybauskaite rief Israel auf, „den Siedlungsbau in den besetzten Gebieten umgehend zu beenden.“ Zudem erklärte sie, dass die Europäische Union die Siedlungen nicht als Teil Israels anerkennen werde. Unterdessen gehen die Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern weiter. Erst diese Woche gab es eine neue Gesprächsrunde. Hauptthema war die Nutzung des Wassers. In den vergangenen Jahren und nach zahlreichen mörderischen Terroranschlägen hat sich gezeigt, dass die Präsenz israelischer Sicherheitskräfte entlang der jordanischen Grenze unverzichtbar ist. Verteidigungsminister Moshe Yalon sagte, dass es momentan kein Anzeichen gebe für eine groß angelegte arabische Terroroffensive oder gar eine „dritte Intifada“. Doch die israelische Armee sei auf eine mögliche Eskalation bestmöglich vorbereitet. Die Beseitigung des Terroristen, der für den Bombenanschlag auf einen Bus in Tel Aviv im vergangenen Jahr verantwortlich war, sei eine positive und wichtige Entwicklung gewesen, so Yalon (Israel Heute).


23-10-2013

BÜRGER VON TIBERIAS BEFÜRCHTEN SCHWERES ERDBEBEN. In Nordisrael wächst die Angst vor einem starken Erdbeben. Anlass sind vier Beben, die die Gegend um Tiberias am See Genezareth (Foto) in den vergangenen Tagen erschüttert haben. Zwei davon hatten die Stärke 3,6 auf der Richterskala und versetzten am Sonntag innerhalb von vier Stunden tausende Menschen in Angst. Die Erschütterungen sollen bis zu den Golanhöhen hin zu spüren gewesen sein. „Die Teetassen auf dem Tisch klapperten und der Computer schwankte hin und her.“, berichtete die 47-jährige Madleine Sror, die in der Stadtverwaltung von Tiberias arbeitet, gegenüber israelischen Medien. „Der Stuhl, der Tisch, der Computer – alles bewegte sich“, erzählte Michal Savti, die zu dieser Zeit ebenfalls in Tiberias war. „Alles auf dem Tisch begann zu tanzen. Ich war fünf Sekunden lang sprachlos. Das zweite Erdbeben spürten wir weniger, aber es war aufreibend. Zwei Erdbeben in vier Stunden? Was geht hier vor sich?“ Die Bewohner in Nordisrael machen sich nun Sorgen, wann sie das nächste Beben treffen wird – falls es eines gibt. Laut dem israelischen Geophysikalischen Institut lässt sich durch die vergangenen vier Beben nicht darauf schließen, dass bald ein stärkeres folgen wird. „Eine Serie von Erdbeben sagt nichts über die Zukunft aus.“, erklärte der Direktor des Instituts, Dr. Uri Frieslander. „Wir können ein schweres Erdbeben nicht ausschließen, doch es ist absolut möglich, dass diese kleinen Erdbeben keinerlei Folgen haben. In der Vergangenheit waren schwächere Beben zwar schon Vorläufer eines starken Bebens, aber gleichzeitig gibt es Fälle, in denen es nicht so war.“ Zohar Oved, Bürgermeister von Tiberias, erklärte nach den Erschütterungen, dass es in Tiberias tausende Häuser gebe, die vor 1980 gebaut wurden. Diese müssten dringend aufgerüstet werden, denn im Falle eines starken Bebens würden sie einstürzen. Aus zuverlässigen Quellen gehe hervor, dass bei einem Beben der Stärke 7,5 auf der Richterskala rund 16.000 Menschen in Tiberias, Beit She'an und Safed ums Leben kämen. Israels Regierung hat gestern eine Sondersitzung einberufen. Thema war, wie man sich auf ein großes Erdbeben vorbereitet. Im Durchschnitt passiert alle 100 Jahre ein schreckliches Erdbeben in Israel, das sich in der syrisch-afrikanischen Scheide befindet. Das letzte große Erdbeben hat im Jahr 1927 Israel überrascht. Es richtete in verschiedenen Städten Israels, darunter Jerusalem, schwere Schäden an (Israel Heute).


22-10-2013

ÄGYPTER LEHNEN AUSZEICHNUNG VON YAD VASHEM AB. Die erste Ehrung für einen Araber durch die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem muss noch warten: Die Angehörigen des Ägypters Mohamed Helmy wollen die Auszeichnung nicht annehmen, weil sie von einer israelischen Einrichtung kommt. „Wenn irgendein anderes Land Helmy die Ehre anböte, wären wir darüber glücklich“, sagte die Frau des Großneffen des ägyptischen Arztes, Mervat Hassan, der Nachrichtenagentur AP. Doch da Yad Vashem ein israelisches Institut sei, nehme die Familie die Ehrung nicht an. Der Großonkel „hat sich nicht eine bestimmte Nationalität, Rasse oder Religion ausgesucht, der er helfen wollte. Er hat Patienten unabhängig davon behandelt, wer sie waren“, ergänzte die Ägypterin. Die Jerusalemer Holocaustgedenkstätte teilte auf Anfrage des Nachrichtenportals „Arutz Scheva“ mit: „Wir bedauern, dass das politische Empfinden offenbar wichtiger ist als der menschliche Aspekt. Wir hoffen, dass eines Tages das Letztere die Oberhand gewinnen wird.“ Helmy hatte ab 1922 in Berlin Medizin studiert und später dort gearbeitet. Obwohl er selbst als „Nicht-Arier“ verfolgt wurde, half er einer Jüdin, sich vor den Nazis zu verstecken. Außerdem versorgte er deren Angehörige medizinisch. Dafür hat ihm Yad Vashem posthum den Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ verliehen (Israelnetz).


21-10-2013

SCHLEICHENDE LANDENTEIGNUNG (2. Teil) Bislang weigern sich die palästinensischen Behörden, Kontrolle über das wachsende Sozialproblem auszuüben. Das Kloster ist wie ein Niemandsland geworden, wo Kriminalität, Machtmissbrauch und Korruption florieren. Die Situation des Klosters in Bethanien ist kein Einzelfall. Da, wo es eine muslimische Majorität gibt, leiden Christen. Der Westabhang des Ölberges ist auf diese Mobbingweise bereits fast christenrein gemacht worden. Muslime übernehmen eine Gegend, Haus für Haus, immer nach dem gleichen Muster. So gaben die Marienschwestern ihr Kloster auf der Westseite des Ölberges vor Jahren auf wegen des gefährlichen muslimischen Mobbings, das, zusammen mit der ohrenbetäubenden Lautstärke der Minaretgebete, das Leben der Schwestern gefährdete. Das danebengelegene internationale christliche Gästehaus mußte ebenfalls dem muslimischen Mobbing Platz machen. Die Pilger wurden von den muslimischen Nachbarn überfallen und im Haus selber von dem schreienden Lärm der Minarette gemartert. Daneben lag das Haus der Kirche Church of God, das als Pfarrhaus diente. Nach jahrelangem, lebensbedrohendem Mobbing gegen die Pfarrfamilie mußte die Kirche das Haus den Nachbarn überlassen. In der Altstadt von Nazareth, neben der griechisch-orthodoxen Verkündigungskirche, bekam der jahrtausende alte griechisch-orthodoxe Brunnen der Jungfrau Maria einen neuen Namen: Nazareth-Brunnen. Unter der Leitung des Bürgermeisters heißt nun auch die Bushaltestelle „Nazareth- Brunnen“. Kein Pilger wird an dem nun unsauberen Platz den bekannten Marienbrunnen vermuten. Die Islamisierung schleicht voran. Nahe Bethlehem wurde das griechisch-orthodoxe Kloster aus dem 4. Jahrhundert aus Schutz vor den gewalttätigen Überfällen muslimischer Nachbarn mit Eisentüren verbarrikadiert. Der 80-jährige Abt wurde neulich durch Steinwürfe schwer verletzt. Dabei verlor er ein Auge. Als die muslimischen Nachbarn eines der großen Häuser des Klosters beschlagnahmten, intervenierte der tapfere Abt. Vergeblich. Die zum Kloster gehörige zweitausendjährige Zisterne ist kürzlich zerschlagen und zugemüllt worden. Der Grund all dessen? Die Christen sollen endlich gehen (Israel Heute).


20-10-2013

SCHLEICHENDE LANDENTEIGNUNG (1. Teil) Im Juli schickten die Nonnen des griechisch orthodoxen Klosters in Bethanien in Jerusalem einen Hilferuf an den Palästinenservertreter Abbas. Der Grund sind die eskalierenden muslimischen Angriffe auf ihr Kloster. Die Nonnen leben verbarrikadiert aus Schutz vor den gewalttätigen Übergriffen. Zu den Angriffsmethoden gehören Steinwürfe, zerbrochene Glasscheiben, Diebstahl, Plünderungen von Klostereigentum sowie Lautsprecher, die von benachbarten Häusern auf das Kloster ausgerichtet sind. Fünf Mal pro Tag dröhnen die Gebetsrufe in ohrenbetäubender Lautstärke in das Kloster. Die Nonnen nennen das eine Strategie der Einschüchterung. Zwar erhalten sie Solidaritätsbesuche von befreundeten Christen und Muslimen, aber die Angriffe gehen weiter. Die orthodoxen Nonnen wissen, diese Überfälle sind ein Zeichen, dass sie fliehen und das Gebiet verlassen sollen. Aber sie werden nicht weggehen. Das Kloster steht an dem Ort, wo seit frühester Tradition Christen die Auferweckung des Lazarus am Samstag vor dem Palmsonntag feiern und die Palmenprozession am nächsten Tag nach Golgatha beginnt. In den letzten Jahren stören Radikalmuslime auch diese Feiern. Am Ostabhang des Ölberges, in einem idyllischen Jerusalemer Vorort gelegen, war das Kloster eine Oase für Beter weltweit. Seit Arafats Zeiten wird dieses Gebiet nun islamisiert. Unkontrollierte Bebauung und Umweltverschmutzung gehen einher mit steigender Kriminalität. Kürzlich deklarierte eine muslimische Großfamilie den Klostergrundbesitz als ihr Eigentum. Zum Leidwesen der Kirche verlegt die israelische Sperrmauer das Kloster in den palästinensischen Bereich (Israel Heute).


18-10-2013

STEINITZ: ISRAEL HETZE – TEIL DER PALÄSTINENSISCHEN KULTUR. Nicht nur Extremisten hetzen gegen Israel. Die Verunglimpfung des jüdischen Staates gehört zur breiten palästinensischen Kultur und ist ein Hindernis für den Frieden. Das hat der israelische Minister für strategische Angelegenheiten, Juval Steinitz, am Mittwoch in der Knesset erklärt. Steinitz stellte einen entsprechenden Bericht seines Ministeriums dem Knesset -Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung vor. Dabei zog er auch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) zur Verantwortung. „Die Palästinensische Autonomiebehörde ist sich der verunglimpfenden Botschaften in ihren offiziellen Erziehungseinrichtungen bewusst.“ Die Überprüfung palästinensischer Medien wie Zeitungen und Fernsehen ergab demnach einen eindeutigen Befund: „Wir haben nicht ein einziges Gegenbeispiel gefunden, das den Frieden unterstützt“, zitiert ihn die Tageszeitung „Jerusalem Post“. „Die Hetze ist ein weitverbreitetes Phänomen, das ein untrennbarer Teil der palästinensischen Kultur ist und sich nicht nur unter einsamen Extremisten findet“, erklärte der Likud -Politiker. Bereits in einem Meinungsartikel für die amerikanische Zeitung „New York Times“ am 15. Oktober hatte Steinitz auf die Hetze aufmerksam gemacht. So habe der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas den ägyptischen Dichter Hischam al-Gach empfangen, der in einem berühmten Gedicht sagte, dass „unser Feind der gabelschwänzige zionistische Teufel ist“. Kurz vor diesem Treffen habe Abbas auf der UN-Vollversammlung noch verkündet, gemeinsam mit den Israelis am Frieden arbeiten zu wollen. Neben vielen Beispielen der Israel-Hetze in den palästinensischen Medien werde Adolf Hitler auf Facebook-Seiten palästinensischer Schulen und in Schulbüchern verehrt. „Solche Botschaften, täglich weitergereicht in Medien der PA und in Klassenzimmern, werden von der Bevölkerung und insbesondere von Kindern verinnerlicht“, warnte Steinitz. Der Bevölkerung würden auf diese Weise vier Kernbotschaften beigebracht: Der jüdische Staat sei unrechtmäßig, da es kein jüdisches Volk gebe, Juden seien scheußliche Kreaturen, Palästinenser müssten kämpfen, bis Israel durch einen palästinensischen Staat ersetzt wird, und alle Formen des Widerstandes seien ehrenwert. Für Steinitz ist diese Indoktrination ein „riesiges Hindernis“ auf dem Weg zum Frieden. Israel sei den Palästinensern bereits entgegengekommen, etwa mit der Freilassung palästinensischer Häftlinge. Steinitz forderte: „Palästinensische Führer müssen jetzt antworten und sofort und umfassend ihre Ermutigung zum Hass beenden.“ Ansonsten seien die aktuellen Verhandlungen zum Scheitern verurteilt (Israel Heute).


16-10-2013

ÄGYPTENS CHRISTEN IN BEDRÄNGNIS. Ein neuer Report der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International belegt die wachsende Zahl der Übergriffe auf koptische Christen in Ägypten: Seit der Amtsenthebung des ägyptischen Präsidenten Mursi im Juli diesen Jahres ist die Gewalt gegenüber den Kopten massiv gestiegen. Von über 200 Angriffen auf Christen des Landes sowie deren Kirchen ist die Rede. „Sektiererische Attacken auf Kopten haben ein noch nie dagewesenes Level erreicht“, berichtet Nicholas Piachaud von Amnesty International gegenüber „The Media Line“. Er spricht davon, dass koptische Christen sogar von Sicherheitskräften zum Sündenbock gemacht werden. Die hauptsächlichen Angriffe gehen von Mitgliedern der Muslimbruderschaft aus. Das internationale Medieninteresse bezog sich meist nur auf die Gewalt zwischen den Muslimbrüdern und islamischen Fundamentalisten. Als Rache für solche Gewalt wurden allein im August sieben Kopten ermordet und mehr als 100 koptische Kirchen zerstört, so Ishak Ibrahim ein Forscher einer ägyptischen Initiative für persönliche Rechte. Im Zuge der Gewalt in Kairo seien des weiteren Geschäfte koptischer Inhaber mit einem schwarzen X markiert worden. Die ägyptischen Kopten machen mit einer Minderheit von acht Millionen rund neun Prozent der Einwohner des Landes aus (Israel Heute).


15-10-2013

TERRORTUNNEL ZWISCHEN GAZA UND ISRAEL ENTDECKT. Wie jetzt bekannt wurde, haben israelische Sicherheitskräfte letzte Woche einen 1,7 km langen Tunnel in 18 bis 22 Metern Tiefe entdeckt, der vom Gazastreifen aus nach Israel gegraben worden war. Das Tunnelende erreicht den israelischen Kibbutz Ein Hashloshah, und zwar in der Nähe eines Kindergartens. Gefunden wurden unter anderem auch große Mengen an Sprengstoff. Am Tunnel, der erstaunlich ausgeklügelt angelegt wurde, sei zwei Jahre lang gearbeitet worden, hieß es. Dabei wurden 500 Tonnen an Zementblöcken, teilweise aus israelischer Produktion, verarbeitet elektrische Leitungen und Telefonkabel verlegt. Die israelische Armee geht davon aus, dass der Tunnel mit Sicherheit für einen Terroranschlag gegen israelische Zivilisten, darunter auch Kinder, gegraben worden war. Es ist auch gut möglich, dass weitere Israelis entführt werden sollten. Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, die Entdeckung des Tunnels demonstriere einmal mehr, dass Israels Kampf gegen palästinensischen Terrorismus noch lange nicht vorbei sei, selbst in Zeiten, wo palästinensische Führer am Verhandlungstisch sitzen und Forderungen an den jüdischen Staat stellen (Israel Heute).


14-10-2013

DSCHIBRIL RADSCHUB: VIELLEICHT SOLLTE ISRAEL ‚ENTFERNT’ WERDEN. „Die Israelis sollten sich entscheiden, ob sie Teil des Nahen Ostens sein wollen. Wenn Israel ein Fremdkörper ist, sollte es entfernt werden.“ Dies sagte der palästinensische Fatah-Politiker Dschibril Radschub am Mittwoch in einem Interview mit dem israelischen Nachrichtensender „i24News“. In dem Gespräch machte Radschub deutlich, dass er eine friedliche Übereinkunft zwischen Israel und den Palästinensern als sehr wichtig für die ganze Region betrachte: „Friede ist nicht ein palästinensisches Interesse, es ist ein internationales – und das Interesse der Welt ist es, diesen Kampf zu beenden. Ich glaube, es ist auch ein israelisches Interesse – Israel sollte sich entscheiden, ob es Teil des Nahen Ostens oder ein Fremdkörper ist. Wenn Israel ein Fremdköper ist, sollte es entfernt werden“, sagte der frühere Sicherheitsbeauftragte des Westjordanlandes. Der Hamas warf Radschub in dem Interview Orientierungslosigkeit vor. Sie habe zu großes Vertrauen in ihre Verbindungen zur ägyptischen Muslimbruderschaft gesetzt. Das sei falsch gewesen. Er rät der regierenden Partei im Gazastreifen, die Dinge aus dem Blick einer palästinensischen Freiheitsbewegung zu betrachten und aus dieser Sichtweise heraus zu handeln. Im Juni war der Politiker Radschub von einer Veranstaltung der linksgerichteten Meretz-Partei ausgeschlossen worden. Verteidigungsminister Mosche Ja’alon erklärte damals: „Ich entschied, Dschibril Radschub die Einreise nach Israel zu verbieten – trotz der Tatsache, dass er in der israelischen Presse manchmal beinahe als ein liebenswerter Charakter dargestellt wird. In Wahrheit ist das eine Person, die auf eine sehr ernste Weise gegen den Staat Israel aufhetzt.“ In seiner Funktion als Vorsitzender des Palästinensischen Olympischen Komitees hatte Radschub im Juli 2012 die Petition für eine Schweigeminute für die 1972 in München ermordeten elf israelischen Athleten als „rassistisch“ bezeichnet. In diesem Sommer hatte er erklärt: „Wenn wir eine Atombombe besäßen, würde ich sie morgen auf Israel werfen.“ In dieser Woche war Radschub mit seiner Aussage zu dem palästinensischen Anschlag auf ein 9-jähriges Mädchen im Westjordanland aufgefallen. Laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ sagte er, die israelische Regierung trage daran die Hauptschuld, weil sie den Bau von Siedlungen im Westjordanland erlaube (Israelnetz).


13-10-2013

„HAMAS IST EINE STRAFE FÜR DIE PALÄSTINENSER. Das Hamasregime im Gazastreifen ist in Not. Eingekesselt zwischen Israel und Ägypten. „Das haben die Verräter (Hamas) verdient“, sagte ein Fatah-Palästinenser (46) aus Ramallah zu Israel Heute. „Wir werden niemals vergessen, was die Hamas uns damals im Jahr 2006 und 2007 angetan hat. Die Hamas ist eine Strafe für das palästinensische Volk.“ Mit dem jüngsten Umsturz in Ägypten hat die radikale Hamasregierung ihren letzten Schutzpatron, Präsident Mursi, aus den Reihen der Muslimbruderschaft in Kairo verloren. Die ägyptische Militärherrschaft unter General Abdel Fattah al Sisi bekämpft nicht nur die Muslimbruderschaft in seinem Land, sondern ebenso ihre palästinensischen Kameraden im Gazastreifen, das Hamasregime. Dieses wird beschuldigt, sich in die ägyptische Politik eingemischt und die ägyptische Muslimbruderschaft in Ägypten so aufgehetzt zu haben, dass sie auf die Straßen gegangen sind. Für die Hamas war es unbedingt notwendig, Mursi in der Regierung zu halten. Ohne Mursi verliert die Hamas seine offene Grenze mit dem Sinai. In den letzten Monaten operieren ägyptische Truppen mit Absprache der israelischen Regierung gegen das breite Terrornetz der Al-Qaida unter den Beduinenstämmen im Sinai. In den letzten Jahren haben islamische Terrorgruppen das Chaos im Schatten des so genannten Arabischen Frühlings ausgenutzt und ein stabiles, breites Terrornetz im Sinai und Gazastreifen etabliert. Damit will der ägyptische Armeechef Abdel Fattah al Sisi endlich aufräumen, denn die Terrorinfrastruktur im Sinai schadet dem nötigen Tourismus und der ägyptischen Wirtschaft. Von der Regierung und dem Armeesprecher gibt es so gut wie keine Informationen über Aktionen auf der ägyptischen Seite gegen die Hamas. Aber was wir von Einwohnern aus israelischen Ortschaften an der ägyptischen Südgrenze erfahren haben, ist, dass Israel die ägyptischen Truppen im Einsatz gegen die Hamas und andere Terrorzellen im Sinai tatkräftig unterstützt. Besonders hart wurden die unterirdischen Schmuggeltunnel zwischen dem Sinai und dem Gazastreifen getroffen. Die ägyptischen Truppen zerstörten in den letzten Monaten zahlreiche Sandtunnel, durch die die Palästinenser über Jahre hinweg Waffen und Raketen in den Gazastreifen geschmuggelt haben. Die 300 Kilometer lange israelisch-ägyptische Grenze, Jahrzehntelang galt sie als ruhigste Grenzlinie Israels, ist heute zur gefährlichsten Grenze des Landes geworden. Dies schadet natürlich auch dem unterirdischen Handelsverkehr, womit die 1,7 Mio. palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen direkt betroffen ist. Wenn dadurch die Palästinenser nun noch mehr leiden werden, wird Israel einmal mehr zum Buhmann, obwohl die Hamas für ihre Taten in Kooperation mit der Muslimbruderschaft schuldig ist und damit wieder seinem eigenen Volk Leid zufügt (Israel Heute).


11-10-2013

ISRAELI STIRBT BEI TERRORANGRIFF IM JORDANTAL. Ein weiterer Terrorangriff in einer Reihe von Anschlägen in letzter Zeit erschüttert Israel. In der Nacht zum Freitag ist ein Israeli vor seinem Haus im nördlichen Jordantal brutal ermordet worden. Die Frau des im Ruhestand befindlichen Oberst der israelischen Armee konnte den Angreifern entkommen und berichtete gegenüber Sicherheitskräften, ihr Mann sei von zwei Palästinensern mit Äxten und Eisenstäben attackiert worden. Der 61-Jährige hatte in der Nacht verdächtige Geräusche gehört, deshalb ging er nach draussen und wollte nachsehen, ob alles in Ordnung ist. Noch während er aus der Tür kam, wurde er laut Ehefrau, die am Fenster alles beobachtete, von zwei Palästinensern angegriffen. Sie konnte fliehen und die Polizei benachrichtigen, für ihren Mann kam jede Hilfe zu spät. Die Armee sperrte das Gebiet auf der Suche nach den Tätern weiträumig ab. Dieser tragische Fall reiht sich ein in eine Serie von Terrorattacken auf israelische Zivilisten und Soldaten in den letzten Wochen. Im September wurde IDF-Soldat Gal Kobi von einem palästinensischen Scharfschützen in Hebron erschossen. Nur wenige Tage zuvor war Tomer Hazan entführt und im so genannten Westjordanland ermordet worden. Letzten Samstag versuchte ein Palästinenser, in das Haus der Familie Glick in Psagot einzudringen, dabei wurde die neunjährige Tochter der Familie verletzt (Israel Heute).


09-10-2013

RABBI JOSEF: HUNDERTTAUSENDE BEIM BEGRÄBNIS. Die israelischen Medien sprechen von der größten Beerdigung in der Geschichte Israels. Laut Polizeichef sind 10 Prozent der Bevölkerung aus allen Teilen des Landes zur Beisetzung des am Montag verstorbenen Rabbis Ovadja Josef gekommen, das sind ungefähr 800.000 Menschen. Andere Berichte gehen sogar von bis zu einer Million Menschen aus, darunter nicht nur streng orthodoxe Juden, sondern Religiöse aus unterschiedlichen Strömungen des Judentums. Die Beerdigung begann um 6 Uhr Abends, mit einem Trauerzug (mehr Bilder weiter unten), der die Straßen der Hauptstadt füllte. 4000 Polizisten wurden in und um Jerusalem eingesetzt, um Sicherheit und Ordnung zu gewähren, sieben mobile Ärzteteams und 70 Krankenwagen waren im Einsatz, hunderte von Leuten verloren im Gedränge ihre Schuhe, 300 Menschen mussten ärztlich behandelt werden. Sogar ein Baby soll Medienberichten zufolge auf der Trauerfeier geboren worden sein. Der Rabbi wurde gestern um 11 Uhr Abends auf dem Jerusalemer Sanhedria Friedhof neben seiner 1994 verstorbenen Frau Margalit beigesetzt (Israel Heute).


08-10-2013

20 JAHRE – OSLO WAR EIN FEHLER. „Wahrscheinlich hätte mein Vater heute zugegeben, dass die Osloer Verträge ein Fehler waren“, sagte Dalia Rabin, die Tochter des ermordeten Ministerpräsidenten, der Zeitung Maariv. Vor über zwei Jahren veröffentlichte Wikileaks Dokumente, denen zufolge Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zu amerikanischen Senatoren sagte, Schimon Peres, Osloer Friedensarchitekt und Staatspräsident, habe ihm gegenüber zugegeben, dass Oslo grundsätzlich ein Fehler war. Bereits vor zehn Jahren sagte Palästinenserchef Mahmud Abbas, die Osloer Verträge seien aus israelischer Sicht ein Fehler gewesen, da die Palästinenser den Israelis Land nahmen. 20 Jahre sind vergangen, die Osloer Idee hat Israelis und Palästinensern jegliche Hoffnung gestohlen. Es ist kaum jemand zu finden, der aufrichtig daran glaubt, dass der israelisch- palästinensische Konflikt jemals ein Ende findet. Eine Zwei-Staaten-Lösung wird mit jedem Jahr unmöglicher. Die Palästinenser schieben alle Schuld Israel in die Schuhe. Alles liege nur daran, dass Israel seine Bautätigkeit nicht stoppt. Aus palästinensischer Sicht die vielleicht beste Ausrede dafür, dass sie Oslo haben scheitern lassen. Aber die Wahrheit ist, dass Israel und die Palästinenser die beiden wichtigsten Streitfragen nicht lösen können. Zum einen ist dies die Frage der Aufteilung des Stadtgebietes von Jerusalem, zum anderen ist es das uneingeschränkte „Rückkehrrecht“ auch in die Grenzen Israels aller derer, die als palästinensische Flüchtlinge bezeichnet werden, worauf die Palästinenser bestehen (Israel Heute).


07-10-2013

BESCHNEIDUNGSDEBATTE: ISRAEL KRITISIERT EUROPARAT. Israel hat den Europarat dazu aufgefordert, eine Resolution zur Beschneidung zurückzunehmen. Die Parlamentarische Versammlung des Rates hatte in dem Dokument am Dienstag die Beschneidung kleiner Jungen aus religiösen Gründen zusammen mit der genitalen Verstümmelung von Mädchen als besonders besorgniserregend bezeichnet. „Israel fordert den Rat auf, die Resolution unverzüglich zurückzunehmen“, teilte Jigal Palmor, ein Sprecher des Außenministeriums, am Freitag mit. Er fügte hinzu, die Resolution werfe einen „moralischen Flecken auf den Europarat“. Sie fördere „Hass und rassistische Trends in Europa“. „Die Beschneidung von Jungen ist eine alte religiöse Tradition in zwei wichtigen Religionen – Judentum und Islam . Und sie ist sogar in einigen christlichen Kreisen verbreitet. Jeder Vergleich dieser Tradition mit der verwerflichen und barbarischen Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung ist entweder im besten Fall erschreckende Unkenntnis oder im schlimmsten Fall Diffamierung und anti-religiöser Hass.“ Behauptungen, laut denen die Beschneidung der Gesundheit der Jungen schade, seien falsch und hätten keinerlei wissenschaftliche Grundlage, erklärte Palmor weiter. Wie die Tageszeitung „Ha‘aretz“ berichtet, wurde die Resolution mit überwältigender Mehrheit angenommen. In dem Dokument heißt es, die Beschneidung stelle eine Verletzung des Rechts auf körperliche Unversehrtheit dar. Die EU-Mitgliedsstaaten werden aufgerufen, das Kindeswohl in den Vordergrund zu stellen und über Risiken der Beschneidung zu informieren. Zudem sollten sie sicherstellen, dass bestimmte Praktiken nicht ausgeführt werden, wenn das Kind noch zu jung ist, um darüber aufgeklärt zu werden (Israelnetz).


06-10-2013

LANGSAM ABER SICHER: TOTES MEER TROCKNET WEITER AUS. Der Wasserstand des Toten Meeres ist in diesem Jahr weniger gesunken als im Vorjahr. Grund dafür sind zahlreiche Niederschläge. Der beständige Rückgang des Wassers bleibt jedoch besorgniserregend. Um etwa einen Meter ist der Wasserstand von Oktober 2012 bis Oktober 2013 gesunken. Im Vergleichszeitraum 2011 bis 2012 war er um 1,5 Meter und davor um 1,25 Meter zurückgegangen. Das gab die israelische Wasserbehörde am Donnerstag bekannt. Seit Oktober 2012 hat das Wasservolumen um 620 Millionen Kubikmeter abgenommen. Allein im September sank der Wasserspiegel um 13 Zentimeter, wie die Tageszeitung „Ha‘aretz“ berichtet. Etwas besser ist die Lage im See Genezareth. Im vergangenen Monat sank der Wasserspiegel zwar um 26 Zentimeter. Von Oktober 2012 bis zum diesjährigen Oktober stieg er jedoch insgesamt um 1,22 Meter. Das Frischwasservolumen des Sees erhöhte sich in diesem Zeitraum um 504 Millionen Kubikmeter Wasser. Das ist die höchste Zunahme innerhalb eines Jahres im vergangenen Jahrzehnt. Angaben zum aktuellen Pegelstand in beiden Gewässern wurden in dem Bericht nicht gemacht (Israelnetz).


03-10-2013

STUDIE ÜBER AMERIKANISCHE JUDEN: IMMER WENIGE SIND RELIGIÖS. Das Pew Research- Center in den USA hat am Dienstag eine repräsentative Umfrage veröffentlicht, wonach jeder Fünfte amerikanische Jude angibt, nicht an Gott zu glauben. In den Vereinigten Staaten leben mit rund 6,8 Millionen weltweit die meisten Juden. Der jüdische Anteil an der amerikanischen Gesamtbevölkerung ist jedoch seit den 1950er-Jahren um die Hälfte gesunken. Diese Entwicklung sieht man in Israel mit großer Besorgnis. Im Heiligen Land, in dem rund sechs Millionen Juden leben, gilt die Studie über den wichtigsten Verbündeten als Alarmsignal. Die Ergebnisse der Umfrage besagen, dass in den USA vor allem die jüngeren Juden Probleme haben, sich religiös zu identifizieren. Die Unterschiede zwischen den Generationen sind erheblich: 93 Prozent der jüdischen Amerikaner, die zwischen 1914 und 1927 geboren sind, geben an, religiös zu sein. Aber nur 68 Prozent der nach 1980 geborenen Juden sehen sich als religiös. Insgesamt 22 Prozent der US-Juden bezeichnen sich selbst als Atheisten, Agnostiker oder sind keine Anhänger einer bestimmten Religion. Weiterhin gibt ein Drittel der Juden, die in einer Mischehe leben, an, ihre Kinder nicht jüdisch-religiös zu erziehen, so die Ergebnisse der Umfrage. Rabbi B. Elka Abrahamson, Präsidentin der Wexner-Stiftung in Ohio, ist von den Zahlen überrascht, jedoch keineswegs beunruhigt. „Die amerikanischen Juden sind mit ihrer Herkunft und ihrem Glauben zwar nicht mehr so stark verbunden, wie es ihre Eltern oder Großeltern waren – jedoch denke ich nicht, dass wir sie deshalb nicht mehr zu uns zählen können.“ Eine Entwicklung verläuft in den USA ebenso wie im Heiligen Land: Orthodoxe und ultraorthodoxe Familien haben am meisten Kinder, ihr Anteil an der jüdischen Gesamtbevölkerung nimmt stetig zu (Israel Heute).


02-10-2013

PALÄSTINENSER IM LIBANON FORDERN MEHR UNTERSTÜTZUNG VON DER UNRWA. Palästinenser im Libanon fordern mehr Unterstützung von der UNRWA. Den zweiten Tag in Folge protestieren palästinensische Flüchtlinge im Libanon gegen Kürzungen in der Kranken-Fürsorge des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA). Sie fordern außerdem mehr Beschäftigung. Die Palästinenser versammelten sich am Montag zu einem Protestmarsch vor dem UNRWA-Hauptquartier in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Neben der Forderung nach mehr Arbeit protestierten sie gegen das Ende der kostenfreien Kranken-Fürsorge. Diese war am 1. September ausgelaufen, berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma‘an“. Betroffen seien vor allem Menschen mit chronischen Krankheiten, die nun keine kostenlose Behandlung mehr erhalten. Atef Chalil, ein Sprecher der Protestler, sagte, der UNRWA bleibe keine Wahl, als die neue Politik rückgängig zu machen. Es gebe 86 Krebspatienten, 29 Dialyse-Patienten 600 weitere Kranke, die regelmäßige Behandlung brauchten. Nach einer von der UNRWA im Dezember 2012 veröffentlichten Statistik sind 56 Prozent der arbeitsfähigen palästinensischen Flüchtlinge im Libanon arbeitslos. Insgesamt befinden sich 450.000 in dem Land. Dem Bericht zufolge ist ihnen der Zugang zu zahlreichen Berufen wie Arzt oder Rechtsanwalt verwehrt (Israelnetz).


01-10-2013

ERSTER ARABER ERHÄLT YAD VASHEM-EHRUNG. Die Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Yad Vashem hat den ehemaligen ägyptischen Arzt Mohamed Helmy und die Deutsche Frieda Szturmann als „Gerechte unter den Völkern“ ausgezeichnet. Die beiden hatten während der Nazi-Zeit eine vierköpfige jüdische Familie versteckt. Trotz eigener Verfolgung durch die Nationalsozialisten habe Helmy sich gegen die herrschende Politik ausgesprochen und sein Leben für seine jüdischen Freunde riskiert, heißt es in einer Mitteilung auf der Internetseite von Yad Vashem . Als die Deportationen begannen, versteckte der Arzt die 21-jährige Anna Boros, später Gutman. „Ein guter Freund von uns, Dr. Helmy, versteckte mich in seiner Hütte in Berlin-Buch vom 10. März 1942 bis zum Ende des Krieges. Seit 1942 hatte ich keinen Kontakt zur Außenwelt. Die Gestapo wusste, dass Dr. Helmy unser Hausarzt war und sie wussten, dass er eine Hütte in Berlin-Buch besaß“, schriebt Anna Gutman nach dem Krieg. In Zeiten, wo er selbst von der Gestapo verfolgt wurde, brachte er das Mädchen bei Freunden unter. Wenn die Gefahr vorüber war, kehrte sie in die Hütte zurück. Annas Mutter Julie, dem Stiefvater Georg Wehr und der Großmutter Cecilie Rudnik leistete er medizinische Hilfe während des Krieges. Die Großmutter brachte er bei Szturmann unter, die ein Jahr lang ihre Lebensmittelrationen mit der alten Dame teilte. Als 1944 während eines Verhörs herauskam, dass Helmy Anna versteckte, brachte er sie ebenfalls zu Szturmann. Helmy wurde 1901 als Sohn ägyptischer Eltern in Khartum geboren. 1922 ging er für das Medizinstudium nach Berlin. Dort begann er nach dem Studium beim Robert Koch-Institut zu arbeiten. Weil er jedoch nicht der „arischen Rasse“ abstammte, verlor er seinen Job im Jahr 1937. Außerdem wurde ihm verboten, weiter im Gesundheitswesen zu arbeiten und seine deutsche Verlobte zu heiraten. 1939 wurde er zusammen mit anderen Ägyptern festgenommen, wegen gesundheitlicher Probleme kam er jedoch im folgenden Jahr frei. Der Arzt blieb auch nach Kriegsende in Berlin und konnte zudem endlich seine Verlobte heiraten. Er starb 1982. Szturmann war bereits im Jahr 1962 gestorben. Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ sucht Yad Vashem derzeit Nachkommen der beiden Geehrten, welche die Auszeichnung stellvertretend in Jerusalem entgegen nehmen können. Der Titel „Gerechter unter den Völkern“ ist die höchste Auszeichnung des jüdischen Volkes. Er wird ausschließlich an Nichtjuden verliehen, die sich an der Rettung verfolgter Juden beteiligt haben. Helmy ist der erste Araber, der diese Auszeichnung erhält (Israelnetz).


30-09-2013

DIE PALÄSTINENSER ERHALTEN VON DEN USA GROSSE SUMMEN AN HILFSGELDERN. Die USA spenden dem UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) 18,3 Millionen US-Dollar. Das teilte die Hilfsorganisation am Mittwoch in einer Pressemitteilung in Jerusalem mit. Auch die Weltbank hat Unterstützung für Palästinenser angekündigt. Die USA bringen durch die Spende nach Angaben der UNRWA ihr Engagement für palästinensische Flüchtlinge zum Ausdruck, die von dem Konflikt in Syrien betroffen seien. Auch den Palästinensern, die von Syrien aus in den Libanon geflüchtet seien, könne so geholfen werden. Nach Angaben der UNRWA benötigten nahezu alle der 529.000 registrierten palästinensischen Flüchtlinge in Syrien dringend Hilfe. Seit dem Ausbruch des Krieges in Syrien 2011 habe die UN-Organisation die Flüchtlingsfamilien mit Geld, Essenspaketen und anderen Artikeln versorgt. Dies sei nur durch die Unterstützung der USA möglich gewesen. Seit 2012 habe sie 82 Millionen US-Dollar von der Weltmacht erhalten. Wie die Weltbank diese Woche in Washington bekannt gab, unterstützt auch sie die Palästinenser. Sie gibt einen Zuschuss in Höhe von 10 Millionen US-Dollar für 5.000 arme Familien im Gazastreifen und im Westjordanland. Damit wird ein bereits bestehendes Projekt ausgebaut. Dieses ist nach Angaben von Samira Hills von der Weltbank voll in das Gesundheits- und Sozialwesen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) eingebunden. 2013 hätten bereits über 100.000 Haushalte von der Hilfe profitiert, schreibt die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Das Projekt leiste einen wichtigen Beitrag zur sozialen Eingliederung der Ärmsten in die Gesellschaft. Laut dem „Global Humanitarian Assistance Report” sind der Gazastreifen und das Westjordanland neben Pakistan und Somalia Empfänger der meisten internationalen Hilfsgelder. Im Jahre 2011 erhielten sie 849 Millionen US-Dollar.


