TAGESJOURNAL 2008
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25-12-2008

Die nächste Ausgabe des Tagesjournals erscheint am Montag, den 05.01. 2009. Allen Lesern wünschen wir ein gesegnetes Neues Jahr!


25-12-2008

ANRUFER BIETET HOHE BELOHNUNG FÜR HINWEISE ÜBER SCHALIT. NABLUS (inn) - Hunderte Palästinenser im nördlichen Westjordanland haben in den vergangenen Tagen anonyme Anrufe oder Sprachnachrichten erhalten. Darin wurden ihnen mehrere Millionen Dollar für Informationen über den Verbleib entführter israelischer Soldaten geboten. Einer der Empfänger war der 23-jährige Tarik Sabu. Gegenüber der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an" sagte er, er habe zwei Nachrichten auf sein Handy und eine dritte auf sein Festnetz erhalten. Darin seien ihm zehn Millionen Dollar geboten worden, wenn er Informationen zur Verfügung stelle, die zur Freilassung des in den Gazastreifen verschleppten israelischen Soldaten Gilad Schalits führten. Oder, wenn er Informationen über entführte Soldaten im Libanon habe. Zudem sei versichert worden, dass er anonym bleiben würde. Der Anrufer hatte die Nummer "0+", teilte Sabu weiter mit. Er gehe davon aus, dass es sich um den israelischen Geheimdienst handle. Laut der palästinensischen Telefongesellschaft seien die Nachrichten wahllos von einer unbekannten Quelle außerhalb der Autonomiegebiete versendet worden. (Israelnetz)


24-12-2008

ANTIKE MÜNZEN GEFUNDEN. Archäologen gaben gestern bekannt, zwei antike Münzen gefunden zu haben, die in dem Schutt von den moslemischen Bauarbeiten auf dem Tempelberg verborgen waren. Eine dieser Münzen wurde genutzt, um die Tempelsteuer zu zahlen, denn sie zeigt einen Granatapfelbund auf und wurde anscheinen auf dem Tempelberg geprägt. Die andere Münze ist eine griechische Münze, die den Herrscher der damaligen Zeit zeigt, gegen den die Makkabäer kämpften, um das Volk Israel vom Joch desselben zu befreien. Dieser Fund fällt wunderbar, denn am Sonntagabend beginnt das jüdische Chanukka-Lichterfest, mit dem an den Sieg der Makkabäer und das Wunder des Ölkruges, der acht Tage reichte, gedacht wird. (ISRAEL HEUTE)


23-12-2008

LIVNIS ERWARTUNGEN FÜR 2009. Israels stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin Tzipi Livni hat sich gegenüber der International Herald Tribune dazu geäußert, was sie sich vom nächsten Jahr erwartet, was sie fürchtet und was sie hofft. „Für das Jahr 2009 erwarte ich schicksalhafte Entscheidungen. Die freien Nationen werden die innere Stärke für die Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft finden müssen, oder die Kräfte der Destabilisierung und des Extremismus werden sie für uns gestalten. Dies gilt besonders für den Nahen Osten. Unsere Region durchläuft dramatische Veränderungen, und konventionelle Ansätze werden schlicht nicht genügen. Trotz der Schwierigkeiten glaube ich, dass die Menschen des Nahen Ostens die Notwendigkeit des Schutzes ihrer eigenen Identität mit dem Imperativ unserer gemeinsamen Menschheit vereinbaren können. Ich glaube, dass eine alternative friedliche Realität für unsere Region erreichbar ist. Aber die Menschen unserer Region und ihre politischen Führer werden die kollektive Weisheit und den Mut brauchen, sich für sie zu entscheiden. Ich hoffe auf Frieden. Ich hoffe, dass wir alle die Entscheidungen und Aktionen ergreifen können, die dafür notwendig sind, um den Frieden und die Vision der zwei Staaten für zwei Völker zur Wirklichkeit machen. Nicht nur ein Stück Papier, sondern ein wirklicher Frieden für unsere Kinder, der für unsere Enkelkinder fortbestehen wird. Auf globaler Ebene hoffe ich, dass wir gemeinsam lernen, neue Talente in Bereichen wie grüner Technologie und landwirtschaftlicher Innovation sowie die Fähigkeit zur Veränderung der Umwelt zu nutzen, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu begegnen. Vom fundamentalistischen Terrorismus bis zur Nahrungsmittelknappheit, von der globalen Erwärmung bis zur gegenwärtigen Finanzkrise – wir alle tragen die Verantwortung, diese Periode der globalen Unsicherheit in eine der globalen Kreativität und Erneuerung zu verwandeln. Ich fürchte, dass wir zu spät aufwachen. Es besteht eine beunruhigende Asymmetrie in dem ideologischen Kampf, der heute vonstatten geht. Die Feinde von Demokratie und Freiheit legen gewöhnlich Leidenschaft und Opferbereitschaft an den Tag, während zu viele Demokratien selbstgefällig sind und nur das engere Eigeninteresse verfolgen. Die Geschichte meines Volkes hat den hohen Preis der Gleichgültigkeit gezeigt. Ich habe keinen Zweifel, dass die Kräfte des Extremismus überwunden werden. Aber ich mache mir Sorgen um die Gefahr des zu langen Wartens, bevor die Menschen sich daran erinnern, dass die Freiheit und die Möglichkeiten, die wir für selbstverständlich nehmen, wertvolle Ideale sind, die es wert sind, dass man sie schützt und dass man für sie kämpft.“ (International Herald Tribune, 16.12.08)


22-12-2008

CHANUKKA – DAS JÜDISCHE LICHTERFEST. Am Sonntag beginnt Chanukka, das jüdische ‚Lichterfest’ (eigentlich Fest der Einweihung). An den darauf folgenden acht Tagen wird hiermit des Sieges der Juden im Makkabäeraufstand gegen die hellenistische Fremdherrschaft der Seleukiden im Land Israel und der daran anschließenden Neueinweihung des Jerusalemer Tempels im 2. Jh. v. Chr. gedacht. Der Legende nach war damals im Tempel nur eine einzige Flasche nicht entweihten Öls übrig geblieben. Dies brannte statt wie gewöhnlich für einen einzigen Tag ganze acht Tage lang - bis den rituellen Reinheitsgeboten gemäß wieder neues Öl bereitet werden konnte. Aus diesem Grund wird an dem Feiertag traditionellerweise je eine Kerze entzündet. Neben dem religiösen Wunder symbolisiert das Fest nicht zuletzt die kulturelle Eigenständigkeit und politische Souveränität der Juden in ihrem Land. Die fröhlichen Chanukka-Feiertage werden im heutigen Israel auch vom Großteil der säkularen Bevölkerungsmehrheit auf die eine oder andere Weise begangen. Abgesehen vom Entzünden der Kerzen ist dabei der Konsum von in Öl gebratenen Speisen wie Kartoffelpuffern (Latkes) und Krapfen (Sufganiot) verbreitet. Während das Geschäfts- und Behördenleben wie gewohnt vonstatten geht, haben die Kinder Schulferien.


