TAGESJOURNAL 2012
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24-12-2012

Wir wünschen allen unseren Lesern ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes Neues Jahr. DAS NÄCHSTE TAGESJOURNAL ERSCHEINT WIEDER AM 02.01.2013.


23-12-2012

EHRENMORDE IN ISRAEL BRINGEN DIE POLIZEI IN BEDRÄNGNIS. Der Mord an einem 16 Jahre alten israelisch-arabischen Mädchen durch ihren Bruder vor einigen Wochen, hat kritische Stimmen laut werden lassen, die der israelischen Polizei vorwerfen, zu wenig gegen das Phänomen der „Ehrenmorde“ zu tun. Die Tat geschah vor etwa drei Wochen in einem beduinischen Vorort von Beerscheva. Der 24 Jahre alte Bruder des Mädchens, Ahmed al-Assam, schlitzte ihr nach einer heftigen Diskussion die Kehle auf. Vorher war Aischa mit ihrem Freund zusammengezogen, aber auf Verlangen ihrer Eltern nach Hause zurückgekehrt – mit dem Versprechen, dass ihr Bruder ihr nichts antun werde. Der Bruder brach sein Versprechen jedoch und ging nach der Tat sogar noch auf die Straße, wo er öffentlich erklärte: „Ich habe sie getötet“. Danach fuhr er zur Polizei und stellte sich. Am vergangenen Sonntag wurde offiziell Klage gegen ihn eingereicht. Während Ahmeds Gerichtsverhandlung warf sein Anwalt der Polizei vor, Appelle von Aischas Freund ignoriert zu haben, der darauf bestand, dass ihr Leben in Gefahr war. Nach Aussage des Anwalts hat der Freund eine offizielle Beschwerde über Ahmeds gewalttätige Absichten gegenüber seiner Schwester bei der Polizei abgegeben. Dem Freund wurde angeblich gesagt, dass alles gut wird und seine Anklage warten müsse. Israelische Beamte geraten bei solchen Fällen in eine schwierige Lage. Auf der einen Seite sind sie verpflichtet, alle Bürger Israels zu schützen, andererseits wird ihnen jedoch oft vorgehalten, in die Gesellschaftsstrukturen der Minderheiten (in diesem Fall der Beduinen) einzugreifen. In der Mehrheit der Fälle wird Israel vorgeworfen, das Land zu „judaisieren“ wenn die Regierung eingreift, um israelisches Recht durchzusetzen. Zur gleichen Zeit werden hilflose Opfer wie Aischa das Ziel von barbarischen Verhaltensweisen, die niemand im Stande oder Willens ist zu stoppen.


21-12-2012

UMFRAGE: PALÄSTINENSER SUCHEN GEWALT, UNTERSTÜTZEN HAMAS. Zwei neue Umfragen haben ergeben, dass die Palästinenser seit dem letzten Krieg in Gaza Gewalt gegen Israel noch mehr befürworten als früher und sie die Hamas als Regierung auch im Westjordanland wollen. Eine Studie einer Agentur aus Ramallah hat herausgefunden, dass 87,7 Prozent palästinensischer Araber zustimmen oder sogar stark zustimmen, dass der „bewaffnete Widerstand“, wie die Hamas ihn anwendet, der beste Weg zur palästinensischen Unabhängigkeit sei. Diese Fragen wurden nach dem acht Tage dauernden Krieg in Gaza gestellt. Israel hat einem Waffenstillstand schnell zugestimmt, obwohl seine Städte weiter beschossen wurden, während sich die Hamas sofort als Sieger dieses Konflikts darstellte. Eine andere Umfrage zeigte, dass die Hamas auch im Westjordanland an die Macht käme, wenn jetzt Wahlen stattfinden würden. Es scheint als habe die Hamas in den Augen der Palästinenser wirklich gegen Israel gewonnen, da sie in ihrer Gunst gestiegen ist. Es wird hier wieder einmal deutlich, dass die palästinensischen Führer ihre Bevölkerung nicht zum Frieden erziehen, sondern sie lehrt, den zu favorisieren, der Israel am meisten schaden kann.


20-12-2012

HÄTTE JESUS HEUTE IN ISRAEL GELEBT. „Ein Gedanke zu Weihnachten: Nehmen wir mal an, Jesus und Maria hätten in unserer heutigen Zeit in Israel gelebt, als Juden im eigenen Land ohne Sicherheit: Es wäre gut möglich, dass sie beide zu Lynchopfern feindlicher Palästinenser in Bethlehem geworden wären. Ein Punkt zum Nachdenken!“ Diese Mitteilung hat ein israelischer Beamter auf der Facebook Seite der israelischen Botschaft in Irland veröffentlicht. Schon nach wenigen Minuten wurde diese Mitteilung derart heftig kritisiert, dass sich die israelische Botschaft dafür entschuldigen und den Blitzgedanken löschen musste. Ob solch eine Meldung korrekt oder unkorrekt ist, darüber kann man streiten. Aber Fakt ist, dass viele Menschen in Europa die jüdische Herkunft Jesu und seiner Mutter vergessen haben. Egal wo man im christlichen Europa herumfährt, man sieht überall an den Straßen, in Gasthöfen, Raststätten und Kirchen zwei Juden. Am Kreuz hängt Jesus und auf Gemälden sieht man eine Mutter (Miriam) mit ihrem Baby in ihren Armen. Dass diese zum jüdischen Volk gehören, weiß heute die Mehrheit nicht mehr. Vor einem Jahr, als Palästinenser in einer provokanten Aktion vor der Sicherheitsmauer in Bethlehem darstellten, wie Josef, Maria und Jesus am Checkposten vor Bethlehem aufgehalten wurden, hat sich keiner deswegen aufgeregt. Dabei ist die Familie Jesu keine palästinensische Familie sondern eine jüdische Familie (Israel Heute).


19-12-2012

QUMRAN-ROLLEN DIGITALISIERT ONLINE. Die Antikenbehörde und Google Israel haben heute die Schriftrollen vom Toten Meer digital online gestellt. Die digitale Bibliothek soll letztendlich die vollständigen Schriften enthalten, bisher sind es „lediglich“ 4.000 Scans von Infrarot-Fotografien, die kurze Zeit nach dem Finden der Schriftrollen bei Qumran in den 1950er Jahren gemacht wurden, die interessierte Nutzer betrachten können. Hinzu kommen etwa 1.000 Bilder, die erst für das Digitalisierungsprojekt in einem eigens gebauten Fotolabor angefertigt wurden, das sich einer von der NASA entwickelten Technik bedient. Hierbei wird jedes Schriftstück 28 Mal auf 12 verschiedenen Farbspektren abfotografiert und die Bilder anschließend von einem Computer zu einem Bild mit äußerst hoher Auflösung wieder zusammengesetzt. Jede der Fotodateien hat eine Größe von etwa 4-5 Gigabyte. Zusätzlich sind die Schriftrollen auch mit Infrarot-Licht fotografiert worden, was ermöglicht, auch unter Flecken verborgene Buchstaben zu erkennen, die das menschliche Auge im Original gar nicht erfassen könnte. Ein Team von Forschern der Universität Tel Aviv arbeitet außerdem an einem Computer-Programm, das es ermöglichen soll, alternative Zusammenstellungen der einzelnen Rollenteile zu finden. Denn niemand weiß, ob die Forscher vor 60 Jahren die 30.000 Einzelteile, aus denen die Rollen bestanden, wirklich richtig zusammengesetzt haben. Drei Jahre, so hieß es heute Morgen auf der Pressekonferenz zum offiziellen Online-Start des Projekts, werde es dauern, bis alle Teile öffentlich einsehbar seien. Bereits jetzt können einzelne Textteile auf Hebräisch oder in englischer Übersetzung gesucht werden. Auch ist es möglich, auf Landkarten zu sehen, wo genau eine bestimmte Rolle gefunden wurde. Weitere Tools sollen hinzukommen. Die Initiatoren des Projekts erhoffen sich vor allem eine Welle von wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema. „Man wird die Schriftrollen noch einmal ganz neu lesen können, aus Forschersicht ist hier der Himmel die Grenze“, so Pnina Shor, Leiterin der Abteilung für die Qumran-Rollen bei der Antikenbehörde heute Morgen. (Haaretz, 18.12.12)


18-12-2012

HÄUSERBAU ALS RACHE? Mit der Ankündigung des Baus von mehreren Tausend Wohnungen in Gebieten, die 1967 besetzt wurden, hat die Regierung Netanjahu aus israelischer Sicht längst überfällige Bauvorhaben genehmigt, die ausnahmslos in Gebieten liegen, die angesichts der geografischen und demografischen Gegebenheiten niemals palästinensisch würden. Auch sind dies keine „neuen“ Siedlungen, sondern Projekte, die teilweise vom Friedenspremier Jitzhak Rabin angeleiert, von den Regierungen unter Ariel Scharon und Ehud Olmert liegengelassen, von Netanjahu aufgegriffen und dann, um den Amerikanern einen Gefallen zu tun, wieder auf Eis gelegt wurden. Bereits vor Jahren hatte der Politikprofessor Schlomo Avinery, der selbst „jedes israelische Gebäude jenseits der Grünen Linie (der Grenzen von vor 1967)“ für „Sünde“ hält, erklärt, „eine Räumung von Jerusalemer Stadtteilen wie Gilo, Ramot, French Hill oder Ramat Schlomo“, oder auch der Siedlerstadt Ma‘aleh Adumim – um die es bei Netanjahus Bauvorhaben geht – sei „politisch nicht durchsetzbar“. Nur wer blind palästinensischer Propaganda vertraut und die örtlichen Gegebenheiten nicht kennt, kann der Behauptung Glauben schenken, 3.000 Wohneinheiten im Gebiet „E 1“ zwischen Ma‘aleh Adumim und dem Ölberg würden einen Palästinenserstaat verunmöglichen (Israelnetz – Johannes Gerloff). Trotzdem hat die Ankündigung der Wiederaufnahme dieser Bauvorhaben das Mitte November noch weit verbreitete Mitgefühl der Europäer für die raketengeplagten Israelis unversehens in flammenden Zorn verwandelt. Vielleicht ist der Meinungs- und Stimmungsumschwung in der westlichen Welt, der die UNO-Abstimmung ermöglicht hat und dann bei der Siedlungsverkündigung Netanjahus offen ausbrach, das größte Problem Israels in diesem ganzen Zusammenhang.


17-12-2012

FINANZHILFEN ALS DRUCKMITTEL. Alle Optionen für eine Reaktion Israels auf den palästinensischen Vorstoß erweisen sich als problematisch. Im amerikanischen Kongress, der traditionell als überwältigend pro-israelisch gilt, wurde erwogen, die immerhin 600 Millionen Dollar schweren US-Hilfen für die Palästinenser als Druckmittel einzusetzen. Um eine Streichung dieser Mittel zu verhindern, soll sich das Weiße Haus gar an Netanjahu um Unterstützung gewandt haben. Die USA finanzieren durch ihre Hilfe nämlich vor allem die palästinensischen Sicherheitskräfte, die bislang höchst effektiv und in reibungsloser Zusammenarbeit mit der israelischen Armee, palästinensische Extremisten im Westjordanland im Zaum halten. Eine Einstellung der amerikanischen Finanzhilfe an die PA hätte unmittelbar einen Anstieg des palästinensischen Terrors gegen Israel zur Folge. Reflexartig hatte Israels Finanzminister Juval Steinitz verkündet, man werde für die Palästinenser eingezogene Steuern in diesem Monat nicht an die PA überweisen, sondern ausstehende Elektrizitätsrechnungen der Palästinenser damit begleichen, ist bei näherem Hinsehen genauso ein Bumerang wie ein Gesetzesvorschlag im amerikanischen Kongress, der eine Annexion der Westbank durch Israel legalisieren würde. Israel hat keinerlei Interesse an einem Kollaps der PA und überhaupt keine Lust darauf, wieder für das tägliche Leben von zweieinhalb Millionen Palästinensern zuständig sein zu müssen, die Besatzung endlos festzuschreiben, oder gar den Palästinensern in Judäa und Samaria Wahlrecht verleihen zu müssen – wodurch nach Ansicht vieler Israelis der jüdische Charakter des Staates Israels demografisch gefährdet würde (Israelnetz – Johannes Gerloff).


16-12-2012

VERHANDLUNGEN ALS LÖSUNGSWEG. Darin ist sich die Mehrheit aller Beteiligten einig: Nur Verhandlungen werden zu einer Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts führen. Deshalb hat Tschechien gegen die Resolution 67/191 gestimmt. Deshalb hat sich Deutschland enthalten. Das betont Frankreich, das für die Aufwertung der Palästinenser in der UNO gestimmt hat – und deshalb haben die Palästinenser angeblich überhaupt erst ihren Antrag eingebracht, um auf Augenhöhe mit den Israelis verhandeln zu können. Doch der einseitige Antrag der Palästinenser und die große Zustimmung der UNO-Vollversammlung sind zweifellos eine schwerwiegende Verletzung der Abkommen von Oslo, in denen sich Israelis und Palästinenser geeinigt hatten, ihre Differenzen künftig auf dem Verhandlungsweg zu lösen. Die UNO-Resolution vom 29.11.2012 stellt alle Abkommen, die in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten von Israel und der PLO unterzeichnet wurden, in Frage – inklusive der Pariser Protokolle, die die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Israel und der PA regeln. Der World Jewish Congress beobachtet, dass die UNO-Vollversammlung einen Nahostfrieden unterminiert, indem sie „ihren eigenen Resolutionen widerspricht“. Der israelische UNO-Botschafter Ron Prosor bemühte sich der Völkergemeinschaft noch kurz vor der Abstimmung klar zu machen: „Diese Resolution verkündet, dass die internationale Gemeinschaft ein Auge zudrückt, wenn es um Friedensverträge geht. Für das Volk Israel ergibt sich daraus die simple Frage: Warum sollte man noch schmerzhafte Opfer für den Frieden bringen, wenn man dafür nur Papiere erhält, an die sich niemand hält?“ Aus israelischer Sicht ist die Resolution 67/191 der letzte Todesstoß für die Glaubwürdigkeit der UNO-Vollversammlung – soweit dieser überhaupt noch notwendig war. Der Aufruf des deutschen Außenministers Guido Westerwelle, die Resolution als „Auftrag für direkte Friedensverhandlungen“ zu verstehen und „keine dauerhaften Verhärtungen zuzulassen“ kam zu spät (Israelnetz – Johannes Gerloff).


14-12-2012

PALÄSTINENSISCHER SIEG. Doch dann wurden Stimmen lauter, die Generalversammlung der Vereinten Nationen habe der seit mehr als vier Jahren bereits nicht mehr gewählten Palästinenserführung einen beispiellosen PR-Sieg beschert. Die Resolution 67/191 „gilt als einer der größten diplomatischen Triumphe der Palästinenser über den Erzfeind Israel“, wertete „Der Spiegel“ aus deutscher Sicht. Ganz im Ton seines Vorgängers Jasser Arafat prophezeite Abbas , man werde weiter kämpfen „bis die palästinensische Flagge über Ostjerusalem weht“. Und der Chef des Hamas -Politbüros, Chaled Mascha‘al, stellte einen Zusammenhang mit dem gerade beendeten Gazakrieg her, behauptete die UNO-Abstimmung als „Frucht des jüngsten Sieges über die israelische Armee“, die die Isolation des Gazastreifens beenden und die Kluft zwischen Hamas und Fatah überwinden werde. „Erstmals“, so Mascha‘al, sei „ein Waffenstillstand nach den Bedingungen der Hamas geschlossen“ worden, um dann fortzufahren: „Was in der Generalversammlung geschah, ist der Höhepunkt des Widerstands und der Opfer der Palästinenser und bestätigt unseren Sieg in Gaza. Wir müssen durchhalten mit Widerstand und Dschihad!“ „Es wird keinen Palästinenserstaat geben“, konterte daraufhin Netanjahu mitten aus dem Wahlkampf, „ohne eine vertragliche Einigung, die die Sicherheit der Bürger Israels garantiert“. Er werde keinen weiteren Ausgangspunkt für iranischen Terror in der Westbank zulassen, wie etwa im Gazastreifen oder im Libanon, aus denen sich Israel in den Jahren 2000 und 2005 zurückgezogen hat. „Israel ist“, laut Netanjahu, „bereit, an der Seite eines palästinensischen Staates in Frieden zu leben“ – unter zwei Voraussetzungen: Dass die Palästinenser Israel als jüdischen Staat anerkennen, und dass der Konflikt zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn endgültig für beendet erklärt wird – was im Klartext heißt, dass die Vernichtung des jüdischen Staates Israel nicht mit anderen (etwa demografischen) Mitteln weiter verfolgt werden darf. Und Israels UNO-Botschafter Ron Prosor unterstrich: „Der Weg zu einem palästinensischen Staat führt nicht durch die UNO in New York, sondern einzig über Direktverhandlungen zwischen Jerusalem und Ramallah.“ (Israelnetz – Johannes Gerloff)


13-12-2012

ISRAELISCHE REAKTION. Zurückhaltung hatte die politische Führung Israels ursprünglich üben wollen. Als „bedeutungslos“ hatte Israels Premier Benjamin Netanjahu den überwältigenden Begeisterungssturm der Völkerwelt für „die palästinensische Sache“ in einer ersten Reaktion bezeichnet. „Warum regt man sich eigentlich so auf?“, fragte Noah Klieger in einem Leitartikel des hebräischen Massenblattes „Yediot Aharonot“: „Eine impotente Körperschaft“ hat mit einer „lächerlichen und völlig unlogischen Resolution“ „einem Staat den Beobachterstatus eines Nichtmitglieds verliehen, den es gar nicht gibt“. „Die Vollversammlung wird keine Lösung bringen“, beobachtete Klieger, „wie sie noch nie eine Lösung bewirkt hat“, um dann von Syrien über Ruanda bis in den Sudan eine ganze Reihe von Beispielen für diese These anzuführen (Israelnetz – Johannes Gerloff).


12-12-2012

UNREALISTISCHE HOFFNUNGEN ALS WEG INS UNGLÜCK. Auch andere Eigenschaften des erträumten Staates – „unabhängig, souverän, demokratisch, lebensfähig“ – könnten sich schnell als Luftblasen erweisen. Man bedenke beim Adjektiv „demokratisch“ nur, dass Mahmud Abbas schon weit mehr als die Hälfte seiner Amtszeit ohne Mandat seiner Wählerschaft verbracht hat. Nicht zum ersten Mal würden überhöhte, unerfüllbare Erwartungen in diesem Teil der Welt in einem Blutbad enden. Auf jeden Fall kann der PR-Erfolg von „Abu Masen“, wie Präsident Abbas landläufig genannt wird, dem eigenen Volk nur Frust bescheren (Israelnetz – Johannes Gerloff).


11-12-2012

WAS HAT DIE RESOLUTION 67/191 DER UNO-VOLLVERSAMMLUNG VERÄNDERT? Als Beobachter sind die Palästinenser bereits seit 1974 in den Vereinten Nationen vertreten. Entgegen anderslautender Gerüchte hat die Völkergemeinschaft am 29. November 2012 keinen Palästinenserstaat anerkannt, denn dazu hat die Vollversammlung weder eine juristische noch eine politische Vollmacht. Lediglich für interne Zwecke wurde der Beobachterstatus zu dem eines Nichtmitgliedsstaates aufgewertet, was das Ansehen der Palästinenser auf der internationalen Bühne gewiss stärkt und ihnen vor allem weitere Foren für ihre Aktivitäten eröffnet. Sie können nun in UNO-Ausschüssen mitarbeiten, haben Rederecht und können vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag als Kläger auftreten. Außerdem wird der Beobachterstatus als Nichtmitgliedsstaat von manchen als Sprungbrett zur Vollmitgliedschaft gewertet. Vor Ort, in den zwischen Israel und Palästinensern umstrittenen Gebieten, hat sich derweil am Status keiner der beiden Parteien irgendetwas geändert. Die Sicherheitslage wird weiter von der israelischen Armee bestimmt. Die Einschränkungen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) sind unverändert. Eine Verbesserung der Lage der palästinensischen Bevölkerung durch den UNO-Entscheid ist nicht in Sicht – im Gegenteil! Schon die Formulierungen der Resolution sind widersprüchlich, wenn sie einerseits fordert, ein palästinensischer Staat solle (unter anderem) „(territorial) zusammenhängend“ sein, andererseits aber die „Grenzen von vor 1967“ als Basis nennt. Wie sollen da der Gazastreifen und das Westjordanland miteinander verbunden werden? (Israelnetz – Johannes Gerloff).


10-12-2012

DER 29. NOVEMBER – UND SEINE FOLGEN (2.Teil).„Kav-Tet BeNovember“ 2012 Es ist kein Zufall, dass jetzt auf den Tag genau sechseinhalb Jahrzehnte danach die Vollversammlung der Vereinten Nationen die palästinensische UNO-Delegation zum „beobachtenden Nichtmitgliedsstaat“ aufgewertet hat. Für misstrauische israelische Juden passt die Wahl dieses Datums nahtlos in eine Delegitimierungskampagne der Palästinenser gegen den jüdischen Staat. Obwohl Araber und Muslime im Lauf ihrer Jahrhunderte währenden Besatzungszeit Jerusalem nie auch nur zur Provinzhauptstadt gemacht hatten, wird die Stadt immer häufiger als „ewige Hauptstadt des palästinensischen Volkes“ bezeichnet. Mittlerweile scheut sich auch der palästinensische Präsident Mahmud Abbas nicht mehr, Israel vorzuwerfen, „den historischen Charakter“ der Stadt zu verändern und „Jerusalem judaisieren“ zu wollen – obwohl noch vor wenig mehr als hundert Jahren die Hauptumgangssprache im heute muslimischen Viertel der Stadt Jiddisch war (Israelnetz – Johannes Gerloff).


09-12-2012

DER 29. NOVEMBER – UND SEINE FOLGEN (1.Teil) Der 29. November ist das vielleicht einzige gregorianische Datum, das in den hebräischen Kalender Eingang fand, ganz bestimmt aber das bekannteste. Eine Straße des „Kav-Tet BeNovember“ hat jede größere Stadt Israels vorzuweisen. Am 29. November 1947 entschied die UNO-Vollversammlung die Teilung des britischen Mandatsgebiets Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat. Damit wurden die verbleibenden 25 Prozent des ursprünglich dem jüdischen Volk als Heimstätte zugesprochenen Landes noch einmal geteilt. Die jüdische Bevölkerung Palästinas, stimmte dem Teilungsbeschluss zu. Die arabische Welt lehnte ihn ab. Viele Juden wurden aus arabischen Ländern vertrieben, ihr Besitz geraubt. Als infolge dieser UNO-Resolution 181 dann im Mai 1948 der jüdische Staat Israel proklamiert wurde, erklärte die arabische Welt diesem und damit dem Entscheid der UNO-Vollversammlung den Krieg. Doch all dem zum Trotz ist der 29. November für jüdische Israelis bis heute ein sehr emotionsgeladener Tag, der für die Neugeburt des jüdischen Volkes nach den Schrecken des Holocausts steht (Israelnetz – Johannes Gerloff).


07-12-2012

NETANYAHU: DER KONFLIKT HAT MIT TERRITORIUM NICHTS ZU TUN. Ein entschlossener Benjamin Netanjahu hat am Dienstag erklärt, dass es Zeit für die Welt sei, endlich die Wahrheit anzuerkennen: Der israelisch-arabische Konflikt habe nichts mit kleinen Stücken Land zu tun, sondern mit dem Recht eines jüdischen Staates im Nahen Osten zu existieren. Es gehe um das Existenzrecht Israels, in welchen Grenzen auch immer. Netanjahu sagte, dass der jüngste Krieg in Gaza ein weiterer Beweis dafür sei. „Worum ging es bei diesem Krieg? Es war ein Krieg um unsere Existenz. Wir haben uns aus Gebieten zurückgezogen, die wir im Sechstagekrieg erobert hatten, wie dem Gazastreifen, und sie schießen trotzdem Raketen auf uns.“ Der Premierminister wies auch darauf hin, dass vor 1967, als Israel die umstrittenen Gebiete erobert hatte, das Land genauso unter konstanten Angriffen litt. Und der „Friedensprozess“ daran nichts geändert habe. „Tag ein Tag aus haben sie gepredigt, dass es Israel nicht geben darf, diese Lüge hat tiefe Wurzeln in der arabischen Gesellschaft geschlagen. Wir müssen sie mit der Wahrheit bekämpfen,“ fuhr der Netanjahu fort. Es gibt Leute, auch in Israel, die argumentieren, dass Palästinenserführer Abbas Israel anerkannt habe. Es gibt jedoch einen großen Unterschied zwischen der Anerkennung, dass Israel existiert und Israels Forderung, sein Recht auf Existenz anzuerkennen. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, denn wenn zukünftigen Generationen von Palästinensern nicht beigebracht wird, dass Israel existieren darf – praktisch wird ihnen gerade das Gegenteil beigebracht – dann wird der Konflikt noch ewig weitergehen. Ohne öffentliche Anerkennung von Israels Existenzrecht und einer Überarbeitung des palästinensischen Bildungswesens, wird keine unterzeichnete Vereinbarung einen echten und währenden Frieden bringen. Und somit unterstreicht die Weigerung der Palästinenser auf eben diese Punkte einzugehen, dass Netanjahu mit seiner Behauptung recht hat (Israel Heute).


06-12-2012

ABBAS: WIR WERDEN AUCH JERUSALEM EINNEHMEN. Bei einer Siegesfeier in Ramallah für die erfolgreiche UN-Abstimmung über die UNO-Anerkennung des „Staates Palästina“, hat Palästinenserpräsident Abbas seinen Gefolgsleuten versprochen, eines Tages auch Jerusalem zu kontrollieren. Tausende hatten sich in Ramallah zusammengefunden, nur wenige Tage nachdem die UN-Generalversammlung mit 138 zu 9 Stimmen für die Aufwertung der palästinensischen Autonomiebehörde zu einem Beobachterstatus ohne Mitgliedschaft abgestimmt hatte. „Erhebt eure Hände, denn ihr seid Palästinenser! Ihr habt den Beweis bekommen, dass ihr stärker als die Besatzer seid!“ rief Israels angeblicher Friedenspartner Abbas euphorisch vom Podium. Aber eine UN-Anerkennung sei nicht das Endziel, Abbas gelobte: „Eines Tages wird ein junger Palästinenser die palästinensische Flagge über Jerusalem hissen, der ewigen Hauptstadt des palästinensischen Staates“. Obwohl verschiedene israelische Staatschefs bereit waren, Jerusalem zu teilen, lehnt die große Mehrheit der israelischen Bevölkerung diese Idee ab und besteht darauf, dass die Stadt unter israelischer Herrschaft vereint bleibt. Für Israelis wie auch für Palästinenser ist dieses Thema zu einer roten Linie geworden und zu einem großen Hindernis für die Bemühungen der Weltgemeinschaft, den Konflikt des Nahen Ostens zu lösen. Bibelgläubige werden dieses Hindernis erkennen, da es vorausgesagt wurde: Zur selben Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein für alle Völker. Alle, die ihn wegheben wollen, sollen sich daran wund reißen; denn es werden sich alle Völker auf Erden gegen Jerusalem versammeln. (Sacharja 12,3) Premierminister Netanjahu hat bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass die Sprache von Abbas seit der UN-Abstimmung immer feindlicher geworden ist. Anstatt ein Sprungbrett für Friedensgespräche zu sein, hat der Antrag in der UN-Vollversammlung den Frieden noch unwahrscheinlicher gemacht. Netanjahu veröffentlichte in einer Stellungnahme, dass die Richtung, die Abbas jetzt einschlägt, ein Beweis dafür sei, dass es bei dem Konflikt nicht darum geht, einen palästinensischen Staat neben Israel zu schaffen, sondern einen palästinensischen Staat auf der Asche Israels zu gründen. „Dies ist kein Disput über Land sondern eine Leugnung der Existenz Israels,“ sagte Netanjahu. Sie erziehen die junge Generation im Hass. Sie erziehen zur Zerstörung Israels. Ich sehe hier keinen Diskurs für den Frieden; es gibt keinen Diskurs, der den Weg zur Koexistenz ebnet.“ (Israel Heute)


05-12-2012

MOSLEMISCHER HERRSCHER BEAUTRATGT ISRAELISCHE SILBERSCHMIEDE MIT BAU EINES LEUCHTERS. Es gibt zwar einen Boykott moslemischer Länder auf israelische Waren, aber das hat einen moslemischen Herrscher nicht davon abgehalten, israelische Silberschmiede mit dem Bau eines atemberaubenden, diamantenbestückten Leuchters für seinen Palast zu beauftragen. Bei einem Preis von über 300.000 Euro wurde das wunderschön verarbeitete Stück während seiner gesamten Reise, von Israel in ein Land der ehemaligen Sowjetunion, von einem bewaffneten Sicherheitsmann begleitet. Der Leuchter ist etwa 1,80 Meter hoch und wurde aus reinem Silber gefertigt. Zwei aus reinem Gold gefertigte Flamingos stehen an seiner Basis. Den vier Karat schweren Diamanten am Stamm braucht man da kaum zu erwähnen. Acht Silberschmiede des israelischen Juweliers Hazorfim arbeiteten vier Monate lang an der Erstellung des Kunstwerks. Da direkter Kontakt zwischen moslemischen Staatsführern und israelischen Herstellern tabu ist, wurde der Handel von einem russischen Mittelsmann in die Wege geleitet, der dem Käufer zuvor schon beim Kauf von drei anderen Stücken aus Hazorfim geholfen hatte, ein viertes ist gerade in Arbeit. Berichten zufolge hatte der Käufer zuerst Kunstschmiede aus Russland, Italien und der Türkei mit der Produktion des Leuchters beauftragt, aber die Qualität der Schmiedearbeit und Sorgfalt, die die Israelis an den Tag legten, hat ihnen letztlich zum Auftrag verholfen. Hazorfim hat dem Leuchter ein Buch beigelegt, das seinen gesamten Entstehungsprozess aufzeigt (Israel Heute).


04-12-2012

SIEDLUNGSBAU SORGT WELTWEIT FÜR HEFTIGE KRITIK. Die Baugenehmigungen für weitere 3000 jüdische Wohneinheiten im sogenanngen Westjordanland erregen weltweit die Gemüter. Für die Weltpresse ein „Schlag ins Gesicht“ des eben noch vor der UN gefeierten palästinensischen Volkes, das sich jetzt mit einem Beobachterstatus schmücken darf. Für Netanjahu jedoch zeitlich gesehen ein geschickter Schachzug – muss er doch so kurz vor den Wahlen seine Position beim israelischen Volk festigen und seine Stärke unter Beweis stellen. Besonders heftig reagieren zur Zeit Großbritannien, Schweden und Frankreich auf die israelische Siedlungspolitik. Diese Länder haben die jeweiligen israelischen Botschafter zur Berichterstattung und zur Entgegennahme einer Protestnote einberufen. In Großbritannien denke man Medienberichten zufolge gar über Sanktionen nach, die den Handel zwischen dem Land und dem jüdischen Staat betreffen sollen. US-Außenministerin Hillary Clinton kritisierte Israel aufs Schärfste, selbst der jüdische Bürgermeister Chicagos, Rahm Emanuel, warf Netanjahu „unbegreifliches Verhalten“ vor. Auch die deutsche Regierung übt sich im Vorfeld der für Mittwochabend in Berlin geplanten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen zwischen Benjamin Netanjahu und Angela Merkel in Kritik. So erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert, Israel sende eine negative Botschaft und untergrabe das Vertrauen in seine Verhandlungsbereitschaft. Zudem schwinde durch den weiteren Siedlungsbau der Raum für einen Palästinenserstaat. Israel hält dagegen, dass die geplanten Wohneinheiten in bereits bestehenden jüdischen Vierteln gebaut werden sollen und daher keine bestehenden Verträge mit den Palästinensern missachtet werden. Eine Missachtung eines bestehenden Vertrages dagegen ist genau jener Schritt, den die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) letzte Woche bei der UNO gegangen ist: Die Lösung des Konfliktes durch die Bildung eines palästinensischen Staates darf nur durch bilaterale Verhandlungen geschehen, so lautet eine der Hauptkomponenten, auf die sich Israel und die PA vertraglich geeinigt hatten. Dieser Vertragsbruch – der erfolgreiche Antrag der Palästinenser zum UN-Beobachterstaat – blieb so weltweit unkommentiert, wurde im Gegenteil als wichtiger Schritt Richtung Palästinenserstaat gefeiert. Stattdessen wird Israel vorgeworfen, mit seiner Siedlungspolitik, die in der Form vertraglich geregelt schon seit Jahrzehnten vonstatten geht, dem Friedensprozess zu schaden (Israel Heute).


03-12-2012

SOHN DER GETÖTETEN MIRA SHARF GEHT WIEDER ZUR SCHULE. Yosef-Yitzhak Sharf hat in seinen vier Lebensjahren schon viel zuviel durchmachen müssen. Als im November am zweiten Tag der Gazaoffensive Raketen auf Kirjat Malachi fielen, wurde auch das Haus getroffen, in dem seine Familie wohnt. Mira Sharf (26), seine Mutter, schaffte es nicht mehr rechtzeitig, sich in Sicherheit zu bringen und starb. Sein Vater Shmuel wurde schwer verletzt, Yosef-Yitzhak selbst verlor zwei Finger. Viele nahmen an, dass der Vierjährige längere Zeit nicht in die Vorschule gehen könne, doch seine Familie versucht, so schnell wie möglich Normalität herzustellen, während seine emotionalen und körperlichen Wunden heilen. „Yosef ist gutgelaunt aufgewacht und hat uns wissen lassen, dass er wieder in die Vorschule möchte”, sagte der Onkel des tapferen Jungen der israelischen Tageszeitung Yediot Ahronot. „Die Lehrer und Kinder haben alle auf ihn gewartet. Es war nicht zu schwer für ihn, ihnen vom Tod seiner Mutter und dem Verlust zweier seiner Finger zu erzählen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob er die Ausmaße der Tragödie bereits begriffen hat.“ Shmuel und Mira Sharf waren mit ihren drei kleinen Kindern vor zwei Monaten aus Indien nach Israel gekommen, um ihre Pässe zu erneuern. Mira war zudem schwanger. Die Familie arbeitet für „Chabad“ in Neu Delhi. Shmuel plant, nach seiner Genesung wieder dorthin zurückzukehren (Israel Heute).


02-12-2012

ISRAEL IST DAS ERSTE LAND DER WELT, DAS SEINE FEINDE FINANZIERT. Viele israelische Kommentatoren sind frustriert, dass Israel nicht einmal annäherungsweise alle seine Möglichkeiten ausgeschöpft hat, um die Hamas bei der Gazaoffensive zu besiegen und dem Raketenterror ein Ende zu bereiten. Jeder weiß, dass Gaza sich nicht selbst versorgen kann und es fast sein gesamtes Wasser und einen großen Teil seiner Elektrizität aus Israel bezieht. Die Einwohner Gazas mussten nicht einmal auf ein Tröpfchen dieser Versorgung verzichten, während sie Raketen auf israelische Städte schossen. Aber noch schockierender ist wahrscheinlich die Tatsache, dass die israelische Bank während des Krieges weiterhin gepanzerte LKW nach Gaza geschickt hat, die mit Millionen von Schekeln gefüllt waren. Israels Ynet Nachrichtenportal erklärte: „Die Hamas hat kein eigenes Bankensystem. Die Organisation bekommt Mittel von arabischen Ländern in Dollar, aber die Währung in Gaza ist Schekel. Also überbringt Israel jeden Monat Millionen von Schekel nach Gaza, im Austausch für die Dollarnoten.“ Der beliebte israelische Kommentator Dr. Guy Bechor beschrieb diese lächerliche Situation mit folgenden Worten: „Wir repräsentieren den ersten Fall in der Geschichte, in dem eine Seite seinen Feind versorgt und finanziert, und das sogar während eines Krieges zwischen den beiden.“ Aber es geht nicht nur um Israels übereifrige Erfüllung des Gebots, seinen Feind zu lieben. Die israelische Bank könnte sogar gegen israelische und westliche Gesetze verstoßen. In Israel und den meisten westlichen Ländern ist es für die Regierung und für finanzielle Institutionen illegal, Organisationen zu unterstützen, die als terroristisch eingestuft worden sind. Obwohl die Hamas ganz sicher eine Terrororganisation ist, begründet Israel seine Aktionen als „humanitäre Hilfe“. Ohne die Millionen israelischer Schekel könnte die Hamas keine Gehälter für Regierungsangestellte bezahlen und die meisten Einwohner Gazas wären arbeitslos. (Einige dieser „Regierungsangestellten“ bekommen übrigens ihr Gehalt für den Abschuss von Raketen auf Israel.) Aber die Situation wird noch interessanter, wenn man bedenkt, dass in diesem Monat ein Gericht in New York entschieden hat, dass israelische Opfer von Angriffen der Hisbollah die libanesische Staatsbank verklagen können, da diese eine Filiale in New York hat. Die libanesische Bank hat Geldüberweisungen für eine Wohlfahrtsorganisation vorgenommen, die mit der Hisbollah verbunden ist. Diese Entscheidung hat jetzt auch die Tür für Opfer der Hamas geöffnet, die nun die israelische Bank durch eine ihrer Fillialen im Ausland verklagen können, wenn sie die Terrororganisation weiterhin unterstützt (Israel Heute).


30-11-2012

PALÄSTINENSER AUF STAATSWERDUNGSKURS. Am heutigen Donnerstag werden die Palästinenser offiziell bei der UN einen Antrag einreichen, bei dem es darum geht, eine Anerkennung als beobachtender „Nicht-Mitgliedsstaat“ durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen zu erhalten. Diese Position wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Vollmitgliedschaft und natürlich auch in Richtung eigener Staat. Linksgerichtete Politiker wie Ehud Olmert sehen darin kein Problem und gar eine Chance für ein Konzept einer Zweistaatenlösung. Israels Premier Benjamin Netanjahu erklärte jedoch vorab, dass der Antrag der Palästinenser die Staatswerdung eher verzögern werde, da „kein palästinensischer Staat errichtet werden kann ohne eine offizielle Lösung des Konflikts sowie Sicherheitsmaßnahmen, die den Staat Israel und seine Einwohner schützen“. Israel wird daher, ebenso wie die Vereinigten Staaten und ein paar weitere Mitglieder, gegen den Antrag stimmen. Deutschland hat unterdessen der israelischen Regierung bestätigt, sich der Wahl zu enthalten. Mindestens 15 europäische Länder werden dagegen für den Antrag der Palästinenser stimmen. Man geht davon aus, dass die Abstimmung unter den 193 Ländern der UN-Vollversammlung zugunsten der Palästinenser ausfällt (Israel Heute).


29-11-2012

ISRAELISCHER WUNDERHEILER BEHAUPTET, RAKETEN ABGEWEHRT ZU HABEN. Oren Zarif, ein israelischer „Wunderheiler“, hat letzte Woche im israelischen Fernsehen behauptet, er habe viel, wenn nicht sogar mehr als das Raketenabwehrsystem „Eiserne Kuppel“ für die Abwehr von Raketen aus dem Gazastreifen getan. Zarif, der von sich behauptet, übersinnliche Kräfte zu haben, gab zu, dass die israelische Armee gute Arbeit geleistet habe, er bestand jedoch darauf, dass das Land ihm nicht weniger Dank schulde. „Ich sehe, dass die Politiker allen möglichen Leuten danken, aber nicht Oren Zarif,“ wetterte der umstrittene Prominente, während der Gastgeber neben ihm unmerklich kicherte. „Sie müssen begreifen, dass Raketen auf offenem Gelände niedergehen und niemanden verletzen, nur weil Oren Zaif auf unkonventionelle Weise arbeitet.“ Der von sich in der dritten Person Sprechende wurde dann sogar ganz „biblisch“ als er sagte, dass alle, die gegen Israel aufbegehren, am Ende verlieren würden. „Das Volk Israel ist das auserwählte Volk,“ erklärte er. „Das israelische Volk hat eine mystische und spirituelle Beziehung zu Gott, der es liebt und beschützt.“ Neben der Abwehr von Raketen, habe Zarif nach eigenen Angaben ein vollständiges telekinetisches Kriegsprogramm entwickelt, das Premierminister Netanjahu darüber informieren könne, wo und wann der Feind zu bekämpfen sei. Als die sichtlich erheiterten Gastgeber im Fernsehen fragten, warum er denn nicht seine telepathischen Fähigkeiten dazu nutze, die Führer der Hamas zu beeinflussen, antwortete Zarif, dass dies schwierig sei, weil diese nur arabisch sprechen. Für viele im Land ist die Popularität dieses Mannes im Volk ein Hinweis auf den spirituellen Hunger, den so viele in unserer heutigen Zeit verspüren (Israel Heute).


28-11-2012

WIE SICHER IST EUROPA NOCH FÜR JUDEN? Mit den aktuellen Angriffen seitens der muslimischen Bevölkerung auf Juden in Malmö, Toulouse und Berlin wächst die Angst, Europa sei nicht mehr sicher für Juden. Im schwedischen Malmö, wo 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung muslimisch sind, explodierte Ende September in einem jüdischen Gemeindezentrum eine Bombe. Malmös Bürgermeister verwies kühl darauf, dass er Antisemitismus genausowenig wie „extremistischen Zionismus“ toleriere. Einen Tag vor der Attacke sagte ein Wärter des dortigen jüdischen Friedhofs zur israelischen Presse: „Es wäre Selbstmord, hier eine Kippa zu tragen.“ „Ich will keine Angst schüren. Man sollte sich nicht vor den Muslimen in Europa fürchten, sondern ihre Geschichte kennenlernen“, sagt Zvi Yehezkeli zu Beginn seiner vierteiligen Fernsehdokumentation „Allah Islam“, die vor kurzem vom israelischen Kanal 10 ausgestrahlt worden ist. Zusammen mit Regisseur David Deri besuchte Yehezkeli Araber in Schweden, Brüssel, England und Frankreich. Der irakischstämmige Yehezkeli spricht fließend Arabisch und gab sich als Palästinenser aus, der eine Reportage über Muslime in Europa drehen wolle. In Schweden begegnet Yehezkeli dem 16-jährigen Anwar, der mit seiner Mutter aus dem Irak eingewandert ist. Sein Bruder wurde von den Behörden wieder ausgewiesen. Anwars Mutter verspricht, „ganz Schweden niederzubrennen, wenn mein zweiter Sohn nicht die Staatsbürgerschaft erhält“. Die Familie lebt in Rosengard, einem Stadtbezirk von Malmö, in dem ausschließlich Muslime wohnen. Er erzählt von der muslimischen Mafia, die in Rosengard ein- und ausgeht (Israel Heute).


27-11-2012

BOTSCHAFTER SPRICHT AUF DER RATSVERSAMMLUNG DES ZENTRALRATS. Botschafter Yakov Hadas-Handelsman hat am Sonntag auf der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden in Deutschland gesprochen. In seiner Ansprache sagte der Botschafter unter anderem: „Es gibt in Deutschland stets viele Themen, die das Judentum und den jüdischen Staat betreffen. [...] Ein immerwährendes Thema ist die Lage in Israel und im Nahen Osten. Ich möchte an dieser Stelle die Gelegenheit ergreifen, dem Zentralrat und seinem Vorsitzenden für die bedingungslose Unterstützung Israels in den vergangenen Wochen zu danken. Besonders betrifft dies die Operation Wolkensäule und die Situation in Südisrael und im Gazastreifen. Wir freuen uns, dass die jüdische Gemeinde in Deutschland so eindeutig zu Israel steht und die schwierige Realität versteht, in der wir leben. Denn seit Jahren wird israelisches Staatsgebiet ohne jeden Anlass mit Raketen beschossen, und es ist das Recht und die Pflicht eines jeden Staates, seine Bürger zu schützen. Danken möchte ich der Bundeskanzlerin […] und dem Bundesaußenminister für ihre Unterstützung und für die Beteiligung des Außenministers an der Vermittlung der gegenwärtigen Waffenruhe. Wir wissen zu schätzen, dass die Bundesregierung sich dafür engagiert, zur Beruhigung der Lage beizutragen.“ Die Ratsversammlung des Zentralrats der Juden in Deutschland findet einmal jährlich statt. In diesem Jahr war mit Kanzlerin Merkel zum ersten Mal ein Bundeskanzler Gast der Veranstaltung. (Botschaft des Staates Israel, 26.11.12)


26-11-2012

HAMAS UND FATAH DEMONSTRIEREN EINIGKEIT. Vertreter der Fatah und der Hamas haben am Donnerstag im Gazastreifen gemeinsam das Ende der Kämpfe mit Israel gefeiert. Die beiden zerstrittenen Parteien demonstrierten seltene Einigkeit. „Heute hat sich unsere Einheit materialisiert. Hamas und Fatah sind eine Hand, ein Gewehr und eine Rakete“, sagte Hamas-Führer Chalil al-Hajja vor Tausenden Menschen, die sich in Gaza versammelt hatten. Fatah-Führer Nabil Scha‘ath, der am Sonntag noch während der andauernden Kämpfe in den Gazastreifen gereist war, sagte gegenüber der Menge: Israel habe es nicht geschafft, den Gazastreifen vom Westjordanland zu isolieren. „Wie glücklich ich bin, wenn gelbe, grüne, rote und schwarze Flaggen zusammen wehen, vereint durch die palästinensische Flagge. Wir müssen uns alle vereinen und zusammenarbeiten.“ Dabei bezog er sich auf die Farben der unterschiedlichen palästinensischen Organisationen. Tausende Anhänger der verschiedenen Gruppen waren gemeinsam durch die Straßen gezogen, um das Ende der Kämpfe zwischen der Hamas und Israel zu feiern. Muhammed al-Hindi, ein Anführer des Islamischen Dschihad, forderte die Palästinensergruppen dazu auf, sich hinter dem Widerstand zu vereinen. „Wir haben einen toten Punkt im Friedensprozess erreicht und jetzt befinden wir uns in den Gräben des Dschihad und des Widerstandes.“ Der Premierminister der Hamas , Ismael Hanije, forderte den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas dazu auf, ihn bezüglich der politischen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. Aus dem Büro von Hanije hieß es, Abbas habe den Hamas -Premier angerufen, und ihm zum Sieg über Israel gratuliert. Zudem habe er den Familien der „Märtyrer“ sein Beileid übermittelt (Israelnetz).