29-09-2013

DAS UNMÖGLICHE VOLK: LYNNE HYBELS. Lynne Hybels hat das Recht, zu lieben, wen auch immer sie lieben möchte. Wenn sie ein Herz für die Palästinenser hat, sollte sie ihnen helfen. Sie sollte nicht dafür kritisiert werden, dass sie sich für die christlichen Palästinenser einsetzt und das als ihren persönlichen Ruf Gottes betrachtet. Auch die Palästinenser sind es wert, als menschliche Wesen behandelt zu werden. Ich gehe sogar so weit, zu sagen, dass sie nicht für ihre Ansicht kritisiert werden sollte, das moderne Israel sei nicht die Erfüllung biblischer Prophetien. Immerhin glauben viele Juden selbst nicht daran. Aber: So unparteiisch sie sich auch gibt, es hat gute Gründe, dass Rabbi Yechiel Eckstein es für nötig ansah, zu schreiben: „Lynne Hybels, Frau von Pastor Bill Hybels, begrüßt enthusiastisch die palästinensische ‘Christus am Checkposten‘-Bewegung, die den Zionismus zu einer modernen politischen Bewegung reduziert, die ethnozentrisch geworden sei und ein Volk auf Kosten eines anderen privilegiert.“ Rabbi Eckstein arbeitet eng mit christlichen Kirchen zusammen. Er ist bescheiden, überlegt zwei Mal, bevor er einen Brief mit der Überschrift „Eine Beleidigung des christlichen Zionismus“ veröffentlicht. Darin geht es um Frau Hybels, die „christliches Palästinensertum unterstützt ... eine Bewegung, die vorgeblich pro-palästinensisch ist, in Wahrheit aber Anti-Israel-Propaganda und historische Unwahrheiten verbreitet“. Mit anderen Worten, der Besuch von Frau Hybels in Yad Vashem hat ihn nicht davon überzeugt, dass sie sich ernstlich um Israel sorgt. Die Kritik an der Ehefrau von Bill Hybels, des Pastors der Willow-Creek-Mega-Gemeinde, hat es in sich. Die Hybels sind derart einflussreich, dass Barack Obama Frau Hybels in den Beraterkreis des Präsidenten in Glaubenssachen hereinbat. Die Riesengemeinde ist in die Nahost-Arena eingestiegen und versucht sich daran, Frieden und Versöhnung in die Region bringen zu wollen. Man könnte erwarten, dass solch ein anspruchsvolles Unterfangen eine ernstgemeinte Sympathie gegenüber Israel voraussetzt. Eine Sympathie, die mehr ist als: Nun ja, aufgrund des Holocausts sollte es den Juden erlaubt sein, irgendwo zu leben, und da sie nun mal in Palästina gelandet sind ... Frau Hybels Versuch, Gleichberechtigung zu vermitteln, wird überlagert von ihrem Hang zu extremen christlichen anti-zionistischen Gruppen. Ihr „gewaltloser Widerstands“-Aktionismus wird der Region genauso viel Frieden bringen, wie die amerikanische Invasion dem Irak oder Afghanistan Frieden brachte. Man braucht nur wahrnehmen, wer ihre israelischen Lieblinge sind, und man weiß, wo ihr Herz ist. Einer ihrer Freunde ist Roni Keidar, Aktivist bei Kol Acher (Die andere Stimme). Hier geht es um die Stimme von Israels extremsten Linken, die Lügen propagieren wie die, dass Israel „vorzugsweise unschuldige (palästinensische) Bürger“ angreife. Eine andere Freundin von Lynne Hybels ist Hagit Ophran von der linksextremen pro-palästinensischen Organisation Friede Jetzt (Peace Now). Ophran beschäftigt sich zur Zeit mit den Zivilrechten von Beduinen im Süden Israels. Ihr gelang es, Frau Hybels Sympathien zu wecken, welche sich nun näher mit dem Unglück der Beduinen auseinandersetzen will. Die Liste dieser Freunde ließe sich fortsetzen. Auch die enge Freundschaft mit Nora Carmi findet sich da, die für die Sabeel-Organisation arbeitet und sich für ätzende anti-israelische Manifeste wie Kairos stark macht – all dies erschwert es, in Lynne Hybels die unparteiische Friedensstifterin zu erblicken (Israel Heute).


27-09-2013

JERUSALEM BEI APPLE STAATENLOS. Jerusalem wird in der Liste der Weltuhrzeiten beim US-Elektronikkonzern Apple ohne Land angezeigt. Auch bei zwei weiteren Städten fehlen die Landesangaben. Vergangene Woche brachte Apple sein neues Betriebssystem iOS 7 auf den Markt. Die Uhrzeiten-App, vorinstalliert auf jedem iPad und iPhone, zeigt auf Abruf die Uhrzeit jeder beliebigen Stadt mit dem zugehörigen Land an. Bei drei Städten jedoch nicht: Israels Hauptstadt Jerusalem, Vatikanstadt und Taiwans Hauptstadt Taipeh, die China als Teil seines Territoriums beansprucht. Apple hat sich bis jetzt noch nicht zu den Ausnahmen geäußert. Die Onlinezeitung „Times of Israel“ merkt an: „Jerusalem ist die Hauptstadt Israels, aber Palästinenser beanspruchen Ostjerusalem als Hauptstadt ihres zukünftigen Staates.“ Dies könne ein Grund der Ausnahme sein, da auch im bisherigen Apple-Betriebssystem Jerusalem ohne Land verzeichnet wurde. Die internationale Gemeinschaft erkennt Jerusalem nicht als Hauptstadt Israels an und hält an der UNO-Resolution 181 vom November 1947 fest. Dort heißt es: „Die Stadt Jerusalem soll als corpus separatum einem besonderen internationalen Regime unterstellt und von den Vereinten Nationen verwaltet werden.“ Die politische Neutralität hält Apple aber nicht stringent durch, da die tibetische Hauptstadt Lhasa beispielsweise unter China zu finden ist (Israelnetz).


26-09-2013

ÖLSUCHE AUF DEN GOLANHÖHEN: EIN PROJEKT MIT POLITISCHER SPRENGKRAFT. Die Golanhöhen machen seit Monaten Schlagzeilen aufgrund ihrer Nähe zum Bürgerkriegsland Syrien. Doch bald könnte die Region im Norden Israels die Wirtschaftsnachrichten dominieren: In der Gegend werden Ölvorkommen vermutet. Damit könnte man ein Vermögen verdienen. Das sagt der Vorsitzende der „Genie Israel Holdings“, der frühere Knessetabgeordnete, Minister und Brigadegeneral Ephraim Eitam. Sein Unternehmen bekam von der israelischen Regierung die Erlaubnis, Probebohrungen durchzuführen. Damit darf erstmals seit 20 Jahren ein Konzern auf dem Golan nach Öl suchen. „Genie Israel Holdings“ plant, an zehn verschiedenen Stellen in der Region Probebohrungen vorzunehmen. Laut Eitam werden zunächst elektromagnetische und seismische Tests durchgeführt. Dann sollen die Ergebnisse analysiert werden. Erst danach kann entschieden werden, wo gebohrt wird. Die israelischen Bohrungen auf dem Golan haben politische Sprengkraft. Die internationale Gemeinschaft sieht die Golanhöhen als besetztes syrisches Gebiet an. Israel eroberte die syrische Hochebene während des Sechs-Tage-Krieges im Jahr 1967. 1981 wurde das Gebiet von Israel annektiert. Für den jüdischen Staat ist die Region militärstrategisch wichtig. Von Stellungen auf den Golanhöhen kann die syrische Artillerie weite Teile Nordisraels beschießen, was sie vor 1967 auch regelmäßig getan hat. Syrien betrachtet den Golan als syrisch-arabisches Territorium.Unter der Regierung von Baschar al-Assad wurde der Status Quo erhalten, die Grenze war überwiegend ruhig. Die Ölbohrungen könnten nun weitreichende Konsequenzen haben. Denn die Ausbeutung des Untergrundes eines besetzten Gebietes durch die eine Besatzungsmacht ist völkerrechtlich verboten. Die internationalen Anti-Israel-Proteste sind jetzt schon absehbar (Israel Heute).


25-09-2013

WIRTSCHAFTSMINISTER BENNETT ERMUTIGT CHRISTEN ZUR SOLIDARITÄT MIT ISRAEL. Der israelische Wirtschaftsminister Naftali Bennett hat christliche Abgeordnete aus aller Welt zur Solidarität mit Israel aufgefordert. Der jüdische Staat könne sich nur auf sich selbst verlassen, sei aber dankbar für jede Unterstützung, betonte er am Sonntag in Jerusalem. Wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ schreibt, habe Bennett in seiner Laubhütte in Jerusalem Abgesandte aus Amerika, Europa und Afrika empfangen. Sie kamen aus den USA, Kanada, Guatemala, Argentinien, Chile, Bolivien, Uruguay, Brasilien, den Niederlanden, Italien, Spanien, Portugal, Polen, Mazedonien, Südafrika und dem Parlament der Europäischen Union. Die Politiker sind die Vorsitzenden der „Israel Allies Foundation“. Diese Organisation hat es sich zum Ziel gesetzt, die Unterstützung für Israel in den Parlamenten weltweit und die Kommunikation zwischen pro-israelisch gesinnten Abgeordneten aus aller Welt zu verbessern. Sie hielt während des Laubhüttenfestes eine Konferenz in Jerusalem ab. Bennett ermutigte seine Gäste dazu, die Wahrheit in ihren Heimatländern zu erzählen: „Wer denkt, unsere 3.000 Jahre alte Hauptstadt sei besetzt, versteht überhaupt nichts. Stoppt die Lügen!“ Während er mit den internationalen Gästen in der Sukka aß, erinnerte er daran, dass sein Volk seit 3.000 Jahren stets für eine Woche in einer Laubhütte wohne, um sich immer an seine Befreiung aus Ägypten zu erinnern. Weil das jüdische Volk sich an seine Geschichte erinnere, bleibe es für immer bestehen, so Bennett. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat bekräftigte, dass es eine Teilung Jerusalems nicht geben werde. Die Abgeordneten forderte er auf: „Seid Botschafter des Friedens und erzählt die Wahrheit über euren Besuch hier.“ Der Kampf gegen die neuen EU-Richtlinien zum Umgang mit israelischen Siedlungen war ebenfalls Thema bei dem Treffen. Judäa und Samaria besuchten die Konferenzteilnehmer am Montag. Sie besichtigten eine Weinkellerei und trafen sich mit führenden Siedlern. Benny Elon, der Präsident der „Israel Allies Foundation“ und frühere Tourismusminister, sagte dem Nachrichtendienst „Arutz Scheva“: „Ich glaube, dass das, was wir hier sehen können, eine wichtige Botschaft an uns Israelis, aber auch an die ganze Welt ist: Millionen von nichtjüdischen Gemeinden lieben Israel.“


24-09-2013

„GERECHTE UNTER DEN VÖLKERN GEEHRT. Die Brüder Franz und Peter Michalski und ihre Eltern wurden während des Holocaust verfolgt. Sie konnten nur mit der Hilfe von Ernst und Ida Scharf, Erna Raack sowie Gerda Mez überleben. Die Lebensretter der Familie Michalski hat die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem nun posthum mit dem Titel "Gerechte/r unter den Völkern" ausgezeichnet. Dies ist die höchste Auszeichnung, die der Staat Israel an Nichtjuden vergibt. Am Dienstag, 17. September 2013, hat der Gesandte der Botschaft des Staates Israel, Emmanuel Nahshon, in einer Feierstunde dem Enkel von Erna Raack, Matthias Raack, und dem Neffen von Gerda Mez, Dr. Lutz Mez, die Yad Vashem-Medaillen und Urkunden überreicht. Er sagte: „Ich bin dankbar, dass es diese Helden gab. Sie sind für mich wie strahlende Sterne an einem sehr dunklen Himmel.“ Bei der Feierstunde im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt in der Gedenkstätte Stille Helden in Berlin waren auch die Überlebenden Franz und Peter Michalski anwesend. Peter Michalski, der in England lebt und mit seiner Familie zu der Veranstaltung anreiste, sagte in seiner Ansprache: „Was wir empfinden, lässt sich schwer in Worte fassen. Ohne diese Selbstlosigkeit hätten weder meine Eltern überlebt, noch würde es meinen Bruder und mich heute geben.“ Franz Michalski lebt mit seiner Familie in Berlin. Die Verwandten von Gerda Mez leben ebenfalls in Berlin. Die Familie von Erna Raack reiste aus Tübingen an. Der Kinderclub des Grips-Theaters in Berlin war auch bei der Ehrung dabei. Die jungen Schauspieler unterstützten die Zeremonie mit Szenen aus dem Stück „Ich sehe was, was du nicht siehst“, welches sie in diesem Jahr aufgeführt haben und in dem sie sich auf sehr beeindruckende Weise mit dem Thema Nationalsozialismus befasst haben. In zahlreichen Medien wurde ebenfalls über die Ehrung berichtet (Botschaft des Staates Israel, Berlin).


23-09-2013

VERTEIDIGUNGSMINISTER RUDERT BEIM SCHUTZ VON SIEDLUNGEN ZURÜCK. Israels Verteidigungsminister Moshe Ya'alon steht unter Druck: Er muss Geld und Personal einsparen. Sein jüngster Reform-Vorschlag hat hohe Wellen geschlagen: Ya'alon kündigte an, er werde die israelischen Soldaten abziehen, die bislang jüdische Dörfer am Rande des Gazastreifens und an der Nordgrenze zum Libanon schützten. Stattdessen solle an den Zufahrten und Zäunen moderne Sicherheits- und Überwachungstechnik zum Einsatz kommen. Nach heftigen Protesten der betroffenen Kommunen ruderte Ya'alon (links im Bild) jetzt zurück: Der Truppenabzug wird verschoben. Die betroffenen Gemeinden und Siedlungen sollen ausreichend Zeit bekommen, um ihren Schutz selbst zu organisieren. Zu den heftigsten Kritikern der geplanten Neuregelung zählt Eitan Broshi, der Generalsekretär der Kibbutz-Bewegung. Er lebt selbst in einem Grenzdorf und pocht darauf, dass dessen Bewohner das selbe Anrecht auf Sicherheit haben wie Militärposten. Der Einsatz moderner Sicherheitstechnik sei teuer, die Belastung der Kommunen entsprechend groß. Broshi erklärte, die Regierung müsse einen Weg finden, um die Kontrolle der Tore zu den Siedlungen und die Überwachung der Zäune auch in Zukunft sicherzustellen. Die Gemeinden in der Grenzregion sehen sich durch Kriminelle und Terroristen besonders stark bedroht. Oft gibt es nur eine einzige Zufahrtsstraße, die durch ein massives Tor verschlossen werden kann. Stacheldraht und Elektrozäune sollen verhindern, dass die Bewohner angegriffen werden. Doch dieser Schutz reicht oft nicht aus. Schreckliches Beispiel ist der Mord an der Siedlerfamilie Fogel im März 2011: Nachts drangen zwei Palästinenser durch den Sicherheitszaun in die Siedlung Itamar ein und brachten die Eltern und drei Kinder der Familie um. Als Täter wurden ein 18- und ein 19-jähriger Palästinenser aus einem Nachbardorf festgenommen. Sie zeigten vor Gericht keinerlei Reue und wurden zu lebenslanger Haft verurteilt (Israel Heute).


20-09-2013

FACISM AND ISRAEL. For the last two years the Israeli High Court of Justice has tried to decide whether or not the grassroots right-wing group Im Tirtzu is a fascist organization. Im Tirtzu are the first two words in Theodor Herzl’s immortal sentence “If you will it [im tirtzu], it is no fantasy” found in his book Altneuland (1902) that, in the form of a novel, outlined the vision for a Jewish state in the Land of Israel. Im Tirtzu was established in 2006, after the Second Lebanon War, and its aim is the renewal of the Zionist discourse, Zionist thinking and Zionist ideology, to ensure the future of the Jewish nation and of the State of Israel. Today, Im Tirtzu is probably the most effective organ in the battle against extreme post-Zionist Israeli organizations. One of the expert witnesses in this case is Zeev Sternhell (pictured left), a post-Zionist and one of the world’s foremost experts on Fascism. He is also a recipient of the prestigious Israel Prize. As an expert on Fascism, Sternhell’s case rests on his definition of Fascism as organic nationalism. Among other things, he said in an affidavit submitted to the court that Im Tirtzu sees the Jewish nation in Israel as “a complete whole … just as the human body is not the sum-total of body parts, but a complete organism.” This, writes Sternhell, is a reactionary position that stands in opposition to progress, which is moving toward a democratic state that is not based on nationality. In simple terms, Sternhell believes that a Jewish state is an outdated idea, while Im Tirtzu still holds on to the old Jewish notion of Israel as an organic nation. Sternhell sees the state as a partnership between individuals. Im Tirtzu sees the individuals as inseparable parts of a whole (Israel Heute).


25-08-2013

DAS TAGESJOURNAL ERSCHEINT WIEDER AUFS NEUE AM 20.9.


05-07-2013

MACHTWECHSEL IN ÄGYPTEN: ISRAEL BEFÜRCHTET TERRORANGRIFFE. Nach dem Machtwechsel in Ägypten wächst bei den israelischen Sicherheitsbehörden die Angst vor neuen Terroranschlägen. Der frühere Verteidigungsminister Benjamin Ben-Eliezer erklärte, Israel habe mit den Ägyptern unter Führung des jetzt abgesetzten Präsidenten Mursi gut zusammengearbeitet. Nun müsse man die weitere Entwicklung genau beobachten. Von den aktuellen Regierungsmitgliedern gab es keine Kommentare zum Scheitern der Muslim-Bruderschaft im Nachbarland: Das Büro von Regierungschef Netanjahu hatte die Kabinettsmitglieder gebeten, sich mit öffentlichen Aussagen zurückzuhalten. In den vergangenen Tagen wurde die Militärpräsenz entlang der israelisch-ägyptischen Grenze verstärkt – auf beiden Seiten. Und auch die im Gazastreifen regierende islamistische Hamas zeigte Präsenz an den Grenzübergängen. Die ägyptische Armee soll verhindern, dass Hamas-Terroristen aus dem Gazastreifen nach Ägypten gelangen, um von dort aus den Transport von Waffen durch Schmuggeltunnel nach Gaza zu organisieren. Israelische Fachleute gehen davon aus, dass die instabile Lage in Ägypten es dem Militär sehr schwer machen wird, die Sinai-Halbinsel zu kontrollieren. Terroristen des Islamischen Dschihad könnten das ausnutzen, um Anschläge gegen israelische und ägyptische Soldaten auszuführen.


04-07-2013

ARMEE BESORGT ÜBER KAMPAGNE GEGEN ULTRAORTHODOXE SOLDATEN. Ultraorthodoxen Juden waren bisher von der Wehrpflicht in Israel ausgenommen. Künftig sollen sie jedoch ebenso zum Dienst an der Waffe verpflichtet werden, wie ihre jüdischen Landsleute. Mehrere zehntausend Ultraorthodoxe protestieren bislang vergeblich gegen diese Neuregelung der Regierung. Einige Ultraorthodoxe erklärten sich freiwillig dazu bereit, ihren Dienst bei den israelischen Streitkräften abzuleisten. Sie sehen sich heftigen Anfeindungen ihrer Glaubensgenossen ausgesetzt. Die Armeeführung ist besorgt. General Gadi Agmon, Leiter der Planungs- und Personalabteilung im israelischen Militär, berichtete von heftigen Übergriffen auf die ultraorthodoxen Soldaten. In ganz Israel würden sie aus ihren Synagogen gedrängt, ihre Kinder würden von den religiösen Schulen abgelehnt. Andere seien das Opfer gewalttätiger Übergriffe und von Vandalismus geworden. Die Soldaten würden mit Steinen beworfen und geschlagen, ihre Autoreifen zerstochen und ihre Häuser überfallen. „Wir sind Zeugen einer beispiellosen Kampagne gegen ultraorthodoxe Soldaten“, unterstrich Agmon vor einem Komitee des Parlaments. Der General warnte vor der wachsenden Gewalt gegenüber ultraorthodoxen Juden beim Militär. Deshalb haben die Israelischen Streitkräfte nun eine spezielle Abteilung ins Leben gerufen, die sich ausschließlich mit den Beschwerden der sogenannten Haredi-Soldaten befassen soll. Bisher hätten sich dort rund 80 ultraorthodoxe Soldaten über Vandalismus und Diskriminierung beklagt. Ein Sprecher der Polizei berichtete allerdings, dass bei ihr nur drei Beschwerden eingegangen seien und diese derzeit untersucht würden. Die Polizei beteuerte, das Problem sehr ernst zu nehmen: „Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um die Täter festzunehmen. Jedoch funktioniert das nur, wenn die Taten bei uns angezeigt werden”, erklärte ein Polizeisprecher (Israel Heute).


03-07-2013

ABBAS: ISRAEL VERSUCHT, DEN JÜDISCHEN TEMPEL AUFZUBAUEN! Wieder einmal hat er seinen Hang zur Theatralik demonstriert: Palästinenserführer Mahmoud Abbas hat einen leidenschaftlichen Aufruf an die arabische Welt gestartet, um das „heimtückische Vorhaben“ der Juden zu stoppen, den jüdischen Tempel wieder an seinem ursprünglichen Standort zu errichten – dem Jerusalemer Tempelberg. In einem Interview mit einer saudi-arabischen Zeitung wurde Abbas nach seiner Meinung über jüdische Organisationen gefragt, die sich angeblich verzweifelt bemühen, die Judaisierung des Jerusalemer Tempelbergs zu komplettieren und die Kontrolle über die Al-Aksa-Moschee und den Felsendom zu übernehmen. Ein besonderes Augenmerk der Fragestellung an Abbas lag dabei auf den „wiederkehrenden Angriffen auf al-Aksa und den damit in Verbindung stehenden Attacken auf die Verehrer der Moschee“. Es kann nur angenommen werden, dass der Interviewer sich dabei auf die Vorfälle mit jüdischen Besuchern des Tempelbergs bezogen hat, die das „abscheuliche Verbrechen“ begingen, dort zu jemand anderem als ausschließlich zu Allah zu beten. Abbas jedoch verstand den Interviewer so, dass er auf etwas abzielte, was Abbas die „gefährlichen Ausgrabungen“ nannte. Diese werden von Israel in der Nähe des Tempelbergs geleitet. Sie bringen in regelmäßigen Abständen neue Beweise für die jüdische Geschichte der Stadt und ihrer heiligen Stätten ans Licht. „Alle diese Handlungen sind teuflisch und gefährlich. Sie zielen darauf ab, al-Aksa zu zerstören und einen angeblichen jüdischen Tempel aufzubauen“, behauptete Abbas, „bedauerlicherweise gab es auf diese gefährlichen Anzeichen, welche klar für jeden zu sehen sind, bis jetzt noch keine angemessenen arabischen, islamischen oder internationale Reaktionen.“ Medienanalysten, die das Interview übersetzten, kamen zu folgendem Ergebnis: Abbas' Gebrauch des Begriffs „angeblicher Tempel“ sei ein Teil seiner fortlaufenden und systematischen Bestrebungen, die jüdische Geschichte der Heiligen Stadt auszulöschen (Israel Heute).


02-07-2013

LEBHAFTE DEBATTE ÜBER JÜDISCH-ARABISCHE BEZIEHUNGEN. Eine wachsende Kluft zwischen jüdischen und arabischen Israelis stellt der Wissenschaftler Sammy Smuha in einer aktuellen Studie fest. Die Spaltung zeigte sich auch am Sonntag in einer Diskussion, die das Israelische Institut für Demokratie in Jerusalem veranstaltete. Zunächst fasste Smuha seine Untersuchungsergebnisse über die arabisch-jüdischen Beziehungen im Jahr 2012 zusammen. Er hatte je 700 arabische und jüdische Bürger befragt. „Es gibt eine wachsende ideologische Kluft zwischen arabischen Israelis und jüdischen Israelis, nämlich dass die Araber mit großer Mehrheit keine Zionisten sind, aber fast alle Juden es sind“, zitiert die Tageszeitung „Jerusalem Post“ den Professor der Universität Haifa. „Dies ist nicht trivial, es ist eine tiefe Spaltung bei der Ansicht zur Natur des Staates.“ Nach Smuhas Einschätzung hat sich die Lage der Araber in Israel im Laufe der Jahre stetig verbessert. Dennoch beobachte er seit dem Mord an Premierminister Jitzhak Rabin 1995 einen alarmierenden Trend zum Schlechteren, was die Ansichten im arabischen Sektor zum Staat betreffe. Diese Tendenz habe sich in den Kriegen gegen den Libanon und den Gazastreifen intensiviert. Auf jüdischer Seite hat der Wissenschaftler hingegen nach eigener Aussage eine Mäßigung beobachtet. Die Toleranz gegenüber der arabischen Minderheit habe zugenommen. „Was auch immer die Medien meinen, Juden sind nicht extremer geworden“, fügte Smuha hinzu. „Die Prozesse, die Araber extremer gemacht haben, haben sich nicht auf jüdische Meinungen ausgewirkt.“ Auf Protest stieß diese Einschätzung bei Thabet Abu Ras vom Rechtszentrum für Minderheitsrechte von Arabern in Israel, „Adalah“. Er wandte ein, die Ergebnisse widersprächen seiner intuitiven Empfindung bezüglich der jüngsten Veränderungen in der Gesellschaft. „Die Wirklichkeit ist, dass in Israel die Tasse zu einem Drittel voll ist und zu zwei Dritteln leer, Professor Smuha. Und Sie wollen die leeren zwei Drittel nicht zugeben. Ich war überrascht, über die Mäßigung der Juden in den letzten Jahren zu hören. Haben Sie sich umgeschaut? Rassistische Gesetzgebung und die Zerstörung von Beduinendörfern im Negev, ist das Mäßigung?“ Einverstanden erklärte sich Ras hingegen mit Smuhas Grundvoraussetzung für eine Verbesserung: Israel könne mit Recht jüdisch und demokratisch bleiben, aber nur wenn es „jüdisch und demokratisch“ neu definiere und besser an die Sorgen der arabischen Minderheit angleiche (Israelnetz).


01-07-2013

UNIFIL- UND UNDOF-MANDATE VERLÄNGERT. Der UN-Sicherheitsrat hat am Donnerstag eine Resolution verabschiedet, welche die Friedensmission UNDOF im Golan um sechs Monate verlängert. Ebenfalls am Donnerstag beschloss der Bundestag, den Einsatz der Friedenstruppe UNIFIL, an dem sich auch die Bundeswehr beteiligt, vor der Küste des Libanon bis Juni 2014 zu verlängern. Ziel des deutschen Bundeswehreinsatzes an der Seegrenze des Libanon sei es, den Waffenschmuggel in den Libanon von der See aus zu verhindern. Auf lange Sicht solle das auch die Beziehungen zwischen dem Libanon und Israel verbessern, heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Bundestages. Derzeit sind etwa 11.000 Soldaten bei der UNIFIL-Mission im Einsatz, unter anderem mit Schnellbooten. Sie stammen aus Brasilien, Indonesien, Griechenland, der Türkei und Bangladesch. Aus Deutschland beteiligen sich etwa 300 Soldaten. Die Deutschen kümmern sich besonders um Aufbau und Ausbildung der libanesischen Marine. Schritt für Schritt solle die libanesische Regierung selbst Verantwortung für die Seegrenzen übernehmen und diese schützen. Die zusätzlichen Kosten für die Fortsetzung der deutschen Beteiligung an der UNIFIL-Mission belaufen sich auf etwa 26,4 Millionen Euro, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Einsatz soll enden, sobald die libanesische Marine in der Lage ist, die Grenzen selbst zu überwachen. Die UN-Resolution zur UNIFIL-Mission wurde im Jahr 2006 verabschiedet und zielt auf die Vermeidung bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen Israel und dem Libanon. UNDOF-Mission: Maschinengewehre erlaubt Der UN-Sicherheitsrat hat die Verlängerung des UNDOF-Einsatzes auf den Golanhöhen einstimmig beschlossen. Die Truppen sollen von zuletzt 900 auf 1.250 Soldaten vergrößert werden. Wegen der unsicheren Lage habe der Sicherheitsrat außerdem eine schwerere Bewaffnung der Einsatzkräfte erlaubt, heißt es nach Angaben der Nachrichtenseite „tagesschau.de“. Die UNDOF-Soldaten sind als Beobachter im Einsatz und waren bislang nur mit leichten Waffen ausgerüstet, die allein der Selbstverteidigung dienen. In Zukunft dürften die Soldaten zu ihrem Schutz Maschinengewehre benutzen. In der Resolution zur Verlängerung der UNDOF-Friedensmission heißt es, der Einsatz setze voraus, dass sich Israel und Syrien weiterhin streng an eine Waffenruhe hielten. Militärische Aktivitäten gefährdeten die Zivilbevölkerung und würden die Spannungen zwischen den beiden Ländern nur verstärken. Deshalb dürften sich in der Grenzregion zwischen Syrien und Israel weiterhin keine militärischen Kräfte außer den Soldaten der UNDOF aufhalten. Der Sicherheitsrat forderte außerdem syrische Rebellen und Truppen der Regierung auf, militärische Aktionen in der Region einzustellen. Außerdem verurteilte der Rat die jüngsten Vorfälle in der Region, wie die Gefangennahme von UNDOF-Mitarbeitern im März und im Mai durch syrische Rebellen und einen Angriff am 6. Juni, bei dem zwei Mitarbeiter verletzt worden waren. Der Friedensmission müssten außerdem alle benötigten Mittel zur Verfügung stehen, die eine Sicherung des Friedens erforderte. Der Sicherheitsrat erwarte außerdem eine Kooperation aller Parteien vor Ort, um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten (Israelnetz).


30-06-2013

Strenge Richtlinien sollen Syrer schützen (2.Teil von: ÜBER 100 SYRISCHE PATIENTEN IN ISRAEL VERSORGT). Das medizinische Personal darf mit den syrischen Gästen nur über deren Gesundheitszustand sprechen. Jeder Syrer wird von einem Soldaten oder einem zivilen Wachmann beschützt. Sie achten darauf, dass die Patienten mit niemandem ins Gespräch kommen, der nicht autorisiert ist. Denn wenn Fotos oder Informationen über den Aufenthalt im jüdischen Staat nach Syrien gelangen, könnte ihnen dies nach der Rückkehr in ihre Heimat schaden. Auch wenn es vermutlich die internationale Meinung über Israel und seine Armee verbessern würde, gibt das Militär kaum Informationen über die Zahl der Patienten oder Einzelheiten zur Identität weiter. Denn es befürchtet einen noch größeren Zustrom, den die Mediziner nicht mehr bewältigen könnten. Die Sicherheitskräfte behandeln jeden Fall individuell. Etliche Syrer werden sofort nach der Behandlung zurückgeschickt. „Manche kommen in einem relativ stabilen Zustand an“, sagte Hadari. „Dann können wir es zwischen dem einen oder anderen ‚Autsch‘ schaffen, mit ein oder zwei Fragen ein paar Antworten zu erhalten, aber nur zu ihrem medizinischen Zustand. Der Befragungsprozess dient ausschließlich diagnostischen Zielen. Wir fragen sie, wo es wehtut. Wir versuchen, herauszufinden, ob sie durch Gewehrfeuer oder eine Explosion verwundet wurden. Aber meistens kennen sie die genauen Umstände nicht.“ Einige Patienten haben sich schon in Syrien behandeln lassen. „Vor zwei Wochen kam jemand mit einem offiziellen Brief von einem Arzt; ein anderes Mal tauchte jemand mit einem nicht entzifferbaren Brief auf, der uns wenig half“, fügte der Leiter der Traumaabteilung hinzu. „Normalerweise ist die Versorgung in Syrien behelfsmäßig; auf jeden Fall erhalten sie auch Erste Hilfe auf beiden Seiten der Grenze.“ Nach neuesten Angaben sind im syrischen Bürgerkrieg bislang mehr als 100.000 Menschen ums Leben gekommen (Israelnetz 27.6.).


28-06-2013

ÜBER 100 SYRISCHE PATIENTEN IN ISRAEL VERSORGT (1.Teil) Das SIV-Krankenhaus in Safed nimmt besonders viele Verwundete auf. Die syrischen Patienten, die sich in Israel behandeln lassen, werden immer jünger. Bislang haben israelische Ärzte mehr als 100 Verletzte aus dem Bürgerkrieg versorgt. Zu deren Schutz ergreifen die Sicherheitskräfte besondere Maßnahmen. „Zuerst waren es junge Männer in den 20ern und 30ern, jetzt sind sie jünger, Teenager und manchmal sogar Kinder“, zitiert die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ den Leiter der Traumaabteilung des Siv-Krankenhauses in Safed, Amram Hadari. „Normalerweise kennen wir ihren Hintergrund, außer in extremen Situationen wie bei der Person, die in Uniform kam und eine Granate in ihrer Tasche hatte. Manchmal kommen sie in Uniform, manchmal in Jeans. Keines von beiden deutet notwendigerweise darauf hin, ob sie Zivilisten oder Soldaten sind.“ Nach Safed (Zefat) in Galiläa werden besonders viele syrische Patienten überwiesen. Mittwochnacht überquerten zwei Jungen die Grenze zwischen Syrien und Israel. Einer von ihnen ist neun Jahre alt, er wurde von seinem Vater begleitet. Dieser erzählte, sein Sohn habe vor zwei Wochen ein Auge verloren, als eine Granate in ihrem Haus explodierte. Syrische Ärzte hätten ihn erfolglos behandelt. Derzeit nehme der Junge Medikamente, damit der Schaden nicht auf das zweite Auge übergreift. Am Bein sei er durch Splitter verwundet. Der andere Junge im Alter von 15 Jahren weist Splitterverletzungen am gesamten Körper auf. Er war nach eigenen Angaben mit einem Traktor unterwegs, als er plötzlich eine Explosion hörte. Der Jugendliche brach sich den Kiefer und mehrere Gliedmaßen. Die Wunden haben zu eitern begonnen. Ein zwölfjähriges Mädchen wird in der nordisraelischen Küstenstadt Naharija behandelt. Die Syrerin hat zahllose Knochenbrüche erlitten und bereits sieben Operationen hinter sich. Ihr Zustand habe sich stabilisiert, teilten die Ärzte mit. In den vergangenen Monaten sind mehr als 100 verwundete Syrer nach Israel gekommen, um sich dort medizinisch versorgen zu lassen. Etwa 70 von ihnen wurden in Krankenhäuser gebracht. Zwei Patienten erlagen ihren Verletzungen (Israelnetz 27.6.).


28-06-2013

ÜBER 100 SYRISCHE PATIENTEN IN ISRAEL VERSORGT (1.Teil) Das SIV-Krankenhaus in Safed nimmt besonders viele Verwundete auf. Die syrischen Patienten, die sich in Israel behandeln lassen, werden immer jünger. Bislang haben israelische Ärzte mehr als 100 Verletzte aus dem Bürgerkrieg versorgt. Zu deren Schutz ergreifen die Sicherheitskräfte besondere Maßnahmen. „Zuerst waren es junge Männer in den 20ern und 30ern, jetzt sind sie jünger, Teenager und manchmal sogar Kinder“, zitiert die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ den Leiter der Traumaabteilung des Siv-Krankenhauses in Safed, Amram Hadari. „Normalerweise kennen wir ihren Hintergrund, außer in extremen Situationen wie bei der Person, die in Uniform kam und eine Granate in ihrer Tasche hatte. Manchmal kommen sie in Uniform, manchmal in Jeans. Keines von beiden deutet notwendigerweise darauf hin, ob sie Zivilisten oder Soldaten sind.“ Nach Safed (Zefat) in Galiläa werden besonders viele syrische Patienten überwiesen. Mittwochnacht überquerten zwei Jungen die Grenze zwischen Syrien und Israel. Einer von ihnen ist neun Jahre alt, er wurde von seinem Vater begleitet. Dieser erzählte, sein Sohn habe vor zwei Wochen ein Auge verloren, als eine Granate in ihrem Haus explodierte. Syrische Ärzte hätten ihn erfolglos behandelt. Derzeit nehme der Junge Medikamente, damit der Schaden nicht auf das zweite Auge übergreift. Am Bein sei er durch Splitter verwundet. Der andere Junge im Alter von 15 Jahren weist Splitterverletzungen am gesamten Körper auf. Er war nach eigenen Angaben mit einem Traktor unterwegs, als er plötzlich eine Explosion hörte. Der Jugendliche brach sich den Kiefer und mehrere Gliedmaßen. Die Wunden haben zu eitern begonnen. Ein zwölfjähriges Mädchen wird in der nordisraelischen Küstenstadt Naharija behandelt. Die Syrerin hat zahllose Knochenbrüche erlitten und bereits sieben Operationen hinter sich. Ihr Zustand habe sich stabilisiert, teilten die Ärzte mit. In den vergangenen Monaten sind mehr als 100 verwundete Syrer nach Israel gekommen, um sich dort medizinisch versorgen zu lassen. Etwa 70 von ihnen wurden in Krankenhäuser gebracht. Zwei Patienten erlagen ihren Verletzungen (Israelnetz 27.6.).


27-06-2013

BAUERN AUS GAZA AUF ISRAELISCHER AGRARKONFERENZ Die israelische Armee hat letzte Woche 50 palästinensische Bauern aus Gaza zu einer Agrarkonferenz in Tel Aviv eingeladen und sogar den Transport organisiert. Mit dieser Geste möchte man zur Verbesserung der Landwirtschaft im Gazastreifen beitragen und eine professionelle Zusammenarbeit zwischen Bauern aus Israel und den Palästinensern unterstützen. Den Bauern aus Gaza wurde die Gelegenheit gegeben, ihre Produkte einem breiten internationalen Publikum zu präsentieren. Israel ist weltweit führend im agrar-technologischen Bereich, daher sind Konferenzen dieser Art im Land immer gut besucht. „Käufer aus aller Welt konnten die palästinensischen Produkte in Augenschein nehmen“, sagte Uri Madar, ein Landwirtschafts-Offizier der israelischen Armee. „Aus israelischer Perspektive zeigt dies, dass der Gazastreifen nicht Hunger und Not leidet, sondern dass es genug frische Lebensmittel für den lokalen Markt sowie für den Export gibt (Israel Heute).