21-12-2008

„Es ist ein exzellentes Jahr gewesen“, sagt Bethlehems Bürgermeister Victor Batarseh, der für das Jahr eine Gesamtbesucherzahl von 1.25 Millionen voraussagt. „Wir haben keine freien Betten. Vor zwei Jahren waren alle Hotels leer.“ Auch die palästinensische Tourismusministerin, Khouloud Daibes-Abu Dayyeh, meint: „Wir haben eine Erholung im Tourismusgeschäft erlebt“, sagte sie bei einem Spaziergang über den Weihnachtsmarkt im deutschen Stil. Nach wie vor bleibt die muslimische Stadt ein verwirrender Ort für viele Pilger. Muezzin-Rufe und Palmen im Sonnenschein passen nicht recht zu den Weihnachtsmännern auf dem Marktplatz. Dennoch ist der Besuch für viele Christen eine bewegende Erfahrung. (Yedioth Ahronot, 02.12.08)


19-12-2008

ISRAELS POSITION ZUR ARABISCHEN FRIEDENSINITIATIVE. Es ist unmöglich, nicht den Wandel zu erkennen, der sich innerhalb der arabischen Welt seit dem Diktum der ‚Drei Neins’ 1967 in Khartoum bis zur neuerlichen Akzeptanz der Notwendigkeit einer Anerkennung Israels und der Normalisierung der Beziehungen mit ihm im Rahmen eines umfassenden Friedens vollzogen hat. Israels Stärke und sein Engagement für einen wahren Frieden haben zu diesem Perspektivwechsel erheblich beigetragen. Israel und die pragmatischen arabischen Staaten stehen heute vor gemeinsamen Gelegenheiten, gemeinsamen Problemen und gemeinsamen Bedrohungen. Aus Israels Perspektive kann die arabische Initiative als nützliches Instrument dienen, um die Unterstützung der arabischen Welt zu erlangen; dem bilateralen Friedensprozess Legitimität zu verleihen; einem Abkommen zwischen beiden Seiten regionale Akzeptanz zu verschaffen; gemeinsamen Feinden entgegenzutreten; und die graduelle und strategische Verbesserung von Israels Beziehungen im Nahen Osten zu fördern. Des ungeachtet stellt die arabische Initiative keinen Ersatz für bilaterale Verhandlungen dar und kann das Ergebnis dieser Verhandlungen nicht bestimmen. Den bilateralen Verhandlungen sollte die Möglichkeit gegeben sein, die Interessen beider Seiten zu vertreten, und jedes Abkommen wird einen Kompromiss zwischen beiden Seiten erforderlich machen. Obwohl die Initiative positive Elemente enthält, spiegelt sie doch eine einseitige Narrative des Konflikts wider. Sie darf kein ‚Entweder-Oder-Angebot’ darstellen oder als Basis für gegenseitige Bezichtigungen dienen. Seit ihrer Verabschiedung hat Israel sich wohlwollend auf die positiven Aspekte der Initiative bezogen und in ihr ein Potential für die regionale Unterstützung des bilateralen Prozesses erkannt. In diesem Sinne hat Israel einen Dialog mit dem Aufsichtskomitee (Supervisory Committee) der Arabischen Liga begonnen. Israel fühlt sich der Fortsetzung dieses Dialogs verpflichtet, und ebenso der Förderung regionaler Unterstützung für den Prozess und für jegliches Abkommen, dass durch direkte Verhandlungen zwischen der israelischen und der palästinensischen Seite erreicht wird. (Außenministerium des Staates Israel, Dezember 2008)


18-12-2008

DIE KATZE IM SACK. Beinhaltet die arabische Friedensinitiative die Forderung an Israel, das Recht auf Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge in sein Hoheitsgebiet zu akzeptieren oder nicht? Den meisten erschient sie als ‚Pakethandel’ – ein Rückzug aus den Gebieten für Frieden und Normalisierung; allerdings enthält die Initiative, wie sie im April 2002 von der Arabischen Liga verabschiedet wurde, auch einen Abschnitt, der sich mit den Flüchtlingen befasst: „Eine gerechte Lösung des Flüchtlingsproblems, die gemäß der Resolution 194 der UN-Vollversammlung entschieden wird.“ Über die Bedeutung dieses Satzes herrschen verschiedene Meinungen. Dr. Mati Steinberg, früherer Ratgeber zu Palästinenserfragen des Leiters der Allgemeinen Sicherheitsbehörde (SHABAK), behauptet (Leserbreif an die Haaretz vom 30.11.), dass die arabische Friedensinitiative, solange die Resolution 195 die Wahl zwischen Rückkehr und Entschädigung in den Händen der Flüchtlinge belässt, dem Flüchtling die alleinige Befugnis entzieht, darüber zu entscheiden, und sie einem diplomatischen Abkommen zwischen Israel und der palästinensischen Seite unterwirft“; somit erhalte Israel ein „De-facto-Vetorecht“ über die Rückkehr der Flüchtlinge in sein Staatsgebiet. Bei allem Respekt vor der großen Expertise Steinbergs in anderen Fragen stimmt seine Auslegung doch nicht mit der Version der Arabischen Liga überein. Die „gerechte Lösung“ gemäß der arabischen Initiative muss zwar zwischen beiden Seiten vereinbart werden, aber der Inhalt der Vereinbarung bleibt nicht den freien Verhandlungen zwischen ihnen überlassen, sondern steht insofern von vornherein fest, als das Abkommen „gemäß der Resolution 194“ sein wird. Dies ist der Grundsatz, den Israel als Basis für eine zukünftige Vereinbarung in der Flüchtlingslage befolgen soll; danach müssten beide Seiten die Einzelheiten seiner Umsetzung beschließen. Dies ist genau die palästinensische Forderung in der Frage der Rückkehr: Erst akzeptiert ihr Israelis den Grundsatz auf das Recht auf Rückkehr nach Israel, und dann sprechen wird über die genaue Art und Weise, wie dieser Grundsatz umgesetzt wird. Die Resolution 194, die dazu aufruft, den Flüchtlingen sobald wie möglich eine Rückkehr in ihre Häuser zu gestatten, ist, wie alle Resolutionen der UN-Vollversammlung, lediglich eine Empfehlung. Sie schafft kein „Recht auf Rückkehr“ im Sinne des internationalen Rechts. Sollte Israel sich Israel international zur Annahme der Resolution als Basis für eine Lösung der Flüchtlingsfrage verpflichten, wird sie freilich verbindliche Geltung erlangen. Auch der Clinton-Plan, den Steinberg in seinem Brief erwähnt, bezieht sich auf die Resolution 194, wenn auch in gänzlich anderer Weise. Dort heißt es, dass die Rückkehr der Flüchtlinge gemäß dem Grundsatz von zwei Staaten für zwei Völker in den palästinensischen Staat erfolgen werde; außerdem wird ausdrücklich vermerkt, dass es kein Recht auf Rückkehr „nach Israel selbst“ gebe. Im Anschluss heißt es, dass die beiden Seiten erklären werden, dass diese Lösung – d. h. die Lösung, die ein Recht auf Rückkehr nach Israel explizit verneint – die Resolution 194 erfülle. Dies ist ein problematischer rhetorischer Schachzug, aber er schützt Israel vor der Forderung nach Rückkehr in sein Territorium. Nicht so die arabische Initiative. Wenn Israel die Formel der Arabischen Liga akzeptiert und danach, im Laufe der Verhandlungen mit den Palästinensern, eine Lösung der Flüchtlingsfrage vorzuschlagen versucht, die nicht „gemäß der Resolution 194“ ist, d. h. ihm eine Vetorecht in Bezug auf die Rückkehr der Flüchtlinge einräumt, wird man es - zurecht – beschuldigen, die grundsätzliche Verpflichtung zu verletzten, die es bei der Annahme der arabischen Initiative auf sich genommen hat. Die diplomatische Situation wird keine leichte sein. Wenn jemand darum gebeten hätte, die Formel „eine gerechte Lösung für das Problem der israelischen Araber, über das gemäß dem Parteiprogramm der Moledet entschieden wird“ zu akzeptieren, hätte es wohl keine Auslegungsschwierigkeiten in Bezug auf diese Formel gegeben: eine Forderung zur Annahme der Transfer-Idee, und danach lassen sich die Einzelheiten der Umsetzung klären. Kein Gegner des Transfers hätte eine solche Formel akzeptiert. Die Versuchung, sich die Resolution der Arabischen Liga zu Eigen zu machen, rührt gewiss von dem tapferen und verständlichen Willen her, eine Kompromissformel zu finden, die zu einem Abkommen und zum Frieden führt. Die Wahrheit ist, dass die ursprüngliche saudische Initiative, die von Prinz Abdallah vorgestellt wurde, in der Tat von Frieden und Normalisierung für einen vollständigen Rückzug aus den Gebieten spricht, jedoch nicht das Recht auf Rückkehr erwähnt. Der Abschnitt über die Flüchtlinge wurde in seiner gegenwärtigen Form beim Gipfel der Arabischen Liga 2002 auf eine Forderung der PLO und Syriens hin hinzugefügt. Es ist anzunehmen, dass die Saudis mit Freuden ein Friedensabkommen akzeptieren würden, das mit der Rückgabe der Gebiete ohne das Recht auf Rückkehr nach Israel verbunden wäre, aber das heißt nicht, dass sie bereit sein würden, mit den Palästinensern über diese Angelegenheit in Streit zu geraten. Die saudische Initiative enthält, auch nach den Korrekturen, die man an ihr vorgenommen hat, positive und wichtige Grundsätze. Man muss jedoch bedenken, dass Israel nicht darum gebeten wird, über die Initiative zu verhandeln; vielmehr fordert man von ihm, sie so wie sie ist zu akzeptieren, in einem Guss. Dies darf Israel nicht tun, sofern es nicht bereit ist, das Prinzip des Rechts auf Rückkehr der Flüchtlinge und ihrer Nachkommen in sein Hoheitsgebiet zu akzeptieren. (Haaretz, 07.12.08)