25-11-2012

VIDEO: JABARIS KINDER MÖCHTEN AUCH MÄRTYRER WERDEN. Ein Video, übersetzt von MEMRI, erschüttert Menschen weltweit. Darin wird gezeigt, wie die Kinder des getöteten Hamasfunktionärs Ahmed Jabari erklären, dass sie auch eines solchen Todes sterben möchten. Das Video beginnt mit einer Ansprache eines Muslims, der unter anderem folgendes sagt: „Allah sei gedankt, alle jungen Muslime in Gaza lieben das Märtyrertum, so wie die ungläubigen jüdischen Hunde das Leben lieben.“ Während die Kamera auf einen verschleierten islamischen Kämpfer mit Waffe schwenkt, sieht man kleine Kinder auf einem Sofa, die lächelnd typische Kampf-Stirnbänder tragen. Eine verschleierte Frau hält einen kleinen Jungen in die Kamera, vielleicht sieben Monate alt. „Dies ist der jüngste Sohn des Märtyrers,“ sagt sie (Bezug nehmend auf Jabari). „Sein Name ist Mashal. Er hat ihn nach dem großen (Hamas-) Führer Khaled Mashal benannt. So Gott will, wird der kleine Mashal werden wie der große Mashal“, erklärt sie. Dann wird ein Mädchen eingeblendet, es sagt zaghaft: „Ich möchte Raketen auf die Juden schießen und wie mein Vater als Märtyrer sterben.“ Daraufhin die verschleierte Frau mit dem Baby: „Wir hoffen, dass wir alle Märtyrer werden für die Sache Allahs! Selbst wenn sie uns alle töten, werden wir weiter Raketen auf sie schießen. Wir werden mit dem Heiligen Krieg nicht aufhören.“ Ein anderer kleiner Junge sagt: „Ich folge dem Pfad des Heiligen Krieges und möchte wie Papa zum Märtyrer werden.“ (Israel Heute)


23-11-2012

OPERATION ’WOLKENSÄULE’. EIN FAZIT. In den acht Kriegstagen im Süden Israels wurden 1.506 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgeschossen. 875 Raketen sind außerhalb israelischer Ortschaften gefallen. Nur 58 Raketen (4%) sind auf Israels Städte, Dörfer, Moschawim und Kibbuzim gestürzt, die übrigen auf die Städte gerichteten 421 Raketen konnte Israels Abwehrsystem „Eiserne Kuppel“ rechtzeitig abfangen. Weitere 152 Raketen aus dem Gazastreifen fielen auf Palästinensergebiet in der so genannten Westbank. Auf der israelischen Seite sind vier Zivilisten sowie ein Soldat ums Leben gekommen, die Zahl der Verletzten beläuft sich auf 500. Die israelische „Eisenkuppel“ hat sich in der jüngsten Operation Wolkensäule bewährt, darüber ist sich das Volk einig. Was bislang nur wenige wissen: Israel hat sich (erstmals) im Abkommen der Waffenruhe dazu verpflichtet, mit den gezielten Tötungen gefährlicher Terroristen aufzuhören... more... (Israel Heute).


22-11-2012

PATIENTEN AUS GAZA IN ISRAELS KRANKENHÄUSERN. Trotz des Kriegs im Gazastreifen, werden in Israels Krankenhäusern Palästinenser aus dem Gazastreifen behandelt. Prof. Rafael Beyar, Direktor des Rambam Krankenhauses in Haifa erklärte, dass sein Krankenhaus allen Menschen hilft, die Hilfe brauchen, unabhängig von ihrer Herkunft. Zwar scheine es absurd, dass Israel hilft, während es aus Gaza mit Raketen angegriffen werde, aber es gebe keinen anderen Weg, so der Professor. „Wir sind daran gewöhnt, wir sind weit von der Politik entfernt.“ Geärgert habe er sich allerdings über die Aktion arabischer Studenten der Universität Haifa letzte Woche, bei der eine Schweigeminute für den Hamasterroristen Jabari eingelegt worden war. Zwischen jüdischem und arabischem Personal seines Krankenhauses gäbe es jedoch keine Spannungen. Auch das Hadassa Zentrum in Jerusalem hat im letzten Monat sechs Patienten aus Gaza behandelt. Das medizinische Zentrum Schaba in Tel Ha Schomer hat ebenfalls keine Änderungen in der Versorgung seiner vielen Patienten aus Gaza vorgenommen. Hier liegt ein israelischer Junge, der beim Raketeneinschlag in Kiryat Malachi verwundet wurde, im selben Raum wie ein Mädchen aus Gaza, deren Finger wegen einer Verletzung amputiert werden mussten. Auch im medizinischen Zentrum „Sourasky“ in Tel Aviv gibt es zur Zeit 50 Patienten aus Gaza, die mit ihren Verwandten in der Küstenstadt untergebracht sind. Die Verwandten übernachten im Hotel des Krankenhauses und es gibt eine Kontaktperson, die ihnen hilft, sich zurechtzufinden. Die medizinischen Behandlungen für Patienten aus Gaza werden von der palästinensischen Autonomiebehörde oder von wohltätigen Organisationen, darunter das Peres Zentrum für Frieden, getragen (Israel Heute).


21-11-2012

RAKETEN AUF JERUSALEM, BEERSHEVA. Auf Israels Hauptstadt Jerusalem sind am Dienstag um 14:20 Ortszeit zwei Raketen abgefeuert worden. Ersten Berichten zufolge explodierten sie südlich der Stadt im Umkreis von Gusch Ezion. Die Polizei versicherte, dass keine Rakete die Innenstadt getroffen habe. Unterdessen fiel ein wahrer Raketenhagel auf Beerscheva. Von 16 Raketen, die auf die Wüstenstadt abgefeuert wurden, konnte Israels Abwehrsystem „Eiserne Kuppel“ neun Raketen abfangen. Linienbusse, Autos und Wohngebäude wurden beschädigt. Es gab keine Verletzten. Auch Israels südliche Küstenstädte Aschkelon und Aschdod wurden seit dem frühen Morgen attackiert. Es gab bisher keine Meldungen von Verletzten. Die Schulen in der Region bleiben bis auf weiteres geschlossen. Israels Luftwaffe reagiert mit gezielten Angriffen auf strategische Stützpunkte der Hamas im Gazastreifen. Das neunköpfige Sicherheitskabinett arbeitete bis vier Uhr morgens an einem von Ägypten vorgeschlagenen Vermittlungsangebot einer möglichen Feuerpause. Es kommt darauf an, ob die Hamas den Raketenbeschuss tatsächlich einstellt. Dafür sollen auch andere Länder garantieren (Israel Heute).


20-11-2012

ARABISCHE ZEITUNG: „LASST ISRAEL IN RUHE UND KÜMMERT EUCH UM SYRIEN!“ Die englischsprachige arabische Tageszeitung Asharq Al-Awsat, die auf vier Kontinenten in 14 Städten für die weltweite Verbreitung gedruckt wird, veröffentlichte in ihrem Editorial, dass Syrien und Iran für die Eskalation im Gazastreifen verantwortlich seien. „Syrien und Iran haben zuerst versucht, Israel auf den Golanhöhen, über die Sinai Halbinsel oder der Hisbollah im Südlibanon in eine Auseinandersetzung hineinzudrängen, aber als dies nicht gelungen ist, wandten sie sich dem Gazastreifen zu“, so schreibt Redakteur Tariq Alhomayed. Während die arabische Welt Israels aggressive, weltweit Schlagzeilen beherrschende „Operation Wolkensäule“ im Gazastreifen heftig kritisiert, wütet in Syrien seit 20 Monaten ein blutiger Krieg. Täglich kommen in Syrien seit Beginn der blutigen Aufstände gegen das Assad Regime zwischen 100 bis 200 Menschen ums Leben. Die Wurzel dessen, was heute in Südisrael und im Gazastreifen geschehe, sei der Iran und Syrien, die laut Tariq Alhomayed die Weltöffentlichkeit von dem was in Syrien geschieht, ablenken wollen. „Die Kriege in unserer Nachbarschaft sind leider zu einer Art Wettrennen geworden, jeder Krieg überschattet den nächsten Krieg“, so Alhomayed. „Was heute in Gaza abläuft, ist eine Flucht nach vorn, mit der Hoffnung, so Baschar el Assad zu verteidigen oder zu bewirken, dass somit der Preis von Assad Sturz teurer sein wird. Die prominenten Architekten dieser Taktik sind die Iraner.“ (Israel Heute)


19-11-2012

18 RAKETEN IN EINER MINUTE. Kurz nach 14:00 Uhr sind gestern über 18 Raketen innerhalb von einer Minute auf Aschdod, Beerschewa, Ofakim und andere Ortschaften in der Region abgeschossen worden. 17 von ihnen konnten vom Iron Dome abgewehrt werden. Ein Wohnhaus mit zehn Wohnungen wurde zerstört. Vier Personen erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen, zahlreiche Menschen werden derzeit wegen Panikattacken von Rettungskräften behandelt. Insgesamt wurden seit dem heutigen Sonntagmorgen 70 Raketen auf Israel abgeschossen, von denen 52 vom Abwehrsystem neutralisiert werden konnten. Israels Generalstabschef Benny Gantz befehligte die Luftwaffe, mit massiveren Angriffen auf die Raketenrampen in Gaza vorzugehen. Teilweise sind die Abschussanlagen im Boden versteckt und schwer ausfindig zu machen (Israel Heute).


18-11-2012

SOLIDARITÄT MIT DEN MENSCHEN IN ISRAEL. Die Botschaft des Staates Israel erreichen seit Donnerstag Solidaritätsbekundungen aus ganz Deutschland. Hierfür möchten wir uns bei Ihnen bedanken! Auch viele Städte und Organisationen haben ihrer Solidarität mit den Menschen in Israel Ausdruck verliehen. Der Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal schrieb in einem Brief an den Bürgermeister von Wuppertals Partnerstadt Beer Sheva, Ruvi Danilovich: „[W]ie wir hier überall mit großer Betroffenheit den Medien entnehmen konnten, ist es im Süden Israels zu einer weiteren Eskalation der Gewalt gekommen, die leider auch Auswirkungen auf Beer Sheva hat. […] Lieber Herr Kollege, unsere Gedanken sind bei den Menschen in Beer Sheva. Im Namen von Rat und Verwaltung und vor allem persönlich übermittle ich Ihnen meine tiefe Verbundenheit und Solidarität.“ Auch aus Berlin-Spandau wurde Solidarität nach Israel bekundet. In einer Erklärung hieß es: „Der Partnerschaftsverein Berlin-Spandau solidarisiert sich mit dem israelischen Volk und natürlich mit der Bevölkerung unserer Partnerstadt Ashdod. Wir hoffen auf Frieden in der Nahost-Region!“ Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Herr Reinhold Robbe, forderte ein klares Bekenntnis gehen Gewalt und Terrorismus. In einer Pressemitteilung hieß es: „Ursache und Wirkung dieser Eskalation dürfen nicht verkehrt werden. Seit Jahren leidet die israelische Zivilbevölkerung im Süden des Landes unter einem massiven Raketenbeschuss, der sich gezielt gegen Zivilisten richtet. In den vergangenen Tagen wurden durch einen verstärkten Beschuss hunderter Raketen aus dem Gaza-Streifen Zivilisten in Israel verletzt und getötet.“ Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, erklärte: „Der ständige Raketenhagel durch die Terrororganisation Hamas auf die israelische Zivilbevölkerung muss jetzt endlich ein Ende haben. Bisher wurde dieser tagtägliche Terror, ausgeführt durch die diktatorische, brutale Terrorfiliale des Irans im Gaza, von der Weltöffentlichkeit viel zu oft ignoriert und stillschweigend hingenommen. Durch den Raketenangriff auf Tel Aviv hat die Bedrohung nunmehr sogar auch noch eine neue Dimension angenommen. Selbstverständlich hat Israel, wie jeder Staat der Welt, das Recht auf Selbstverteidigung. Wir unterstützen daher ausdrücklich Israels Recht und Pflicht, die eigenen Menschen vor den böswilligen, fortgesetzten Angriffen der Terroristen zu schützen.“


16-11-2012

KRIEG IM SÜDEN ISRAELS. Seit Beginn der Gazaoperation hat die israelische Armee mehr als 500 terroristische Ziele im Gazastreifen angegriffen, darunter Raketenabschussrampen und Waffenlager. Allein in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag wurden mehr als 200 Ziele bombardiert. Im Visier der Armee sind besonders unterirdische Abschusseinrichtungen. IDF-Quellen berichten, dass das Militär präzise Geheimdienstinformationen über die Lage dieser Einrichtungen hat. Die Aktionen erfüllen augenscheinlich ihren Zweck: Es gab weniger Raketenangriffe als erwartet. Seit Beginn der Operation wurden palästinensischen Angaben zufolge 20 Palästinenser getötet und 180 verletzt. In Israel wurden bislang drei Menschen getötet und drei Soldaten verletzt. Seit Beginn der Militäroperation explodierten 300 Raketen in Israel, der „Iron Dome“ konnte mehr als 100 abfangen. Donnerstag Abend gingen zwei „Fajr“-Raketen, das sind iranische Langstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu 75 Kilometern, in der Tel Aviver Region nieder. Raketen fielen in der Nacht und am Freitag auf die Eshkol- und Bnei Shimon Regionen, auf Beerscheva, Sderot, Ofakim, Netivot, Aschdod, Aschkelon und andere Ortschaften. Zwei Gradraketen richteten Schaden in Aschdod und Kiriat Gat an. Der Grund, warum es nicht mehr Verletzte und Tote auf israelischer Seite gibt, ist der, dass Israelis sich strikt an die Anweisungen der Behörden halten und sofort bei Ertönen des Alarms Schutzräume aufsuchen. Für Freitag hat sich der ägyptische Premierminister Hesham Kandil zu einem Besuch in Gaza-Stadt angemeldet. Im Vorfeld bat er Israel, die Militärangriffe seitens der Armee für seinen dreistündigen Besuch einzustellen. Israel zeigte sich bereit, der Bitte nachzukommen, wurde allerdings vom Gazastreifen weiter mit Raketen bombardiert. In Vorbereitung einer Bodenoffensive wurden 16.000 israelische Reservisten einberufen, nur die Hälfte der von Verteidigungsminister Ehud Barak erbetenen Soldaten (Israel Heute).


15-11-2012

ARAFATS GRAB WIRD GEÖFFNET – PALÄSTINENSER GLAUBEN AN GIFTMORD. In Ramallah wird das Grab des im Jahr 2004 verstorbenen Palästinenserführers Jassir Arafat geöffnet. Am Dienstag haben Arbeiter damit begonnen, Steine von dem Mausoleum abzutragen. Arafats Leiche soll exhumiert werden, um herauszufinden, ob er vergiftet wurde. Arafat war 75-jährig in einem französischen Militärkrankenhaus gestorben. Die Todesursache blieb unklar. Die Exhumierungsarbeiten werden voraussichtlich 15 Tage dauern. Die sterblichen Überreste Arafats liegen unter Tonnen von Beton in vier Metern Tiefe. Die dicke Betondecke war dafür gedacht, Schutz vor unbefugtem Zugriff zu bieten. Eine internationale Expertenkommission soll dann Proben der Überreste entnehmen. Ausgelöst wurde die Aktion, nachdem Schweizer Experten im Juli erhöhte Werte des radioaktiven Stoffes Polonium-210 an persönlichen Gegenständen Arafats gefunden hatten. Mit dieser Substanz war der russische Spion Alexander Litvinenko 2006 in London ermordet worden. Die Exhumierung findet nun statt, obwohl sich Familienangehörige Arafats, darunter seine Schwester, dagegen ausgesprochen hatten. Sie argumentieren, es sei ohnehin klar, dass ihr Führer von Israel vergiftet worden sei. Israel hat stets bestritten, etwas mit dem Tod Arafats zu tun zu haben (Israel Heute).


14-11-2012

PERES APPELLIERT AN PUTIN UND OBAMA. Peres bedankte sich bei seinem Gastgeber für die Rolle der Roten Armee beim Sieg über Nazideutschland: „Russland hat eine große Last auf seinem Rücken getragen, um zu gewährleisten, dass die Schrecken des Zweiten Weltkrieges niemals wiederholt werden. Es ist eine schwerwiegende und beträchtliche Verantwortung. Sie haben während Ihres Besuches gesagt, wer auch immer den Holocaust leugne, könne einen neuen Holocaust hervorrufen, und Sie würden einen Iran, der droht, nicht zulassen.“ In einer persönlichen Anmerkung sprach der 89-Jährige Putin und US-Präsident Barack Obama an: „Aus meinen fortgeschrittenen Jahren und meiner Erfahrung heraus wende ich mich an Sie und an den wiedergewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten, Präsident Obama. Sie sind beide junge Führungspersönlichkeiten, die noch viele Jahre vor sich haben. Sie haben eine historische Gelegenheit, sich die Hände zu reichen, um dem Terror und den Bedrohungen ein Ende zu setzen, denen wir alle ausgesetzt sind und die Welt gemeinsam von Blutvergießen und Verzweiflung zu befreien.“ Nach dem Treffen nahmen Putin und Peres an einem Abendessen teil. Dort waren auch der russische Außenminister Sergej Lawrow, Russlands Botschafter in Israel Sergej Jakowlew und die israelische Botschafterin Dorit Golender zugegen (Israelnetz).


13-11-2012

JÜDISCHES TOLERANZZENTRUM ERÖFFNET. Putin erinnerte daran, dass er im Juni in der israelischen Küstenstadt Netanja ein Denkmal für die Soldaten der Roten Armee enthüllt hatte, die gegen die Nazis kämpften (Israelnetz berichtete). Gleichzeitig dankte er Peres für dessen Teilnahme an der Einweihung des Jüdischen Museums und Zentrums für Toleranz in Moskau. Das neue Museum sei ein Beitrag zum Kampf gegen Rassismus, Ausländerhass und Nationalismus. Es werde dazu dienen, die Erinnerung an den Holocaust und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges zu wahren. Russland werde die Opfer des Holocaust nie vergessen. Das Museum ist mit zahlreichen interaktiven Monitoren ausgestattet und wird am heutigen Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt. Das insgesamt 8.500 Quadratmeter große frühere Busdepot sei mit Hilfe von Spenden eingerichtet worden, sagte eine Sprecherin nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Mit Putins Zustimmung hatte die Stadt Moskau 2001 die denkmalgeschützten Gebäude aus den 1920er Jahren an die Föderation der jüdischen Gemeinden in Russland übergeben. „Das Museum soll nicht nur die jüdische Kultur darstellen, sondern auch die Geschichte Russlands durch das Prisma eines seiner Völker“, zitiert die dpa die Sprecherin Olga Schurawljowa. Der russische Präsident äußerte sich nach Angaben von Peres‘ Büro auch zu den bilateralen Beziehungen. Er bekundete seine Zufriedenheit, dass sie stärker würden, etwa in den Bereichen Energie, Medizin und Weltraumforschung. Ferner rief er Israelis und Palästinenser zu einer Wiederaufnahme der Friedensgespräche auf. Der Friede zwischen Juden und Arabern in Nahost sei auch für Russland wichtig. Putin gratulierte Peres zur Ehrenprofessur, die ihm die Russische Akademie verliehen hat. Dies sei eine würdige Weise, den Beitrag des israelischen Staatsoberhauptes für Wissenschaft, Bildung und Frieden anzuerkennen (Israelnetz).


11-11-2012

PERES TRIFFT PUTIN. Präsident Shimon Peres ist bei seinem Staatsbesuch in Russland am Donnerstag vom russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Arbeitstreffen empfangen worden. Die beiden Präsidenten kamen zunächst zu einem Vier-Augen-Gespräch zusammen, das 90 Minuten dauerte. Im Anschluss wurde die israelische Delegation von Putin zu einem Essen eingeladen, an dem unter anderem der russische Außenminister Sergej Lawrow, der russische Vizeministerpräsident, sowie der russische Botschafter in Israel, Sergej Jakowlew, und die israelische Botschafterin in Russland, Dorit Golender, teilnahmen. Während des Treffens zuvor hatten Peres und Putin die Bedrohung durch das iranische Regime, die Lage in Syrien und Möglichkeiten einer Wiederbelebung der Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern diskutiert. Ein weiteres Thema waren die strategischen Beziehungen zwischen Israel und Russland. Am Ende des Treffens erklärte Peres, es habe sich um ein „positives und effizientes Treffen“ gehandelt. Er fügte hinzu, es sei „aus der Diskussion klar geworden, dass Präsident Putin die Zukunft und Sicherheit Israels wichtig ist.“ (Präsidialamt, 08.11.12)


09-11-2012

REICHSKRISTALLNACHT: GEDENKFEIER I YAD VASHEM. Jedes Jahr findet in der Jerusalemer Holocaust-Erinnerungsstätte Yad Vashem eine Gedenkveranstaltung anlässlich der Reichskristallnacht statt, die am 9. November 1938 mit ihren schrecklichen Pogromen den Auftakt zur beinahe gänzlichen Vernichtung des deutschen Judentums bildete. Die Schirmherrschaft übernahm dieses Jahr die „Organisation der Juden europäischer Abstammung“ (Irgun Jotzei Merkas Europa). Die meisten der Teilnehmer waren selbst Überlebende der Schoa oder Nachfahren von Holocaustopfern. Den Auftakt bildete eine Führung durch die Ausstellung „das letzte Porträt“. Hier werden Werke von Künstlern gezeigt, denen es während ihrer Zeit im Konzentrationslager gelungen ist, heimliche Kunstwerke zu schaffen und sie dann zu verbergen. Viele dieser Künstler überlebten den Holocaust nicht. Weitere Höhepunkte der Veranstaltung waren die Kranzniederlegung in der Gedenkhalle, auf deren Fußboden die Namen von 22 Konzentrations- und Vernichtungslagern eingraviert sind und eine bewegende Rede eines Überlebenden sowie ein Rundgang durch eine Synagoge, die Ausstellungsstücke aus zerstörten Gotteshäusern aus Rumänien beherbergt. Besonders bewegt hat auch das Zeugnis von Sarah. Sie schilderte, wie sie die Reichskristallnacht erlebt hat und auf ihrer Flucht ausgerechnet vom Dach des obersten Gerichtshofs mit Dreck beworfen wurde. Mit tränenerstickter Stimme flüsterte sie: „Und dabei dachte ich immer, dass von diesem Ort Gesetz und Recht in die Welt ausgehen!“


08-11-2012

JERUSALEMS BÜRGERMEISTER: LASST JUDEN AUF DEM TEMPELPLATZ BETEN. Der Bürgermeister von Jerusalem, Nir Barkat, hat letzte Woche eindrücklich darauf verwiesen, dass es an der Zeit sei, echte Religionsfreiheit einzuführen und Juden auf dem Tempelberg beten zu lassen. „Es ist letztlich die Regierung, die dafür verantwortlich ist, ob Juden auf dem Tempelberg beten können, und nicht die Stadtverwaltung,“ sagte Barkat zu Studenten einer religiösen Schule. „Meiner Meinung nach sollte jeder dort beten können.“ Obwohl der Tempelberg die heiligste Stätte des Judentums und auch vieler Christen ist, ist es nur Muslimen gestattet dort zu beten. Eigentlich könnte jeder dort beten, aber Androhungen muslimischer Gewalttätigkeiten haben dazu geführt, dass die Polizei Juden und Christen verboten hat, Gebete – ob laut oder leise - auf dem Tempelberg zu verrichten. Viele Juden haben sich in letzter Zeit mit stummen Gebeten darüber hinweggesetzt und sind verhaftet worden, nachdem sich muslimische Aufseher beschwert haben. Muslime sehen den Jerusalemer Tempelberg als „islamischen Besitz“ an und betrachten Gebete von „Ungläubigen“ als Entweihung einer ihrer heiligen Stätten. Auf Besuche prominenter Juden auf dem Tempelberg wurde in der Vergangenheit oft mit tödlicher Gewalt reagiert (Israel Heute).


06-11-2012

ISRAEL UND EUROPA AUFGEPASST! DIE MUSLIMBRUDERSCHAFT KOMMT (Teil 1) In Ägypten, Libyen und Tunesien haben sie im Verlaufe der Revolutionen des berüchtigten „arabischen Frühlings“ bereits die Macht an sich gerissen. Das gleiche haben sie in Syrien und Jordanien vor: die Muslimbruderschaft, die einflussreichste, moderne islamistische Organisation. Aber was wissen wir eigentlich über sie? Beschränkt sich ihr Einfluss auf den Nahen Osten, und welche Gefahr stellt sie für Israel und Europa dar? Israel Heute enthüllt. Die Muslimbruderschaft wurde im Jahre 1928 von Hassan Al-Banna in Ägypten gegründet, ein Lehrer, der den Islam als Mittel für persönliche Entwicklung und die Einführung von weitreichenden sozialen Reformen sah. Aber was als religiöse und gesellschaftliche Organisation begann, wurde schnell zu einem mächtigen politischen Werkzeug, das die Einführung des Scharia Gesetzes in moslemischen Ländern forderte. Als die Araber im 20. Jahrhundert ihre Identität zu definieren versuchten und die Ketten des Kolonialismus zerbrachen, wurden Al-Bannas Ideen relativ schnell von den Massen aufgenommen. Die Muslimbruderschaft eröffnete Zweigstellen in fast jedem arabischen und moslemischen Land (Israel Heute).


05-11-2012

JUDEN UND ARABER VEREINT IM GEBET. In Westgaliläa haben sich messianische Juden und arabische Christen zu einem Tag des Gebets versammelt, um gemeinsam für die aktuelle Situation in Israel zu beten. Die wichtigsten Themen des fünfstündigen Gebets- und Fastentages waren die nukleare Bedrohung aus Iran, das Raketenfeuer auf Israels Süden sowie die anstehenden Wahlen in Israel und in den USA. Organisiert wurde das Treffen von Pastoren aus Galiläa. Rund 1500 Teilnehmer aus ganz Israel begannen die Gebetszeit mit persönlicher Buße und öffentlichem Schuldeingestehen, laut Teilnehmer einzigartig und ein wichtiger Schritt in Richtung Fürbitte für die messianischen Juden und die Menschen in Israel. Einer der Höhepunkte der Konferenz war die Einheit zwischen Juden und Arabern. So leitete Shmuel Aweida, arabischer Pastor aus Haifa, das Gebet für die israelischen Soldaten. Unter israelischen Arabern ist der Armeedienst eigentlich weitestgehend verpöhnt. Doch Aweida habe kein Problem damit, für die Armee zu beten, erklärte er: „Meine älteste Tochter dient als Sanitäterin und meine jüngere Tochter ist in einer Kampftruppe an der ägyptischen Grenze stationiert.“ Arabische Einwohner Israels werden nicht zum Armeedienst herangezogen. Aweidas Familie sieht es dagegen als Ehre an, in der Armee zu dienen.


04-11-2012

WENN SONDERGENEHMIGUNGEN MISSBRAUCHT WERDEN Eisenhändler Maher Atiah Abed Abu (41) aus dem Gazastreifen hat jahrelang Millionen Euro über Israel in den Gazastreifen geschmuggelt. Dafür benutzte der palästinensische Geschäftsmann seine freie Ein- und Ausfahrtsgenehmigung nach Israel. Nach langen, geheimen Ermittlungen wurde er schließlich am 6. September am Grenzübergang Erez am Gazastreifen von der israelischen Polizei verhaftet. In seinem Auto waren 25.000 Euro in bar gefunden worden. Beim folgenden Polizeiverhör gab er zu, dass er über viele Jahre hinweg auf diesem Weg Millionen Euro bares Geld durch seine verschiedenen Privatkonten in Israel an radikale Hamasterroristen in Gaza weitergeleitet hatte. Vor einiger Zeit war seitens des israelischen Geheimdienstes der Verdacht auf den Eisenhändler aus dem Gazastreifen gefallen, er beteilige sich an der Finanzierung terroristischer Aktivitäten gegen Israel, obwohl er eine freie Durchfahrtsgenehmigung nach Israel hatte. Solche Vorfälle schüren in Israel automatisch mehr Misstrauen gegenüber den Palästinensern. Zahlreiche Palästinenser haben solche Sondergenehmigungen und wenn diese missbraucht werden, muss Israel noch vorsichtiger werden. Dies bedeutet oft, dass Israel noch strenger sein muss, womit wiederum die palästinensische Seite verärgert wird. Aber solche Fälle beweisen immer wieder aufs Neue, weshalb Israel strenge Sicherheitsmaßnahmen ergreifen muss (Israel Heute).


02-11-2012

„ICH ZIEHE ES DIR AN UND DU GEHST IN DEN TOD.“ Die libanesische Facebook-Seite der im Westjordanland regierenden Fatah Partei hat ein Bild veröffentlicht, auf dem eine palästinensische Mutter ihrem Sohn einen Sprengstoffgürtel anzieht. Neben dem Bild ist ein fiktiver Dialog zu lesen, in dem die Mutter dem Sohn erklärt, warum er sich in die Luft sprengen muss: Meine Mutter hat mir einen merkwürdigen Gürtel angezogen. Ich fragte sie: „Was ist das, Mutter?“ Sie sagte: „Ich ziehe es dir an und du gehst in den Tod!“ Ich sagte zu ihr: „Mutter, was habe ich getan, dass du willst, dass ich sterbe?“ Sie vergoss eine Träne, die mich ins Herz traf und sagte: „Die Heimat braucht dich, mein Sohn. Geh und sprenge die Söhne Zions in die Luft.“ Ich sagte zu ihr: „Warum ich und nicht du?“ Sie sagte: „Ich bleibe und werde noch mehr Kinder für Palästina gebären.“ Ich küsste ihre Hand und sagte zu ihr: „Bleib stark Mutter, für dich und für Palästina werde ich die Unreinen und Verdammten töten.“ (Fatah Facebook-Seite, hochgeladen am 3. September 2012) Die Facebook-Seite beschreibt sich als die „offizielle Seite der palästinensischen Kultur und Informationskommission im Libanon“. Hier zeigt sich ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr die arabische Seite an einem Frieden mit Israel interessiert ist und was sie sich unter einem solchen vorstellt. Der angeblich moderate Mahmud Abbas ist Vorsitzender der Fatah, mit ihm sitzt Israel am Verhandlungstisch bei den Friedensverhandlungen (Israel Heute).


01-11-2012

GEHEIMDIENST SPRENGT HAMAS TERRORZELLE – 30 VERHAFTET. Der Radiosender der israelischen Armee berichtete am Montag, dass der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet eine Terrorzelle der Hamas im so genannten Westjordanland gesprengt hat. Bei dieser Operation wurden 30 Männer verhaftet. Berichten zufolge hat diese Zelle schon ein starkes Netzwerk in der Region von Ramallah errichtet. Die Verhafteten sagten zudem aus, dass die Hamas versuche, ihre Stellung im Westjordanland auszubauen, wo sie seit ihrer Übernahme von Gaza kaum noch Einfluss hatte. Die verhafteten Terroristen hatten vor, Zellen ihrer Terrororganisation in Universitäten im Westjordanland zu gründen. Laut dem Schin Bet, seien die Terroristen von der Hamas mit Geld ausgestattet worden, um Studentengruppen zu organisieren und Gefängnisinsassen zu bezahlen. Die verhafteten Terroristen gingen bei ihren Aktivitäten mit größter Vorsicht vor, sie benutzten niemals ihre wirklichen Namen, kommunizierten über Verbindungsmänner, nutzten externe Speicherkarten und trafen sich in geheimen Verstecken. Trotzdem konnten sie vom israelischen Geheimdienst gestellt werden, leider erst nachdem schon Terrorzellen unter Studenten in den Universitäten von Ramallah und Abu Dis geformt wurden. An zwei weiteren Hochschulen in Hebron und Bethlehem war dasselbe geplant. Zwei der festgenommenen Terroristen waren wahrscheinlich am Mord von zwei israelischen Reservisten in Ramallah im Jahr 2000 beteiligt (Israel Heute).


31-10-2012

LIKUD-BEITENU BESCHLOSSENE SACHE. Bei einer Abstimmung des Likud-Zentralkomitees ist am Montagabend die von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu und Außenminister Avigdor Lieberman bereits angekündigte Listen-Fusion mit Israel Beitenu bestätigt worden. Michael Eitan, Minister für Regierungsdienste, hatte noch bis zum letzten Moment versucht, eine geheime Abstimmung zu erwirken. Letztendlich stimmte jedoch eine überwältigende Mehrheit der Mitglieder des Zentralkomitees per Handzeichen für den Zusammenschluss. Likud und Israel Beitenu treten damit bei den Wahlen zur Knesset am 22. Januar 2013 auf einer gemeinsamen Liste an, die proportional zur jeweiligen gegenwärtigen Fraktionsstärke (Likud 27 Sitze und Israel Beitenu 15 Sitze) besetzt sein wird. Die Kandidaten des Likud werden dabei, wie zuvor auch, über Vorwahlen ermittelt. „Die Vereinigung erlaubt es uns, weiterhin stark zu führen und unsere Partei national und liberal zu belassen – für Ashkenazim und Spharadim, Traditionelle, Religiöse und Säkulare, Neueinwanderer und Alteingesessene, Minderheiten und Mehrheiten – Likud bietet allen eine Heimat“, kommentierte der Ministerpräsident und künftige Spitzenkandidat der neuen Liste Likud-Beitenu die Entscheidung. Die Vorsitzende der Arbeitspartei, Shelly Yachimovitch, erklärte dagegen, Netanyahu und Lieberman, strebten nach „Macht anstelle von Verantwortung, Macht anstelle von Führungsstärke, Macht anstelle von Solidarität und Macht anstelle der Sorge um die eigenen Bürger“. (Jerusalem Post, 30.10.12)


30-10-2012

NEGEV UNDER 10 TOP-REGIONEN DES LONELY PLANET. Der Negev, der immerhin 60% von Israels Festland umfasst, ist vom Kultreiseführer Lonely Planet auf Platz zwei der zehn Regionen weltweit gewählt worden, die man 2013 unbedingt besuchen sollte. „Über Jahrzehnt galt der Negev als nichts als eine trostlose Wüste“, so der Reiseführer. „Doch heute ist die Region ein riesiges Treibhaus für Entwicklungen. Denken Sie etwa an Öko-Dörfer, Wellness-Ressorts und sogar Weingüter. In den kommenden Jahren wird in Timna ein neuer internationaler Flughafen eröffnet, als nächstes kommen ein Hochgeschwindigkeitszug nach Eilat und noch mehr Hotels.“ Wer den Negev noch so erleben wolle, wie er heute aussehe, müsse sich beeilen, so erklärt der Lonely Planet. Auf Platz eins der Liste steht Korsika. (Ynet, 28.10.12)


29-10-2012

18 RAKETEN TRAFEN ISRAEL LETZTE NACHT. In der Nacht von Sonntag auf Montag war der rote Alarm des Raketenwarnsystems in Orten in der Nähe des Gazastreifens zu hören, als 18 Raketen im Süden Israels einschlugen. Alle Projektile trafen auf offenes Gelände, es wurden keine Schäden oder Verletzte gemeldet. Vorher hatte die israelische Luftwaffe Angriffe gegen Stellungen in Gaza geflogen, nach Angaben eines Armeesprechers beschossen die israelischen Jets ein Zentrum terroristischer Aktivitäten und eine Raketenabschussbasis im Norden Gazas sowie ein Terrorzentrum im Süden. Alle Ziele seien getroffen worden. Die Stadt Beerscheva wurde am Samstag von sieben Raketen getroffen, jedoch ohne Schäden anzurichten. Die Schulen wurden daraufhin am Sonntag geschlossen. Der Schulbetrieb soll heute, am Montag, wieder beginnen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuvor angekündigt, die Städte im Süden besser abzusichern, was von der Knesset auch sofort bewilligt wurde. Es handelt sich jedoch vorerst umd eine prinzipielle Bewilligung, ohne konkreten Plan und Budget. Das israelische Verteidigungsministerium hat schon Bedenken angemeldet, da es nicht alleine die Kosten von etwa 17 Millionen Euro tragen möchte. Streit ums Geld gab es auch in der Stadt Sderot, die fast täglich unter Raketenbeschuss ist. Sie stand schon fast vor dem Bankrott und nur ein viertägiger Hungerstreik des Bürgermeisters David Buskila konnte die Regierung dazu bringen, der Stadt finanzielle Hilfe in Höhe von etwa vier Millionen Euro (22 Millionen Schekel) zukommen zu lassen (Israel Heute).


28-10-2012

ISRAELS VERGESSENE FLÜCHTLNGE (Teil 4). Tatsächlich wurde das Leid der jüdischen Flüchtlinge von der viel populäreren palästinensischen Flüchtlingsfrage immer an die Seite gedrängt. Bei einem Vergleich der Zahlen auf beiden Seiten berichtet die BBC: „856 000 jüdische Flüchtlinge aus arabischen Staaten wurden zwischen 1945 – 1952 registriert, im Vergleich zu 860 000 palästinensischen Flüchtlingen, die bis 1951 registriert wurden, deren Nachkommen heute fünf Millionen zählen (UNWRA)“. Aber das Jerusalem Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit errechnet eine andere Zahl. „Studien besagen, dass 1948 etwa 740.000 Palästinenser im heutigen Israel lebten. Während des Unabhängigkeitskriegs blieben ca. 190 000 oder kamen danach wieder zurück. Die plausibelste Zahl liegt also bei etwa 550 000 Flüchtlingen ...“ Mit der gleichen Methode errechnet die Organisation, dass der Krieg von 1967 etwa 100.000 Flüchtlinge hervorgebracht hat, plus 25.000 bis 46.000 ausgewiesene Personen, von denen die meisten jedoch vom israelischen Staat oder internationalen Spendern kompensiert wurden. Wenn diese Zahlen richtig sind haben die zwei Kriege etwa 650.000 palästinensische Flüchtlinge hervorgebracht, wovon die Mehrheit immer noch in Flüchtlingslagern im so genannten Westjordanland, dem Gazastreifen, in Jordanien, Syrien und dem Libanon leben. Bei diesem Thema betont Ben-Gad die Verantwortung der arabischen Gemeinschaft. „Arabische Führer versuchen nicht, das Problem der palästinensischen Flüchtlinge zu lösen, die wie ein Fußball in den Händen der Politiker sind, um Israel zu delegitmisieren,“ warf er ihnen vor. „Auf der anderen Seite haben Juden, die aus arabischen Ländern geflüchtet sind, in Israel Hilfe erhalten (besonders von Wohltätigkeitsorganisationen aus der jüdischen Diaspora) und wurden absorbiert. Sie wurden von Flüchtlingen zu einem konstruktiven Teil der Gesellschaft. Man kann sie in allen Bereichen des Lebens finden.“ Wird das Leid der jüdischen Flüchtlinge jemals anerkannt? „Ich habe diese Frage oft aufgeworfen. Ich glaube, dass Tropfen ein Loch in Beton bohren können, wenn sie nur nicht locker lassen,“ schließt Ben-Gad (Israel Heute).


26-10-2012

ISRAELS VERGESSENE FLÜCHTLNGE (Teil 3) Arabische Führer leugnen die Vorwürfe, die schlechte Behandlung der Juden in ihren Ländern habe zu einem Exodus und der Entstehung eines jüdischen Flüchtlingsproblems im Jahre 1948 geführt. Um das herauszukehren, bieten sie regelmäßig an, die geflohenen Juden, als Kompensation für ihre früheren Missetaten, wieder in ihre alten Heimatländer einzuladen. Saeb Erekat, der Chefunterhändler der palästinensischen Autonomiebehörde, wurde von der Maan Nachrichtenagentur mit den Worten zitiert, „Wir sind nicht gegen die Rückkehr von Juden nach Marokko, Irak, Lybien, Ägypten oder sonstwohin. Ich glaube, kein arabischer Staat leugnet das Recht der Juden auf Rückkehr in ihre Heimatländer“. Dr. Yitschak Ben-Gad, ehemaliger Flüchtling aus Lybien, der Israels Generalkonsul in Florida, USA war (2005 – 2007), antwortete auf diese Aussage mit scharfer Kritik und sagte, dies sei nicht akzeptabel. Dr. Haim Saadoun stimmte dem zu. „Juden können nicht zurück und das hat nichts mit dem arabischen Frühling zu tun. Es ist vielmehr die Kluft zwischen dem jüdischen Wunsch nach Modernisierung und dem arabischen Streben, ihre Traditionen zu bewahren, was oft auf Kosten der Modernität geht.“ Aber wenn die Rückkehr nach Hause außer Frage steht, was ist die Alternative? Die Antwort auf diese Frage wurde in einem Bericht des israelischen Außenministeriums vorgeschlagen, in dem über die Schaffung eines speziellen Fonds nachgedacht wird, „der Flüchtlinge kompensieren soll, arabische wie jüdische ... sowie Länder, die schon an ihrer Aufnahme und Rehabilitierung gearbeitet haben ... er würde sich auch dem Thema des jüdischen Besitzes, der sich immer noch in den Händen von arabischen und muslimischen Ländern befindet, annehmen ... (Israel Heute).


25-10-2012

ISRAELS VERGESSENE FLÜCHTLINGE (Teil 2). Tatsächlich gab es Drohungen gegen jüdische Gemeinden im Nahen Osten und Nordafrika von der Rednerbühne der Generalversammlung der Vereinten Nationen, als in einer hitzigen Debatte über die Teilung Palästinas im Jahre 1947, Heykal Pascha, ein ägyptischer Abgeordneter, plötzlich erklärte: „Die Vereinten Nationen ... sollten nicht aus den Augen verlieren, dass die vorgeschlagene Lösung Millionen Juden in muslimischen Ländern gefährden könnte. Die Teilung Palästinas könnte in diesen Ländern einen Antisemitismus entfachen, der noch schwieriger zu entwurzeln sein wird, als es jetzt die Allierten in Deutschland versuchen ... wenn die Vereinten Nationen beschließen, Palästina zu teilen, sind sie verantwortlich für ein Massaker an einer großen Zahl von Juden“. Paschas Ideen wurden schnell zur Realität, als arabische Regierungen Maßnahmen gegen Juden einführten wie: diskriminierende Gesetze, Entzug der Staatsbürgerschaft, wahllose Festnahmen und Gefängnisstrafen, Ausschluss der Mitarbeit im öffentlichen Dienst und Quoten in bestimmten Beschäftigungsbereichen (um nicht die häufigen Fälle von staatlich organisierter Gewalt zu nennen). Nach Zahlen des Jerusalem Zentrums für Öffentlichkeitsarbeit, einer Organisation für öffentliche Diplomatie und Außenpolitik, verloren Juden etwa fünf Milliarden Euro an Besitz (in aktuellen Preisen), während andere Berechnungen den Verlust auf über 25 Milliarden Euro schätzen.


24-10-2012

ISRAELS VERGESSENE FLÜCHTLINGE (Teil 1) Die Einstellung der muslimischen Welt gegenüber Juden war nicht immer feindlich. Nach der Eroberung des Nahen Ostens und Nordafrika im 7. Jahrhundert, waren Juden toleriert und genossen sogar einige religiöse, erzieherische und wirtschaftliche Freiheiten. Gleichzeitig waren sie aber Bürger zweiter Klasse, oder so genannte Dhimmis (geschützte Minderheiten), mit verschiedenen Einschränkungen im rechtlichen und gesellschaftlichen Bereich. Im Jemen zum Beispiel war es einem Juden nicht erlaubt, auf dem Bürgersteig zu gehen oder auf einem Pferd zu reiten, seine Aussage vor Gericht war weniger Wert als die eines Muslims. Andere Beschränkungen ergaben sich durch verächtliches Verhalten seitens der Muslime, Verweigerung der Würde und sogar durch wiederholte Gewaltakte gegen Juden und ihre Gemeinden. Die Kolonisierung des islamischen Gebiets durch Frankreich, England und Italien erlaubte den Juden, ihr tägliches Leben aufzuwerten und ihren gesellschaftlichen Status zu erhöhen. Aber das hielt nicht lange an. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und die darauffolgende Besetzung Nordafrikas durch die Achsenmächte brachte auch die Judenverfolgung mit sich und viele wurden in Konzentrationslager deportiert. Aber neben dem Versuch der Nazis und ihrer Verbündeten, die Juden auszulöschen, litten diese auch unter ihren muslimischen Nachbarn. Das bis dahin schockierendste Ereignis, genannt Farhud, fand 1941 im Irak statt, als anti-britische Mobs Juden angriffen, die sie für Kollaborateure der Briten hielten. Das drei Tage anhaltende Massaker hinterließ 182 tote Juden und 1000 weitere Verletzte. Die Angriffe kamen für die Juden überraschend, da sie sich bereits jahrelang bemüht hatten, sich an die muslimische Gesellschaft anzupassen (im Gegensatz zu ihren Glaubensbrüdern in anderen arabischen Ländern); sie sahen sich selbst als Irakis und fühlten sich ihrem Heimatland sehr verbunden. Sie hatten enormen Einfluss auf die Sprache, Musik, Bildung und Wirtschaft des Landes. „Farhud hat dies alles zunichte gemacht,“ erklärte Dr. Haim Saadoun, Direktor des Dokumentationszentrums über nordafrikanische Juden während des Zweiten Weltkriegs am Ben Zwi Institut, und fügte hinzu, dass das Ende des Krieges keine Erleichterung für die Juden brachte. „Weitere Spannungen entstanden, als die UN beschloss, Palästina in zwei Teile zu teilen. Die arabische Liga nutzte dies, um anti-jüdische Resentiments zu schüren [dies war besonders in Ägypten spürbar], mit der Behauptung, die Juden würden die Schaffung Israels finanzieren, was die Massen auf die Straßen trieb,“ erzählte Saoun Israel Heute und fügte hinzu, dass die Lage sich mit dem Aufkommen des Pan-Arabismus und des religiösen Fanatismus noch verschlimmerte (Israel Heute).