26-06-2013

ISRAEL RÜSTET SICH FÜR EINEN MÖGLICHEN KRIEG. Die israelische Luftwaffe erwartet in den nächsten Wochen die Lieferung des bereits sechsten „Iron Dome“ (Eisenkuppel) Abwehrsystems, das von der Firma Rafael Advanced Defense Systems hergestellt wird. Diese sechste Batterie wird ebenfalls in der Lage sein, etliche Raketen gleichzeitig abzufangen, darunter auch Raketen aus verschiedenen Richtungen sowie längeren Entfernungen. Zwei weitere Abwehrsysteme werden bis Januar 2014 fertiggestellt. Desweiteren wird demnächst das „Magic Wand“ System geliefert und installiert werden, das Raketen aus einer noch weiteren Entfernung abfangen kann. Dieses System wurde kürzlich auf der Pariser Luftfahrtschau vorgestellt und soll in Zukunft vor allem Raketen der Hisbollah abwehren und so ganz Israel schützen (Israel Heute).


25-06-2013

„GEDENKBLÄTTER“ AUS YAD VASHEM SIND DOKUMENTENERBE. Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, UNESCO, hat das Namensarchiv der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in sein Programm „Memory of the World“ (Gedächtnis der Menschheit) aufgenommen. Israel hatte im vergangenen Jahr die Aufnahme der „Gedenkblätter“ aus der „Halle der Namen“ in Yad Vashem in das Weltregister des Dokumentenerbes vorgeschlagen. Die „Gedenkblätter“ sind laut einer Mitteilung von Yad Vashem besondere Formulare, die von Mitarbeitern der Gedenkstätte entworfen wurden, „um die Identität und die Lebensgeschichten der sechs Millionen Juden zu rekonstruieren, die von den Nazis und ihren Helfershelfern ermordet wurden“. Rund 2,6 Millionen solcher Blätter befinden sich der Tageszeitung „Jerusalem Post“ zufolge bislang in Yad Vashem . “Für viele Holocaust -Überlebende und ihre Familien sind diese Seiten des Zeugnisses der einzig greifbare Beweise dafür, dass ihre ermordeten Angehörigen einmal gelebt haben”, sagt der Vorsitzende der Gedenkstätte, Avner Schalev. Wie die UNESCO auf ihrer Internetseite erklärt, ist das UNESCO-Weltregister „Memory of the World“ ein „weltumspannendes digitales Netzwerk mit ausgewählten herausragenden Dokumenten: wertvollen Buchbeständen, Handschriften, Partituren, Unikaten, Bild-, Ton- und Filmdokumenten“. Es umfasst unter anderem „die 21 Thesen der Solidarnosc, die Kolonialarchive Benins, Senegals und Tansanias, die Sammlung indigener Sprachen in Mexiko, die Archive des Warschauer Ghettos, das älteste noch erhaltene Manuskript des Korans ‚Muschaf von Othman‘ aus Usbekistan sowie als erste Zeugnisse des Buchdrucks die Göttinger Gutenberg-Bibel“. Ziel sei es, „dokumentarische Zeugnisse von außergewöhnlichem Wert in Archiven, Bibliotheken und Museen zu sichern und auf neuen informationstechnischen Wegen zugänglich zu machen“ (Israelnetz).


24-06-2013

PRÄSIDENTENKONFERENZ: „WIR SIND EINE NATION MIT DEM WUNSCH NACH LEBEN.“ Am Donnerstagabend ging die fünfte jährliche Präsidentenkonferenz in Jerusalem zu Ende. Israels Premier Benjamin Netanjahu und Staatspräsident Schimon Peres äußerten sich zum neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani und zur Legitimität Israels. Am Mittwoch war unter anderem Ex-Mossad-Chef Meir Dagan aufgetreten. Auch in einer Plenarsitzung ging es um das Thema Iran. „Wir werden mit großen Herausforderungen aus Marokko und Pakistan konfrontiert“, sagte Netanjahu und verglich die Situation in den Regionen mit einem „beispiellosen Erdbeben“. Es herrsche ein Kampf zwischen Tradition und Moderne. „Ich bin überzeugt, dass die Modernität gewinnen wird“, zitiert die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“ den Premier. Er bezweifelte außerdem, dass der iranische Präsident Rohani großartige Änderungen herbeiführen werde. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, den Druck und die Forderungen aufrecht zu erhalten. Rohanis Regierung werde weiterhin „Zeit schinden und Uran für eine Atombombe anreichern“. Das Land müsse die Forderungen der internationalen Gemeinschaft erfüllen, alle Anreicherung stoppen, bereits angereichertes nukleares Material entfernen und die illegalen nuklearen Möglichkeiten stilllegen. Im Bezug auf die festgefahrenen Friedensverhandlungen erklärte Netanjahu, US-Außenminister John Kerry erhalte die volle israelische Unterstützung. „Wir wollen, dass er erfolgreich ist“, sagte er. Israel müsse sich selbst die Frage stellen, warum es bis jetzt keinen Erfolg gehabt habe, Frieden mit den Palästinensern herzustellen. Außerdem müsse darüber nachgedacht werden, warum die vergangenen sechs Regierungen an dieser Aufgabe scheiterten. Frieden zwischen den beiden Völkern sei entscheidend davon abhängig, ob die Palästinenser die Existenz eines jüdischen Staates akzeptierten oder nicht. „Das ist das Herz aller Dinge“, betonte der Premierminister. Israel sei bereit, ohne Vorbedingungen Friedensverhandlungen zu beginnen. „Wir sind nur 15 Minuten von Ramallah entfernt. Es gibt keinen Grund in der Welt, warum wir nicht verhandeln sollten“, zitiert ihn die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“.


23-06-2013

DAS DREI-NEIN PROGRAMM. 1967: Wenige Wochen nach dem Sechstagekrieg verabschiedeten die arabischen Staaten auf ihrer Gipfelkonferenz in der sudanesischen Hauptstadt Khartum das berühmte „dreifache Nein“: Nein zum Frieden mit Israel. Nein zur Anerkennung des Staates Israel. Nein zu Verhandlungen mit Israel. Repräsentant der Palästinenser war der erste PLO-Chef Ahmad Shukairy, der extremere Positionen vertrat als die übrigen Anwesenden und einen Krieg gegen Israel forderte. „Seitdem sind 46 Jahre vergangen. Die Palästinenser bestehen weiterhin auf den drei Nein“, schreibt der israelische Nahost-Experte Guy Bechor. „Jassir Arafat hat Shukairy abgelöst, und Mahmud Abbas löste Arafat ab. Der Vorsitzende der palästinensischen Autonomie, die sich heute als Staat betrachtet, ist zum Frieden mit Israel nicht bereit, weigert sich, Israel als Heimat des jüdischen Volkes anzuerkennen und drückt sich vor Verhandlungen mit Israel. Die Palästinenserführung ist der Meinung, dass sich ihre Hartnäckigkeit gegenüber Israel auszahlen wird und ihnen das ganze Land Israel eines Tages wie durch einen Zaubertrick in die Hände fällt.“ Nun droht Europa damit, vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu den Palästinensern zu halten, wenn Israel seine Bautätigkeit in Jerusalem sowie in Judäa und Samaria nicht einstellt. Dies deuteten gemäß der israelischen Tageszeitung Maariv im Juni europäische Diplomaten gegenüber der israelischen Regierung an. Die Europäer befürchten, dass Israel die amerikanische Initiative von John Kerry zum Scheitern bringt. Indessen rief Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu vom Rednerpult des Parlaments aus Palästinenserchef Mahmud Abbas auf, dem Frieden eine Chance zu geben. „Komm, lass uns über Frieden verhandeln, aber ohne Vorbedingungen!“ Netanjahu hatte sich einmal von Barack Obama zu einer Geste bewegen lassen: Er verfügte, die Bautätigkeit vorübergehend auszusetzen, wofür ihm die Rückkehr der Palästinenser an den Verhandlungstisch in Aussicht gestellt wurde. Dies entpuppte sich als taktischer Fehler. Seitdem werden die Palästinenser und westliche Welt nicht müde, auf einer solchen Vorleistung zu bestehen (Israel Heute).


21-06-2013

WARUM IST DIE HISBOLLAH OFFIZIELL NOCH KEINE TERRORORGANISATION? Israels Premier Benjamin Netanjahu hat in einem Meeting am Donnerstag mit der hochrangigen EU-Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, Bedenken über die Handhabe der EU in Sachen Hisbollah geäußert. „Wenn die Hisbollah keine Terrororganisation ist, wer ist es dann?“ fragte er Ashton. Bislang hat die EU die libanesische Terrororganisation noch nicht auf die Terroristenliste gesetzt. „Es ist schwer zu verstehen, dass es keinen Konsens gibt, der die Hisbollah als Terrororganisation bezeichnet“, erklärte Netanjahu. Um sie auf eine schwarze Liste zu setzen, braucht die EU die Zustimmung aller 27 EU-Staaten. Eine Einigung konnte so noch nicht erreicht werden. Das Gespräch mit Ashton war angesetzt worden, um über Iran, Hisbollah und den diplomatischen Prozess mit den Palästinensern zu reden (Israel Heute).


20-06-2013

JÜDISCH ODER JESUS - von Zwi Sadan. Jüdisch sein oder mit Jesus sein – in vielen Fällen stellt sich leider diese Frage, wenn Israelis zum Glauben an Jeschua (Jesus) gekommen sind. Juden, die Jesus annehmen, werden manchmal von Christen wie Trophäen hochgehalten, während Juden beklagen, dass jemand für ihre Gemeinschaft verloren ging. Messianische Juden sind sich bewusst, dass mit dem Eintritt Jeschuas in ihr Leben eine gewisse Entfremdung von ihren Leuten einhergeht. Die zum Glauben Gekommenen sitzen zwischen allen Stühlen. Sie finden bei ihren jüdischen Brüdern keine Unterstützung, weshalb sie sich an die Christen wenden, welche sie bereitwillig aufnehmen. In diesem Prozess des Übergangs von einer Welt in eine andere lernen viele messianische Juden einen scheinbar gespaltenen Jesus kennen, der das jüdische Volk zugleich liebt und ablehnt. Mit der Zeit nehmen diese messianischen Juden an, dass Jeschua und das Judentum unvereinbar seien. Auf der anderen Seite können sie sich aber auch nicht von ihrem Volk lossagen, so sehr sie auch versuchen, als Christen zu leben. Daher bestehen sie darauf, messianische Juden genannt zu werden… (Israel Heute)


19-06-2013

DIE BIBEL IN DER ISRAELISCHEN GESELLSCHAFT. Während einer kürzlich ausgestrahlten Kinderversion einer TV-Show konnte man auf beeindruckende Weise sehen, wie sehr die Bibel und der einfache Glaube an Gott die israelische Gesellschaft durchdringen. In der westlichen Hemisphäre, sogar in den USA, wo sich die Mehrheit als christlich definiert, bleiben öffentliche Ausdrucksformen des Glaubens normalerweise im religiösen Kontext, besonders, was die Massenmedien angeht. Aber in Israel ist es normal, im Fernsehen die Bibel zu erwähnen, nicht nur als zur Mehrheitsreligion gehörig, sondern als Grundstein der nationalen Geschichte und Identität. In Israel durchdringt die Bibel jede Stufe der Gesellschaft (Israel Heute).


18-06-2013

DAS OSLO-SYNDROM. Manchmal frage ich mich, wie nichtjüdische Menschen Juden wie Noam Chomsky und Norman Finkelstein wahrnehmen – beide können als antisemitische Juden bezeichnet werden. Finkelstein, Sohn von Holocaustüberlebenden und Politikwissenschaftler an der DePaul- Universität, geht weit über harsche Kritik an Israel hinaus, wenn er zum Beispiel nach der Operation „Gegossenes Blei“ im Gazastreifen (2009) sagt: „Israel begeht in Gaza einen Holocaust.“ Ein Holocaust ist jedoch die systematische Auslöschung einer ethnischen Gruppe. In der Menschheitsgeschichte waren es immer wieder die Juden, die man auslöschen wollte, und zwar aus dem einzigen Grund, dass es sie gab. Es ist nicht nötig zu sagen, dass die Gleichsetzung israelischer Soldaten mit Nazis nicht nur absoluter Nonsens ist, sondern waschechter Antisemitismus. Chomsky, ein weithin respektierter Professor für Linguistik und Philosophie am Das Oslo-Syndrom MIT-College (USA), sympatisiert offen mit der Hisbollah. Einmal hatte er sich Unterstützern der schiitischen Gruppe angeschlossen und warf Steine über die Grenze nach Israel, das war 2006, nach dem Libanonkrieg. Stellen Sie sich also vor: Ein prominenter jüdischer Professor würde Israel zu Tode steinigen, wenn man ihn nur ließe. Die beiden Männer sind bei weitem nicht die einzigen Juden, die unaufhörlich agressiv gegen Israel wettern. Die angeblich ach so humanistische Motivation dieser Leute hat Zulauf in liberalen Kreisen weltweit... (Israel Heute).


17-06-2013

WELTKIRCHENRAT LÄSST ALTE KREUZFAHRER-THEOLOGIE WIEDER AUFLEBEN. Bei seiner jüngsten Sitzung im Libanon hat der Weltkirchenrat die folgende Stellungnahme verabschiedet: „Palästina ist weiterhin eines der zentralen Anliegen in der Region … Das Beharren, nach 65 Jahren, auf der fortgesetzten Enteignung des palästinensischen Volkes – wie auch der Christen und Muslime – durch die israelische Besatzung … ist zentral für die Unruhen in der Region. … Jerusalem ist heute eine besetzte Stadt mit einer Regierung, die eine diskriminierende Politik gegen Christen und Muslime übernommen hat.“ Der Weltkirchenrat nimmt zudem Christen, die Israel unterstützen, ins Visier: „Christen, die einen 'christlichen Zionismus' vertreten, verdrehen die Auslegung von Gottes Wort und die historische Verbindung der Palästinenser – Christen und Muslime – zum Heiligen Land. Sie ermöglichen die Manipulation der öffentlichen Meinung durch zionistische Lobbys und schaden den innerchristlichen Beziehungen“, heißt es dort weiter. Der Weltkirchenrat, auch Ökumenischer Rat der Kirchen genannt, ist keine unbedeutende Organisation: Sie repräsentiert rund 500 Millionen Christen aus 120 Ländern der Erde. Aus Deutschland gehören ihm unter anderem alle 22 evangelischen Landeskirchen an, zudem die Methodisten und Altkatholiken. Von den weltweiten Kirchen sind Baptisten, Lutheraner und mehrere unabhängige Kirchen Mitglieder der Vereinigung, die ihren Sitz in Genf hat. Die jüngste Stellungnahme erinnert in Ton und Inhalt an die historisch bekannten antijüdischen Aussagen von Christen. Beispielsweise behauptet der Weltkirchenrat, Jerusalem sei eine „besetzte Stadt“. Dabei unterscheidet er nicht zwischen Ost- und Westjerusalem. Für diese Christen bedeutet dies somit, dass ganz Jerusalem unter Kontrolle von irgendjemandem stehen sollte – nur nicht unter israelischer, oder präziser: jüdischer. Die Tatsache, dass in der aktuellen politischen Diskussion nur der arabisch dominierte Ostteil von Jerusalem als besetztes Gebiet bezeichnet wird, ist für diese „frommen“ Theologen irrelevant. Der Zionismus ist eine im späten 19. Jahrhundert entstandene Nationalbewegung, die sich für die Heimkehr des jüdischen Volkes in ihr Vaterland einsetzt und für die Wiederherstellung der jüdischen Souveränität im Heiligen Land. Die Bibel ist voll von Verheißungen für diese wahr gewordene Vision. Der Weltkirchenrat muss deshalb behaupten – wie einst die Kreuzfahrer – dass das auserwählte Volk Gottes nicht die Juden, sondern alle wahren Christen seien. Darum sollte Jerusalem auch nicht unter jüdischer Verwaltung stehen – lieber wäre dem Weltkirchenrat wohl eine muslimische. Dass sie mit dem Finger auf Israel zeigen und den jüdischen Staat alleine für die Unruhen im Nahen Osten verantwortlich machen, zeigt die wahre Gesinnung dieser Christen: purer Antisemitismus (Israel Heute).


16-06-2013

GAZA-KINDER ÜBEN IM SOMMERLAGER DIE ENTFÜHRUNG VON ISRAELIS. Bei einem Sommerlager in den Sanddünen von Rafah im Gazastreifen werden palästinensische Kinder trainiert: Sie tragen Militäruniformen, haben geschminkte Gesichter, hantieren mit Spielzeug-Maschinengewehren und üben die Entführung von israelischen Soldaten. Außerdem springen die Jungen über Feuerstellen und lernen, wie man unter Stacheldraht hindurch kriecht. Sie sind zwischen sechs und 16 Jahre alt. Veranstalter des Sommerlagers sind die Extremisten des „Islamischen Dschihad“. Sie sorgen zudem für eine religiöse Unterweisung der Teilnehmer, wobei sie den „Heiligen Krieg“ gegen Israel mit dem Koran begründen. Um die „Entführung“ des israelischen Soldaten realistisch zu spielen, wurde ein nachgebauter „Militär-Außenposten“ mit israelischen Flaggen ausgestattet. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, die Veranstalter rechneten im Laufe des Sommers mit mehreren tausend Teilnehmern. Der Besuch des Sommerlagers, bei denen den Kindern der Hass gegen Israel eingeimpft wird, ist kostenlos. Zum Programm gehören auch Übungen, wie man am wirkungsvollsten Steine und Feuerbomben wirft und sich in der Wüste am besten versteckt. Ein Sprecher des islamischen Dschihad, Daoud Shibab, erklärte: „Wir trainieren hier die nächste Generation von Palästinensern, wie sie sich und ihr Volk gegen die israelischen Angriffe verteidigen können.“ Palästinensische Kinder werden schon im Kindergarten-Alter mit anti-jüdischen Hassparolen konfrontiert. Für Aufsehen sorgte ein Zeichentrickfilm im palästinensischen Fernsehen, in dem Selbstmord-Attentäter als sympathische Helden und Märtyrer dargestellt wurden (Israel Heute).


14-06-2013

YA’ALON: WIR SIND EIN VOLK, DAS NACH FRIEDEN STREBT. Verteidigungsminister Moshe Ya‘alon erklärte am Mittwoch bei einer Veranstaltung der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL): „Während wir dieses Land aufbauen und entwickeln, gibt es auf der anderen Seite der Grenze nicht wenige Feinde, die unser Recht anzweifeln, hier als freies Volk in seinem eigenen Land zu sein. Staaten und Organisationen, nah und fern, die den Staat Israel und seine Bürger auf verschiedene Weisen treffen wollen; Raketen, Terror, Delegitimierung und das Streben nach Atomwaffen sind Teil einer Realität, mit der wir umgehen müssen. Wir sind ein Volk, das nach Frieden strebt, und wir reichen unseren Nachbarn immer die Hand. So wurden wir erzogen, und dazu erziehen wir unsere Kinder. Doch der starke Nebel, der zurzeit den Himmel des Nahen Ostens verdunkelt, der Bürgerkrieg in Syrien, dessen Widerschall bis zu uns gelangt, und die von Kopf bis Fuß bewaffneten Terrororganisationen an unseren nördlichen und südlichen Grenzen zwingen uns dazu, nicht einen Moment unsere Alarmbereitschaft aufzugeben, jeder möglichen Gefahr, jeder Bedrohung und jeder Schwierigkeit zuvorzukommen, den Krieg vom Land fernzuhalten und ihn zu gewinnen, sollte er, Gott behüte, doch eines Tages ausbrechen.“ (Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 12.06.13)


13-06-2013

NETANYAHU BEKRÄFTIGT BEKENNTNIS ZUR ZWEISTAATENLÖSUNG. Netanyahu erklärte unter anderem: „Am Wochenende habe ich mit dem russischen Präsidenten Putin gesprochen. Wir haben Themen besprochen, die in Zusammenhang mit Syrien stehen. Dort wird die Lage jeden Tag komplizierter. Wir haben erst in der vergangenen Woche die Kämpfe gesehen, die nahe unserer Grenze auf den Golanhöhen geführt wurden. Israel wird sich nicht in den Bürgerkrieg in Syrien einmischen, solange das Feuer nicht gegen uns gerichtet wird. Das Zerbröckeln der UNO-Truppe auf dem Golan zeigt einmal mehr, dass Israel sich in Sicherheitsfragen nicht auf internationale Truppen stützen kann. Sie können Teil von Abkommen sein, doch sie können nicht die Hauptstütze für die Sicherheit Israels sein. Darüber werde ich auch mit [US-]Außenminister Kerry sprechen. [U]nd gemeinsam werden wir den Weg voranbringen und eine Möglichkeit für Verhandlungen mit den Palästinensern finden, um zu einer Einigung zu gelangen. Diese Einigung wird auf einem entmilitarisierten palästinensischen Staat beruhen, der den jüdischen Staat anerkennt und soliden Sicherheitsabkommen, deren Basis die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) sind“ (Botschaft des Staates Israel, Berlin). Bereits am Samstag hatten Quellen aus dem Amt des Ministerpräsidenten sich verärgert über die Äußerungen von Vize-Verteidigungsminister Danny Danon gezeigt, denen zufolge die gegenwärtige Regierung der Zweistaatenlösung grundsätzlich ablehnend gegenüber stehe. Medienberichten zufolge habe ein hochrangiger Mitarbeiter erklärt, die Aussagen Danons während eines Interviews mit der Internetzeitung „The Times of Israel“ entsprächen nicht der Position des Ministerpräsidenten oder der Regierung. Netanyahu sei an einer Wiederaufnahme der Verhandlungen ohne Vorbedingungen interessiert und seine früheren Aussagen zur Frage der Lösung von zwei Staaten für zwei Völker immer noch aktuell. (News1/Amt des Ministerpräsidenten, 09./10.06.13)


12-06-2013

NETANYAHU BEKRÄFTIGT: DER SIEDLUNGSBAU WIRD FORTGESETZT. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nicht vor, den Bau jüdischer Siedlungen in Judäa und Samaria einzuschränken. „Der Bau geht weiter, heute und in Zukunft“, unterstrich der Regierungschef vor einem Ausschuss des israelischen Parlaments. Neue Wohnungen in den schon vorhandenen jüdischen Siedlungen würden die Chancen, mit den Palästinensern ein Friedensabkommen zu erreichen, nicht wesentlich beeinflussen, so Netanjahu: „Die Kernfrage ist vielmehr, ob Israel als jüdischer Staat anerkannt wird.“ Die israelische Regierung hatte bei allen Verhandlungen in jüngerer Zeit erklärt, dass die großen jüdischen Siedlungsblöcke (Ariel bei Nablus, Gush Etzion bei Bethlehem und Maale Adumim bei Jerusalem) zu Israel gehören – und dies solle auch so bleiben, wenn aus den heutigen Palästinensergebieten ein international anerkannter Staat „Palästina“ wird. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hält hingegen alle jüdischen Siedlungsbauten in den Palästinensergebieten für völkerrechtswidrig. Er fordert einen vollständigen jüdischen Baustopp im sogenannten Westjordanland und in Ost-Jerusalem. Erst dann sei er bereit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. In der Vergangenheit hatte die USA mehrfach auf einen Baustopp gedrängt, der dann auch vorübergehend in Kraft trat. Aber auch dies brachte den Friedensprozess nicht weiter voran. Israel wirft der palästinensischen Fatah-Partei vor, die Gespräche seit Jahren zu verzögern und überhaupt kein Interesse an einer friedlichen Lösung zu haben. Die Baustopp-Forderungen stoßen auch bei vielen Palästinensern auf Kritik: Sie verdienen ihren Lebensunterhalt als Bauarbeiter und sind auf die Arbeitsplätze in den Siedlungs-Neubauten angewiesen (Israel Heute).


11-06-2013

NEUE DOKUMENTE: BRANDT HÄTTE YOM-KIPPUR-KRIEG VERHINDERN KÖNNEN. Im Sommer 1973 besuchte Willy Brandt als erster amtierender Bundeskanzler den Staat Israel. Damals bat ihn Israels Ministerpräsidentin Golda Meir, Geheimgespräche mit Ägypten zu führen. Israel sei bereit, sich vom Sinai zurückzuziehen. Das israelische Staatsarchiv hat nun Dokumente freigegeben, die belegen, dass Golda Meir auf den falschen Mann gesetzt hat. Der sozialdemokratische Kanzler traute den Israelis nicht und wollte es sich nicht mit der arabischen Welt verderben. Er unterließ es, dem ägyptischen Präsidenten Sadat – wie von Israel gewünscht – die geheime Botschaft persönlich zu überbringen. Hätte der Friedensnobelpreisträger die Bitte von Golda Meir ernst genommen, hätte der Yom-Kippur-Krieg wohl verhindert werden können. Die Dokumente wurden vom israelischen Staatsarchiv auf Hebräisch veröffentlicht. Gleichzeitig erschien ein ausführlicher Artikel in der deutschen Zeitung Welt am Sonntag. Darin dokumentieren Hagai Tsoref vom israelischen Staatsarchiv und der deutsche Historiker Michael Wolffsohn, wie Brandt die Friedenskarte verspielte. Ihrer Ansicht nach hatte Brandt persönlich kein Interesse an engen Kontakten mit Israel und war prinzipiell nicht bereit, als Vermittler im Nahen Osten aufzutreten. Dort war es damals fünf Minuten vor zwölf: Kairo bereitete einen Krieg gegen den Judenstaat vor. Golda Meir bat Willy Brandt in einem Vieraugen-Chefgespräch um Hilfe. Israel sei bereit, Geheimverhandlungen mit Ägypten zu beginnen. Doch was als Chefsache geplant war, machte der unwillige Brandt zu einer Behördenangelegenheit: Er delegierte die Angelegenheit ans Auswärtige Amt, wo die Initiative letztlich folgenlos verpuffte. Es kam zum Krieg, den Israel letztlich unter großen Verlusten gewann. Der damalige deutsche Bundeskanzler hätte das Blutvergießen verhindern können – wenn er nur gewollt hätte (Israel Heute).


10-06-2013

ARMEE VERSCHÄRFT REGELN FÜR UMGANG MIT SOZIALEN NETZWERKEN. Zu Beginn der Woche haben junge israelische Soldatinnen einen Skandal verursacht: Die Rekrutinnen fotografierten sich gegenseitig beim Strippen und veröffentlichten die Bilder auf Facebook. Aus dem sozialen Netzwerk fanden die Bilder der halbnackten Frauen schnell den Weg in die Weltpresse. Unmengen von weiteren unangebrachten Fotos israelischer Soldaten beiderlei Geschlechts machten in der Folge die Runde in sozialen Netzwerken. Nun hat die Armeeführung reagiert und strenge Regeln für den Umgang mit sozialen Netzwerken in Kraft gesetzt. Ein weiterer Facebook-Skandal hatte die Armee bereits vor einigen Monaten beschäftigt: Ein Soldat hatte auf seiner privaten Seite einen geheimen Einsatz des israelischen Militärs angekündigt.Die geplante Razzia in einem arabischen Dorf musste daraufhin abgesagt werden. Jetzt greift die israelische Armee durch: Sie formulierte neue Richtlinien für den Umgang mit sozialen Netzwerken. Im Rahmen der Neuregelung sind die Streitkräfte in drei Gruppen eingeteilt worden: Die erste Gruppe umfasst Soldaten und Offiziere, die in geheimen Sondereinheiten eingesetzt werden. Diesen Soldaten ist es strikt untersagt, ein Konto in sozialen Netzwerken zu besitzen. Die zweite Gruppe umfasst hohe Offiziere, die als Piloten oder Geheimdienstoffiziere arbeiten. Diesen Soldatinnen und Soldaten ist es erlaubt, Facebook-Accounts zu nutzen – jedoch nur unter sehr strengen Auflagen. Sie dürfen keinerlei Informationen zu ihrem Dienst veröffentlichen. Der Rest der Armee bildet die dritte Gruppe. Ihnen wird es freigestellt, Konten auf sozialen Netzwerken zu betreiben. Sie müssen jedoch alle Regeln der Verschwiegenheit und Geheimhaltung in Militärangelegenheiten beachten. Bereits im August vergangenen Jahres begannen die Streitkräfte, ihre Soldatinnen und Soldaten im Umgang mit sozialen Netzwerken zu schulen. Der Militärgeheimdienst behält sich seitdem vor, fortgeschrittene Technologien zu nutzen, um die israelischen Soldaten zu überwachen. „Wir hacken nicht die Accounts unserer Soldaten“, zitierte ein Nachrichtensender einen Offiziellen des Militärs. „Wir beobachten lediglich die Dinge, die der Feind auch sehen könnte. Wir investieren viel in die Ausbildung unserer Soldaten. Je mehr wir ihnen die Gefahren beim Umgang mit sozialen Netzwerken bewusst machen, desto mehr werden sie es vermeiden, Geheimnisse im Internet zu verbreiten“, so der Militärsprecher (Israel Heute).


09-06-2013

SYRISCHE PANZER AUF DEN GOLANHÖHEN – ÖSTERREICHISCHE FRIEDENSTRUPPEN GEBEN AUF. Israel droht immer mehr in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogen zu werden. Syrische Regierungstruppen und Aufständische liefern sich am Donnerstag heftige Gefechte auf den Golanhöhen, unmittelbar an der Grenze zu Israel. Weil dort – entgegen den Bestimmungen für die entmilitarisierte Sicherheitszone – syrische Panzer im Einsatz sind, hat sich Israel offiziell bei den Vereinten Nationen beschwert. Die Befürchtungen der Regierung in Jerusalem, dass sich die Blauhelm-Friedenstruppen zurückziehen, wenn es ernst wird, scheinen sich zu bewahrheiten: Am Donnerstag kündigte Österreich den Abzug seiner UN-Soldaten an. Dutzende syrische Flüchtlinge baten am Grenzübergang Kuneitra, dass sie nach Israel einreisen dürften. Sie wurden zunächst von der israelischen Armee in Empfang genommen. Als die Kämpfe abflauten, wurden sie in ihre Heimat zurückgeschickt. Durch die Kämpfe kam es auf der syrischen Seite der Golanhöhen zu mehreren Buschbränden. Israelische Feuerwehrleute stehen in der Grenzregion bereit, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Die Armee hat die Region zum Sperrgebiet erklärt. Die israelischen Landwirte wurden aufgefordert, ihre Felder in Grenznähe vorerst nicht zu betreten. Im Laufe des Tages kam es vor den Augen der israelischen Soldaten, die an die Grenze beordert wurden, zwischen den syrischen Bürgerkriegsparteien zu heftigen Artilleriegefechten. Zwei Granaten schlugen auf der israelischen Seite ein, ohne Schaden anzurichten. Außer Soldaten und Feuerwehrleuten hat die Armeeführung auch eine große Anzahl von Sanitätern mit Material für Feldlazarette auf die Golanhöhen beordert. Unterstützung erhalten die syrischen Rebellen von der Terrorgruppe al-Kaida: deren Führer Aiman al-Sawahiri rief in einer Videobotschaft dazu auf, gemeinsam „unter dem Banner des Islams“ gegen den syrischen Präsidenten Assad, gegen die USA und gegen Israel zu kämpfen (Israel Heute).


07-06-2013

ÄLTESTE TORA-ROLLE ‚WIEDERENTDECKT’ – BIBLISCHE TEXTE EXAKT ÜBERLIEFERT. Die älteste vollständig erhaltene Tora-Rolle haben Wissenschaftler jetzt wiederentdeckt. Das hat die Universität Bologna in Italien mitgeteilt. Die Schriftrolle ist ein Teil einer kleinen Sammlung hebräischer Manuskripte aus der Bücherei der italienischen Universität. Es sei eine Wiederentdeckung, so Professor Mauro Perani, weil die Existenz dieser Tora-Rolle bereits bekannt war. Bislang waren Experten allerdings davon ausgegangen, dass das antike Dokument aus dem 17. Jahrhundert stamme. Jetzt hat der Professor herausgefunden, dass die Tora-Rolle vermutlich von 1150 bis 1225 geschrieben wurde und dementsprechend viel älter ist als gedacht. Das genaue Entstehungsdatum der Tora-Rolle wurde durch eine sogenannte Radiokarbonmethode in italienischen und amerikanischen Laboren ermittelt. Zusätzlich haben Wissenschaftler die Schreibweise in dem antiken Dokument untersucht. Das Ergebnis: Das Schriftstück kann Mitte des 12. Jahrhunderts bis Anfang des 13. Jahrhunderts eingeordnet werden. Nicht nur für Bibel-Begeisterte ist die Wiederentdeckung der ältesten existierenden Tora-Rolle eine Besonderheit. Sie gibt auch Aufschluss über das sorgfältige Vervielfältigen von noch erhalten Original-Manuskripten. Die Bologna-Schriftrolle ist demnach ein weiterer Beweis für die Genauigkeit der heutigen biblischen Texte. Jahrhundert alte Schriftrollen sind so selten, da die jüdische Tradition vorschreibt, dass beschädigte und abgenutzte Dokumente vergraben oder weggeschlossen werden müssen (Israel Heute).


06-06-2013

ENTFÜHRUNGSVERSUCH UND STEINWÜRFE: MINISTER IST BESORGT. Drei israelische Soldatinnen sind am Dienstag von Arabern überfallen worden. Offenbar sollte mindestens eine von ihnen entführt werden, was aber an der heftigen Gegenwehr der drei jungen Frauen scheiterte. Der Vorfall ereignete sich, als die Soldatinnen zu Fuß unterwegs zu ihrer Kaserne in Zentralisrael waren. Ein mit Arabern besetzter Wagen habe neben ihnen angehalten, einer der Insassen habe nach einer der Frauen gegriffen und versucht, sie in den Wagen zu zerren. Die Frau wehrte sich, ihre Kameradinnen eilten ihr zu Hilfe. Daraufhin flüchteten die Täter. Trotz einer Großfahndung der Polizei konnten sie entkommen. Dies war nur einer von zahlreichen Zwischenfällen zwischen Juden und Arabern in den vergangenen Wochen. In Judäa und Samaria gab es im vergangenen Monat 83 Angriffe auf Israelis, immerhin sieben weniger als im Monat davor. In Jerusalem kam es zu 38 Vorfällen (Vormonat: 36). Wirtschaftsminister Naftali Bennett zeigte sich von diesen neuen offiziellen Zahlen alarmiert. Insbesondere die zunehmende Zahl von Steinwürfen gegen Juden auf öffentlichen Straßen und am Rande von Siedlungen sei nicht hinnehmbar. Bennett forderte, die Armee müsse ihre Bürger besser schützen. Doch nicht nur Juden, auch Araber werden zu Opfern von Übergriffen: In der Jerusalemer Altstadt haben sechs jüdische Jugendliche einen jungen Araber übel beschimpft, beleidigt und zusammengeschlagen. Der Mann wurde so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Die Halbstarken nahmen ihm sein Mobiltelefon, Kopfhörer und Geld ab und ergriffen die Flucht. Zwei der Täter wurden von der Polizei festgenommen (Israel Heute).


05-06-2013

STREIT UM FRAUEN AN DER WESTMAUER: DROHBRIEFE AN OBERRABINER. Der Streit um das Gebet von Frauen an der Westmauer eskaliert. Die israelischen Oberrabbiner Yona Metzger und Shlomo Amar haben Briefe mit Todesdrohungen erhalten. Darin heißt es, falls es den liberalen Frauen nicht gestattet werde, an der Mauer auf die von ihnen gewünschte Art zu beten, würden die Rabbiner die Leichen von 100 Ultraorthodoxen vor ihrer Tür finden. Ultraorthodoxe werden in den Briefen als „stinkende Parasiten“ diffamiert, deren Ende nahe sei. Die Polizei nimmt die Drohungen ernst und hat eine Untersuchung eingeleitet. Mit den Drohbriefen sei eine rote Linie überschritten worden, hieß es. Der Streit um die „Frauen der Mauer“ beschäftigt die israelische Öffentlichkeit schon seit Monaten. Die Frauen wollen an der Westmauer, einer der heiligsten Stätten des Judentums, beten – und zwar mit Gebetsmänteln und Gebetsriemen. Ultraorthodoxe sehen darin eine Gotteslästerung, da dies nur Männern erlaubt sei. Es kam an der Mauer bereits zu Handgreiflichkeiten, so dass die Polizei eingreifen musste. Kontrovers diskutiert wird derzeit der Vorschlag, den Gebetsplatz vor der Mauer in drei Bereiche aufzuteilen: einen für Männer, einen für Frauen und einen öffentlichen gemischten, den auch die Reform-Frauen nutzen könnten. Die „Frauen der Mauer“-Bewegung hat sich von den Drohbriefen distanziert. Sie bedauere die Drohungen gegen die Rabbiner, erklärte eine Sprecherin. Die Frauenbewegung habe damit nichts zu tun und unterstütze die Polizei bei ihren Bemühungen, den Fall aufzuklären. Auch Vertreter der Ultraorthodoxen sowie des liberalen Judentums verurteilten die Drohungen. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat unterstrich, Gewalt sei nicht die Lösung für Konflikte in der Heiligen Stadt: „Wir brauchen den Dialog und eine Übereinkunft, die die Interessen aller beteiligten Gruppen berücksichtigt (Israel Heute).


04-06-2013

DEUTSCHLAND UNTERSTÜTZT KENNZEICHNUNG VON PRODUKTEN AUS ‚SIEDLUNGEN’. In Israel wird die Kritik an der deutschen Regierung immer lauter. Anlass ist die Unterstützung der Bundesrepublik für eine Initiative der Europäischen Union, wonach Produkte aus jüdischen Siedlungen in Judäa und Samaria nicht mehr als „Made in Israel“ gekennzeichnet werden dürfen. Dies hat zur Folge, dass Waren aus dem sogenannten Westjordanland nicht mehr zollfrei in die Europäische Union eingeführt werden könnten. Zudem schafft die Regelung die Voraussetzungen, um die Siedler-Waren gezielt boykottieren zu können. In Deutschland hatte sich insbesondere die Partei „Bündnis 90 / Die Grünen“ dafür stark gemacht, dass nur noch jene Waren als israelisch gelten, die aus Gebieten innerhalb der Grenzen von 1967 stammen. Die Europäische Union begründet die Neuregelung mit einem verbesserten Verbraucherschutz. Dazu gehöre auch eine klare Kennzeichnung des Herkunftsortes bestimmter Waren. In Israel hält man diese Begründung für vorgeschoben, denn für zahlreiche andere umstrittene Gebiete (Nordzypern, Gibraltar, Falkland-Inseln, Westsahara, Tibet, Berg-Karabach, Kosovo) gebe es keine entsprechende Regelung. Höchst verärgert ist der Sprecher des Rates der jüdischen Siedler in Judäa und Samaria, Yigal Delmonti. Er fühlt sich an die dunkelsten Tage der deutschen Geschichte erinnert und forderte das israelische Außenministerium auf, bei Kanzlerin Merkel zu protestieren. Delmonti wies darauf hin, dass in den Industrieparks in Judäa und Samaria Juden und Palästinenser friedlich zusammenarbeiten. Die palästinensischen Familien profitierten von diesen gut bezahlten Arbeitsstellen.