17-12-2008

EINWANDERUNGSWELLE ERWARTET. Israel erwartet für das kommende Jahr mehr als 30 000 Neueinwanderer und Rückkehrer. Dies teilen das Einwanderungsministerium und die Jewish Agency for Israel mit. Grund dafür sei die globale Wirtschaftskrise und das Inkrafttreten einer Steuerreform, die für erhebliche Erleichterungen sorgen wird. Das Ministerium und die Jewish Agency haben vor diesem Hintergrund eine weltweite Kampagne gestartet, die im Ausland lebende Israelis und Juden dazu ermuntern soll, nach Israel zu ziehen. Dabei werden Israels relative wirtschaftliche Stabilität und die finanziellen Vorteile durch Steuererlass und Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche betont. Höhepunkt der Kampagne war eine Reihe von Konferenzen, die in den vergangenen beiden Jahren in Nordamerika und Europa abgehalten worden sind. Die Abschlussveranstaltung hat gestern in Paris stattgefunden. Tausende von Juden nahmen an diesen Konferenzen teil und bekundeten ihre Absicht der Übersiedlung nach Israel bereits im kommenden Jahr. Die Jewish Agency erwartet einen beträchtlichen Anstieg von Einwanderern aus der Ukraine, Argentinien und Südafrika, Ländern, die besonders hart von der Wirtschaftskrise getroffen worden sind. Einwanderungsminister Eli Aflalo sagt: „Die Rekordzahl von Israelis, die dieses Jahr zurückgekehrt sind, und der dramatische Anstieg an Nachfragen beweist, dass wir hier ein Fenster der Gelegenheit haben, dass wir nicht verpassen dürfen. Die Welle der Einwanderung wird dazu beitragen, neue Jobs und neue Firmen zu schaffen und auch zu einem Anstieg im Konsum, neuen Investitionen und höheren Steuereinkommen führen, was alles zu erneutem wirtschaftlichen Wachstum beitragen wird.“ (Globes, 15.12.08)


16-12-2008

BEVÖLKERUNGSAUSTAUSCH SOLL EVENTUELL UMGESETZT WERDEN: Der neugewählte US-Präsident Barack Obama und seine Außenministerin Hillary Clinton könnten nach Amtsübernahme den von Israels Ex-Botschafter Danny Ayalon vorgeschlagenen Plan übernehmen. Diesem Plan zufolge soll zwischen den Palästinensern und Israel ein Bevölkerungs- und Gebietsaustausch vorgenommen werden. Ayalon versucht mit der Israel Beiteinu-Partei Avigdor Liebermans einen Sitz in der Knesset zu erhalten, denn er spricht sich für die Agenda der Partei aus, die besagt, dass Israel entsprechend demografischen Linien aufgeteilt werden und ein Landtausch mit den Palästinensern stattfinden müsse, insofern sie einen wirklichen Partner für einen Frieden darstellen. Entsprechend Ayalons Plan würde Israel mehr Gebiet der sogenannten Westbank behalten und dafür Land in Galiläa abgeben, dass zwar zum Staat Israel von vor 1967 gehört, jedoch dort dicht von Arabern bewohnt ist. (Israel Heute)


15-12-2008

UMWELTKONFERENZ IN BEER SHEVA. In Beer Sheva beginnt heute Israels größte Umweltkonferenz. Mehr als 300 Umwelt-Wissenschaftler und Regierungsvertreter aus 55 Ländern suchen in der Ben Gurion Universität nach Lösungen für eine gesundere Umwelt und Zukunft. In den Großräumen Tel Aviv (Gush Dan) und Haifa hat sich die Luftqualität im vorigen Jahr erheblich verbessert. Überhaupt hat es 2007 in den meisten israelischen Städten weniger Tage mit hoher oder sehr hoher Luftverschmutzung gegeben als noch 2006. Dies geht aus einem Bericht des Umweltministeriums hervor, der kürzlich veröffentlicht wurde. Die verbesserte Luftqualität im Zentrum Israels lässt sich sowohl auf die Reduzierung von Quellen verschmutzender Emissionen als auch auf günstige Witterungsbedingungen zurückführen. Währenddessen hat sich die Luft in Jerusalem und Modi’in aufgrund intensiver Bautätigkeiten verschlechtert. (ISRAEL HEUTE)


14-12-2008

MAN DARF TRÄUMEN. Israels Gesandter in Deutschland, Ilan Mor, hat sich dem Berliner Inforadio für ein ‚Hauptstadtgespräch’ zur Verfügung gestellt. Dabei wurden grundlegende Fragen des Nahostkonflikts und der israelisch-deutschen Beziehungen angeschnitten. In Bezug auf den Friedensprozess mit den Palästinensern hält der Diplomat an der Vision von zwei Staaten für zwei Völker fest und betont auf eine skeptische Nachfrage hin: „Man darf träumen. Mein Traum ist, im Nahen Osten eine Art von Europäischer Union aufbauen zu können.“ Er hoffe, dass eines Tages auf beiden Seiten, vor allem der palästinensisch-arabischen, der gesunde Menschenverstand die Oberhand gewinnen werde. Was die iranische Bedrohung angeht, bemängelt Mor das fehlende Verständnis der Europäer. Es seien nicht allein die Vernichtungsdrohungen des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad, die die Welt mit Sorge erfüllen müssen; vielmehr habe man von einer „gefährlichen Kombination“ von einem messianischen Mullah-Regime, einem Langstreckenraketen-Programm, einem Urananreicherungsprozess und der Unterstützung des internationalen Terrors auszugehen. (Newsletter der Botschaft des Staates Israel).