23-10-2012

„ESTELLE“ IN HAFEN VON ASHDOD GELEITET. Am Samstag hat die Marine der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) das Schiff „Estelle“ aufgebracht, das sich auf dem Weg in den Gazastreifen befand, um die Seeblockade zu durchbrechen. Das Entern des Schiffes stand in Einklang mit dem Internationalen Recht und geschah erst, nachdem zahlreiche Versuche, das Schiff daran zu hindern, den Gazastreifen anzulaufen, gescheitert waren. Die Versuche waren sowohl durch direkten Kontakt zum Schiff, als auch über diplomatische Kanäle unternommen worden. Die Passagiere und Crew an Bord waren mehrfach zur Kooperation und Kursänderung aufgefordert worden. Erst, als sie sich weigerten der Aufforderung nachzukommen, wurde entschieden, an Bord zu gehen und das Schiff in den Hafen Ashdod zu geleiten. Die Soldaten der Marine operierten wie geplant und unternahmen alles, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten. Es wurde keine Gewalt angewendet. Nachdem die Soldaten an Bord gegangen waren, boten sie den Passagieren Essen und Getränke an. Jede Organisation und jeder Staat, der Hilfsgüter in den Gazastreifen liefern möchte, kann dies in Abstimmung mit den israelischen Behörden über die Landübergänge tun. (Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 22.10.12)


22-10-2012

800 RAKETEN IN ZEHN MONATEN. Der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen nimmt kein Ende. „Seit Anfang des Jahres wurden aus dem Gazastreifen 800 Raketen und Mörsergranaten auf Israels Südbezirk abgeschossen“, sagte der Direktor für strategische Angelegenheiten, Yossi Kupperwasser, in einer Pressekonferenz. „Die meisten Raketen kommen nicht mehr von der Hamas, sondern vom islamischen Dschihad.“ Im Durchschnitt wurden in den vergangenen zehn Monaten täglich drei Raketen auf Israel abgeschossen, was in den Medien kaum noch beachtet wird, es sei denn, ein Haus wurde getroffen (Israel Heute).


21-10-2012

ZAHAL EIN JAHR NACH DEM SHALIT-DEAL: „FREILASSUNG ABGESCHLOSSEN, TERRORESKALATION VERHINDERT“. Am 18. Oktober 2011 kam der israelische Soldat Gilad Shalit nach mehr als fünfjähriger Geiselhaft in den Händen der Hamas frei. Der Deal sah im Gegenzug für seine Freilassung die Entlassung von 1.027 palästinensischen Sicherheitshäftlingen aus israelischen Gefängnissen vor. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben nun ein Jahr nach der Freilassung Shalits den Deal abschließend bewertet. In einer Stellungnahme heißt es: „Die Sorge, die Entlassung des Großteils der 1.027 Terroristen, von denen einige Blut an den Händen haben, nach Judäa und Samaria, könne zu einem bedeutenden Anstieg von Terroranschlägen führen, hat sich nicht bewahrheitet.“ „Es gab keinen Ausbruch von Terror in Judäa und Samaria, und bis jetzt wurden 15 Aktivisten wieder festgenommen“, so ein nicht namentlich genannter hochrangiger Angehöriger von ZAHAL auf deren Internetseite. „Zwar sind alle, die im Rahmen des Deals freigekommen sind, wie Helden empfangen worden, aber hier haben wir die Sache sehr gut im Griff, und sie sind geheimdienstlich sehr gut überwacht.“ Die in das Westjordanland zurückgekehrten Gefangenen unterlägen außerdem strengen Auflagen. (Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 18.10.12)


19-10-2012

JORDANISCHER UND ÄGYPTISCHER BOTSCHAFTER ÜBERREICHEN BEGLAUBIGUNGSSCHREIBEN. Präsident Shimon Peres hat am Mittwoch in einer offiziellen Zeremonie die Beglaubigungsschreiben der neuen jordanischen und ägyptischen Botschafter in Israel, Walid Khalid Abdullah Obeidat und Atef Mohamed Salem Sayed Elahl, entgegen genommen. In einer Stellungnahme des Außenministeriums heißt es dazu: „Über die symbolische Bedeutung der Zeremonie hinaus stellt die Akkreditierung der neuen Botschafter eine wichtige Stufe in den israelischen Beziehungen zu Ägypten und Jordanien dar. Ihre Einsetzung wird die bilateralen Beziehungen verbessern und dabei helfen, Kooperationen für Frieden und wirtschaftlichen Wohlstand zu entwickeln, zum gegenseitigen Wohl aller Beteiligten. Die Beziehungen zwischen den Ländern werden weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Stabilität in der Region und zum Frieden im Nahen Osten leisten.“ Die Botschafter Salem Sayed Elahl und Obeidat, sowie vier weitere neu eingesetzte Botschafter, wurden später von Vizeaußenminister Danny Ayalon empfangen. Ayalon erklärte, er freue sich besonders über die Ernennung Obeidats zum jordanischen Botschafter, da beide bereits gemeinsam bei den Vereinten Nationen gedient hatten. (Außenministerium des Staates Israel, 17.10.12)


18-10-2012

EIN JÜDISCHER STAAT ALLER SEINER BÜRGER (Teil 5). Zwischen der Identität des Staates Israel als jüdischem Staat und der eines Staates aller seiner Bürger besteht kein Widerspruch. Eine Spannung zwischen den beiden Polen besteht aber dennoch, und es ist Aufgabe sowohl der jüdischen Mehrheit als auch der arabischen Minderheit, hierbei Wahrheiten ins Auge zu sehen, die für beide Seiten schmerzhaft sind. Die jüdische Mehrheit muss anerkennen, dass trotz der gegenwärtigen Lage und des Fehlens einer Lösung beim Thema Palästinenser die Araber Bürger unseres Staates sind: Dies verpflichtet zu einer Politik, die die Gräben in den Budgets für die arabische Bevölkerung bei Erziehung, Bau und Infrastruktur schließen muss. Und es verpflichtet auch dazu, die verletzenden Sicherheitsüberprüfungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Es verpflichtet die jüdische Öffentlichkeit ebenfalls dazu, nicht nur die arabischen Staatsbürger als Individuen mit Respekt zu behandeln, sondern auch ihre Kultur. Andererseits, sollten die Kämpfe um gleiche Rechte zwischen berechtigten Forderungen und dem Versuch unterscheiden, der scheitern muss, gegen die Symbole des Staates zu kämpfen. Die Forderung nach Gleichheit und die vollständige Integration wird unter den jüdischen Bürgern auf breite Unterstützung stoßen – der Versuch, Israels Selbstverständnis als jüdischen Staat zu erschüttern, jedoch nicht. Der Autor ist Emeritus für Politikwissenschaft an der Hebräischen Universität Jerusalem ( Shlomo Avineri, Haaretz, 06.10.12).


17-10-2012

EIN JÜDISCHER STAAT ALLER SEINER BÜRGER (Teil 4). Die Tatsache, dass es in der arabischen Öffentlichkeit Forderungen nach einer neuen Nationalhymne gibt (eine Forderung, die niemals durch arabische oder muslimische Minderheiten in demokratischen europäischen Staaten erhoben wurde) und nach einer Abschaffung des Einwanderungsgesetzes, rührt aus einer Wahrheit, deren Existenz man nicht ignorieren darf, und die man verstehen muss, auch wenn man mit ihr nicht übereinstimmt: Der Ursprung dieser Forderung liegt nicht im Wunsch nach gleichen Rechten, sondern in einem Mangel an Anerkennung der Existenz Israels als jüdischem Nationalstaat, in dem Versuch, dieses Selbstverständnis zu erschüttern. Man muss das offen aussprechen, und besonders die, die den arabischen Israelis volle Rechte garantieren wollen und die vielen Aspekte der Diskriminierung überwinden wollen, die unser Leben begleiten, müssen sich dieses Unterschieds bewusst sein. Manchmal hört man aus dem Munde einiger Sprecher der arabischen Öffentlichkeit, dass die Situation der arabischen Israelis (oder der palästinensischen israelischen Staatsbürger, wie sie sich selbst bezeichnen) nicht mit der Situation der Algerier in Frankreich, der Pakistaner in Großbritannien oder der Türken in Deutschland vergleichbar sei, weil es sich hierbei um eine Minderheit handele, die schon lange vor Ort lebt. Ohne auf die Frage eingehen zu wollen, ob eine solche Minderheit mehr Rechte hat, als eine zugewanderte (meiner Meinung nach nicht), lohnt es sich, daran zu denken, dass man mit diesem Begriff auch in anderen Zusammenhängen wedeln kann. Vielleicht waren die irakischen, syrischen und ägyptischen Juden, die auf die eine oder andere Weise aus ihren Ländern vertrieben wurden, eine Minderheit, die schon immer da war, weil sie in diesen Ländern bereits gelebt hatten, bevor diese im siebten Jahrhundert durch die muslimischen Araber erobert wurden? Der Autor ist Emeritus für Politikwissenschaft an der Hebräischen Universität Jerusalem ( Shlomo Avineri, Haaretz, 06.10.12).


16-10-2012

EIN JÜDISCHER STAAT ALLER SEINER BÜRGER (Teil 3). Im Hintergrund all dessen jedoch gibt es ein Thema, das nicht ignoriert werden kann und auch immer wieder in Zukunftsentwürfen arabischer Organisationen auftaucht: die Symbole des Staates. Das jüdische Wesen des Staates Israel findet in seinen Symbolen den wichtigsten Ausdruck, im Wappen, der Fahne und der Nationalhymne. Es sind eindeutig jüdische Symbole, nicht in religiösem Sinne, sondern als Ausdruck einer nationalen jüdischen Identität. Natürlich kann man nachvollziehen, dass es einem arabischen israelischen Staatsbürger schwer fällt, von der „jüdischen Seele“ zu singen oder sich mit dem Davidstern und der Menora zu identifizieren. Doch in dieser Hinsicht steht Israel nicht allein da. In vielen demokratischen Staaten in Europa, wie zum Beispiel Großbritannien, der Schweiz, Griechenland und den skandinavischen Staaten enthält die Fahne ein Kreuz: So ist etwa der Union Jack eine Verbindung dreier Kreuze, nämlich des englischen St. George’s Cross, des schottischen St. Andrew's Cross und des irischen St. Patrick’s Cross. Natürlich haben die Kreuze einen christlichen Hintergrund, jedoch stehen sie heute eben vor allem für das nationale Erbe der Bestandteile des Vereinigten Königreiches. Forderungen von Juden (oder Muslimen), diese Fahne durch eine religiös neutrale auszutauschen, wurden bisher noch nicht laut – die meisten Bürger denken nicht einmal über den Hintergrund nach. Auch der Text der Hymne „God save the Queen“ kümmert Juden, Muslime, Atheisten und Republikaner nicht besonders, ebenso wenig solche Christen, die nicht Mitglieder der anglikanischen Kirche sind, deren Oberhaupt die Königin ist. Niemand hätte je gefordert, den Text der Nationalhymne ändern zu wollen. Wem die Worte schwer über die Lippen gehen, der singt eben einfach nicht mit – eine menschliche und tolerante Lösung. Ein Vergleich zeigt, dass die meisten staatlichen Symbole nicht etwa einen allgemeinen bedeutungslosen und abgeflachten Konsens widerspiegeln, sondern ein historisches Erbe, das der Kultur der Mehrheit im Staat Ausdruck verleiht. Es stimmt, dass es nicht immer angenehm ist, einer Minderheit anzugehören, dies war übrigens auch der Grund für die Gründung des Staates Israel – den Juden eine Möglichkeit zu geben, nicht für die Ewigkeit eine Minderheit zu sein. Wenn eine Minderheit in einem demokratischen Staat um gleiche Rechte kämpft, gibt es in der Regel gute Chancen dafür, dass ihr das auch gelingt. Wenn sie gegen die Symbole kämpft, die das historische Erbe der Mehrheit ausdrücken, wird sie in der Regel scheitern und in der Mehrheitsgesellschaft Ablehnung hervorrufen. Der Autor ist Emeritus für Politikwissenschaft an der Hebräischen Universität Jerusalem ( Shlomo Avineri, Haaretz, 06.10.12).


15-10-2012

EIN JÜDISCHER STAAT ALLER SEINER BÜRGER (Teil 2). Doch die Realität ist komplizierter – und das aus verschiedenen Gründen. Erstens bedeutet die Tatsache, dass Israel sich mit einem Teil der arabischen Welt in einem Konflikt befindet, dass die Araber in Israel eine nationale Minderheit in einem Land sind, das sich mit der nächstgrößeren Einheit (der „arabischen Umma“) im Konflikt befindet, als deren Teil sie sich ansehen, mindestens aus kultureller Sicht. Dies ist beispielsweise ein entscheidender Unterschied zur baskischen Minderheit in Spanien. Der Konflikt erschwert es der arabischen Minderheit, sich mit dem Staat Israel zu identifizieren und beeinflusst die Beziehungen der jüdischen Mehrheitsgesellschaft ihnen gegenüber, unabhängig von der Frage nach gleichen Rechten für die Minderheit. Zweitens ist allgemein bekannt, dass es trotz der gesetzlich garantierten gleichen Rechte, die arabischen Bürger sowohl im Alltag diskriminiert werden, als auch die arabische Minderheit insgesamt in Fragen von Budgets und Zuweisung von Geldern systematisch aufs schwerwiegendste einer Diskriminierung ausgesetzt ist. Die Pro-Kopf-Investitionen für einen Schüler in den verschiedenen jüdischen Sektoren sind um ein Mehrfaches höher als die für einen Schüler im arabischen Sektor. Darüber hinaus sind die staatlichen Investitionen im sozialen Wohnungsbau oder Infrastruktur für arabische Kommunen gleich null. Dennoch kann man nicht ignorieren, dass Israel bei seiner Gründung hätte entscheiden können, Hebräisch zur einzigen Landessprache zu erheben und somit auch Schulunterricht lediglich in dieser Sprache abhalten zu lassen. Man muss die politische Weisheit der Staatsgründer loben, die davon Abstand genommen haben. Außerdem muss man bei aller Kritik an der Diskriminierung israelischer Araber sagen, dass im republikanischen Frankreich kein Schulunterricht auf Arabisch oder in afrikanischen Sprachen stattfindet. Der Autor ist Emeritus für Politikwissenschaft an der Hebräischen Universität Jerusalem ( Shlomo Avineri, Haaretz, 06.10.12).


14-10-2012

EIN JÜDISCHER STAAT ALLER SEINER BÜRGER (Teil 1). Die Frage, ob Israel der Staat der jüdischen Nation oder ein Staat aller seiner Bürger ist, ist weitgehend überflüssig. Denn den Worten der Richter des Obersten Gerichtshofes zufolge ist Israel sowohl ein jüdischer Staat als auch ein Staat aller seiner Bürger. Lässt man bei diesem Thema einmal alle Emotionen und überflüssigen juristischen Spitzfindigkeiten beiseite, liegen die Tatsachen scheinbar klar auf der Hand: Der Staat Israel ist Ausdruck seines Rechtes auf Gründung eines jüdischen Staates. Dies ist der Ursprung der zionistischen Bewegung, und auf dieser Definition beruht auch die internationale Legitimation, die Israel durch die UN-Entscheidung vom 29. November 1947 verliehen wurde: Sie sah die Errichtung von zwei Staaten auf dem damaligen britischen Mandatsgebiet Palästina vor – eines jüdischen und eines arabischen. Und dies ist auch die normative Basis für das Gesetz, das allen Juden die Einwanderung nach Israel ermöglicht. Andererseits sind beinahe zwanzig Prozent der israelischen Staatsbürger nicht jüdisch. Diese, zum größten Teil arabische, Minderheit hat gleiche politische Rechte: Sie verfügt über das aktive und passive Wahlrecht, ihre Vertreter sitzen in der Knesset, arabisch ist die zweite offizielle Sprache des Staates, und die Araber haben seitens des Staates das Recht, in ihrer eigenen Sprache und Kultur erzogen zu werden – ein Recht, das unzweifelhafte Demokratien wie Frankreich, Großbritannien und Deutschland ihren Minderheiten nicht gewähren. In dieser Hinsicht ist Israel ein multikultureller Staat, obwohl dies niemals ausdrücklich so gesagt wurde und viele Juden wahrscheinlich über diese Feststellung erschüttert wären. Der Autor ist Emeritus für Politikwissenschaft an der Hebräischen Universität Jerusalem ( Shlomo Avineri, Haaretz, 06.10.12).


12-10-2012

DIE ARABISCHE LOBBY: MYTHOS ODER REALISTÄT (Teil 2). Obwohl die europäische Unterstützung der Palästinenser schon seit 1971 besteht (4,6 Milliarden Euro zwischen 1994 und 2009), bestand das Konzept der euro-arabischen Allianz schon etwa 30 Jahre früher als der britische Premierminister Neville Chamberlain seinem Kabinett mitteilte, dass die Unterstützung der arabischen Welt entscheidend sei: „Wenn wir jemanden beleidigen müssen, dann lasst uns lieber die Juden als die Araber verärgern.“ Das Institut mutmaßt, der Grund dafür sei Europas Hunger nach Öl. Es zitiert Bat Ye’or, einen Historiker und Autor des Buches „Eurabien“ über die euro-arabische Allianz, der schreibt, dass Europa zugestimmt habe, eine große Anzahl arabischer Gastarbeiter im Gegenzug für einen stetigen Zufluss von Öl aufzunehmen. Aber abgesehen vom Öl hat Europa weitere, nicht weniger wichtige Gründe, seine Allianz mit den Arabern aufrecht zu erhalten. Nach Angaben der EU-Kommission erreichte der Handel mit dem Golf-Kooperationsrat (GCC - Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate) 129,6 Milliarden Euro, im Vergleich zu 29,4 Milliarden Euro des Handels mit Israel. Ein weiterer Grund könnte im Wunsch der europäischen Staatslenker liegen, die wachsende muslimische Bevölkerung im eigenen Land zufriedenzustellen. Der israelische Präsident Schimon Peres hat dies im Jahr 2010 angedeutet als er sagte, Europa sei zutiefst „pro arabisch,“ er fuhr fort, „ ... für viele Mitglieder des [britischen] Parlaments bedeutet dies der Unterschied zwischen gewählt oder nicht gewählt werden“. Und wirklich, nach Angaben des Pew Forums für Religion und öffentliches Leben aus den USA, beträgt die Zahl der Muslime in Europa 44.138.000 (etwa sechs Prozent der Gesamtbevölkerung des Kontinents) und diese Zahl wird weiter steigen (Israel Heute).


11-10-2012

DIE ARABISCHE LOBBY: MYTHOS ODER REALITÄT (Teil 1) Die EU hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahus Gesuch abgelehnt, die Hisbollah nach den Terroranschlägen in Bulgarien im Juli, als Terrororganisation einzustufen. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass es keine Beweise dafür gäbe, dass die Hisbollah am Terroranschlag, bei dem sechs Menschen gestorben sind und 32 verletzt wurden, beteiligt gewesen sei. Als dann die EU-Außenminister tagten, wurde die Frage, ob die Hisbollah eine Terrororganisation sei, noch nicht einmal diskutiert, was Experten zur Spekulation veranlasste, diese Weigerung der EU als Zeichen dafür zu sehen, dass sie sich prinzipiell eher auf die Seite der Araber als auf die der Juden stellt. Im März dieses Jahres berichtete das Gatestone Institut, ein internationaler politischer Rat, dass der britische Außenminister William Hague in einen Streit mit Parlamentariern der „Konservativen Freunde Israels“ (CFI) geraten ist, die ihn beschuldigten, eine anti-israelische Haltung zu haben. Die Abgeordneten warfen ihm vor, dass England nicht genug getan habe, Israels Existenzrecht zu verteidigen und die palästinensische Autonomiebehörde für ihre Glorifizierung von Selbstmordattentätern zu kritisieren. Weiterhin formulierten sie Bedenken über die britische Finanzierung der Palästinenser. „Die palästinensische Autonomiebehörde hat im letzten Jahr umgerechnet 107 Millionen Euro von der englischen Regierung erhalten. Letztes Jahr wurde aufgedeckt, dass umgerechnet über sechs Millionen Euro Kompensation an Familien von Terroristen, die bei Terroranschlägen ums Leben kamen, gezahlt wurden. Weitere vier Millionen Euro gingen an 5500 Palästinenser, die in israelischen Gefängnissen einsitzen,“ hieß es in dem Bericht, der darauf hinweist, dass die Zahlungen trotz starker Sparmaßnahmen bei der eigenen englischen Bevölkerung weitergehen würden (Israel Heute).


10-10-2012

SCHWEDISCHES SCHIFF MIT ANTI-ISRAEL-AKTIVISTEN IST UNTERWEGS NACH GAZA. Ein neues Schiff mit angeblichen Friedens-Demonstranten ist unterwegs, um die Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. In Neapel ist am Samstag die schwedische „Estelle“ ausgelaufen. An Bord befinden sich nach Angaben der Initiatoren humanitäre Hilfsgüter und 17 „Friedensaktivisten“ aus Schweden, Kanada, Norwegen, Israel und den USA. Das Schiff wird die gesperrten Gewässer vor Gaza in etwa zwei Wochen erreichen. Die israelische Marine hat bereits Vorkehrungen getroffen, um die „Estelle“ zu stoppen. Eine Sprecherin des Außenministeriums unterstrich, man werde dem Schiff nicht erlauben, den Gazastreifen anzusteuern. Die Aktivisten erwiderten, sie wollten möglichst viel Staub aufwirbeln. Israel hat gegen den Gazastreifen eine Seeblockade verhängt, um zu verhindern, dass die radikal-islamistische Hamas mit Waffen und Sprengstoff versorgt wird. Am 31. Mai 2010 hatte ein türkisches Schiff versucht, die Blockade zu durchbrechen. Dabei kamen neun türkische Islamisten ums Leben. Der Vorfall führte zu einer radikalen Verschlechterung der israelisch-türkischen Beziehungen (ISRAEL HEUTE)


09-10-2012

ISRAEL UNTER RAKETENBESCHUSS – LUFTWAFFE GREIFT TERRORISTEN IN MOSCHEE AN. Der Süden Israels ist am Montagvormittag vom Gaza-Streifen aus mit über 50 Raketen und Granaten beschossen worden. Tote und Verletzte hat es dabei aber offenbar nicht gegeben. Zwei Wohnhäuser in der Region Eschkol wurden durch Granatsplitter leicht beschädigt. Außerdem starben mehrere Ziegen, als eine Granate im Freigehege eines Kibbutz einschlug. Die Behörden riefen die Menschen auf, die Schutzräume zunächst nicht zu verlassen oder sich zumindest in unmittelbarer Nähe aufzuhalten. Die israelische Luftwaffe griff am Vormittag Ziele im Gazastreifen an, unter anderem eine Moschee in Gaza-Stadt. Sie habe den Terroristen als Unterschlupf gedient, hieß es. Zwei Terrorgruppen aus dem Gazastreifen haben die Verantwortung für die Angriffe auf Israel übernommen. Es handele sich um eine Reaktion auf den israelischen Luftangriff vom Sonntag, bei dem zehn Menschen verletzt worden waren. Die islamistische Hamas, die im Gazastreifen regiert, sprach in einer Erklärung von einer "Antwort auf die Verbrechen der Zionisten" (Israel Heute).


08-10-2012

DACHAU-PUZZLE BEI AMAZON VERKAUFT. Das weltweit bekannte Internetversandhaus „Amazon“ ist in die Kritik geraten, als Besucher seiner Webseite entdeckten, dass dort ein Puzzle verkauft wird, das zwei Krematorien im Konzentrationslager Dachau darstellt. In diesen Öfen wurden die Körper verstorbener Gefangener verbrannt, in der Beschreibung dieses Spielzeugs heißt es dazu ganz banal: „Puzzle vom Krematorium in Dachau, Bayern, Deutschland.“ Das Puzzle kostet umgerechnet 19 Euro, ist für für Kinder ab acht Jahren geeignet und wird nur in den USA verkauft. Im Konzentrationslager Dachau, das hier als Kinderspielzeug angeboten wird, waren über 200.000 Juden, Roma, Homosexuelle, Behinderte und politische Gegner der Nazis inhaftiert. Zwischen 32.000 und 43.000 von ihnen starben dort bevor das Lager im April 1945 von amerikanischen Truppen befreit wurde (Israel Heute).


07-10-2012

GESCHICHTE. Vor der ersten zionistischen Einwanderungswelle 1882 waren orientalische Juden in Palästina in der Mehrheit, sie stellten etwa 60 Prozent der jüdischen Bevölkerung. Bei Staatsgründung 1948 hatte sich das Blatt gewendet, und durch Einwanderung stammten nun bereits 77% der Bevölkerung aus Europa und Amerika. Zwischen 1882 und 1948 hatten orientalische Einwanderer (vor allem aus dem Yemen und Aden) lediglich 10% der Einwanderer ausgemacht. Dies änderte sich jedoch schnell: zwischen 1948 und 1951 kamen 49% aller Olim aus Nordafrika und Asien, 1952/53 waren es 70% und zwischen 1954 und 1975 stellten Juden aus Afrika (die Mehrheit von ihnen aus Marokko) 63% aller Immigranten. Die Beziehungen zwischen Aschkenasim und Misrachim (die damals noch häufig als Sfaradim bezeichnet wurden) waren von Beginn an problematisch. Der Zionismus war in Europa entstanden, und die Aschkenasim hatten die Schlüsselstellen im entstehenden Staat bereits vor seiner Gründung besetzt. Hinzu kam die Dominanz des Säkularen unter den Aschkenasim, während viele Misrachim ein traditionelles, wenn auch nicht orthodoxes Religionsverständnis mitbrachten. In der Wahrnehmung vieler Misrachim wurde die aschkenasische Elite von der Arbeitspartei verkörpert, die seit Staatsgründung und bis 1977 ununterbrochen den Ministerpräsidenten stellte. Sie wurde von vielen Misrachim für alles verantwortlich gemacht, was ihrer Meinung nach bei der Einwanderung falsch gelaufen war: von der Desinfektion mit DDT bei der Ankunft und die Unterbringung in den Übergangslagern (Ma´abarot), über die anschließende Übersiedlung in die sogenannten „Entwicklungsstädte“, die in der Regel in der Peripherie lagen, bis hin zu den hohen Kriminalitätsraten unter den jugendlichen Misrachim. 1977 brachten daher vor allem misrachische Wähler die politische Wende: Mit Menachem Begin wurde erstmals ein Kandidat der zum Likud-Block gehörenden Partei Cherut Ministerpräsident.


05-10-2012

PALÄSTINENSER SAGEN FRIEDENSVERANSTALTUNG WEGEN JUDEN AB. Die Organisatoren der Veranstaltung Bethlehem Walk, die Frieden in der Region fördern will, mussten diese absagen, da Palästinenser die Teilnahme von israelischen Juden aufs Stärkste kritisierten. Die Veranstaltung, die am Freitag mit einem schweigenden Gang durch Bethlehem stattfinden sollte, strebt danach, „durch Veränderung und Anerkennung gemeinsamer Standpunkte Samen für Verständnis und Akzeptanz zu säen“. In ihrer Einladung schrieben die Organisatoren, dass durch einen schweigenden Marsch durch die Straßen der historischen Stadt, die Teilnehmer „Ruhe und Balance finden werden sowie Zuversicht bei der Bewältigung der täglichen Realität“. Aber palästinensische Aktivisten waren erbost darüber zu erfahren, dass auch israelische Juden an der Aktion teilnehmen würden. Sie erklärten, dass die jüdische Präsenz „die heiligen Stätten entweihen“ würden, so ein Bericht der Jerusalem Post. Die palästinensischen Aktivisten sagten weiterhin, dass der Bethlehem Walk ein Medium für die „Normalisierung“ mit Israel und den Juden sei, was sie aufs Stärkste ablehnen. Dieser Vorfall ist eine traurige Erinnerung, dass es zwar Menschen auf beiden Seiten gibt, die wirklich nach Frieden und Koexistenz streben, die Masse der Palästinenser jedoch dazu erzogen wurde, Israel zu hassen und seine jüdischen Bürger als blutdürstige Besatzer zu sehen. Diese Jugendlichen werden zu einer neuer Generation heranwachsen, mit der ein wahrer Frieden unmöglich scheint (Israel Heute).


04-10-2012

„DEINE ZERSTÖRER UND VERWÜSTER KOMMEN AUS DEM VOLK.“ Wiederholt haben unbekannte Täter die Steinwände eines heiligen christlichen Ortes in Jerusalem mit christenfeindlichen Graffitis und Slogans beschmutzt. Diesmal traf es die Dormitio-Kirche auf dem Zionsberg. Gemäß israelischen Polizeiquellen ist es noch nicht klar, was das Motiv dieser Tat ist. Es wird angenommen, dass es sich wahrscheinlich um eine so genannte „Preisschild-Aktion“ radikaler Siedler handele. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu wie auch der Staatspräsident Schimon Peres haben frühere Anschläge wie auch die jüngste Attacke gegen die Kirche kritisiert. „Deine Zerstörer und deine Verwüster kommen aus dir [deinem Volk]“, sagte Peres und zitierte damit Jesaja 49,17. Die Dormitio-Kirche ist eine römisch-katholische Kirche südlich der Jerusalemer Stadtmauer. Früh morgens haben die Mönche die Schimpfworte gegen Jesus entdeckt und sofort die Polizei benachrichtigt. Vor zwei Wochen wurden die Steinwände einer Moschee in Hebron beschmiert und vor etwa vier Wochen die Klosterwände von Latrun. Laut Angaben der israelischen Polizei handelt es sich bei den Tätern um eine kleine Randgruppe radikaler Juden, die mit solchen Taten, die von der großen Mehrheit im Volk heftig kritisiert werden, nur Aufmerksamkeit erregen wollen. In den israelischen Internetmedien haben viele Israelis ihren Kommentar über die Tat abgegeben. Die Mehrheit verabscheut dieses Verhalten gegen Christen und Muslime in Israel. Einige Kommentare lauteten so: „Mir wird schlecht bei dem Gedanken, dass so etwas im Land passiert“ oder „Wir sollen doch eigentlich das Licht für die Heiden sein?“ Bilder der beschmierten Wände wurden bisher noch nicht veröffentlicht (Israel Heute).


03-10-2012

6000 PILGER KOMMEN ZU SUKKOT NACH ISRAEL. Etwa 6000 Pilger aus über 100 Ländern sind am Sonntag in Israel eingetroffen, um das Laubhüttenfest im Heiligen Land zu feiern. Die internationale christliche Botschaft in Jerusalem sorgt in Zusammenarbeit mit dem Tourismusministerium für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen, die für die Wallfahrer vorbereitet wurden. Es ist die größte Touristenattraktion in Israel bisher. Die Besucher werden die wichtigsten christlichen Wallfahrtsorte des Landes, sowie Seminare und Workshops besuchen. Am Donnerstag schließt ihre Reise mit dem Marsch durch Jerusalem. Das israelische Tourismusministerium hat das große Potential der christlichen Touristen erkannt und arbeitet eng mit christlichen Gruppen zusammen, um den Urlaub voll und ganz auf die Bedürfnisse der Reisenden abzustimmen. Der jüdische Staat investiert jedes Jahr Millionen von Euro in den Ausbau der Infrastruktur für christliche Touristen und in Werbung für Reisen ins Heilige Land. Es wurde sogar eine eigene Abteilung im Tourismusministerium für christliche Besucher ins Leben gerufen. Im letzten Jahr kamen 25 Prozent der Touristen als Pilger nach Israel, 42 Prozent davon waren Christen. In Israel wird großen Wert darauf gelegt, dass die Besucher mit einem positiven Eindruck des jüdischen Staates abreisen und das auch in ihren Heimatländern weitervermitteln. Israel freut sich über jeden neuen Besucher!


02-10-2012

LIEBERMAN ZU ABBAS‘ REDE VOR DER UN-VOLLVERSAMMLUNG. Auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat am Donnerstag vor der UN-Vollversammlung gesprochen. Außenminister Avigdor Lieberman kritisierte die Rede Abbas‘ mit scharfen Worten. Er erklärte, es handele sich dabei um eine Rede, die durch schwere Hetze und verbale Angriffe gezeichnet sei. „Diese Rede wird allen, die sich Illusionen hingeben und nicht ehrlich zu sich selbst sind, klarmachen, was die wahren Absichten von Abbas sind, und was er erreichen möchte. Anstelle Israel zu danken, dass es die Palästinensische Autonomiebehörde vor nur wenigen Tagen vor einem finanziellen und humanitären Kollaps gerettet hat, hat Abbas sich entschieden zu lügen und Israel zu verleumden. Jeder, der die Rede Abbas‘ gehört hat, konnte verstehen, dass er nicht die Absicht hat, ein Abkommen mit Israel zu schließen“, hieß es in der Stellungnahme Liebermans. (Außenministerium des Staates Israel, 28.09.12)


01-10-2012

SUKKOT, DAS LAUBHÜTTENFEST. Für alle alttestamentlichen Feste gibt es ein christliches Pendant: Für Pessach das Auferstehungsfest; für Schawuot das Pfingstfest usw. Nur für das Laubhüttenfest Sukkot gibt es noch kein christliches Pendant, denn Sukkot ist ein Ereignis, das erst in der Endzeit stattfinden wird, wenn die Feinde Israels sich noch einmal vereint gegen Gottes Volk aufmachen, dann aber von Gott besiegt und gerichtet werden. Danach verpflichtet Gott die Völker, dass sie einmal im Jahr – zum Laubhüttenfest – nach Jerusalem pilgern, um gemeinsam mit den Juden dieses Fest zu feiern. Völker, die sich weigern nach Jerusalem zu kommen, um gemeinsam mit dem jüdischen Volk den Herrn der Heerscharen anzubeten, über die soll es nicht mehr regnen, was nach heutiger Erkenntnis des Klimawandels durchaus möglich ist. (siehe dazu Sacharja 14,1-21 und auch Sacharja 8,23). Wer in der Zeit des Laubhüttenfestes Israel besucht, der sieht überall in den Vorgärten, auf Straßen und Balkons primitive Hütten, die mit Palmenzweigen oder Reetmatten bedeckt sind. Sie sind bewusst einfach konstruiert, denn sie sollen uns nicht nur an die 40-jährige Wüstenwanderung der Israeliten zu Moses Zeiten erinnern, sondern uns lehren, dass wir noch auf dem Weg zum Ziel sind (Israel Heute).


30-09-2012

NICHT AUF DIE WELT, SONDERN AUF GOTT MUSS SICH ISRAEL VERLASSEN. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Donnerstagabend vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York gesprochen. Er rief die internationale Gemeinde dazu auf, das iranische Atomprogramm mit einer klaren „roten Linie“ in seine Schranken zu weisen. In seiner dramatischen Rede, die er mit einer Einführung in die jüdische Geschichte und dem Erbrecht begann, erklärte Netanjahu, dass Israel mit einem Angriff nicht länger als Frühling, spätestens Sommer 2013 warten könne. Er warnte, dass der Iran im nächsten Sommer genügend Uran angereichter habe. „Rote Linien zu setzen, führt zu keinem Krieg, sie verhindern den Krieg“, so Netanjahu. „Seit einem Jahrzehnt versucht die Welt, das iranische Atomprogramm auf diplomatischen Wegen zu stoppen, aber diese Taktik war bisher erfolglos. Die internationalen Sanktionen haben zwar der iranischen Wirtschaft geschadet, aber die Atomgefahr nicht eingedämmt“, so Netanjahu weiter. Der Iran hat 70 Prozent seines Atomprogrammes bereits abgeschlossen, deswegen dürfe die Welt Netanjahu zufolge keine Zeit mehr vergeuden. Sollte der Iran die Grenze, die „rote Linie“, überschreiten, würde dies automatisch einen israelischen Militärschlag gegen die Atomanlagen des Landes zur Folge habe. Mit Hilfe der Zeichnung einer Bombe machte Netanjahu seine Ausführungen bei der UN-Versammlung auch bildhaft deutlich. Darauf waren die Atomfortschritte des Irans der letzten Jahre aufgeführt. Netanjahu hob in seiner Rede hervor, dass das jüdische Volk in der Geschichte alle seine Erzfeinde überlebt hat und auch in Zukunft überleben wird. So erinnerte er, dass die internationale Gemeinde schon einmal scheiterte, als sie den Nazis im Zweiten Weltkrieg keine „rote Linie“ setzte. „Das iranische Atomprogramm ist nicht nur eine Gefahr für das jüdische Volk, sondern ebenso für Europa und die USA.“ US-amerikanischen Quellen zufolge, die in Israel zitiert wurden, hat Netanjahus Rede die US-Regierung in Washington nicht beeindruckt. Die israelische Regierung war enttäuscht von der Rede von US-Präsident Barak Obama, weil dieser mit keinem Wort erwähnt habe, dem Iran eine „rote Linie“ beziehungsweise härtere Sanktionen auferlegen zu wollen. Obama machte jedoch deutlich, dass die USA nicht zulassen werden, dass der Iran in den Besitz einer Atombombe komme. In den israelischen Medien wurde daraufhin festgestellt, dass Israel sich offensichtlich nur auf sich selbst und Gott den Allmächtigen verlassen könne.


28-09-2012

ISRAELS ANDERE ’NUKLEARE’ OPTION. Israel hat mehr als eine Alternative, mit dem iranischen Nuklearprogramm umzugehen. Der Einsatz von elektromagnetischer Impulstechnologie (EMP) kann die Gefahr des Irans minimieren und Verluste von Zivilisten niedrig halten. Die London Times berichtete Anfang des Monats, dass der Einsatz von elektromagnetischen Bomben bei einem Treffen westlicher Experten diskutiert wurde. Ein amerikanischer Gesandter wurde von der Zeitung zitiert als er sagte, dass die Detonation einer solchen Bombe auf dem Land einen starken Impuls auslösen würde, der „alle technischen Geräte in der Umgebung stören und den Iran praktisch in die Steinzeit zurückbefördern würde.“ Der Impuls der elektromagnetischen Bombe sei für Menschen nicht tödlich, so hieß es. Iranische Beamte sollen in diesem Zusammenhang geäußert haben, dass sie einen Präventivschlag gegen Israel ausführen würden, falls der jüdische Staat einen Angriff plane. Israelische Kommentatoren sagten jedoch, dass diese Drohung nichts weiter als heiße Luft sei, da die massiven amerikanischen Streitkräfte im persischen Golf sofort angemessen darauf antworten würden (Israel Heute).


27-09-2012

ARAMÏSCH – DIE SPRACHE JESU WIRD WIEDERBELEBT. Obwohl Jeschua (Jesus) wie viele andere Juden seiner Zeit hebräisch wie auch griechisch sprach, war im Land Israel vor 2000 Jahren das Aramäische die Umgangssprache. Es handelt sich dabei um eine alte syrische Sprache, die auch schon Abrahams Familie gesprochen haben mag. Es war die Sprache, die Jeschua am häufigsten benutzte. Aber anders als das Hebräische, welches als Iwrit seine moderne Wiedergeburt erlebte, bleibt Aramäisch eine tote Sprache. Aramäisch ist die offizielle Sprache der Liturgie in der maronitischen und in der syrisch-orthodoxen Kirche. Viele jüdische Gebete sind original aramäisch geblieben, jedoch nicht viele verstehen die Worte auch, die sie rezitieren. Es besteht ein wachsendes Interesse daran, Aramäisch als eine lebendige Sprache im Heiligen Land wiedereinzuführen. Diese Bewegung beginnt bei den maronitischen Christen, die in der Region Galiläa leben. Kürzlich erwirkte die staatlich geführte Schule des arabischen galiläischen Dorfes Jish beim israelischen Bildungsministerium, Aramäisch als offiziellen, obgleich freiwilligen Kurs einzuführen. Ungefähr 80 Kinder des Dorfes studieren und benutzen jetzt aktiv die Sprache, von der viele fürchteten, sie werde im Heiligen Land komplett aussterben.


26-09-2012

YOM KIPPUR. In Israel wird am Mittwoch, 26. September, Yom Kippur gefeiert. Wie alle jüdischen Feiertage beginnt er bereits am Vorabend. Der "Tag der Sühne" oder "Versöhnungstag", ist der höchste jüdische Feiertag. Er wird als Fastentag begangen. Im Heiligen Land sind alle Restaurants und Cafés geschlossen, mit Ausnahme der arabischen. Das öffentliche Leben steht still. Alle Grenzübergänge (auch der Flughafen) sind geschlossen. Obwohl es kein behördliches Fahrverbot gibt, sind die Straßen fast komplett autofrei. An Yom Kippur wird weder ein Radio- noch ein Fernsehprogramm gesendet. Gläubige Juden verbringen den Tag fast ausschließlich in der Synagoge.


25-09-2012

SOLDAT AN GRENZE ZU ÄGYPTEN GETÖTET. Bei einem Angriff von Terroristen auf eine Einheit der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) ist am Freitag ein Soldat getötet worden. Die Einheit war an der Grenze zwischen Israel und Ägypten mit einer doppelten Aufgabe betraut: Einerseits sollte sie illegale Einwanderer daran hindern, von Ägypten kommend die Grenze nach Israel zu überqueren, andererseits sollte die Einheit die Arbeiten am Grenzzaun sichern, der dort entsteht. Die Terroristen, die Zivilkleidung trugen, folgten einer Gruppe afrikanischer Immigranten. Als diese an die Grenze gelangten, verließen einige der Soldaten ihre Stellung, um ihnen Wasser anzubieten. An diesem Punkt kamen die Terroristen aus ihrem Versteck hervor, näherten sich den vier Soldaten, die in der Stellung geblieben waren und eröffneten das Feuer. Einer der Soldaten, der Stabsgefreite Netanel Yahalomi, wurde dabei getötet. Die Soldaten erwiderten das Feuer und töteten drei der Terroristen. Hierbei detonierte außerdem noch ein Sprengstoffgürtel, den einer der Angreifer am Körper trug. Später wurden weitere schwere Waffen bei den Terroristen gefunden, darunter Maschinengewehre und Kalaschnikows. (Außenministerium des Staates Israel, 21.09.12)


17-09-2012

Aufgrund technischer Schwierigkeiten gibt es in dieser Woche keine 'Tagesjournale'.


14-09-2012

NETANYAHU EMPFÄNGT SEEHOFER. Ministerpräsident Binaymin Netanyahu hat am Mittwoch den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer empfangen, der sich gerade auf Israel-Reise befindet. Zu Beginn des Treffens erklärte Netanyahu: „Wir stehen vor großen Herausforderungen. Meine Pflicht als Ministerpräsident des Staates Israel ist es, die Interessen des Staates Israel zu vertreten, um seine Sicherheit und Zukunft sicherzustellen. Das wichtigste Interesse heute ist, Iran daran zu hindern, weiter an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Der Iran ruft dazu auf, uns zu vernichten und ist entschlossen, dieses Ziel zu erreichen. Ich werde diese Interessen durchsetzen, auch wenn es nicht immer einfach ist. Denn Führungsstärke zeigt sich, wenn man die Interessen durchsetzen muss, auch wenn es Meinungsverschiedenheiten mit Freunden gibt, auch den besten Freunden. So habe ich bisher gehandelt, und so werde ich es weiterhin tun – für den Staat Israel und die Sicherheit seiner Bürger. (Amt des Ministerpräsidenten, 13.09.12)


13-09-2012

HAMAS GEGEN SALAFISTEN. Im Gazastreifen bekämpft die radikale Hamasführung die noch extremere Terrorgruppe Dschihad Salafisten. Dies ist eine islamistische Terrororganisation aus dem Sinai, die sehr stark mit der internationalen Terrororganisation Al Qaida verbunden ist und im letzten Jahr durch die unterirdischen Tunnel in den Gazastreifen eingedrungen ist. Diese Terrorzellen halten sich nicht an die Regeln der palästinensischen Hamasführung im Gazastreifen und sind häufig für den Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auf Israel verantwortlich. Ein Vergeltungsschlag der israelischen Luftwaffe trifft dann meist die Hamas Stützpunkte, die über den Gazastreifen regieren. Dies führt zu Spannungen zwischen den beiden Terrorgruppen und bevor die Salafisten aus der ägyptischen Sinai-Halbinsel zu stark werden, beschloss die Hamas Terrorzelle, diese zu bekämpfen. Aus diesem Grund wurde vor über vier Wochen der hochrangige Scheich der Salafisten Abu Suhaib Raschwan im Gazastreifen von der Hamas festgenommen. Aus palästinensischen Quellen und dem Rundfunk geht hervor, dass die Hamas momentan Ruhe im Gazastreifen bevorzugt, um sich aufzurüsten und daher den Raketenbeschuss der Salafisten auf Israel nicht befürwortet. Denn dies führt automatisch zu israelischen Vergeltungsaktionen. Darüber hinaus hat die Hamas ein ebenso großes Problem mit den Schiiten innerhalb der palästinensischen Bevölkerung. Aufgrund der engen Verbindung zwischen Hamas (Sunniten) und Iran (Schiiten) traten in den letzten Jahren viele Palästinenser (Sunniten) zum schiitischen Islam über und dies gefällt der sunnitischen Hamasführung nicht. Über 1,6 Mio. Palästinenser leben heute im Gazastreifen und um diese Bevölkerung zu befriedigen, muss sich auch eine radikale Führung wie die Hamas an politische Regeln halten. Sollte jemand dies stören, auch wenn sein Ziel ebenfalls die Vernichtung Israels ist, so wird dies nicht geduldet und gnadenlos bestraft. Dies machte die Hamas auch gegen die Fatah Palästinenser vor wenigen Jahren deutlich (Israel Heute).