03-06-2013

RUSSISCHE RAKETEN FÜR SYRIEN. ISRAEL IST AUF DER HUT. Mit der Lieferung von modernen S-300-Raketen an Syriens Diktator Bashar Assad gießt Russland Öl ins Feuer des syrischen Bürgerkriegs. Mit diesen Raketen wird Syriens Militär erstmals in die Lage versetzt, der israelischen Luftwaffe ernsthaft zu schaden. Mit ihrer Reichweite von 200 Kilometern könnten diese Raketen nicht nur israelische Kampfjets vom Himmel holen, sondern auch den zivilen Luftverkehr des Ben-Gurion-Flughafens bei Tel Aviv gefährden. Assad hatte erklärt, er habe die erste Raketenlieferung bereits erhalten, weitere würden demnächst folgen. Doch da scheint der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein: Geheimdienst- und Militärfachleute halten es für nahezu unmöglich, dass diese Raketen unbemerkt an das Assad-Regime übergeben werden konnten. Heute wurde zudem bekannt, dass Russland mindestens zehn moderne MiG-29-Kampfflugzeuge an Syrien liefern wird. Zwei russische Zeitungen berichten heute unter Berufung auf russische Rüstungsfirmen, die Raketen-Lieferung werde erst 2014 erfolgen. Danach würden weitere sechs Monate benötigt, um syrische Soldaten im Umgang mit dem komplexen S-300-System zu schulen (im Bild das Startfahrzeug, Foto: George Chernilevsky). Assad hat angeblich 144 Raketen des modernen Lufabwehrsystems bestellt und soll bereit sein, dafür rund 900 Millionen Dollar zu bezahlen. Israel ist alarmiert. Verteidigungsminister Mosche Yaalon unterstrich, wenn diese Raketen in Syrien eintreffen, dann "wissen wir, was wir zu tun haben." Jaakov Amidror, der Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats, unterstrich, Israel werde handeln, bevor die S-300 in Syrien einsatzbereit seien (Israel Heute).


02-06-2013

TOCHTER EINES TERRORISTEN FORDERT: SCHLUSS MIT DEN LÜGEN! Nonie Darwish ist die Tochter von Mustafa Hafez, des ehemaligen Chefs des Nachrichtendienstes von Gaza zur Zeit der ägyptischen Kontrolle über den Küstenstreifen. Zu dieser Zeit gründete Hafez die Fedajeen, die erste Terrorgruppe, die zwischen 1951 und 1956 Überfälle an Israels südlicher Grenze verübte. Hafez wurde mit einer Briefbombe getötet, die die israelische Armee ihm schickte. Nonie war damals acht Jahre alt. Es war Israels erste gezielte Tötung, Hafez wurde zum Shahid (Märtyrer) erklärt. Sogar der ägyptische Präsident Nasser schwor Rache und forderte von der kleinen Nonie, „das Blut des Vaters zu sühnen und Juden zu töten.“ Doch im Interview mit israel heute äußert sich Nonie Darwish ganz anders: "Ich habe immer Israel die Schuld am Tod meines Vaters gegeben, weil mir dies so beigebracht wurde. Ich habe nie darüber nachgedacht, warum Israel meinen Vater eliminiert hat. Sie töteten meinen Vater, weil die Fedajeen Israelis töteten. Sie töteten meinen Vater, während wir Kinder uns selbst einbläuten, Jihad zu führen. Wir hatten Tränen in den Augen, als wir schworen, zu sterben. Heute spreche ich mit Leuten, die leugnen, dass es vor 1967 Terror gegen Israel gab. Wie können sie das sagen? Mein Vater starb dabei." Von "Land für Frieden" hält Nonie Darwish nichts: "Wir täuschen uns selbst, wenn wir denken, dass die Idee „Land für Frieden“ funktioniert. Der Islam kann grundsätzlich nicht mit anderen Kulturen koexistieren. Auf keiner Ebene können Muslime mit Juden oder Christen koexistieren. Es waren die arabischen Staaten, die die Palästinenser in den Krieg mit Israel drängten. Von sich aus hätten sie das nie gewollt. Die Palästinenser sind Marionetten der 1,2 Milliarden Muslime. Sie sind Kanonenfutter der Saudis und des Iran, die den Nahen Osten kontrollieren wollen." Lösungen im Nahost-Konflikt wird es nach Einschätzung der kämpferischen Frau nur geben, wenn die Lügen aufhören: "Ich möchte vor den Vereinten Nationen von muslimischen Führern eine Entschuldigung dafür einfordern, dass man versucht hat, Israel die Anschläge des 11. September anzuhängen. Ich will eine Entschuldigung für die Behauptung, dass israelische Ärzte mit Organen von Erdbebenopfern Haitis Handel getrieben haben sollen. Ich bin keine Jüdin, aber ich fühle mich von solchen kriminellen und zerstörerischen Lügen verletzt“ (Israel Heute).


31-05-2013

FINANZMINISTER UMWIRBT ULTRAORTHODOXE: WIR BRAUCHEN EUCH. Finanzminister Yair Lapid hat sich in einer Rede an die ultraorthodoxe Bevölkerung gewandt und für seine umstrittene Militärreform geworben. Man brauche die Ultraorthodoxen als Kämpfer in der Armee, um das Land zu verteidigen. Lapid forderte die Strengreligiösen auf, sich nicht vom Rest der Gesellschaft auszuschließen. Der Staat Israel sei gegründet worden, damit Juden ohne Angst vor Verfolgung ihren Glauben leben können: "Wir können nicht weitermachen wie bisher. Wenn Syrien fällt und Tausende von al-Kaida-Kämpfern unsere Grenzen belagern, ist das auch Euer Problem, und wir brauche Euch an den Waffen." Den geistlichen Führern der Ultraorthodoxen warf der Vorsitzende der Zukunftspartei vor, sie flüchteten sich in aggressive Rhetorik, um damit der schwindenden Zustimmung ihrer Anhänger zu begegnen. Es gehe ihm keineswegs um einen Angriff auf die "Welt der Thora", wie ihm das von ultraorthodoxen Rabbinern vorgeworfen worden sei (Israel Heute). Lapids Gesetzesvorschlag sieht verschiedene Neuerungen im Wehrdienst vor. Dazu gehört, dass zukünftig alle (auch ultraorthodoxe) Siebzehnjährige sich beim Einberufungsamt melden müssen. Ein Nicht-Erscheinen wird bestraft. Bis zum Alter von 21 Jahren soll die Möglichkeit eines Aufschubs der Wehrpflicht bestehen, um das Thora-Studium abzuschließen. Dies gilt allerdings nur, wenn sich der Wehrpflichtige zuvor vorschriftsmäßig zur Musterung gemeldet hat. Während des dreijährigen Aufschubs muss das Thora-Studium mindestens 45 Wochenstunden umfassen. Eine Arbeitsaufnahme ist nicht gestattet. Mit 21 Jahren müssen die bisherigen Thora-Schüler entweder zum Wehrdienst oder zu einem Zivildienst antreten. Lediglich 1.800 Männer jeden Jahrgangs sollen dauerhaft vom Wehrdienst befreit werden. Für 2016 strebt die Regierung eine Rekrutierung von 70 Prozrent der männlichen ultraorthodoxen Bevölkerung an. Gegen diese Pläne hatte es Massenproteste von Ultraorthodoxen gegeben. Allein in Jerusalem gingen rund 30.000 Strengreligiöse auf die Straße.


30-05-2013

ISRAEL SETZT BEIM TOURISMUS AUF CHINESEN UND EVANGELIKALE CHRISTEN. Tourismusminister Uzi Landau ist davon überzeugt, dass Israel noch weit mehr Touristen anziehen könne als bisher. Bei einer internationalen Tourismuskonferenz in Jerusalem nannte er drei Wachstumsbereiche: Neben dem nationalen Tourismus setze er auf Besucher aus China sowie auf evangelikale Christen. "Wir glauben an unser Produkt. Wir glauben an unser Angebot für Touristen. Wir sehen es ja selbst jeden Tag", unterstrich der Minister. In Europa würden sechs Prozent des Bruttosozialprodukts durch Tourismus erwirtschaftet, in manchen Ländern sogar neun Prozent. In Israel seien es bislang nur 2,3 Prozent. Landau machte darauf aufmerksam, dass Griechenland (elf Millionen Einwohner) im vergangenen Jahr von elf Millionen Touristen besucht worden sei. Israel mit rund acht Millionen Einwohnern verzeichnete dagegen 2012 nur 3,5 Millionen Gäste, und dies war bereits ein Rekordergebnis. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat möchte pro Jahr zehn Millionen Touristen in die Hauptstadt locken. Nachdem durch ein Abkommen mit der Europäischen Union nun Billigflüge zwischen Europa und dem Heiligen Land möglich seien, werde ein Israel-Urlaub deutlich billiger als bisher, erläuterte Minister Landau. Ergänzend dazu würden verstärkt Jugendherbergen und Mittelklasse-Hotels gebaut. Israel habe viel zu bieten: "Hier liegen die Wurzeln der jüdischen und der christlichen Religion. Hier lebten die Propheten, hier wurde die Bibel geschrieben, und hier gab es Ereignisse, die die Weltgeschichte prägten," unterstrich der Tourismusminister (Israel Heute).


29-05-2013

MINISTER BENNETT: WIR HABEN KEIN LAND ZU VERKAUFEN. "Jedesmal, wenn wir Land abgeben, werden Menschen umgebracht." Das unterstrich Israels Wirtschafts- und Handelsminister Naftali Bennett, der Chef der national-religiösen Partei "Bayit Yehudi" ("Jüdisches Heim"). Bennett, der der Regierungskoalition angehört, widersprach öffentlich Staatspräsident Shimon Peres. Der hatte sich beim Weltwirtschaftsgipfel in Jordanien für neue Gespräche mit den Palästinensern ausgesprochen und deren Präsident Abbas als Partner im Friedensprozess gewürdigt. Peres will über eine Zwei-Staaten-Lösung verhandeln. Für Bennett kommt das überhaupt nicht in Frage: "Es ist jetzt die Zeit um klarzustellen: Das ist unser Land und es ist nicht zu verkaufen", erklärte der Minister. Bennett wies zudem darauf hin, dass auf den Hauptstraßen in Judäa und Samaria jeden Tag Mütter mit Kindern im Auto mit Steinen beworfen würden. Für ihn gebe es keinen Unterschied zwischen den Bewohnern von Tel Aviv und den 400.000 jüdischen Siedlern in Judäa und Samaria. Die israelische Armee müsse sich klarmachen, dass sie auch für deren Schutz zuständig sei. Bennett bestreitet das Existenzrecht eines palästinensischen Staates. Bennett (41) wurde als Software-Unternehmer in den USA zum Multimillionär. Er hatte im November 2012 den Vorsitz der siedlerfreundlichen Partei übernommen. Bei der jüngsten Wahl holte "Bayit Yehudi" zwölf Sitze (Israel Heute).


28-05-2013

VERTUSCHT ISRAEL EINEN WICHTIGEN ARCHÄOLOGISCHEN FUND? Die israelische Tageszeitung Makor Rishon berichtete, dass in den judäischen Bergen offenbar ein wichtiger archäologischer Fund von der Regierung geheimgehalten wird. Ein Angehöriger der Kfar-Etzion-Feldschule stieß dem Bericht zufolge kürzlich auf eine antike verzierte Säule (Foto: Symbolbild), als er in den judäischen Bergen in eine Höhle einstieg. Säule und Kapitell deuten auf ein königliches Gebäude hin. Lokale Archäologen sagen zur Datierung, es handle sich ganz sicher um die Periode der jüdäischen Könige, wenn nicht sogar die Zeit Davids. Die unversehrte Umgebung lässt vermuten, dass der antike Palast zumindest zu einem größeren Teil intakt in der Nähe verborgen liegt. „Es scheint, als ob wir hier einen kompletten Palast haben“, sagte der Direktor der Kfar-Etzion-Feldschule, Yaron Rosental, gegenüber Makor Rishon. „Die Leute hier hatten keine Ahnung von seiner Existenz. Deshalb wurden die Steine auch nicht für neue Gebäude benutzt, was man normalerweise tut. Alles blieb unversehrt“ (Israel Heute). Als Rosental die israelische Altertumsbehörde kontaktierte, wurde er harsch abgewiesen mit der Aufforderung, "über den Fund den Mund zu halten“. Die Altertumsbehörde bestätigte der Zeitung später, dass der Fund existiere. Tatsächlich sei er bereits im vergangenen Jahr gemacht worden, aber gegenwärtige politische Sensibilitäten hielten die Archäologen zurzeit von einer Untersuchung der Stätte ab. Es wurde darauf hingewiesen, dass sich der Fund in von der palästinensischen Autonomiebehörde beanspruchtem Gebiet befinde. Eine derart wichtige archäologische Fundstätte, welche die historische jüdische Präsenz im Land belegt, könne den Friedensprozess gefährden.


27-05-2013

ULTRAORTHODOXE SEHEN IHRE ZUKUNFT DURCH MILITÄRDIENST IN GEFAHR. Die geplante Einberufung von ultraorthodoxen Bibelschülern zum Militär schlägt in Israel hohe Wellen. Ultraorthodoxe Politiker wie der Abgeordnete Meir Porush (Vereinigte Thora-Partei) werfen der Regierung vor, sie wolle die "Welt der Thora" zum Einsturz bringen. Mehrere Vereinigungen der Streng-Religiösen kündigten entschiedenen Widerstand an. Geschimpft wird vor allem auf den neuen Finanzminister Yair Lapid. Dessen säkulare Zukunftspartei ist mit dem Versprechen angetreten, die Lasten innerhalb der israelischen Gesellschaft gerechter zu verteilen. Verunsichert von der ganzen Debatte zeigt sich mittlerweile sogar die Armeeführung. Sie hatte ein öffentliches Gelöbnis mit jungen Ultraorthodoxen angesetzt, die sich freiwillig zum Militär gemeldet hatte. Weil sie jedoch Massenproteste und Störungen durch gewaltbereite ultraorthodoxe Gruppen befürchtete, sagte die Armee die Veranstaltung wieder ab. Daraufhin wurden Vorwürfe laut, das Militär gehe vor den Ultraorthodoxen in die Knie. Nun soll die Vereidigung der gläubigen Soldaten doch noch öffentlich gefeiert werden, und zwar am kommenden Sonntag in Jerusalem. In der israelischen Armee gibt es spezielle Einheiten für die Ultraorthodoxen. Sie müssen dort nicht mit Personen des anderen Geschlechts zusammenarbeiten, bekommen koscheres Essen und Zeit für religiöse Studien. Ein Ausschuss der Regierung hatte in dieser Woche nach monatelangen kontroversen Diskussionen die Eckpunkte der geplanten Militärreform vorgestellt. Demnach soll der Wehrdienst für Männer von 36 auf 32 Monate verkürzt, für Frauen von 24 auf 28 Monate verlängert werden. Nach einer dreijährigen Übergangszeit sollen dann auch die Ultraorthodoxen eingezogen werden. Für 2016 geht man davon aus, das von 8000 jungen Ultraorthodoxen rund 5200 zum Militär- oder Zivildienst herangezogen werden. 1800 Bibelschüler erhalten eine Ausnahmegenehmigung, etwa 1000 werden voraussichtlich als untauglich eingestuft. Der Vorschlag muss nun im Parlament diskutiert werden. Bislang hatten die Ultraorthodoxen das Privileg, nicht in der Armee dienen zu müssen. Viele Männer, erkennbar an ihrer schwarzen Kleidung, Vollbärten und Schläfenlocken, verfolgen das Ideal eines möglichst lebenslangen Vollzeitstudiums der Heiligen Schriften. Frühere Regierungen stimmten dem zu und bewilligten entsprechende Gelder, da sie die orthodoxen Parteien für ihre Mehrheit im Parlament benötigten. In der aktuellen Regierung sind die Interessenvertreter der Ultraorthodoxen aber nicht mehr vertreten (Israel Heute).


26-05-2013

FÜR IHREN EINSATZ FÜR ISRAEL UND DAS JUDENTUM WURDE MERKEL IN BRÜSSEL AUSGEZEICHNET. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Mittwoch in der Großen Synagoge in Brüssel von der Europäischen Rabbinerkonferenz den Rabbi-Lord-Jakobovits-Preis erhalten. Sie bekam die Auszeichnung für ihre Unterstützung jüdischen Lebens in Deutschland, ihre Freundschaft zu Israel und ihren Einsatz gegen Antisemitismus. Der Präsident der Konferenz und Oberrabbiner von Moskau, Pinchas Goldschmidt, betonte in seiner Rede das enge Verhältnis der CDU-Politikerin zum Judentum und zu Israel. Sie sei während der Beschneidungsdebatte entschieden für das Recht der Juden eingetreten, zitiert ihn die Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“. Philippe Markiewitsch, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde von Brüssel, hatte zuvor erklärt: „Ohne Beschneidung hätte es auf Dauer kein jüdisches Leben mehr in Deutschland geben können.“ Merkel betonte in ihrer Dankesrede das Recht auf Religionsfreiheit und auf freie Glaubenspraxis. Das Recht auf Beschneidung gehöre dazu und habe deshalb gesichert werden müssen, betonte sie. In der Debatte habe es außerdem antisemitische Tendenzen gegeben. Sie forderte einen verstärkten Einsatz gegen Antisemitismus. Der Kampf dagegen sei eine Pflicht eines freiheitlich-demokratischen Staates. Die Erinnerung an den Holocaust müsse wach gehalten werden, zum Beispiel durch Bildungsinvestitionen. Die Kanzlerin hob außerdem die Freundschaft zu Israel hervor und stellte die Besonderheit der deutsch-jüdischen und deutsch-israelischen Beziehungen heraus (Israel Heute). Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, gratulierte der Kanzlerin ebenfalls. Er lobte ihre Unterstützung für die jüdische Gemeinschaft und bezeichnete ihre Freundschaft zu Israel als „vorbildlich“. Der Rabbi-Lord-Jacobovits-Preis wird seit dem vergangenen Jahr vergeben und erinnert an Immanuel Jakobovits, den früheren Oberrabbiner von Großbritannien. 2012 erhielt der ehemalige Präsident des Europaparlamentes, Jerzy Buzek, die Auszeichnung.


24-05-2013

REBELLISCHER ABGEORDNETER WILL AUF DEM TEMPELBERG BETEN. Der israelische Abgeordnete Moshe Feiglin vom Regierungsbündnis Likud-Beyteinu kämpft einen einsamen Kampf: Weil Ministerpräsident Netanjahu ihm nicht erlaubt, auf dem Tempelberg zu beten, stimmt er in der Knesset aus Protest konsequent gegen die eigene Regierung. Die ist sauer auf den Rebellen und hat ihm jetzt seinen Sitz im Erziehungsausschuss gestrichen. Feiglin wurde durch einen anderen Abgeordneten ersetzt. Feiglin will seinen Aufstand aber dennoch fortsetzen. Nicht nur Netanjahu hatte dem 50-jährigen das Beten auf dem Tempelberg untersagt, auch Generalstaatsanwalt Yehuda Weinstein blockierte das Vorhaben. Der Grund: Die Palästinenser würden das Beten des jüdischen Abgeordneten als Provokation auffassen, es könnten Unruhen ausbrechen, wie dies schon des öfteren der Fall war. Feiglin lässt das nicht gelten. Er wirft den jüdischen Behörden vor, dass sie vor der muslimischen Tempelberg-Verwaltung kuschen. "Ich darf mein Recht als Bürger und Abgeordneter, auf dem Tempelberg zu beten, nicht wahrnehmen." Die israelische Polizei hatte in den vergangenen Monaten mehrere jüdische Beter auf dem Gelände um den Felsendom und die Al Aksa-Moschee festgenommen. Feiglin will seine Ein-Mann-Revolution weiter durchziehen: "Solange sich nichts ändert, sehe ich mich an keine Koalitionsdisziplin gebunden." Feiglin ist einer der Gründer der israelischen "Bewegung Ziviler Ungehorsam". 1997 wurde er zu sechs Monaten Haft wegen Aufwiegelung zum Aufruhr verurteilt, die Strafe wurde allerdings später in eine gemeinnützige Arbeit umgewandelt. Er gilt als Vertreter einer aggressiven anti-arabischen Politik (Israel Heute).


23-05-2013

DAMASKUS: ISRAEL UNTERSTÜTZT DIE REVOLUTIONÄRE. Israel beobachtet die Grenze mit Syrien sehr intensiv. In den vergangenen zwölf Monaten hat Israel nach ausländischen Quellen dreimal Syrien angegriffen. Bisher hütete sich Damaskus, mit einem Vergeltungsangriff zu reagieren. Jerusalem warnte Syrien, dass Israel das Assad-Regime im Falle eines Gegenschlags vernichten werde. Israel betonte mehrfach, dass es nicht gegen den Staat Syrien sei. Vielmehr wolle man Langgstreckenraketen und chemische Waffen vernichten, bevor diese in die Hände von Terrorgruppen wie die Hisbollah oder Al Kaida fallen. Ungeachtet dessen hat Assad Israel gewarnt, dass Syrien beim nächsten Angriff Israels prompt zurückschlagen werde. In Israel wird dies bezweifelt. Darüber hinaus wurde von Assad beanstandet, dass Israel die Revolutionäre in Syrien unterstütze und ihnen mitteile, welche strategische Ziele anzugreifen seien. Israelische Araber, also Staatsbürger Israels, stehen laut dem israelischen Sicherheitsdienst Schin Bet sogar in Diensten der syrischen Opposition. Die israelische Tageszeitung Jediot Achronot berichtete, dass ein junger Araber aus Israel während seines Dienstes in Syrien auserwählt worden sei, sich für Allah und Syrien in die Luft zu sprengen. Aber der Mann habe sich geweigert und die Flucht ergriffen (Israel Heute).


22-05-2013

SYRIEN ZIELT ANGEBLICH MIT RAKETEN AUF TEL AVIV. Syrien hat angeblich seine modernsten Raketen auf Tel Aviv gerichtet. Sollte Israel erneut Ziele in Syrien angreifen, werde Syrien mit „Tishreen“-Raketen antworten, die einen Sprengkopf von einer halben Tonne tragen können. Das berichtet die britische Zeitung „Sunday Times“. Demnach hätten Spionagesatelliten beobachtet, dass die syrische Armee diese Raketen bereits in Stellung bringe. Israelische Flugzeuge hatten in den vergangenen Wochen dreimal Einsätze geflogen, bei denen angeblich Ziele in Syrien angegriffen wurden. Dabei sollen Waffen vernichtet worden sein, die für die Hisbollah-Kämpfer im Libanon bestimmt waren. Israels Regierungschef Netanjahu reagierte gelassen auf die erneute Zuspitzung der Lage im Norden. Bei der Kabinettssitzung am Sonntag erklärte er, Israel handle verantwortungsvoll und angemessen, um die Sicherheit der eigenen Bürger zu schützen. Man wisse, wie man verhindern könne, dass leistungsfähige Waffen in die Hände der Hisbollah oder anderer Terrorgruppen fielen. Dies werde man auch in Zukunft tun, so der Ministerpräsident. Er merkte an, dass der Nahe Osten gerade die heikelste Phase seit Jahrzehnten erlebe. Der syrische Präsident Bashar Assad hat am Samstag eines seiner seltenen Interviews gegeben. Gegenüber der argentinischen Zeitung „Clarin“ behauptete er, Israel arbeite mit den „terroristischen Rebellen“ in seinem Land zusammen. Die Rebellen hätten eine syrische Radarstation gesprengt und so den Israelis ermöglicht, unentdeckt ihren Luftschlag auszuführen.


21-05-2013

„ICH BIN EUER BRUDER JOSEF“ (2.Teil). Während des Holocausts war Roncalli Botschafter in der Türkei und hat tausenden Juden das Leben gerettet. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte er die katholischen Länder zu überreden, die Gründung eines Judenstaates zu unterstützen. Als er schließlich Papst wurde, lud er eine Delegation von jüdischen Führern aus den USA ein. Diese begrüßte er mit den Worten: „Ich bin Josef euer Bruder!“ Damit erinnerte er an Josef, des Pharaos rechte Hand in Ägypten, als seine Brüder vor ihm standen und ihren Bruder nicht erkannten. Außerdem hieß Papst Guiseppe selbst Josef. Dieser Papst hat schließlich die Gebete in den Gebetsbüchern geändert und aus ihnen die Schimpfworte gegen Juden entfernt. 1962 rief er Bischöfe aus allen Ländern zu einer Sondersitzung in den Vatikan und besprach, wie die Kirche in der modernen Zeit aussehen könnte. Unter anderem debattierte er die Beziehungen zwischen der Kirche und den Juden. Daraus wuchs bis Oktober 1965 die so genannte Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils „Nostra Aetate“ (In unserer Zeit) gegenüber anderen Religionen. Er erklärte das Judentum als eine von Gott gemachte Religion, in der das Christentum verwurzelt ist. Zum ersten Mal wurde eine Erklärung freigegeben, wonach Juden nicht mehr für den Tod Jesu verantwortlich sind. Darüber hinaus hat die „Nostra Aetate“ die kirchliche Behauptung abgelehnt, wonach Gott seinen Bund mit den Juden gebrochen hat und die Kirche nun die Stellung des Volkes Israels einnimmt. Dieses Protokoll verewigte den Bund zwischen Gott und seinem Volk Israel und kritisierte den Antisemitismus. Aber Johannes XXIII. ist vor der Veröffentlichung seiner Erklärung gestorben und konnte die diplomatischen Beziehungen mit dem jungen Judenstaat nicht verwirklichen. Sein Nachfolger Papst Paul VI. war vorsichtiger. Er fürchtete die Reaktion der arabischen Staaten. Erst 28 Jahre später, im Jahr 1993, wurde erstmals ein Vertrag zwischen dem Vatikan und dem Judenstaat Israel unterzeichnet, der für neue Beziehungen zwischen der Kirche und Juden eintrat. „Noch niemals hatten wir so gute Beziehungen mit der katholischen Kirche wie jetzt“, sagte Israels Staatspräsident Schimon Peres (Israel Heute).


20-05-2013

„ICH BIN EUER BRUDER JOSEF“ (1.Teil). Theodor Herzl, der sich für eine internationale Unterstützung für seine zionistische Idee bemühte, erhielt eine Audienz bei Papst Pius X (1903 – 1914) und stellte ihm seine Vision für den neuen Judenstaat vor. In seinem Tagebuch erinnert sich Herzl an die Reaktion von Papst Pius X: „Wir werden euch nicht anerkennen können, denn ihr habt unseren Herrn (Jesus) nicht anerkannt. Wir können zwar nicht die Juden aufhalten, nach Palästina zurückzukehren, aber stattdessen werden unsere Priester mit dem Heiligen Taufwasser bereit sein, alle Juden, die zurückkehren zu taufen“. Damit hat Pius X damals die die klassische Kirchentradition gegenüber den Juden zusammengefasst. Juden wurden bestraft, weil sie Jesus als Messias abgelehnt haben. Es ist immer interessant, wie die israelischen Zeitungen über die christliche Kirchengeschichte und die Juden schreiben. Vor wenigen Tagen veröffentlichte der Rabbiner Daniel Rosen in der israelischen Tageszeitung "Haaretz" einen Bericht über seinen christlichen Bruder Josef, Papst Johannes XXIII. Rabbi Rosen war Irlands ehemaliger Oberrabbiner und ist nun Mitglied in jüdisch-christlichen Dialogen. "Israel heute" veröffentlicht nachfolgend einen Auszug aus seinem jüngsten Bericht: Heute hat sich die Haltung der offiziellen Kirche geändert. Der Vatikan unterhält diplomatische Beziehungen mit dem Judenstaat Israel und die zwei letzten Päpste haben Israel sogar besucht. Zum ersten Mal wurde das jüdische Volk von Papst Johannes Paul II. bezeichnet als „der erstgeborene und geliebte Bruder, dessen Bund mit Gott niemals gebrochen wurde und niemals gebrochen wird“. Beide Päpste betonten mehrmals, dass die Christenheit eine geistliche Verbindung mit dem jüdischen Volk habe. Wer die Wende in der katholischen Kirche einleitete, war Vatikan-Botschafter Angelo Giuseppe Roncalli, der 1958 zum Papst (Johannes XXIII) gewählt wurde (Israel Heute).


19-05-2013

STEINWÜRFE UND SIRENENGEHEUL ZUM ‚TAG DER KATASTROPHE’. In den Palästinensergebieten und den angrenzenden arabischen Staaten haben am letzten Mittwoch Tausende den Nakba-Tag ("Katastrophen-Tag") begangen. Er erinnert an die Staatsgründung Israels. In größeren palästinensischen Städten heulten 65 Sekunden lang die Sirenen - eine Sekunde für jedes Jahr der Existenz des jüdischen Staates. Die Palästinensische Autonomiebehörde hatte zu einem Generalstreik aufgerufen. Am Nachmittag kam es - wie schon in den Vorjahren - zu heftigen Zusammenstößen zwischen palästinensischen Jugendlichen und der israelischen Armee. Die Palästinenser warfen Steine auf die Soldaten. Dadurch wurden in Jerusalem zwei Polizisten und zwei Passanten leicht verletzt. Gewalttätige Auseinandersetzungen gab es auch am Kalandia-Grenzübergang im Norden Jerusalems, in der Nähe von Bethlehem und östlich von Ramallah. Bei Hebron wurden vier israelische Soldaten verletzt, nachdem ihr Fahrzeug von Randalierern in Brand gesteckt worden war. Einige Palästinenser versuchten, das Gelände "E1" zu besetzen. Dort soll zwischen Jerusalem und Ma'ale Adumim ein neues jüdisches Wohngebiet entstehen. Armee und Grenzpolizei verhinderten, dass die Palästinenser dort Bäume pflanzten und ihre Flaggen aufstellten. Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas hielt eine Fernsehansprache. Darin unterstrich er, dass die Palästinenser nicht von ihrer Forderung nach einem eigenen Staat mit der Hauptstadt Jerusalem abweichen werden. Israel müsse sich auf die Grenzen von 1967 zurückziehen (Israel Heute).


17-05-2013

KURZNACHRICHTEN. +++ Auf dem Gelände des Kibbuz "Beit Kama" im Süden Israels ist ein gut erhaltenes Mosaik aus dem vierten bis sechsten Jahrhundert entdeckt worden. Bei den Grabungen wurden Reste einer antiken Siedlung entdeckt, die sich über ein Gebiet von mehr als 6000 Quadratmeter erstreckte. Teil der Siedlung war eine große Halle, auf deren Fußboden sich das beeindruckende Mosaik befindet. Das Mosaik zeigt Amphoren, Pfaue und ein Taubenpaar. +++ Mit Justus Frantz ist erstmals ein Deutscher zum Leiter eines bedeutenden Orchesters in Israel berufen worden. Der 68-jährige wird neuer Chefdirigent der "Israel Sinfonietta Beer Sheva". Pro Jahr wird Frantz das Orchester weltweit rund 15 Wochen dirigieren. Staatspräsident Peres hatte den bekannten deutschen Pianisten und Dirigenten persönlich darum gebeten, die Aufgabe zu übernehmen. +++ Die rivalisierenden Palästinenserparteien Fatah und Hamas wollen angeblich bis Juli eine Einheitsregierung bilden. Das wurde bekannt, nachdem sich hochrangige Vertreter der beiden Parteien zu Gesprächen in Kairo getroffen hatten (Israel Heute).


16-05-2013

DEUTSCHLAND BLOCKIERT ISRAELS WUNSCH NACH SITZ IM UN-SICHERHEITSRAT. Die israelische Regierung hat sich offenbar offiziell bei der deutschen Regierung beschwert. Deutschland blockiere Israels Wunsch nach einem Sitz im UN-Sicherheitsrat im Jahr 2018 durch eine eigene Kandidatur. Das berichten israelische Medien. Demnach hatte das israelische Außenministerium mit der Bundesrepublik vereinbart, dass Deutschland zugunsten des jüdischen Staates auf eine Kandidatur verzichten werde. Diese Absprache werde nun gebrochen. Israel habe keine Chance, eine Abstimmung gegen Deutschland zu gewinnen. Beim Israel-Besuch des deutschen Außenministers Westerwelle am kommenden Wochenende soll das Thema auf den Tisch kommen. Israel bemüht sich seit Jahren um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat, der fünf dauerhafte und zehn wechselnde Mitglieder hat. Staaten mit offensichtlichen Menschenrechtsverletzungen wie Syrien oder der Iran gehörten dem Gremium bereits an. Die Vereinten Nationen haben keinerlei Berührungsängste mit Diktaturen: Ausgerechnet der Iran soll Ende Mai die Präsidentschaft einer Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Abrüstung übernehmen. Die USA haben bereits erklärt, sie würden die Konferenz deshalb boykottieren (Israel Heute).


15-05-2013

FRIEDENSTRUPPEN FÜRCHTEN DIE HISBOLLAH-TERRORISTEN. Die Blauhelm-Soldaten der Vereinten Nationen (UNIFIL) im Südlibanon berichten immer häufiger von heftigen Auseinandersetzungen mit Hisbollah-Terroristen in der Nähe der israelischen Grenze. Die libanesischen Truppen, die nach dem Libanonkrieg 2006 die Kontrolle an der israelisch-libanesischen Grenze übernommen hatten, sind wegen des syrischen Bürgerkriegs an die östliche Grenze zu Syrien verlegt worden. In dieses Vakuum sind nun die Hisbollah-Kämpfer eingedrungen, die sich mittlerweile fast täglich mit den Blauhelmen anlegen. Sie blockieren die Patrouillenwege der UNIFIL-Soldaten entlang der Grenze und drohen sogar mit Entführungen von Angehörigen der internationalen Friedenstruppe, wie es vor Wochen in Syrien passierte. In vertraulichen Gesprächen berichten UNIFIL-Offiziere ihren israelischen Kollegen, wie sehr sie von der Situation im Südlibanon frustriert sind. Die schiitischen Hisbollah-Terroristen erniedrigen die UNO-Soldaten an der Grenze und versuchen alles, um diese zu vertreiben. Die nach dem Libanonkrieg 2006 verabschiedete UNO-Resolution 1701 sieht vor, dass die libanesische Armee in Zusammenarbeit mit UNIFIL die Kontrolle an der libanesischen Südgrenze mit Israel übernimmt. Dies ist nun vorbei, wie früher hat die radikale Hisbollah-Miliz das Sagen. Sobald das Leben der Blauhelm-Soldaten in Gefahr ist, wird UNIFIL seine Truppen aus dem Südlibanon zurückziehen. Wie auf der syrischen Seite im Bereich der Golanhöhen bezweifeln die Friedenstruppen, dass sich ihr Einsatz für die Sicherheit der israelischen Grenzen lohnt. Aus syrischen Quellen geht hervor, dass tausende Hisbollah-Kämpfer an der Seite der syrischen Armee gegen das Volk kämpfen. Es ist in ihrem Interesse, das Assad-Regime um jeden Preis am Leben zu erhalten. Assads Syriens spielt eine zentrale Rolle als Drehscheibe für Waffenlieferungen aus dem Iran. Wenn Assad Syrien verliert, verliert die Hisbollah im Libanon Geld und Waffen von ihren Freunden in Teheran (Israel Heute).


14-05-2013

KURZNACHRICHTEN. +++ Die israelische Oppositionsführerin Shelly Yachimovich (Foto), die Vorsitzende der Arbeiterpartei, hat sich in Ramallah mit Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas getroffen. Sie forderte die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen und unterstrich, ihre Partei unterstütze eine Zwei-Staten-Lösung. +++ Der von US-Außenminister Kerry vorgeschlagene Landaustausch zwischen Israel und den Palästinensern wurde von den Staaten der Arabischen Liga für gut befunden. Für die Grenzziehung zur Zwei-Staaten-Regelung sollen kleinere Gebiete ausgetauscht werden. Die Fatah-Palästinenser stimmen dem bereits zu. Die islamistischen Hamas-Palästinenser wollen jedoch dafür kämpfen, dass ganz Israel zu "Palästina" wird, und zwar ohne Juden. +++ Die von Damaskus aus arbeitende „Volksfront zur Befreiung Palästinas“, ein Zweig der alten PLO, gab bekannt, dass sie die Unruhen in Syrien dazu ausnutzen werde, um die – wie sie sagen – von Israel besetzten Golan-Höhen zu befreien. +++ Die Preise für Wohnungen stiegen in den vergangenen zwölf Monaten durchschnittlich im ganzen Land um fünf Prozent. In Tel Aviv betrug der Anstieg sogar elf Prozent, in Jerusalem neun und in Haifa sieben Prozent. In Städten, die wie Ashkalon in Reichweite von Raketen aus dem Gazastreifen liegen, sanken dagegen die Wohnungspreise (Israel Heute).


13-05-2013

KURZNACHRICHTEN. +++ An der Westmauer ("Klagemauer") in Jerusalem ist es am Freitag zu Auseinandersetzungen zwischen ultraorthodoxen Frauen und Beterinnen der liberal-reformjüdischen "Women of the Wall"-Bewegung gekommen. Die Polizei musste eingreifen, nachdem die orthodoxen Frauen ihre Kontrahentinnen mit Abfall bewarfen. +++ Mehr als 500 Veteranen des Zweiten Weltkrieges sind durch Jerusalem marschiert. Sie feierten den Sieg der Alliierten über Nazi-Deutschland. Fast alles waren russische Juden, deren Brust mit unzähligen Heldenorden geschmückt war (Foto). An dem Marsch nahmen auch Bürgermeister Barkat, Knessetabgeordnete, israelische Soldaten und Vertreter der Jugendbewegungen teil. +++ Der Chef der Bank of Israel, Stanley Fischer, hat die Sparmaßnahmen von Finanzminister Yair Lapid gelobt. Nur so könne sich Israels Haushalt auf Dauer gesund entwickeln. Lapid plant Steuererhöhungen, Kürzungen in den Ausgaben der Ministerien, einen geringeren Verteidigungsetat und ein niedrigeres Kindergeld (Israel Heute).