12-12-2008

BARAK BEWILLIGT MILLIONEN-ÜBERWEISUNG IN DEN GAZA-STREIFEN. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat gestern die Überweisung von rund 20 Millionen Euro (100 Millionen NIS) von Banken im Westjordanland an Banken im Gaza-Streifen gestattet. Sowohl der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayyad als auch der Direktor der Bank of Israel, Stanley Fisher, hatten dies zuvor beantragt, um der Finanzknappheit in Gaza Abhilfe zu verschaffen. Das Geld wird in diesen Tagen überwiesen. Seit Oktober hatte Israel aufgrund neuerlicher Gewaltaktionen keinen Geldtransfer in das von der Hamas beherrschte Territorium gestattet. Aufgrund der finanziellen Engpässe der Banken im Gaza-Streifen konnten Zehntausenden von öffentlichen Angestellten keine Gehälter ausgezahlt werden. Zwar werden in Gaza auch andere Währungen wie der US-Dollar und der jordanische Dinar verwendet, der israelische Shekel ist jedoch die Hauptwährung. Die Entscheidung Baraks wurde in einem Moment getroffen, da der Süden Israels wieder verstärkt von palästinensischen Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen mit Raketen beschossen wird. Von rechten Fraktionen in der Knesset wurde der Verteidigungsminister so auch für sein vermeintliches Nachgeben gegenüber den Palästinensern attackiert. Barak, der gestern an einer Militärübung in Nordisrael teilnahm, rief alle Parteien dazu auf, die Diskussion über die Sicherheitssituation im Süden aus dem gegenwärtigen Wahlkampf herauszuhalten: „Wir werden zur rechten Zeit und am rechten Ort handeln, mit Bedacht und Verantwortungsbewusstsein“, so der Minister. „Das überflüssige Gerede, besonders während dieser höchst politischen Periode, bringt nichts voran und trägt nicht dazu bei, den rechten Zeitpunkt für erfolgreiches Handeln zu wählen, und ich empfehle jedem, mit dem Reden aufzuhören und zu warten.“ (Haaretz, 11.12.08)


11-12-2008

ISRAEL REPRÄSENTIERT WESTLICHE STAATEN VOR UN-VOLLVERSAMMLUNG. Israel übernimmt heute eine ehrenvolle internationale Aufgabe, und dies ausgerechnet in einer Arena, die ihm ansonsten nicht sonderlich freundlich gegenübersteht. So vertritt Israels UN-Botschafterin, Prof. Gabriela Shalev, auf der Feierstunde der UN-Vollversammlung anlässlich des 60. Jahrestags der Menschenrechtscharta die „Western Europeans and Others Group“ (WEOG) und wird in ihrem Namen eine der zentralen Reden der Festveranstaltung halten. Die „Western Europeans and Others Group“ ist einer der einflussreichen und führenden Regional-Blöcke innerhalb der UNO. Zu dieser Gruppe gehören neben den westeuropäischen Staaten die USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Japan. Israel wurde auf eine Initiative der USA hin vor einigen Jahren mit der Gruppe assoziiert, und Israels UN-Botschafter nimmt in diesem Monat den Vorsitz wahr. (Haaretz, 10.12.08)


10-12-2008

ERLEICHTERUNGEN IN NABLUS UND UMGEBUNG. Dank des jüngsten Rückgangs an Terroraktivitäten vor Ort und infolge eines von Israels Verteidigungsminister Ehud Barak und Generalstabschef Gabi Ashkenazi autorisierten Erleichterungsplans sind eine Anzahl von Maßnahmen des guten Willens möglich geworden, die das alltägliche der palästinensischen Bevölkerung in Nablus und Umgebung verbessern sollen. Als Teil dieser Maßnahmen ist am Montag eine neue Fußgängerpassage am Übergang Huwwara eröffnet worden. Ingesamt sind etwa 1 Million € für den Ausbau des Übergangs zum Nutzen der Bewohner von Nablus und Umgebung und zum Schutz der israelischen Soldaten investiert worden. Außerdem sind die Kontrollpunkte Beit Furik und Awarta südlich von Nablus für den freien Verkehr geöffnet worden; die Palästinenser können sie nun ohne Sicherheitskontrolle passieren. Der Übergang Ganot wird in Zukunft rund um die Uhr in Betrieb sein. Durch diese und andere Gesten des guten Willens soll die wirtschaftliche Situation der Palästinenser in Nablus verbessert werden. Sollten die Erleichterung an den Übergängen jedoch von Terrororganisationen missbraucht werden, müssten entsprechende Schritte eingeleitet werden. Die Bewegungsfreiheit der Palästinenser im Westjordanland ist im Laufe der vergangenen Monate kontinuierlich erweitert worden. (Außenministerium des Staates Israel, 08.12.08)


08-12-2008

FALSCHER BILDTITEL STELLT ISRAEL IN SCHLECHTES BILD. Israels englischsprachige Tageszeitung „Jerusalem Post“ brachte am Freitag ein Foto, auf dem Jugendliche gegeneinander kämpfen, und betitelte es mit „jüdische Siedler werfen Steine auf Palästinenser“. Das Foto ging sofort um die Welt. Nun musste die „Jerusalem Post“ mitteilen, dass es sich hierbei nur um Basketball spielende jüdische Siedler gehandelt hatte, man sah auch deutlich den Ball in der Hand. Internationale Medien haben allerdings inzwischen Schlagzeilen gegen Israel gemacht. (ISRAEL HEUTE)


07-12-2008

VORBEREITUNG AUF EINEN LUFTANGRIFF GEGEN IRAN. Hohe Beamten des israelischen Verteidigungsministeriums sagte gegenüber der Jerusalem Post dass man sich auf einen Luftangriff auf die iranischen Atomanlagen vorbereite, selbst wenn die US-Regierung nicht ihre Zustimmung gibt. Die amerikanischen Streitkräfte kontrollieren den Großteil des Luftraums zwischen Israel und Iran, was das Erreichen der Ziele erschweren kann, ohne die richtigen Kode der US-Luftwaffe zu erhalten, was jedoch einen Angriff nicht unmöglich macht. In Israel glaubt man dass man vollständig vorbereitet sein muss um diese Ziele sofort angreifen kann, sobald sich die beste Gelegenheit bietet, denn die diplomatischen Bemühungen der internationalen Völkergemeinde haben sich bisher als erfolglos erwiesen. Ein Iran mit Atomwaffen ist aus der Sicht Israels eine existenzielle Bedrohung für den jüdischen Staat und absolut unakzeptabel. (Israel Heute)


05-12-2008

ISRAEL GEGEN NATO-TRUPPEN IN JUDÄA UND SAMARIA. Hohe Beamte aus dem Verteidigungsministerium sagten gegenüber der Jerusalem Post, dass sie scharf gegen jeglichen Plan sind, der vorsieht, dass NATO-Friedenstruppen in Judäa und Samaria stationiert werden. Diese Mitteilung kam gleich nachdem der neugewählte US-Präsident Obama den ehemaligen General James Jones als seinen Berater für nationale Sicherheit ernannte. Jones, der auch ehemals ein NATO-Kommandeur war, diente vor kurzem als spezieller US-Sicherheitsgesandter in Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde, wobei er den Plan für NATO-Truppen in der Region zu stationieren hegte. Die israelischen Beamten bemerkten, dass jedes Mal wenn die internationale Gemeinde Friedenstruppen in dem Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern einsetzte, der Terror gegen Israel anstieg und die Aktionsfreiheit des israelischen Militärs gegen die Terroristen eingeschränkt wurde. Ein Offizier sagte, dass der Kampf gegen den Terror ohne Unterlass weitergehen muss und dass die NATO keine Soldaten für die Sicherheit der Bürger Israels gefährden würde. (Israel Heute)