12-09-2012

ISRAELISCHER PROFESSOR IM UN-MENSCHENRECHTSKOMITTEE. Nach einem Jahr haben sich Israels Bemühungen, Professor Juval Shany ins UN-Menschenrechtskomittee zu bringen, ausgezahlt. Der 43-jährige Shany ist Dekan für internationales Recht an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Er ist der zweite Israeli, der in dieses angesehene Amt gewählt wurde, nach Dan Kretzmer im Jahre 1995. Der israelische Botschafter in der UN, Ron Prosor, sagte: „Die Wahl von Professor Shany ist eine große Leistung der UN-Gesandtschaft und ein Grund, stolz zu sein. Sie zeigt die hohe Wertschätzung für Israel und ist ein Beweis, dass man mit harter Arbeit Beeindruckendes erreichen kann, auch wenn die Umstände schwierig sind.“ Mit „schwierigen Umständen“ meint Ron Prosor die Tatsache, dass viele Institutionen der UN mit Vertretern muslimischer Länder besetzt sind, die eine gemeinsame Front gegen Israel bilden und die Vereinten Nationen dazu benutzen, Israel international zu isolieren. Mit der Besetzung von Professor Shany hofft Israel, ein Stück Feindschaft aus der UN herauszunehmen und eine Stimme der Vernunft in diese Institution zu bringen, die sich nur zu oft auf die Seite von Diktatoren stellt und den jüdischen Staat einseitig kritisiert (Israel Heute).


11-09-2012

PERES UND NETANYAHU LOBEN KANADISCHE ENTSCHEIDUNG ZU IRAN. Kanada hat seine Botschaft in Teheran geschlossen und die iranischen Diplomaten des Landes verwiesen. Als Grund hierfür gab die Regierung an, das iranische Regime sei die größte Bedrohung für den Weltfrieden und die Sicherheit in der Welt. Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte zu diesem Schritt in einer Stellungnahme: „Ich möchte dem kanadischen Premierminister Stephen Harper dafür danken, dass er diesen Schritt getan hat, der von Führungsqualitäten und Mut zeugt und eine klare Botschaft an den Iran und den Rest der Welt sendet. Eine Woche, nachdem in Teheran Antisemitismus und Hass propagiert wurden, hat die Regierung Kanadas einen moralischen Schritt höchster Qualität unternommen. Die Entschlossenheit Kanadas ist sehr wichtig, um den Iranern deutlich zu machen, dass sie ihre Jagd nach Nuklearwaffen nicht fortsetzen dürfen. Diese praktische Maßnahme sollte der internationalen Gemeinschaft als Beispiel internationaler Verantwortung dienen. Es ist wichtig, dass die internationale Gemeinschaft gemeinsam mit uns Druck ausübt und klare ‚rote Linien‘ für den Iran zieht.“ Auch Präsident Peres hat Kanada zu seiner Entscheidung gratuliert. Peres erklärte: „Kanada hat einmal mehr bewiesen, dass Moral vor Pragmatismus kommen sollte, Kanada hat demonstriert, dass Politik Prinzipien und Werte reflektieren muss. Ich danke meinem Kollegen, dem Generalgouverneur David Johnston, Ministerpräsident Stephen Harper und der gesamten kanadischen Nation dafür, dass sie eine Haltung der höchsten Moral bewiesen haben und hoffe, dass andere Nationen sich an Kanada ein Beispiel nehmen werden. Die diplomatische Isolierung des Irans ist ein wichtiger Schritt für die Sicherheit und Stabilität der gesamten Welt.“ Peres betonte: „Es ist nicht hinzunehmen, dass ein Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen damit droht, einen anderen Mitgliedsstaat zu vernichten, dies widerspricht vollkommen der UN-Charter.“ Auch Außenminister Avigdor Lieberman lobte die kanadische Entscheidung. (Amt des Ministerpräsidenten/Präsidialamt/Außenministerium des Staates Israel, 07./09.09.12)


10-09-2012

ES IST SCHWER JUDE ZU SEIN – ISRAELI ZU SEIN, IST EIN FLUCH meint der Intendant des Cameri Theaters (4. Teil) Ein Boykott verändert überhaupt nichts. Ein Boykott macht nicht den Kopf für neue Gedanken frei und ist daher nicht effektiv. Dies ist eine Welt, in der einander entgegengesetzte Gravitationskräfte wirken. Doch von einem Menschen und Künstler, der nicht von politischen Zusammenhängen frei ist und die israelische Realität sehr wohl kennt, würde ich erwarten, dass er seine Arbeit für sich sprechen, zuschlagen und nachhallen lässt. Brook hat bereits in Persien inszeniert, das von einem Diktator regiert wurde, der eine Geheimpolizei einen brutalen Sicherheitsdienst und Folterknechte für notwendig hielt. Er hat ein Gastspiel in der Sowjetunion gegeben, als diese noch eine Diktatur war. Brook kommt aus einer jüdischen Familie, und vielleicht hat er deshalb Sorge, die Welt könnte ihn als nicht objektiv genug ansehen. Sholem Aleijchem hat gesagt, dass es schwer ist, Jude zu sein. Ich sage daher zu Peter Brook: Es ist schwer, Jude zu sein – doch Israeli zu sein, ist ein Fluch (Ynet 4.9.2012).


09-09-2012

ES IST SCHWER JUDE ZU SEIN – ISRAELI ZU SEIN, IST EIN FLUCH meint der Intendant des Cameri Theaters (3. Teil) Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass auch in der Zeit des schwersten Kampfes in Europa gegen das Apartheids-Regime in Südafrika ein kultureller Boykott nie Teil dieses Kampfes war. Während dieser Zeit ist Athol Fugard in London mit einem Proteststück aufgetreten, das er auf der Bühne des Royal Court aufgeführt hat. Der Impact war unbeschreiblich. Auch die Inszenierung von Brook, die er hätte in Israel zeigen sollen, wäre für das Leben in Israel relevant gewesen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass seine Stimme gehört wird. Als Zionist sage ich, ohne mich zu beklagen, dass man der Wahrheit ins Auge sehen sollte: Wir werden an den Rand gedrückt. Wenn zentrale Kulturinstitutionen wie das Philharmonie-Orchester, Bat Sheba oder das Ha-Bima-Theater verurteilt werden, dann hat sich der Kampfschauplatz längst schon ins Zentrum des Geschehens verlagert. Wenn Brooks Théâtre des Bouffes du Nord, das als das wichtigste internationale Ensemble der Welt gilt, sich weigert, hierher zu kommen, dann kann man die Augen nicht mehr davor verschließen. Wir müssen verstehen, dass das kein Protest gegen diese oder jene Institution ist sondern eine Delegitimierung der gesamten hebräischen Kultur, die für den Zionismus steht, der wiederum die raison d’être des Staates Israel ist. Es ist das Glück der Literatur, dass sie schweigt. Es ist das Glück der Schriftsteller, dass – wegen der fürchterlichen Assoziationen dazu – bisher noch keine Bücher verbrannt werden.


07-09-2012

ES IST SCHWER JUDE ZU SEIN – ISRAELI ZU SEIN, IST EIN FLUCH meint der Intendant des Cameri Theaters (2. Teil) Es sind nur noch einige wenige Orte übriggeblieben, wo wir mit Bewunderung empfangen werden, wie etwa das totalitäre China. Ich möchte hier niemanden beschuldigen, es handelt sich hierbei einfach um einen Image-Krieg. Auf uns wird Druck in Zusammenhang mit Auftritten in den Gebieten ausgeübt. Auf sie üben pro-palästinensische Gruppen Gewissensdruck aus. Sie müssen Angst haben, selbst mit einem Boykott belegt zu werden. Man kann ihre Ratlosigkeit verstehen, auch wenn es sich um eine falsche Entscheidung handelt. Peter Brook ist der interessanteste, wichtigste und bahnbrechendste Regisseur des zwanzigsten Jahrhunderts. Für mich ist er ein Held. Über all die Jahre habe ich jede Zeile von ihm gelesen, und ich habe beinahe jede Inszenierung von ihm gesehen. Seine Arbeiten sind frei, bedingungslos und frei auch von Traditionen, er weigert sich, sich Moden hinzugeben. […] Auch in dieser Hinsicht bin ich persönlich enttäuscht. Ich fühle mich, als würde er mich persönlich boykottieren. Ich weiß nicht, ob irgendjemand in der Regierung sich für diesen Trend interessiert, der zum Boykott und zur Isolierung Israels aufruft. Die gesamte jüdische Geschichte über heißt es „Das Volk wird abgesondert wohnen“, und so sondern wir uns ab und werden abgesondert – und in dieser Isolierung liegt ein gewisser zweifelhafter Genuss.


06-09-2012

ES IST SCHWER JUDE ZU SEIN – ISRAELI ZU SEIN, IST EIN FLUCH meint der Intendant des Cameri Theaters (1.Teil) Der Regisseur Peter Brook hat ein Gastspiel auf dem Internationalen Theaterfestival am Cameri-Theater in Tel Aviv abgesagt und dafür politische Gründe genannt. Der Intendant, Omri Nitzan, antwortet auf seine Absage in einem Gastbeitrag auf Ynet: Die Entscheidung von Peter Brook, seinen Besuch am Cameri-Theater abzusagen, macht mich traurig. Mehr als das allerdings verleiht sie uns einen Eindruck davon, wo Israel sich auf dem kulturellen Planeten Erde befindet. Wir sind zu einem abgelegenen und unerwünschten Flecken geworden; und wenn wir manchmal irrtümlicher Weise dachten, wir seien Teil der internationalen Welt der Kultur, dann hat uns die Welt jetzt über unseren Fehler aufgeklärt. Wenn wir dachten, dass die Welt immer kleiner wird und dass verschiedene Kulturen miteinander in einem Dialog stehen, sich gegenseitig befruchten und bereichern, dann kommt hier die ernüchternde Enttäuschung und beweist, dass Israel systematisch zur Lepra-Kolonie erklärt wird und seine Künstler zu Aussätzigen, die nichts als Abscheu hervorrufen. Wir haben das bei Konzerten des Philharmonie-Orchesters in der Royal Albert Hall in London gesehen, bei Aufführungen des Ha-Bima-Theaters beim Festival Globe to Globe, beim Auftritt der Bat Sheba Dance Company beim Edinburgh Festival und jetzt durch die Ankündigung Brooks (Ynet 4.9.2012).


05-09-2012

BOTSCHAFTER HADA-HANDELSMAN IM INTERVIEW ZUM ANTISEMITISMUS IN DEUTSCHLAND. Botschafter Yakov Hadas-Handelsman hat heute im Armeeradiosender Galei Zahal über den Angriff auf Rabbiner Daniel Alter in Berlin in der vergangenen Woche und Antisemitismus in Deutschland gesprochen. „Der Vorfall ist besorgniserregend für uns Israelis, für die Juden in Deutschland und die deutsche Öffentlichkeit. Es ist mir aber wichtig, auf die Welle der Solidarität mit Rabbiner Alter und der jüdischen Gemeinde aufmerksam zu machen, wie eine Solidaritätsdemonstration, an der vor allem Nichtjuden teilgenommen haben.“ Hadas Handelsman sagte außerdem, der Antisemitismus sei ein gesamtgesellschaftliches Problem, das sich nicht auf einzelne Bevölkerungsgruppen beschränke. Die Zunahme des Antisemitismus gäbe Anlass zur Sorge. Die deutsche Regierung sei sich dessen bewusst und wachsam. Der Antisemitismus ist kein ausschließlich deutsches Phänomen und alle israelischen Diplomaten müssten sich ihm entgegenstellen. Die israelische Botschaft steht regelmäßig im Dialog mit deutschen Schülern jedweder Herkunft und auch der muslimischen Gemeinschaft und fördere das Wissen über Israel. Außerdem finde ein regelmäßiger Austausch mit der deutschen Regierung zum Thema Antisemitismus statt. (Botschaft des Staates Israel, 04.09.12)


04-09-2012

DAS WUNDER VON SDEROT Am vergangenen Freitagmorgen ist eine Rakete in einem Wohnhaus in der südisraelischen Stadt Sderot eingeschlagen. Wie durch ein Wunder wurde niemand dabei verletzt, denn nicht der gesamte explosive Teil der Rakete entzündete sich. Es ist das zweite Mal, dass dieses Einfamilienhaus von einer Rakete aus dem Gazastreifen getroffen wurde. Am selben Tag sind noch zwei weitere Raketen im Süden des Landes eingeschlagen, jedoch auf unbewohntem Gebiet. Limor Aflalo, die Besitzerin des getroffenen Hauses konnte kaum glauben, dass ihre Familie heil davongekommen ist: „Es ist schon wieder passiert und wir sind am verzweifeln. Gott sei Dank gab es nur Sachschäden und niemand wurde verletzt, es ist ein Wunder. Wir können unser Haus nicht schon wieder verlassen, es ist schwer für meine Kinder, mit dieser Situation umzugehen. Wir beten, dass wir endlich in Frieden leben können.“ Der Bürgermeister Sderots, David Buskila, sagte: „Wir kommen nicht zur Ruhe. Jetzt häufen sich die Raketen in Sderot wieder. Seit 12 Jahren leiden wir unter extremem Beschuss.“ Der neue Minister des Heimatfrontkommandos, Avi Dichter, besuchte Sderot und sagte den Bürgern dort, dass Israel eine neue Strategie annehmen müsse, um die Terroristen zu stoppen. Er fügte hinzu: „Wir dürfen uns nicht provozieren lassen und müssen die günstigste Zeit abwarten“ (Israel Heute).


03-09-2012

ÄGYPTISCHER PROFESSOR: ‚“WIR ENTZÜNDEN DIE FLAMMEN DES HASSES.“ Ein prominenter ägyptischer Professor für Politikwissenschaft hat letzte Woche im ägyptischen Fernsehen zugegeben, dass die höheren Bildungsinstitute der Region den Hass der jungen arabischen Muslime auf Israel absichtlich schüren. In einem Interview mit Al-Alam TV, das am 17. August ausgestrahlt wurde, erklärte Professor Gamal Zahran, Vorsitzender des Lehrstuhls für Politikwissenschaft an der Port Said Universität, dass das Vorantreiben des Hasses auf die Juden ein primäres Ziel seines Unterrichts sei, genauso bei vielen seiner Kollegen. Einen kleinen Einblick in die Art und Weise wie in Klassenzimmern über Israel gesprochen wird, gab Zahran als er sagte: „Die Eliminierung des zionistischen Gebildes ist nicht die Frage ... es geht vielmehr um die richtigen Umstände dafür.“ Zahran glaubt, dass die richtigen Umstände, um seine Lehren umzusetzen, bald vorherrschen könnten. „Ich glaube, dass der arabische Frühling den Menschen Hoffnung gegeben hat, dass Jerusalem und Palästina eines Tages wieder in ihrem Besitz sein werden,“ so Zahran. „Wir erhalten die Hoffnung bei der jungen Generation am Leben, so dass sie verstehen, dass das palästinensische Problem ein zentrales ist.“ Und obwohl die arabischen Massen noch nicht bereit sind, das „zionistische Gebilde“ zu stürzen, ist Zahran zuversichtlich, dass „die Hoffnung und Erinnerung bald zu Taten führen werden. Nächstes Jahr, so Allah will, wird Israel ausgelöscht sein.“ Die andauernde Aufhetzung künftiger Generationen von Arabern, den Konflikt mit Israel weiterzuführen, war Jerusalems größte Beschwerde bei den Friedensverhandlungen in den vergangenen Monaten. Obwohl es seit 1979 offiziell Frieden zwischen Israel und Ägypten gibt, hasst die junge Generation des Landes Israel immer noch und wenn man sich Zahran anhört, ist der Grund dafür offensichtlich. Noch schlimmer ist es jedoch bei den Palästinensern. Die Autonomiebehörde lehrt ihren Kindern schon von Beginn an in Schulen und staatlichen Medien, dass Juden blutrünstige Besatzer sind. So machen sie einen echten Frieden nahezu unmöglich (Israel Heute).


02-09-2012

JERUSALEMS WINDMÜHLE NACH 136 JAHREN RESTAURIERT. Am 28. August wurde die berühmte Montefiore Windmühle Jerusalems eingeweiht, nachdem sie über 100 Jahre stillstand und nun ihre Restauration abgeschlossen wurde. Die Windmühle, die 1858 vom Philantrophen Moses Montefiore erbaut wurde, war die erste Arbeitsmöglichkeit für Juden außerhalb der Stadtmauern Jerusalems und ist ein Symbol für ihre ökonomische Selbstständigkeit. Ab jetzt wird es ein Museum in der Mühle geben, mit einem kleinen Kino, in dem Filme über ihre Geschichte gezeigt werden. Die Restaurierung der Windmühle wurde durch mehrere internationale Organisationen ermöglicht, allen voran durch die holländische Gemeinschaft „Christen für Israel“. Im letzten Monat beaufsichtigte eine Gruppe holländischer Experten die Installierung des neuen Doms und der Windräder, so dass die Mühle jetzt wieder absolut funktionstüchtig ist. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kam persönlich zur Einweihung der symbolträchtigen Mühle. Er dankte den ausländischen Förderern dieses Projekts und lenkte besondere Aufmerksamkeit auf die christlichen Zionisten als er sagte: „Ich glaube nicht, dass das jüdische Land und der moderne Zionismus ohne den christlichen Zionismus möglich gewesen wären ... Wir wertschätzen unsere Freunde und werden sie niemals vergessen. Sie haben hier ein deutliches Erinnerungszeichen für unsere Freundschaft und unsere gemeinsamen Ideale geschaffen (Israel Heute).


31-08-2012

ISRAEL VERLANGT GERECHTIGHED FÜR JÜDISCHE FLÜCHTLINGE. Israels Vize Außenminister Danny Ayalon hat von der UN gefordert, dem Schicksal der jüdischen Flüchtlinge aus arabischen Ländern endlich Beachtung zu schenken. Eine Sitzung soll diesbezüglich einberufen werden, mit dem Ziel, vor allem jüdische Besitzrechte in den ehemaligen Heimatländern zu regeln. Das israelische Außenministerium schätzt, dass zwischen 1948 und 1951 ungefähr 850.000 Juden aus arabischen Ländern vertrieben wurden, wobei sie damals Vermögen im Wert von etwa umgerechnet 5,5 Millionen Euro verloren haben, heute sind es schon fast fünf Milliarden Euro. Die meisten der Flüchtlinge aus dieser Zeit wurden von Israel aufgenommen, heute stellen sie etwa die Hälfte der Bevölkerung dar. Jahrzehnte wurde dieses Thema nicht angesprochen, da man sich nur auf die arabischen Flüchtlinge aus Israel konzentrierte. Aber die Zahl der jüdischen Flüchtlinge ist in etwa gleich hoch wie die der Arabischen, die man auf 800.000 schätzt. Während die jüdischen Flüchtlinge jedoch im Land ihrer Brüder aufgenommen und integriert wurden, hausen die arabischen immer noch in Flüchtlingslagern im Westjordanland, Jordanien und dem Libanon. Das lange Schweigen Israels zu diesem Thema zeigt, dass das Land keine weitere Hürde für den Frieden mit seinen arabischen Nachbarn aufstellen wollte. Für die andere Seite ist das Flüchtlingsthema jedoch von zentraler Bedeutung, vom „Recht auf Rückkehr“ aller geflohenen Araber aus Israel wird nicht im geringsten abgerückt, obwohl die Palästinenserführung genau weiß, dass Israel niemals die mittlerweile vier Millionen Araber ins Land aufnehmen wird (Israel Heute).


30-08-2012

PALÄSTINENSISCHER PROFESSOR UNTER DRUCK. Der Präsident der Al Quds-Universität in Jerusalem, Dr. Sari Nusseibeh, wird von seinen palästinensischen Kollegen heftig kritisiert, weil er an einem Projekt der Hebräischen Universität in Jerusalem teilnehmen will. Das Projekt wurde von der Universität Berlin mit dem Ziel, das Verständnis verschiedener Kulturen zu stärken, initiiert. Dagegen wettern nun palästinensische Akademiker in einer Pressemitteilung. Sie verurteilen die Zusammenarbeit aufs Schärfste, da sie gegen den Boykott des palästinensischen Rates für höhere Bildung verstoße. Weiterhin stehe die Zusammenarbeit nicht im Einklang mit dem internationalen Boykott gegen israelische Akademiker. Die Palästinenser fordern von Dr. Nusseibeh, jegliche Form von „Normalisierung mit dem Besatzer und Apartheitsstaat Israel“ zu beenden. „Normalisierung“ sei die stärkste Waffe Israels im Kampf gegen internationale Boykott-Kampagnen und dürfe nicht stattfinden, bevor die Besetzung des palästinensischen Landes beendet wird. Schon letztes Jahr wurde Dr. Nusseibeh von hochrangigen Palästinensern kritisiert, weil er an einem Treffen mit israelischen Friedensaktivisten in einem Hotel in Ostjerusalem teilnehmen wollte. Die Zusammenkunft wurde jedoch abgesagt, nachdem palästinensische Demonstranten vor dem Hotel randalierten und das Hotelmanagement unter Druck setzten, das Treffen zu verbieten (Israel Heute).


29-08-2012

„NICHT DURCH MACHT UND NICHT DURCH KRAFT… SONDERN DURCH MEINEN GEIST, SPRICHT DER HERR DER HEERSCHAREN (Sacharja 4,6). – Bericht von Anat Schneider: Als Mutter zweier Soldaten kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich von Herzen darum bete, meine Kinder mögen von ihrem Militärdienst gesund und vollständig an Körper und Seele nach Hause zurückkehren. Der Glaube und unsere Werte, die mein Mann und ich ihnen im Laufe ihrer Kindheit vermittelt haben, sollen ihnen von Nutzen sein, sie in ihrem heutigen und künftigen Leben stärken und ihnen helfen, die richtigen Entscheidungen in jeder Situation zu treffen, stets die Menschlichkeit zu bewahren und vor allem in ihrem Leben ein Mensch zu sein. Ich weiß aus erster Quelle (von meinen Kindern), wie sehr Aktivitäten, die ihnen neben der üblichen Militärausbildung angeboten werden (Ausflüge, Vorträge, Theater- und Museumsbesuche etc.), zur Formung eines solchen Charakters beitragen. Dort genießen die jungen Menschen zuerst einmal die Auszeit, die Ruhepause von den Militärübungen und der harten, typischen Armeearbeit. Sie genießen das gute Essen (im Gegensatz zur üblichen Armeekost!) ebenso wie das Lernen, die Workshops, die eingeschworene Gemeinschaft und jede Menge Spaß. An den Wochenenden leisten wir unseren Beitrag an die Soldaten, kümmern uns auch um das Wohlergehen ihrer Seele, was wir „Schabbatwonne“ (Vergnügen) nennen. Solche Wochenenden werden in der Altstadt im jüdischen Viertel veranstaltet. Die Soldaten nehmen bei der Schabbatfeier in Gastfamilien die besondere Atmosphäre dieses Ortes in sich auf und erkunden bei Rundgängen heilige historische Plätze. Sie werden sich vielleicht wundern, aber viele der jungen Leute kennen diese Plätze oft nur vom Hörensagen und ein Teil von ihnen weiß nicht einmal etwas über die jüdische Tradition, in der sie eigentlich verwurzelt sein sollten. Ich hege nicht den leisesten Zweifel, dass ein Soldat nach so einem Wochenende eine innerliche Erleuchtung erfährt. Die Liebe, die er an diesem Ort bekommen hat, begleitet ihn durch den Tag und wird zur bleibenden Erinnerung – ein Leben lang. Ich danke Ihnen für Ihre Großzügigkeit und Spenden zugunsten von Israels Soldaten. Und ich bin der festen Überzeugung, dass Ihnen Ihre Liebe eines Tages siebenfach vergolten wird. Anat Schneider


28-08-2012

PÜNKTLICH ZUM SCHULANFANG – RAKETEN AUF ISRAEL. In Israel hat heute das Schuljahr begonnen. Für die Schülerinnen und Schüler im Süden des Landes wurde der erste Schultag nach den großen Ferien allerdings von Sirenengeheul begleitet: Kurze Zeit, nachdem die Glocke zur ersten Stunde ertönt war, mussten die Schüler in Sderot sich bereits in die Luftschutzbunker begeben, denn palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen hatten eine Kassam-Rakete auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Rakete detonierte außerhalb der Stadt. Auch am Sonntag waren bereits drei Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert worden. Eine detonierte ebenfalls in Sderot, die zweite im Bezierk Shaar Ha-Negev und die dritte auf offenem Gelände. Am Montagnachmittag wurden drei weitere Einschläge gemeldet. (Ynet, 27.08.12)


28-08-2012

MIT EINER WOCHE VERSPÄTUNG SENDEN WIR AB HEUTE AUFS NEUE UNSER ’TAGESJOURNAL’.


13-06-2012

DAS NÄCHSTE TAGESJOURNAL ERSCHEINT AM 20. AUGUST 2012!


12-06-2012

PROSOR: INTERNATIONALE GEMEINSCHAFT MUSS HANDELN. Der Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen, Botschafter Ron Prosor, hat zur Situation in Syrien Stellung genommen. In seiner Rede vor der Generalversammlung erklärte er unter anderem: „Es ist egal, woher man kommt, welche Politik man predigt oder welchem Glauben man angehört, kein menschliches Wesen kann schweigen angesichts dessen, was in Syrien geschieht. Die Menschen in Syrien sind nicht die Opfer einer Naturkatastrophe. Sie sind nicht die tragischen Opfer einer Hungersnot. Sie sind nicht die zufälligen Opfer eines Krieges. Sie sind die beabsichtigten Ziele eines brutalen Regimes, das jedes Verbrechen begehen wird und jede rote Linie überschreiten wird, um an der Macht zu bleiben. […] Ich bitte die Versammlung heute, an jeden Mann, jede Frau, jedes Kind zu denken, das in den letzten 15 Monaten von der syrischen Regierung ermordet wurde. […] Mehr als 4.000 sind bereits ermordet worden, seitdem die Generalversammlung das Thema zum letzten Mal diskutiert hat. Wie viele Unschuldige müssen noch sterben, bevor die Welt etwas unternimmt? […] Heute wende ich mich im Name des israelischen und des jüdischen Volkes direkt an das syrische Volk: Wir hören eure Schreie. […] Wir reichen euch die Hand. […] Assad ist nicht der einzige, der das Blut des syrischen Volkes an seinen Händen hat. Der Iran und die Hisbollah stehen hinter ihm und erklären ihm, wie er am effizientesten das syrische Volk abschlachten kann. […] Die internationale Gemeinschaft darf nicht zulassen, dass [Assad, Ahmadinedschad und Nasrallah] weiterhin straflos agieren. […] Bashar al-Assad hat keine moralische Autorität zu regieren. […] Das Schicksal [der syrischen Opfer] liegt in unseren Händen.“ (Außenministerium des Staates Israel, 11.06.12)


11-06-2012

BITTE ÖFFNEN SIE IHRE KOFFER – UND IHRE E-MAIL! Israelische Sicherheitsbeamte am Ben Gurion Flughafen haben einen neuen Weg zur Identifizierung von gefährlichen Einreisenden gefunden: Sie bitten verdächtige Personen, ihre persönlichen E-Mails zu öffnen, um zu sehen, ob sie an pro-palästinensischen Aktivitäten beteiligt sind. Vor kurzem wurde der Fall der Amerikanerin Sandra Tamari mit palästinensischem Familienhintergrund bekannt. Ihr wurde bei der Einreise am Flughafen ein Laptop vorgehalten, in den sie sich einloggen sollte, damit die Beamten einen Blick auf ihre privaten E-Mails werfen konnten. Als sie sich weigerte, wurde ihr die Einreise nach Israel verweigert. So wie ihr erging es in den letzten Wochen mehreren Amerikanern arabischer Abstammung, denen die Einreise ebenfalls nicht erlaubt wurde. Ziel der E-Mail Durchsuchung sind fast ausschließlich Moslems arabischer oder indischer Herkunft. Wenn es um Sicherheit geht, hat Israel schon lange Menschen anhand ihrer ethnischen Herkunft besonders behandelt. Aus schmerzlicher Erfahrung weiß man in Israel, dass fast nur Moslems Terroranschläge durchführen und dass es nichts bringt, andere Gruppen so sehr unter die Lupe zu nehmen. Dieses „Rassenprofil“ wird von linken Aktivisten natürlich als rassistisch kritisiert, aber Israels Sicherheitsexperten nennen die Praxis ein notwendiges Übel, das durch Israels prekäre Sicherheitslage notwendig ist. Es ist allerdings nicht ganz klar, ob die Durchsuchung von privaten E-Mails überhaupt legal in Israel ist. Israels Inlandsgeheimdienst Schin Bet erklärte, diese Praxis sei legal. Andere Organisationen und Anwälte behaupten das Gegenteil und das Justizministerium schweigt bisher dazu. Jedoch haben Moslems nicht prinzipiell große Probleme bei der Einreise nach Israel, denn nach Angaben der Flughafenbehörde kommen täglich tausende Moslems nach Israel. Nur diejenigen, die weitere verdächtige Merkmale aufweisen, werden herausgefiltert (Israel Heute).


08-06-2012

WIEDER TERRORANGRIFF IN JERUSALEMS STRASSENBAHN. Am Mittwochabend versuchte ein Araber, einen Sicherheitsbeamten in der Jerusalemer Straßenbahn zu erstechen. Im Stadtviertel French Hill holte der Mann eine Schere aus seiner Hosentasche und griff einen Sicherheitsbeamten in der Straßenbahn an. Seine Kollegen konnten den Terroristen jedoch rechtzeitig außer Gefecht setzen und niemand wurde verletzt. Dies war ein weiterer Angriff auf die Straßenbahn, die ihren jüdischen Passagieren seit ihrer Einführung im September letzten Jahres immer noch keine sichere Reise garantieren kann. Vor einigen Wochen wurde die Straßenbahn im arabischen Viertel Beit Hanina mit Steinen beworfen, was bei einigen Passagieren Traumata hinterließ. Im März wurde eine 19-jährige Soldatin von einem arabischen Angreifer im Stadtviertel Pisgat Zeev lebensgefährlich verletzt. Ebenfalls im März schafften es arabische Steinewerfer, die Fenster der Straßenbahn zu zerschmettern, obwohl diese eigentlich besonders gegen solche Attacken gesichert sind. Ähnliche Steinangriffe fanden auch im Dezember und Oktober letzten Jahres statt, jedesmal fuhr die Straßenbahn dabei durch arabische Stadtviertel (Israel Heute).


07-06-2012

AUCH ARABER BAUEN ILLEGALE HÄUSER IN ISRAEL. Die Jerusalemer Stadträtin Yael Antebi hat einen Brief an zwei Knessetabgeordnete geschrieben, mit der Frage, warum nur jüdische Häuser vom Abriss bedroht werden, wo doch die illegale Bautätigkeit von Arabern, vor allem in Ostjerusalem, weitaus größer sei. „Da Sie so besorgt um die Einhaltung des Gesetzes in Beit El sind, möchte ich Sie darauf hinweisen, dass das Gesetz in den Jerusalemer Stadtteilen Schuafat, Anata, French Hill, Pisgat Zeev und Neve Jaakov in vielen Fällen nicht eingehalten wird. Dort wird ohne offizielle Genehmigung gebaut und tausende Araber aus dem Westjordanland siedeln sich dort unerlaubterweise an. Dadurch wächst die arabische Bevölkerung Jerusalems rasant an. Die Anwohner dieser Stadtteile leiden sehr unter dem Zustrom und glauben schon nicht mehr daran, dass die Anarchie von der Polizei bekämpft wird. Die oben genannten Stadtteile sind eigentlich nicht mehr unter israelischer Herrschaft,“ schreibt Frau Antebi. Die arabischen Häuser, die ohne offizielle Genehmigung gebaut werden, stehen nicht unter der Aufsicht der zuständigen Behörde und weisen teilweise grobe Mängel auf. Weiterhin werden Umweltstandarts nicht eingehalten, genauso werden Störungen durch Lärm von Muezzin, Feiern und Feuerwerkskörpern nicht geahndet. Nachbarn beschweren sich immer wieder über laute Feste der Araber, die oft bis spät in die Nacht andauern und mit Schüssen und Feuerwerkskörpern begleitet werden. Im Oktober letzten Jahres sprach Premierminister Benjamin Netanjahu auf ähnliche Weise vor der Knesset, als er sagte, „Es gibt keinen Staat im Staat, wir leben in einem Land – Israel ist ein jüdisches und demokratisches Land. Ich werde dafür sorgen, dass das Gesetz in allen Teilen des Landes auf gleiche Weise vollstreckt wird.“ Yael Antebi kann nicht erkennen, dass solche Bemühungen in der Realität stattgefunden haben, sie beendet ihren Brief mit dem Satz, „Ich habe das Gefühl, dass die Regierung das unbedingte Gehorsam gegenüber dem israelischen Gesetz nur erzwingt, wenn es um Juden geht“ (Israel Heute).


06-06-2012

GESTERN VOR 30 JAHREN, am 5. Juni, marschierten Israels Streitkräfte in der Operation „Friede für Galiläa“ in den Libanon ein. Der Hintergrund zum israelischen Feldzug im Libanon, Israels fünfter Krieg, waren die täglichen Katjuscha-Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israels nördliche Ortschaften. Das Leben in den Bunkern wurde unerträglich und so entschied sich Israels damaliger Ministerpräsident Menachem Begin für die Operation im Libanon. Ziel war, die palästinensischen Terroristen und ihre PLO-Führung unter Jassir Arafat aus dem Libanon zu vertreiben, die unter anderem für den Bürgerkrieg im Libanon verantwortlich waren. Anfänglich wurden Israels Soldaten mit Reis und Jubel der libanesischen Bevölkerung empfangen, die seit Mitte der siebziger Jahre unter dem blutigen Bürgerkrieg gelitten hatte. Infolge des Libanonkrieges und des Massakers von Sabra und Schatila, das von der christlichen Maroniten Miliz ausgeführt wurde, musste der ehemalige Verteidigungsminister Ariel Scharon 1983 nach einem Gerichtsverfahren in Israel zurücktreten. Israel unterstützte in seinem Feldzug die libanesischen Christen im Kampf gegen die eindringenden Syrer und drängte die palästinensischen Terroristen aus dem Libanon. Über 10.000 palästinensische Terroristen, einschließlich PLO-Chef Arafat, kapitulierten und wurden in andere arabische Länder evakuiert, hauptsächlich nach Tunesien. Damit hat Israel eigentlich sein militärisches Ziel erreicht. In der dreijährigen Kriegsperiode bis Juni 1985 fielen 670 israelische Soldaten. Auf der arabischen Seite wurden 18.000 Gefallene gezählt. Im Juni 1985 zog Israel aus dem größten Teil des Libanon ab, behielt aber die Kontrolle über einen schmalen Streifen im Südlibanon, genannt Sicherheitszone. Dort blieben die israelischen Truppen bis Sommer 2000 zum Schutz gegen terroristische Anschläge auf den Norden Galiläas. Die Kinder der israelischen Soldaten, die an der dreijährigen Operation „Friede für Galiläa“ zwischen 1982 und 1985 teilgenommen haben (darunter der Autor dieses Artikels), dienen heute in den Reihen der israelischen Armee (Israel Heute).


05-06-2012

KRACH UM BEIT EL: HÄUSER VERSETZEN ODER ABREISSEN? Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat politischen Streit in seiner Riesenkoalition, die 94 Knessetmitglieder zählt. Es dreht sich um fünf Häuser der jüdischen Siedlung Beit El in Samaria, die auf palästinensischem Privatgrund gebaut wurden und gemäß dem Obersten Gerichtshof in Jerusalem bis zum 1. Juli abgerissen werden müssen. Auf der einen Seite versteht Netanjahu, dass das biblische Kernland Judäa und Samaria zum Land Israel gehört, auf der anderen Seite ist er dem israelischen Gesetz verpflichtet. Die jüdische Siedlerbewegung übt heftigen Druck auf Netanjahu aus, einen politischen Ausweg zu finden, die Häuser nicht abzureißen. Die Siedler wie die Regierung verstehen, dass ein Abriss der Häuser einen gefährlichen Präzedenzfall darstellen würde. Hunderte, wenn nicht mehr Klagen, würden von Palästinensern bei israelischen Gerichten mit der Behauptung eingereicht werden, dass jüdische Siedler Häuser auf palästinensischen Grundstücken errichtet hätten. Zurzeit überlegt sich die Regierung, die fünf umstrittenen Häuser um wenige hundert Meter nach rechts zu versetzen. Netanjahus breite Koalition pendelt zwischen zwei Polen. Die einen befürworten, das Gerichtsurteil zu vollziehen und die anderen suchen kreative Umwege, den jüdischen Bau im biblischen Kernland auf keinen Fall aufzugeben. „Diese Häuser wurden mit israelischer Baugenehmigung und Bankanleihen gebaut“, sagte Israels Außenminister Avigdor Liebermann. „Der Staat hat diese Siedler dorthin geschickt und deswegen ist es unsere Pflicht, sie nicht im Stich zu lassen.“ In einer Pressekonferenz betonte Netanjahu, dass seine Regierung für jedes abgerissene jüdische Haus zehn neue Häuser errichten werde. Politische Entscheidungen dieser Art sind immer wieder Beweis dafür, wie sehr die biblische Geschichte in der aktuellen Politik verwickelt ist (Israel Heute).


04-06-2012

KURZNACHRICHTEN. Der Chef des israelischen Sicherheitsdienstes Schin Beth, Joram Cohen, warnte, dass die Verzögerung eines militärischen Eingriffes im Gazastreifen gegen die Terrororganisationen dazu führen würde, dass die Hamas ihre militärische Stärke in der Zukunft viel mehr ausbauen kann. Die Frage sei nicht, ob man Terrorziele im Gazastreifen angreift, sondern was die Reaktion der Palästinenser sein wird. Auch steht zur Befürchtung, dass viele Menschen in Israel sich in die Bunker zurückziehen müssten. +++ Die Knesset stimmte mit 30 Stimmen gegen den Gesetzesvorschlag des Abgeordneten Amri Peretz, das Gehalt der Kampfsoldaten drastisch zu erhöhen. Minister Benny Begin antwortete stellvertretend für Verteidigungsminister Barak, dass der Vorschlag von der Tagesordnung genommen werde, da Amir Peretz keine Quelle für diese Summe von etwa 4 Mrd. Schekel angeben konnte. 16 Abgeordnete hatten sich dafür ausgesprochen. +++ Die Sicherheitskräfte in Aserbaidschan gaben bekannt, dass 40 Personen festgenommen worden seien, die geplant hatten, den Eurovision Song Contest zu stören. Sie hatten zahlreiche Waffen und Munition gehortet. Die Crystal-Halle und die Hotels Mariott und Hilton seien die Ziele gewesen. Die israelische Delegation mit der Band Izabo waren über diese Information schockiert, da sie sich durch die israelische und die lokale Sicherheitsbegleitung doch recht sicher gefühlt hatten (Israel Heute).


03-06-2012

ARABISCHE SELBSTKRITIK. „Die Arbeitslosenquote innerhalb der arabischen Bevölkerung Israels klettert himmelwärts, das Erziehungswesen kollabiert, die Gewalttätigkeit nimmt stetig zu – und der arabischen Führung in Israel ist syrisches Blut wichtiger. Diese Volksführung müssen wir loswerden“, meint der israelische Araber Amar Dschara in einem offenen Brief. Dschara ist einer der vielen arabischen Staatsbürger, die von ihren arabischen Knessetabgeordneten im israelischen Parlament enttäuscht sind. 1,6 Millionen Araber leben in Israel, 11 arabische und 3 drusische Abgeordnete sitzen in der Knesset. Den arabischen Politikern wird vorgehalten, nur an Schlagzeilen interessiert zu sein und dabei ihre Wähler zu vernachlässigen. „Unsere Volksgruppe macht eine Identitätskrise durch. Die Krise hängt mit dem palästinensischen Selbstverständnis zusammen. In Jordanien stellt sich ein israelischer Araber als „Araber von 1948“ oder als „palästinensischer Araber“ vor. In Tel Aviv nennt sich derselbe Araber einen „israelischen Araber“. In Europa lässt er das Wort „Araber“ unter den Tisch fallen und stellt sich pauschal als „Israeli“ vor. Das ist lächerlich und unlogisch, aber unsere Realität (Israel Heute).


01-06-2012

KURZNACHRICHTEN: Seit über 14 Monaten dauern die Aufstände in Syrien an und forderten tausende Opfer. Nun überlegt sich Israel, wie man für die syrischen Flüchtlinge einen Korridor schaffen kann, damit sie aus Assads Gefahrenzone herauskommen, ohne in die Hände der Hisbollah-Terroristen zu fallen. +++ Israels Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte auf der Konferenz für Studien über Nationale Sicherheit, dass Israel in Erwägung ziehen muss, Judäa und Samaria auch ohne Verhandlungsergebnis an die Palästinenser abzutreten, was die Palästinenser aber ablehnen, weil sie damit feste Grenzen schaffen. Die Moslems aber fordern das gesamte Heilige Land, gesamt Eretz Israel. +++ Hunderte Israelis forderten bei Protestmärschen die sofortige Deportation der illegal aus dem Sudan in Israel eingeschleusten Afrikaner, die besonders den Süden Tel Avivs für die allgemeine Bevölkerung gefährlich machen und sich mit den Israelis Straßenschlachten liefern. Die Demonstranten fordern eine unbürokratische Abschiebung. +++ Der Verkauf neuer Wohnungen in Israel boomt. Allein im Monat April stieg der Verkauf an Wohnungen gegenüber dem Vormonat März um durchschnittlich 17 Prozent. Besonders Tel Aviv ist mit 96 Prozent und Jerusalem mit 77 Prozent sind Spitzenreiter. Dagegen verliert Haifa mit 20 Prozent an Attraktivität (Israel Heute).


31-05-2012

ISRAEL WIRD BRENNEN, WENN SYRIEN ANGEGRIFFEN WIRD. „Sollte der Westen Syrien angreifen, dann wird Israel brennen.“ Mit dieser Drohung überraschte der iranische Parlamentsvorsitzende Ali Laridschani gestern den Westen. Wiederholt versucht der Iran, alle innenpolitischen Probleme in der arabischen Welt auf Israel zu schieben und dies für seine politische Zwecke auszunutzen. Die israelische Regierung: „Der Iran versucht, den Nahen Osten zu regieren, in einer Zeit, in der die syrische Regierung sein eigenes Volk massakriert und der Iran noch keine Atombombe einsatzfähig hat. Wir müssen gewarnt sein, wenn der Iran in seinen Drohungen vom Einsatz nuklearer Waffen spricht!“ In Israel betonte Regierungschef Benjamin Netanjahu in den letzten Tagen immer wieder, dass der Iran den Westen austrickst und keinen Kompromiss anstrebt. Wiederholt betonte Netanjahu, dass Israel sich die Option zu einem Angriff auf die iranischen Atomreaktoren offen hält. Im israelischen Rundfunk diskutieren hochrangige Ex-Militäroffiziere wie Sicherheitsexperten und der ehemalige Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, Meir Dagan, wie sich solch ein Angriff auf den Nahen Osten und besonders auf Israel auswirken würde. In Israel sagte der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck, dass der Iran eine große Gefahr bedeute. „Das iranische Atomprogramm ist wegen der öffentlichen Stellung der iranischen Regierung eine sehr große Gefahr. Das Atomprogramm bedeutet nicht nur für den Staat Israel eine existenzielle Bedrohung, sondern ebenso für Europa.“ Er versprach, alles dafür zu tun, um mit Verhandlungen einen Angriff auf den Iran zu verhindern. Doch so wie aus Israels Sicht zurzeit aussieht, kommt der Iran dem Westen nicht näher (Israel Heute).


30-05-2012

HABIMA THEATER: AUFTRITT IN LONDON GESTÖRT. Bei einem Auftritt des israelischen HaBima-Staatstheaters gestern Abend in London störten pro-palästinensische Aktivisten im Publikum mehrmals die Vorstellung. Sie riefen anti-israelische Slogans, schwenkten Fahnen und wurden von den Sicherheitsbeamten aus dem Raum entfernt. Gespielt wurde „Der Kaufmann von Venedig“ im Rahmen des internationalen Globe to Globe Shakespeare-Festivals, das anläßlich der Olympischen Spiele in London im Sommer in 38 Sprachen stattfindet. Im Vorfeld der Aufführung hatten sich pro-palästinensische Organisationen an die Festivalleitung gewandt, um das israelische Gastspiel zu stornieren, weil dessen Schauspieler auch an Aufführungen in den so genannten besetzten Gebieten Judäas und Samarias teilgenommen haben sollen. Noch vor dem Auftritt der israelischen Schauspieler fanden vor dem Globe-Theater zwei kleinere Demonstrationen statt, eine pro-israelische und eine pro-palästinensische. Odelia Friedman, die Generaldirektorin des HaBima-Theaters, erklärte, die Schauspieler sich freuten, dass die Vorstellung nicht unterbrochen wurde und das Publikum diese mit Lob aufnahm. „Außer den beiden Störungen während des Auftritts hoffen wir, dass die Kunst den Sieg davontragen wird (Israel Heute).