12-05-2013

ISRAEL NIMMT MEHR RÜCKSICHT ALS ALLE ANDEREN LÄNDER IM NAHEN OSTEN. Die israelische Menschenrechtsorganisation Betzelem hat einen Report veröffentlicht, wonach etwa die Hälfte der Palästinenser, die während der Gaza-Militäroperation "Wolkensäule" ums Leben kamen, nicht aktiv an den Kämpfen gegen die israelischen Streitkräfte teilgenommen hat. 167 Palästinenser sind während der Militäraktion umgekommen, davon 87 Zivilisten, Männer, Frauen und Kinder. Betzelem betonte, dass sie ihren Report zum Teil auf die Angaben des israelischen Armeesprechers gründet, der während der achttägigen Operation die palästinensischen Todesfälle überprüft hat. Betzelem weist in dem Report darauf hin, dass gemäß internationalem Recht das gezielte Schießen auf zivile Ziele strikt verboten ist. Der Report kritisiert die Hamas und andere islamistische Gruppen, die gezielt Raketen auf die israelische Zivilbevölkerung abgefeuert haben. Darüber hinaus hätten sie dies aus zivilen Wohnvierteln heraus getan und dadurch die palästinensische Zivilbevölkerung in Gefahr gebracht. Die israelische Armee hat niemals Befehle erteilt, palästinensische Zivilsten zu töten. Weil sich die palästinensischen Terroristen aber hinter ihrer eigenen Zivilbevölkerung verschanzen, kommen bei solchen Operationen auch unschuldige Menschen ums Leben. Die israelischen Soldaten nehmen mehr Rücksicht auf die palästinensische Zivilbevölkerung als die palästinensischen Terroristen. Zum Vergleich: In Syrien sind bereits über 70.000 Menschen im zweijährigen Bürgerkrieg getötet worden. Laut der linksliberalen Menschenrechtsorganisation Betzelem starben in den Auseinandersetzungen mit Israel in den vergangenen 20 Jahren insgeamt 9.700 Palästinenser. Die Operation "Wolkensäule" hat wieder einmal gezeigt, dass Israel der einzige Staat im Nahen Osten ist, der in Kriegssituationen mit Rücksicht gegenüber seinen Feinden agiert (Israel Heute).


10-05-2013

NES AMMIM: 50 JAHRE CHRISTENDORF IN GALILÄA. Das kleine, lebhafte, von europäischen Christen gegründete Dorf Nes Ammim in Galiläa feiert 50-jahriges Bestehen. Der Name nimmt Bezug auf Jesaja 11,12 und Gottes Verheißung, ein „Feldzeichen für die Nationen” zu errichten. Während die meisten Ausleger die Prophetie auf Israel selbst beziehen, wollen diese Christen ihr eigenes Banner hissen. „Nes Ammim wurde mit dem Ziel gegründet, ein neues Kapitel in den jüdisch-christlichen Beziehungen aufzuschlagen, nämlich Solidarität mit dem jungen Staat Israel zu zeigen”, sagt Geschäftsführer Pleus Blom, der eine Bankkarriere in den Niederlanden an den Nagel hängte, um sich dieser Aufgabe zu widmen. Interessanterweise findet sich unter den Gründern mit Shlomo Bezek einer der Pioniere der Kibbuzbewegung. Er erkannte den Wert, ein christliches Dorf anzusiedeln, das im Herzen des neuen jüdischen Staats der Versöhnung gewidmet war. Manche Juden begegneten der Idee jedoch mit Misstrauen und Feindseligkeit. „Die meisten Juden konnten nicht glauben, dass wir nur nach Israel kommen, um den zerbrechlichen neuen Staat zu unterstützen, ohne irgendwelche versteckten Motive”, erläutert Blom. Während in den ersten zehn Jahren keine deutschen Freiwilligen zugelassen wurden, stellen heute deutsche und holländische Volontäre die überwiegende Mehrheit der Belegschaft von Nes Ammim. Ihre Hauptaufgabe liegt in der Förderung des Dialogs zwischen Juden und Christen, aber auch zwischen Juden und Arabern (Israel Heute).


09-05-2013

EINWOHNER JERUSALEMS SIND MIT IHRER STADT HOCH ZUFRIEDEN. Heute feiert Israel den Jerusalem-Tag. Es ist der 46. Jahrestag der Wiedervereinigung der Hauptstadt. Tausende Israelis ziehen singend und tanzend mit blauweißen Israelfahnen durch die Jerusalemer Altstadt. Die Bürger von Jerusalem sind glücklicher als Bewohner anderer israelischer Städte. Zudem steigt die Zahl der Arbeitsplätze in der Hauptstadt weiter an. Das hat eine amtliche Studie belegt, die zum Jerusalem-Tag veröffentlicht wurde. Die Daten bescheinigen der Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Im Jahr 2012 wurden in der Hauptstadt 17.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, zusätzlich zu den rund 30.000 Jobs, die zwischen 2007 und 2009 entstanden sind. Außerdem belegt die Studie, dass die Jerusalemer sich in ihrer Heimatstadt sehr wohl fühlen – viel wohler als ihre Landsleute in anderen großen Städten. 88 Prozent der Jerusalemer sind sehr glücklich in ihrer Stadt. 59 Prozent der Einwohner sagen außerdem, dass sie zufrieden mit den wirtschaftlichen Bedingungen in Jerusalem sind, während der Durchschnitt in anderen Städten lediglich bei 55 Prozent liegt. Des Weiteren sind die Menschen zunehmend zufrieden mit der Sauberkeit der Stadt sowie mit der Anzahl der Parks und Grünanlagen. Jerusalem ist das größte städtische Zentrum in Israel und das Zuhause von rund 800.000 Menschen. 500.000 davon sind Juden. Die Mehrheit der Juden in der Stadt gibt an, mehr oder minder religiös zu sein. Die Studie belegt weiterhin, dass Jerusalems Zuwanderungsrate gestiegen ist. Das bedeutet, dass mehr Leute in die Stadt ziehen als sie verlassen (Israel Heute).


08-05-2013

FRIEDHOF AUF DEM ÖLBERG IN JERUSALEM WIRD ZUR MÜLLKIPPE. Der älteste und größte jüdische Friedhof der Welt gleicht einer Müllkippe. Die berühmte Ruhestätte auf dem Ölberg in Jerusalem wird seit längerem von jugendlichen Vandalen und Kriminellen heimgesucht. Schon vor zwei Jahren hatte sich der israelische Rechnungshofpräsident Micha Lindenstrauss negativ über die Zustände auf dem Ölberg geäußert. „Die Sanierung des Friedhofs geht nur im Schneckentempo voran, die Sicherheitsmaßnahmen sind dort extrem schlecht und Vandalismus und kriminelle Zwischenfälle häufen sich.“, schilderte Lindenstrauss damals die Lage. Seitdem haben sich die Verhältnisse nur wenig verbessert. Vor allem die Lage des Ölbergs ist ein Problem: Das östliche Jerusalem ist ein fruchtbarer Boden für arabisch-nationalistisch motivierten Vandalismus. In den letzten Jahren wurden hunderte von Grabsteinen auf dem Friedhof zerstört und mit Abfällen und Exkrementen geschändet. Familien, die ihre Vorfahren an ihrer letzten Ruhestätte besuchen wollten, fanden leere Schnapsflaschen, benutzte Kondome und andere Hinweise auf ein besonders lebendiges Nachtleben. „Der Friedhof ist zu einem Nachtclub und Bordell für die Araber aus Ost-Jerusalem geworden. Es gibt keine größere Schande für den jüdischen Staat als das“, beschreibt Rabbi Haim Miller, der frühere stellvertretende Bürgermeister Jerusalems, die Situation. Einzig positiv für den Friedhof auf dem Ölberg erscheint die Tatsache, dass in den Gräbern Väter von sehr wohlhabenden Juden aus der ganzen Welt ruhen. Als die Brüder Abraham und Menachem Lubinsky, Geschäftsmänner aus der USA, die Gräber ihrer Eltern besuchen wollten, waren sie schockiert über den schlechten Zustand des Friedhofs. Ihre Reaktion folgte unverzüglich: Sie gründeten das „Internationale Komitee zur Erhaltung von Har Hazeitim“. Sie begannen, Druck auf die israelische Regierung und die Jerusalemer Stadtverwaltung auszuüben. Das Komitee zur Erhaltung des Ölbergs hat sich in einem Brief an Premierminister Benjamin Netanjahu gewandt und ihn darum gebeten, vor allem die arabischen Minderjährigen, die regelmäßig die Gräber schänden, härter zu bestrafen. Meistens würden diese zwar verhaftet, jedoch direkt im Anschluss wieder auf freien Fuß gesetzt (Israel Heute).


07-05-2013

REGIERUNG PROTESTIERT BEI GOOGLE GEGEN ANERKENNUNG PALÄSTINAS. Die israelische Regierung ist sauer auf den Internet-Giganten Google. Der hatte entschieden, in seiner weltweit genutzten Suchmaschine die "Palästinensischen Autonomiegebiete" durch "Palästina" zu ersetzen. Googles Anerkennung des Palästinenserstaates veranlasste nun den stelltvertretenden Außenminister Ze'es Elkin (Foto), einen Protestbrief an Goggle-Chef Larry Page zu schreiben. Darin unterstreicht er, dass Googles Schritt Israelis und Palästinenser nicht zurück an den Verhandlungstisch bringe, sondern das Gegenteil bewirke: Er bestätige die palästinensische Position, dass Palästina auch anerkannt werde, ohne dass es Verhandlungen mit Israel gebe. In einer Stellungnahme hatte ein Google-Sprecher erklärt, Google folge mit der Umbenennung den Vereinten Nationen, die "Palästina" einen Beobachterstatus eingeräumt hätten. Zudem sei "Palästina" von vielen internationalen Organisationen bereits anerkannt worden.


06-05-2013

HERZLS UNBEKANNTER HELFER (5. Teil) - Hechler war danach weiterhin unermüdlich im Einsatz dafür, Herzl Eingang bei einigen der wichtigsten Persönlichkeiten Europas zu verschaffen, in Fürstenhäuser bis hin zum deutschen Kaiser. Doch dem jüdischen Visionär Herzl und dem christlichen Zionisten Hechler wurde es nicht leicht gemacht, ein entspanntes Verhältnis aufzubauen. Wenngleich einige Christen die geistliche Verwandtschaft gespürt haben mögen, sahen sie sich doch genötigt, die eigene traditionelle Position gegenüber dem Judentum zu verteidigen. Aus jüdischer Sicht war angesichts von Jahrhunderten christlicher Judenverfolgungen, theologischer Disqualifizierung, Zwangstaufen und millionenfachem Mord eine Kooperation mit Christen nur schwer vorstellbar. Und das alles vor dem dunkelsten Kapitel christlich-jüdischer Beziehungen in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Wenige Monate vor seinem Tod im Jahr 1931 eröffnet Hechler dem Schwiegersohn des Zionistenführers Nahum Sokolov: „Ein Teil des europäischen Judentums wird geopfert werden müssen für die Auferstehung Ihrer Heimat …“ Anfang der 1930er Jahre waren die Worte des deutsch-englischen Geistlichen kaum begreifbar, wenngleich die finsteren Gewitterwolken der braunen Ideologie bereits am Horizont erkennbar waren. Aus heutiger Perspektive haben seine Worte eine schreckliche prophetische Bedeutung: Aus der Asche der Gasöfen von Auschwitz und Treblinka entstand der jüdische Staat Israel (Israelnetz).


05-05-2013

HERZLS UNBEKANNTER HELFER (4. Teil) - Mit der Hilfe Hechlers erreichte das Anliegen Herzls fast alle wichtigen Schaltstellen der Macht in Europa. Der erste zionistische Kongress 1897 in Basel, wo Hechler als Basler Missionarskind gewissermaßen „Heimrecht“ genoss, war eine logische Konsequenz. „Sieht man Bilder vom ersten Kongress und liest Augenzeugenberichte, so fällt es schwer zu glauben, dass Herzl zu diesem Zeitpunkt erst 37 Jahre alt war“, schreibt Michael Brenner in seiner „Geschichte des Zionismus“ (München 2008, Seite 43): „Mit seinem langen schwarzen Bart wirkte er wie einer jener altassyrischen Könige, die uns auf Bildnissen überliefert sind, und seine Reden erinnerten die mit der Bibel vertrauten Teilnehmer an prophetische Klänge.“ Das Basler Programm erklärte: „Der Zionismus erstrebt die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina für diejenigen Juden, die sich an anderen Orten nicht assimilieren können oder wollen.“ Zur Umsetzung dieses Vorhabens wurde die „Zionistische Weltorganisation – World Zionist Organization (WZO)“ gegründet und der Initiator des Kongresses, Theodor Herzl, zu deren erstem Präsidenten gewählt. Herzl schreibt am 3. September 1897 die mittlerweile berühmt gewordenen und oft zitierten Sätze in sein Tagebuch: „Fasse ich den Baseler Kongress in ein Wort zusammen – das ich mich hüten werde öffentlich auszusprechen – so ist es dieses: in Basel habe ich den Judenstaat gegründet. Wenn ich das heute laut sagte, würde mir ein universelles Gelächter antworten. Vielleicht in fünf Jahren, jedenfalls in fünfzig wird es Jeder einsehen.“ Genau fünfzig Jahre und achteinhalb Monate danach wurde am 14. Mai 1948 der Staat Israel ausgerufen (Israelnetz).


03-05-2013

HERZLS UNBEKANNTER HELFER (3. Teil) - Bei der Wiederherstellung Israels ging es Hechler um ein Dreifaches: Der Staat Israel müsse wieder Gestalt annehmen, entsprechend der Frage der Jünger Jesu: „Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel?“ (Apostelgeschichte 1,6). Der Meister verneinte diese Frage seiner Anhänger nicht, sondern bestätigte sie vielmehr, indem er betonte, nur der Allmächtige wisse dafür Zeit und Stunde. Hechler konnte sich diesen Staat nur im Land Israel, an biblischer Stätte vorstellen – nicht in Argentinien, Afrika oder den USA, wie andere ernsthaft erwogen. Zweitens wollte Hechler, dass Israel seinem Gott begegnen möge und neu erweckt würde, diesem von ganzem Herzen zu dienen, wie es die Propheten im Alten Testament angekündigt hatten. Und drittens hatten er, wie viele Gläubige aus Erweckungsbewegung und Pietismus, die Gewissheit der Wiederkunft des Messias in Macht und Herrlichkeit – entsprechend der Voraussage des Propheten Sacharja 14,4 auf dem Ölberg in Jerusalem, um als „Maschiach Ben David“ (Messias, Sohn Davids) seine Weltherrschaft zu proklamieren. Der Erkenntnis musste praktisches Handeln folgen, sonst wäre Hechler nicht Hechler gewesen. Er hatte erkannt, dass für Juden die endzeitliche Wiederherstellung entsprechend christlichen Vorstellungen weniger wichtig war als ein Zufluchtsort vor Verfolgung. So reiste er nach Konstantinopel, um dem Sultan einen Brief der englischen Königin Viktoria zu überbringen. Darin bat die Monarchin, russischen Juden durch eine Übersiedlung nach Palästina Schutz vor den Pogromen zu bieten. Bitter musste Hechler erfahren, welche Winkelzüge Teil der Politik sind. Die englische Botschaft lehnte es schlichtweg ab, den Brief an den Sultan weiterzuleiten – trotz der hochgestellten Absenderin. Theodor Herzl wurde am 2. Mai 1860 in Pest, dem heutigen Budapest, geboren. Er starb am 3. Juli 1904 in Edlach, Niederösterreich. Der österreichische Schriftsteller, Publizist, Journalist und zionistische Politiker trug die hebräischen Vornamen Benjamin Se‘ev. Eigentlich hatte er die Assimilation der Juden in Europa befürwortet. Doch durch den Dreyfus-Prozess in Frankreich wurde Herzl klar, dass nur eins dem jüdischen Volk eine sichere Zukunft garantieren könne: ein eigener Staat. Die Folge dieser Überlegungen war 1896 die Veröffentlichung seines Buchs „Der Judenstaat“. Sechs Jahre später schrieb Herzl den utopischen Roman „Altneuland“, in dem er seine Vorstellungen einer jüdischen Gesellschaftsordnung in Palästina präsentierte, das damals zum osmanischen Reich gehörte (Israelnetz).


02-05-2013

HERZLS UNBEKANNTER HELFER (2. Teil) - William Hechler war als Sohn von Missionaren der Basler Mission 1845 im indischen Benares geboren worden. Sein Vater Dietrich, gebürtiger Südbadener, stammte aus Vögisheim im Markgräfler Land. Früh verloren William und seine beiden Schwestern ihre Mutter, die Engländerin war. Deshalb wuchs er ab dem sechsten Lebensjahr in verschiedenen englischen und deutschen Kinderheimen und Internaten in London und Basel auf. Später verhalf ihm eine Tante, die am englischen Königshof angestellt war, zu einer Stelle als Hauslehrer am Hof des Großherzogs von Baden, Friedrichs II. Hier lernte Hechler den Adel Europas kennen, darunter den späteren Kaiser Wilhelm. Auch zur russischen Zarenfamilie gab es Beziehungen. Friedrich II. war Hechler wohlgesonnen. So konnte dieser bei vielen Gelegenheiten seine Gedanken über die Zukunft der Gemeinde und Israels weitergeben. Auf Reisen in Osteuropa bis nach Odessa, wo die zweitgrößte jüdische Gemeinde des Zarenreichs beheimatet war, wurde er Zeuge der schweren Pogrome unter den dort ansässigen Juden. Hechler kam aus der Erweckungsbewegung, die stark vom Gedanken an die Wiederkunft Jesu und die Wiederherstellung Israels bewegt war. Durch eigene Bibelstudien kam er zu der Überzeugung, die alttestamentlichen Propheten, vor allem Daniel, legten den Schluss nahe, die Wiederherstellung Israels werde im Jahre 1897 beginnen. Ihn kümmerte wenig, dass derartige endzeitlichen Berechnungen wiederholt schief gegangen waren (Israelnetz).


01-05-2013

HERZLS UNBEKANNTER HELFER. (1.Teil) - Christen, die aufgrund der biblischen Verheißungen mit der Rückkehr des jüdischen Volkes in das Land Israel rechneten, waren seit jeher eine treibende Kraft der Bewegung, die in der Mitte des letzten Jahrhunderts zur Gründung des Staates Israel führte. Naphtali Herz Imber, Verfasser der israelischen Nationalhymne „HaTikwa“, wurde von Laurence und Alice Oliphant begleitet. Arthur Klenk und Karl-Heinz Geppert stellen den christlichen Weggefährten Theodor Herzls vor. Wie elektrisiert blickte Reverend William Hechler auf das Buch, das er in einer Buchhandlung entdeckt hatte: „Der Judenstaat – Versuch einer modernen Lösung der Judenfrage“. Der Buchhändler erklärte dem anglikanischen Botschaftskaplan der englischen Gesandtschaft zu Wien, dass der Autor, Theodor Herzl, Wiener sei. Schließlich erinnerte sich Hechler, dass ihm der Name Herzl als Berichterstatter über die Dreyfus-Affäre in Paris und als Autor von Bühnenstücken des Burgtheaters bereits begegnet war. Hechler setzt alles daran, um mit Herzl in Kontakt zu treten. Wenig später kündigt sich in dessen Büro ein Besucher per Visitenkarte an. Herzl kennt ihn nicht und fragt sich, was ein anglikanischer Pfarrer wohl bei ihm möchte. Was Hechler erzählt, kommt dem jüdischen Journalisten außergewöhnlich, ja naiv vor. Er schwärmt von Herzls Buch, erklärt, dass er lange auf so jemanden gewartet habe und bietet Herzl seine Dienste an. Der Inhalt des Buches sei klar und praktisch und entspreche an vielen Stellen den Aussagen des Alten Testaments. Herzl wundert sich darüber und erklärt seinem Besucher, dass er sich bei den Propheten im Tanach nicht auskenne (Israelnetz).


30-04-2013

KOMMENTAR ZUM GESTRIGEN ARTIKEL. In diesem Artikel kommt die ganze Tragik des Nahostkonflikts beispielhaft zum Ausdruck. Das Wertvollste, das Menschen anvertraut ist – reine und unbedarfte Kinderseelen – wird dazu missbraucht, mit Gewalt spielerisch vertraut zu machen und diese durch Besingen verherrlichen zu lassen. Damit werden Samen weiterer Gewalt ausgesät, die, wie befürchtet werden muss, vielfältig aufgehen können. Fraglich ist, ob solche Widerwärtigkeiten in den Geberländern, die im Gazastreifen die Ausbildung und Schulung von Kindern und Jugendlichen finanziell unterstützen, zur Kenntnis genommen werden und dort zu entsprechenden Reaktionen (z. B. geeignete Kontrollen und Nachweise über Mittelverwendung, evtl. Kürzungen etc.) führen. Es ist auch ein trauriges Beispiel dafür, dass jede Möglichkeit der Entwicklung der Friedensfähigkeit durch das „Vererben“ von Hass bzw. Erziehung zu diesem schon im Keim erstickt wird und die Gewaltspirale, unter denen die Bevölkerung im Gaza-Streifen selbst am meisten zu leiden hat, immer neu generiert und am Laufen gehalten wird. Eltern sollten dies der Zukunft ihrer Kinder willen, trotz bestehender Bedrohung bei abweichendem Verhalten, ernsthaft bedenken und wenn irgend möglich in geeigneter Weise unterlaufen und boykottieren (Israelnetz - K. Nagel | 28.04.2013 | 19:14).


29-04-2013

KINDER IM GAZASTREIFEN BESINGEN SELBSTMORD-ATTENTÄTER. GAZA (inn) – In einem Kinderprogramm des Fernsehsenders „Al-Aksa-TV“ glorifizieren Kinder Selbstmord-Attentäter, die für die „Befreiung Palästinas“ sterben. Muslimische Mütter rufen sie auf, ihre Söhne in den Dschihad zu senden. Die Kindersendung wurde am 29. März im Gazastreifen ausgestrahlt. Darin sind sechs Kinder zu sehen, die offenbar Enkel von Mariam Farahat sind, der im März verstorbenen und als „Mutter der Märtyrer“ bekannten Palästinenserin (Israelnetz berichtete). Drei ihrer sechs Söhne begingen Selbstmord-Attentate gegen Israel. Ein Mädchen bestätigt in der Sendung, sie sei stolz auf ihren Vater, der einer der Selbstmord-Attentäter ist. Sie wolle in seine Fußstapfen treten. Ein anderes Mädchen wendet sich an die Zuschauerinnen: „Ich rufe alle muslimischen Mütter, Töchter und Schwestern auf: Die Al-Aksa-Moschee erwartet von uns, die nächste Generation zu sein, die auf sie zumarschiert. Enthaltet uns nicht die Anführer, Soldaten und Liebhaber des Martyriums vor. Die Mütter senden ihre Söhne zum Sieg oder zum Paradies, so Allah will.“ Anschließend sangen die Kinder ein Lied, das den Dschihad glorifiziert: „Der Dschihad verleiht dir Ruhm und Ehre, wenn du das Martyrium suchst. O explosive Vorrichtung der Ehre – mit ihrem (Farahats) Blut erschuf sie Freiheit. Frag‘ (die Selbstmordattentäterin) Fatima al-Nadschar, wie man ein stolzes Leben führt.“ Nach dieser Einlage, die ein Mann in einem Hühnchenkostüm mit Applaus bedachte, erklärte eine der Moderatorinnen – die ebenfalls Kinder sind –, dass „wir unser Leben für das Heimatland opfern sollten, so dass wir Gott gefallen und Palästina und Jerusalem befreien“. Die „Mutter der Märtyrer“ sei ein Vorbild, da sie ihren Söhnen schon früh die Liebe zum Martyrium nahe brachte. „Wenn einer von uns zum Märtyrer wird, sagen wir, dass sein Leben wertvoll ist, doch ist es ein geringer Preis, wenn man für die Befreiung und Verteidigung seines Heimatlandes stirbt.“ (Israelnetz)


28-04-2013

MESSIAS AM MA’AVAR. Christliche Israel-Gegner prägten die Redensart „Christus am Checkpoint“. Dabei wird Jesus in die Rolle ersetzt, einen israelischen, militärisch gesicherten Grenzübergang (ma'avar gvul) zu passieren. Diese Übergänge sind Sicherheitsschleusen. Sie schotten Jerusalem von den Gebieten unter palästinensischer Autonomie ab. Aber Jesus steht auch auf der anderen Seite in diesem Vergleich. Hauptmann Josh, ein messianischer Jude, war jahrelang für viele dieser Übergänge zuständig. Heute bildet Josh Soldaten aus, die dort eingesetzt werden. Der Offizier versucht, in einer schwierigen Situation die Liebe Jesu zu demonstrieren. „Wir müssen jeden Terroristen herausfiltern. Immer wieder versuchen welche, in der Menge unterzutauchen. Wir müssen jeden überprüfen. Viele sind deshalb genervt und versuchen, sich an der Kontrolle vorbeizudrücken. Es ist ein harter Job.“ (...) Manchmal wird der Einwand erhoben, dass die ständigen Reibereien zwischen den Posten und den Palästinensern den Hass schüren könnten. Josh hält dagegen: „Welche Alternative haben wir? Wie sollen wir Terror verhindern? Glauben Sie mir: Es ist das kleinere Übel.“ Vor kurzem zog ein Mann urplötzlich eine Waffe und erschoss einen Soldaten von hinten. Dann rannte er weg. Im Laufen schoss der Mann noch einmal und verwundete eine Soldatin (Israel Heute).


26-04-2013

JERUSALEM, DER LASTSTEIN. Der Frieden zwischen Israel und den Palästinensern hängt letztlich von Jerusalem ab. Darüber sind sich Juden und Palästinenser einig. Dies kam erneut nach den Pessach-Feiertagen in israelischen und palästinensischen Medien zum Ausdruck. Gegenüber Ynet sagte der Knessetabgeordnete von Jesch Atid, Ofer Schelach, dass ein Frieden mit den palästinensischen Nachbarn nur von der Zukunft Jerusalems abhängt. Wenige Tage später erklärte der palästinensische Minister Tayb el Rahim im palästinensischen Rundfunk, dass ohne Ostjerusalem als Hauptstadt des zukünftigen Palästinenserstaates kein Frieden mit Israel möglich sei. Dabei werden Schelach wie el Rahim gleichermaßen für pragmatisch gehalten. Beide gelten als kompromissbereit. Über Jahre hinweg betonten israelische wie auch palästinensische Politiker, dass Frieden mit dem jeweils anderen nur dann möglich sei, wenn dieser in Bezug auf Jerusalem nachgebe (Israel Heute). Keine israelische Regierung wird jemals auf den Tempelplatz, der zu Ostjerusalem gehört, verzichten, und auf palästinensischer Seite wird ohne die Al-Aksa-Moschee kein Frieden mit Israel für möglich gehalten werden. Diese politische Sackgasse wird im Westen übersehen oder nicht ernst genommen.


25-04-2013

HÄNDEDRUCK MIT PERES: JORDANISCHE PARTEI ENTLÄSST MITGLIED. AMMAN (inn) – Die Islamische Zentrumspartei in Jordanien hat einen Abgeordneten ausgeschlossen, weil er an den Feierlichkeiten zu Israels Unabhängigkeitstag teilgenommen hat. Mohammad Ascha al-Dawaimeh wird außerdem vorgeworfen, dem israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres die Hand geschüttelt zu haben. Al-Dawaimeh sei ausgeschlossen worden, weil die Zentrumspartei („Al-Wasat al-Islami“) jegliche Normalisierung der Beziehungen mit Israel ablehne, teilte die Partei laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Sie erklärte weiter, Al-Dawaimeh „hat an einer Zeremonie teilgenommen, die im zionistischen Gebilde stattfand, um dessen Unabhängigkeitstag zu feiern, und er hat sogar die Hand des kriminellen Schimon Peres geschüttelt – eine Hand, die mit dem Blut der Palästinenser befleckt ist“. „Al-Wasat al-Islami“ gilt dem Bericht zufolge als moderat, hat aber eine klare islamische Agenda. Ein Mitglied der Partei sagte gegenüber der jordanischen Wochenzeitung „Assabil“, Al-Dawaimeh habe gestanden, in der Residenz von Peres an den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag teilgenommen zu haben. Er sei vom Außenministerium dazu eingeladen worden. Laut „Yediot Aharonot“ habe Al-Dawaimeh selbst eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel abgelehnt. Er unterstütze vielmehr „die Befreiung Palästinas vom Meer bis zum Fluss“ (Israel Heute). Mitglieder des jordanischen Parlaments hätten auf den Ausschluss Al-Dawaimeh aus seiner Partei mit Jubel reagiert. Der Abgeordnete Haned al-Fais forderte: „Er sollte nicht nur von seiner Partei ausgeschlossen werden, sondern auch vom Parlament.“ Ein anderer Parlamentarier, Muhammad al-Katatscha, verlangte gar, Al-Dawaimeh sollte die jordanische Staatsbürgerschaft entzogen werden.


24-04-2013

DIE PLO HAT DIE STRENGEN GESETZE DER HAMAS IM GAZASTREIFEN KRITISIERT. Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) hat der im Gazastreifen regierenden Hamas eine „Talibanisierung“ vorgeworfen. Sie forderte die radikal-islamische Gruppe dazu auf, sämtliche Gesetze zu annullieren, die sie seit der Machtübernahme 2007 erlassen hat. Das Exekutivkomitee der PLO kritisierte die Hamas in einer am Montag veröffentlichten Erklärung scharf. Sie warf der Organisation eine „Muslimbruderschaftisierung“ und „Talibanisierung“ im Gazastreifen vor. Die Hamas dürfe ohne die mehrheitliche Zustimmung des Palästinensischen Legislativrates (PLC) keine Gesetze erlassen. Das Büro des PLC in Ramallah sei von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) geschlossen worden. Der Staat Palästina sei Teil internationalen Rechts und internationaler Konventionen. Daher sollte die gesamte palästinensische Gesetzgebung diese auf den Menschenrechten basierenden Konventionen einhalten, heißt es in der Erklärung der PLO. Palästina sei ein demokratischer, zivilisierter Staat und sei für die Menschenrechte. Die Hamas wies die Anschuldigungen zurück. Die Wortwahl der PLO sei dem „Lexikon für Angriffe auf die islamistische Bewegung“ entnommen, teilte die Organisation laut der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“ mit. Zudem habe sie PLC-Treffen in Gaza abgehalten, obwohl Israel Mitglieder des Rates verhaftet habe. Solche Treffen seien „legal und patriotisch“. Die Regierung in Gaza sei zudem vom palästinensischen Volk gewählt und sei keine „Hamas-Regierung, wie das Exekutiv-Komitee es nennt“. Im Gegensatz zur Regierung in Ramallah treffe die Regierung in Gaza ihre Entscheidungen vor Ort und nach ausführlicher Prüfung der nationalen Interessen – und nicht nach Anweisungen von außen. Die radikal-islamische Hamas hat seit der Machtübernahme 2007 zahlreiche Regelungen eingeführt, mit denen sie eine strenge Interpretation des Islam umsetzen will. Erst Anfang April hatte sie eine konsequente Geschlechtertrennung für die Schulen im Gazastreifen beschlossen. Unter anderem gilt für Anwältinnen Kopftuchpflicht im Gerichtssaal, Frauen wurde es zudem verboten, auf Motorrädern mitzufahren und in der Öffentlichkeit Wasserpfeife zu rauchen. Ohne Begleitung eines männlichen Verwandten dürfen sie nicht mehr am Strand spazieren. Männer dürfen sich am Strand nicht mehr ohne T-Shirt aufhalten und männliche Friseure nicht mehr in Salons für Frauen arbeiten. Die bislang letzten Parlamentswahlen im Gazastreifen wurden 2006 abgehalten. Damals erhielt die Hamas die absolute Mehrheit und bildete eine gemeinsame Regierung mit der Fatah. Im Jahr 2007 verdrängte die Hamas die Fatah gewaltsam aus der Regierung. Seitdem herrscht sie allein im Gazastreifen, während die Regierung im Westjordanland von der Fatah dominiert wird. Die beiden Regierungen erkennen sich gegenseitig nicht an. Beide Parteien sind seitdem zerstritten (Israelnetz).


23-04-2013

KURZNACHRICHTEN. +++ Der amerikanische Verteidigungsminister Chuck Hagel (Foto), der wegen seiner antisemitischen Äußerungen für Aufsehen sorgte, ist in Israel und besuchte zusammen mit seinem israelischen Amtskollegen Mosche Ya`alon als erstes in Jerusalem die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Er sagte, so etwas dürfe nie wieder geschehen und Israel habe das Recht, sich selbst zu verteidigen – auch gegen die Atomgefahr aus dem Iran. +++ Jerusalems Stadtrat will den Bau von 50.000 Wohnungen genehmigen. Zwei Drittel im jüdischen Sektor und ein Drittel im arabischen Sektor, was von den jüdischen Nachbarn begrüßt, von den arabischen aber bekämpft werden wird. +++ In Jerusalem findet die 10. Internationale Konferenz „Grüner Globus“ statt, die unter der Schirmherrschaft von 130 israelischen Umweltorganisationen steht. Heute, am „Tag der Erde“ schalten um 20 Uhr viele Israelis für 1 Stunde das Licht aus, um Energie zu sparen. Eine ehemalige Riesenmülldeponie, die zum „Ariel-Sharon“-Umweltpark wurde, erhält die diesjährige „Grüne Globus“ Auszeichnung (Israel Heute).


22-04-2013

ANSCHLAG AM TEMPELBERG VEREITELT. Fünf Araber aus Ostjerusalem wurden am letzten Donnerstag wegen geplanten Angriffen auf Besucher des Tempelbergs von der israelischen Polizei festgenommen. Die fünf Inhaftierten, im Alter von 20 bis 25 Jahren, werden nun wegen versuchter Entführung, versuchtem Mord, Unterstützung des Feindes in Kriegeszeiten, Kontakt mit ausländischen Agenten und Waffenbesitz angeklagt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten sie Kontakt mit Terrorgruppen im Westjordanland und in Gaza aufgenommen und um Ausbildung an Waffen und Bomben gebeten. Es gibt Hinweise darauf, dass sie betende Juden am Tempelberg töten wollten und vorhatten, eine Granate auf eine Polizeistation in Ostjerusalem zu werfen. Sie planten weiterhin, einen jüdischen Mann zu entführen und ihn dann mit seiner Waffe zu töten. Die Angeklagten hatten im letzten Monat einen Mann per Anhalter mitgenommen, ihn aber wieder entlassen, als sie erfuhren, dass er unbewaffnet war. Ein anderes mal versuchten sie, eine Waffe von einem israelischen Polizeibeamten zu stehlen, aber mussten ihren Plan abbrechen, da ihr verdächtiges Verhalten bemerkt wurde. Die Gruppe versuchte daraufhin, Handgranaten zu erwerben sowie Material, das zum Bau von Bomben benutzt werden kann. Die Angeklagten bleiben in Untersuchungshaft bis sie vor ein israelisches Gericht gestellt werden.


21-04-2013

PALÄSTINENSERMUSEIUM: 200 JAHRE GESCHICHTE? In der letzten Woche machte die Grundsteinlegung des neuen palästinensischen Museums weltweit Schlagzeilen. Es handelt sich um eine Privatinitiative, die eine 200-jährige Palästinensergeschichte erzählen soll. Das Museum soll neben der palästinensischen Universität Bir Zait nördlich von Ramallah gegründet werden und in der ersten Stufe auf einer Grundfläche von 3.000 qm errichtet werden. In der nächsten Stufe soll das Palästinensermuseum bis auf 9.000 qm erweitert werden. Palästinensischen Quellen zufolge gehört ein Museum zu den Dingen, die einen Staat bilden. „Ich hoffe, dass das Museum den Palästinensern die Möglichkeit gibt, ihre Geschichte der Welt vorzustellen“, erklärte der Museumsdirektor Jack Persikan, demzufolge die Geschichte der Muslime, Christen und Juden in den Ausstellungen gleichberechtigt berücksichtigt werden. Das Museum konzentriert sich gemäß dem palästinensischen Rundfunk hauptsächlich auf die letzten 200 Jahre seit der ottomanischen Zeit und der folgenden britischen Mandatszeit. Eine längere Palästinensergeschichte vorzustellen, wird schwieriger sein, weil sich die Palästinenser über ihre eigene Vergangenheit selbst uneins sind. PLO-Chef Yassir Arafat betonte häufig, dass sie die Nachfolger der Philister sind, der Jerusalemer Palästinenser und ehemaliger Politiker Siad Abu Siad war anderer Meinung und meinte vor einigen Jahren Israel Heute gegenüber, die Nachfolger der Kanaaniter zu sein. Vor über drei Jahren sagte der geistliche Führer der Islamischen Bewegung in Israel, Khamal Chatib, im israelischen Rundfunk, dass die Palästinenser die Nachfolger der Jebusiter sind. Mehrere Jahre zurück sagte der ehemalige arabische Knessetabgeordnete Asmi Bischara im israelischen Fernsehen, dass es überhaupt kein palästinensisches Volk gebe, sondern nur eine arabische Nation. Wegen Spionage musste der arabische Christ aus Nazareth im Jahr 2007 schließlich aus Israel fliehen. Palästinenser auf den Straßen haben uns in Privatgesprächen immer wieder erklärt, dass sie Nachfolger verschiedener arabischen Stämme aus Saudi Arabien oder anderen arabischen Ländern aus Nordafrika sind. „Auch wenn De Jura kein Palästinenservolk existiert, so existiert De facto ein palästinensisches Volk mit dem Israel verhandeln muss“, sagte Israels Staatspräsident Schimon Peres vor vielen Jahren. Ein Museum mehr oder weniger wird nichts an der Vergangenheit eines Volkes ändern können (Israel Heute).


19-04-2013

EIN PALÄSTINENSISCHER STAAT – UM WELCHEN PREIS? Der Besuch von US-Präsident Obama in Israel hat neuen Druck erzeugt im israelisch-palästinensischen „Friedensprozess“. Es wird wieder einmal deutlich, dass die westlichen Mächte, die meinen, man könne Frieden herbeiverhandeln, entweder nicht verstehen oder aber gleichgültig sind. Es ist ihnen egal, was ein unabhängiger palästinensischer Staat wirklich bedeuten würde, auch für die Araber, die darin leben sollen. Abgesehen von der erwiesenen Unfähigkeit der PLO, staatliche Institutionen seriös und effizient zu führen, gibt es unzählige Beweise dafür, dass die Bürger eines palästinensischen Staats undemokratischen Restriktionen, religiöser Verfolgung und staatlicher Diskriminierung ausgesetzt wären. Die Palästinenser haben weiterhin bereits gezeigt, dass sie, wenn soziale Probleme überhandnehmen, jeden zu wählen bereit sind, der stark genug bewaffnet ist, sogar Terroristen. Dass es in palästinensisch verwalteten Gebieten religiös motivierte Verfolgung gibt, zeigt sich am Massenexodus von palästinensischen Christen in den letzten Jahren sowie Angriffen auf christliche Stätten. Die Verbreitung von Hass in palästinensischen Schulen und Fernsehsendern wird von vielen Organisationen regelmäßig dokumentiert. Dies alles ist wohlbekannt, aber trotzdem wird es ignoriert. Was nur wenige wissen, ist, dass der durchschnittliche palästinensische Muslim es in einem palästinensischen Staat nicht gut haben würde. Der Journalist Hamdouh Hamamreh wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, weil er es wagte, Mahmud Abbas zu kritisieren. Internationaler Druck hat zur Freilassung von Hamamreh geführt, aber das Signal ist unmissverständlich: Palästinenser haben nicht das Recht, ihre Führer zu kritisieren (Israel Heute).