03-12-2008

ISRAELISCHE RELIGIONSOBERHÄUPTER VERABSCHIEDEN ERKLÄRUNG GEGEN GEWALT. Im muslimischen Dorf Kfar Kara hat vergangene Woche die zweite Konferenz des Rats der Religionsoberhäupter Israels stattgefunden. Zu den Teilnehmern zählten neben dem muslimischen Gastgeber Sheiklh Ahmed Natur und Vertretern der kleineren Religionsgemeinschaften auch die Oberrabbiner Yonah Metzger und Shlomo Amar, der drusische Sheikh Mufak Tarif und der griechisch-orthodoxe Patriarch Theopolios. Am Ende der Konferenz wurde eine Erklärung verabschiedet, die unter Berufung auf das Gebot der Nächstenliebe zum allgemeinen Gewaltverzicht und friedlichen Zusammenleben aufruft. „Die Gewalt, die leider ein fester Bestandteil unserer sozialen Landschaft geworden ist, untergräbt die sicheren Fundamente der israelischen Gesellschaft und verletzt die grundlegenden Werte der menschlichen Würde und Freiheit. Gewalt vertieft Gräben, führt zu extremistischen Positionen und verhindert die Lösung von Konflikten mittels Verständigung und Dialog. Gewalt ist kein legitimes Mittel zum Erreichen von Zielen und Absichten.“ (Außenministerium des Staates Israel, 30.11.08)


02-12-2008

BOMBAY: NEUN TOTE IM CHABAD-HAUS. Das Chabad-Zentrum war einer der zehn Schauplätze des Terrors in Mumbai. Neun Menschen wurden hier ermordet. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Opfer in der indischen Metropole Angaben vom Samstag zufolge auf 195 Personen. Sechs der Opfer im Chabad-Haus sind inzwischen identifiziert und werden zur Beerdigung nach Israel ausgeflogen. Die Leiter des Chabad-Hauses, Rabbi Gavriel und Rivka Holtzberg (29 und 28), wurden beide in Israel geboren und haben das Gemeindezentrum in Mumbai aufgebaut. Ihr zweijähriger Sohn Moseh Zvi wurde von einem indischen Hausmädchen gerettet. Rabbi Leibish Teitelbaum hatte als US-Bürger in Jerusalem gelebt. Er fungierte als Kashrut-Prüfer im Chabad-Zentrum. Dort assistierte ihm der ebenfalls ermordete Bentzion Chroman. Chroman (28) war sowohl israelischer als auch US-amerikanischer Staatsbürger und hinterlässt seine Frau und drei Kinder. Norma Shvarzblat Rabinovich (50) stammte aus Mexiko und hinterlässt drei Kinder. Sie wollte gerade nach Israel reisen, um dort den 18. Geburtstag ihres Sohnes zu feiern und sich dann einbürgern zu lassen. Israels Ministerpräsident Ehud Olmert äußerte sich gestern in der wöchentlichen Kabinettsitzung der israelischen Regierung zu den Terroranschlägen in Mumbai: „Es besteht kein Zweifel, dass diese Anschläge - u. a. – bewusst darauf abzielten, jüdische Einrichtungen zu treffen. Der Hass auf Juden, den Staat Israel und jüdische Symbole sind noch immer ein Faktor, der solche mörderische Aktionen anspornt und ermutigt.“ Auch Außenministerin Tzipi Livni ließ in ähnlicher Weise verlauten: „Die Ereignisse der letzten Tage in Indien beweisen abermals, dass Extremisten danach trachten, anderen ihre Rechte zu nehmen, und nicht danach, Rechte für sich selbst zu gewinnen. Ihr Ziel war es, denjenigen Schaden zuzufügen, die die freie Welt repräsentieren, und sie trafen ein Symbol des Judentums. Israel und das jüdische Volk haben erneut einen schweren Preis für den Terrorismus gezahlt. Die Welt muss sich zusammentun und dieser Bedrohung gemeinsam begegnen – sei es in Asien, dem Nahen Osten oder anderswo auf der Welt.“ (Außenministerium des Staates Israel, 28.11.08)


01-12-2008

INDIEN LEHNTE ISRAELISCHE HILFE AB. Die indische Regierung lehnte am Freitag subtil humanitäre Hilfe aus Israel ab, trotzdem der Terror in Mumbai weiterging. Die Identität der Terroristen bleibt weiter unklar, unterdessen ist man sich sicher, dass diese Terrorwelle dazu dienen sollte, die Beziehungen Indiens mit den USA, Großbritannien und Israel zu erschüttern. Indische Regierungsbeamte befürchten anscheinend, dass eine großangelegte israelische Hilfssendung, die natürlich auch in den Medien erwähnt werden wird, die Situation eher verschlimmern als bessern würde. Die Haaretz-Tageszeitung teilte jedoch mit, dass ein Team israelischer Offiziere der Sicherheitsdienste nach Indien flog, um bei der Analyse dieser Angriffe zu helfen. (Israel Heute)


30-11-2008

TOURISMUSREKORD IM WESTJORDANLAND. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat einen beeindruckenden Zuwachs an Touristenzahlen zu verzeichnen. Laut aktueller Angaben der Zivilverwaltung im Westjordanland haben in den ersten neun Monaten von 2008 1.123 Millionen ausländische Urlauber Bethlehem und Jericho besucht – ein Rekord seit dem Ausbruch der Intifada. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutet dies einen Anstieg von 96.5% für Bethlehem und von 42.3% für Jericho. Das Tourismusministerium und die Zivilverwaltung führen dies auf die verbesserte Sicherheitslage und die größere Bewegungsfreiheit zwischen Israel und der PA zurück. Die israelische Tourismusministerin Ruhama Avraham-Balila hat die positive Entwicklung begrüßt und erklärt: „Der Tourismus stimuliert ökonomisches Wachstum und stellt daher eine Herausforderung und ein gemeinsames Interesse beider Nationen dar. Wir haben es geschafft, Touristen in Israel ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln, und nun müssen wir gemeinsam darauf hinarbeiten, die touristischen Ziele in Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde als attraktiv und ansprechend zu vermarkten, zum Wohle unserer beiden Nationen. Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, die Einreise von Touristen über die Grenzübergänge in Abstimmung mit den Richtlinien des Sicherheitspersonals zu erleichtern, und sicherstellen, dass ihr Kontakt sowohl mit dem Sicherheits- als auch dem Verwaltungspersonal freundlich und zuvorkommend verläuft.“ Der Leiter der Zivilverwaltung im Westjordanland, Brigadegeneral Yoav Mordechai, betonte: „Der dramatische Anstieg an Touristen in Bethlehem und Jericho hat der palästinensischen Wirtschaft einen Aufschwung verschafft. Im Vorfeld der anstehenden Weihnachtszeit erwarten wir sogar noch größere Zahlen, und wir gehen davon aus, dass ein neuer Rekord erreicht werden wird.“ Laut Schätzungen des Tourismusministeriums werden dieses Jahr zwei Millionen Christen Israel besucht haben, eine Million davon als Pilger. (Außenministerium des Staates Israel, 24.11.08)