29-05-2012

DIE FLAMME IM IRAN. Der Cyberkrieg im Iran geht weiter. Gestern hat der Iran öffentlich zugegeben, dass ein außergewöhnlicher Virus in den Computersystemen der iranischen Atomwerke und Militärbasen entdeckt wurde. Laut iranischen Quellen wurden 189 iranische Computer mit einem seltsamen Virus infiziert, der den Namen Flame trägt. Laut israelischen Computer- und Abwehrexperten kann solch ein Spionageprogramm und Virus nur ein Staat entwickeln. Der Iran hat zugegeben, dass dieser Virus schon seit mehreren Jahren in seinen Computern nistet und die Computer der Atomprogramme angegriffen hat. „Dies ist Cyberspionage und das Ziel ist, Informationen zu stehlen“, sagte Prof. Jitzchak Ben Israel. Im israelischen Rundfunk diskutierten verschiedene Experten über die jüngsten Entwicklungen im Iran und erklärten, dass es sich um einen Virus handelt, der alle Informationen in fremden Computern aufsaugt und diese ausführlich weiterleitet. Der Flame Virus wurde vom internationalen AntiVirus Kaspersky entdeckt, eine der größten Firmen für Sicherheit in der Informationstechnik. Der Virus ist dazu fähig, Tondaten, Fotos und Chats zu kopieren. Ferner kann sich der Virus auch in Bluetooth einschleichen. Laut Kaspersky ist der Viruscode 100 Mal größer als alle anderen Computerviren, die bisher entdeckt wurden. Der Virus wurde nicht nur in Computern im Iran entdeckt, sondern ebenso in 32 Computern im Sudan, in Syrien (30), im Libanon (18), Saudi Arabien (10), Ägypten (5) und sogar in Israel und in der palästinensischen Autonomie in 98 Computern. Insgesamt wurden laut Kaspersky um die 5000 Computer weltweit angegriffen. Die Virushersteller haben ein Netzwerk von 80 Servern in Asien, Europa und Nordamerika benutzt, was als das bisher größte Netzwerk dieser Art bekannt ist. Wer dahinter steht, kann keiner sagen, doch Kaspersky sieht in dem neuen Virus Ähnlichkeiten zum Computerwurm Stuxnet, der im Juni 2010 im Iran entdeckt wurde. Natürlich zeigt man mit den Fingern zuerst auf Israel, das mehr als alle anderen Länder ein Interesse hat, die iranische Atomgefahr zu neutralisieren. Keine offizielle Stimme in Jerusalem äußerte sich über die „Flamme“ im Iran (Israel Heute).


28-05-2012

„JUDEN UND CHRISTEN SIND FEIGE“. Im palästinensischen Rundfunk hört die Hetze gegen Juden und Christen nicht auf. Weil die Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern festgefahren sind, wird kaum die eigentliche Vereinbarung mit den Palästinensern verfolgt, demnach die Palästinenser jegliche Hetze und Propaganda gegen Israel und Juden einstellen sollten. Im Mai sendete der palästinensische Rundfunk (Fatah) ein Programm, in dem Palästinenserkindern beigebracht wurde, dass Juden und Christen minderwertig sind. Ein kleines Palästinensermädchen wurde gebeten, ein Gedicht zu rezitieren, welches den Kindern laut der Kindergärtnerin Verantwortung und Zugehörigkeitsgefühl vermittelt. „Die Reste der Kreuzfahrer (Christen) und Khaiber (Juden) sind minderwertige Menschen“ (Israel Heute).


27-05-2012

IMMER MEHR PROBLEME MIT FLÜCHTLINGEN UND ARBEITSMIGRANTEN. In Israel werden über 60.000 afrikanische Eindringlinge gezählt. Anfänglich, vor sieben Jahren, handelte es sich hauptsächlich um sudanesische Flüchtlinge aus Darfur. Später sind ebenso Afrikaner aus Eritrea (34.000), Sudan (17.000), der Elfenbeinküste (3000), Kongo (2000) und Äthiopien über die Sinai-Halbinsel nach Israel eingedrungen, monatlich zwischen 1000 bis 2000 Afrikaner. Obwohl diese in den ausländischen Medien oft als afrikanische Flüchtlinge dargestellt werden, so haben bisher nur 650 Afrikaner gemäß internationalen und UNO Kriterien den offiziellen Flüchtlingstatus in Israel erhalten. Die afrikanischen Asylsuchenden leben hautsächlich im Süden Tel Avivs, was in den letzten Jahren zu steigenden Unruhen zwischen den israelischen Stadtbewohnern und den Eindringlingen aus Afrika führte.


25-05-2012

AYALON FORDERT: ‚NUR EINE MINUTE’ für die Opfer des Olympia-Attentats von München. Der stellvertretende Außenminister Danny Ayalon hat eine Kampagne mit dem Titel „Just One Minute“ gestartet, um das Internationale Olympische Komitee (IOK) dazu zu bewegen, bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in London eine Schweigeminute im Andenken an die bei dem Attentat bei den Spielen in München 1972 ermordeten israelischen Sportler einzulegen. Ayalon hatte IOK-Präsident Jacques Rogge vergangene Woche in einem Brief um die Schweigeminute gebeten, jedoch eine ablehnende Antwort erhalten. Die Bitte um eine Schweigeminute geht auf eine Initiative der Opferfamilien zurück, die bereits von vielen Politikern und Prominenten weltweit unterstützt wird. Ayalon betont, es handele sich nicht um ein politisches Thema, sondern um eine moralische Pflicht der olympischen Gemeinschaft gegenüber ihren Athleten. Zurzeit besteht die Kampagne aus einem Film, auf dem Ayalon zur Unterstützung der Schweigeminute aufruft und einer Facebook-Seite. Außerdem wurde der Hashtag #justoneminute eingeführt, um die Kampagne über Twitter bekannt zu machen. Ayalon kündigte an, dass noch weitere Aktionen geplant seien. (Außenministerium des Staates Israel, 23.05.12)


24-05-2012

ARABISCHE BÜRGER WOLLEN MEHR ZIVILDIENST LEISTEN. Im Schatten der bevorstehenden Knesset Debatte über die Einberufung der orthodoxen Jeschiwa-Schüler in die Reihen der israelischen Armee wird am Rande auch der Zivildienst der arabischen Bevölkerung in Israel besprochen. Die israelischen Araber sind nicht wie die Drusen im Land zum dreijährigen Wehrdienst verpflichtet, dennoch melden sich immer mehr israelische Araber im Alter von 18 Jahren zum Militärdienst. Die genaue Zahl arabischer Soldaten in der Armee bleibt geheim. Darüber hinaus ist jedoch die Zahl arabischer Jugendlicher in den letzten sieben Jahren gestiegen, die im Staat Israel einen Zivildienst wie religiöse Juden ableisten. Im Jahr 2004 wurden nur 240 israelisch-arabische Zivildienstleistende gezählt, im Jahr 2007 waren es bereits 628, ein Jahr später 1050, im Jahr 2010 leisteten 1550 Araber Zivildienst und im Jahr 2011 stieg die Zahl auf 2400. Der Grundschuldirektor der arabischen Schule in Tamara, Naal Zoabi, fördert den Einsatz junger Araber im Zivildienst. „Aus moralischer Sicht sind wir dazu verpflichtet, der israelischen Gesellschaft zu dienen. Der Zivildienst hat für uns als Araber eine besondere Bedeutung, darüber hinaus ist es für uns Araber auch leichter in andere Positionen in Israels Gesellschaft einzusteigen, wenn wir vorweisen können, der israelischen Gesellschaft gedient zu haben.“ Der 19-jährige Hasam Amara aus dem arabischen Dorf Kana in Galiläa dient schon seit acht Monaten freiwillig in der israelischen Feuerwehr in seiner Gegend. „Ich freue mich, diesen Dienst zu tun und bin stolz darauf“, sagte Amara der israelischen Zeitung Jediot Achronot. „Damit rette ich Menschen bei Verkehrsunfällen und Bränden das Leben, und es ist ganz egal, ob es sich dabei um einen Araber oder Juden handelt.“ Schon vor über zwei Jahren berichtete Israel Heute über die steigende Zahl arabischer Zivildienstleistender gegen den Willen der arabischen Politiker im Land. Diese kritisieren sowohl Israel als auch die arabischen Zivildienstleistenden und sehen in ihnen oft Verräter. Nun soll im israelischen Parlament geklärt werden, ob der Zivildienst arabischer Bürger zur Pflicht werden soll. Es wäre wahrscheinlich weiser, den Zivildienst für Araber nicht im Gesetz zu verankern. So werden sich mehr Araber zum Zivildienst melden als wenn die arabischen Politiker eine Verpflichtung als „ungültiges Gesetz“ verurteilen (Israel Heute).


23-05-2012

ISRAELISCHER BERGSTEIGER RETTET TÜRKEN. Nach den Negativschlagzeilen über die Türkei und Israel gab es endlich einmal eine Geschichte über Freundschaft und Nächstenliebe zu vermelden. Als der israelische Bergsteiger Nadav Ben Jehuda etwa 300 Meter vom Gipfel des Mount Everest entfernt war, sah er den Türken Aydin Irmak, 46, mit dem er sich schon im Camp angefreundet hatte, besinnungslos am Boden liegen. Ohne nachzudenken gab Ben Jehuda seinen langjährigen Traum von der Besteigung des Mount Everest auf, kehrte um und rettete den verzweifelten Kollegen. Acht Stunden lang trug er den Freund zum nächsten Camp, wo ein Hubschrauber beide in ein Krankenhaus in Katmandu flog. Ben Jehuda, der seine Handschuhe während des Aufstiegs verloren hatte, erlitt Erfrierungen an seinen Fingern, wovon einige wahrscheinlich amputiert werden müssen. Das letzte Wochenende soll eines der tödlichsten in den vergangenen Jahren gewesen sein. Ben Jehuda beschreibt seinen Aufstieg als „mit Leichen gepflastert. An einer Stelle hingen zwei tote Bergsteiger an ihren Seilen, sie wussten, dass sie sterben würden und seilten sich ab, um in einen frostigen Todesschlaf zu entschwinden.“ Für den Türken Aydin Irmak aus New York verlief die Sache noch einmal glimpflich. Er und Ben Jehuda befinden sich zur Zeit noch in Katmandu und fühlen sich wie Brüder. Sie wollen auch in Zukunft gemeinsam Berge besteigen, sich gegenseitig besuchen und als ein gutes Beispiel echter Freundschaft zwischen ihren beiden Ländern dienen (Israel Heute).


21-05-2012

AYALON: GEDENKMINUTE WÄRE WICHTIGES SIGNAL GEWESEN. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOK), Jaques Rogge, hat den stellvertretenden Außenminister Danny Ayalon darüber informiert, dass er seiner Bitte, bei den Olympischen Spielen eine Schweigeminute für die Opfer der Anschläge bei den Spielen in München 1972 einzulegen, nicht nachkommen wird. In einem Brief hat Ayalon am Donnerstag Rogge darauf geantwortet. Dort heißt es: Diese Antwort „negiert die zentralen Prinzipien der weltweiten Brüderlichkeit, auf denen die olympische Idee basieren sollte. Die terroristischen Morde an den israelischen Sportlern waren nicht nur ein Angriff auf Menschen wegen ihrer Nationalität und Religion – es handelte sich um einen Angriff auf die Olympischen Spiele als Ganzes und die internationale Gemeinschaft überhaupt. Daher ist es notwendig, dass die Olympischen Spiele als Ganzes dieses Ereignisses öffentlich gedenken […]. Die Zurückweisung lehrt uns als Israelis, dass diese Tragödie nur unsere allein ist und nicht eine Tragödie in der Familie der Nationen. Dies ist ein sehr enttäuschender Ansatz, und wir hoffen, dass diese Entscheidung noch einmal überdacht werden wird, damit die internationale Gemeinschaft gemeinsam gedenken kann und eine angemessene Lektion aus diesem dunklen Flecken der olympischen Geschichte lernt.“ (Außenministerium des Staates Israel, 18.06.12)


20-05-2012

JERUSALEM-TAG. Heute ist „Jerusalem-Tag“, der an die Wiedervereinigung der Stadt nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 erinnert. Anlässlich des Feiertages hat das Zentrale Statistikamt Zahlen zur Situation in der israelischen Hauptstadt veröffentlicht. Demnach ist Israel nach wie vor die größte Stadt im Land. 2011 hat sie die Marke von 800.000 Einwohnern geknackt. 497.000 (62%) der 801.000 Einwohner sind Juden, 281.000 (35%) Muslime, 14.000 (etwa 2%) Christen und 9.000 (1%) Einwohner gehören keiner der drei genannten Religionsgemeinschaften an. Zuzügler kommen meist aus Bnei Brak, Tel Aviv-Jaffa und Beit Shemesh. Wer die Stadt verlässt, zieht wiederum ebenfalls meist nach Tel Aviv-Jaffa, Beit Shemesh oder Beitar Illit. Die Zahl der Geburten pro Frau liegt unter Jerusalemerinnen mit 4,01 deutlich über dem Landesdurchschnitt von 3,03. Ein durchschnittlicher Haushalt in Jerusalem hat vier Mitglieder, der Landesdurchschnitt liegt bei 3,4. 87,7% der Jerusalemer Erwerbstätigen arbeiten in der Stadt – gegenüber nur 64,2% der Tel Aviver. 12,2% der Haushalte mit Kindern sind ohne Einkommen, das ist beinahe doppelt so viel wie der Durchschnitt der Stadtbevölkerung (6,6%). 34% der Juden im Alter von über 20 Jahren in der Stadt bezeichnen sich als ultraorthodox (Israel insgesamt: 9%), 19% als religiös (10% im Landesdurchschnitt), 27% als traditionell religiös oder traditionell, aber nicht so religiös (38% in Israel insgesamt), und 19% der jüdischen Einwohner Jerusalems bezeichnen sich als säkular und nicht religiös (der Landesdurchschnitt liegt hier bei 43%). Die Jerusalemer sind optimistischer als der Rest des Landes. 56% glauben, ihre Situation werde sich in der Zukunft verbessern (52% in Israel insgesamt). Dagegen sind 63% zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer wirtschaftlichen Situation, das trifft nur auf 59% der Israelis insgesamt zu. 65,3% der Schüler an hebräisch-sprachigen Schulen in der Stadt lernen an ultraorthodoxen Schulen; 37,1% der Schüler insgesamt an arabisch-sprachigen Schulen. 36.500 Studierende sind an den Hochschulen in der Stadt eingeschrieben. (Zentrales Statistikamt, 16.05.12)


18-05-2012

ISRAEL PLANT, SICH VOM ERDÖL LOSZULÖSEN. Hinter den Kulissen und ohne viel Aufmerksamkeit hat die israelische Regierung sich ein nationales Ziel gesetzt: Eine elektronische Batterie soll Israel vom Öl unabhängig machen. Das israelische Regierungsbüro investiert in der ersten Stufe 10 Mio. Euro in den nächsten 4 Jahren. 100 Forscher, aufgeteilt in 12 Teams aus vier Universitäten, nehmen an dem Projekt teil. Ziel: Ein Akku und Stromspeicher für ein Elektroauto bis 2015. Diese Batterie soll für eine Strecke von 500 Kilometern aureichen und gleichzeitig während der Fahrt Sonnenenergie speichern können. Dieser Auftrag wurde im April bei einer Tagung des Nationalen Zentrums für Elektrochemischen Antrieb übergeben, darunter die Universität Tel Aviv, das Technion in Haifa, Universität Bar Ilan und der Campus Ariel in Samaria. Die Regierung wartet auf neue Ideen und Forschungsvorschläge. „Das Öl hat aus politischen Gründen wie auch aus dem einfachen Grund, dass die Ölreserven zur Neige gehen, keine Zukunft mehr“, sagte der Vorsitzende des Zentrums, Prof. Doron Orbach, der israelischen Fachzeitschrift The Marker. „Unter den Politikern existiert eine intellektuelle Revolution, die langsam aber sicher in die Autoherstellerkonzerne vordringt bis hin zu den Batterieherstellern. Stromautos werden das Öl ersetzen. Schon jetzt können Batterien ein Auto für eine Strecke von 150 km mit Strom versorgen. Das wollen wir erweitern.“ Die Autobatterie von Better Place und Renault ist 300 kg schwer und erlaubt eine maximale Fahrtstrecke von 150 km. Die Batterie muss eine dreifache Reichweite erreichen, ohne dabei das Gewicht zu verändern. Dies wird in einer Zeit notwendiger, in der die Ölpreise überall in der Welt steigen. Jedes Mal, wenn die Ölpreise steigen, schaltet Israels Forschungsprojekt einen Gang höher. Über das nationale Forschungsprogramm beschloss die Regierung unter Benjamin Netanjahu bereits im Januar vor einem Jahr. Israel weiß, dass es sich in der Zukunft nicht um jeden Preis auf das Erdöl fremder Länder verlassen kann. Zu oft wurde Israel aus politischen Gründen im Stich gelassen. Daher budgetierte die Regierung das gesamte Projekt bis 2020 mit 300 Mio. Euro (Israel Heute).


17-05-2012

KASIM HAFEEZ: „ICH BIN MOSLEM UND STOLZER ZIONIST. Ich bin in einer Familie groß geworden, in der Adolf Hitler lobend erwähnt wurde und mein Gehirn mit hasserfüllten Reden von Hassan Nasrallah und Osama Bin Laden gewaschen wurde. Nachdem ich aber das Buch The Case for Israel von Alan Dershowitz (amerikanisch-jüdischer Rechtsanwalt) gelesen hatte, stürzte ich in eine Gewissenskrise. Ich besuchte Israel. Mein Leben hat sich total geändert. Ich bin Zionist, ein stolzer, moslemischer Zionist, aber das war nicht immer so. Viele Jahre war ich das Gegenteil. Ich habe an Universitäten in Großbritannien bei antisemitischen und antiisraelischen Aktivitäten mitgemacht. Ich bin in Großbritannien in einer moslemischen Gemeinschaft aus Pakistan aufgewachsen, in der Juden im besten Fall als Mörder und Räuber galten und im Normalfall zur Vernichtung der Juden aufgerufen wurde. Diese Moslems waren sonst überhaupt nicht radikal. Sobald aber von Israel die Rede war, bediente man sich übelster rhetorischer Mittel. (...) Zu den jährlichen Demonstrationen des palästinensischen „Nakba-Tages“ in London wütete mein Hass gegen Israel noch mehr. (...) Als ich dann aber die Argumente von Dershowitz las, als ich sah, wie viele Lügen er entlarvt, sah ich ein, dass er unbestreitbar Recht hatte. Hilflos suchte ich Gegenargumente, aber alles, was ich fand, war leere Rhetorik, wie ich sie all die Jahre hindurch brav geschluckt hatte. Ich durchlebte eine echte Gewissenskrise. Es begann die unvoreingenommene Suche nach der Wahrheit um Israel. Mir blieb nichts anderes übrig – ich musste Israel besuchen. Kasim Hafeez betreibt die Webseite www.theisraelcampaign.org (Israel Heute).


16-05-2012

HUGO CHAVES BITTET RABBINER UM SEGEN. Es ist bekannt, dass der venezolanische Staatsführer Hugo Rafael Chaves seit 2011 krebskrank ist. Nicht bekannt ist, dass er neulich den Rabbiner Baruch Rabinovitz der Munkatcher Chassidim in Brooklyn um einen Heilungssegen bat. Darüber berichtete die orthodoxe Internetseite Be´Chadrei Chaderim. Chaves sandte zwei Boten an den berühmten Rabbi in New York und bat um einen Segen für sein Leben. Quellen der Munkatcher Chassidim übermittelten der orthodoxen Webseite, dass sich der Rabbi für den Segensspruch bereit erklärte, wenn Chaves sich für die Freilassung des jüdischen Gefangenen Jakob Astreicher in Bolivien einsetzt. Rabbi Rabinovitz hat sich die Freilassung von Gefangenen zur Lebensaufgabe gemacht. Dies teilte der Rabbiner den Boten, dem Konsul und einem Ratsmitglied aus Venezuela mit, die sich sofort auf den Weg ins Krankenhaus in Kuba aufmachten, wo Hugo Chaves eine Zeit lang behandelt wurde. Über die Jahre hinweg beschimpfe der venezolanische Staatspräsident den Judenstaat und beschuldigte Israel in aller Öffentlichkeit, das palästinensische Volk zu vernichten. Chaves bezichtigte die USA und Israel, bewusst und fahrlässig einen atomaren Weltkrieg in Gang zu setzen und steht seitdem dem iranischen Diktator Ahmadinedschad zur Seite. Trotz seines Hasses auf Israel und die Juden besteht er auf den Heilungssegen des jüdischen Rabbiners Rabinovitz (Israel Heute).


14-05-2012

HEUTE, 14. Mai ist ILI-Tag! Auch in diesem Jahr wird wieder in vielen Städten in Deutschland der traditionelle „I like Israel“-Tag mit Straßenfesten, Informationsveranstaltungen und Konzerten gefeiert. Freundschaftsorganisationen vor Ort schließen sich zusammen, um am 14. Mai Yom ha-Atzma’ut, den Unabhängigkeitstag Israels, zu feiern. Erstmals finden ILI-Tage darüber hinaus auch in weiteren Ländern, darunter Nigeria und Thailand, statt. Botschafter Yakov Hadas-Handelsman hat in seiner Videobotschaft zu Yom ha-Atzma’ut erklärt: „Die deutsch-israelischen Beziehungen waren, sind und werden immer besondere Beziehungen sein. Sie basieren auf Erinnerung, Zusammenarbeit, Freundschaft und der gemeinsamen Gestaltung der Zukunft. Deutschland und Israel teilen dieselben Interessen und Werte: Demokratie, Freiheit, Toleranz und Fortschritt. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass die Lebensrealität von Deutschen und Israelis sich voneinander unterscheidet. Israel behauptet sich seit vierundsechzig Jahren in einer Umgebung, die unserem Staat nicht wohlgesinnt ist. Doch unsere Demokratie ist stabil. Sie ist lebendig und sehr debattierfreudig. Und sie eröffnet gute Möglichkeiten für Gestaltung und Innovation. Wir haben viel erreicht und können stolz darauf sein. Israels Erfolge in der Wissenschaft, Medizin und Technologie sowie unsere kulturelle und künstlerische Kreativität und Vielseitigkeit spiegeln unser Potenzial wider.“ Die Botschaft des Staates Israel freut sich über die Geste und das Engagement der vielen Veranstalter und Gäste auf den ILI-Tagen, die mit uns die Freude und den Stolz teilen, dass Israel auf 64 Jahre Erfolgsgeschichte unter widrigsten Umständen zurück blicken kann (Botschaft des Staates Israel).


13-05-2012

NETANYAHU DISKUTIERT ’TAL-GESETZ’. Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat sich mit den Fraktionsvorsitzenden seiner jüngst erweiterten Koalition getroffen, um eine Neufassung des sogenannten „Tal-Gesetzes“ zu diskutieren, das bisher ultraorthodoxen Männern ermöglicht, dem Militärdienst fernzubleiben. Ein Gesetzesentwurf soll bereits in der kommenden Woche vorgestellt werden, damit das Gesetz in den nächsten zweieinhalb Monaten verabschiedet werden kann. Ziel der Neufassung des Gesetzes ist es, schrittweise die Verteilung der Belastungen für die Bürger gerechter zu gestalten, religiöse Juden und Araber auch zu einem nationalen Dienst zu verpflichten, dabei jedoch die verschiedenen Bevölkerungsteile nicht gegeneinander auszuspielen. (Amt des Ministerpräsidenten, 10.05.12)


11-05-2012

WESTERWELLE: „WIR STEHEN AN DER SEITE ISRAELS.“ Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle versicherte dem Globalen Forum des Jüdischen Komitees in den USA, immer an der Seite Israels zu stehen. „Wir wollen Israel als Staat sehen, der von seinen Nachbarn im Nahen Osten geachtet wird und die mit ihm in Frieden leben“, sagte Westerwelle vor dem Jüdischen Komitee. „Noch immer droht der Iran, Israel zu vernichten. Wir werden weiterhin auf der Seite Israels stehen und nicht untätig herumsitzen solange Israel bedroht, Hasspropaganda verbreitet und sein Existenzrecht in Frage gestellt wird...“ Den jüdischen Teilnehmern machte Westerwelle die deutsche Position gegenüber der iranischen Atombedrohung deutlich. „Wir sind nicht naiv. Unsere Geduld ist limitiert (Israel Heute).


10-05-2012

NOAS LIEBE. Der israelische Staatspräsident Schimon Peres hat die 12-jährige Schülerin Noa Winzweig in seine Jerusalemer Residenz eingeladen. Sie hatte ihr gesamtes Geld, das sie anlässlich ihrer Bat Mitzwa von Verwandten und Freunden erhalten hatte, an 51 Holocaustüberlebende verschenkt. „Schon immer habe ich mir über das Leben der Holocaustüberlebenden Gedanken gemacht“, erklärte Noa, die vor fünf Jahren aus Kanada nach Israel einwanderte, ihrem Gastgeber Peres. „Diese Menschen haben so viel durchgemacht und aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, ihnen mein Bat Mitzwa-Geld für einen Ausflug nach Jerusalem zu spenden“ (Israel Heute).


09-05-2012

FAULER ODER BRILLIANTER TRICK? „Eine politische Bombe explodierte“, so beschrieben israelische Medien das nächtliche Spektakel, demnach Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu die Kadima-Partei in seine Koalition aufnimmt und somit die volle Mehrheit, 94 von 120 Knessetsitzen, erobert hat. Das israelische Parlament wird folglich nicht aufgelöst und es finden auch keine vorgezogenen Knessetwahlen im bevorstehenden September statt. Vorgestern versuchte Benjamin Netanjahu, das Volk noch davon zu überzeugen, wie wichtig es sei, die Wahlen vom Herbst 2013 auf dieses Jahr vorzuverlegen. Heute wird dem Volk erklärt, weshalb das Gegenteil besser sei und dass die Wahlen wie geplant erst in 18 Monaten stattfinden werden (Israel Heute).


08-05-2012

28. BÜRGERMEISTER-KONFERENZ GESTARTET. Etwa 60 Bürgermeister aus der ganzen Welt, darunter drei aus Deutschland, befinden sich seit Sonntagabend in Jerusalem zur 28. Bürgermeister-Konferenz. Die Konferenz ist ein internationales Forum für Bürgermeister aus aller Welt. Gastgeber sind das Außenministerium, der Israelische Städtebund und das "American Council for World Jewry". Die Konferenz wurde 1984 von Teddy Kollek ins Leben gerufen, da Jerusalem keine Partnerstädte hat. In diesem Jahr sind unter anderem Bürgermeister aus den USA, Costa Rica, Griechenland, Bulgarien, Schweden und Kenia vertreten. Aus Deutschland nehmen die Oberbürgermeister von Rostock, Frankfurt an der Oder und Freiburg teil. (Botschaft des Staates Israel/Hansestadt Rostock, 07.05.12)


07-05-2012

DEUTSCHES U-BOOT AN VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM ÜBERGEBEN. Bei einer offiziellen Zeremonie wurde am Donnerstag in Kiel das U-Boot "INS Tanin" an das Verteidigungsministerium übergeben. Das vierte U-Boot der Dolphin-Klasse ist damit offiziell in den Besitz von Verteidigungsministerium und Marine übergegangen und wird 2013 in Israel eintreffen. Bei der Zeremonie waren unter anderem der Staatsminister im Verteidigungsministerium Udi Shani und der Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, anwesend. Höhepunkt der Zeremonie war die Taufe des Schiffes durch Vertreter Israels und Deutschlands. Die "INS Tanin" gilt als eines der fortschrittlichsten und vielseitigsten U-Boote weltweit und wird der teuerste militärische Ausrüstungsgegenstand der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte überhaupt sein. Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte: "Dieses Geschäft ist Ausdruck der Tiefe der Beziehungen zu Deutschland und belegt die Verpflichtung der deutschen Regierung zur israelischen Sicherheit." Auch Staatsminister Shani und der Oberkommandierende der Marine Ram Rothberg betonten die hervorragenden Beziehungen zu Deutschland in der schwierigen Zeit in der Region. (Verteidigungsministerium des Staates Israel, 03.05.12)


06-05-2012

DEUTSCHE FIRMA SCHREIBT ANTISEMITISCHE E-MAILS. Eine E-Mail der der deutschen Firma HOFF-Interieur. aus Nürnberg sorgt in Israel für Bestürzung. Eti Doron, Besitzerin eines Spielwarenladens in Tel Aviv, wollte bei der Firma Hoff Spielzeug im Wert von 600 Euro bestellen, als diese jedoch keine Kreditkartenzahlung akzeptierte, trat sie vom Kauf zurück. Daraufhin erhielt Frau Doron E-Mails von Walter Adler, der sich als Gründer der Firma Hoff zu erkennen gab. In diesen E-Mails, die Frau Doron der Zeitung Jerusalem Post zur Verfügung gestellt hat, ergeht sich Herr Adler in übelsten antisemitischen Hasstiraden: „Wir sehen nun, dass Sie sich entschlossen haben, ein echter Jude zu sein, nicht nur ein Lügner, sondern auch ein Betrüger. Ihr abscheuliches Verhalten hat uns einen großen Verlust beschert. Wir sollten uns daran erinnern, was in Europa über hunderte Jahre galt: dass einige Leute Ihrer Abstammung die Pest für die Menschheit sind. Wir hätten nicht gedacht, dass das stimmt, aber Sie haben es bestätigt.“ In den E-Mails wird weiterhin auf Günther Grass Bezug genommen, der Israel richtigerweise als Gefahr für den Weltfrieden dargestellt habe. Am Ende wird Frau Doron mit Verhaftung gedroht, wenn sie sich dem Firmengebäude von HOFF-Interieur nähern sollte. Mehrere Emails an die Firma Hoff blieben unbeantwortet. Für Stellungnahmen ist die Firma Hoff derzeit nicht zu erreichen, ihr Anrufbeantworter teilte uns einen Betriebsurlaub bis nach dem Wochenende mit. Die israelisch-deutsche Industrie- und Handelskammer hat sich mittlerweile in den Fall eingeschaltet und rät Frau Doron, die Firma Hoff zu verklagen (Israel Heute).


04-05-2012

NACH ESKALATION IM MÄRZ: WENIGER ANGRIFFE IM APRIL. Nach der Eskalation in Südisrael im März ist die Zahl der Terrorangriffe gegen Israel im April zurückgegangen. Einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Israelischen Sicherheitsagentur zufolge gab es im April 70 Angriffe, während es im März 229 gewesen waren. Besonders spürbar war der Rückgang in der Region um den Gazastreifen, wo nur neun Angriffe verzeichnet wurden – im Vergleich zu 157 im März und 31 im Februar. Andererseits wurden zwei Raketen aus dem Sinai auf Eilat abgefeuert, diese Region ist für gewöhnlich nicht Ziel von Angriffen. Zehn Raketen wurden insgesamt im April auf Israel abgefeuert. Drei Israelis wurden bei Messerangriffen verletzt, zwei dieser Angriffe ereigneten sich in Jerusalem, ein weiterer in Kfar Saba. (Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 02.05.12) zum Anfang


03-05-2012

ABBAS NENNT NETANYAHU FRIEDENSPARTNER, STELLT JEDOCH KONDITIONEN. Der Chef der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, scheint seine Meinung über den Premierminister Israels, Benjamin Netanjahu, geändert zu haben, denn er bezeichnete ihn während einer Rede in Tunesien als ernsthaften Friedenspartner. In den letzten Jahren haben Abbas und seine Führungsriege Netanjahu immer als größtes Hindernis für den Frieden dargestellt, obwohl sie selbst dessen mehrmaligen Aufrufe zu Friedensgesprächen immer wieder ablehnten. Bei seiner Rede in Tunesien sagte Abbas, „Ich wähle Sie, Netanjahu.“ Aber um nicht den Gedanken aufkommen zu lassen, dass er ihn vielleicht sogar mag, fügte Abbas hinzu, „Sie sind der Premierminister Israels, ich bin gezwungen, mit Ihnen zu arbeiten.“ Diese Meinungsänderung der palästinensischen Führung kam jedoch nicht ohne Haken, denn Abbas bestand darauf, dass Friedensgespräche nur stattfinden könnten, wenn Israel den Wunsch aufgibt, im biblischen Kernland Judäa und Samaria sowie im Osten Jerusalems zu leben. „Sie (Netanjahu) müssen sich zwischen Frieden und Siedlungen entscheiden. Diejenigen, die Frieden wollen, denken nicht an Siedlungen,“ sagte Abbas. Er drohte weiterhin mit der Möglichkeit, seine Kampagne zur einseitigen Anerkennung eines palästinensischen Staates vor der UN wieder aufzunehmen, sollte Israel nicht 100 Prozent seiner Forderungen erfüllen (Israel Heute).


02-05-2012

INTERVIEW MIT NAHOSTEXPERTE DR. JORAM ETTINGER. Israel Heute sprach mit Dr. Joram Ettinger, Nahostexperte und ehemaliger Konsul Israels in den USA. Israel Heute: Warum schlägt Israel Alarm wegen des Iran? Ettinger: Israel versucht, der internationalen Gemeinschaft klarzumachen, dass der Iran nicht nur eine Bedrohung für Israel, sondern für die gesamte freie Welt darstellt. Ein Iran mit Nuklearwaffen würde pro-westliche Regime im Persischen Golf einschüchtern, einen Wettlauf um Atomwaffen lostreten und die Agenda des anti-westlichen Terrors verbreiten. IH:Braucht es einen baldigen Militärschlag? E: Versuche, das mit den Präsidentschaftswahlen in den USA in Verbindung zu bringen, gehen ins Leere. In Wirklichkeit ist der nukleare Zeitplan des Iran absolut unkontrollierbar. Das Land muss nicht alle nuklearen Komponenten selbst entwickeln. Der Iran kann n sie jederzeit von Nordkorea, Pakistan und möglicherweise sogar Russland oder China kaufen. Niemand weiß, ob wir hier über Wochen, Monate oder bis zu einem Jahr sprechen. IH: Ist Diplomatie noch eine Option? E: Zehn Jahre Diplomatie und Sanktionen haben nur dazu geführt, dass der Iran der Atombombe noch näher gekommen ist. Wir müssen sehen, dass dies in Nordkorea schon gescheitert ist, wo 40 Jahre Sanktionen und Diplomatie nicht verhindert haben, dass Pjöngjang nukleare Waffen entwickelte. Es wird Zeit, die einzige pragmatische Option zu erwägen. Wenn wir etwas verhindern wollen, müssen wir präventiv handeln.


01-05-2012

DER ‚GOSPEL-PFAD’ WIRD AUSGEBAUT. Das israelische Tourismusministerium hat eine Million Schekel (etwa 200 000 Euro) für Unternehmer bereitgestellt, die Projekte entlang des Gospel Trail (Pfad des Evangeliums) planen. Firmen, die Unterkünfte und andere kleinere Infrastrukturen für Touristen bereitstellen, können einen Zuschuss von bis zu 30 Prozent ihrer Investition vom Ministerium bekommen. Die rasant gestiegene Besucherzahl christlicher Touristen hat den Bedarf an weiteren Unterkünften und Aktivitäten für die Pilger stark erhöht, so dass das Ministerium jetzt die zweite Welle an Subventionen für den Pfad bereitstellt. Obwohl der „Gospel-Pfad“ erst im November letzten Jahres, nach fünfjähriger Renovierung, eröffnet wurde, hat er schon die Besucherkapazitäten übertroffen. Der Minister für Tourismus, Stas Miseschnikow, sagte: „Der ‚Gospel-Pfad‘ ist ein wichtig Anker für den Tourismus in Israel, besonders für christliche Besucher und Pilger, die eine spirituelle Erfahrung im Heiligen Land suchen.“ Der beliebte Pfad folgt dem Weg, den Jesus von Nazareth bis Kapernaum gegangen sein soll. Er ist 65 km lang und kann mit Reisebegleitern oder alleine begangen werden. Der Weg ist für Wanderer gut gekennzeichnet, so dass man sich nicht verlaufen kann, auch wenn der Pfad etwas abseits bewohnter Gebiete verläuft (Israel Heute).


30-04-2012

NETANYAHUS VATER STIRBT IM ALTER VON 102. Benzion Netanjahu, der Vater des israelischen Premierministers, ist heute Morgen im Alter von 102 Jahren gestorben. Benzion Netanjahu wurde 1910 in Warschau geboren. Später war er Historiker und Professor an der angesehenen Cornell Universität in den USA. Mit seiner Frau Zila, die er 1944 heiratete, hatte Benzion drei Kinder: Jonathan, Kommandant der Eliteeinheit Sayeret Matkal, der während der Befreiung jüdischer Geiseln in der Operation „Entebbe“ starb. Iddo, ein Arzt und Schriftsteller, und Benjamin, Israels Premierminister. Benzion Netanjahu war auch selbst politisch aktiv. Er war Sekretär von Zeev Jabotinski (führender Zionist und Gründer der jüdischen Legion) und half ihm, unter anderem als Redakteur der Zeitung Zionnews, die zionistische Bewegung in den USA auszuweiten. Als Historiker spezialisierte sich Benzion Netanjahu auf das goldene Zeitalter Spaniens im 15. Jahrhundert und sein schreckliches Ende unter der Inquisition. Mit seinem Buch, The origins of the Inquisition in fifteenth Century Spain (Die Wurzeln der Inquisition im Spanien des 15. Jahrhunderts), schrieb er ein historisches Meisterwerk über diese Zeit. Am 100. Geburtstag seines Vaters sagte Benjamin Netanjahu: „Es war mein Vater, der mich gelehrt hat, dass Menschen, die die Vergangenheit nicht kennen, die Gegenwart nicht verstehen können. Und Menschen, die die Gegenwart nicht verstehen, können nicht erkennen, was ihnen bevorsteht.“ Heute Nachmittag wird Benzion Netanjahu in Jerusalem begraben (Israel Heute).


29-04-2012

GAZASTREIFEN 2012. Ölkrise im Gazastreifen? Im Ausland wie zum Teil auch in den israelischen Medien wird von einer Ölkrise im Gazastreifen berichtet. Fotos, auf denen wartende Palästinenser in langen Schlangen mit Ölkanistern zu sehen sind, gehen um die Welt. Wieder wird das Leid der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen hochgespielt und die Schuld automatisch direkt oder indirekt Israel zugeschoben. Dass die radikale Hamasregierung das Volk für politische Verhandlungszwecke mit Ägypten leiden lässt, kommt nicht zum Ausdruck. „Keiner kümmert sich um uns“, sagte Muhammed aus Dschabalija telefonisch zu Israel Heute. „Entweder können wir uns wegen der hohen Preise gar kein Benzin leisten, oder die Tankstellen sind leer.“ Aus den Gesprächen mit drei Palästinensern haben wir verstanden, dass die Mehrheit überhaupt keine Ahnung hat, was sich hinter ihrem Rücken abspielt. In letzter Zeit soll es gemäß palästinensischen Quellen im Gazastreifen an Brennstoff für das Kraftwerk und an Kraftstoffen mangeln. Das ist falsch! Selbst die ägyptische Zeitung Al-Ahram bestätigte Ende März, die Hamasregierung manipuliere eine Ölkrise im Gazastreifen, um damit die Ölpreise aus Ägypten herunterzusetzen. „Der Hamas steht genügend Kraftstoff zur Verfügung, doch sie bremst den Verkauf im Volk, um somit einen Mangel zu vermarkten“, so die Zeitung. Aus innenpolitischen Gründen hat Ägypten vor zwei Monaten den Ölexport in den Gazastreifen eingestellt.


27-04-2012

ISRAELISCHES DENKMAL IM SINAI DROHT ZERSTÖRT ZU WERDEN. Ausgerechnet am heutigen Jom HaSikkaron, an dem Israel seiner Kriegsgefallenen gedenkt, plant eine radikale Gruppe aus Ägypten, das „Denkmal der Zehn“ auf der Halbinsel Sinai zu zerstören. Dieses in zehn Meter Höhe ragende Denkmal ist zehn israelischen Soldaten gewidmet, deren Hubschrauber vor 30 Jahren an der Küste bei Scheich Sowaid (damals noch nach der jüdischen Siedlung Dikla benannt), südlich vom Gazastreifen, abstürzte. Die Ägypter beabsichtigen, den Granitfelsen, auf dem die Namen der Gefallenen eingraviert sind, mit Rot-Weiß-Schwarz – den Farben der ägyptischen Fahne – zu übersprühen. Ägypten verbindet nämlich mit diesem Datum 30 Jahre der „Befreiung Sinais“. Zeigen sich hier die ersten Signale der Verleugnung des Friedensabkommen? So fragen sich politische Experten in Israel. Das Denkmal wurde vom israelischen Künstler Mordechai Kafri aus rotem Stein, der eigens dafür vom Gebirge Santa Katharina herbeigeschafft wurde, hergestellt. Dieser Stein verärgert nun diese „Sinai Aufständler“. Der Protestinitiator Mohammad Hindi äußerte sich: „Obwohl uns Polizeioffiziere von El-Arisch davor warnen, sind wir entschlossen es zu tun. Sie [die Israelis] haben auf unserem Land ein Denkmal errichtet – wir werden es in einen Friedhof für die Eindringlinge umwandeln.“ Laut Friedensvertragsabkommen hat sich Ägypten dazu verpflichtet, dieses Monument zu bewahren. Dafür genehmigt Israel zwei Gedenkstätten für ägyptische Gefallene in der israelischen Negev-Wüste. Ein weiterer junger ägyptischer Protestler sagte: „Ägypten ist ein arabisch-islamischer Staat, kein zionistischer. Es gibt keinen Vertrag mit Israel und auch keinen Frieden“ (Israel Heute).


26-04-2012

SOLDATEN RETTEN PALÄSTINENSISCHEN SÄUGLING. Am Montagmorgen, 23. April, kam eine palästinensische Frau hilfesuchend mit ihrem zehn Tage alten Baby auf dem Arm zum Checkpoint in der Nähe der Siedlung Halamisch, um die dort stationierten Soldaten um Hilfe zu bitten. Einer der Soldaten erkannte die ernste Situation und rief sofort nach dem Arzt seiner Einheit. Dieser leistete umgehend Erste Hilfe und konnte den Zustand des Kindes stabilisieren. Nach Angaben des Arztes litt das Kind unter Lungenversagen und wurde sofort in ein Krankenhaus in Ramallah gebracht. Dr. Findlar sagte, dies sei nicht der erste Fall dieser Art in der letzten Zeit gewesen. „Die Palästinenser verstehen, dass es besser ist, sich bei Notfällen an uns zu wenden. Sie wissen, dass wir stets einen Arzt in jeder Einheit haben und für alle Fälle ausgerüstet sind.“ „Vor einigen Tagen hat ein Kollege hier ein palästinensisches Mädchen mit Meningitis behandelt und ich hatte noch einen Fall von schwerer Gelbsucht bei einer palästinensischen Frau. In beiden Fällen wurden die Patientinnen für weitere Behandlungen in ein israelisches Krankenhaus überführt,“ fügte der Arzt hinzu (Israel Heute).


25-04-2012

ISRAEL WARNT VOR EISEN IN DEN SINAI. Dieses Jahr warnt Israel vor „konkreter Gefahr“ für Israelis bei der Einreise auf die ägyptische Halbinsel Sinai. Laut Aussagen der Geheimdienste kamen Terroristen aus Libyen in den Sinai, um israelische Urlauber zu attackieren. Dieses Statement seitens der israelischen Regierung wurde in den letzten Tagen verbreitet und ruft alle auf dem Sinai befindlichen Israelis zur sofortigen Rückkehr auf. Moshe „Bogie“ Ya'alon, Vize-Premierminister und Minister für strategische Angelegenheiten, bestätigte dies und sagte: „Die Sinai-Wüste wurde zum Terrornest für viele Terrorgruppen aus dem Gazastreifen und anderen Regionen, inklusive Al Quaida.“ Ägypten konterte, Israel beabsichtige dadurch, dem ägyptischen Tourismus zu schaden. „Uns ist nicht zu Ohren gekommen, dass Touristen den Sinai verlassen, die Hotels an den Stränden des Roten Meeres sind voll belegt.“ Ferner veröffentlichte die ägyptische Presse, dass der dort inhaftierte Israeli Uda Trabin demnächst in einem Gefangenaustausch gegen 63 ägyptische Bürger, die in Israel im Gefängnis sitzen, freigelassen werde (Israel Heute).


24-04-2012

„WIRD ISRAEL DEN SINAI WIEDER EROBERN?“ „Es besteht die Möglichkeit, dass Israel die Sinai-Halbinsel wieder erobern wird“, warnte der Direktor des ägyptischen Geheimdienstes und ehemaliger Vizepräsident des gestürzten Präsidenten Husni Mubarak, Omar Suleiman. „Israel wird in den Sinai einmarschieren, mit der Behauptung, Israels Sicherheit sei in Gefahr. Und wenn Israel den Sinai erobert hat, dann werden die Israelis nicht mehr so schnell abziehen“, sagte Suleiman im Gespräch mit dem ägyptischen Nachrichtendienst im Internet, El Yom A Sabaa. Von der radikalen Muslimbruderschaft und den Salafisten im Land wird Suleiman als Freund Israels und der Amerikaner dargestellt. Aus diesem Grund wird gegen seine Kandidatur für die bevorstehenden Präsidentenwahlen in Ägypten aufgerufen. Er rief dagegen seine Gegner im Volk auf, vorsichtig zu sein und den Friedensvertrag mit Israel nicht so schnell aufzuheben. Laut Suleiman wird Israel die steigenden Terrorangriffe aus dem Sinai nicht mehr lange dulden und wenn Israel den Sinai erobert, wird Ägypten dafür einen hohen Preis bezahlen. „Ich befürchte, dass Israel Ägypten bereits der Liste seiner arabischen Feinde hinzugefügt hat“, warnte Suleiman im selben Gespräch. Dies begründete er mit der Tatsache, dass die Hamas und seine ägyptischen Kollegen den Sinai als Terrorbühne gegen Israel missbrauchen, von der aus man ungestört Raketen auf Israel abschießen kann. „Daher wird Israel aus Sicherheitsgründen wahrscheinlich erneut seine Grenzen im Süden überdenken“, so Suleiman. Das israelische Regierungsbüro reagierte nicht auf Suleimans Prognosen. Es stimmt, dass in den letzten Monaten einige Offiziere im israelischen Militär den Einmarsch israelischer Truppen in den Sinai nicht ablehnen, sollten ägyptische Truppen nicht wieder die Kontrolle über die 500.000 Beduinen im Sinai übernehmen (Israel Heute).