18-04-2013

DIE RUHIGEN JAHRE AUF DEN GOLANHÖHEN SIND VORBEI. „Die 40 ruhigen Jahre auf den Golanhöhen sind vorbei“, sagte der israelische Generalstabschef Benny Gantz während den Unabhängigkeitsfeiern. „Wir bereiten unsere Landesgrenzen im Norden mit fortgeschrittenen und taktischen Hindernissen vor, aber wir sind uns auch bewusst, dass wir aus der Luft angegriffen werden können.“ Darüber hinaus machte Israels neuer Verteidigungsminister Bugy Yaalon vor Soldaten in Herzliya deutlich, dass die schiitischen Terroristen im Libanon, Hisbollah, und die Hamas im Gazastreifen auf einen Krieg mit Israel vorbereitet sind. „Die Hisbollah und die Hamas haben zehntausende Raketen verschiedener Arten herangeschafft und warten nur auf den Befehl, diese auf Israel abzuschießen“, sagte Yaalon. „Selbst in diesen Tagen und trotz unserer Erfolge in der jüngsten Gaza-Operation Wolkensäule werden unsere südlichen Ortschaften um den Gazastreifen mit Raketen angegriffen. Wir werden uns damit nicht abfinden und darauf reagieren.“ Ein Zeichen der Wende auf den Golanhöhen ist das Verhalten der UNO-Soldaten auf den Golanhöhen, die seit dem Jom-Kippur-Krieg für den Waffenstillstand verantwortlich waren oder besser gesagt beobachteten. Für die Ruhe auf den Golanhöhen war das syrische Regime unter der Familie Assad verantwortlich, zuerst der Vater Chafes el Assad und danach sein Sohn Baschar el Assad, der nun um sein Leben, das Leben seiner Familie und das Leben der muslimischen Minderheit seines Stammes, die Alawiten, in Syrien zu kämpfen hat. Israel bereitet sich auf den Tag nach dem Sturz Assads vor, nach dem Chaos innerhalb Syriens ausbrechen und Israel keinen Ansprechpartner mehr in Damaskus haben wird. Israel steht vor einer strategischen Wende in der Nahost-Region, besonders an seinen Grenzen im Süden mit Ägypten und im Norden mit Syrien. Beide, Yaalon und Gantz, betonten, dass sich Israel auf das Schlimmste vorbereiten wird (Israel Heute).


17-04-2013

RAKETEN TREFFEN EILAT. Heute morgen kurz nach 9 Uhr heulten die Sirenen, als in der Küstenstadt Eilat die Alarmstufe Rot für einen Raketenangriff ausgerufen wurde. Die Anwohner rannten sofort in die Luftschtzbunker und kurz darauf waren mehrere laute Raketeneinschläge in der Umgebung des beliebten Touristenziels zu hören. Es sollen drei Raketen auf die Stadt Eilat gefeuert worden sein, der Abschussort ist jedoch noch nicht bekannt. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Projektile vom Sinai aus auf den Touristenort abgefeuert wurden. Eine Rakete landete in offenem Gelände, eine zweite in einem Wohngebiet, wo sie jedoch nur geringen Schaden anrichtete. Es sollen auch zwei Raketen in der nahegelegenen jordanischen Stadt Akaba eingeschlagen sein. Der Flughafen Eilats wurde vorsichtshalber geschlossen, denn weitere Angriffe könnten folgen. Aufgrund der zunehmenden Anarchie auf der Sinai-Halbinsel wurde schon im April das Raketenabwehrsystem Eiserne Kuppel neben Eilat aufgestellt. Am Tag nach der Geburtstagsfeier des israelischen Staates geht der Terror gegen diesen unausgesetzt weiter, wie man es hier nicht anders kennt (Israel Heute).


16-04-2013

DIE ISRAELISCHE BEVÖLKERUNG HAT DIE ACHT-MILLIONEN-GRENZE ÜBERSCHRITTEN. JERUSALEM (inn) – Derzeit leben rund 8 Millionen Israelis im Land. Dies zeigt eine am Sonntag anlässlich des bevorstehenden Unabhängigkeitstages veröffentlichte Statistik des Zentralen Statistikbüros. Das sind rund 137.000 Menschen mehr als bei der Erhebung vor einem Jahr. Etwa drei Viertel der israelischen Bevölkerung – 75,3 Prozent – sind Juden und 20,7 Prozent sind Araber. Die restlichen vier Prozent der Israelis setzten sich aus nicht-arabischen Christen, Angehörigen anderer Religionen und Nicht-Religiösen zusammen, zitiert die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“ die Statistik. Im vergangenen Jahr seien 163.000 Kinder geboren worden und etwa 41.000 Menschen gestorben. Circa 19.500 wanderten nach Israel ein. Im Jahr 1948, als Israel seine Unabhängigkeit gewann und ein eigener Staat wurde, hatte das Land 806.000 Einwohner. Damals war Tel Aviv die größte Stadt mit über 100.000 Bürgern. Derzeit gibt es laut „Jerusalem Post“ 14 dieser Großstädte, von denen sechs sogar mehr als 200.000 Einwohner hätten: Tel Aviv , Haifa, Rischon Lezion, Aschdod und Petah Tikva. Anlässlich des israelischen Unabhängigkeitstages veröffentlicht das Zentrale Statistikbüro jedes Jahr aktuelle Zahlen zur Bevölkerungsdichte des Landes (Israelnetz).


15-04-2013

HAMAS, KKK, ORTHODOXE JUDEN UND EVANGELIKALE CHRISTEN. In Israel hat man sich über den Vergleich zwischen der internationalen Terrororganisation Al Qaida und orthodoxen Juden auf der US-Liste extremer Organisationen aufgeregt. Auf einer offiziellen PowerPoint-Präsentation der amerikanischen Reservesoldaten hat die amerikanische Armee alle extremen Bewegungen in der christlichen, jüdischen und islamischen Welt aufgezählt. Auf Protest der jüdischen Gemeinden wie auch der evangelikalen Kreise in Nordamerika wurde die Seite aus der PowerPoint-Präsentation herausgenommen, nicht aber verändert. Gemäß der Liste radikaler Religionsbewegungen vergleicht die amerikanische Armee islamische Terroristen, Hamas, Ku-Klux-Klan (KKK) mit der orthodoxen Bevölkerung Israels und den evangelikalen Christen in Nordamerika. Den amerikanischen Vorschriften zufolge dürfen die amerikanischen Soldaten mit den verschiedenen Bewegungen keinen Kontakt aufnehmen. Der amerikanischen Zeitung Washington Post zufolge hat es sich um ein Missverständnis gehalten, demnach eine Privatperson diese Liste zusammenfasste, ohne dass diese noch einmal von Zuständigen kontrolliert wurde (Israel Heute).


14-04-2013

ORTHODOXE AUTONOMIE IN ISRAEL? Wollen sich Israels orthodoxe Juden selbständig machen? Die ultra-orthodoxe Zeitschrift Modia kündigte diese Woche in ihrer Ausgabe an, dass sie über eine orthodoxe Autonomie im Staat Israel nachdenkt. In dem jüngsten Aufruf der Zeitung, die der ultra-orthodoxe Knessetpartei Vereinte Thora gehört, fordert sie eine unabhängige Führung in Sache Religion, Wirtschaft, Gesetz und Werte innerhalb der staatlichen Grenzen Israels. Gemäß der Zeitschrift ist dies das Resultat der Furcht einiger Orthodoxen, dass Israels neue Regierungskoalition den empfindlichen Status Quo zwischen der säkularen und orthodoxen Bevölkerung Israels antasten wird. „Es hat Jahre gedauert und sehr schwere Arbeit gekostet, bis wir zu diesem Mittelpunkt innerhalb der jüdischen Bevölkerung zwischen den verschiedenen Strömungen gefunden haben“, schrieb die Modia. „Sobald wir uns von dem übrigen Staat Israel abtrennen, verschwenden wir nicht mehr hohe Geldsummen für Sport, wahnhafte Kultur, Gefängnisse und Rehabilitationszentren.“ Auch wenn man ihren Vorschlag aus ihrer Sicht versteht, so wird dies von der anderen Seite im Volk nicht ernstgenommen. Aber dieser Artikel wie auch andere in den orthodoxen Zeitschriften weisen darauf hin, dass die orthodoxen Juden darüber nachdenken wie sie mit der neuen Situation, in der sie nicht an der Regierung beteiligt sind, nachdenken. Sie verstehen, dass sie vor einer Wende stehen und im Volk Israel sehr kritisch betrachtet werden (Israel Heute).


12-04-2013

DAS LEBEN IN GAZA WIRD IMMER UNERTRÄGLICHER. Der Plan der Hamas, den Gazastreifen unter ein strenges Scharia-Gesetz zu bringen schreitet weiter voran, ohne dass die internationale Gemeinschaft, die von Israel verlangt, Gebiete an ähnliche Gruppierungen abzutreten, etwas bemerkt, oder dagegen unternimmt. Seit vier Jahren unterdrückt die Hamas gesellschaftliches Verhalten, das ihr nicht gefällt. Zum Beispiel dürfen Frauen nicht in der Öffentlichkeit rauchen und Musik, die den islamischen Normen nicht entspricht, darf nicht gespielt werden. Die neueste Unterdrückung erfahren junge Männer, die es wagen, eine Frisur zu tragen, die die Hamas nicht akzeptiert. Menschenrechtsgruppen und mindestens zwei junge Palästinenser berichteten der Presse, dass viele junge Männer auf der Straße aufgegriffen und dann kahlgeschoren wurden (Israel Heute). Junge Männer, die enge Hosen tragen, oder solche, die hinten etwas herunterrutschen, wurden öffentlich geschlagen. Ein junger Mann berichtete einem Journalisten, dass er Gaza nur noch verlassen wolle, „Ich weiß nicht, was sie als nächstes tun werden!“ In dieser Woche hat die Hamas weiterhin angekündigt, dass junge Mädchen und Jungen ab dem Alter von neun Jahren nicht mehr in einem gemeinsamen Klassenraum lernen dürfen. Mädchen werden in Schulen gehen, die sie „feminisieren“ werden, was in der Sprache der Hamas bedeutet, dass sie die volle islamische Garnitur tragen und eine unterwürfige Haltung in der Gesellschaft einnehmen werden. Damit jedoch die gute Laune bestehen bleibt, hat die Hamas verboten „Geschenke von den Zionisten anzunehmen, die zum Ziel haben die Beziehungen zu normalisieren“, als ob jemand daran erinnert werden müsste, dass die Hamas einen Frieden mit Israel ablehnt.


11-04-2013

KEINE WAFFE GEGEN UNS WIRD SIEGEN KÖNNEN. Obwohl er weder die Bibel noch Gott erwähnte, schien der israelische Armeechef Benny Gantz bei seiner Rede in Auschwitz am Jom Haschoah doch an die biblischen Versprechungen an das Volk Israel zu denken . Vor einer großen Zahl an israelischen, jüdischen und nichtjüdischen Würdenträgern wiederholte Gantz in seinen eigenen Worten, was schon Jesaja in Vers 54,17 gesagt hatte: „Keiner Waffe, die gegen dich (Israel) geschmiedet wird, soll es gelingen“.. Gantz sagte, die Präsenz von israelischen, jüdischen Soldaten und ihren Freunden in Auschwitz sei ein „lebender Beweis für den Sieg des Lichts, den Sieg der Moral und dem Triumph Israels“. Auch die am besten berechneten und durchgeführten Pläne, das jüdische Volk zu vernichten, sind gescheitert und die die sie schmiedeten haben ihre Macht verloren, genau wie der Prophet es angekündigt hatte.. Aber im Wissen, dass solche Versuche nicht aufhören werden, sagte Gantz, „Israel weiß, dass es Drohungen gegen seine Existenz ernst nehmen muss“, was wohl eine Anspielung auf das iranische Atomprogramm war. Obwohl das jüdische Volk seit Jahrtausenden immer wieder unter existenziellen Bedrohngen leidet, ist es heute wieder einmal in der Lage, sich zu verteidigen.


10-04-2013

VON DER TÜRKEI ÜBER ISRAEL NACH SAUDI-ARABIEN. HAIFA (inn) – Türkische Lkw-Fahrer durchqueren Israel, um nach Saudi-Arabien zu gelangen. Die neue Route verläuft mit der Fähre über die israelische Stadt Haifa. Grund für die Änderung sei der syrische Bürgerkrieg, berichtet die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“. Nach Angaben der türkischen Tageszeitung „Hürriyet“ ist die neue Lkw-Route kommerziell bedingt. Sowohl die israelische als auch die türkische Regierung hätten die Initiative unterstützt, obwohl diese bereits vor der Versöhnung beider Staaten in Kraft getreten wäre. Der israelische Regierungschef entschuldigte sich vor zwei Wochen bei seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan für „taktische Fehler“ bei der Kaperung des Schiffes „Mavi Marmara“ (Israelnetz berichtete). Dabei waren im Mai 2010 neun Aktivisten ums Leben gekommen. Die Strecke über Haifa hätten beide Seiten, die Türkei und Israel, als sinnvoll betrachtet. Die türkische Fähre startet in Iskanderun, dem nächsten Hafen an Israel, nördlich der syrischen Grenze. Türkischen Medienberichten zufolge profitieren geschätzte 100 Lkw pro Woche von der neuen Route über Israel. Beobachter rechneten mit einem Anstieg auf bis zu 500 Lastwagen. Die traditionelle Route zwischen der Türkei und dem Golf war ursprünglich durch den Irak verlaufen. In den vergangenen Jahren machten Kriege und Aufstände dieses Gebiet jedoch schwer zugänglich, sodass die türkischen Lkw-Fahrer nach Syrien ausweichen mussten. Diese Route vermieden sie jedoch, als sich der Bürgerkrieg in dem Land ausbreitete (Israelnetz). Die diplomatische Beziehung zwischen Israel und der Türkei ist seit dem maritimen Konflikt vor knapp drei Jahren angeschlagen. Die ursprüngliche Flut von israelischen Touristen in der Türkei schrumpfte enorm. Dennoch sei die kommerzielle Beziehung in dieser Zeitspanne gewachsen, schreibt die „Jerusalem Post“. Die türkischen Importe von Israel seien gestiegen, von 1,3 Millionen Dollar im Jahre 2010 auf 1,85 Millionen im Jahre 2012.


09-04-2013

IN 16 JAHREN KEINE HOLOCAUSTÜBERLEBENDEN MEHR. Gestern fand in Israel der jährliche Holocaust-Gedenktag statt und um 10 Uhr morgens gedachte das Volk Israel mit einem zweiminütigen Stillstehen der 6 Mio. Juden, die von den Nazis ermordet wurden. In Israel leben noch 192.000 Holocaustüberlebende und nach Angaben des israelischen Innenministeriums sterben monatlich um die 1000 Holocaustüberlebende, täglich über 30. Demnach werden in 16 Jahren keine Menschen in Israel leben, die die Judenvernichtung im Zweiten Weltkrieg miterlebt haben. Aus diesem Grund ist es für Israel wichtig, diese Augenzeugen zu Wort kommen zu lassen, damit die Welt aus erster Hand Informationen über den Holocaust erhält. Während der Eröffnungszeremonie des Gedenktages sagte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, dass der Judenhass nicht verschwunden sei, sondern durch den mörderischen Hass auf den Judenstaat ersetzt wurde. „Wer heute für die Vernichtung der Juden und Israel eintritt, ist der Iran. Aber im Gegensatz zu damals verfügt das Volk Israel heute über das Können und die Entschlossenheit, den Gegnern die Stirn zu bieten. Wir sind so stark wie nie zuvor“, fügte Netanjahu hinzu, der vor der Fernsehkamera versprach, dass es nie wieder zu einem zweiten Holocaust kommen wird. „Das jüdische Volk darf sein Schicksal niemals in die Hände anderer legen, auch nicht in die der besten unserer Freunde.“ Als Netanjahu seine Rede über die schlimme Vergangenheit des jüdischen Volkes hielt, heulten im Süden Israels die Sirenen, da wiederholt Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgeschossen wurden. Keine Verletzen wurden gemeldet. Dies aber zeigt, wie sehr die Vergangenheit mit der Gegenwart Israels verbunden ist (Israel Heute).


08-04-2013

UNO PROTESTIERT GEGEN PALÄSTINENSISCHE DEMONSTRATION. GAZA (inn) – Das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) hat seine Büros im Gazastreifen vorerst geschlossen. Damit reagierte die Behörde auf gewaltsame Proteste gegen eine Verringerung der finanziellen Unterstützung für die Palästinenser. In den vergangenen Tagen hatten die Demonstranten noch vor den Niederlassungen der UNRWA in dem Küstenstreifen protestiert. Doch am Donnerstag betraten sie das Gelände des Hauptquartiers in Gaza. Nach Angaben des Personals versuchten sie, in das Gebäude einzubrechen. Diese „dramatische und beunruhigende“ Eskalation ging der UN-Organisation zu weit. Die Verteilungszentren würden geschlossen bleiben, bis alle relevanten Gruppen garantierten, dass die Aktivitäten ungehindert fortdauern könnten. Das breit angelegte Programm für die Lebensmittelverteilung werde allerdings weitergehen, teilte die Behörde mit. „Wir verstehen vollkommen die Auswirkungen, die die Entscheidung, die Unterstützung durch Bargeld zu verringern, auf einige unserer Leistungsempfänger hatte“, zitiert die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma‘an“ den UNRWA-Direktor in Gaza, Robert Turner. Aber das Hilfswerk erweitere ihr Programm zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Dies werde die Auswirkungen der Entscheidung lindern, den Flüchtlingsfamilien weniger Geld zu geben. Die UNRWA-Vertreter „respektieren das Recht der Leute auf friedliche Demonstration“, heißt es weiter. „Doch was heute passiert ist, war völlig inakzeptabel: Die Lage hätte sehr leicht zu ernsthaften Verletzungen beim UNRWA-Personal und den Demonstranten führen können. Diese Eskalation, anscheinend im Voraus geplant, war ungerechtfertigt und beispiellos.“ Turner bemängelte: „Diese Demonstrationen beeinflussen unsere Fähigkeit, dringend benötigte Dienstleistungen für die palästinensischen Flüchtlinge in Gaza zu liefern und – weil sie sich auch gegen das Hauptgebäude in Gaza gerichtet haben – unsere Aktivitäten im Westjordanland, in Jordanien, dem Libanon und Syrien.“ Die UNRWA rief „alle Gruppen, die hinter dem heutigen Vorfall stehen“, auf, „sofort damit aufzuhören, die Massen bei diesen Demonstrationen aufzuhetzen, und sich in einer verantwortungsvollen Weise zu verhalten“. Die Behörden in Gaza wiederum sollten „ihre Aufgaben erfüllen, indem sie für Sicherheit sorgen und gewährleisten, dass Demonstrationen friedlich bleiben“. Die im Gazastreifen herrschende Hamas kritisierte am Freitag die Maßnahme des UN-Werkes als „ungerechtfertigten Schritt“. Der Sprecher Sami Abu Suhri sagte: „Palästinensische Flüchtlinge haben ein Recht auf friedlichen Protest. Wir rufen die UNRWA auf, ihre Haltung zu überdenken und angesichts des Protestes der Bewohner nicht überzureagieren.“ Das Personal der Organisation sei nie in Gefahr gewesen. Die Hamas und die Regierung sorgten dafür, dass das Hilfswerk in angemessener Weise arbeiten könne (Israelnetz).


07-04-2013

EIN HIGHLIGHT FOR JEDEN CHRISTEN. Das idyllische Gartengrab in Jerusalem ist für viele Pilger einer der authentischsten Orte im Heiligen Land. Das Gartengrab ist die einzige protestantische „heilige Stätte“ im Land und hat jährlich hunderttausende Besucher. Vor drei Jahren wurde Richard Meryon Direktor, nachdem sein Vorgänger Peter Wells früh gestorben war. Israel Heute sprach mit Meryon über Vision und Mission des Gartengrabs. Israel Heute: Was ist das Gartengrab? Richard Meryon: Wir wollen ein Highlight für jeden Christen im Heiligen Land sein. Wir wollen, dass Menschen berührt werden vom Heiligen Geist, wenn sie das Gartengrab besuchen. Und wir wollen, dass unsere Gäste die Geschichte von Jesu Kreuzigung und Auferstehung in ihrer Muttersprache verkündigt bekommen. Das geht so weit, dass unser eigenes Personal, das über ein Dutzend Sprachen fließend beherrscht, dem israelischen Reiseführer eine Pause ermöglicht und alle Gruppen selbst durch die Anlage führt. Es gibt hier keine Kirche. Uns ist wichtig, dass das Gartengrab sich authentisch anfühlt. Es ist eine piktographische Lehrhilfe für die Botschaft des Evangeliums. IH: Ist Jesus tatsächlich hier auferstanden? RM: Es ist nicht entscheidend, wo Jesus starb, bestattet wurde und auferstand. Worauf es ankommt, ist: warum und für wen? Wir stehen nicht im Wettbewerb mit der Grabeskirche. Ich würde keinen Cent darauf wetten, welches nun der korrekte Ort ist. Viele glauben, hier ist der richtige Ort, aber dabei ist wichtig, dass wir nicht tote Steine verehren. Vielmehr preisen wir die Person Jesus.


05-04-2013

PASSAGIER DER MAVI MARMARA WILL KOMPENSATIONSGELD DER HAMAS SPENDEN. Ein türkischer Bürger, der vor etwa drei Jahren auf dem berüchtigten Mavi Marmara Schiff nach Gaza segelte, hat bekanntgegeben, dass er seine gesamte mögliche Kompensation von Israel an die Terrorgruppe Hamas spenden würde. Mehmet Tunc erklärte, dass er nicht „eine türkische Lira“ seiner Kompensation berühren würde, aus Respekt für seine neun Freunde, die zu „Märtyrern“ wurden. Im letzten Monat hat sich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beim türkischen Präsidenten Erdogan für den Tod von 9 türkischen Bürgern bei der Verteidigung der Gazablockade entschuldigt. Bei dem Telefongespräch zwischen den beiden Staatsführern wurde unter anderem vereinbart, dass Israel eine Kompensation an die Hinterbliebenen der getöteten Türken zahlt. Die Details dieser Vereinbarung sind jedoch noch nicht ausgearbeitet. Während Israel insgesamt eine Million Dollar an die Familien zu zahlen bereit ist, verlangt die Türkei eine Million für jede Familie. Die Aussage des türkischen Passagiers zeigt, was wirklich hinter den türkischen Forderungen steckt und wer von den israelischen Zahlungen profitieren würde. Die Entschuldigung an die Türkei wurde in Israel heftig kritisiert. Man hat das Gefühl, dass die Regierung nicht hinter den beteiligten Soldaten steht. Diese Nachricht wird dieses Gefühl noch verstärken. Der Ministerpräsident scheint sich weniger um sein Volk zu kümmern als um die die internationale Gemeinschaft, die Israel verurteil, egal wie es sich verhält (Israel Heute).


04-04-2013

BEWEGUNG IM PROTESTANTISCHEN LAGER. Drei Konferenzen, die kürzlich in Jerusalem stattfanden, zeigen, dass protestantische Christen sich außerhalb der alten evangelischen Kirchen formieren. Der Grund: Mängel in den Kirchenführungen. 1. Gemeinden sind für und mit Israel, aber die evangelische Leiterschaft unterstützt anti-israelische Boykotte. 2. Gemeinden sind auf der Suche nach aufrechten Führungspersönlichkeiten, aber diese geben sich oft arrogant und geldliebend. 3. Gemeinden unterstützen verfolgte Christen in muslimischen Ländern, während die Kirchenoberhäupter dazu schweigen. Vom 4.-10. März 2013 fand die vierte Führungskonferenz der internationalen Vereinigung Christen für Israel (www.c4israel.org) in Jerusalem statt. 80 christliche Leiter erhielten einen repräsentativen Einblick in die israelische Lebensweise. Oberrabiner Metzger sprach als ein Freund zu ihnen und bedankte sich für ihre Israelunterstützung, während evangelische Kirchen im Westen palästinensische Sanktionsaufrufe gegen Israel befürworten (Israel Heute).


03-04-2013

HACKER WOLLEN ‚ISRAEL AUS DEM INTERNET WERFEN’. Israel Heute hat in den letzten Jahren mehrmals berichtet, wie der jüdische Staat zum beliebten Ziel von Cyberkriegern aus aller Welt geworden ist. Israelische Abwehrsysteme, die von der israelischen Regierung, der Armee und privaten Firmen aufgestellt wurden, wehren in diesem Cyberkrieg täglich tausende Angriffe ab. Aber in diesem Gebiet entwickeln sich die Dinge schnell und wenn es Israel nicht schafft, seinen Feinden mindestens einen Schritt voraus zu sein, könnte es Opfer von Angriffen werden, die Israels wichtige Computer-Infrastruktur lahm legen. Die internationale Hacker Gruppe „Anonymous“ hat wiederholt damit gedroht, Israel anzugreifen und wohl bereits in der Vergangenheit Versuche unternommen. Es sieht so aus, als ob sie es am 7. April noch einmal versuchen werden, und zwar unter dem Codewort #OpIsrael. Ein bekannter Hacker unter dem Namen "Anon Ghost" erzählte der Hackers Post, dass Hacker-Gruppierungen beschlossen haben, eine gemeinsame Front gegen Israel zu gründen . „Israel sollte sich darauf vorbereiten, aus dem Internet ausradiert zu werden“ (Israel Heute).


02-04-2013

KURZNACHRICHTEN. Vor der Westmauer bzw. Klagemauer versammelten sich am letzten Donnerstag ca. 120.000 Juden, um den „Birkat Kohanim“ Segen zu empfangen. Juden, die von Aaron abstammen, erteilten unbeschuht und in ihren Gebetsmänteln eingehüllt den Priester-Segen. +++ Pressefreiheit à la Palästinenser: Der als gemäßigt geltende palästinensische Fatah-Führer Mahmoud Abbas ließ den palästinensischen Journalisten Hamamreh für 1 Jahr ins Gefängnis sperren, weil er in seinem Facebook Abbas kritisiert hatte. +++ Heute, am 4. jüdischen Pessach-Tag, dem christlichen Karfreitag, ziehen Tausende Christen aus aller Welt singend und betend und Kreuze tragend in Jerusalem über den Leidensweg Jesu, über die Via Dolorosa zur Grabeskirche.+++


01-04-2013

FELDLAZARETT AUF DEN GOLANHÖHEN. Nach Angaben einer französischen Nachrichtenagentur hat Israel im letzten Monat 11 syrische Verwundete behandelt, die an der Grenze zu Israel aufgefunden wurden. Die Armee hat nun ein Feldlazarett direkt an der Grenze aufgestellt, wo man sich um syrische Kämpfer kümmern wird. Drei der behandelten Syrer bleiben noch in Israel, die anderen acht wurden in ihr Land zurückgebracht. Vor zwei Tagen wurden zwei sehr schwer verletzte Syrer in Krankenhäuser im Landesinnern eingeliefert, zudem werden Syrer mit speziellen Verletzungen in Israels Fachkliniken versorgt. Ein Syrer ist seinen Verletzungen erlegen; eine Kugel war in seinen Schädel eingedrungen und auf der anderen Seite wieder herausgekommen. Der Patient starb während der Operation. Israel befürchtet, dass die Anzahl an Flüchtlingen und Hilfesuchenden noch zunehmen wird, je länger der Bürgerkrieg in Syrien dauert. Für diesen Fall steht das Feldlazarett der israelischen Armee bereit. Es werden jedoch nur humanitäre Fälle behandelt, die Sicherheitsvorkehrungen an der israelisch-syrischen Grenze sind sehr hoch und die Spannungen zwischen beiden Seiten nehmen täglich zu. Obwohl weder das Assad-Regime noch die syrischen Revolutionsführer dem jüdischen Staat wohlgesonnen sind, hilft Israel den Behandlungsbedürftigen, egal zu welcher Gruppierung sie sich bekennen (Israel Heute).


06-03-2013

Das nächste Tagesjournal erscheint am 01.04.2013.


05-03-2013

HEUSCHRECKENPLAGE VON BIBLISCHEN AUSMASSEN IN ÄGYPTEN. Etwa 30 Millionen Heuschrecken plagen zur Zeit den Süden der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Ordnungskräfte versuchen der Plage Herr zu werden, können aber mit so einer großen Anzahl an Tieren nicht fertig werden. Ägypten wird regelmäßig von Heuschreckenplagen heimgesucht, aber die Zahl der Insekten ist normalerweise nicht so hoch wie dieses Jahr. Die enorme Größe des Schwarms kam überraschend, er soll schon enorme Schäden angerichtet haben. Das ägyptische Militär unternimmt größte Anstrengungen, dem Problem beizukommen. Aber das Land muss wahrscheinlich warten bis starke Winde, die für das Ende der Woche angekündigt sind, den Heuschreckenschwarm nach Saudi-Arabien tragen. Die Nachrichten über die Heuschreckenplage kommen nur wenige Wochen vor dem jüdischen Pessachfest, an dem Juden und viele Christen des wundersamen Auszugs des Volkes Israel aus Ägypten gedenken. Ein wichtiger Teil der Exodus-Geschichte ist die Heimsuchung Ägyptens durch zehn Plagen, unter denen eine Heuschreckenplage von enormen Ausmaßen ist (Israel Heute).


05-03-2013

(Tavle nr.69/4) – KEJSERENS RET. Vi lærer, at de troende alle vegne ’skal give kejseren, hvad kejserens er, og Gud, hvad Guds er’ (Matt.22:21). ”Det vil sige,” forklarer vi, ”at de troende intet sted og på intet tidspunkt må ’give det til kejseren’, som ene tilhører Gud.” Vi belærer yderligere om, at det, som ene er Guds, er og forbliver Hans menighed, Hans folk og Hans land! Kejseren (der er et andet udtryk for staten og den verdslige orden) har ingen ret til at ’tage sæde i helligdommen’ (2.Thess.2:3). Kejseren har ej heller nogen myndighed over Kristi menigheds forvaltning af det, som tilhører Guds Hus. Kejseren er for altid afskåret fra at have nogen form for bestemmelsesret i Guds Rige. Han er i sin jordiske vælde en fattig sjæl, hvad angår forståelsen af de åndelige ting – og de troende kan i den afsluttende epoke af verdenshusholdningen på ingen måde (ved at aflevere dens rettigheder) søge at blive kejserens ven og samtidig forblive at være Guds tjener. Kejseren vil i afslutningstiden bevise sig som værende i bund og grund antikristelig – og hvor menigheden er beskyttet af love mod hans hensynsløse indtrængen, skal de ikke opgive grundlovsbefæstede lovværn, som fædrene gav dem.


04-03-2013

„PREISSCHILD’-PROVOKATION. NABLUS (inn) – Palästinenser haben einen angeblichen jüdischen „Terrorakt“ auf Fahrzeuge im Westjordanland inszeniert. Nach Einschätzung der Polizei wollten sie damit die Stimmung in dem Gebiet aufheizen. „Preisschild“ ist das Schlagwort jüdischer Rechtsextremisten, wenn sie christliche Kirchen mit unflätigen Sprüchen beschmieren, Moscheen in Brand stecken oder auch palästinensisches Eigentum zerstören. Vor einigen Tagen wurden im arabischen Dorf Kussra im Bezirk Nablus in den besetzten Gebieten zehn Autos angezündet. Die Dorfbewohner zeigten aufgesprühte Inschriften „Preisschild“. Sie übergaben der Polizei einen israelischen Personalausweis, um zu beweisen, dass es sich um einen „Terrorakt“ jüdischer Extremisten handelte. Der Ausweis, so die Polizei, gehörte jedoch einem Soldaten, der an einem Einsatz teilgenommen und dabei seinen Ausweis verloren hatte. Widersprüchliche Aussagen der Dorfbewohner brachten die Polizei zu dem Schluss, dass es sich in diesem Fall nicht um einen Anschlag von Siedlern handelte, sondern um eine palästinensische Provokation. Die verbrannten Fahrzeuge seien nach Angaben von Polizeioffizieren „inszeniert“ aufgestellt worden, um Siedlern der benachbarten Siedlung „Esch Kodesch“ (Heiliges Feuer) die Schuld in die Schuhe zu schieben und mit einem „nationalistischen Ereignis“ die ohnehin angespannte Stimmung im Westjordanland anzuheizen (Israelnetz). Von: Ulrich W. Sahm


03-03-2013

ERDOGAN: ZIONISMUS IST EIN VERBRECHEN GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT. Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hat den Zionismus als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezeichnet. Bei einer Konferenz der Vereinten Nationen in Wien stellte er den Zionismus auf dieselbe Stufe wie den Faschismus. Das sorgte in Israel, aber auch in den USA für Empörung. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einer "dunklen und verlogenen Aussage." Auch die amerikanische Regierung reagierte, ungewohnt rasch und deutlich: Erdogans Aussagen seien beleidigend und falsch, unterstrich Tommy Vietor, der Sprecher des Weißen Hauses. Rabbi Abraham Cooper vom Simon-Wiesenthal-Zentrum erklärte: "Erdogan hat sich entschlossen, in die hasserfüllten Fußstapfen des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad zu treten." Tief enttäuscht sei man von UN-Generalsekretär Ban-ki Moon, der die Attacke Erdogans schweigend verfolgt habe.


28-02-2013

EUROPÄISCHE BOYKOTTAUFRUF GEGEN JÜDISCHE SIEDLER. Die Europäische Union (EU) hat ihren Mitgliedsstaaten offiziell empfohlen, israelische Aktivitäten in Judäa und Samaria durch einen Boykott zu verhindern. Dies geht aus dem "Jerusalem Report 2012" hervor, der heute veröffentlicht wurde. Die EU-Mitgliedsstaaten werden darin aufgefordert, Finanztransfers zugunsten des Siedlungsbaus zu verhindern. Jüdische Wohnungen im Ostteil von Jerusalem werden in dem Bericht als "die größte Gefahr" für die Zwei-Staaten-Lösung bezeichnet. Da die Besetzung "illegal" sei, dürften die in den jüdischen Siedlungen hergestellten Produkte nicht von den Zoll-Vergünstigungen zwischen der EU und Israel profitieren. Diese Produkte müssten klar gekennzeichnet werden als "aus den besetzten Gebieten stammend". In Israel betrachtet man den Bericht als Propaganda-Erfolg für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA). Die habe Judäa und Samaria zum Gebiet ihres noch nicht existierenden Staates erklärt und versuche, eine halbe Million dort lebender Juden aus ihren Häusern zu vertreiben. Die israelische Regierung steht auf dem Standpunkt, Judäa und Samaria, das sogenannte Westjordanland, seien keine "besetzten Gebiete", weil sie in der Vergangenheit zu keinem souveränen Staat gehörten. Israelische Medien zeigen sich in ersten Reaktionen auf den Bericht verwundert, dass sich die EU nicht zur anhaltenden Weigerung der Palästinenser äußert, mit Israel Friedensgespräche ohne Vorbedingungen zu führen (Israel Heute).


27-02-2013

PALÄSTINENSER WARNEN OBAMA VOR TEMPELBERG-BESUCH. Die Palästinensische Autonomiebehörde hat US-Präsident Barack Obama davor gewarnt, bei seiner bevorstehenden Israelreise den Jerusalemer Tempelberg zu besuchen. Dort stand früher der jüdische Tempel, was von den Muslimen jedoch bestritten wird. Heute dominieren der muslimische Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee das Gelände. Die Palästinenser stellten nun an Obama eine ganze Reihe von Forderungen, falls er diese Stätte unbedingt besuchen wolle. So dürfe er den Besuch nicht mit den israelischen Behörden absprechen, sondern nur mit den palästinensischen. Der US-Präsident dürfe das Gelände nur über das Löwentor betreten, weil es dort muslimische Wachen gebe. Zudem dürfe Obama keine israelischen Offiziellen mit auf den Tempelberg bringen. Wenn er diese Regeln einhalte, sei Obama dort willkommen. Aus dem Weißen Haus gab es bislang keine Hinweise, dass Obama Interesse an einem Besuch des Tempelbergs hat (Israel Heute).


26-02-2013

ESTHER-LESUNG FÜR GEHÖRLOSE. TEL AVIV (inn) – Ungewöhnliche Purimversammlung: Mehr als 600 Juden haben Samstagabend an einer Lesung der Esther-Rolle in Gebärdensprache teilgenommen. Eine national-religiöse Organisation wollte dadurch Gehörlose und Schwerhörige in Tel Aviv in diese zentrale Zeremonie des Purimfestes integrieren. Das Institut für die Förderung der Gehörlosen und die national-religiöse rabbinische Organisation „Zohar“ hatten sich für die Aktion in der internationalen Synagoge zusammengeschlossen. Erstmals konnten so Gehörlose und Schwerhörige die Lesung mitverfolgen. Das Buch Esther wurde laut vorgelesen und simultan in die Gebärdensprache übersetzt. Rabbi Ariel Konstantyn, einer der Gründer der Synagoge und Gemeindeleiter, hält es für wichtig, alle Mitglieder der Gesellschaft am Lesen der Rolle zu beteiligen: „Wir wurden an Purim gerettet, weil die Juden als Volk zusammenkamen“, sagte er laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“. „Aufgrund dieses Verdienstes handelte Gott, um uns von unseren Feinden zu befreien. Diese Einheit ist wichtig. Wir können nicht zulassen, dass ein Element der Gesellschaft eine wichtige Erfahrung des Purim-Festes verpasst.“ Der Leiter der Gemeindeabteilung von Zohar, Rabbi Boas Ganut, erläuterte: „Manchmal kommt die Rettung von dem Ort, von dem man es am wenigsten erwartet – von uns. Bevor Königin Esther hinausging, um ihre Pflicht zu erfüllen und zu helfen, das jüdische Volk vor Hamans Erlassen zu retten, forderte sie Mordechai auf, das jüdische Volk zu versammeln. Denn sie begriff, dass die Befreiung nur kommen konnte, wenn die Verbindung zwischen uns allen lebendig und gesund ist“ (Israelnetz).