28-11-2008

LIVNI VERURTEILT TERRORANSCHLÄGE IN MUMBAI – ISRAELIS UNTER DEN GEISELN. Israels stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin Tzipi Livni hat die blutigen Terroranschläge im indischen Mumbai (Bombay) verurteilt. In einer Stellungnahme äußerte sie heute Morgen: „Ich verurteile diesen kriminellen terroristischen Anschlag, der noch immer in Mumbai im Gange ist. Dies ist ein weiterer schmerzlicher Beweis dafür, dass die Bedrohung des Terrorismus die größte Herausforderung ist, der sich Israel und die internationale Gemeinschaft stellen müssen. Nichts rechtfertigt das unverzeihliche Abschlachten Unschuldiger; es obliegt daher der internationalen Gemeinschaft, in dem andauernden Krieg gegen diese verabscheuungswürdige, ruchlose Manifestation des Terrors zusammenzuarbeiten. Ich möchte den Familien der Opfer meine tiefe Anteilnahme aussprechen. Unsere Gedanken und Gebete sind mit der Regierung und der Bevölkerung Indiens.“ Livni hatte zuvor mit der israelischen Generalkonsulin in Mumbai telefoniert und sich über die Geschehnisse vor Ort unterrichten lassen. Das Außenministerium und das Generalkonsulat tun ihr Möglichstes, um die Situation von Israelis in der Stadt so schnell wie möglich zu sichern. (Außenministerium des Staates Israel, 27.11.08)


27-11-2008

TROTZ WAFFENRUHE: ERNEUTER RAKETNEINSCHLAG AUS DEM GAZASTREIFEN. Trotz der Bemühungen, eine Waffenruhe mit der Hamas zu erreichen, wurde am Dienstagabend aus dem südlichen Gazastreifen eine Kassam-Rakete auf Israel abgeschossen. Sie schlug neben dem Kibbutz Eshkol Regional Council nahe des Grenzzaunes ein. Sie richtete weder Personen- noch Sachschaden an. Dennoch wurden heute die Übergänge zwischen Gazastreifen und Israel geöffnet. Am Übergang Kerem Schalom passierten 41 LKW mit Lebensmitteln, hinzu kamen 12 LKW mit Hilfsgütern von der UNWRA und aus Jordanien. Über den Übergang Karni passierten 20 LKW mit Lebensmitteln. Über den Treibstoffübergang Nahal Oz wurde Kochgas sowie Treibstoff für das Stromkraftwerk gebracht. (ynetnews.com, 26.11.08)


26-11-2008

MEHRHEIT DER ARABISCHEN FRAUEN IN ISRAEL FÜGT SICH HÄUSLICHER GEWALT. Eine neue Studie der Naamat Frauenorganisation in Israel brachte erschreckende Erkenntnisse zutage. Die Studie zeigte, dass 70 Prozent der arabischen Frauen in Israel, die von ihrem Mann oder einem männlichen Familienmitglied geschlagen oder geschubst werden, sich nicht als Opfer häuslicher Gewalt betrachten. Araber in Israel, und besonders arabische Frauen, genießen in Israel mehr Freiheiten als irgendwo anders im Nahen Osten, trotzdem scheint die Mehrheit der arabischen Frauen häusliche Gewalt zu akzeptieren. 73 Prozent der befragten Frauen erklärten zudem, dass Verfluchen oder Demütigen kein Missbrauch sei. Die Studie wurde anlässlich des Internationalen Tages für die Ausmerzung der Gewalt gegen Frauen durchgeführt. (ISRAEL HEUTE)


25-11-2008

ÖFFNUNG DER GAZA-ÜBERGÄNGE BEI WAFFENRUHE. Das Büro von Verteidigungsminister Ehud Barak teilte am Sonntag mit, dass die Sicherheitsbehörden angewiesen würden die Güterübergänge zwischen dem Gazastreifen und Israel zu öffnen, sollte die Hamas die Waffenruhe einhalten und innerhalb 24 Stunden keine Kassam-Raketen auf Israel abfeuern. Die Hamas akzeptierte diesen Vorschlag, der ihr über ägyptische Vermittler zukam. „Die Öffnung der Übergänge hängt einzig und allein von der Hamas und den Terrororganisationen ab, die für die Bevölkerung im Gazastreifen verantwortlich sind“, so Barak. Israel weist weiterhin die Behauptung zurück, der Gazastreifen befinde sich inmitten einer humanitären Krise. „Die Situation ist nicht leicht, dennoch lassen wir den Transport von Lebensmitteln, Medizin und Hilfsmitteln zu, damit die Zivilbevölkerung im Gazastreifen nicht beeinträchtigt wird.“ Die in London ansässige arabisch-sprachige Zeitung Al-Hayat berichtete am Sonntag, dass die Hamas, der Islamische Jihad, die PFLP und DFLP dem israelischen Vorschlag zustimmten, die Waffenruhe zu stabilisieren, damit im Gegenzug die Übergänge geöffnet werden können.


24-11-2008

SIR SHIMON PERES – VON DER QUEEN ZUM RITTER GESCHLAGEN. Israels Präsident Shimon Peres ist von Königin Elisabeth II. in den Adelsstand erhoben worden. Die Queen überreichte ihm am Donnerstag im Buckingham Palace das Große Kreuz des Ordens vom Heiligen Michael und Georg (GCMG). Der Erwählte sagte nach dem Treffen: „Diese Ehre wurde nicht mir persönlich zuteil, sondern dem gesamten Staat Israel. Sie spiegelt eine öffentliche Anerkennung Israels wider und eine öffentliche Anerkennung der Bedeutung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten.“ Dem Präsidenten zufolge verlief der Besuch angenehm und freundlich, und die Queen bekundete ein wirkliches Interesse an Israel und den Herausforderungen, denen es gegenübersteht. Peres überreichte der Königin ein Beglaubigungsschreiben ihres Vaters, König George VI, an den ersten israelischen Botschafter in Großbritannien aus dem Jahre 1949 und schenkte ihr noch zwei mit silbernen Granatäpfeln verzierte Kerzenhalter. Am selben Tag stand noch ein Treffen mit Prince Charles auf dem Programm. (Außenministerium des Staates Israel, 20.11.08)


23-11-2008

HISBOLLAH REKRUTIERT LIBANESISCHE PFADPFINDER. Die Hisbollah kann sich im Libanon auf ein wachsendes Reservoir ihr gefügiger Jugendlicher stützen. Ein wichtiges Mittel zur Rekrutierung ist der schiitischen Terrororganisation dabei ihr Jugendverband „Mahdi Scouts“. Die Mahdi Scouts wurden bereits 1985 gegründet und sind Mitglied der Dachorganisation libanesischer Pfadfinder (wenn auch nicht des internationalen Pfadfinderverbandes). Sie zählen 60 00 Mitglieder, die regelmäßig von Hisbollah-Kämpfern an Waffen ausgebildet und für den Krieg gegen Israel indoktriniert werden. Die Verehrung des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Khomeini ist dabei ein zentraler Bestandteil. Das propagandistische Schrifttum, das den Jugendlichen nahe gebracht wird, umfasst Titel wie „Kenne Deinen Feind“, „Loyalität gegenüber dem Führer“ und „Fakten über die Juden“. Die Juden werden als brutal, korrupt, feige und betrügerisch dargestellt und ‚Mörder der Propheten’ genannt.