24-04-2012

NETANYAHU: IRAN IS COMMITTED TO ISRAEL’S DESTRUCTION. Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu said in an interview: "I think what [Gunter] Grass says is an absolute outrage....What Grass has said shows a collapse of moral clarity. He has created a perfect moral inversion where the aggressor becomes the victim and the victim becomes the aggressor. Where those who try to defend themselves against the threat of annihilation become the threat to world peace. And where the firefighter and not the arsonist is the real danger." "Here is a simple fact that apparently has eluded Mister Grass: Israel doesn't seek to destroy Iran, Iran seeks to destroy Israel and openly calls for it and works for it by building atomic bombs for that expressed purpose....Those now who agree with Gunter Grass about the Jewish state should ask themselves if they wouldn't have agreed with the slanders against the Jewish people in the time of the Holocaust....I am glad that Germany's leadership has responded clearly." "There is no question they [Iranian leaders] are committed to our destruction....Look at what they're doing without nuclear weapons: They've engulfed us with two poisonous tentacles: Hamas in Gaza and Hizbullah in Lebanon. They're supplying them with tens of thousands of rockets, thousands of which have already been fired on our cities, our homes. They're putting in more and more sophisticated weapons there and are developing more and more deadly weapons in Iran. And they're quite open about their express purpose of wiping Israel off the face of the earth. They also say this is the first stop. We are the small Satan, America is the great Satan." "The great scholar of Islam, Bernard Lewis from Princeton, has said...that for Iran's radical clerical leadership the possibility of mutually assured destruction is not a deterrent but an inducement. They have a peculiar and bizarre belief that the hidden Imam, a religious leader who disappeared a thousand years ago, would come back just about now in a hail of fire where a catastrophic exchange is required for his reappearance. And I would not bet on the rationality of this regime" (DAILY ALERT - Welt am Sonntag-Germany). "The security relationship that we have with Germany is a two-way-street in ways that are probably not commonly known to the German public, because we cooperate on matters such as intelligence and fighting terrorism over the years and including recent years in ways that have saved both not only the lives of our citizens but also the lives of many, many German citizens as well."


23-04-2012

JOM HASIKKARON ZÄHLT 22.993 OPFER. Morgen abend, am 24. April, beginnt der Gefallenengedenktag für Kriegs- und Terroropfer (Jom HaSikkaron) um 20 Uhr mit einer Schweigeminute und dem Heulen aller Sirenen im Land. Seit dem Jahr 1860 (der Beginn des Kampfes um den Aufbau einer jüdischen Heimstätte) zählt Israel 22.993 Opfer, 126 fielen seit dem letzten Jom HaSikkaron. Das letzte Opfer war die Offizierin Hila Bezaleli, die vorige Woche durch einen Unfall im Dienst umkam. 10.524 Familien in Israel haben Gefallene zu beklagen, darunter 2396 Waisenkinder und 4992 Witwen Zahals (israelische Verteidigungsarmee). An der Westmauer beginnt am Abend offiziell der nationale Trauertag im Beisein des Staatspräsidenten Schimon Peres, des Armeeoberst und vieler betroffener Familien. Am Tag darauf, Mittwoch, den 25. April, wird die Sirene um 11 Uhr für zwei Minuten heulen. Überall im Land werden Gedenkzeremonien für die Gefallenen stattfinden, die ihr Leben für die Staatsgründung ließen. Die Fahnen werden auf Halbmast gesetzt. Jedes Grab erhält ein Fähnchen mit einem schwarzem Band und der Aufschrift „Jiskor“ (dt. „Gedenke!“). Man erwartet insgesamt eine Million Besucher auf den militärischen Friedhöfen. Dort werden die Familienangehörigen nochmals Abschied von ihren Lieben nehmen (Israel Heute).


22-04-2012

PA-MINISTERING AL MASRI: „EINIGUNG ZUR VERNICHTUNG ISRAELS IST NOTWENDIG!“ „Um Israel zu vernichten, muss sich die Palästinensische Autonomie vereinen, sonst wird es uns nicht gelingen“, erklärte die palästinensische Wohlfahrtsministerin Majida Al Masri. „Fatah und Hamas müssen sich unbedingt versöhnen, um endlich das Ziel, die Befreiung ganz Palästinas, zu erringen.“ Ihr Appell zur Wiedervereinigung erging im palästinensischen Rundfunk sowie in der Zeitung Al Hayat Al Jadida. In ihrem Aufruf machte Al Masri mehrfach deutlich, dass der Kampf um Palästina ein Kampf um ganz Palästina sein muss und nicht nur um die Grenzlinien von 1967, die so genannten besetzten Gebiete. Den Befreiungskampf rechtfertigt die palästinensische Wohlfahrtsministerin mit dem historischen Recht ihres Volkes, welches laut eigenen Angaben vor der jüdischen Geschichte in Palästina lebte. Vorige Woche veröffentlichte Israel Heute das Interview mit dem palästinensischen Minister, Fathi Hammad, der im ägyptischen Fernsehkanal Al-Hekma die ägyptischen Wurzeln der Palästinenser hervorhob. „Die Hälfte meiner Familie sind Ägypter und 30 Großfamilien im Gazastreifen tragen den Namen El Masri, was Ägypter heißt“, erklärte Hammad. Seinen Angaben zufolge sind 50 Prozent des palästinensischen Volkes Ägypter und der Rest Saudis sowie Araber aus anderen Ländern. In diesem Fall zählt auch die palästinensische Wohlfahrtsministerin Al Masri zu den Ägyptern, die heute ein Teil des palästinensischen Volkes sind. Die palästinensischen Minister vermitteln über die Medien unterschiedliche Vorstellungen ihrer Volksgeschichte. Der eine schwärmt von der reichen Vergangenheit der Palästinenser im Land, bis zurück zu den Kanaanitern. Andere, wie Fathi Hammad, geben klar und deutlich zu, dass die Wurzeln der Palästinenser in den arabischen Völkern der Region liegen. Das ethnische Wirrwarr in der palästinensischen Geschichte deutet gemäß israelischen wie auch einigen palästinensischen Historikern auf eine verfälschte Palästinensergeschichte aus politischen Zwecken hin (Israel Heute).


20-04-2012

WIESENTHAL CENTER VERÖFFENTLICHT DREI NEUE NAMEN VON NAZIVERBRECHERN. Das Simon Wiesenthal Center hat am Mittwoch erklärt, es habe der Liste der zehn am meisten gesuchten Naziverbrecher drei neue Namen hinzugefügt. Einer der drei lebt in Ungarn, die beiden anderen in Kanada. Kanada sei dabei gescheitert, gesuchte Nationalsozialisten auf seinem Gebiet zur Rechenschaft zu ziehen, erklärte das Zentrum. Die beiden Verdächtigen in Kanada sind Vladimir Katriuk, der der Kommandant einer ukrainischen Armeeeinheit gewesen sein soll, die Massenmorde in Weißrussland durchgeführt hat und Helmut Oberlander, mutmaßliches Mitglied der "Einsatzgruppen", die in der Südukraine zahlreiche Juden ermordeten. Beide waren nach dem Krieg nach Kanada geflohen und hatten die kanadische Staatsbürgerschaft inne. Nach dem Bekanntwerden ihrer jeweiligen Verwicklung in den Nationalsozialismus wurde beiden die Staatsbürgerschaft in der Vergangenheit entzogen, jedoch später wieder zurückgegeben, Oberlander sogar mehrmals. Auch der dritte Mann auf der Liste, Laszlo Csatary, war nach dem Krieg zunächst nach Kanada geflohen. Er soll 1944 in der ungarisch besetzten Slowakei für die Deportation von 15.700 Juden in das Konzentrationslager Auschwitz verantwortlich gewesen sein. Auch ihm wurde 1997 die kanadische Staatsbürgerschaft aberkannt, er ist damals ausgereist und lebt seitdem in Ungarn. Efraim Zuroff, Leiter des Zentrums in Israel, erklärte, in den letzten 11 Jahren seien etwa 90 nationalsozialistische Kriegsverbrecher verurteilt worden. "Auch wenn die vorherrschende Annahme ist, es sei zu spät, Naziverbrecher der Gerechtigkeit zuzuführen, beweisen die Zahlen das Gegenteil", so Zuroff. (Haaretz, 19.04.12)


19-04-2012

EINE HALBE MILLIARDE VÖGEL ÜBERFLIEGEN DAS HEILIGE LAND. Israel sagt „Ja“ zu Vögeln. Die israelische Regierung hat nun beschlossen, vier neue Vogelbeobachtungsstationen zu errichten. Der Staat sieht in den internationalen Vogelbeobachtern eine touristische Quelle für das Land und ist daher bereit, knapp 10 Mio. Euro in das Vogelprojekt zu investieren. Im Süden sollen Stationen in Sde Boker, Ein Gedi und in der Umgebung von Eilat bei Lotan und Hatzeva errichtet werden und im Norden eine Station in der Nähe von Kefar Rupin und Maagal Michael. Seit vielen Jahren gilt Israel als eines der führenden Vogelbeobachtungsstationen, da die Zugvögel auf dem „himmlischen Highway“ zwischen Europa und Afrika stets das Gelobte Land überfliegen müssen. Jährlich überfliegen über 500 Millionen Vögel aus 540 verschiedenen Vogelarten das Heilige Land. Im Herbst verlassen die Zugvögel Europa und fliegen Richtung Westasien und Afrika. Im Frühling machen sich die Vögel wieder über Israel auf den Weg in den Norden. Etwa 50.000 Vogelbeobachter aus der ganzen Welt versammeln sich jährlich in Israel, um aus israelischer Bodensicht die Vögel am Himmel zu beobachten und zu fotografieren. Nach israelischen Schätzungen gibt es weltweit etwa 100 Millionen Vogelbeobachter. Israel, das mit seinen vielen verschiedenen Vogelarten geradezu ein Paradies für Vogelbeobachter ist, sieht in dieser Touristengruppe eine wertvolle Zielgruppe für die Zukunft. Im Tourismusministerium ist man nun bestrebt, zunächst einmal um die 100.000 Vogelbeobachter ins Land zu locken (Israel Heute).


18-04-2012

DER SINAI ALS NEUE PLAGE DER KINDER ISRAEL. Am Vorabend des Pessachfestes gingen zwei Grad-Raketen, die im Sinai abgefeuert worden waren, auf Eilat nieder. Eine Rakete schlug in ein Wohnviertel ein, die andere außerhalb der Stadt. Es gab keine Verletzten. Der Angriff eignete sich bestens dazu, die Festfreude der Juden in Zion durch einen Wehrmutstropfen zu trüben. Tausende Inlandstouristen, die sich in diesen Tagen in Eilat aufhalten, wurden in Angst und Schrecken versetzt. Israels Grenze zu Ägypten verläuft unmittelbar hinter einer Hügelkette in der Nähe der Küstenstadt. Zum wiederholten Male zeigte sich, dass die ägyptische Armee keine wirksame Kontrolle über die Halbinsel mehr hat. Seit der Revolution sind es Beduinenstämme, die im Land der biblischen Wüstenwanderung der Kinder Israel das Sagen haben. Israels Sinai-Grenze ist heute höchst gefährdet. Militärs sprechen bereits von der Notwendigkeit, im Sinai zu intervenieren, wenn Kairo nicht wieder die Kontrolle über den Sinai übernimmt. Israelische Sicherheitsexperten mussten feststellen, dass die palästinensischen Terrororganisationen Hamas und Heiliger Dschihad im Sinai nicht nur ein Schmuggel-Netzwerk errichtet haben, sondern auch im großen Stil Raketen produzieren. Die Beduinen verdienen Millionen daran (Israel Heute).


17-04-2012

BRIEF AUS DEM AMT DES MINISTERPRÄSIDENTEN: Er stellt ironisch die Entscheidung der Aktivisten in Frage, angesichts der Krisen im Nahen Osten ausgerechnet in Israel zu demonstrieren. Es heißt dort unter anderem: "Wir schätzen Ihre Entscheidung, Israel zum Objekt Ihrer humanitären Bemühungen zu machen, denn wir wissen, dass es viele andere würdige Optionen gibt. Sie hätten sich zum Beispiel dafür entscheiden können, gegen die Massaker des syrischen Regimes an seinem eigenen Volk zu protestieren, bei denen bereits tausende Menschen ermordet wurden. Sie hätten sich auch dafür entscheiden können, gegen die brutale Unterdrückung der Opposition durch das iranische Regime zu protestieren, oder gegen seine Unterstützung des weltweiten Terrorismus. Oder Sie hätten sich dafür entscheiden können, gegen die Hamas-Herrschaft im Gazastreifen zu protestieren, wo Terrororganisationen doppelte Kriegsverbrechen begehen, wenn sie Raketen auf Zivilisten feuern und sich dabei hinter Zivilisten verschanzen. Doch stattdessen haben Sie sich entschieden, gegen Israel zu protestieren, die einzige Demokratie im Nahen Osten, wo Frauen gleichberechtigt sind, die Medien die Regierung kritisieren können, Menschenrechtsorganisationen frei agieren, Religionsfreiheit für alle garantiert ist und Minderheiten nicht in Angst leben müssen." (Ynet/Jerusalem Post/Amt des Ministerpräsidenten, 16.04.12)


16-04-2012

ISRAELISCHE SCHULE STARTET BEDUINEN-RADIO. Die Beduinen in Israel können sich seit dieser Woche über einen eigenen Radiosender freuen, den ersten dieser Art in der Geschichte Israels und der Beduinen. Der Sender ist ein Projekt der Ama El-Farouk-Schule in Beerscheva in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium Israels. Die Mitarbeiter des Senders sind größtenteils Studenten, die an der Schule Kommunikation studieren. Das Programm besteht aus Nachrichten und Unterhaltung sowie Themen, die besonders Beduinen betreffen wie: Heirat im jungen Alter, Autounfälle und der Stand der Beduinen in der israelischen Gesellschaft. Die meisten Mitarbeiter des Radiosenders sind junge Frauen. Nada, eine Schülerin der 12. Klasse sagte, dass sie schon immer Radiomoderatorin werden wollte: „ Wir können über Dinge sprechen, die nur uns Beduinen angehen. Es geht hier nicht nur ums lernen, sondern darum wirklich etwas zu tun. Mein Arbeit hier gibt mir zudem viel Selbstvertrauen und ich würde gern auch nach der Schule weiterhin beim Rundfunk arbeiten.“ Amira Haim, eine Angestellte des israelischen Bildungsministeriums, lobte das Projekt als „einen wichtigen Prozess für die Beduinen unseres Landes“ (Israel Heute).


15-04-2012

GÜNTHER GRASS UND DAS SCHWEIGEN DER LINKEN. Günter Grass hat uns alle auf die Probe gestellt. Der merkwürdige Text, den er vor einer Woche in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht hat, enthält zwar keinen Antisemitismus der alten Schule und auch keine Goebbelssche Propaganda, doch liegen unter den peinlichen Zeilen drei Aussagen verborgen, die man näher betrachten sollte. In der ihm eigenen Art sagt Günter Grass in etwa folgendes: Ich bin nicht bereit, weiterhin meinen Abscheu vor Israel wegen meiner Nazi-Vergangenheit zu unterdrücken; ich denke, dass eine Atommacht Israel den Weltfrieden gefährdet; die Tatsache, dass mein Volk 1942 die Juden ermordet hat, rechtfertigt nicht, dass Israel 2012 über Atomwaffen verfügt. Mit den sensiblen Instinkten eines großen Schriftstellers hat Günter Grass auf radikale Art und Weise einer tiefsitzenden Auffassung Ausdruck verliehen, die sich heute in den dunklen Kellern des neuen Deutschlands, des neuen Europas und der neuen Linken ausbreitet. Dieser Auffassung zufolge ist nicht der Iran, sondern Israel heute der Aggressor im Nahen Osten. Und nicht die radikalen Schiiten, sondern die radikalen Israelis sind die neuen Nazis. Das Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das in Zukunft im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen sollte, sind nicht die Verbrechen der Nazis gegen die Juden, sondern was die Juden den Iranern antun wollen. Und daher sollte man, gerade wegen der Shoah, den Juden das Recht absprechen, eine Atommacht zu sein, denn das könnte zu einer zweiten Shoah führen (Haaretz, 12.04.12).


13-04-2012

TERRORANSCHLAG VERHINDERT. Israelische Soldaten haben am Mittwoch einen Palästinensischen Terroristen festgenommen. Der 19-Jährige versuchte, den Checkpoint in der Nähe von Nablus mit sieben selbstgebastelten Bomben, drei Messern und Munition zu überqueren. Als er den Metalldetektor passierte, wurde ein Alarm ausgelöst und die Soldaten stellten den jungen Mann sofort unter Arrest und entschärften die Bomben. Wahrscheinlich war ein Attentat auf Zivilisten oder Soldaten während der Pessach-Feiertage geplant (Israel Heute).


12-04-2012

RELIGIÖS UND SÄKULÄR (Teil 11).Säkulare jüdische Frauen gebären im Durchschnitt 2,1 Kinder. Auch der Zeitpunkt für Kinder unterscheidet sich: Werden die meisten Geburten pro 1000 Frauen unter den Ultraorthodoxen im Alter von 25-29 Jahren verzeichnet (350-400 Kinder pro 1000 Frauen, im Gegensatz zu immerhin noch 300-350 Kindern pro 1000 Frauen für das Alter 19-24), so liegt das wichtigste Alter für das Gebären von Kindern bei den säkularen Frauen seit den 1990er Jahren zwischen 30 und 34 Jahren. Die Geburtenrate bei säkularen Frauen zwischen 20 und 24 Jahren ist in etwa so hoch oder niedrig wie die von ultraorthodoxen Frauen zwischen 15 und 19 Jahren.


11-04-2012

RELIGIÖS UND SÄKULÄR (Teil 10).Kinder – je religiöser desto mehr 2011 hat das Zentrale Statistikamt erstmals eine umfassende Studie zur Geburtenrate in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen mit Schwerpunkt auf dem Grad der Religiosität vorgelegt. Untersucht wurde die Geburtenrate zwischen 1979 und 2009. Die Studie zeigte für alle untersuchten Jahre einen klaren Zusammenhang zwischen dem Grad der Religiosität und der Zahl der Geburten pro Frau. Je religiöser eine Frau ist, desto mehr Kinder gebärt sie im Laufe ihres Lebens. Trotzdem zeigte die Studie Veränderungen über die Jahre. Die Geburtenrate ultraorthodoxer Frauen liegt demnach heute bei 6,5 Kindern pro Frau.


10-04-2012

RELIGIÖS UND SÄKULÄR (Teil 9).2005 erklärte der Staat gegenüber dem Obersten Gerichtshof, die Ziele des Tal-Gesetzes seien nicht erreicht worden. Im Mai 2006 entschied der Oberste Gerichtshof, dass das Tal-Gesetz die Würde jener Bürger verletze, die in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften dienen. Dennoch wurde die Verlängerung um ein Jahr ermöglicht. Ein Jahr später, im Juli 2007, beschloss die Knesset die weitere Verlängerung des Gesetzes um fünf Jahre. 2009 veröffentlichte die Personalabteilung von ZAHAL Zahlen, die zeigten, dass die Zahl der vom Pflichtdienst befreiten Yeshiva-Studenten seit Verabschiedung des Tal-Gesetzes weiter angestiegen war. Am 21. Februar 2012 untersagte der Oberste Gerichtshof fünf Monate vor Ablauf des Gesetzes seine weitere Verlängerung. Eine Neuregelung steht noch aus, verschiedene Varianten werden intensiv diskutiert.


09-04-2012

RELIGIÖS UND SÄKULÄR (Teil 8).Seit den 1990er Jahren mehrten sich auch im ultraorthodoxen Sektor selbst die Stimmen, die die Befreiung vom Militärdienst als problematisch betrachteten. Als wichtiges Problem stellte sich die Tatsache dar, dass eine Armeebefreiung unter der Voraussetzung, das ganze Leben müsse der Thora gewidmet sein, praktisch einem Arbeitsverbot und damit relativer Armut gleichkommt. Ende 1998 stellte der Oberste Gerichtshof fest, dass die Regelung nicht rechtmäßig sei. 1999 wurde daraufhin die sogenannte "Tal-Kommission" unter Vorsitz des ehemaligen Richters Tzvi Tal eingesetzt, deren Ziel die Ausarbeitung von Vorschlägen für eine Neuregelung war. 2000 legte die Kommission ihren Bericht vor, und im Juli 2002 schließlich passierte das "Tal-Gesetz" die Knesset, das letztendlich nur geringfügige Veränderungen zur bereits bestehenden Regelung enthielt. Yeshiva-Studenten erhielten weiter einen Aufschub, mussten sich jedoch im Alter von 22 Jahren entscheiden, ob sie einen Beruf ergreifen und damit zunächst einen verkürzten Armeedienst oder ein soziales Jahr absolvieren wollten oder ihr Leben tatsächlich auch weiterhin der Thora widmen würden. Darüber hinaus sollten besondere Einheiten für Ultraorthodoxe geschaffen werden. Ziel der Regelung war, letztendlich mehr Ultraorthodoxe für den Arbeitsmarkt zu gewinnen.


08-04-2012

RELIGIÖS UND SÄKULÄR (Teil 7).1970, 1981 und 1986 wurde beim Obersten Gerichtshof Verfassungsbeschwerde gegen die Regelung eingelegt. Alle drei Male wurde die Klage mit unterschiedlichen Begründungen abgewiesen. 1986 wurde ein Unterausschuss des Verteidigungsausschusses der Knesset eingesetzt, um die Regelung zu prüfen. 1988 legte der Unterausschuss seine Empfehlungen vor, die umfangreiche Reformen bedeutet hätten. Diese wurden jedoch nicht umgesetzt. Die Zahl der vom Armeedienst befreiten Yeshiva-Studenten stieg dramatisch an. Waren es 1974 noch 2,4% des Jahrgangs gewesen, die unter die Regelung fielen, waren es 1999 bereits 9,2%. 2005 fielen 41.450 Männer unter die Regelung. 16% des Jahrgangs 2010 wurden vom Armeedienst freigestellt.


06-04-2012

RELIGIÖS UND SÄKULÄR (Teil 6).1949 entschied dann Ministerpräsident David Ben -Gurion, eine kleine Zahl von Yeshiva-Studenten für eine begrenzte Zeit unter der Bedingung von der Wehrpflicht freizustellen, dass sie keiner anderen Beschäftigung als dem Thora-Studium nachgehen. 400 junge Männer betraf dies im jungen Staat, das waren 0,07% der Bevölkerung. 1954 verfügte Verteidigungsminister Pinchas Lavon, Thora-Schüler nach vier Jahren des Studiums zum Armeedienst einzuziehen. Nach Protesten wurde die Regelung nicht umgesetzt. 1968 schließlich begrenzte Verteidigungsminister Moshe Dayan die Zahl der zu befreienden Yeshiva-Studenten auf 800 – und verpflichtete sich gleichzeitig, die Regelung fortzuführen. Mit der Koalition Menachem Begins von 1977, an der auch die orthodoxe Partei Agudat Israel beteiligt war, wurde die Deckelung offiziell aufgehoben, die jedoch auch zuvor schon nicht angewendet worden war, um die Einziehung durchzusetzen.


05-04-2012

RELIGIÖS UND SÄKULÄR (Teil 5). Die Armee. "Die Ultraorthodoxen gehen nicht zur Armee", das weiß in Israel jedes Kind. Aber wie konnte es eigentlich dazu kommen? Und stimmt das so pauschal? "Thorato Omanuto" heißt der Ausdruck aus dem Talmud, mit dem das Abkommen zwischen Religiösen und dem Staat in der Regel beschrieben wird. Auf Deutsch "Seine Kunst [Beschäftigung] ist die Thora". Noch vor der Staatsgründung, nämlich im März 1948, legte das Oberkommando der Hagana, des Vorgängers der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, fest: "Es wurde entschieden, dass wer an einer Yeshiva studiert […] vom Armeedienst befreit ist". Ein Grund dafür, die Schüler vom Militärdienst zu befreien, war die Fortführung der Tradition der großen Yeshivot in Europa, die in der Shoah vernichtet worden waren.


04-04-2012

RELIGIÖS UND SÄKULÄR (Teil 4).Schulwesen: Mehr ultra-orthodoxe Schüler Hebräisch-sprachige israelische Schüler besuchen entweder eine ultra-orthodoxe, eine staatlich-religiöse oder eine säkulare Schule. Die ultra-orthodoxen Schulen sind dabei auf dem Vormarsch: Besuchten im Schuljahr 1999/2000 noch 20% aller Schüler in hebräisch-sprachigen Schulen eine ultra-orthodoxe Schule, waren es 2009/10 bereits 28%. Die Oberstufe besuchten an ultra-orthodoxen Schulen 2009/10 20%. 1999/2000 waren es noch 15% gewesen. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den Schülerinnen und Schülern, die das Abitur ablegen. Legen in Israel insgesamt 56% der Schüler das Abitur ab (58% aller Schüler an hebräischen Schulen), so traf das nur auf 15-17% der ultra-orthodoxen Schüler mit bis zu vier Geschwistern und sechs Prozent der Schüler mit fünf oder mehr Geschwistern zu.


03-04-2012

RELIGIÖS UND SÄKULÄR (Teil 3).Nicht-orthodoxe Strömungen: Die meisten israelischen Juden (61%) glauben, dass das konservative und das liberale Judentum den gleichen Status haben sollten wie die orthodoxe Strömung. Aliya: Die meisten der Befragten (87%) unterstützen die Einwanderung von Juden nach Israel und dass sie sofort die israelischen Staatsbürgerschaft erhalten. Nur 53% denken, die Staatsbürgerschaft und Einwanderung stünden auch nicht-jüdischen Ehepartnern zu. 93% der Befragten denken, ein Jude könne ein guter Jude sein, auch wenn er nicht den religiösen Traditionen folgt.


02-04-2012

RELIGIÖS UND SÄKULÄR (Teil 2).Die Studie wurde 2009 durchgeführt, die Ergebnisse jedoch erst im Januar dieses Jahres veröffentlicht. 2.803 israelische Juden im Alter von über 20 Jahren wurden befragt. Besonders interessant ist, dass es sich bei der Studie bereits um die dritte ihrer Art handelt, schon 1991 und 1999 hatte das Institut Israelis zu ihrem Glauben befragt. So entwickelt sich die Religiosität im Vergleich zu den vorherigen Studien nicht linear in eine Richtung: Haben 1991 noch 24% der Befragten erklärt, sie "folgen weitgehend der religiösen Tradition", waren es 1999 nur noch 19% und 2009 dagegen 26%. Die Ergebnisse nach Themen: Feiertage: 85% der Befragten erklären, es sei wichtig, jüdische Feiertage traditionell zu begehen, doch sie tun es nur selektiv. 90% halten den Seder-Abend an Pessach für wichtig, 82% erklären, sie zündeten Kerzen an Hanukka an. Weniger, nur 67%, essen kein Chametz (gesäuertes Brot) an Pessach, 86% fasten an Yom Kippur, 36% hören die Esther-Rolle an Purim. Kashrut: 76% essen zu Hause koscher, 70% auch außerhalb des eigenen Hauses. 72% essen niemals Schweinefleisch, die meisten geben an, dies aus religiösen Gründen zu tun.


01-04-2012

RELIGIÖS UND SÄKULÄR (Teil 1). 84% GLAUBEN AN GOTT. "Ja, es gibt einen Gott", war die Zusammenfassung einer Studie zum Thema Glauben, Glaubenspraxis und Werte israelischer Juden überschrieben und fuhr fort "Zumindest glauben das 84% aller Befragten". Die Studie, die das Israelische Institut für Demokratie im Auftrag von Avi Chai durchgeführt hat, zeigte vor allem: So klar, wie manche sich den Graben zwischen Säkularen und Religiösen in Israel vorstellen, verläuft er schon lange nicht mehr. So gaben etwa 76% der Befragten an, zu Hause koscher zu essen, und 61% denken, der Staat Israel solle sicherstellen, dass das öffentliche Leben der jüdischen Tradition entspreche. Gleichzeitig sprechen sich 60% für die Veranstaltung von Sportevents und kulturellen Aktivitäten am Shabbat aus, 58% unterstützen Öffentlichen Personenverkehr und die Öffnung von Einkaufszentren am Shabbat, und 51% sind der Meinung, in Israel solle die Zivilehe eingeführt werden.


30-03-2012

GASEXPORTE ZUR VERBESSERUNG DER REGIONALEN BEZIEHUNGEN. Israel werde künftige Gasexporte zuerst an seine arabischen Nachbarstaaten liefern, erklärte Energie- und Wasserminister Uzi Landau bei einer Veranstaltung des „The Economist“ Magazins in Athen. „Natürlich wird der erste Export von Erdgas an unsere palästinensischen und jordanischen Nachbarn gehen, und ich glaube, dass diese Verbindung ein wichtiger Schritt für den Aufbau von Vertrauen und Frieden in der Region sein kann“, so Landau. Bei der Konferenz zu dem Thema „Investment Energy Summit – Greece, Cyprus, Israel: Redesigning the European Energy Map“ nahm Landau gemeinsam mit seinen griechischen und zyprischen Amtskollegen auch an einer offenen Diskussion über globale Herausforderungen und spezifische Probleme der Region teil. Für Israel sei es eine besondere Herausforderung, den Markt an diesen vollständig neuen Wirtschaftszweig zu gewöhnen. Doch die natürlichen Erdgasressourcen seien nicht nur eine bemerkenswerte Entwicklung für die israelische Energiesicherheit, sondern auch für Israels Nachbarn und die regionale Zusammenarbeit. „Wir sind davon überzeugt, dass diese Entwicklung wichtig für die Region ist. Der Nahe Osten befindet sich derzeit in einer unruhigen Zeit und die Partnerschaft zwischen Griechenland, Israel und Zypern kann eine stabile Basis schaffen, die der gesamten Region zu Gute kommt“, erklärte Landau. (Jerusalem Post, 29.03.12)


29-03-2012

ISRAEL ERWARTET EIN TURBULENTES WOCHENENDE. Hunderttausende von pro-palästinensischen Demonstranten werden morgen zu einem globalen „Marsch auf Jerusalem“ erwartet. In der ganzen Region soll es Proteste geben. Die israelische Grenzpolizei und das Militär haben erklärt, sie seien vorbereitet und würden Verletzungen der Staatsgrenzen verhindern. Man stehe auch mit den palästinensischen Sicherheitsbehörden in Kontakt. Die sollen verhindern, dass israelische Siedlungen angegriffen werden. Mit ihrem „Tag des Landes“ wollen die Araber ihren Anspruch auf ganz Israel einschließlich Jerusalem deutlich machen. Proteste soll es nicht nur im sogenannten Westjordanland und im Gazastreifen geben, sondern auch von muslimischen Organisationen im Libanon, in Jordanien und in Ägypten. Said Yakin, ein Sprecher der Protestbewegung, erklärte gegenüber israelischen Medien, man wolle mit den Massenaufmärschen die israelische Politik beeinflussen. Die Aktionen seien aber nicht als Auftakt zu einem dritten Palästinenseraufstand (Intifada) gedacht. Israelische Sicherheitsbehörden erwarten dennoch gewalttätige Ausschreitungen (Israel Heute).


28-03-2012

GLOBAL MARCH TO JERUSALEM NÄHERT SICH DEN GRENZEN ISRAELS. Die israelischen Streitkräfte machen sich für den „Tag des Landes“ bereit, an dem Araber in und außerhalb Israels nach Jerusalem marschieren wollen. Das Ereignis ist für Freitag, den 30. März, geplant und es könnte zu größeren Auseinandersetzungen kommen, da regionale Mächte wie Hisbollah, der Iran, die Muslimbruderschaft sowie Hamas an der Planung beteiligt waren. Tausende Teilnehmer aus dem Nahen Osten und Teilen Asiens sind schon in Syrien angekommen und werden sich in den nächsten Tagen auf den Weg zur israelischen Grenze machen. Ähnliche Märsche sind aus Jordanien, dem Libanon, Ägypten und den palästinensischen Gebieten geplant. Israel hat seine Nachbarstaaten davor gewarnt, die Märsche zu erlauben, aber diese scheinen nicht an einer Deeskalation interessiert zu sein. Israels Grenzpolizei ist jedoch für alle Fälle vorbereitet, konnte sie ja im letzten Jahr Erfahrung mit einer ähnlichen Aktion am Nakba-Tag machen, an dem es einigen Demonstranten gelang die israelische Grenze zu überschreiten. 13 Menschen sind damals gestorben, was zu scharfer internationaler Kritik an Israel geführt hat. Der „Tag des Landes“ richtet sich gegen Israels Kontrolle über Gebiete, die Araber für sich beanspruchen. Dieses Jahr konzentriert sich die Aktion auf Jerusalem, das nach Meinung arabischer Politiker Gefahr läuft „judaisiert“ zu werden. Die meisten Araber leugnen eine jüdische Geschichte in Jerusalem. „Unser Ziel ist das Ende der israelischen Apartheit, der ethnischen Säuberungen und der Judaisierung, die den Menschen, dem Land und der Heiligkeit Jerusalems schaden,“ ist in einem Aufruf auf der offiziellen Website des Marsches zu lesen. Die Organisatoren setzen sich aus Palästinensern, Arabern und internationalen Aktivisten zusammen, die Jerusalem von der „zionistischen Besatzung“ befreien wollen. Sogar die jüdische Gemeinde im Iran wurde gezwungen einen Aufruf zur Unterstützung des Marsches zu schreiben, in dem sie die zionistische Politik scharf verurteilt. Die Muslimbruderschaft und andere Gruppen haben versprochen, dass die Proteste ohne Gewalt verlaufen werden, aber darauf sollte man sich nicht verlassen. Und Israel kann natürlich keinem Teilnehmer erlauben wirklich nach Jerusalem zu gelangen (Israel Heute).


27-03-2012

NASHON: ”SOGENANNTER MENSCHENRETSRAT HAT LEGITIMITÄT VERSPIELT.” Zur Entscheidung des Außenministeriums, die Beziehungen zum UN-Menschenrechtsrat abzubrechen, erklärte heute der Gesandte der Botschaft des Staates Israel in Deutschland, Emmanuel Nahshon: "Die jüngsten Resolutionen des UN-Menschenrechtsrat sind nur die letzten in einer Reihe obsessiver und heuchlerischer Verurteilungen durch eine Institution, die anstelle ihrer Pflicht zum Schutz der Menschenrechte nachzukommen zu einem anti-israelischen Instrument radikaler Regime geworden ist. Die finsteren Diktaturen, die Mitglieder im Menschenrechtsrat sind, missbrauchen den Angriff gegen Israel als Mittel, um von den schwerwiegenden und fortgesetzten Menschenrechtsverletzungen in ihren eigenen Ländern abzulenken. Staaten, die selbst Frauen, Minderheiten und Homosexuelle systematisch diskriminieren, wollen hier die einzige Demokratie im Nahen Osten die Menschenrechte lehren. Unter diesen Umständen ist es Israel nicht länger möglich, mit diesen Staaten zusammen zu arbeiten. Nicht Israel hat daher den Abbruch der Beziehungen initiiert, sondern die Ratsmitglieder haben durch ihre obsessive Beschäftigung mit Israel eine effektive Arbeit verhindert." (Botschaft des Staates Israel, 26.03.12)


26-03-2012

LIEBESBRIEF AN ISRAEL AUS SCHWEDEN – 3. Teil (von Kim Milrell). Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, ein pro-israelischer Blogger zu werden – und glauben Sie mir, das ist nicht einfach. Es ist fast ein Vollzeitjob. Schön ist, dass jedes Jahr ein neuer Blogger dazustößt, der ebenso müde von den endlosen Verdrehungen der Medien ist und ein anderes Bild vom jüdischen Staat verbreiten will. Nichts ist für den Durchschnitts-Schweden verstörender, als wenn jemand positiv über Israel spricht – Jahrzehnte der antiisraelischen Propaganda haben das schwedische Volk einer gründlichen Gehirnwäsche unterzogen. Ich tue alles, was ich kann, um meine Landsleute aus diesem schrecklichen Albtraum aufzuwecken. Ich bin sicher, sie werden mir eines Tages dafür dankbar sein, dass ich nicht nur ein stiller Beobachter geblieben bin. Bis dahin urteilen Sie bitte nicht allzu hart über sie (Ynet, 20.03.12).


25-03-2012

LIEBESBRIEF AN ISRAEL AUS SCHWEDEN – 2. Teil (von Kim Milrell). Jede Nachricht über Israel stellt für den Schreiber eine willkommene Gelegenheit dar, den jüdischen Staat in Misskredit zu bringen. In einem Artikel im Newsletter einer schwedischen Tierschutzgruppe über die großen Fortschritte im Tierschutz in Israel beispielsweise stellt der Autor fest, dass in Israel zwar nicht die Menschenrechte, dafür aber wenigstens der Tierschutz geachtet werden. Es ist überflüssig zu sagen, dass der Artikel wahrscheinlich von jemandem geschrieben wurde, der niemals Ihr Land besucht hat, also von jemandem, der nur jahrelang die Schlagzeilen gelesen hat – der Durchschnitts-Schwede also. In den schwedischen Mainstreammedien gibt es nur sehr selten Reportagen über Wissenschaft, Technik oder irgendetwas Großartiges, das aus Israel kommt, und die Schweden sind häufig begeistert von der Idee, israelisches Obst zu boykottieren. (Aus irgendeinem Grund ist Obst ein sehr sensibler Punkt…) Natürlich benutzen sie gerne israelische Software, Kommunikationstechnologien und medizinische Ausrüstung. Wahrscheinlich wussten sie beim Kauf nicht, dass sie Israel unterstützen, da niemand sie hat wissen lassen, dass es sich um israelische Produkte handelt. Israel zu beleidigen mag der neue schwedische Nationalsport sein, vor allem in den Medien, doch ich glaube immer noch nicht daran, dass Schweden grundsätzlich Israelis, Juden oder den jüdischen Staat hassen – ich glaube, dass sie es einfach nicht besser wissen. Und wie sollen sie auch, wenn sie niemand informiert? (Ynet, 20.03.12)


23-03-2012

LIEBESBRIEF AN ISRAEL AUS SCHWEDEN – 1. Teil (von Kim Milrell). Wann immer ich Israel besuche, werde ich gefragt: "Warum hassen uns die Schweden so sehr?" Lassen Sie mich die Gelegenheit nutzen, um dies einmal zu erklären. Die Schweden wissen eigentlich nichts über Israel, aber sie glauben, alles zu wissen. Das wenige, was sie tatsächlich wissen, erfahren sie aus den Medien – und glauben Sie mir, die zeichnen nicht unbedingt ein schönes Bild. Die Art und Wiese, wie die schwedischen Medien über Israel berichten, ist genauso deprimierend wie der Konflikt zwischen Israel und den Arabern selbst. Ja, ich frage mich, ob ich jemals einen Artikel gelesen habe, der irgendwie mit Ihrem Land zusammenhängt und sich nicht mit den Problemen in der Region beschäftigt hat. Es ist, als würde Israel ohne die Palästinenser und den Konflikt gar nicht existieren. In Schweden kann Israel niemals gewinnen. Wie die Geschichte auch abgelaufen sein mag, die Medien werden immer einen Weg finden, die Dinge so zu verdrehen, dass am Ende irgendwie Israel die Schuld trägt. Über die endlosen Raketenangriffe aus dem Gazastreifen wird nicht berichtet – jedenfalls solange, bis Israel zurück schlägt. Dann lesen wir verdrehte Schlagzeilen wie "Israel verübt Luftangriffe im Gazastreifen". Und wenn wir Glück haben, werden ganz am Ende vielleicht noch die Terroristen im Gazastreifen erwähnt. Wenn ein großer Terroranschlag stattfindet, dann bekommen wir natürlich die Berichte und sehen die Bilder, doch das tägliche Leid der Israelis und der Kinder in den Luftschutzkellern fehlt in den schwedischen Zeitungen (Ynet, 20.03.12).


22-03-2012

GESETZ ZUR BESTRAFUNG VON GET-VERWEIGERERN VERABSCHIEDET. Die Knesset hat am Dienstag in zweiter und dritter Lesung ein Gesetz verabschiedet, das die Verweigerung eines Scheidungsbriefes erschweren soll. In Israel existiert keine Zivilehe, Ehen können lediglich vor religiösen Instanzen geschlossen und geschieden werden. Im Ausland geschlossene Zivilehen werden anerkannt und können vor Zivilgerichten geschieden werden. Für eine jüdische Scheidung nach religiösem Recht benötigt man jedoch einen "Get", einen Scheidungsbrief des Partners oder der Partnerin. Verweigert er oder sie den Get, kann die Ehe nicht geschieden werden, auch wenn das Rabbinatsgericht bereits ein Urteil gesprochen hat. Die Schätzungen darüber, wie viele Fälle von Get-Verweigerung es gibt, liegen zwischen mehreren Hundert und mehreren Tausend. In der Mehrheit sind es Männer, die nicht in die Scheidung einwilligen, aber auch der umgekehrte Fall kommt vor. Die Gesetzesänderung sieht nun Strafen für die Verweigerung eines Get vor. Innerhalb von 45 Tagen nach dem Scheidungsurteil muss das Gericht wieder zusammenkommen, um über Sanktionen für den Get-Verweigerer zu beraten. Die Durchsetzung der Scheidungsurteile wird in Zukunft konsequent beobachtet und Verweigerungen verfolgt. (Haaretz, 21.03.12)


21-03-2012

„ALLE KIRCHEN MÜSSEN VERNICHTET WERDEN.“ Der saudische Großmufti Scheich Abdul Aziz bin Abdullah hat zur Vernichtung aller Kirchen im Nahen Osten aufgerufen. Darüber haben in den letzten Tagen arabische Nachrichtenagenturen berichtet. Diese Stellung verdeutlichte der Großmufti infolge eines Treffens mit einer kuwaitischen Delegation, mit der er die Rolle der Scharia in Kirchen in islamischen Ländern diskutierte. So machte der Großmufti seinen Gästen klar, dass Kuwait ein Teil der Arabischen Halbinsel ist und die Vernichtung der Kirchen in Kuwait ein Muss sei. Seine theologische Stellung rechtfertigte Scheich bin Abdullah mit den Worten des Propheten Mohammed in der traditionellen Hadith, demnach keine zwei Religionen auf der Arabischen Halbinsel existieren dürfen. „Auf dieser Halbinsel darf nur der Islam herrschen und keine andere, fremde Religion“, so der Scheich, der nicht nur ein geistlicher Kleriker, sondern ein geistlicher Führer moslemischer Sunniten ist. Wenn solche Führungspersonen zur Kirchenzerstörung im Nahen Osten aufrufen, so gilt es als geistliche Genehmigung. Palästinensische Christen aus Haifa und Ramallah haben Israel Heute mitgeteilt, dass sie im Schatten der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten Gott dankbar seien, in Israel zu leben und nicht unter arabischer Herrschaft in dieser Region. „Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem echte Religionsfreiheit herrscht“, sagte Salim Rahib. „Die Moslems hassen nicht nur die Juden, sondern auch uns, vielleicht sogar noch mehr als die Juden“ (Israel Heute).


19-03-2012

JUNGE AUS GAZA WAR OPFER EINES QUERSCHLÄGERS. Berichten der Presseagentur AP zufolge wurde der vor einigen Tagen getötete palästinensische Junge bei einer Beerdigungszeremonie von einem palästinensischen Querschläger getroffen. Ein Mitarbeiter des palästinensischen Gesundheitsministeriums hatte zuvor behauptet, der achtjährige Barka al-Mughrabi sei bei einem Luftangriff der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) am Montag verletzt und getötet worden. ZAHAL hatte diesen Vorwurf bestritten und erklärt, dass zu diesem Zeitpunkt keinerlei Luftschläge in der Gegend verübt wurden. Familienmitglieder des Jungen und mehrere Augenzeugen stellten den Sachverhalt am Dienstag richtig und erklärten, der Junge sei bei einer Begräbnisprozession für einen getöteten Terroristen aus dem Gazastreifen mitgelaufen, als ihn ein palästinensischer Querschläger am Kopf traf. Bewaffnete Terroristen hatten bei der Prozession in die Luft geschossen. (AP /Times of Israel).


18-03-2012

HINTER DEN SCHLAGZEILEN (Teil 4). Doch nichtsdestotrotz steht Israel sieben Jahre nach dem Rückzug aus dem Gazastreifen einer Regierung gegenüber, die jede Gelegenheit genutzt hat, sich gegen ihren Feind, gegen Israel, zu rüsten und ihr Raketenarsenal zu erweitern, um israelische Zivilisten zu schädigen. Und deshalb muss Israel vielleicht früher oder später wieder auf eine Bodenoffensive zurückgreifen, wie Gantz und andere ranghohe Vertreter in den letzten Monaten bereits erklärten. Ob diese Zeit schon jetzt gekommen ist, hängt von der Hamas ab. Sollte sie sich dem Raketenbeschuss durch das „Volkswiderstandskomitee“ und den „Islamischen Jihad“ anschließen, würden sich die Ausmaße dieser Eskalation gänzlich ändern, denn die Hamas verfügt über Fajr-Raketen, die Tel Aviv erreichen können. Oder wird sie sich raushalten und auf einen Waffenstillstand hinarbeiten? Zurzeit stehen die Zeichen gut für letzteres. Der Autor ist ehemaliger Chefredakteur der Zeitung "Jerusalem Post" und Gründer und Chefredakteur der Online-Zeitung "Times of Israel".