25-02-2013

ÄGYPTEN BEHAUPTET ISRAEL HABE SAND GESTOHLEN. Unter den Beschuldigungen finden sich Verluste durch die Übernahme des Suez Kanals, die dem Land Millionen gekostet haben sowie der Vorwurf, Israel habe Sand im Wert von 50 Milliarden Dollar gestohlen. Dass die geforderte Gesamtsumme den gesamten israelischen Haushalt übersteigt, stört die Beamten Ägyptens wenig. Sie verwiesen auf den Friedensvertrag der beiden Länder und sagten, dass sie lediglich die freundschaftlichen Bande beider Länder stärken wollen. Die UNO hat bisher nicht auf das Schreiben Ägyptens reagiert, was sich daraufhin an die Amerikaner gewandt hat, die jedoch auch noch nicht geantwortet haben. Israelische Anwälte haben sich schon auf einen Prozess vorbereitet und eine eigene Rechnung mit Ägypten erstellt. „Wenn man die Störung unseres Handelsverkehrs, die Menge an Schiffen, die von Ägypten beschlagnahmt wurden und die Sonderzölle einberechnet, kommt man zum Ergebnis, dass Ägypten uns noch etwa eine Trillion Dollar schuldet,“ sagte ein Sprecher (Israel Heute).


24-02-2013

NETANYAHU GEGEN DEN EISERNEN BUND. (2. Teil) Für den wiedergewählten Regierungschef Benjamin Netanjahu ist die Koalitionsbildung keine leichte Aufgabe und er hat nur noch bis Ende des Monats dafür Zeit. Danach könnten Netanjahu und sein Likud-Israel Beteinu-Bund noch eine automatische Verlängerung von 14 Tage, bis Mitte März, in Anspruch nehmen. Am Dienstag schlossen Netanjahu und sein Parteibund (31 Knessetabgeordnete) sich mit dem ersten Koalitionspartner Zippi Livni und ihrer Ha´Tnua-Partei zusammen. In Israel wird Livnis Verhalten heftig kritisiert, denn damit hat sie ihr Versprechen gebrochen, jemals eine Koalition mit Netanjahu einzugehen. Netanjahu beschimpfte sie in der Vergangenheit schon als Katastrophe Israels, die um jeden Preis aus der Politik austreten sollte. Mit den sechs neuen Kollegen zählt Netanjahus Koalition nun 37. Er benötigt jedoch mindestens 61 von 120 Knessetabgeordneten, um seine neue Regierung Israels Staatspräsidenten Schimon Peres vorstellen zu können. Die nächste Partei, die wahrscheinlich Netanjahus Koalition beitreten wird, ist der Rest der ehemaligen Kadima-Partei, die nur zwei Sitze zählt. Schwieriger wird es, die zwei orthodoxen Knessetparteien Schass (11) und Vereinte Thorapartei (7) zu überzeugen, denn sie haben grundsätzlich ein Problem mit der Idee einer gleichen Wehrpflicht oder dem Zivildienst für die orthodoxen Jeschiwa-Schüler. So hätte Netanjahus Koalition, dann bestehend aus fünf Parteien nur 57 Knessetmitglieder, und ihm fehlen noch vier. Was Netanjahu und seine Partei stört, ist der eiserne Bund zwischen der nationalreligiösen Siedlerpartei Beit Hajehudi (12 Sitze) mit Naftali Bennet als Parteichef und der säkularen Partei Jesch Atid (19) von Yair Lapid. Beide haben beschlossen, nur gemeinsam in eine Koalition mit Netanjahu einzusteigen und so endlich die gleichen Pflichten im Volk, in Hinsicht auf die gleiche Wehrpflicht, durchzusetzen. Die sozialistische Arbeiterpartei mit Schelly Jachimowitsch an der Spitze hat vor den Wahlen versprochen, auf keinen Fall eine Koalition mit Netanjahu einzugehen. Netanjahu versucht alles, den Bund zwischen den beiden politischen Neulingen, Lapid und Bennett, zu brechen, indem er beide getrennt voneinander mit wichtigen Ministerposten lockt. Der für viele scheinbar absurde Bund zwischen den nationalreligiösen Siedlern (Beit Hajehudi) und säkularen Juden (Jesch Atid) hat ein gemeinsames Ziel. Endlich einen Wechsel im Volk zu erreichen, nicht nur in Bezug auf den Wehrdienst, sondern ebenso im Obersten Rabbinat, dass in den letzten Generationen fast nur von orthodoxen Juden regiert wurde. Die nationalreligiösen Rabbiner werden von den orthodoxen Rabbinern oft gar nicht als vollwertige Rabbiner betrachtet. Als Teil der Regierungskoalition hätten die nationalreligiöse Bewegung und ihre Rabbiner die einmalige Chance, die orthodoxe Herrschaft im Religionsministerium abzusetzen. Die Orthodoxie im Volk sieht diese Gefahr voraus und so äußerten die orthodoxen Parteien, dass sie bereit seien, auf das Innen- und Religionsministerium zu verzichten, Hauptsache sie bleiben am Regierungstisch. Sollte es Netanjahu nicht gelingen, eine Koalition zu bilden, so besteht die Möglichkeit, dass Peres jemand anderem die Koalitionsbildung auferlegt oder das Volk würde wiederholt wählen müssen. Aus Erfahrung werden die politischen Verhandlungen bis zum letzten Tag geführt und bis dahin ist noch alles möglich. Im Volk hofft man, mit Bennet und Lapid eine neue Generation von Politikern für das Land gewonnen zu haben, die ihr Wort halten (Israel Heute).


22-02-2013

NETANYAHU GEGEN DEN EISERNEN BUND. (1. Teil). Für den wiedergewählten Regierungschef Benjamin Netanjahu ist die Koalitionsbildung keine leichte Aufgabe und er hat nur noch bis Ende des Monats dafür Zeit. Danach könnten Netanjahu und sein Likud-Israel Beteinu-Bund noch eine automatische Verlängerung von 14 Tage, bis Mitte März, in Anspruch nehmen. Am Dienstag schlossen Netanjahu und sein Parteibund (31 Knessetabgeordnete) sich mit dem ersten Koalitionspartner Zippi Livni und ihrer Ha´Tnua-Partei zusammen. In Israel wird Livnis Verhalten heftig kritisiert, denn damit hat sie ihr Versprechen gebrochen, jemals eine Koalition mit Netanjahu einzugehen. Netanjahu beschimpfte sie in der Vergangenheit schon als Katastrophe Israels, die um jeden Preis aus der Politik austreten sollte. Mit den sechs neuen Kollegen zählt Netanjahus Koalition nun 37. Er benötigt jedoch mindestens 61 von 120 Knessetabgeordneten, um seine neue Regierung Israels Staatspräsidenten Schimon Peres vorstellen zu können. Die nächste Partei, die wahrscheinlich Netanjahus Koalition beitreten wird, ist der Rest der ehemaligen Kadima-Partei, die nur zwei Sitze zählt. Schwieriger wird es, die zwei orthodoxen Knessetparteien Schass (11) und Vereinte Thorapartei (7) zu überzeugen, denn sie haben grundsätzlich ein Problem mit der Idee einer gleichen Wehrpflicht oder dem Zivildienst für die orthodoxen Jeschiwa-Schüler. So hätte Netanjahus Koalition, dann bestehend aus fünf Parteien nur 57 Knessetmitglieder, und ihm fehlen noch vier (Israel Heute).


21-02-2013

ARABISCHE GEWALT GEGEN JUDEN ARTET AUS. In Judäa und Samaria, dem so genannten Westjordanland, kommt es immer häufiger zu Angriffen auf jüdische Bewohner und ihr Eigentum. Am Sonntag wurden etwa 3000 Weinreben in der Nähe von Schilo entwurzelt, was einer Fläche von 5000 Quadratmetern Land entspricht. Ein Sprecher des Kreisverbandes Binjamina sagte, dass es sich um geplante Angriffe auf Juden handele, mit dem Ziel, sie aus dem Gebiet zu vertreiben. Im vorigen Monat ist es zu mehreren Zusammenstößen zwischen Juden und Arabern in der Gegend gekommen, als die Araber ein Feld abernteten, das Juden gehört. In den darauffolgenden Auseinandersetzungen wurde ein Jude von einem Araber mit einer Axt angegriffen. Auf den Straßen von Judäa und Samaria wird es auch immer gefährlicher. An Jugendliche, die Steine auf vorbeifahrende Autos mit israelischem Kennzeichen werfen, hat man sich schon fast gewöhnt. Aber jetzt werden diese immer dreister und kommen mit Schlagstöcken und schweren Steinen direkt auf jüdische Autos zugelaufen. So können sie noch mehr Schaden anrichten und die Fahrer in Todesangst versetzen. Ein Einwohner von Pnei Kedem beschrieb dem Fernsehkanal Arutz7 wie er von einer Gruppe nur 15 Minuten von seinem Haus entfernt angegriffen wurde: „Drei Jugendliche sind auf die Straße gelaufen, die Wut war ihnen ins Gesicht geschrieben und mit großen Steinen in den Händen zerschlugen sie zwei meiner Autoscheiben. Es dauerte eine Sekunde, bis ich realisierte was los war. Ich war geschockt und in Panik als die jungen Männer auf mich zu rannten. Sie hatten sich vorher in einem Olivenhain versteckt.“ Auch andere Einwohner Judäa und Samarias hatten ähnliche Erlebnisse, die sie alle der Polizei meldeten. Diese ist aber nicht gewollt, tatkräftig einzuschreiten, da dies zu schweren Gefechten in den arabischen Dörfern und zur internationalen Verurteilung Israels führen könnte (Israel Heute).


20-02-2013

DEUTSCHLAND HILFT ISRAELIS IM AUSLAND. Das deutsche Außenministerium hat Israel angeboten, sich um israelische Reisende zu kümmern, die in Ländern Hilfe brauchen, mit denen Israel keinen diplomatischen Kontakt hat, so berichtete das Nachrichtenportal Times of Israel. Es gibt neben den sechs Ländern, in die es Israelis nicht erlaubt ist zu reisen (Libanon, Syrien, Iran, Irak, Jemen und Saudi Arabien), etwa 30 weitere Länder, in welche die Einreise von israelischer Seite zwar erlaubt ist, aber keine diplomatischen Beziehungen zum jüdischen Staat bestehen. Die angebotene Hilfe für Israelis in solchen Ländern würde die Heimbringung von Kranken, Hilfe beim Verlust von Geld oder anderen Wertgegenständen und Reisepässen sowie die Unterstützung bei Haftstrafen oder juristischen Beistand beinhalten. Deutschlands Botschafter in Israel, Andreas Michaelis, sagte zu Reportern: „Vor dem Hintergrund unserer sehr schmerzhaften Geschichte, haben Deutsche und Israelis ein Wunder geschafft und eine innige Freundschaft aufgebaut. Falls wir Deutschen Israelis helfen können, wo es der israelische Staat nicht kann, wäre das ein großes Zeichen gegenseitigen Vertrauens.“ Paul Hirschson vom israelischen Außenministerium in Jerusalem befürwortete das deutsche Angebot: „Es ist wirklich ein sehr guter Vorschlag und wir werden eine Vereinbarung ausarbeiten, in der auch technische Details geklärt werden“ (Israel Heute).


19-02-2013

SYRISCHE REBELLEN VON ISRAELIS GERETTET. Am Samstag kamen israelische Soldaten Syrern zu Hilfe, die verwundet am Grenzzaun in den Golanhöhen lagen. Es stellte sich heraus, dass die Verwundeten syrische Rebellen waren, die bei Zusammenstößen mit Regierungseinheiten verwundet wurden. Die Männer wurden mit schweren bis mittelschweren Verletzungen in das Ziv Krankenhaus nach Safed gebracht und noch in der Nacht operiert. Der Zustand aller sieben Verletzten hat sich inzwischen stabilisiert, einer von ihnen liegt noch auf der Intensivstation. Ein Sprecher der israelischen Armee sagte, dass diese Männer, trotz des offiziellen Kriegszustands zwischen Israel und Syrien, um humanitäre Hilfe gebeten haben und Israel sie ihnen gewährt habe. Es ist noch unklar, wie lange ihre Behandlung dauern wird, dennoch werden die Männer über einen Grenzübergang für UN-Angestellte wieder nach Syrien zurückgebracht, so fordert es das internationale Protokoll. Drusische Gemeindeleiter befürchten jedoch, dass diese Männer bei ihrer Rückkehr einem sicheren Tod entgegen sehen und fordern deshalb, dass Israel sie nicht zurücksendet. Sie und einige drusische Anwälte aus den größeren Gemeinden im israelischen Norden, schrieben einen Brief an Verteidigungsminister Ehud Barak, in dem sie um Erlaubnis baten, die Syrer aufnehmen zu dürfen. „Ich hoffe, dass die israelischen Behörden in dieser Angelegenheit den jüdischen Werten und nicht den Regeln folgen,“ sagte der Anwalt Fuad Safdi der israelischen Zeitung Maariv. Ein anderes Resultat dieser Geschichte wird wahrscheinlich sein, dass der syrische Diktator Baschar al-Assad seine unbegründete Behauptung, der Aufstand gegen ihn sei eine zionistische Verschwörung, jetzt noch weiter festigen kann (Israel Heute).


18-02-2013

DER MYSTERIÖSE MOSSAD IST SEINE WAFFE. In den letzten Tagen sind die israelischen Medien mit einer mysteriösen Spionageaffäre beschäftigt. Laut ausländischen Angaben hat sich ein Mossad-Agent mit australischer Staatsangehörigkeit im Jahr 2010 im israelischen Hochsicherheitsgefängnis das Leben genommen. Nach einem Bericht des australischen Senders ABC handelte es sich um den australischen Juden Ben Zygier, der vor mehr als zehn Jahren nach Israel ausgewandert war. Der studierte Rechtsanwalt habe seinen Namen zu Ben Alon geändert und arbeitete für Israels Geheimdienst. Die meisten Einzelheiten der Affäre sind jedoch weiter unklar. Der unter höchster Geheimhaltung inhaftierte Mann war mit einer Israelin verheiratet und hatte zwei Kinder. Der so genannte „Gefangene X“ wurde im Gefängnis Ayalon in völliger Isolation gehalten und selbst die israelischen Gefängniswächter kannten seine Identität nicht. Gemäß ABC wurde nie eine Anklage erhoben. Vor zwei Jahren wurde der damals 34-jährige Zygier erhängt in seiner Zelle aufgefunden. Sieben Tage später wurde seine Leiche nach Australien ausgeflogen und auf einem jüdischen Friedhof begraben. Weder seine Eltern und Geschwister noch die Familie seiner israelischen Frau sind bereit, darüber zu sprechen (Israel Heute).


17-02-2013

ISRAELISCHE ARMEE ERHÖHT IHRE CYBERVERTEIDIGUNG. Die israelische Armee hat ein Kontrollzentrum zur Bekämpfung von Hackerangriffen auf ihre digitale Infrastruktur eröffnet. Nach zwei Jahren Planung wurde das Kontrollzentrum in dieser Woche schließlich eingeweiht, nachdem die Angriffe in den letzten Monaten enorm zugenommen haben. Diese Eingriffe werden von Feindstaaten sowie privaten Hackern durchgeführt. Das Kontrollzentrum wird von 20 Soldaten besetzt sein, die alle virtuellen Angriffe beobachten können. Diese Einheit ist mit dem übergeordneten „Regierungssystem zur Verteidigung im Internet“ in Kontakt sowie mit dem Sicherheitsdienst Schin Bet, der für die digitale Sicherheit der israelischen Energieversorgung, der Finanzmärkte, des Kommunikationsnetzwerks und des Transportsektors verantwortlich ist. „Das ist ein Nervenzentrum der Verteidigung,“ sagte ein Sprecher der Armee, „es hat beeindruckende Kommandofunktionen. Das Kontrollzentrum wird rund um die Uhr aktiv sein und die Schwemme der Cyberangriffe abwehren. Vor zwei Jahren hatten meine pessimistischsten Einschätzungen nicht vorhersehen können mit welchen Herausforderungen wir heute fertig werden müssen. Angriffe können zu jeder Zeit und von überall auf der Welt aus stattfinden. Unsere Feinde sind nicht dumm, sie sind entschlossen und wollen uns schaden wo sie nur können“ (Israel Heute).


15-02-2013

ANNE FRANKS TAGEBUCH ALS INTERAKTIVE ANWENDUNG VERÖFFENTLICHT. Die britische Firma „Beyond The Story“ hat das weltberühmte Tagebuch der Anne Frank als Applikation für das iPad und andere Tablets herausgebracht. Bei dieser neuen Fassung wird der Leser in eine interaktive Geschichte geführt: Es gibt weiterführende Links im Text, die dem Leser auf Wunsch weitere Informationen zur Verfügung stellen, aber auch Videos und Audiosequenzen werden an den passenden Stellen im Text eingefügt, so dass die Geschichte fast zum Leben erweckt wird. 20 Videoclips stammen von dem preisgekrönten englischen Dokumentarfilm „Erinnerungen an Anne Frank“ und in 40 Audioaufnahmen hört man die Erinnerungen einer Frau, die damals ihr Leben riskiert hatte, um der Familie Frank zu helfen. „Dies ist ein aufregender Schritt vorwärts für Buchanwendungen,“sagte der Vorsitzende von „Beyond The Story“, „das Leseerlebnis wird auf eine ganz neue Stufe gehoben, wo man nicht nur liest sondern auch interaktiv am Geschehen beteiligt ist“ (Israel Heute).


14-02-2013

BALD MEHR TOURISTEN IN BETHLEHEM ALS IN JERUSALEM? Während einer Konferenz über Tourismus in Herzlia sprach Georg Abu-Aita, Vizepräsident des arabischen Hotelverbands in den palästinensischen Gebieten, über die Situation in Bethlehem. „Wir haben viele 3 Sterne Hotels und das ist es, was Pilger suchen. Unsere Preise sind halb so hoch wie die in Jerusalem. Touristen kommen nach Bethlehem, um die Geburtskirche und das Herodion zu sehen und sie bleiben über Nacht, da es günstiger ist. Pilger fühlen sich wohl in Bethlehem, besonders in den Familienpensionen.“ Obwohl Bethlehem unter den schwierigen politischen Bedingungen leidet, die die palästinensische Autonomiebehörde der Stadt aufzwingt, kommen jedes Jahr etwa 1,5 Millionen Besucher in die Stadt. 20 Prozent von ihnen verbringen mindestens eine Nacht dort. Der Grund für diese hohe Besucherzahl ist die gute Zusammenarbeit mit dem israelischen Tourismusministerium. Abu-Aita sagte am Ende seiner Rede: „Wir arbeiten exzellent mit der israelischen Seite zusammen und wir sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden, wir hoffen diese erfolgreiche Kooperation auch in Zukunft weiterführen zu können“ (Israel Heute).


13-02-2013

WAS IST ZION? Zion ist historisch und geographisch betrachtet ein Wanderbegriff. Die Bedeutung des althebräischen Wortes „Zion“ wird auf „Festung“ bzw. „Burg“ zurückgeführt, genau übersetzt mit „Fels“ bzw. „Felssporn“. Die Geschichte Zions beginnt um 1050 v. Chr., als König David mit Hilfe seines Hauptmanns Joab die Burg der Jebusiter eroberte, die oberhalb der Gihon-Quelle im Osten des heutigen Jerusalems lag (1. Chronik 11,4-9). Dort in Zion richtete David seinen Regierungssitz ein. Die Stadt nannte er „Jerusalem“, denn schon im 14. Jh. v. Chr. wurde Jerusalem im ägyptischen Amarna-Brief als „Urusalim“ erwähnt. Die Davidstadt „Zion“ war vom Norden bis zum Siloah-Teich im Süden nur 400 Meter lang und 150 Meter breit. Nördlich der Davidstadt lag der Ophel, der Verbindungshügel von der Davidstadt zum Tempelberg. Auf dem Ophel waren später die Verwaltungsgebäude und der Königspalast. Auf dem nördlich davon liegenden 740 Meter hohen Moria-Gipfel, auf dem Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollte, errichtete König Salomo den Tempel des Gottes JHWH, der im Jahre 961 v. Chr. Eingeweiht wurde. Hier begann die Wanderung des Begriffes „Zion“ . . . (Israel Heute).


12-02-2013

NONIE DARWISCH: ”ICH WURDE ZUM JUDENHASS ERZOGEN. Nonie Darwisch wuchs in einer muslimischen Familie in Gaza auf und als sie acht Jahre alt war, wurde ihr Vater von israelischen Einheiten getötet, weil er in terroristische Aktivitäten gegen den Staat Israel involviert war. Er arbeitete mitunter für den ägyptischen Geheimdienst im Gazastreifen, wo die Familie seit 1950 lebte. „Ich habe die Schuld am Tod meines Vaters immer in Israel gesucht, so wurde es mir beigebracht. Ich habe als Kind nicht gewusst, warum mein Vater getötet wurde. Er starb, weil er als Fedajeen (palästinensischer Militant, wörtlich.: „Der sich Opfernde“) Israelis tötete. Als Kinder mussten wir dem Jihad, dem „heiligen Krieg“ gegen Israel, den Treueschwur leisten. Wir hatten Tränen in den Augen, wenn wir schworen, dass wir dafür sterben wollen. Wer behauptet, es habe vor dem 67-Krieg keinen Terrorismus gegen Israel gegeben, hat Unrecht. Mein Vater war Teil dessen und starb dafür. Darwischs Übertritt zum Christentum hat ihre starke Liebe für den jüdischen Staat ausgelöst und sie zur Überzeugung gebracht, dass Gott einen Plan für Israel hat. Heute kämpft Darwisch für Menschenrechte und ist Vorsitzende von zwei wichtigen Organisationen, der „Vereinigung ehemaliger Muslime“ und „Araber für Israel“. Sie hat darüber hinaus mehrere Bücher über ihr Leben geschrieben (Israel Heute).


11-02-2013

ISRAEL VERSTÄRKT VERTEIDIGUNGSSYSTEME IM NORDEN. Israel hat in dieser Woche seine Verteidigungssysteme im Norden des Landes weiter aufgestockt. Es gibt wachsende Bedenken, dass entweder die Hisbollah oder syrische Kräfte den jüdischen Staat angreifen. Der israelische Luftangriff auf einen Waffentransport von Syrien nach Libanon, der für die Hisbollah bestimmt war und Raketen oder gar chemische Waffen enthielt, war vor allem vorbeugend für die Sicherheit Israels notwendig. Sowohl von iranischer als auch syrischer Seite hagelte es Drohungen. Beide Staaten haben mittlerweile ihre rhetorischen Äußerungen zurückgefahren und versuchen ihr Gesicht zu wahren, denn Israel sei bereits „so schwach“, dass man „nicht zurückschlagen müsse“. Der israelische Luftangriff sei ein großes Zeichen für die Schwäche Israels und bedeute das Ende der Zionisten, erklärte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Syriens Verteidigungsminister Fahd Jassem el-Freij behauptet derweil, dass Israel die Rebellen verteidige. Das syrische Regime glaubt, die Rebellen, die es bekämpft, seien mit Israel verbunden. Sie sehen Siege gegen die Rebellen oft auch als Triumph über den jüdischen Staat an.


10-02-2013

OBAMA WILL ALS FRIEDENSSTIFTER NACH ISRAEL KOMMEN. Der angekündigte Besuch von US-Präsident Obama in Israel wirft erste Schatten voraus, denn Obama erwartet, dass es bis zu seinem Besuch im Frühjahr in den israelisch-palästinensischen Verhandlungen zu einem positiven Durchbruch kommt, den er als Erfolg für sich verbuchen kann. Obama besucht nicht nur Israel, sondern auch Jordanien und die Palästinensergebiete, was eine politische Aufwertung von Palästinenserchef Abbas ist und Israel in der internationalen Bewertung schwächt. Das Weiße Haus versucht bereits im Vorfeld, die Rolle Obamas beim Friedensprozess entscheidend aufzuwerten. Es gäbe keine Hoffnung für ernsthafte Verhandlungen, es sei denn der US-Präsident ist persönlich involviert, hieß es aus Washington. Aus palästinensischen Kreisen wurde daraufhin deutlich gemacht, dass Obamas Besuch nur von Erfolg gekrönt sein werde, wenn er die Gründe für das Scheitern vergangener Friedensgespräche erkenne und sie vermeide. Die Palästinenser verlangen desweiteren von Obama, dass dieser mehr Druck auf Israel ausübe (Israel Heute).


08-02-2013

JESCHUA IM INTERNET FÜR ISRAELIS. Israel Heute berichtet schon seit Jahren über die Internet-Aktivitäten von One For Israel, einer Gruppe von jungen messianischen Menschen, die im neuen Medium aktiv sind, um Leute für Jesus zu gewinnen. Ein aktueller Newsletter von One For Israel (OFI) berichtet, dass die Gruppe nicht nur weiterhin aktiv, sondern sogar gewachsen ist. Als Beispiel führt OFI an, dass sie in den letzten Tagen von etlichen „verschiedenen Leuten in Israel kontaktiert wurden, die sich aufrichtig für die Lehre unseres Herrn, Jeschua (Jesus), interessiert haben. Unter den Menschen, die über die Webseite mit ihnen in Kontakt getreten waren, sind zwei junge Mädchen, die einen Bericht über messianische Juden für ihre Schule geschrieben haben, sowie ein junger homosexueller Mann, der gerne mehr über Jeschua lernen wollte. „Drei der Leute, die uns kontaktiert haben, wollten so schnell wie möglich mit einer Gemeinde in ihrer Gegend ins Gespräch kommen,“ berichtet OFI. Als Erinnerung für die wachsende Neugier (und den Hunger) der Israelis nach Information über den Glauben an Jeschua führt One For Israel Statistiken auf, die zeigen, dass der hebräische Begriff für „Erlösung“ 18.000 mal pro Monat in der Google Suchmaschine gesucht wird, der Begriff „Jeschua“ sogar 22.000 mal. Auf ihrer Website bietet One For Israel eine kostenlose Kopie des neuen Testaments in drei Versionen an: MP3 (audio), als Buch und als App für Smartphones. Das Buch wird alle 35 Stunden bestellt und die MP3 und Smartphone Versionen werden fünf mal pro Tag heruntergeladen. Die Gemeinde ist vor kurzem in ein neues Büro im Israel College of the Bibel, eine messianische Lehranstalt in der Küstenstadt Netanja, gezogen. One For Israel hofft, seine beeindruckenden Erfolge mit Studios für Fernseh,- und Radioproduktionen, die ihnen nun zur Verfügung stehen, noch weiter auszubauen (Israel Heute).


07-02-2013

KURZNACHRICHTEN. Wie das Weiße Haus in Washington bestätigte, wird US-Präsident Obama (im Bild mit dem israelischen Präsidenten Schimon Peres) noch in diesem Frühjahr Israel besuchen. Dies wäre dann sein erster offizieller Besuch in Israel als Präsident der USA. Repräsentanten der israelischen Raumfahrtbehörde des Wissenschafts- und Technologie Ministeriums haben einen Antrag eingereicht, um einen weiteren israelischen Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS zu schicken. Israels erster Astronaut, Ilan Ramon, kam 2003 mit sechs weiteren Besatzungsmitgliedern beim Columbia-Space-Shuttle-Unglück ums Leben. In Israels Schulen werden digitale Schulbücher eingeführt. In den ersten 100 Grundschulen wurden sie bereits mit Erfolg als Pilotprojekt getestet. Der Wasserspiegel des See Genezareth beträgt nach Angaben der israelischen Wasserbehörde -210,555 m unter dem Meeresspiegel (Israel Heute).


06-02-2013

NETANYAHU: KOALITIONSGESPRÄCHE ERWEISEN SICH ALS SCHWIERIG. Nach Bekanntgabe der Wahlendergebnisse wurde eigentlich angenommen, dass Israels Premierminister Netanjahu (Likud) keine Mühe haben würde, mit Jair Lapids Zentrumspartei Jesh Atid eine Mehrheitskoalition zu bilden. Diese neue Partei war überraschenderweise die zweitstärkste Partei im Land geworden. Nun scheinen die Koalitionsgespräche doch nicht so leicht von der Hand zu gehen, wie anfangs erwartet. Einige ranghohe Mitglieder der Likudpartei verabschieden sich sogar mittlerweile schon desilliusioniert von der Idee, mit Lapid eine Regierung zu bilden. Es gibt Likudmitglieder, die von einer „Arroganz“ Lapids berichten und von Koalitionsforderungen, die weit über die Relevanz seiner 19 Mandate hinausgehen. Lapid erklärte derweil, er sei sich nicht zu schade, auch in die Opposition zu gehen, warnte jedoch, dies könnte Netanjahus Sturz zur Folge haben, was wiederum Lapid – seinen Worten nach – zum Premierminister machen würde. Netanjahu hat die Möglichkeit, mit der rechtsgerichteten Beit Hajehudi (Jüdisches Haus) Partei eine Regierung zu bilden. Diese Partei hat allerdings nur 12 Mandate, was die orthodoxe Schass-Partei mit weiteren 11 Mandaten gezwungenermaßen mit in die Regierung bringen würde. Das Problem: Der Vorsitzende der Beit Hajehudi-Partei, Naftali Bennett und die Schass-Partei können sich nicht ausstehen. Obwohl religiös, fordert Bennett doch genau wie Lapid, dass Ultrareligiöse endlich ebenfalls einen Armeedienst leisten, so wie jeder andere jüdische Staatsbürger auch. Schass will in diesem Punkt keine Kompromisse eingehen.


05-02-2013

ISRAELISCHE WASSERBEHÖRDE MELDET ENDE DER WASSERKRISE. Sieben Jahre lang hat Israel unter einer Dürre gelitten. Nun hat die israelische Wasserbehörde endlich Entwarnung gegeben. Die Wasserkrise sei vorüber, meldete sie und zog den offiziell herausgegebenen Leitfaden zur Dürre für den Wassermarkt zurück. Der Wassermarkt sei stabil, erklärte Alex Kushner, Chef der Behörde, dies sei aber kein Grund, sich nun selbstzufrieden zurückzulehnen. Die heftigen Regenfälle der letzten Wochen seien sicherlich besonders für den See Genezareth – Israels Wasserreservoir Nummer Eins – ein wahrer Segen gewesen, dennoch liege es eher an den zunehmenden Entsalzungsanlagen und der Wassersparpolitik, die Israel vor Schlimmerem bewahrt haben. Der Wasserspiegel des See Genezareth beträgt übrigens nach Angaben der israelischen Wasserbehörde -210,585 cm unter dem Meeresspiegel (Israel Heute).


04-02-2013

REKORDJANUAR FÜR SEE GENEZARETH. HADERA / TIBERIAS (inn) – Nach drei Wochen Unterbrechung hat der Winter Israel wieder fest im Griff. Vor allem die Stadt Hadera leidet unter heftigen Überschwemmungen. Der Pegel des Sees Genezareth ist im ersten Monat des Jahres mehr gestiegen als jemals zuvor in einem Januar seit Beginn der Aufzeichnungen. Bereits vor drei Wochen hatte es in Hadera Überflutungen gegeben. Am Donnerstagmorgen wurden erneut mehrere Straßen überschwemmt. Die Bewohner bereiteten für den Ernstfall Sandsäcke vor. Einige von ihnen werfen der Stadtverwaltung unverantwortliches Handeln vor. Die Bürger beklagten sich schon seit 25 Jahren darüber, dass es keine ausreichende Entwässerung gebe, sagte eine Ladenbesitzerin der Zeitung „Yediot Aharonot“. Sie hatte Anfang Januar wegen Überflutungen Geschäftseinbußen erlitten. Die Stadtverwaltung habe selbst in der Regenpause nichts unternommen. „Alle erwarten, dass die Häuser hier überflutet werden. Alle unsere Beschwerden haben sich in Luft aufgelöst.“ Bürgermeister Chaim Avitan verteidigte sich gegen die Vorwürfe: „Wenn Sie achtgeben, dann ist der Regen, der dieses Jahr niederging, ein Regen ohne Unterlass. Wir waren an zehn Minuten langen Regen gewöhnt, und dieser Regen fällt bereits seit zwei Tagen. Es gibt bestimmte Orte, die in den Fluss Hadera entwässert werden, und der Fluss ist über die Ufer getreten.“ Die Verantwortlichen würden aus dem Vorfall lernen. Insgesamt gehe das Leben in Hadera seinen gewohnten Gang. Einem Bericht der Tageszeitung „Ma‘ariv“ zufolge hat sich der Wasserstand des Sees Genezareth im Januar um 1,19 Meter erhöht. Einen solchen Anstieg gab es noch nicht in einem Januar seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1966. Zu Beginn des Monats wurde der Pegel mit 211,90 Metern unter dem Meeresspiegel gemessen, am Donnerstag lag er bei -210,71 Metern. Der bisherige Rekord war im Januar 2004 mit einem Anstieg um 1,09 Meter erzielt worden. Seit Anfang der Regenzeit ist der Pegel um 1,69 Meter gestiegen. Der langjährige Jahresdurchschnitt von 1,57 Metern wurde damit schon jetzt übertroffen. Bis der See voll ist, fehlen allerdings noch 1,91 Meter. Experten rechnen mit weiteren Niederschlägen. In den vergangenen Tagen bestimmten auch Sturm, Gewitter und Hagel das Wetter in Israel. Aufgrund von Schneestürmen wurde der Berg Hermon für Besucher gesperrt.


03-02-2013

ANSTIEG DER ATTACKEN VON PALÄSTINENSER AUF ISRAELIS. Seit ein paar Tagen haben sich Angriffe seitens der Palästinenser gegen Israelis beachtlich gehäuft. Eine deutliche Warnung, dass die spannungsgeladene Stimmung in der Hauptstadt jederzeit explodieren kann, auch wenn es in den letzten Jahren relativ ruhig gewesen ist. Zunächst wurde ein Bus, der von Jerusalem zu einer jüdischen Gemeinde nur einige Kilometer nördlich fuhr, von palästinensischen Steinewerfern beschädigt. Da die Steine die kugelsicheren Scheiben durchschlugen, ging man zuerst von einem Feuerwaffenangriff aus. In anderen Vororten Jerusalems war die israelische Armee in der Lage, drei separate Terrorangriffe zu vereiteln, die mit selbstgebastelten Bomben ausgeführt werden sollten. Bei einem anderen Vorfall griff ein arabischer Mann einen Juden im Stadtviertel Givat Schaul in Jerusalem an. Dieser Angriff führte zu Ausschreitungen, in denen Juden und Araber aufeinander losgingen. Desweiteren wurden in der Nähe der Altstadt Polizisten von einem aufgebrachten Mob angegriffen, als zwei illegale Gebäude abgerissen wurden. Ein Beamter erlitt leichte Verletzungen. In der Stadt Hebron südlich von Jerusalem griffen zudem arabische Steinewerfer einen Kindergarten im jüdischen Teil der Stadt an. Israelische Sicherheitsbeamte haben in den letzten Monaten einen enormen Anstieg von Gewalttaten in der Gegend von Jerusalem bemerkt. Bei den Attacken werden Waffen wie Pistolen und Messer sowie Steine und Molotow-Cocktails verwendet (Israel Heute).


01-02-2013

ÄGYPTEN: ISRAELS ANGRIFF IST GEFAHR FÜR SICHERHEIT DES NAHEN OSTENS. Während Länder wie Russland oder die Arabische Liga die präventiven Militärschläge Israels gegen Waffentransporte in Syrien scharf kritisieren und sogar als Verstoß gegen die UN-Charta deklarieren, hat die UN jetzt verlauten lassen, dass ihre „Friedensbeobachter“ keine Flugzeuge über den Golanhöhen gesehen hätten. Der ägyptische Außenminister erklärte derweil den Luftangriff gar zu einer Gefahr für die Sicherheit des Nahen Ostens. Die Regierung der USA hat unterdessen Syrien gewarnt, keine Waffentransporte an die Hisbollah zuzulassen. „Syrien sollte nicht dazu beitragen, die Region weiter zu destabilisieren, indem es Waffen an die Hisbollah transferiert“, erklärte Ben Rhodes, ein US-Sicherheitsberater. Die New York Times berichtete am Donnerstag, dass Israel die USA vorab über den Luftangriff unterrichtet habe. Die Zeitung schrieb außerdem, dass bei den Waffentransporten, die am Mittwoch von Israel angegriffen worden waren, elektronische Ausrüstungen transportiert worden sind, die das GPS-System von Dronen außer Kraft setzen können (Israel Heute).


31-01-2013

PALÄSTINENSER SCHÄNDEN HEILIGE JÜDISCHE STÄTTE. Jüdische Pilger haben das Grab des biblischen Josef im palästinensisch kontrollierten Nablus (der biblischen Stadt Schechem) in schrecklichen Zuständen vorgefunden. Die Gruppe der etwa 2500 jüdischen Pilger erzählte gegenüber der israelischen Maariv Zeitung, dass die heiligen jüdischen Bücher in der Stätte verbrannt und die Möbel eingeschlagen worden sind. Der Gestank von Urin war auch deutlich bemerkbar und es wurden Spuren gefunden, die belegen, dass man versucht hatte, das Gebäude niederzubrennen. „Nur Barbaren können so eine schändliche Tat an einem heiligen Ort vollbringen,“ sagte Gemeindeleiter Gershon Mesika. „Israel darf nicht weiter zulassen, dass die heiligen Stätten ohne Folgen geschändet werden.“ Das Grab Josefs liegt am Stadtrand von Nablus, einer großen palästinensischen Stadt, die auf dem Gebiet des biblischen Schechem liegt. Dort wurde einst die Bundeslade aufbewahrt, bevor der Tempel in Jerusalem gebaut wurde. Bevor die zweite Intifada im Jahre 2000 ausbrach, hatte Israel eine Militärbasis rund um das Grab, die jüdischen Pilgern ungehinderten Zugang zur Stätte bot. Aber als das Grab im selben Jahr von palästinensischen Mobs belagert und ein israelischer Soldat bei der Verteidigung getötet wurde, stimmte Israel zu, die Kontrolle über die Stätte der palästinensischen Autonomiebehörde zu übertragen, unter der Bedingung, dass sie beschützt werden würde. Kaum waren die israelischen Soldaten abgezogen, konnten Palästinenser die Stätte stürmen und zerstören. Jüdische Gruppen besuchen die Stätte heutzutage unter schwerem Schutz der Armee. Sie haben den größten Teil der zerstörten Anlage wieder aufgebaut, aber das Grab wird immer wieder von Palästinensern geschändet. Die internationale Gemeinschaft verliert zu diesem Hassverbrechen und der Missachtung von religiöser Freiheit für Juden, die an dieser biblischen Stätte beten wollen, kein Wort (Israel Heute).