21-11-2008

ISRAEL BLEIBT BEI BOYKOTT VON ‚DURBAN II’. Nun ist es offiziell: Israel wird nicht an der für nächstes Jahr anberaumten Menschenrechts- und Rassismus-Konferenz der UNO (‚Durban II’) teilnehmen. Die Befürchtungen, dass die Veranstaltung ebenso wie ihre Vorgängerin im südafrikanischen Durban im Jahr 2001 zu einer Orgie von Antisemitismus und Anti-Israelismus ausarten wird, konnten nicht ausgeräumt werden. Dies gab Israels Außenministerin Tzipi Livni am Mittwoch vor der General Assembly of the United Jewish Communities of North America bekannt. „Obwohl wir guten Grund zu der Annahme hatten, dass die Anschlusskonferenz eine Wiederholung von Durban I werden würde, hat Israel im Februar 2008 mitgeteilt, dass es eine Zusicherung abwarten würde, dass die Hetze und die krassen Exzesse von 2001 sich auf ihr nicht wiederholen würden. Leider haben wir seitdem keinerlei Anhaltspunkt dafür gesehen, dass sich die Dinge verbessern werden. Im Gegenteil – das Papier der Asien-Gruppe, das dem Vorbereitungskomitee vorgelegt wurde, enthält die gleiche Sprache des Hasses, die die erste Durban-Konferenz untergraben hat. Das Dokument reproduziert beinahe Wort für Wort die Rhetorik des Teheraner Planungstreffens von 2001, das Durban I zur Farce machte. Abermals wollen die arabischen und muslimischen Staaten den Inhalt der Konferenz beherrschen und sie von ihrer ursprünglichen Aufgabe abbringen.“ (Außenministerium des Staates Israel, 19.11.08)


20-11-2008

HERODES THEATERRAUM ENTDECKT. Das archäologische Institut der Hebräischen Universität in Jerusalem hat heute bekannt gegeben, dass man an Herodes Grab, ca. 15 km südlich von Jerusalem am Herodion, viele weitere Überreste von zwei weiteren Sarkophagen, in denen wahrscheinlich Familienmitglieder (die Frau des Herodes und der Frau seines Sohnes Archelaus) beigesetzt worden waren. Außerdem wurde ein Theater mit einer Art VIP-Bereich mit Wandgemälden verziert, gefunden. Das Theater hat anscheinend Platz für zwischen 650-750 Zuschauern geboten.(ISRAEL HEUTE)


19-11-2008

ISRAELISCHE FORSCHER ENTWICKELN ALTERNATIVE ZUM HERZKATHEDER. Forscher des Carmel Medical Centers in Haifa haben am Sonntag eine neue Technik vorgestellt, die in Zukunft eine Alternative zu der Verlegung von Herzkathedern bieten kann. Mittels einer Gewebemodellierung bringt die Methode den Körper dazu, selbst neue Blutgefäße zu bilden, die die verstopften Gefäße umgehen. In der ersten Behandlungsphase entnehmen die Ärzte den an Arterienverkalkung leidenden Patienten einen fünf Zentimeter langen Venenabschnitt. Während der folgenden drei Wochen erfahren die Zellen eine genetische Bearbeitung, wodurch neue Blutgefäße geschaffen werden. Am Ende des Prozesses spritzen die Ärzte die Zellen in den Körper des Patienten zurück, neben die verstopften Gefäße. Während dieser Phase müssen sie die Zellen genau beobachten, damit sie sich am richtigen Ort vermehren und nicht an unerwünschten Stellen im Körper „wildern“. Prof. Moshe Fligelmann, der Leiter der Forschungsabteilung, versichert: „Es handelt sich hier nicht um die Zucht von Stammzellen und nicht um Gentechnologie, sondern um den Einsatz von erwachsenen und dem Körper des Kranken entnommenen Zellen, die nicht das Potential haben, sich zu Geschwüren zu entwickeln.“ Arterienverkalkung ist eine Krankheit, die alle Arterien des Körpers betrifft. Sie kann zu Blutgerinnseln und dadurch zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nekrose an den Beinen führen. Die gängige Behandlungsmethode für verstopfte Arterien im Herzbereich ist heutzutage das Verlegen von Kathedern. In Israel lassen etwa 4000 Menschen im Jahr diese Prozedur über sich ergehen. (Haaretz, 17.11.08)


18-11-2008

MASSIVE RAKETENANGRIFFE ERSCHÜTTERN SÜDISRAEL. Der Süden Israels ist seit Tagen massivem Raketenbeschuss ausgesetzt. Allein heute haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen bis zum Nachmittag zehn Kassam-Raketen auf den westlichen Negev abgeschossen. Mehrere Häuser wurden dabei beschädigt, Verletzte hat es bisher nicht gegeben. Die Verantwortung haben die Al-Quds-Brigaden des Islamischen Jihad übernommen. Das ganze Wochenende über standen die Städte Sderot und Ashkelon und ihre Umgebung unter andauerndem Raketenfeuer. Eine Person wurde dabei leicht verletzt. (Yedioth Ahronot, 17.11.08)


17-11-2008

JUDEN WURDEN AUSGELASSEN. Der palästinensische Ministerpräsident Salaam Fayad sagte bei der interreligiösen Konferenz in New York, dass Jerusalem für die beiden Religionen Christentum und Islam heilig sei. Jerusalem ist der drittheiligste Platz der Moslems, wo Mohammed in den Himmel stieg und Jesus wiederauferstand. Jedoch den jüdischen Anspruch auf Jerusalem, der viel weiter zurückreicht als das Christentum und der Islam, ließ er weg. Dies folgt der schon Jahrzehnte lang anhaltenden Agenda der Palästinenser, dass die Juden keinen legitimen religiösen, historischen oder legalen Anspruch auf Jerusalem oder jeglichen anderen Teil des Eretz Israel haben, trotz antiker moslemischer Dokumente, die deutlich diese Verbindung aufweisen. (ISRAEL HEUTE)


16-11-2008

WELCHE HAUTFARBE HATTEN DIE ALTEN ISRAELITEN? Niemand weiß, wie die alten Israeliten und Bewohner des Königreichs Judäa aussahen. Die biblischen Geschichten und auch historische Texte aus der Zeit des Zweiten Tempels geben nur wenig Auskunft über ihr physisches Erscheinungsbild. Ebenso wenig konnten Skelettfunde sichere Befunde bieten. Die verbreitete Annahme ist bisher dahin gegangen, dass die alten Hebräer den heutigen Bewohnern des Mittelmeerraums glichen. Nun hat Prof. Yair Ben David von der Universität Tel Aviv eine überraschende Behauptung aufgestellt: Die Untertanen des Königsreichs Judäa sahen mehr wie Schwarzafrikaner aus. Die gemeinsam mit russischen Forschern entwickelte These ist in der deutschen Zeitschrift Anthropologischer Anzeiger veröffentlicht worden. Der israelische Anthropologe stützt sich dabei auf die von ihm durchgeführte, erstmalige Gesichtsrekonstruktion anhand von Schädelvermessungen und der Nachbildung von Weichgewebe mittels neuartiger Technologie. Grundlage waren die Schädel eines Mannes aus der hellenistischen Zeit und einer Frau aus der römischen Zeit, die im Gebiet des Toten Meeres gefunden wurden. Das Erscheinungsbild des Mannes ähnelt – wenig überraschend – stark dem heutigen Levantiner und wird als „kaukasisch“ bezeichnet. Lippen und Nase der Frau veranlassten die Forscher hingegen dazu, sie als Kaukasierin mit „äquatorialen“ (afrikanischen) Zügen zu charakterisieren. Ben David hob die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Rekonstruktionen mit denen späterer jüdischer Populationen in Europa hervor und verglich sie auch mit der jüdischen Bevölkerung im heutigen Israel. (Haaretz, 14.11.08)