16-03-2012

HINTER DEN SCHLAGZEILEN (Teil 3). Nach dem Rückzug von 2005 hätten die Palästinenser den Flüchtlingen im Gazastreifen neue Häuser geben können – es sprach nichts dagegen, die Besatzung war vorbei, doch man zog es vor, die Wunde offen zu halten. Die Palästinenser hätten im Gazastreifen eine Mini-Demokratie aufbauen können, wenn auch nur um ein unsicheres Israel davon zu überzeugen, dass es sich genauso sicher aus dem Westjordanland zurückziehen kann. Doch offensichtlich war nicht einmal der Gewinn von Gebieten im Westjordanland verlockend genug. Stattdessen wurden die Gewächshäuser zerstört, die in den ehemaligen Siedlungen floriert hatten und die unter palästinensischer Kontrolle genauso hätten florieren können. Die Hamas riss 2007 gewaltvoll die Macht an sich, nachdem sie 2006 die Wahlen gewonnen hatte. Und der Raketen- und Mörserbeschuss setzte sich fast ununterbrochen fort. In der Zeit vor der Tötung al-Kaisis gab es fast keinen Tag, an dem nicht eine Rakete auf Israel abgefeuert wurde. Doch diese Anschläge machten keine Schlagzeilen, da sie keine Israelis töteten. Als Benny Gantz, der Generalstabschef der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, am Sonntag erklärte, dass „Israel kein Interesse an einer Eskalation“ habe, klang das glaubwürdig. Es gab in den vergangenen Wochen keine Indikatoren, die darauf hinwiesen, dass ZAHAL eine Wiederholung der "Operation Gegossenes Blei" vom Winter 2008/2009 gegen die Hamas plane. Israel hatte sich auf andere Themen konzentriert – Irans Streben nach der Bombe, die unsichere Situation in Ägypten und Bashar al-Assads tägliche Massaker an seiner eigenen Bevölkerung in Syrien. (Der Autor ist ehemaliger Chefredakteur der Zeitung "Jerusalem Post" und Gründer und Chefredakteur der Online-Zeitung "Times of Israel".)


15-03-2012

HINTER DEN SCHLAGZEILEN (Teil 2). Zuhair al-Kaisi, der Chef der Terrororganisation „Volkswiderstandskomitee“ (PRC), hat kein Geheimnis aus seinen Aktivitäten gemacht. Es war al-Kaisi, der direkt nach der Freilassung von Gilad Shalit im Rahmen des erpresserischen „Austauschs“ vergangenen Oktober den arabischen und internationalen Medien Interviews gegeben hat. Er hat berichtet, wie seine Organisation den israelischen Soldaten entführt und verhört hat, dann den israelischen Bitten, ihn freizulassen widerstand, und ihn schließlich an die Hamas übergab, , die ihn fünf Jahre lang in einen Kerker steckte. Al-Kaisi war Berichten zufolge auch derjenige, der für die Transfers von Geldern der libanesischen Hisbollah zu anderen Terrororganisationen im Gazastreifen zuständig war. In Anbetracht dieser Tatsachen scheint der Vorwurf der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte alles andere als weithergeholt, dass al-Kaisi einer der Köpfe hinter dem Anschlag war, der im vergangenen August nördlich von Eilat verübt wurde. Bei dem von nach Israel eingeschmuggelten Terroristen verübten Anschlag waren acht Israelis ermordet worden. Naheliegend erscheint dadurch auch die Begründung des Schlags gegen al-Kaisi, die lautete, er habe einen weiteren großangelegten Anschlag geplant. Ein Blick hinter die Zahlen und Schlagzeilen würde auch daran erinnern, dass Israel keine Präsenz im Gazastreifen hat, weder militärisch noch zivil, es gibt dort keinen territorialen Konflikt. Israel hat 2005 tausende Menschen aus ihren Häusern herausgerissen und sich vollkommen aus dem Gazastreifen zurückgezogen. Der letzte Israeli, der im Gazastreifen gelebt hat, war Gilad Shalit. (Der Autor ist ehemaliger Chefredakteur der Zeitung "Jerusalem Post" und Gründer und Chefredakteur der Online-Zeitung "Times of Israel". )


14-03-2012

HINTER DEN SCHLAGZEILEN (Teil 1). So oder so ähnlich ist es schon häufiger geschehen: Israel tötet einen Top-Terroristen, da Informationen über die Planung eines großangelegten Anschlags vorliegen und obwohl es weiß, dass die Verhinderung des Anschlags wieder massiven Raketenbeschuss auf die Dörfer und Städte in Israels Süden zur Folge haben wird. Und die Raketen fallen, die Luftwaffe wird wieder und wieder ausgeschickt, um die Terrorzellen zu stoppen, die mehr und mehr Raketensalven abfeuern. Und die Zahl der Opfer im Gazastreifen steigt. Auf der israelischen Seite steigt sie glücklicherweise nicht, obwohl die Terrororganisationen aus dem Gazastreifen es genau darauf anlegen, wenn sie hunderte Raketen auf Israel abfeuern. Doch Israel hat Alarmsysteme und Schutzbunker. Israel schließt die Schulen, damit die Kinder zu Hause bleiben können. Und Israel verfügt über die weltbesten Raketenabwehrsysteme. Die Opferzahlen erzählen also nur einen Teil der Geschichte. Doch die Zahlen – und die Begräbnisszenen aus dem Gazastreifen – werden weltweit ausgestrahlt und dienen als das Barometer der Verhältnismäßigkeit, oder eher Unverhältnismäßigkeit. Und Israel findet sich selbst auf der Anklagebank wieder, beschuldigt des unverhältnismäßigen Einsatzes von Gewalt, obwohl es nur das Leben seiner Bevölkerung schützen will. Wie schon so oft in der Vergangenheit muss man einen Funken intellektueller Ehrlichkeit und einen Blick hinter die Zahlen und Schlagzeilen wagen, um wirklich zu verstehen, was hinter der aktuellen Eskalation in Israel und dem Gazastreifen steckt. (Der Autor ist ehemaliger Chefredakteur der Zeitung "Jerusalem Post" und Gründer und Chefredakteur der Online-Zeitung "Times of Israel". )


13-03-2012

RAKETENTERROR GEGEN ISRAEL. – ÜBER 190 RAKETEN IN VIER TAGEN. Seit Freitag haben palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen über 190 Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Mehr als eine Million Israelis leben in Reichweite der Raketen. Und der Raketenbeschuss hält weiter an: Allein in der Nacht zum Montag schlugen 25 Raketen auf israelischem Gebiet ein. Fünf Menschen wurden seit Freitag verletzt, einer davon schwer. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte hatten am Freitag Zuhir Kaisi, den Chef der Terrororganisation Volkswiderstandskomitee (PRC), getötet, der für mehrere Terroranschläge verantwortlich war und weitere Anschläge geplant hatte. Konkret plante das Volkswiderstandskomitee einen großangelegten Anschlag auf Israel über den Sinai in den kommenden Tagen. Zudem war Kaisi zuständig für den Transfer von Geldern der Hisbollah an Terrororganisationen im Gazastreifen. Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erklärte zu den Vorfällen: "Wir werden weiterhin gegen jeden vorgehen, der plant, Bürger des Staates Israel anzugreifen. Gleichzeitig werden wir die Verteidigung an der Heimatfront weiter verbessern, einschließlich der Installation zusätzlicher Iron-Dome-Batterien, deren Effektivität im Laufe des Wochenendes bewiesen wurde." Außenminister Avigdor Lieberman sagte in einem Radio-Interview mit "Galei ZAHAL", der getötete Terrorchef sei eine tickende Bombe gewesen. Die Regierung bemühe sich um Zurückhaltung und sei nicht auf Abenteuer oder Provokationen aus. Die Sicherheit der Bürger müsse jedoch gewährleistet werden. Zwei Grad-Raketen schlugen in Beer Sheva ein, wegen eines Defekts der Iron-Dome-Batterie in der Stadt. Eine Schule wurde getroffen und teilweise zerstört. Da aufgrund des Raketenbeschusses alle Schulen im Süden Israels geschlossen sind, wurden keine Kinder verletzt. Mehrere Häuser und Autos wurden durch den Raketenbeschuss beschädigt. Bisher haben die Iron-Dome-Batterien 49 Raketen abwehren können und somit mehr als 90 Prozent der Raketen abgefangen, die sie anvisiert hatten. Eine weitere Iron-Dome-Batterie soll in den kommenden Wochen installiert werden. 2011 wurden mehr als 600 Raketen auf Israel abgefeuert. Heute wurden unter anderem Autos und Geschäfte im Zentrum der Stadt Ashdod durch Raketen beschädigt. Außerdem schlugen auch Raketen nördlich der Stadt Gedera ein. In Reaktion auf den anhaltenden Raketenbeschuss hat die Israelische Luftwaffe in den vergangenen Tagen mehrere Ziele im Gazastreifen angegriffen, die als Basis für terroristische Aktivitäten dienen. ZAHAL-Sprecher Brigadegeneral Mordechai erklärte dazu: „Wir werden es nicht zulassen, dass diese unerträgliche Situation weiterhin das Leben der Bürger im Süden Israels belastet. Kein Land der Welt würde das zulassen und wir werden weiterhin gegen jede aktive Terrorzelle im Gazastreifen vorgehen.“ Mordechai erklärte weiter, dass die Terrororganisation Hamas für die Angriffe verantwortlich sei, da sie den Raketenbeschuss auf Israel nicht unterbindet. Auch während des anhaltenden Raketenbeschusses werden weiterhin Güter über den Keren Shalom Grenzübergang geliefert. Heute Vormittag griffen Terroristen zwar auch drei Lastwagen mit Hilfsgütern an, doch die Lieferungen sollen nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt werden, so der ZAHAL-Sprecher. (Außenministerium des Staates Israel/Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 09.-12.03.12)


12-03-2012

PRO-ISRAELISCHER PASTOR SPRACH AUF DER ‚CHRISTUS AM CHECKPOINT’-KONFERENZ (2. Teil).Rev. Stephen Sizer, der für seine anti-israelische Stellung weltbekannt ist, sagte in seiner Rede: „Gott sei Dank haben endlich zahlreiche lokale messianische Führer ihre Wutanfälle überwunden und genießen die Freundschaft mit ihren palästinensischen Brüdern und Schwestern hier bei der Konferenz.“ Damit meinte Sizer Wayne Hilsden und Evan Thomas aus den messianischen Kreisen im Land, die an der palästinensischen Konferenz teilnahmen. Mit Rückblick ist nun klar, dass Hilsden wie ein Feigenblatt für die anti-zionistische Konferenz „Christus am Checkpoint“ missbraucht wurde. Am Donnerstagabend haben der palästinensische Pastor Salim Munayer und sein enger Freund, der messianische Pastor Evan Thomas aus Netanja gesprochen. Thomas war der Einzige aus den messianisch-jüdischen Gemeinden, der auf der anti-zionistischen Konferenz sprach. Auf diesem Wege muss klargestellt werden, dass er dazu nicht beauftragt wurde und daher kein Repräsentant der messianisch-jüdischen Gemeinden im Land ist. Thomas war dort, weil er ein Mitglied der palästinensischen Versöhnungsarbeit Musalaha von Munayer, die im deutschsprachigen Raum von AMZI verbreitet wird, ist. Aus diesem Grund brachte er keine klare Botschaft über Gottes Verheißungen für das jüdische Volk in diesem Land. Hilsdens Rede war deutlich und jüdischer als die von Evan Thomas. Beide Redner – Munayer und Thomas – waren langweilig und nur politisch korrekt. Die „Christus am Checkpoint“-Konferenz war weniger ein Versöhnungsversuch zwischen Juden und Palästinenser, sondern mehr eine Klarstellung, dass christlicher Zionismus für Narren sei (Israel Heute).


11-03-2012

PRO-ISRAELISCHER PASTOR SPRACH AUF DER ‚CHRISTUS AM CHECKPOINT’-KONFERENZ (1. Teil). Die Teilnahme des messianischen Pastors Wayne Hilsden der Jerusalemer „King of Kings“-Gemeinde an der „Christus am Checkpoint“-Konferenz in Bethlehem wurde im Voraus kritisch betrachtet. Der kanadische Christ, der seit 1983 in Jerusalem lebt, hielt eine leidenschaftliche Rede, sanft aber doch bestimmt. Er stellte dem Publikum die Wiederherstellung Israels im neuen Judenstaat vor. Am bemerkenswertesten war seine Verdeutlichung, dass die physische Rückkehr der Juden in ihre alte Heimat biblisch beauftragt ist und mit der prophetischen Zeitlinie übereinstimmt. Doch der darauffolgende Redner, Dr. Manfred Kohl, bestritt nach Hilsdens Rede die biblische Theologie mit klaren Worten. Obwohl er Hilsden nicht persönlich angriff, machte Kohl deutlich, dass die Heilige Schrift nicht wörtlich genommen werden darf. In seinen Augen gilt sie nur als eine Theologie der Narren, die sich ihrer eigenen Dummheit erfreuen. Auch der palästinensische Pastor aus Bethlehem Sami Awad bedankte sich höflich bei Wayne Hilsden, aber gab Kohl im gleichen Atemzug Recht. „Es ist Zeit, dass Christen, die die Bibel für die Rechtfertigung der Wiederherstellung Israels benutzen, sich vor die Sicherheitsmauer in Bethlehem stellen und ähnlich wie John F. Kennedy vor der Berliner Mauer deklarieren: ‚Ich bin ein Idiot.‘ (Israel Heute).


09-03-2012

ZAHAL ÜBER DIE HERAUSFORDERUNG EINES CYBER-KRIEGES. Brigadegeneral Gadi Agmon, Leiter der Brigade für Planung und Personalmanagement der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), hat in einem Vortrag über die Bedrohung durch Cyber-Warfare gesprochen und die geplanten Gegenmaßnahmen vorgestellt. ZAHAL bereite sich intensiv auf Cyber-Angriffe vor und wolle die Ausbildung in technologischen Bereichen bereits im Schulalter fördern. Denn der Trend zur Cyber-Warfare steige stetig, erklärte General Agmon. „Soldaten müssen heute auch technologische Kämpfer sein.“ ZAHAL sei deshalb unter anderem mit dem Bildungsministerium im Gespräch, um zu eruieren, inwiefern die Schulbildung im Informatik-Bereich erweiterbar ist. Und auch außerhalb der Schule wolle ZAHAL ihre Soldaten im High-Tech-Bereich fortbilden. „Die technologische Ausbildung ist eine der Herausforderungen, vor denen ZAHAL derzeit steht“, betonte Agmon. (Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 07.03.12)


08-03-2012

NETANYAHU ZUM US-KONGRESS: „ISRAEL HANDELT AUCH IM ALLEINGANG.“ Der Besuch von Ministerpräsident Netanjahu in den USA war in den Augen vieler ein Erfolg. In seiner Rede vor dem US-Kongress betonte Netanjahu, dass Israel bei Krisensituationen letztendlich immer selbstständig gehandelt habe. Schon David Ben Gurion hat gegen den Willen der USA den Staat Israel 1948 ausgerufen. Israels dritter Ministerpräsident Levi Eschkol hat gegen den Rat der USA 1967 den Sechstagekrieg geführt und dabei Jerusalem wiedervereint. Der sechste Ministerpräsident Menachem Begin hat gegen die Warnung der USA 1981 den Atomreaktor im Irak zerstören lassen. „Am Ende ist es Israel, das über sein Schicksal entscheiden muss“, betonte Netanjahu. Denn Israel kann sich auf keine Nation verlassen, wie die Geschichte beweist: Netanjahu hielt ein Dokument von 1944 hoch. Darin lehnte das US Kriegsministerium die jüdische Forderung ab, die Vernichtungsstätten von Auschwitz zu bombardieren, weil das „ineffektiv“ sei. „Meine Freunde, 2012 ist nicht 1944“, sagte Netanjahu. „Heute haben wir unseren eigenen Staat. Es ist unsere Aufgabe, jüdisches Leben zu verteidigen und die jüdische Zukunft zu sichern.“ (Israel Heute)


07-03-2012

ANTISEMITISMUS IN AKADEMISCHEM GEWAND. Jeder israelischer Student an einer amerikanischen Universität lernt schnell, dass die wirklich wichtigen akademischen Veranstaltungen in den Mittagspausen stattfinden, wo man einen "Non-Pizza Lunch" erhält. So bekommt man ein kostenloses Mittagessen und kann nebenbei auch noch seinen Horizont erweitern. Eine solche Veranstaltung fand letzte Woche in der Harvard Law School statt, es ging um den Fall Khader Adnan und die Administrativhaft in Israel. Anders als bei vorherigen Events hinterließ dieses Mittagessen bei mir einen bitteren Nachgeschmack. (Der Autor ist Rechtsanwalt und Student der Rechtswissenschaften an der Harvard-University. Der Artikel erschien in Haaretz, 06.03.12).


06-03-2012

DEUTLICH MEHR TERRORANSCHLÄGE IM FEBRUAR. Die Zahl der Terroranschläge gegen Israel ist im Februar im Vergleich zum Vormonat deutlich gestiegen: 100 terroristische Vorfälle wurden registriert – im Vergleich zu 56 im Januar. Dies geht aus einem Bericht des Allgemeinen Sicherheitsdienstes (SHABAK) hervor, der am Sonntag veröffentlicht wurde. Aus dem Gazastreifen wurden 31 Anschläge vermeldet, im Januar waren es 15 gewesen. Vervierfacht hat sich die Zahl der auf israelisches Gebiet abgefeuerten Raketen, von neun im Januar stieg sie im Februar auf 36. In Judäa und Samaria sowie Jerusalem wurden vor allem mehr Fälle von Molotov-Cocktails gemeldet – 67 im Vergleich zu 39 im Vormonat. Zwei Menschen wurden im Februar bei Terroranschlägen verletzt, einer von ihnen ein israelischer Staatsbürger, der zweite ein ausländischer Journalist (Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 04.03.12).


05-03-2012

KURZNACHRICHTEN. + Einer der aktivsten Israelfreude, der über 30 Jahre Leiter des deutschen Zweiges der Christlichen Botschaft war, Christian Stephan, ist im Alter von 87 Jahren von Gott in die Ewigkeit gerufen worden. Er wird uns als Pionier und Vorbild fehlen. + Der amerikanische Kongress fordert, dass palästinensische Terroristen, durch deren Terror US-Bürger ums Leben kamen, in den USA vor Gericht gestellt werden und nicht mehr in israelische Gefängnisse kommen, um irgendwann vorzeitig durch Gefangenenaustausch wie bei Gilad Schalit entlassen zu werden. + Im palästinensischen Fernsehen erklärte eine palästinensische Terroristin, durch die 15 Israelis umkamen und 130 verwundet wurden, die im Gefangenenaustausch für Gilad Schalit freikam, dass sie diese Mordtat sofort wieder tun würde. + Brasilianische Christen bauen in Sao Paulo einen Tempel nach der Vorgabe wie ihn König Salomo gebaut hat und sind davon überzeugt, dass der Dritte Tempel nun in Brasilien stehen wird. Der Bau ist schon fortgeschritten. Jetzt sammeln sie das Geld für jede der 24 Säulen, die je 270.000 $ kosten (Israel Heute).


04-03-2012

KREBS AM BLUTBILD ERKENNEN. – NEUES TESTVERFAHREN AUS ISRAEL. Forscher des Soroka Medical Centers und der Ben Gurion-Universität haben einen Bluttest entwickelt, der mittels einer einfachen Methode verschiedene Krebstypen erkennen soll. In einer ersten Versuchsrunde mit 200 Probanden haben die Forscher über das Blutbild die Krebsarten von 90 Prozent der getesteten Krebspatienten ermitteln können. Der Leiter der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Prof. Joseph Kapelushnik, erklärte, die Studie stecke noch in einer frühen Testphase. „Ziel ist, eine effiziente, billige und einfache Methode zu entwickeln, um so viele Krebsarten wie möglich erkennen zu können“, so Kapelushnik. Zur Erkennung der Krebszellen benutzen Prof. Kapelushnik und sein Team Infrarot-Lichtstrahlen. Das zu testende Blut wird in ein spezielles Gerät gefüllt und mit Infrarotlicht durchleuchtet. Daraufhin können die Forscher einschätzen, ob der Patient Krebs hat oder nicht. Zurzeit fokussieren sich die Forscher auf häufig auftretende Krebsarten wie Lungen- und Gebärmutterkrebs, erzielen aber auch erste Erfolge bei der Erkennung anderer Arten. „Wir konnten mit 90-prozentiger Genauigkeit die Krebsarten auseinanderhalten. Der Test fand aber mit einer relativ kleinen Gruppe an Patienten statt und wir brauchen noch Tausende von Testpersonen bevor wir sagen können, dass die neue Methode tatsächlich funktioniert. Vorläufig sind wir jedoch optimistisch und freuen uns über das gute Ergebnis“, so Kapelushnik. (Ynet, 02.03.12)


02-03-2012

WIKILEAKS: ‚RUSSLAND LIEFERTE IRANISCHE GEHEIMCODES AN ISRAEL’. Glaubt man den Informationen der WikiLeaks-Quellen, hat Russland Israel die Geheimcodes für das iranische Flugabwehrraketensystem „Tor M1“, aus russischer Herstellung, ausgehändigt. Das gäbe Israel im Notfall die Möglichkeit, 48 iranische Ziele aus der Luft zu zerstören. Russland bekam dafür vor einigen Jahren wichtige Verteidigungsdaten von Israel, wie Codes von Drohnen, die Israel an Georgien verkaufte – so das WikiLeaks-Dokument. Der Bericht wurde durch den Email-Austausch einiger Mitarbeiter der Stratfor-Firma enthüllt. Stratfor ist die Abkürzung von Strategic Forecasting (Strategisches Vorhersagen) und ist eine private Firma, die Analysen, Berichte und Zukunftsprojektionen zur Geopolitik anbietet – man bezeichnet sie auch als „Schatten-CIA“ (Israel Heute).


01-03-2012

VON DER EINWANDERIN ZUR BOTSCHAFTERIN IN ÄTHIOPIEN. Sie schrieb Geschichte: 28 Jahre nachdem die heute 44-jährige äthiopische Jüdin Beylanesh Zevadia durch eine Rettungsaktion aus Äthiopien nach Israel kam, kehrt sie nun als Botschafterin des Staates Israel nach Addis Abeba zurück. Bei der Ernennung sagte der israelische Außenminister Avigdor Lieberman: „Dadurch liefern wir eine wichtige Botschaft, dass Israel jede Form von Rassismus gegen die äthiopische Gemeinde ablehnt und auch bis in die höchsten politischen Ränge kein Rassismus herrscht. Ich bin stolz, der erste Außenminister Israels zu sein, der eine äthiopische Botschafterin ins Amt einsetzt. In Israel werden die Personen nicht nach ihrer Hautfarbe beurteilt, sondern nach ihrer Fähigkeit, sich für die israelische Gesellschaft einzusetzen.“ Beylanesh Zevadia entgegnete daraufhin: „Ich bin als 17-jähriges Mädchen ins Land gekommen und kehre nun als Botschafterin nach Äthiopien zurück. Was für eine große Ehre” (Israel Heute).


29-02-2012

SCHAUFENSTERPUPPEN SOLLEN SIEDLERFRAUEN SCHÜTZEN. Angriffe auf jüdische Frauen im so genannten Westjordanland durch Araber sollen künftig mit als Soldaten gekleideten Schaufensterpuppen abgewendet werden. Die Täter haben es besonders auf Frauen abgesehen, die allein im Auto unterwegs sind. Bei einer Reihe von Autodiebstählen wurde den Fahrerinnen der Weg mit einem anderen Auto blockiert und dann mit gezücktem Messer das Fahrzeug entwendet. In den vergangenen Wochen kam es allein zu 13 solcher Fälle, einige in Hebron und die meisten im so genannten Westjordanland. Am Montag wurde ein 23-jähriger Palästinenser festgenommen, als er das Auto eines verdeckten Polizisten stehlen wollte. Miri Weitzmann wurde ihr Fahrzeug in der vergangenen Woche gewaltsam entwendet. Sie befand sich auf dem Heimweg von der Arbeit, als sich ein Auto mit israelischem Kennzeichen querstellte und ihr den Weg versperrte. „Ich rief sofort meinen Mann an, als zwei Männer aus dem Auto stiegen. Einer von ihnen zerbrach mein Fenster und der andere riss mir das Telefon aus der Hand und sagte mit arabischem Akzent ‚Willst du sterben?‘“ Der Mann ergriff sie und schleuderte sie auf die Straße. Sie war allein in der Dunkelheit ohne Telefon. Glücklicherweise kam ein Bekannter vorbei und nahm die verängstigte Frau mit. Neben den Puppen werden auch freiwillige Helfer die Straßen patroullieren und hinter Frauen, die allein im Auto sind, herfahren.


28-02-2012

NETANYAHU: ABBAS MUSS LÜGEN UND HETZE BEENDEN. Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Sonntagabend den Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmud Abbas für seine Rede bei der "Jerusalem-Konferenz" in Katar scharf kritisiert. Abbas hatte in seiner Rede unter anderem gesagt, Israel versuche "eine Judaisierung Jerusalems zu beschleunigen". Aus dem Amt Netanyahu hieß es dazu: "Es handelt sich hier um schwerwiegende Hetze seitens eines Mannes, der von sich behauptet, er sei dem Frieden verpflichtet. Es ist an der Zeit, dass die palästinensische Führung damit aufhört, die Vergangenheit zu leugnen und die Gegenwart zu verbiegen. Jerusalem ist seit mehreren Tausend Jahren die ewige Hauptstadt des jüdischen Volkes. Jerusalem wird unter israelischer Oberhoheit weiterhin für Menschen aller Religionen offen sein. In der Stadt herrscht vollständige Religionsfreiheit, und Israel wird weiterhin für alle Religionen ihre heiligen Stätten bewahren. Abu-Mazen [Abbas] weiß nur zu gut, dass seine diffamierenden Äußerungen keinerlei Basis haben […]. Israel erwartet von jemandem, der vorgibt, sich für den Frieden einzusetzen, dass er sein Volk auf Frieden und Koexistenz vorbereitet und nicht Lügen und Hetze verbreitet." (Amt des Ministerpräsidenten/Haaretz, 27.02.12)


27-02-2012

SIEBEN METER HOHER GRENZZAUN MIT ÄGYPTEN FERTIGGESTELLT. Zum ersten Mal seit dem Terroranschlag bei Eilat im August 2011 wird die Grenzstraße 12 ab kommenden Sonntag wieder geöffnet sein. Bei dem Attentat wurden zwei israelische Busse und ein Pkw von Terroristen angegriffen, acht Israelis verloren dabei ihr Leben. Nun wurden ein sieben Meter hoher Sicherheitszaun sowie ein tiefer Graben, der feindlichen Fahrzeuge und Individuen den Übergang unmöglich macht, fertiggestellt. Ferner hat die israelische Armee andere Verteidigungsmaßnahmen und Informationsgeräte an der Grenzlinie entlang platziert, um Infiltrationen zu verhindern. Es gibt auch Kameras auf Türmen, die auch die bisherigen „toten Winkel“ wegen der Topografie des Geländes filmen können. Die Grenzstrecke soll stufenweise geöffnet werden, zuerst nur tagsüber von 8 bis 17 Uhr, anschließend – wenn es die Sicherheit erlaubt – wird sie auch während der Nacht passierbar sein. Die Gefahr von Terroristen aus dem Gazastreifen, die über die Sinai-Halbinsel nach Israel eindringen, droht weiter und steigt. Auch verursacht durch die instabile neue Regierung in Ägypten, die stetig islamistischer und somit israelfeindlicher wird. Bisher sind 100 von 240 Kilometer der israelisch-ägyptischen Grenze verzäunt. Auch illegale Flüchtlinge aus den afrikanischen Ländern sollen damit am Eindringen nach Israel gehindert werden. Das ganze Projekt wird den Staat etwa 1,3 Milliarden Schekel (umgerechnet ca. 250 Mio. Euro) kosten (Israel Heute).


26-02-2012

UNO VERURTEILT ANSCHLÄGE GEGEN ISRAEL. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verurteilte am Donnerstag die Terroranschläge gegen israelische Diplomaten im Ausland [Anm. d. R.: Indien und Georgien]. Israels UN-Botschafter Ron Prosor (siehe Bild) rief vor einer Woche dazu auf, die Anschläge anzuklagen und kritisierte das Schweigen des UN-Sekretärs und des Sicherheitsrats. Die UN-Resolution stellte fest, Terrorismus sei "eine der ernsthaftesten Bedrohungen für Frieden und Sicherheit". „Ich bin stolz, dass es uns gelungen ist, die Anerkennung des Sicherheitsrats zu bekommen, nach zahlreichen Anschlägen gegen Israel und sieben Jahre des Schweigen darüber“, sagte Prosor. 2005 verurteilte die UNO die „terroristischen Attacken gegen israelische Zivilisten“. Das grausame Massaker im März 2011 in der Siedlung Itamar, wo Vater, Mutter und drei Kleinkinder in der Nacht von zwei palästinensischen Männern bestialisch ermordet wurden, hat die UNO bis heute weder thematisiert noch verurteilt. So auch nach dem Attentat an der ägyptischen Grenze im August 2011, bei dem acht Menschen durch Terroranschläge ums Leben kamen (Israel Heute).


24-02-2012

PALÄSTINENSER WERFEN ZIEGELSTEINE UND DIE INTERNATIONALE PRESSE STEHT BEREIT. Die Lehrerin Zehava Weiss befand sich am Dienstag auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, als ihr Auto von mehreren Ziegelsteinen auf die Frontscheibe getroffen wurde. Der Vorfall ereignete sich auf dem Weg durch das palästinensische Dorf Beit Ummar im so genannten Westjordanland. Die Fahrerin, die in der jüdischen Siedlung Karmei Tzur wohnt, wurde nicht verletzt und kam mit dem Schrecken davon. Mehrere Fotografen verschiedener Presseagenturen standen auf beiden Straßenseiten um das Auto herum und hielten ihre Kameras bereit. Es scheint, als wurden die Jugendlichen sogar von der Presse aufgefordert, die israelischen Autos zu bewerfen. Die Vielzahl der existierenden Fotos des Vorfalls aus verschiedenen Perspektiven lässt auf die Planung eines Angriffs schließen. Die indirekte Mittäterschaft der Presse in derartigen Vorfällen ist keine Seltenheit und zeigt die Skrupellosigkeit einiger Journalisten im Nahostkonflikt. Weiss sagte dem Nachrichtenportal Ynet, dass auch das Auto vor ihr mit Ziegelsteinen bombardiert wurde, sie jedoch gehofft hatte, heil an den Werfern vobeizukommen. „Auf einmal standen viele Menschen um mein Auto herum und ich wusste, gleich passiert etwas. Ich bin dann einfach weitergefahren, weil keine Polizei oder Soldaten zu sehen waren“, erzählte Weiss. Leider sind solche Geschehnisse keine Seltenheit in dem Gebiet und dies war nicht das erste Mal, dass Zehava Weiss so etwas erlebte. „Ich lebe in Karmei Tzur und fast jeden Tag werden in dem naheliegenden palästinensischen Dorf Steine auf vorbeifahrende Israelis geworfen.“ Zwei Verdächtige wurden nach dem Vorfall in der Nähe der palästinensischen Stadt Al-Khader verhaftet. Die israelische Armee versucht, jegliche terroristische Aktivität in dem Gebiet zu unterbinden (Israel Heute).


23-02-2012

OBERSTER GERICHTSHOF KASSIERT TAL-GESETZ. Der Oberste Gerichtshof hat am Dienstagabend in einer aufsehenerregenden Entscheidung die weitere Verlängerung des sogenannten Tal-Gesetzes untersagt. Das Gericht stellte mit sechs zu drei Stimmen fest, dass das Gesetz nicht verfassungsgemäß sei und die Knesset es nicht noch ein weiteres Mal verlängern könne, wenn es im August ausläuft. Das Gesetz, benannt nach dem ehemaligen Richter Tzvi Tal, war am 23. Juli 2002 beschlossen worden, um die Frage des Militärdienstes für Jeschiva-Studenten zu regeln. Ziel war die stärkere Einbindung von ultraorthodoxen Bürgern in die Streitkräfte, u.a. durch die Wahloption für oder gegen den Militärdienst nach einem Jahr Bedenkzeit im Alter von 22 Jahren und die Ausweitung spezieller Einheiten für religiöse Soldaten. Bereits 2005 stellte der Staat fest, dass das Gesetz nicht die erhoffte Wirkung zeigte und die Zahl der vom Militärdienst befreiten ultraorthodoxen Bürger von Jahr zu Jahr wuchs. Im Mai 2006 entschied der Oberste Gerichtshof, dass das Tal-Gesetz die Würde jener Bürger verletze, die in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften dienen. Dennoch wurde die Verlängerung um ein Jahr ermöglicht. Ein Jahr später, im Juli 2007 beschloss die Knesset die weitere Verlängerung des Gesetzes um fünf Jahre. Der Oberste Gerichtshof hat nun, fünf Monate vor Ablauf des Gesetzes, auf Klage verschiedener Personen die bisherige Wirkung des Gesetzes überprüft. Das Urteil fiel vernichtend aus: Die Vorsitzende Richterin Dorit Beinisch stellte fest, das Gesetz sei gescheitert, da die Zahl der ultraorthodoxen Bürger, die den Wehrdienst nicht absolvieren, in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sei. Richter Elyakim Rubinstein erklärte: "Dieser Zustand ist nicht mit den Grundwerten des Staates Israel als jüdischer demokratischer Staat vereinbar, wie sie in den Grundgesetzen festgelegt und in den Urteilen dieses Gerichts ausgelegt wurden." Unter den Richtern, die gegen die Entscheidung stimmten, war auch Asher Grunis, der zukünftige Vorsitzende des Gerichtshofes. Auch Ministerpräsident Binyamin Netanyahu äußerste sich zu der Entscheidung der Richter. "Wie ich bereits vor der Entscheidung angekündigt habe, wird das Tal-Gesetz in seiner gegenwärtigen Form nicht bestehen bleiben. In den nächsten Monaten werden wir ein neues Gesetz ausarbeiten, das einen Wandel hin zu mehr Gerechtigkeit in der Verteilung der Bürden unter den verschiedenen Teilen der israelischen Gesellschaft bewirken wird." Oppositionsführerin Tzipi Livni sagte, es sei "Gerechtigkeit geschehen". (Haaretz, 21.02.12)


22-02-2012

REAKTIONEN NACH VANDALISMUS AM JERUSALEMER BAPTISTENHAUS. Die Nachricht vom Montag, dass das Baptistenhaus in Jerusalem von unbekannten Tätern mit gotteslästerlichen Graffitis beschmutzt wurde, hat viele Reaktionen hervorgerufen. Die Kirche ist bekannt dafür, den Judenstaat immer unterstützt zu haben. Pfarrer Chuck Kopp erzählte, wie der Rabbiner der Synagoge auf der gegenüberliegenden Straßenseite am selben Tag mit einem Blumenstrauß vorbeikam und einen Brief brachte, der dem Gotteshaus die Solidarität und Freundschaft der jüdischen Gemeinde versichern soll. Auch eine Nachbarin der Kirche kam mit ähnlicher Nachricht und sagte, sie schäme sich für die Tat. Überdies besuchte auch der Berater für Innere Sicherheit des Staates Israel, Dr. Moti Zaken, den Ort des Geschehens. „Er entschuldigte sich im Namen der Bürger Israels“, und versprach, die Täter zur Verantwortung zu ziehen, so Pfarrer Kopp. Das Oberhaupt der Baptisten in Israel, Herbby Geer, sagte: „Israel steht immer konsequent auf Seite der Minderheitsgruppen [der Christen] in der israelischen Gesellschaft (Israel Heute).


21-02-2012

BAPTIST HOUSE IN JERUSALEM WURDE VANDALISIERT. Am Montagmorgen entdeckte man an den Wänden des christlichen Baptistenhaus in der Trumpeldor-Strasse in der Stadtmitte gotteslästerliche Graffitis. Der Name „Jeschu“ (wie Jesus in der Umsprache unter Juden ausgesprochen wird) wurde beschmutzt, sowie „Tod der Christenheit“ und „Wir werden euch kreuzigen“ war zu lesen. Außerdem wurden die Reifen einiger dort parkender Pkws zerstochen. Auch hier wurde mit „Preisschild“ (engl. „Price Tag“), unterschrieben, was ein Hinweis auf die Tat radikaler jüdischer Siedler sein könnte. Für die Täter ist es ein Vergeltungsakt und es handelt sich wahrscheinlich um dieselben Vandalen, die mit ähnlichen Vorfällen in Moscheen und Häusern linksorientierter Politiker für Aufsehen sorgten. Die radikalen Siedler der illegalen Außenposten werden im Land als „Hügeljugend“ bezeichnet und vom Staat Israel immer wieder evakuiert. Israel Heute war für Sie am Ort des Geschehens. Der Bürgermeister Nir Barkat verurteilte diese Tat aufs Schärfste. Die Untersuchungen der Polizei dauern noch an (Israel Heute).


20-02-2012

HOLOCAUST-ÜBERLEBENDE BEKOMMEN INTERNETZUGANG. Die meisten Holocaustüberlebenden in Israel verbringen ihre letzten Lebensjahre einsam. ORT Network, das größte nichtstaatliche Netzwerk von Schulen in Israel und die Stiftung zum Wohle von Überlebenden des Holocaust haben ein Gemeinschaftsprojekt gestartet. Es soll älteren Menschen den Zugang zum Internet und somit die Chance, Verwandte im World Wide Web wiederzufinden, geben. Die Holocaustüberlebenden sollen mit Computern ausgestattet werden, um gegebenenfalls Familienmitglieder, die während der Shoa von ihnen getrennt wurden, zu kontaktieren, und auch um ihre persönliche Lebensgeschichte aufzuschreiben. Schüler der ORT-Schulen werden den Senioren im Umgang mit den Computern helfen und Anteil an den Geschichten der Holocaustüberlebenden nehmen.


19-02-2012

ISRAEL BAUT MOBILE ‚STADT’ IN DER TÜRKEI. Israel spendete 130 mobile Hauseinheiten für die Van-Region in der Türkei, drei Monate nachdem das schreckliche Erdbeben hunderten von Menschen das Leben kostete und tausende verletzte. Die „israelische Stadt“ für die Überlebenden des Bebens wurde Anfang der Woche eingeweiht. „Nur wahre Freunde helfen so schnell und mit soviel Anteilnahme“, sagten die Türken dankbar, so berichtete Ynet am Donnerstag. Bei der Einweihungszermonie sagte der Gouverneur der Stadt Van: „Nach dem Erdbeben kamt ihr uns sofort zu Hilfe mit umfangreicher Ausrüstung und dem guten Willen zu helfen. Dafür danke ich Euch aus tiefstem Herzen. Ihr seid unsere treusten Freunde und den Beweis sehen wir hier vor uns.“ In Van mussten zahlreiche Studenten wegen dem Erdbeben aus ihren Wohnheimen fliehen. Diese sollen nun wieder dorthin zurückkommen. 1.300 Menschen haben in dem Unglück ihre Häuser und Wohnungen verloren. Sie sind nun überglücklich, durch die israelische Hilfe wieder ein Dach über dem Kopf zu bekommen (Israel Heute).


17-02-2012

ISRAEL ZWISCHEN SUNNITEN, SCHIITEN UND ALAWITEN. Wie schnell sich alles im Nahen Osten ändern kann, zeigen die Volksaufstände in Tunesien, Ägypten, Libyen und dem Jemen. Völker fassen Mut und stürzen ihre Despoten. Nun steht in Syrien das Regime vor dem Sturz. Seit Mitte März 2011 bekriegt der syrische Staatschef Baschar al Assad (46) sein eigenes Volk. Sechstausend Menschen fielen dem bisher zum Opfer. Die Vereinten Nationen meldeten, unter den Toten seien an die 400 Kinder. Nach nur einem Monat hoben die Beobachter der Arabischen Liga die Hand und brachen ihr Mandat ab. „Unsere Präsenz in Syrien macht keinen Sinn und verhindert das Blutvergießen nicht.“ Im UN Sicherheitsrat blockiert Russland jede Resolution gegen Syrien. Höchst gespannt verfolgt Israels Regierung und Militärstab das Geschehen an der Nordgrenze (Israel Heute).


16-02-2012

ES IST NIE ZU SPÄT, UM ALIJAH ZU MACHEN. Phillip und Dorothy Grossman wanderten im Alter von 95 und 93 Jahren aus Baltimore, USA, nach Israel ein. Sie sind damit die ältesten Einwanderer, so berichtete die Einwanderungsbehörde. Bei der Frage, warum das Paar, das seit 71 Jahren verheiratet ist, erst jetzt nach Israel einwandert, antworteten sie: „Abraham war auch schon 75, als er seine Heimat Ur verließ, um nach Israel zu kommen.“ Das rüstige Rentnerpärchen kam mit den Einwanderungsflügen von Nefesch B’Nefesch und mit 43 anderen Olim (dt. „Einwanderer“). Die beiden freuen sich schon auf ihre neue Wohnung in Jerusalem. „Ein klarer Beweis, dass es nie zu spät ist, seinen Traum zu erfüllen“ sagte Erez Halfon, der Vize-Vorsitzende von Nefesch B’Nefesch. Sie haben drei Kinder, fünf Enkelkinder und 14 Urenkelkinder. Ein Teil davon lebt schon in Israel, der Rest will bald folgen. Am Flughafen in Tel Aviv wurden Phillip und Dorothy herzlich empfangen. „Wir lieben Israel und sind so aufgeregt“, sagte Dorothy. „Wir freuen uns unglaublich, künftig in der Nähe unserer Familie in Israel leben zu können.“ Die Einwanderungsorganisation Nefesch B’Nefesch wurde 2002 gegründet und brachte schon knapp 30.000 Neueinwanderer aus Nordamerika und England, von denen 97 Prozent in Israel blieben (Israel Heute).


15-02-2012

DIE ANSCHLÄGE DER HISBOLLAH: DAHINTER STECKT DER IRAN. Vier Jahre sind vergangen seit Imad Mourniya, hochrangiges Mitglied der Hisbollah, getötet wurde. Hassan Nasrallah, der Anführer der Hisbollah, hat Israel für die Tötung des Superterroristen auf syrischem Boden verantwortlich gemacht und versprochen, den Toten zu rächen. Dieses Versprechen hat bisher noch keine "dramatischen" Folgen gehabt. Doch die Anschläge von gestern in Neu-Delhi und Tiflis und zuvor in Bangkok stehen nicht nur in Zusammenhang mit dem Rachefeldzug für Imad Mourniya. Es scheint vielmehr, als zeugten die Vorfälle von vermehrter Instabilität und wachsender Verzweiflung im Iran und in Syrien. Der zunehmende Druck auf den syrischen und iranischen Patron bedroht die Hisbollah in ihrer Existenz. Sie hat erst kürzlich gewarnt, dass sie zur Rettung des syrischen Regimes eine Konfrontation mit Israel forcieren werde (Israel Hayom, 14.02.12).


14-02-2012

MAHMUD ABBAS: „WIR WERDEN KEINEN JÜDISCHEN STAAT ANERKENNEN.“ Fatah-Palästinenserchef Mahmud Abbas stellte Israel vor ein Ultimatum: Entweder Israel stoppt den Siedlungsbau im gesamten Gebiet der Grenzen von 1967 und entlässt dazu alle palästinensischen Häftlinge aus Israel oder die Palästinenser beenden die Verhandlungen mit Israel und wenden sich direkt an die UNO mit der Forderung nach Anerkennung des Palästinenserstaates. Darüber hinaus soll jeglicher Bau in den jüdischen Siedlungen in Judäa und Samaria sofort gestoppt werden, einschließlich Ostjerusalem, das heisst auch in den Stadtteilen French Hill, Pisgat Seev und Neve Jaakov. Sollte Israel diesen Bedingungen nicht nachkommen, werden die Palästinenser dafür sorgen, dass Israel noch mehr von der Welt isoliert wird. Diese scharfe Äußerung des PA-Chefs wurde auf der gestrigen Tagung der Arabischen Liga bekannt, bei der auch die bevorstehenden Wahlen in drei Monaten thematisiert wurden. Netanjahu konterte: „Wieder zeigt Abbas, dass er dem Frieden den Rücken zudreht. Anstelle ernsthaft mit uns zu verhandeln, um ein Ende des Konflikt herbeizuführen, bevorzugt er es, sich mit der Hamas, die den Iran verehrt, zu verbünden (Israel Heute).


13-02-2012

MINDESTENS FÜNF ENTFÜHRUNGSVERSUCHE SEIT SHALITS BEFREIUNG. Seit der Rückkehr von Gilad Shalit im Oktober vergangenen Jahres hat es im Norden Israels mindestens fünf weitere Versuche gegeben, israelische Soldaten zu entführen. Shalit war im Juni 2006 von palästinensischen Terroristen in Israel entführt und in den Gazastreifen verschleppt worden. Er konnte erst über fünf Jahre später im Austausch gegen 1.027 palästinensische Gefangene, die für den Tod von etwa 600 Menschen verantwortlich sind, befreit werden. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) sehen einen direkten Zusammenhang zwischen dem Shalit-Deal und den vermehrten Entführungsversuchen. „Die Terrororganisationen wissen jetzt, dass Israel bereit ist, einen hohen Preis für entführte Soldaten zu zahlen, deswegen steigt die Motivation für weitere Entführungen“, erklärt Oberstleutnant Nir Golan, Militärpolizeikommandeur im ZAHAL-Nordkommando. Soldaten trainieren Verhalten im Fall von Entführungsversuchen (Foto: ZAHAL) Seit der Rückkehr von Gilad Shalit hat die Militärpolizei mit den Soldaten verstärkt das Verhalten bei Entführungsversuchen trainiert und das Bewusstsein für diese wachsende Gefahr geschärft. „Jeden Tag fahren verdeckte Terrorzellen durch Israel, um trampende Soldaten zu entführen“, so Nir Golan. „In der letzten Zeit kam es zu zahlreichen besorgniserregenden Zwischenfällen, die auf Entführungsversuche hinwiesen. Wir versuchen, allen Soldaten die Sicherheitsvorkehrungen näher zu bringen. Zusätzlich zu dem Verbot zu trampen ist es auch wichtig, dass die Soldaten zu später Stunde nicht an Bushaltestellen stehen. Wir empfehlen ebenfalls, dass Soldaten ab Einbruch der Nacht mindestens zu zweit reisen“, erklärt der Direktor für Operationen im israelischen Verteidigungsministerium, Generalmajor Shmulik Kalmi. (Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 09.02.12)


12-02-2012

NEUE UMFRAGE: NUR EIN DRITTEL DER PALÄSTINENSER FÜR ZWEI-STAATEN-LÖSUNG. Bei einer Umfrage wurden 1.010 Palästinenser über 18 Jahren aus dem so genannten Westjordanland und dem Gazastreifen in ihrer Muttersprache, Arabisch, interviewt. Diese Studie wurde von Stanley Greenberg und dem Palästinensischen Zentrum für Öffentliche Meinung (Palestinian Center for Public Opinion) mit Sitz in Beit Sahur durchgeführt. Nur 34% der Befragten stimmen einer „Zwei-Staaten-Lösung“ zu. 61% sind dagegen. 66% sagen offen, dass sie zwar das nahe Ziel der „Zwei-Staaten-Lösung“ favorisieren, aber danach soll es nur noch einen Staat, den Palästinenserstaat (d. h. ohne Israel), geben. Bei der Frage zur Rolle Jerusalems antworten 92% der Befragten, sie sei die alleinige Hauptstadt Palästinas. Nur 3% sprechen sich für eine vereinte Hauptstadt beider Seiten aus, 4% für den Status einer neutralen internationalen Stadt. 72% bestätigen die Verleugnung der tausendjährigen jüdischen Geschichte Jerusalems, 62% befürworten die Entführung israelischer Soldaten und 53% begrüßen das Erlernen von Liedern über Judenhass in palästinensischen Schulen. Allgemein stimmen 65% der Palästinenser für Gespräche mit Israel und 20% wählen das Gegenteil, die Gewalt. Auf die Frage, was Abbas’ oberste Priorität sein soll, so meinen 83%: die Schaffung von Arbeitsplätzen.