30-01-2013

ISRAEL: UNTERSTÜTZUNG FÜR FRANKREICHS EINSATZ IN MALI BELEGT DIE VERLOGENHEIT DER WELT. Israel hat kürzlich darauf hingewiesen, dass die mehrheitliche Unterstützung der Weltgemeinschaft für die Anti-Terror-Mission Frankreichs im westafrikanischen Mali deutlich die Doppelmoral aufzeige, wenn es um die Sicherheit des jüdischen Staates geht. In den Militäreinsätzen Frankreichs im afrikanischen Mali geht es darum, Islamisten mit Verbindung zur Al Kaida die Kontrolle des nördlichen Landes zu entreißen. Der französische Eingriff fand auf Anfrage der Regierung Malis statt. Frankreich sieht diese Mission jedoch auch als Notwendigkeit für den Schutz Europas. „Die Bedrohung besteht durch einen Terroristenstaat an der Türschwelle zu Frankreich und Europa,“ erklärte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian vor zwei Wochen als die Militärkampagne begann. Der israelische Botschafter bei der UN, Ron Prosor, spielte während einer UN Sicherheitsratssitzung auf diesen Umstand an als er sagte: „Wenn Mali an Frankreichs Haustür ist, dann ist Gaza in unserem Wohnzimmer.“ Prosor machte damit das eindeutige Fehlen internationaler Unterstützung für Israel deutlich, wenn es darum geht, Islamisten in der Küstenregion neben Israel zu bekämpfen. Prosor erklärte weiterhin, „Verstehen Sie mich nicht falsch, Frankreich muss für seinen Schritt gelobt werden. Wir bitten nur darum, dass Frankreich und die anderen Länder, die Frankreich heute unterstützen, auch uns beistehen, wenn Israel morgen den islamitischen Terrorismus bekämpft“ (Israel Heute).


29-01-2013

INTERNATIONALER HOLOCAUST-GEDENKTAG. Bundeskanzlerin Merkel hat am gestrigen Sonntag, dem Internationalen Holocaustgedenktag, in einer Rede darauf hingewiesen, dass die Verantwortung ihrer Nation für die Gräueltaten der Nazis nicht verjähren. Man dürfe die Aufarbeitung der Nazi-Diktatur niemals ruhen lassen, mahnte sie in einer Videobotschaft zum 80. Jahrestag der Machtergreifung Hitlers. In ganz Israel wurde der mehr als sechs Millionen Juden gedacht, die im Holocaust ums Leben gekommen sind. Noch leben im jüdischen Staat 200.000 Überlebende, viele von ihnen haben keine Familie mehr und verleben ihre letzten Tage in bitterer Armut (Israel Heute).


28-01-2013

RABBIS BITTEN UM SCHUTZ FÜR JÜDISCHE BETER IN BETHLEHEM. Einige Rabbiner, die für die Aufsicht von jüdischen Stätten zuständig sind, haben in der letzten Woche eine Bitte an die Regierung geschrieben, mehr zum Schutz von jüdischen Betern vor palästinensischen Angreifern zu tun. Am meisten machen den Rabbis die palästinensischen Ausschreitung am Grab Rachels zu schaffen, die in letzter Zeit oft in Gewalt ausarten. Das Grab ist die Ruhestätte der Matriarchin Rachel und somit eine wichtige Wallfahrtsstätte für Juden. Täglich kommen Hunderte, um dort zu beten. Palästinensische Moslems weisen die jüdischen Ansprüche jedoch zurück und bestehen darauf, dass der Ort eine Moschee und deswegen für Juden verboten sei. In den letzten Tagen haben Palästinenser immer wieder Anschläge auf die Stätte und die israelischen Soldaten, die zum Schutz abgestellt sind, verübt. Jüdische Besucher mussten sich gar hinter den Steinwänden verstecken, während die Soldaten die Steine- und Feuerbombenwerfer abwehrten. Während eines besonders gewalttätigen Zusammenstoßes ist ein mit einer Steinschleuder bewaffneter Palästinenser von israelischen Soldaten angeschossen und verletzt worden (Israel Heute).


27-01-2013

SHIN BET: 2012 KEIN TOTER BEI TERRORANSCHLÄGEN. Im Jahr 2012 ist kein einziger Israeli in Jerusalem oder dem so genannten Westjordanland bei einem Terroranschlag ums Leben gekommen. Einem Bericht des israelischen Geheimdienstes Shin Bet zufolge ist dies seit 39 Jahren das erste Mal, dass es keine Toten gab. Seit dem Jahr 2000 sind insgesamt 1221 Israelis bei Terroranschlägen getötet und 8519 verletzt worden. Dem Shin Bet war es eigenen Angaben zufolge möglich, im Laufe des Jahres 2012 rund 100 größere Terroranschläge zu verhindern. 2300 Verdächtige sind verhaftet und 2170 Anklagen erhoben worden. Zusätzlich konnten 10 Mio. Schekel (rund 2 Mio. Euro) und 3000 Tonnen Eisen, die für Terrorzwecke verwendet werden sollten, sichergestellt werden. Im Vergleich zum Jahr 2011 gab es einen Rückgang von 55 Prozent in Bezug auf Anschläge. 2011 waren insgesamt 10 Israelis bei ums Leben gekommen, sechs Zivilisten und vier Soldaten (Israel Heute).


25-01-2013

WIE OFT MUSS DIE WELT UNTERGEHEN? (4.Teil) Die Weisen lehren, dass eines Tages der Erlöser erscheint und das Alte gegen das Neue austauscht. Dies muss, so meinen Rabbiner, noch vor Ablauf des sechsten Jahrtausends geschehen. „Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir bestehen, spricht Gott, also werden euer Same und euer Name bestehen. Und es wird geschehen: Von Neumond zu Neumond und von Sabbath zu Sabbath wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten.“ (Jesaja 66,22-24). Der Messias wird kommen sein Volk erlösen und den neuen Tempel bauen. So zitierten Rabbiner in den Medien ebenso Daniel 12: „Und in jener Zeit wird Michael aufstehen, der große Fürst, der für die Kinder deines Volkes steht; und es wird eine Zeit der Drangsal sein, dergleichen nicht gewesen ist, seitdem eine Nation besteht bis zu jener Zeit. Und in jener Zeit wird dein Volk errettet werden, ein jeder, der im Buche geschrieben gefunden wird.“ Gelehrte sagen über diejenigen, die meinen, diese Verse schon vor dem Geschehen richtig zu verstehen, dass „ihr Geist ausgelöscht werden soll, die das Ende berechnen“. Bis die letzten Tage nicht anbrechen, wird kein Mensch, auch nicht die Weisen, wissen, wie und wann dies passieren wird“, erklärte bereits im 12. Jahrhundert der berühmte Rabbiner aus Cordoba, Moses Maimonides. „Wir müssen geduldig warten und fest glauben!“ (Israel Heute)


24-01-2013

WIE OFT MUSS DIE WELT UNTERGEHEN? (3.Teil) Nach jüdischer Auslegung wurde die Welt nach Zyklen von 7000 und 50.000 Jahren erschaffen und vernichtet. Dies gründet auf dem biblischen Prinzip des Sabbatjahrs, auch Schmittah genannt. Sechs Jahre wird das Ackerland bearbeitet und im siebten Jahr genießt der Boden einen Ruhetag (2. Mose 23,10-11 und 3. Mose 25). Nach sieben Sabbatjahren kommt das Jubeljahr, alle 50 Jahre ein biblisches Erlassjahr aller Schulden, unter gleichzeitigem Besitzausgleich. Bei der Konferenz machte Avriel Bar Levav, Experte für jüdische Philosophie und Theologie, darauf aufmerksam, dass Rabbi Qattina seine Auslegung auf den Propheten Hosea stützte und das Weltende bereits zu dessen Zeit debattiert wurde. „Schon damals waren nicht alle mit dem Zeitpunkt einverstanden“, erklärte Bar Levav. „Außerdem setzte Gott in 1. Mose ein Zeichen am Himmel, den Regenbogen, womit er der Menschheit versprach, sie nicht noch einmal zu vernichten.“ Die Gelehrten diskutierten, warum Gott auf der einen Seite eine Welt erschafft, sie aber auf der anderen Seite wieder vernichtet? „Gott erschafft und vernichtet Welten“, heißt es unter den Gelehrten, und damit beziehen sie sich auf Jesaja 65,17: „Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken wird noch sie zu Herzen nehmen, sondern sie werden sich ewiglich freuen und fröhlich sein über dem, was ich schaffe.“ Schon immer waren Menschen neugierig, wenn es um das Weltende geht. Bar Levav zitiert Prediger 3,11: „Er aber tut alles fein zu seiner Zeit und lässt ihr Herz sich ängsten, wie es gehen solle in der Welt; denn der Mensch kann doch nicht treffen das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.“ Im hebräischen Bibeltext fehlt im Wort für Welt (Olam - עולם) der Buchstabe Vav (ו). Über Jahrhunderte hinweg war dies für viele Rabbiner laut Bar Levav ein Zeichen, dass Gott, der Schöpfer, den Weltuntergang aus dem Wissen der Menschen tilgt, so, wie den Buchstaben. Wissend, wann die Welt untergeht, könnte keine Menschheit funktionieren (Israel Heute).


23-01-2013

WIE OFT MUSS DIE WELT UNTERGEHEN? (2.Teil) Die Zeitung Maariv schrieb: „Wir haben gute Nachrichten und schlechte Nachrichten.“ Die gute Nachricht sei, dass die Welt nicht unterging. Und die schlechte, dass die Welt gemäß Talmud und biblischer Auslegung in 227 Jahren untergehen werde. Der Sohn des berühmten Rabbiners und Gelehrten David Basri meldete den israelischen Medien im Auftrag seines Vaters „am Tage des Weltuntergangs“, dass die Welt mit Ende des Jahres 6000 untergehen werde. „Zugleich wird eine neue Welt erschaffen“, erklärte Rabbi Izchak Basri. Nach dem jüdischen Kalender leben wir im Jahr 5773 nach Schöpfung der Welt. „Diejenigen, die Gott folgen und ihm treu bleiben, werden diese Welt für eine bessere Welt verlassen. Die alte Welt wird vernichtet.“ Was nach dem Weltuntergang geschieht, weiß keiner ganz genau. Für den Jerusalemer Rabbi Basri ist dies die Frage aller Fragen. „In Jesaja (40,31) steht: Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, und sie werden auffahren mit Flügeln wie Adler“, sagte der Rabbi mit Blick auf einen Aufstieg der Gläubigen zum Himmel. Der in Israel angesehene Rabbiner verlässt sich dabei auf alte Auslegungen des Rabbiners Qattina, der zur zweiten Generation der Amoräer (250-290 n. Chr.) gehörte. Das waren jüdische Gelehrte in Babylon und Eretz Israel, die ihre Diskussionen über die Thora festhielten. „6000 Jahre wird die Welt existieren, und im 7. Jahrtausend wird die Welt untergehen“, schreibt Rabbi Qattina (Israel Heute).


22-01-2013

WIE OFT MUSS DIE WELT UNTERGEHEN? (1.Teil) Drei Tage vor Weihnachten drehte sich alles um den Weltuntergang, der für den 21. Dezember vorhergesagt war, denn an diesem Tag lief ein alter Maya-Kalender aus, und mit ihm sollte auch das Leben auf dieser Erde aufhören. Am Vortage fand an der offenen Universität Raanana eine Konferenz statt, sie hatte den Arbeitstitel „Morgen ist das Ende der Welt“. In Israel befassten sich die Medien mit der möglichen Apokalypse und den letzten Tagen vor einem Weltuntergang, der diesmal aus Südamerika vorhergesagt wurde. Der Weltuntergang ist nicht eingetroffen, und dies hatten die jüdischen Rabbiner auch nicht anders erwartet. Laut jüdischer Lehre wird das Weltende erst nach zehn Generationen kommen. Die Zeitung Jediot Achronot berichtete am 22. Dezember unter dem Titel: Die Angst der Moslems vor dem König der Juden: „Millionen Moslems haben Angst vor Daddschal, einem Betrüger, der in naher Zukunft den letzten Krieg, Gog gegen Magog, ausrufen wird.“ Und wie sehen Moslems den jüdischen Messias? „Laut islamischer Tradition ist Daddschal Jude und wird mit 70.000 Juden, den Söhnen Isaaks, aus Isfahan (Iran) die Welt angreifen. Das heutige Israel wird sein künftiges Königreich sein, und der jüdische Teufel lebt bereits in Israel. So wird in islamischen Ländern wie in Malaysia in allen denkbaren Medien gegen die Juden und gegen Israel gehetzt. Ja, die Juden warten auf ihren geliebten König (Messias). Dieser wird die Welt vom Osten bis zum Westen beherrschen, alle Kreaturen müssen ihm dienen. Er lockt die Menschheit in einen Unglauben…“ (Israel Heute).


21-01-2013

GERICHT: FÖRDERUNG VON TORAH-STUDENTEN IST FRAGWÜRDIG. JERUSALEM (inn) – Der Oberste Gerichtshof in Israel hat die weitere finanzielle Förderung von Jeschiwa-Studenten kritisiert. Der Staat hat nun 45 Tage Zeit zu begründen, warum die orthodoxen Juden auch nach dem Auslaufen des „Tal“-Gesetzes weiter Zuwendungen erhalten. Gegen die weitere Unterstützung hatten mehrere Personen bereits im vergangenen August eine Petition eingelegt: „Hiddusch“, eine israelische Organisation, die sich um Religionsfreiheit bemüht, das Israelische Forum für Bürgerrechte und -pflichten, sowie der frühere Abgeordnete Roni Barison. Sie forderten, dass der Staat die Stipendien für 54.000 Jeschiwa-Studenten aussetzt. Außerdem stehen die neuen Kriterien zur Förderung von Torah-Schulen infrage, die seit September gelten. Die Kläger argumentierten laut der Tageszeitung „Ha‘aretz“, eine Förderung komme nur denjenigen zu, die vom Militärdienst befreit sind. Doch nach dem Auslaufen des „Tal“-Gesetzes seien alle Israelis ab 18 Jahren, auch orthodoxe Juden, grundsätzlich zum Dienst verpflichtet. Den verantwortlichen Politikern warfen sie vor, aus Angst vor einer öffentlichen Empörung die Studenten weiter zu fördern. Im September hieß es seitens des Staates, alle Studenten seien weiter zu unterstützen, die nicht einberufen wurden. Doch die Kläger brachten hervor, dass es unmöglich sei zu überprüfen, wer einberufen wurde und wer nicht. Die neuen Kriterien zur Förderung der Torah-Schulen seien diskriminierend, „da sie der Öffentlichkeit keine gleiche, gerechte und echte Möglichkeit bieten, um Förderungsmittel zu kämpfen“. Damit verletzten der Bildungsminister und der Generalstaatsanwalt ihre Pflicht als Vertrauenspersonen der Öffentlichkeit (Israelnetz).


20-01-2013

WELTBANK: GRÜNES LICHT FÜR TOTES-MEER-KANAL. WASHINGTON / AKABA (inn) – Ein Kanalsystem zwischen Totem Meer und Rotem Meer ist umsetzbar. Das hat die Weltbank in mehreren Gutachten festgestellt. Umweltschützer sehen das Projekt jedoch weiterhin kritisch. Vergangenes Wochenende veröffentlichte die Weltbank mehrere Gutachten, berichtet die Zeitung „Ha‘aretz“. Demnach spricht aus ökologischer, wirtschaftlicher und bautechnischer Sicht nichts gegen die Wasserverbindung. Mit dem Bauvorhaben sind mehrere Ziele verbunden. Zum einen geht es darum, zu verhindern, dass der Wasserpegel des Toten Meeres weiter sinkt. Pumpen nahe des jordanischen Akaba sollen das Wasser durch ein Kanalsystem ins Tote Meer befördern. Auch die Süßwassergewinnung durch Entsalzungsanlagen wäre möglich. Durch den Höhenunterschied von 400 Metern zwischen den beiden Gewässern kann das Wasser auch zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Dem Plan der Weltbank zufolge würden jährlich 10 Milliarden Kubikmeter Wasser aus dem Roten Meer gepumpt. Das meiste davon soll das Tote Meer erreichen. Die Kosten des Projekts bezifferte die Weltbank auf umgerechnet 7,5 Milliarden Euro. Mit dem Vorhaben seien auch Umweltschäden verbunden. So käme es im Toten Meer zur Algenbildung. Durch undichte Stellen in der Leitung könnte Salzwasser auslaufen und den Salzgehalt im Grundwasser-Reservoir der Arawa-Senke erhöhen. Diese Probleme seien jedoch zu bewältigen. Aus Sicht der Umweltgruppe „Freunde der Erde im Nahen Osten“ legten diese Probleme jedoch nahe, dem Projekt endgültig eine Absage zu erteilen. Die Weltbank empfahl, mit einem kleinen Pilotprojekt zu beginnen, auch wenn so die Folgen für die Umwelt nicht völlig abzuschätzen seien (Israelnetz). Die Idee für eine Wasserverbindung zwischen Totem Meer und Roten Meer kam erstmals im 19. Jahrhundert auf. Schon damals spielten Aspekte der Energiegewinnung eine Rolle, der Kanal war aber auch als Verkehrsweg im Gespräch. Die aktuelle Studie geht auf ein Abkommen zwischen Israel, Jordanien und der Palästinensischen Autonomiebehörde zurück, die Möglichkeiten eines Kanals zu erkunden. Die Weltbank unterstützte die Zusammenarbeit.


18-01-2013

ATTENTAT AUF MESSIANISCHE FAMILIE: TÄTER VERURTEILT. Jack Teitel, der in Israel als “jüdischer Terrorist” bezeichnet wird, ist am Mittwoch von einem Jerusalemer Gericht verurteilt worden. Er wurde des zweifachen Mordes, zweifachen versuchten Mordes und einer Reihe anderer gewaltvoller Verbrechen für schuldig befunden. Ende der 1990er hatte Teitel zwei palästinensische Araber umgebracht, einen Busfahrer und einen Hirten. Im Jahr 2008 stellte er eine als Purim-Geschenk verpackte Bombe vor das Haus des messianischen Pastors David Ortiz in Ariel, einer Stadt in Samaria. Der jüngste Sohn der Familie, Ami Ortiz (damals 15 Jahre alt), wurde schwer verletzt, hat sich aber mittlerweile wieder völlig erholt. Teitel konnte nachgewiesen werden, dass er Kontakte zu extremistischen Gruppen in Israel hegte, die regelmäßig messianische Juden ins Visier nehmen. Aber auch linksgerichtete Persönlichkeiten, wie Professor Zeev Sternhell in Jerusalem, wurden Opfer von Bombenanschlägen durch den nun Verurteilten. Teitel wurde im Jahr 2009 festgenommen. Seither plädierte seine Verteidigung auf Unzurechnungsfähigkeit. Das Gericht wies dies jedoch ab und stellte in seinem Urteil vom Mittwoch fest, dass Teitel für seine Taten zur vollen Verantwortung herangezogen werden wird (Israel Heute).


17-01-2013

KEINE RAKETE IM DEZEMBER. GAZA / JERUSALEM (inn) – Ein Monat ohne Angriff: Im Dezember haben die Palästinenser im Gazastreifen keine einzige Rakete auf Südisrael abgefeuert. Es war das erste Mal seit dem israelischen Abzug aus dem palästinensischen Gebiet im Sommer 2005, dass die Israelis einen ganzen Kalendermonat lang von dem Beschuss verschont blieben. Offenbar hat die „Operation Wolkensäule“ im November direkte Folgen gezeigt. Laut einem aktuellen Bericht des allgemeinen Sicherheitsdienstes stellten die palästinensischen Gruppen im Gazastreifen ihre Angriffe danach zumindest vorübergehend ein. Im Monat nach der Operation „Gegossenes Blei“ zur Jahreswende 2008/09 waren hingegen 49 Raketen auf israelisches Gebiet abgeschossen worden. Der Bericht zeigt auch, wie die Zahl der Angriffe im Laufe der Jahre zugenommen hat – vor allem direkt nach dem Rückzug aus dem Gazastreifen. Im Jahr 2002 wurden 17 Raketen registriert, 2003 waren es bereits 123. Eine weitere Steigerung gab es 2004 mit 276 Geschossen, 2005 veränderte sich die Zahl mit 286 nur unwesentlich. Nach der Räumung der Siedlungen im Gazastreifen jedoch gab es im Jahr 2006 einen Anstieg um 436 Prozent auf 1.247 Raketen. 2007 fielen 938 Geschosse und 2008 waren es 1.270. In dieser Zeit erhöhten sich auch die Reichweiten bedeutsam, vor allem durch Schmuggel. Die Militäroperation „Gegossenes Blei“ hatte 2009 einen deutlichen Rückgang der Angriffe auf 404 zur Folge. Das war aber immer noch durchschnittlich mehr als eine Rakete pro Tag. 2010 wurden 419 Geschosse abgefeuert und 2011 bereits wieder 601. Im Jahr 2012 zählten die Sicherheitsbehörden 1.893 Raketen, davon 1.506 während der achttägigen „Operation Wolkensäule“. Ein ranghoher Vertreter der Sicherheitskräfte im Süden kommentierte die aktuelle Lage gegenüber der Tageszeitung „Ma‘ariv“ mit den Worten: „Schon seit 20 Jahren hat hier keine solche Ruhe mehr geherrscht.“ (Israelnetz)


16-01-2013

KURZNACHRICHTEN. Die israelische Armee hat nahe der Grenze zu Gaza auf israelischem Gebiet einen Tunnel entdeckt, der zu Terrorzwecken ausgehoben worden ist und Anschlägen in naher Zukunft dienen sollte. Der Tunnel neben der israelischen Ortschaft Nir Oz konnte entdeckt werden, weil Sicherheitsleute einen Erdeinsturz beobachtet hatten. Die daraufhin alarmierten Soldaten entdeckten den Tunneleingang. Der Einsturz sei nicht durch eine Explosion zustande gekommen, erklärte ein Sprecher der Armee. Hunderte Palästinenser, die im öffentlichen Dienst arbeiten, darunter Krankenhauspersonal und Lehrer, haben in Ramallah vor dem Regierungssitz des Autonomiepräsidenten Abbas protestiert. Seit drei Monaten haben die Angestellten kein volles Gehalt mehr bekommen, obwohl die UNO die Gelder dafür überwiesen hat. Der israelische Fußball-Nationalspieler Tomer Hemed wechselt eventuell in die Fußball-Bundesliga. Nach Medienberichten ist der VfB Stuttgart an dem 25-jährigen Mittelstürmer interessiert, der in Haifa geboren wurde und zur Zeit für RCD Mallorca antritt. Der 1,82 Meter große Hemed hat in zwölf Länderspielen für Israel acht Tore erzielt. Der Wasserspiegel des See Genezareth beträgt nach Angaben der israelischen Wasserbehörde ---210,99 cm unter dem Meeresspiegel (Israel Heute).


15-01-2013

KURZNACHRICHTEN. Zwölf neue israelische Richter wurden heute von Staatspräsident Schimon Peres feierlich eingeschworen. Die Zeremonie mit Justizminister Jaakov Neeman und dem Präsidenten des Obersten Gerichts, Asher Grunis, wurde im Haus des Präsidenten in Jerusalem abgehalten. Wie jetzt bekannt wurde, ist es letzte Woche fast zu einem fatalen Unfall im Hafen von Aschdod gekommen. Der starke Sturm hatte am Mittwoch die Ankerleine eines Cargo-Schiffs abgerissen, das daraufhin abdriftete und beinahe in ein weiteres Schiff krachte. In letzter Minute konnte der Schiffskapitän noch das Ruder herumreißen und einen Zusammenstoß verhindern. In den Tagen der heftigen Stürme und Schneefälle sind übrigens mehr als 40.000 Israelis in die Naturparks gepilgert, um dort das Schauspiel der über die Ufer tretenden Flüsse und der Schneeverwehungen zu sehen, die in dieser Stärke nur alle 20 Jahre vorkommen. Israels militärischer Geheimdienst meldet, dass in der letzten Zeit immer mehr ausländische Geheimdienste, die Israel gegenüber feindlich eingestellt sind, versuchen, ins Kommunikationsnetz der israelischen Militärcomputer einzudringen. Der Wasserspiegel des See Genezareth beträgt nach Angaben der israelischen Wasserbehörde momentan -211,04 cm unter dem Meeresspiegel (Israel Heute)


14-01-2013

BOTSCHAFTER HADAS-HANDELSMAN: IRANS ATOMPLÄNE SINE EINE REALE BEDROHUNG. Botschafter Yakov Hadas-Handelsman hat der Mitteldeutschen Zeitung ein Interview gegeben, in dem er unter anderem zur Debatte um Jakob Augstein, der Lage im Friedensprozess und den Iran Stellung bezogen hat. Zu Augstein erklärte er: „Ich kenne kein Medium in Israel, das über die Augstein-Debatte in Deutschland überhaupt berichtet hat. Nur weil jemand Israel kritisiert, ist er nicht automatisch ein Antisemit. Kritik an Israel ist legitim, aber sie muss konkret und darf nicht obsessiv sein.“ Auf die Frage, ob es in diesem Jahr eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern geben werde, sagte der Botschafter: „Mahmud Abbas als Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde ist ein schwacher Gesprächspartner, er hat bei seinen eigenen Leuten wenig Rückhalt. Das liegt zum Teil auch an ihm selber. Wir hoffen, dass wir mit ihm verhandeln können. Aber er hat schon viele Möglichkeiten verpasst.“ Auch zum iranischen Atomprogramm nahm Hadas-Handelsman Stellung. Hierzu erklärte er: „Der Iran entwickelt Atomwaffen und verfolgt damit das Ziel, Israel auszulöschen. Das ist eine reale Bedrohung, und zwar für die ganze Welt (Botschaft des Staates Israel, Berlin).


13-01-2013

KURZNACHRICHTEN. Was für viele Europäer schon selbstverständlich scheint, soll jetzt auch für Israelis gelten. Der US-Congress debattiert zur Zeit darüber, israelischen Staatsbürgern eine Einreise in die USA ohne vorher extra beantragtes Visa zu genehmigen. Bis zu 90 Tagen dürften israelische Touristen und Geschäftsmänner dann problemlos in die USA einreisen, so wie es bereits für 37 andere Staaten der Welt gang und gäbe ist. Die Universität von Gaza – ein Aushängeschild der Hamas – bietet seit neustem Abschlüsse mit Hebräisch-Diplom an. Man wolle qualifizierte Hebräischlehrer ausbilden, um dann nach und nach Hebräischunterricht an den Schulen einzuführen. Das Ziel: Palästinenser sollen in Gaza die Sprache des Feindes lernen. „Die Juden besetzen unser Land, wir müssen ihre Sprache verstehen lernen“, erklärte ein Mitarbeiter des Bildungsministeriums. Israelische Sicherheitskräfte konnten im so genannten Westjordanland während der letzten zwei Monate Mitglieder zweier gefährlicher Terrorzellen verhaften, die für eine Reihe von Angriffen auf israelische Siedler und Soldaten verantwortlich waren. Eine der Zellen operierte in der Nähe von Bethlehem, die andere nahe Nablus (Israel Heute).


11-01-2013

WIEDER EIN JUDE VERHAFTET, WEIL ER AUF DEM TEMPELBERG GEBETET HAT. In der letzten Woche wurde wieder einmal ein Jude verhaftet, der auf dem heiligsten Ort des Judentums, dem Tempelberg in Jerusalem, gebetet hat. Der rechtsgerichtete Politiker Mosche Feiglin, der wahrscheinlich nach den nächsten Wahlen für Netanjahus Partei Likud in die Knesset einziehen wird, wurde letzten Dienstag verhaftet, nachdem moslemische „Tempelwächter“ ihn leise im Gebet stehen sahen. Es ist nicht das erste Mal, dass Feiglin verhaftet wurde, weil er auf dem Tempelberg gebetet hat. Auch viele andere Juden wurden wegen desselben Vorwurfs festgenommen: leise jüdische Gebete gesprochen zu haben. Aus Angst vor moslemischen Ausschreitungen arbeitet die israelische Polizei mit der islamistischen WAQF Behörde zusammen, die den Tempelberg kontrolliert. Diese verbietet es Juden und Christen, am heiligen Ort zu beten und Bibeln mit sich zu tragen. Offiziell garantiert Israel allen seinen Bürgern Religionsfreiheit und die damit verbundenen Gottesdienste. Die einzige Gruppe, die halb offiziell diskriminiert wird, sind Juden, die den Tempelberg betreten. Dieses mal hat die Polizei sogar vorgeschlagen, Feiglin formell anzuklagen, auch wenn es kein offizielles Gesetz gibt, dass es Juden verbietet, auf dem Tempelberg zu beten (Israel Heute).


10-01-2013

KURZNACHRICHTEN. 53 % der Israelis meinen einer neuen Umfrage zufolge, Netanjahu sei die beste Wahl, wenn es um Israels Sicherheit geht. 60 % der Israelis befürworten um des Friedens willen die Zweistaatenlösung, aber 58 % sind gegen eine Teilung Jerusalems. Das Tourismusministerium hat offiziell bekannt gegeben, dass das Jahr 2012 trotz der Gazaoffensive ein neues Rekordjahr für den Tourismus nach Israel gewesen ist. Zwar kamen aufgrund der militärischen Auseinandersetzung mit der Hamas und dem Raketenhagel im November im darauffolgenden Monat 9 % weniger Touristen ins Heilige Land, doch kann der Rest des Jahres mit neuen Rekordzahlen aufwarten. Insgesamt reisten 2,5 Mio. Besucher per Flugzeug nach Israel, ein Anstieg um 2 % zum Vorjahr. Ungefähr 404.000 kamen per Land über die Grenze, ein Anstieg um 6 % zu 2011. 251.000 Touristen besuchten das Land per Schiff, auch hier ein Anstieg von 6 % gegenüber dem Jahr zuvor (Israel Heute).


09-01-2013

HAMAS VERBIETET ISRAELISCHE MEDIEN IM GAZASTREIFEN. Dass die Hamas im Gazastreifen Regimekritiker verfolgt und zuweilen auch foltert, ist mittlerweile hinreichend bekannt. Jetzt hat die Terrororganisation israelische Medien aus dem Gazastreifen verbannt. Als Begründung wird aufgeführt, Palästinenser seien in negativer Art und Weise dargestellt worden. Damit ist man nun außerhalb des Gazastreifens fast gänzlich auf Berichte ansässiger Palästinenser angewiesen. Mit Blick auf die Propaganda der Palästinenser (Stichwort: Pallywood) zeigt diese Überwachung der Medien in Gaza erneut das Kalkül der Machthabenden. Die Hamas hat des weiteren begonnen, ausländischen Reportern spezielle Einreisebewilligungen auszustellen (Israel Heute).


08-01-2013

NEUES VON DEN WAHLEN. In Israel dreht sich zur Zeit alles um die in 2 Wochen stattfindende Knessetwahl. Likud-Chef Netanjahu soll Tzipi Livni bereits zum zweiten Mal Blumen geschickt haben. Das wäre ein Signal, dass er sie und ihre Partei als Koalitionspartner gewinnen möchte, denn so wäre er nicht auf die ultra-rechten Parteien angewiesen. Gestern appellierte er in einer Tel Aviver Diskothek an Israels junge Wähler, dafür zu sorgen, dass seine Likud Partei wieder stark wird. Die Vorsitzenden der Arbeiterpartei, Shelly Yachimovich, und der Hatnua-Partei, Tzipi Livni, wollen derweil einen Block bilden, um vereint eine Wiederwahl von Netanjahu zu verhindern. Livni hatte zuvor erklärt, sie würde Netanjahus Regierungskoalition ohne eine weitere Links-Zentrum-Partei auf keinen Fall beitreten. 34 Parteien kämpfen um die Gunst der Wähler (Israel Heute).


07-01-2013

KURZNACHRICHTEN. Die Fertigstellung des Grenzzauns zwischen Kerem Shalom am Gazastreifen und dem Gebiet bei Eilat wurde am Mittwoch mit einer feierlichen Zeremonie gewürdigt, zu der auch Premierminister Benjamin Netanjahu kam. Der Zaun ist 230 Kilometer lang und kostete 1,6 Mrd. Schekel (rund 320 Mio. Euro). Die Bauzeit betrug zwei Jahre – nur halb so lange wie geplant. Das letzte Stück von 12 Kilometern in der Gegend von Eilat wird durch eine extra bereitgestellte Sicherheitstruppe überwacht (israel heute berichtete). Durch den neuen Zaun konnte illegale Infiltration auf ein Minimum reduziert werden. Im Janur 2012 waren noch 2153 Illegale von Ägypten aus nach Israel eingedrungen, im Dezember des Jahres nur noch 36. Israels Wirtschaftswachstum betrug 2012 ungefähr 3,3 Prozent. Zwar kein schlechter Wert in Zeiten globaler Wirtschaftskrisen, dennoch die niedrigste Zahl der letzten drei Jahre. Laut Experten ist diese Tatsache den rückgängigen Exporten geschuldet. Im Jahr 2011 betrug das Wachstum noch 4,6 Prozent. Wahlen: Die Vorsitzende der Arbeiterpartei, Shelly Yachimovich hat ausdrücklich erklärt, ihr Ziel sei es, Premierministerin zu werden. Sie wolle keiner Koalition unter dem Vorsitz von Benjamin Netanjahu beitreten. Eine Umfrage hat derweil ergeben, dass nur 7 Prozent der Israelis der meinen, eine Frau als Regierungschefin hätte mehr Erfolg und würde eher den Weg zum Frieden führen, auch mit dem Iran (Israel Heute).


06-01-2013

IN GEMEIMER MISSION. Dieser Fall einer Aktion der israelischen Armee bietet Stoff für einen Actionfilm: Es ist Dienstag, der 1. Januar 2013. Eine Undercover-Einheit der israelischen Armee hat die Aufgabe, einen gesuchten Terroristen aus dem so genannten Westjordanland in Gewahrsam zu nehmen. Shin-Bet-Geheimagenten verkleiden sich im Zuge der Aktion als örtliche Gemüsehändler, tragen versteckt Waffen und Kommunikationsgeräte und sind tatsächlich in der Lage, mitten am helllichten Tage den Gesuchten, Murad Bani Odeh, südlich von Jenin im Palästinenserdorf Tamoun zu lokalisieren. Das hochrangige Mitglied des Islamischen Dschihad kann festgenommen werden, doch muss israelisches Militär zur Unterstützung anrücken, denn beinahe geht die Aktion schief. Eine weitere Person sollte dingfest gemacht werden, doch fliegt die Tarnung auf und Unruhen brechen aus. Wütende Palästinenser stürmen in Windeseile zusammen, als sie hören, dass in ihrem Dorf eine Militäraktion durchgeführt wird. Den Geheimagenten gelingt es, sich zurückzuziehen, während die Armee versucht, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Zwei israelische Soldaten und acht Palästinenser werden verletzt. Trotz des vorzeitigen Abbruchs der Mission und dem Ausbruch der Gewalt meldete die Armee, die Aktion sei erfolgreich verlaufen, da Bani Odeh dem Shin Bet übergeben werden konnte (Israel Heute).


04-01-2013

WELTWEIT 14 MIO. JUDEN. Eine ausführliche Studie des Pew Forums hat ergeben, dass es weltweit 14 Millionen Juden gibt, das sind 0,2 Prozent der Weltbevölkerung. Zum Vergleich: Die Zahl der Muslime beträgt 1,6 Milliarden. Mehr als die Hälfte, nämlich 59 Prozent der Juden, leben in Ländern, in denen sie eine Minderheit bilden. Dagegen gibt es nur 3 Prozent an Hindus, 13 Prozent an Christen und 27 Prozent an Muslimen, die weltweit in Staaten leben, in denen sie die Minderheit sind. Nach Angaben des Pew Forums sind 5,8 Milliarden Menschen der 6,9 Mrd. Bewohner der Erde (Stand: 2010) in irgendeiner Form einer anerkannten Religion zugehörig. Das Forum fand desweiteren heraus, dass das Judentum das höchste Durchschnittsalter aufweist – mit 36 Jahren sind die Juden im Durchschnitt acht Jahre älter als der globale Durchschnitt, sogar 13 Jahre älter als Muslime. Das bedeutet im Klartext, in den nächsten Jahren könnte das Judentum am langsamsten wachsen (Israel Heute).


03-01-2013

ISRAEL IM AUFSICHTSGREMIUM VON UNICEF. Israel ist zum 01. Januar Mitglied des Board of Directors von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, geworden. Nach einer Unterbrechung von mehr als 40 Jahren ist es das dritte Mal, dass Israel Mitglied des Aufsichtsgremiums dieser wichtigen Organisation ist. Die Beziehung zwischen Israel und der in annähernd 200 Ländern tätigen UN-Organisation begann 1948, als das Kinderhilfswerk Kinder und ihre Mütter in dem gerade gegründeten Staat mit Essen, Decken, Impfstoff und Medikamenten versorgte. Von 1951 bis 1959 dann war Israel als Entwicklungsland erstmals Mitglied des Board of Directors, 1955 sogar als vorsitzender Staat. Vertreten wurde das kleine Land dabei von Zina Harman. Sie war zwischen 1963 und 1965 auch Vertreterin Israels im Executive Board von UNICEF und nahm 1965 im Namen der Organisation den Friedensnobelpreis entgegen. 1969 gründete Zina Harman die Freiwilligen- und Fundraising-Organisation Israel Fund for UNICEF, die seitdem viele Millionen Shekel für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen gesammelt hat. Zum Zeitpunkt der Gründung des Israel Fund for UNICEF war Israel, das einst zu den Empfängerländern gehört hatte, bereits in die Reihen der Geberländer für UNICEF aufgestiegen. (Außenministerium des Staates Israel, 01.01.13)


02-01-2013

DROHT EINE DRITTE INTIFADA? In Israel werden mehr und mehr Stimmen laut, die vor einer erneuten Eskalation der Gewalt im Land warnen. Erst kürzlich rief einer der Hamasführer, Ahmed Halabiyeh, dazu auf, wieder Selbstmordattentäter nach Israel zu schicken. Wegen des israelischen Siedlungsbaus sei es ausserdem an der Zeit, eine dritte Intifada zu entfachen, um „Jerusalem und die Al Aksa Moschee zu retten“, so der Hamasfunktionär. Jetzt meldete sich der ehemalige Premier Ehud Olmert zu Wort, um vor einer erneuten palästinensischen Terrorwelle zu warnen. Zwar sei die Chance eines Friedens nach wie vor gegeben, jedoch könnte eine Intifada jederzeit ausbrechen, erklärte er gestern in Tel Aviv. Die Palästinenser seien sehr frustriert und befürchten, ihre Regierung werde sie letztendlich im Stich lassen, so Olmert (Israel Heute).


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Updated: 31. december 2013 15:10:04.