10-02-2012

DER ALTE FRIEDE IST TOT. Am Anfang wurde er nur leicht verletzt. Nachdem Israel den Palästinensern den Gazastreifen überlassen hatte, explodierte der erste Bus am Dizengoff-Platz. Nachdem Israel den Palästinensern Nablus und Ramallah überlassen hatte, sind Busse im Zentrum von Jerusalem und Tel Aviv explodiert. Nachdem Israel den Palästinensern angeboten hatte, einen unabhängigen Staat auf dem Großteil der besetzten Gebiete zu errichten, reagierten sie mit einer Terrorwelle. Als die Selbstmordattentäter in unseren Städten feierten, beschlich uns der Gedanke, dass vielleicht irgendetwas an der Verheißung vom großen Frieden faul ist. Danach erlitt der alte Frieden Verletzungen mittleren Grades. Nachdem Israel sich aus dem Südlibanon zurückgezogen hatte, wurde das Gebiet zu einer schiitischen Raketenabschussbasis, die das gesamte Land bedroht. Nachdem Israel sich aus Gush Katif zurückgezogen hatte, wurde aus dem Gazastreifen ein bewaffnetes Hamastan, das den Süden angriff. Die beiden einseitigen – und berechtigten – Rückzüge hatten schwerwiegende Konsequenzen. Als Kassam-Raketen in Sderot einschlugen, Grad-Raketen in Ashdod landeten und Al-Fajar-Raketen Haifa trafen, begann sich ein mulmiges Gefühl breit zu machen, angesichts dessen, was uns nach dem ganz großen Rückzug erwarten könnte. (Haaretz, 09.02.12)


09-02-2012

NACH 44 JAHREN: ISAELISCHER OFFIZIER TRIFFT GERETTETE PALÄSTINENSERIN. Ein Kreis schloss sich, als sich der Israeli, Hesi Eres (75), und die Palästinenserin Marjam Jassin wiedersahen. Vor 44 Jahren, während des Sechs-Tage-Krieges im Juni 1967, rettete Hesi das Leben der Palästinenserin. Jassin wurde damals als 15-Jährige im Dorf Anin durch Artilleriefeuer schwer verletzt, Eres war der Befehlshaber vor Ort. „Ich sah, wie kritisch es um sie stand und sorgte umgehend für ihren schnellen Abtransport in das Krankenhaus Hillel-Jaffe. Ich war damals ein junger Offizier im Reservedienst der israelischen Armee“, erzählte der Tel Aviver bei dem Treffen mit Jassin in dem arabischen Ort Um el Fahem am Dienstag. Sein heldenhaftes Handeln schenkte ihm viel Sympathie in Marjams palästinensischer Familie. Vor wenigen Tagen erst erzählte Jassin seinem Sohn zum ersten Mal von seinem Erlebnis. Dieser versuchte sofort, ein Treffen der beiden zu arrangieren. Mithilfe der arabischen Zeitung Al-Masar wurde Jassin ausfindig gemacht. Eres ist niemand, der für sein Handeln Ehre sucht, aber er sagt: „Ich freute mich sehr zu hören, dass Marjam noch lebt. Am Ende sind wir doch alle nur Menschen.“ Jassin, die noch immer in ihrem Geburtsort wohnt, hat heute neun Kinder und 26 Enkelkinder. Sie hätte nie gedacht, dass sie ihren Lebensretter noch einmal sehen würde. „Ich werde es ihm nie vergessen, dass er mein Leben gerettet hat und würde auch für ihn mein Leben geben. Alle meine Kinder wissen, dass ich einem Juden mein Leben zu verdanken habe“, lobte sie ihren ‘Helden’. Weiter fügte sie hinzu, dass sie an eine Koexistenz zwischen beiden Völkern und an Frieden glaube und ihr Haus immer für Eres’ Familie offen stehe (Israel Heute).


08-02-2012

ISRAELIS WERDEN FÜR ‚HEVORRAGENDE UMWELTLEISTUNGEN’ AUSGEZEICHNET. Acht Israelis wurden mit einem Preis des Umweltschutzministeriums ausgezeichnet, weil sie zum Schutz der Umwelt in Israel maßgeblich beigetragen haben. Sie wurden unter 70 Jungunternehmern, Voluntären, Vereinigungen und anderen Organisationen mit außergewöhnlichen Leistungen im Bereich Umweltschutz ausgewählt. Der Preis ist mit umgerechnet 10.000 Euro dotiert und wurde vor drei Jahren erstmals verliehen. Die Zeremonie zur Preisverleihung wurde in der Präsidentschaftsresidenz von Schimon Peres abgehalten. Übergeben wurden die Preise vom Präsidenten selbst und dem Umweltschutzminister Gilad Erdan. „Durch ihre Version haben diese Männer und Frauen den Weg in eine bessere und dynamischere Welt gebahnt und dafür spreche ich ihnen meinen tiefsten Dank aus. Machen sie weiter so und bauen sie grüne Straßen für die blaue Zukunft unserer Kinder“, sagte Peres. Und Erdan fügte hinzu: „Die Empfänger dieses Preises sind Vorbilder für ein umweltbewusstes Verhalten und von ihnen können wir nur lernen. Sie wurden aufgrund der Originalität, der Innovation und der Wirkung ihrer Ideen auf weite Kreise der israelischen Gesellschaft ausgesucht. (Israel Heute).


07-02-2012

BESCHWERDE GEGEN RAKETENBESCHUSS. Der stellvertretende Botschafter Israels bei den Vereinten Nationen, Haim Waxman, hat in einem Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon Beschwerde gegen den anhaltenden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen eingelegt. In dem Brief heißt es unter anderem: "Am Abend des 1. Februar 2012 – während Ihres Besuchs in unserer Region – haben Terroristen aus dem Gazastreifen innerhalb von einer Stunde sieben Raketen auf israelische Ortschaften abgefeuert. […] Allein in den letzten drei Wochen wurden mehr als 20 Raketen und Mörsergranaten auf israelische Städte und Gemeinden abgefeuert. Mit eigenen Augen haben Sie die Bedrohungen gesehen, denen eine Million Israelis in dieser Woche ausgesetzt waren. Sie haben Kinder aus Sha´ar Hanegev getroffen, deren Schulbus von einer Panzerabwehrrakete der Hamas getroffen worden war. Ein sechzehnjähriger Schüler wurde dabei getötet. Sie waren im Sapir-College, wo die Studierenden nur 15 Sekunden haben, um nach der Raketenwarnung in den Luftschutzkeller zu gelangen. Bei Ihrem Besuch haben Sie klar gemacht, dass nichts den Beschuss Israels mit Raketen rechtfertigen kann, und diese Versuche, Zivilisten zu verletzten, verurteilt werden müssen. […] Israel erwartet vom Sicherheitsrat und allen verantwortlichen Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft, den Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen unverzüglich zu verurteilen. Ebenso erwarten wir von Präsident Abbas und anderen Führern der palästinensischen Community, endlich ihre Stimme zu erheben und ihre grundlegenden Verpflichtungen zu erfüllen, um diese Akte des Terrorismus klar zu verurteilen." (Außenministerium des Staates Israel, 03.02.12)


06-02-2012

MILITÄR-GEHEIMDIENST: „IRAN BESITZT URAN FÜR VIER ATOMBOMBEN.“ Auf der derzeitigen Herzlija-Konferenz 2012, einem Forum für internationale Sicherheitspolitik, sprach auch der Chef des AMAN (Abteilung des militärischen Geheimdienstes), Aviv Kochavi (siehe Bld). Am Donnerstag verkündete er den zahlreichen Gästen aus aller Welt: „Der Iran ist im Besitz von ungefähr 100 Kilogramm hochangereichertem Uran, das für vier Atombomben ausreichen würde. Israel hat genügend Beweise, dass der Iran an seinem Atomprogramm für militärische Zwecke arbeitet. Es liegt nun bei Ali Khamenei [dem obersten Rechtsgelehrten im Iran], die Zustimmung zur Entwicklung einer Atombombe zu erteilen. Von diesem Zeitpunkt an, wären es nur noch ein bis zwei Jahre bis zur Einsatzfähigkeit“. Zum Schluss seiner Rede sagte General Kochavi, dass die Feinde Israels in den letzten Jahren in Bezug auf Raketen enorm aufgerüstet haben. „Um die 200.000 Raketen könnten Israel treffen. Sie würden das Zentrum Israels mit allen wichtigen Städten zerschlagen, kämen sie aus Syrien, dem Libanon oder dem Iran,“ endete der General. Auch fügte er hinzu, dass sich die Reichweite und Qualität der feindlichen Waffen maßgeblich verbessert haben. Im Anschluss kam auch Generalstabschef Benny Gantz zu Wort und sagte: „Ein atomares Iran ist ein Problem der ganzen Welt, der Nahost-Region und Israel. Wir sind nicht der einzige Staat der Welt, dem öffentlich mit Vernichtung gedroht wird. Wir dürfen nicht wegschauen und die Tatsachen ignorieren.“ Israels Mossad-Chef Tamir Fredo traf sich in der letzten Woche im Geheimen mit seinen Kollegen in den USA (Israel Heute).


05-02-2012

FRÜHER WAR NICHT ALLES BESSER (von Yossi Beilin). Als ich ein kleiner Junge war, war nicht alles besser. Es war schlechter. Tel Aviv war eine Stadt, die kurz davor stand zu kippen. Der Winter machte sie noch hässlicher, als sie ohnehin schon war. Der Süden der Stadt war grau und alt. In der Schule sollten wir über Berufe in der Stadt schreiben. Damals, in den 50er Jahren, gab es Schuhmacher, die in Hauseingängen unter der Treppe arbeiteten. Wir dachten, dass Tel Aviv mindestens 200 Jahre als sei. Auch das berühmte Gymnasium Herzliya schien uns sehr alt. Als ich ein kleiner Junge war, gab es Lehrer, die ihre Schüler mit dem Lineal schlugen und sie beleidigten, wenn sie schwatzten oder die Hausaufgaben nicht gemacht hatten. Es gab keine Avocados, es gab auch keine tropischen Früchte. Alles wurde immer nur halb gekauft: ein halber Laib Brot, ein halbes Päckchen Butter (damals noch in Unzen). Im Tante-Emma-Laden musste man nicht bezahlen, Herr Averbuch hatte ein großes Heft mit Fettflecken, und jede Familie hatte eine Seite, in der ihre Schulden aufgelistet waren. Manchmal, wenn Gäste kamen, kaufte ich Käse und bat Herrn Averbuch, ihn ganz ganz dünn zu schneiden, damit das kleine Stück Käse möglichst viele Scheiben ergab (Israel Hayom, 03.02.12).


03-02-2012

SOLDAT IN RAMALLAH VERGESSEN, PALÄSTINENSER HELFEN. Ein israelischer Soldat aus den Panzertruppen wurde am Dienstag im palästinensischen Dorf Budros nördlich von Ramallah während einer Festnahmeaktion von seinen Kameraden vergessen. Zwei ältere Palästinenser entdeckten ihn und begleiteten ihn zum Sicherheitszaun. Zu dem Fehler kam es, als der Offizier plötzlich den Befehl gab: „Zurück auf die Fahrzeuge!“. Es war dunkel und regnete in Strömen. Tagsüber waren die Fahrzeuge der israelischen Armee von Dorfbewohnern mit Steinen beworfen worden. Einer der Palästinenser sagte dem Soldaten, dass seine Kameraden das Dorf schon vor einer halben Stunde verlassen haben. Am Trennungszaun fragte er den Offizier empört: „Warum habt ihr den Soldaten vergessen?“ Der israelische Kommandeur dankte dem Palästinenser und wollte ihm die Hand reichen, doch er weigerte sich. „Ich habe nur dem Soldaten geholfen. Ihr habt nichts zu suchen in unserem Dorf“, sagte er und ging fort. Die Armee kommentierte dazu, dieser Fall werde untersucht und Konsequenzen werden gezogen. Israel will eine weitere Entführung eines Soldaten im Gefahrengebiet nicht riskieren (Israel Heute).


02-02-2012

ABKOMMEN ZUR FÖRDERUNG VON YAD VASHEM UNTERZEICHNET. Der deutsche Außenminister Guido Westwelle hat Israel besucht. Heute Morgen unterzeichnete er gemeinsam mit Erziehungsminister Gideon Saar ein Abkommen zur langfristigen Unterstützung der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. In dem Abkommen sagt Deutschland Yad Vashem für die kommenden zehn Jahre jährlich eine Unterstützung von einer Millionen Euro zu. Es handelt sich um das erste Abkommen dieser Art. Der größte Teil der zugesagten Gelder soll für den Erwerb von Dokumenten aus der Zeit des Holocaust verwendet werden, die heute in Archiven in Europa liegen. Die Dokumente sollen anschließend der breiten Öffentlichkeit über das Internet zugänglich gemacht werden. Zusätzlich sollen zukünftig deutlich mehr Materialien auf Deutsch über die Internetseite von Yad Vashem zugänglich sein. Westerwelle wird mit den Worten zitiert: "Wir wissen um unsere Verantwortung. Wir müssen unsere Erinnerung wachhalten." (Ma´ariv, 01.02.12)


01-02-2012

NETANYAHU CHATTET AUF ARABISCH. Ministerpräsident Netanyahu hat am Montag zum ersten Mal mit arabischsprachigen Internutzern weltweit gechattet. Ofir Gendelman, Netanyahus Regierungssprecher für die arabische Welt, hatte die Idee, die Facebook-Page des Ministerpräsidenten für den direkten Dialog auf Arabisch zu nutzen. Gendelman übersetzte die Fragen, die auf der Facebook-Page gestellt wurden in Echtzeit und tippte Netanyahus Antworten sofort auf Arabisch in das Chat-Fenster. An diesem ungewöhnlichen Live-Chat nahmen rund 700 Personen teil, darunter Internetnutzer aus Ägypten, Jordanien, Irak, den Palästinensischen Autonomiegebieten, aus der Golfregion und aus Nordafrika, sowie einige arabische Israelis (Israelische Botschaft, Berlin).


31-01-2012

SCHALOM: „DER INTERNATIONALE HOLOCAUSTGEDENKTAG IST DIE ANTWORT FÜR ALLE VERLEUGNER. Der Vize-Ministerpräsident, Silwan Schalom, nahm an zahlreichen Veranstaltungen anlässlich des internationalen Holocaustgedenktages am 27. Januar teil. In Rom sagte er, dass dieser Tag allen Holocaustverleugnern eine Antwort gebe. Schalom besuchte unter anderem auch die große Synagoge in Rom im Beisein des Bürgermeisters und 2000 Gästen. Er wurde von einer Gruppe von 140 Jugendlichen und Kindern begleitet, die von ihren Eindrücken des Besuches im Konzentrationslager Auschwitz erzählten. Am 27. Januar 1945 wurde dieses Vernichtungslager befreit. Silwan war derjenige, der vor sieben Jahren, damals noch Außenminister, den Beschluss, einen Gedenktag für die Opfer der Schoah in der UN-Vollversammlung einzuführen, vorantrieb. Der Minister Jossi Peled vertrat Israel in der Villa am Großen Wannsee bei Berlin und sprach zum ersten Mal das Kaddisch-Gebet über seinen im Holocaust ermordeten Vater, den er nie kennenlernte. „Ich stehe heute nicht hier als Minister Israels und hoher General der israelischen Armee, sondern als Japke, dem Sohn von Jankel Mandelevitch. Mein Vater war einer von sechs Millionen getöteten Juden. Dies ist das erste Mal, dass ich das Gebet, das jeder Sohn über seinen toten Vater im Judentum sprechen soll, sage. Nun spreche ich es in dem Hause, in dem sein Tod und der vieler anderer beschlossen wurde“. Der Bundespräsident Christian Wulff war zutiefst betroffen von Peleds Worten und nannte den Ort der Wannseekonferenz „ein Symbol deutscher Schande“ (Israel Heute).


30-01-2012

ISRAEL GRATULIERT ÄGYPTEN ZUR BILDUNG DES NEUEN PARLAMENTS. Israel hat Ägypten zur ersten Sitzung des neugewählten Parlaments gratuliert. In einer Nachricht des Außenministerium heißt es: "Zur Eröffnungssitzung des ägyptischen Parlaments am 23. Januar gratuliert Israel dem ägyptischen Volk zu seinen Bemühungen für Freiheit, Demokratie und wirtschaftlichen Aufschwung. Wir übermitteln dem neuen Parlament hiermit unsere Wünsche für konstruktive und fruchtbare Arbeit zum Wohle der ägyptischen Bevölkerung. Wir vertrauen darauf, dass Ägypten weiterhin die Bedeutung von Frieden und Stabilität in unserer Region anerkennen wird." (Außenministerium des Staates Israel, 26.01.12)


29-01-2012

„CHINA UND ISRAEL SIND EINE GEWINNERKOMBINATION.“ Das waren die Worte von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu während einer feierlichen Konferenz im Dan Hotel in Tel Aviv anlässlich der Veranstaltung „20 Jahre diplomatische Beziehen zwischen China und Israel“. Auch betonte er, dass er es seinen Ministern ans Herz gelebt habe, die Beziehungen mit China in verschiedenen Bereichen zu vertiefen und zu erweitern. „Jede Einladung dorthin soll wahrgenommen werden“, so Netanjahu. Ferner, hat er den Bau eines Schnellzuges von Eilat nach Aschdod in Auftrag gegeben, um die Meereslinie via dem Suezkanal in Ägypten zu verringern und eine kontinentale Brücke zwischen Asien und Europa zu schaffen. Die chinesische Botschafterin in Israel, Gau Yanping (siehe Bild), kommentierte: „Die weitere Entwicklung der Beziehungen zwischen China und Israel ist nicht nur lukrativ sondern für beide Staaten und Völker essentiell, wenn es um regionale Sicherheit und Weltfrieden geht“ (Israel Heute).


27-01-2012

GEDENKEN AN RAOUL WALLENBERG (4. Teil). Am 17. Januar 1945 wurde Raoul Wallenberg von sowjetischen Soldaten abgeholt und in ihr Budapester Hauptquartier gebracht. Bereits auf dem Weg dorthin sagte er zu einem Kollegen, er werde nun entweder Gast oder Gefangener der Russen sein. Seit diesem Tag ist Raoul Wallenberg verschollen, sein Schicksal ist bis heute unbekannt. In den dunklen und grausamen Jahren 1944 und 1945 waren Wallenbergs Handlungen ein heller Hoffnungsschimmer für viele von der Vernichtung bedrohte Juden in Ungarn. Deshalb bewahren wir und die Generationen von Familien, die dank seiner mutigen Taten am Leben sind, die Erinnerung an sein Erbe. Der US-Kongressabgeordnete Tom Lantos, der dank Wallenberg die Schoah überlebt hat, hat bewirkt, dass Wallenberg zum Ehrenbürger der USA ernannt wurde. Wallenberg ist außerdem Ehrenbürger von Kanada und Israel. Wenn wir des 100. Geburtstags von Raoul Wallenberg gedenken, erinnern wir an sein Erbe, an seinen Beitrag zu unserer Welt, in einer Zeit, in der der Antisemitismus erneut sein hässliches Haupt erhebt. Raoul Wallenberg darf niemals vergessen werden. Der Autor (Tal Gat) ist Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit an der Botschaft des Staates Israel in Berlin.


26-01-2012

GEDENKEN AN RAOUL WALLENBERG (3. Teil). Auch die Deportationen in Zügen versuchte Wallenberg aufzuhalten: Unter den Augen bewaffneter Wehrmachtssoldaten kletterte er in Zugwaggons, die nach Auschwitz fahren sollten, verteilte seine Pässe und forderte, dass die Juden mit schwedischen Schutzpässen sofort aus den Zügen aussteigen dürften. Mitte Januar 1945 plante Eichmann die Ermordung aller Juden im Budapester Ghetto. Wallenberg erfuhr von dem Plan und wurde sofort aktiv. Da er selbst diesen Plan nicht aufhalten konnte, musste er sich an den Mann wenden, der dazu in der Lage war, den deutschen Wehrmachtsoffizier Generalmajor Gerhard Schmidhuber. Über einen Vermittler ließ Wallenberg dem Generalmajor einen Brief zukommen, indem er Schmidhuber drohte, ihn nach Ende des Krieges persönlich für das Massaker verantwortlich zu machen und als Kriegsverbrecher anzuklagen. Diese Drohung verfehlte ihre Wirkung nicht, und das Massaker wurde in letzter Minute verhindert. Kurze Zeit später marschierte die Rote Armee in Ungarn ein. 120.000 ungarische Juden waren der „Endlösung“ entkommen. Es ist nicht genau bekannt, wie viele von ihnen durch die Hilfe von Raoul Wallenberg überleben konnten, doch wird ihm nachgesagt, mehreren zehntausend Juden das Leben gerettet zu haben. Nach dem Krieg hätte Wallenberg nach Schweden zurückkehren sollen, um dort als gefeierter Held bis an sein Lebensende glücklich zu leben, geehrt von denen, die er gerettet hatte und ihren Kindern und Enkeln. Doch leider kam es anders. - Der Autor (Tal Gat) ist Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit an der Botschaft des Staates Israel in Berlin.


25-01-2012

GEDENKEN AN RAOUL WALLENBERG (2. Teil). Doch die Schutzpässe waren erst der Anfang. Wallenberg eröffnete sogenannte „Schwedische Häuser“, in denen sich Juden verstecken konnten. 15.000 Juden fanden Zuflucht in den Häusern, die lediglich durch eine schwedische Flagge geschützt waren – und durch Wallenbergs Behauptung, dass es sich bei den Häusern um schwedisches Staatsgebiet handele. Die Diplomaten anderer Länder waren anfangs von Wallenbergs Bemühungen überrascht, doch bald überzeugten sie seine Erfolge bei der Rettung von Juden von der Richtigkeit seines Handelns. Gesandtschaften anderer neutraler Länder folgten seinem Beispiel, stellten Schutzpässe aus und eröffneten Schutzhäuser. Obwohl das Ende des Zweiten Weltkriegs bereits abzusehen war, ging die Judenvernichtung weiter. Adolf Eichmann, verantwortlich für die „Endlösung der Judenfrage“, befahl Todesmärsche der ungarischen Juden, bei denen zehntausende hungernder Männer, Frauen und Kinder gezwungen wurden, bei eisigen Temperaturen hunderte Kilometer weit zu laufen. Unzählige starben dabei. Auch angesichts dieser grausamen Verbrechen blieb Raoul Wallenberg nicht untätig. In seinem Auto folgte er den Todesmärschen und versorgte die Menschen mit Essen, Kleidung, Medizin und seinen Schutzpässen. Durch Drohungen und Bestechung konnte er diejenigen Juden freipressen, die schwedische Pässe besaßen und sie mit zurück nach Budapest nehmen. - Der Autor (Tal Gat) ist Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit an der Botschaft des Staates Israel in Berlin.


24-01-2012

GEDENKEN AN RAOUL WALLENBERG (1. Teil). In diesem Jahr begehen wir den 100. Geburtstag von Raoul Wallenberg. Dies ist ein guter Anlass, an seine mutigen Taten zu erinnern, um sein Andenken auch für die nächsten Generationen lebendig zu halten. Nachdem die ersten Augenzeugenberichte aus den deutschen Vernichtungslagern die Weltöffentlichkeit erreichten, gründeten die USA das War Refugee Board. Aufgabe des Board war die Rettung der noch lebenden europäischen Juden vor der Vernichtung. Raoul Wallenberg, Sohn einer reichen schwedischen Unternehmerfamilie, wurde 1944 als Leiter der schwedischen Gesandtschaft mit Unterstützung des War Refugee Boards nach Budapest entsandt, um bei der Rettung der ungarischen Juden zu helfen. Wallenberg konnte für seine Mission bereits auf einer Vorarbeit aufbauen: Per Anger, ein junger Diplomat der schwedischen Gesandtschaft, hatte bereits begonnen, schwedische Pässe für Juden auszustellen, die Verwandte oder Geschäftspartner in Schweden hatten. Und Anger stellte auch spezielle Dokumente für Juden aus, die sich um eine schwedische Staatsbürgerschaft beworben hatten. Wallenbergs erste Amtshandlung war der Entwurf sogenannter Schutzpässe. Diese besaßen zwar eigentlich international keine Gültigkeit, doch durch seine geschäftlichen Erfahrungen mit Deutschland wusste Wallenberg, dass eine aufwendige Gestaltung mit offiziellen Wappen und Stempeln den Nationalsozialisten Respekt einflößen würde. Wallenberg erreichte ein Abkommen mit den ungarischen Behörden, 4.500 solcher Pässe anfertigen lassen zu dürfen – und druckte schließlich drei Mal so viele. - Der Autor (Tal Gat) ist Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit an der Botschaft des Staates Israel in Berlin.


23-01-2012

KNESSETMITGLIED TIBI: „MÄRTYRERTUM IST SEHR NOBEL!“ Während einer Rede in Ramallah sagte das arabische Knessetmitglied Achmed Tibi, dass ein Schahid (arabisch für „Märtyrer“) das Symbol des palästinensischen Heimatlandes sei. „Der Shahid wird durch die Geschichte unserer Nation hindurch geehrt. Er ist derjenige, der uns den Weg bahnt, den Weg zur Freiheit, der mit seinem Blut beschmiert ist“, verkündete er bei einer Veranstaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde. Das Event fand anlässlich des „Märtyrertages“ (Schahid-Day) statt. Außerdem wurde propagiert, dass die Schahids von den „[israelischen] Besetzern“ als Terroristen bezeichnet werden, wo sie doch aber für das palästinensische Heimatland ihr Leben ließen. Auf diese Äußerungen angesprochen behauptete Achmed Tibi, dass er mit Schahids alle gefallenen Palästinenser im Konflikt mit Israel und nicht speziell die Selbstmordattentäter meine. Palästinensische Beamte rechtfertigten Tibis Aussagen damit, dass er sich bewusst sei, dass Palästinenserpräsident Mahmud Abbas Selbstmordattentäter verurteile. „Ich schließe mich natürlich Präsident Abbas‘ Meinung an. Die Israelis sind zu ignorant, um meine Aussagen zu verstehen“, sagte Tibi nachdem es Kritik hagelte. Knessetmitglied Nachman Schai von der Kadima-Partei verurteilte Tibi: „Mein Kollege hat es hier mit der Meinungsfreiheit absolut übertrieben (Israel Heute).


22-01-2012

HASS FINANZIEREN. Nachdem die UNESCO, die „Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur“, am 31. Oktober Palästina“ als Vollmitglied aufgenommen hat, ganz so, als handele es sich dabei um einen souveränen Staat, kam es zu einem Skandal. Die UNESCO finanziert ein Magazin für junge Leute, in dem Hitlers Bemühungen, die Juden auszurotten, gerühmt werden. Erst als sich in aller Welt Protest erhob, kündigte die UNESCO an, das Jugendmagazin Zayzafuna nicht länger zu fördern. Der UNESCO-Botschafter der USA stellte fest, dass die Palästinenser einerseits behaupten, Frieden mit Israel zu wollen, andererseits aber den Völkermord an den Juden glorifizieren. Es ist nicht zu übersehen, dass UNO, Europäische Union, USA sowie andere Länder und Institutionen der Palästinensischen Autonomie viel zu schnell Gelder zuschieben, ohne deren Verwendung zu hinterfragen (Israel Heute).


20-01-2012

TERROR GEGEN ISRAEL. Palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen haben in der vergangenen Nacht erneut eine Kassam-Rakete auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Rakete detonierte südlich von Ashkelon. In der gleichen Nacht hat die Israelische Luftwaffe eine Terrorzelle angegriffen, die Sprengkörper nahe dem Sicherheitszaun im nördlichen Gazastreifen platzieren wollte. Treffer wurden vermeldet. 2011 gab es insgesamt 30 Versuche von Terroristen aus dem Gazastreifen, Soldaten in der Nähe des Grenzzauns mit Sprengkörpern zu verletzen. In diesem Jahr handelte es sich um den zweiten Versuch dieser Art. (Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 19.01.12)


19-01-2012

KURZNACHRICHTEN. Auf den Golanhöhen schneit es derzeit sehr stark. Der Schnee bleibt liegen und die Strassen sind gesperrt (Bild). Der Wasserstand des See Genezareth stieg bisher um 1,50 Meter und steht nun auf 213, 55 Meter unter dem Meeresspiegel. Somit fehlen dem See immer noch 4, 75 Meter bis er „voll“ ist. Noch liegt der Wasserstand 55 cm unter der Roten Linie. +++ Mehrere Minister der griechischen Regierung besuchten in der letzten Zeit Israel, um die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Israel zu verbessern und – wie sie immer wieder bekennen – von Israels Erfolg im Finanzbereich zu lernen. +++ Die USA haben ihre Sanktionen auf Firmen aus China, Singapur und die Vereinigten Arabischen Emirate ausgeweitet, die mit dem Iran Handelsbeziehungen unterhalten. Am Donnerstag führten US-Präsident Barack Obama und Israels Ministerpräsident Netanjahu ein langes Telefongespräch und besprachen ihre nächsten Schritte gegen den Iran. +++ In Nazareth hat am Dienstag die erste arabische Wirtschaftskonferenz für Israel stattgefunden. Die Konferenz wird von dem Wirtschaftsmagazin The Marker und der Leumi-Gruppe veranstaltet. Teilnehmer waren unter anderem die Generaldirektorin der Bank Leumi, Galia Maor, Sozialminister Moshe Kahlon und weitere arabische und jüdische Persönlichkeiten. Die Konferenz wurde von dem Unternehmer Stef Wertheimer, der in seiner Rede das Potential der arabischen Bevölkerung hervorhob, geleitet. Bashar Masri aus der Palästinensischen Autonomiebehörde erörterte Möglichkeiten der palästinensisch-israelischen Kooperation im Geschäftssektor, für die die arabischen Israelis die natürliche Schnittstelle darstellen. Zudem stellte er das von ihm geleitete Projekt des Baus der palästinensischen Stadt „Rawabi“ im so genannten Westjordanland vor (Israel Heute).


18-01-2012

NETANYAHU: PALÄSTINENSER WOLLEN NICHT WIRKLICH VERHANDELN. Binyamin Netanyahu hat am Montag den Palästinensern vorgeworfen, sich nicht an die Vereinbarung gehalten zu haben, nach der die Inhalte der Gespräche in Amman vertraulich zu behandeln waren. "Beide Parteien haben sich in Jordanien verpflichtet, die Verhandlungen mit äußerster Diskretion zu behandeln", so Netanyahu gegenüber dem Komitee für Außen- und Verteidigungspolitik in der Knesset. Stattdessen habe der Chefunterhändler der Palästinenser, Saeb Erekat, Informationen an die Medien durchsickern lassen, so der Ministerpräsident. Netanyahu erneuerte seinen Aufruf an Präsident Abbas für ein Treffen zu direkten Gesprächen. "Als die Jordanier uns wegen der Wiederaufnahme von Verhandlungen angesprochen haben, war ich bereit, nach Jordanien zu fahren", so Netanyahu. Er fügte hinzu, es seien die Jordanier gewesen, die erklärt hätten, an diesem Punkt sei es besser, wenn die Gespräche zunächst zwischen den Chefunterhändlern Erekat und Molcho stattfinden könnten. "Ich bin bereit, Abu Mazen [Abbas] überall und zu jedem Zeitpunkt zu treffen. Ich bin bereit, nach Ramallah zu kommen, auch wenn es meine Sicherheitsleute verrückt macht. Und ich bin bereit, Abu Mazen nach Jerusalem einzuladen", erklärte der Ministerpräsident. Er fügte hinzu, dass die Palästinenser mit Ausnahme einiger kurzer Treffen im September 2010 in den letzten drei Jahren nicht bereit gewesen seien, mit Israel zu verhandeln. Nach der Sitzung in der Knesset erklärte Yoaz Hendel, Sprecher im Amt des Ministerpräsidenten, Israel habe die neuen Gespräche sehr ernst genommen und sich damit viel Mühe gegeben. "Wir kamen zu den Gesprächen mit der Absicht, den Friedensprozess voranzubringen", so Hendel. "Doch wir haben das Gefühl, dass die Palästinenser versuchen, alle möglichen Gründe zu finden, um die Gespräche platzen zu lassen." (Jerusalem Post, 17.01.12)


17-01-2012

EU WILL ZONE C FÜR DIE PALÄSTINENSER VORBEREITEN. Die Europäische Union hat einen offiziellen Bericht mit dem Titel „Zone C und die palästinensische Staatsgründung“ veröffentlicht. Darin kritisiert die EU Israels Methoden in der Zone C im so genannten Westjordanland, so schrieb die Tageszeitung Yediot Ahronot am Donnerstag. Durch das Osloer Abkommen wurden Judäa und Samaria in drei Zonen unterteilt. Zone A wird vollständig von der Palästinensischen Autonomiebehörde kontrolliert, Zone B unterliegt teils den zivilen Kontrollen der Palästinenser und Israels Sicherheitskräften. Zone C hingegen befindet sich unter israelischer Aufsicht und macht etwa 62 Prozent des ganzen Westjordanlandes aus, doch es leben dort nur 5,2 Prozent der Palästinenser. In dem Bericht der EU wird behauptet, dass die niedrige Zahl an Palästinensern in Zone C auf Israels Politik zurückzuführen sei. Die EU plane, so der Bericht, die Palästinenser in diesem Gebiet zu halten, in dem sie Straßen bauen, medizinische Hilfe leisten und Bildungsprojekte fördern wolle. Diese Initiative soll Israel dazu anhalten, die Zone C zu fördern, so dass sie Teil eines unabhängigen palästinensischen Staates sein kann. Ein westlicher Diplomat sagte zu dem Internetnachrichtenportal Ynet, dass „die EU mit allen Mitteln versuche, die Zone C für die Gründung eines palästinensischen Staates vorzubereiten, ungeachtet den israelischen Plänen oder der Politik“ (Israel Heute).


16-01-2012

ISRAELISCHE ÄRZTE RETTEN 2.000 MENSCHEN DAS AUGENLICHT. Israelische Ärzte haben das Sehvermögen von mehr als 2.000 Menschen in sieben Ländern wiederhergestellt. Delegationen von MASHAV, der Agentur für internationale Zusammenarbeit des Außenministeriums, haben in Kooperation mit der "Kahn Foundation" und der Organisation "Eye from Zion" in Nepal, Myanmar, Uzbekistan, Tadschikistan, Kambodscha, Äthiopien und auf den Malediven provisorische Kliniken eingerichtet, in denen israelischen Augenärzte die Patienten behandelten. Das Konzept der „Eye Camps“ wurde entwickelt, um Menschen in Entwicklungsländern ohne Zugang zu medizinischer Infrastruktur zu behandeln und ihre Sehkraft wiederherzustellen. Israel entsendet jeweils für zwei Wochen Spezialisten für Augenheilkunde in das entsprechende Land, wo sie verschiedene Operationen durchführen, unter anderem gegen Grauen Star. Gleichzeitig bilden die israelischen Ärzte auch das örtliche medizinische Personal in Augenheilkunde aus. Die Einwohner sind dafür zuständig, potentielle Kandidaten für die Operationen ausfindig zu machen und sie in ein Krankenhaus oder eine andere dafür geeignete Einrichtung zu bringen. Die medizinische Ausrüstung für die Operationen und die Nachbehandlung wird von MASHAV gestellt und geliefert. (Ynet, 12.1.12)


15-01-2012

GLEICHE RECHTE, GLEICHE PFLICHTEN (von Danny Ayalon). Bei seiner Antrittsrede 1961 sprach US-Präsident John F. Kennedy die unvergessenen Worte: "Frag nicht, was dein Land für dich tun kann, frage, was du für dein Land tun kannst." Zwar wird sein Ausspruch häufig zitiert, doch nur wenige verstehen wirklich seine Bedeutung. […] Israel ist eine ungleiche und unfaire Gesellschaft. […] In jedem gesellschaftlichen Sektor in Israel gibt es solche, die dienen und etwas beitragen und solche, die es nicht tun. Offensichtlich gibt es in einigen Sektoren viel mehr Bürger der zweiten Kategorie als solche der ersten Kategorie. Es geht hier aber nicht darum, eine bestimmte Community anzugreifen. Vielmehr ist mein Anliegen eine vollständige Gleichheit vor dem Gesetz, auch was die gesellschaftlichen Pflichten betrifft. Zwar wäre es nicht besonders hilfreich, diejenigen, die nicht in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (ZAHAL) dienen oder Zivildienst leisten zu bestrafen, es ist jedoch vollkommen absurd, dass die, die unserem Land dienen, nicht bestimmte Sonderleistungen erhalten. Die Debatte um das Gesetz zur kostenlosen Kinderbetreuung ist hier ein gutes Beispiel. […] Netanyahu musste dafür signifikant in die Budgets beinahe aller Ministerien eingreifen. Können wir es uns leisten, das Budget des Sozialministeriums zu kürzen, wenn Sozialarbeiter bereits heute zu den am schlechtesten bezahlten Arbeitnehmern im Land gehören? Diejenigen, die sich um unsere Senioren kümmern und sicherstellen, dass Kinder nicht missbraucht werden, werden darunter ganz sicher leiden. Sollte unsere Polizei und Feuerwehr noch stärker unterfinanziert sein als ohnehin schon? Eher wäre es an der Zeit, Anreize dafür zu geben, dem Land zu dienen und denjenigen etwas zurückzugeben, die bereits bedeutende Beiträge geleistet haben.


13-01-2012

KURZNACHRICHTEN. Auf den Golanhöhen schneit es derzeit sehr stark. Der Schnee bleibt liegen und die Strassen sind gesperrt (Bild). Der Wasserstand des See Genezareth stieg bisher um 1,50 Meter und steht nun auf 213, 55 Meter unter dem Meeresspiegel. Somit fehlen dem See immer noch 4, 75 Meter bis er „voll“ ist. Noch liegt der Wasserstand 55 cm unter der Roten Linie. +++ Mehrere Minister der griechischen Regierung besuchten in der letzten Zeit Israel, um die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Israel zu verbessern und – wie sie immer wieder bekennen – von Israels Erfolg im Finanzbereich zu lernen. +++ Die USA haben ihre Sanktionen auf Firmen aus China, Singapur und die Vereinigten Arabischen Emirate ausgeweitet, die mit dem Iran Handelsbeziehungen unterhalten. Am Donnerstag führten US-Präsident Barack Obama und Israels Ministerpräsident Netanjahu ein langes Telefongespräch und besprachen ihre nächsten Schritte gegen den Iran. +++ In Nazareth hat am Dienstag die erste arabische Wirtschaftskonferenz für Israel stattgefunden. Die Konferenz wird von dem Wirtschaftsmagazin The Marker und der Leumi-Gruppe veranstaltet. Teilnehmer waren unter anderem die Generaldirektorin der Bank Leumi, Galia Maor, Sozialminister Moshe Kahlon und weitere arabische und jüdische Persönlichkeiten. Die Konferenz wurde von dem Unternehmer Stef Wertheimer, der in seiner Rede das Potential der arabischen Bevölkerung hervorhob, geleitet. Bashar Masri aus der Palästinensischen Autonomiebehörde erörterte Möglichkeiten der palästinensisch-israelischen Kooperation im Geschäftssektor, für die die arabischen Israelis die natürliche Schnittstelle darstellen. Zudem stellte er das von ihm geleitete Projekt des Baus der palästinensischen Stadt „Rawabi“ im so genannten Westjordanland vor (Israel Heute).


12-01-2012

WEBSEITE DES VIZEAUSSENMINISTERS GEHACKT. Am Montag wurde die Webseite des israelischen Vizeaußenministers Danny Ayalon gehackt, nachdem er sich am Wochenende sehr scharf gegen den so genannten Cyberterrorismus ausgesprochen hatte. Nach etwa einer halbstündigen Unterbrechung funktionierte die Webseite www.dannyayalon.com wieder. „Sie werden es nicht schaffen, meine Aktivitäten und meine Arbeit für Israel zu stoppen. Insbesondere nicht im Cyberspace, wo wir in der letzten Zeit gute Erfolge verzeichnen konnten, sei es bei Youtube oder Facebook. Anscheinend ist der Cyberspace das neue Schlachtfeld, aber unsere Gegner werden es nicht schaffen, uns auf dieser Platform zu besiegen“, so Ayalon. Seine weitreichenden Online-Aktivitäten, bei denen Ayalon zehntausende Freunde und Fans hat, bei Facebook, Twitter und Google Plus, bilden einen großen Teil seiner Arbeit. Seine Youtube- Serie von Videoclips zum Thema „Die Wahrheit über den israelisch-palästinensischen Konflikt“ wurde von mehr als einer Million Menschen weltweit angeschaut. Diese Serie werde weitergehen, egal welche Feinde versuchen, sie zu stoppen, versprach Ayalon (Israel Heute).


11-01-2012

GROSSANSCHLAG VERHINDERT. Grenzpolizisten gelang es am Sonntagmorgen einen großen Terroranschlag von Arabern aus den palästinensischen Autonomiegebieten zu verhindern. Bei einer Kontrolle an einem Checkpoint des Sicherheitszaunes fanden die Ermittler zwölf Rohrbomben und ein langes Kommandomesser. Außerdem waren die Männer auch mit einer Pistole Marke Eigenbau bewaffnet und trugen dazugehörige Munition bei sich. Die vier Männer wurden festgenommen und dem Sicherheitsdienst Schin-Beth zum Verhör übergeben. Geplante Anschläge häuften sich in den Monaten seit der Freilassung von 1027 Terroristen im Rahmen des Gefangenenaustausches für Gilad Schalit. Auch könnte ein Grund für den steigenden Terror gegen Israel die gescheiterte Anerkennung der Palästinensischen Autonomie als offizieller Staat vor der UNO sein. Vergangene Woche gaben die Behörden die Information frei, dass man im letzten Monat zwei israelische Araber – zwei Brüder – festgenommen hatte, die zugaben, mit der Hamas-Terrororganisation in Judäa und Samaria zu kooperieren (Israel Heute).


10-01-2012

Kriegsschauplatz Internet Nach dem Hacker-Angriff vergangene Woche hat sich der Leiter der „Cyber-Defense“ Einheit der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte zu den Gefahren aus dem Internet geäußert. Er erklärte, dass sich der Cyberspace im vergangenen Jahr zu einem weiteren Kriegsschauplatz neben Boden, Luft und Wasser entwickelt habe. „Seit Jahren haben wir es mit Viren, Trojanern und Würmern zu tun, doch dieser Vorfall hat eine neue Qualität“, erklärte er. „Unsere Aufgabe ist es, die gesamten Israelischen Verteidigungskräfte auf diesem Gebiet vorzubereiten.“ Derzeit arbeite die israelische Armee an der Entwicklung weiterer „Cyber-Defense“-Methoden, und dabei insbesondere an den Reaktionen auf Hacker-Angriffe. Der stellvertretende Außenminister Danny Ayalon hatte sich zuvor ebenfalls zu dem Vorfall geäußert und gesagt, Israel werde Hacker-Angriffe als „terroristische Akte“ einstufen und dementsprechend auf diese reagieren. „Wer Israel geschädigt hat oder plant, es zu schädigen – und das gilt genauso für den Cyberspace – schadet sich selbst, denn er muss mit israelischen Vergeltungsmaßnahmen rechnen“, so Ayalon. Saudische Hacker hatten geheime Informationen zu mehr als 20.000 israelischen Kreditkarten im Internet veröffentlicht, darunter Namen, Telefonnummern, Identitätsnummern und Kreditkartendetails. (Israelische Verteidigungsstreitkräfte/ Ynet, 8.1.12)


01-01-2012

KURZNACHRICHTEN. Israels Staatspräsident Shimon Peres empfing in seiner Residenz die Oberhäupter der in Israel vertretenen Kirchen. Der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III. bedankte sich im Namen der Kirchen für die Freiheit der Wortverkündigung und Gottesdienstausübungen, die sie im Judenstaat Israel genießen. +++ Zur Jahreswende zählt Israels Bevölkerung 7,8 Mio. Personen. Davon sind 75,3 % Juden; 20,5 % Araber, bestehend aus 18,4 % Moslems und 2,1 % Christen plus Sonstige. Israels Bevölkerung wuchs im letzten Jahr um 4,2 % an (Israel Heute).


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Updated: 30. december 2012 20:32:28.