14-11-2008

ISRAELISCHE ARMEE EVALUIERT IAEA-BERICHT. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben eine Evaluation des letzten Berichts der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und der UN-Sicherheitsresolution 1835 veröffentlicht. Die IAEA hatte in ihrem Bericht vom 15. September vermerkt, dass der Iran seine Urananreicherungsaktivitäten unvermindert fortsetze und diese möglicherweise auch eine militärische Dimension besitzen würden. Demgegenüber stellt die UN-Sicherheitsratsresolution vom 26. September, die weder neue Sanktionen gegen den Iran noch eine Deadline für einen weiteren Bericht enthält, in erster Linie eine symbolische Erklärung dar. Das Resümee der israelischen Armee beinhaltet u. a. die folgenden Punkte: „Das internationale Handeln muss gesteigert werden und die Form effektiver Sanktionen annehmen, die eine Änderung der iranischen Politik erzwingen können, insbesondere auf dem Feld der Energie. Darüber hinaus wächst die Notwendigkeit, unilaterale Sanktionen zu betreiben und weiter innerhalb der Europäischen Union Sanktionen zu ermutigen.“ „Die Befunde der IAEA bestärken Israels bleibende Einschätzung, dass der Iran sich auf ein militärisches Atomprogramm zubewegt. Israel kann sich nicht mit einem atomaren Iran abfinden. Während Israel weiterhin eine diplomatische Lösung durch internationalen Druck und Sanktionen bevorzugt, behält es sich das Recht vor, andere Vorgehensweisen weiterzuverfolgen.“ Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 11.11.08)


13-11-2008

LIVNI ZUM FRIEDENSPROZESS. Zum Abschluss einer Unterrichtung durch Israels stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin Tzipi Livni und den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmoud Abbas, in Sharm el-Sheikh hat das Nahost-Quartett mitgeteilt, dass es den von Israel und der PA geführten Prozess unterstützt und den Parteien die Fortführung ihrer bilateralen Verhandlungen ohne internationale Intervention und gemäß den von ihnen selbst festgelegten Grundsätzen und Zeitplänen gestattet. Das Quartett bekräftigte, die internationale Unterstützung sei daran geknüpft, dass die palästinensische Führung sich an die drei Bedingungen des Quartetts halte und die terroristische Infrastruktur zerschlage; die internationale Gemeinschaft sei dem Kampf gegen Terrorismus, Hetze und Intoleranz verpflichtet. Faktisch hat sich die internationale Gemeinschaft die Richtlinien zu Eigen gemacht, die Israel als Basis für die Weiterführung und den Erfolg des Prozesses festgelegt hat. (Israelische Botschaft, Berlin)


12-11-2008

ISRAELISCH-JORDANISCHE WASSERKOOPERATION. Nicht immer ist das Gras grüner auf der anderen Seite. Während Israels Wasserkrise ernst und weit bekannt ist, stellt sich die Lage in Jordanien noch wesentlich schlimmer dar. Das arabische Königreich zählt in Bezug auf die Wassermenge pro Kopf zu den zehn ärmsten Ländern. Nur einmal in der Woche fließt dort das Wasser, ansonsten müssen die Bürger den Inhalt ihrer Dachcontainer rationieren. Nun hat Israel seinem Nachbarn angeboten, ihn mit entsalztem Wasser aus dem Mittelmeer zu versorgen. Seit dem Friedensvertrag von 1994 finden auf höchster Regierungsebene regelmäßige Konsultationen in der Angelegenheit der Wasserversorgung statt. Laut dem Vertrag hat Jordanien Anspruch auf 50 Millionen Kubikmeter Jordanwasser jährlich. Vor zwei Wochen besuchte der jordanische Wasserminister Israel, um sich mit Infrastrukturminister Binyamin Ben-Eliezer zu treffen. Eine andere Delegation jordanischer Experten reiste im Rahmen von CINADCO (Center for International Agriculture Development Cooperation) an, um in einem vierwöchigen Workshop von Israels Wasserexpertise zu profitieren. CINADCO ist eine Abteilung des Zentrums für internationale Zusammenarbeit (MAHSAV) des israelischen Außenministeriums. Außerdem setzt Jordanien große Hoffnung in das Projekt des Kanals zwischen Rotem und Totem Meer, das von israelischer Seite vor allem zur Rettung des Toten Meeres betrieben wird. (The Jerusalem Post, 10.11.08)


11-11-2008

‚POTSDAMER ERKLÄRING’ GEGEN ANTISEMITISMUS. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hat zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November in Potsdam die Resolution „Wehret den Anfängen – gegen Antisemitismus“ verabschiedet. Darin wird auch auf aktuelle Bedrohungen des jüdischen Volkes im Nahen Osten abgehoben. „Alle Warnungen vor einer atomaren Bedrohung durch den Iran versanden. Die Sanktionen des UN-Sicherheitsrates haben bisher ihre Wirkung verfehlt. Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und dem Iran erreicht in diesem Jahr ein Rekordhoch. Die Ankündigungen der westlichen Welt, eine künftige atomare Bedrohung durch den Iran zu verhindern, verlieren an Glaubwürdigkeit.“


10-11-2008

ZAHAL GEGEN LINKE AKTIVISTEN. Das israelische Militär forderte vom Sicherheitsdienst Schin-Beth und der Polizei Angaben über linke Aktivisten, die in Judäa und Samaria tätig sind, um diesen den Zutritt zu diesen Gebieten verweigern zu können. Bisher wurden solche Einschränkungen nur gegen jüdische Eretz-Israel-Aktivisten ausgestellt, während den linken Aktivisten freie Hand gewährt wurde. Viele der Linken nennen sich auch Anarchisten, die die Hauptteilnehmer an Demonstrationen und Organisatoren von gewalttätigen Aufständen und Provokationen gegen den Bau des Sicherheitszaunes sind. Über lange Jahre hinweg nahmen israelische Linke regelmäßig an Demos gegen Soldaten und jüdische Siedler an Orten wie Na´alin oder Bil´in teil, führten „Touren“ durch Hebron um die jüdische Bevölkerung der Stadt zu stören und die Palästinenser aufzurühren und führten gewalttätige Akte gegen Juden und ihren Besitz durch. (Israel Heute)


09-11-2008

ISRAEL GEDENKT DES NOVEMBERPOGROMS. Auch in Israel wird man des nationalsozialistischen Novemberpogroms („Kristallnacht“) gedenken, das sich in der Nacht vom Sonntag auf den Monat zum 70. Mal jährt. Im Vorfeld haben die Oberrabbiner Yonah Metzger und Shlomo Omar gemeinsam mit dem Minister Yitzhak Herzog eine Erklärung verfasst. „Die Nazis haben sich das Ziel gesetzt, die Augen Israels zu verdunkeln und das ‚Licht der Welt’ auszulöschen, das Licht der Torah und des Gebets, das aus den Synagogen und Lehrhäusern hervorbrach – von dort erstrahlte das Licht der Heiligkeit und der Reinheit über die Welt.“ „Wir rufen hiermit das ganze jüdische Volk, in Israel und im Exil, dazu auf, die Kerzen aufzustellen und die Lichter in allen Synagogen und Lehrhäusern in der Nacht des 11. Marcheshvan zu entzünden, zum Gedenken und um auf ewig daran zu erinnern, dass wir nicht vergessen werden, wie sich die Söhne des Unrechts mit der Bosheit ihres Herzens und ihrer fürchterlichen Gewalt an uns vergangen haben.“ Im Jerusalemer Viertel Yemin Moshe wird vom Sonntag an für 12 Tage ein spezielles Veranstaltungsprogramm zum Thema angeboten, u. a. eine internationale Konferenz, auf der die historischen Hintergründe diskutiert werden sollen. (Yedioth Ahonot, 06.11.08)


06-11-2008

RAKETENHAGEL ÜBER SÜDISRAEL – AUCH ASHKELON GETROFFEN: Der westliche Negev ist heute Morgen in einer massiven Weise angegriffen worden, wie seit Monaten nicht mehr. Mehr als 35 Kassam-Raketen und Mörsergranaten haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf israelisches Territorium abgefeuert. Mindestens eine Rakete landete in der Küstenstadt Ashkelon. Verletzt wurde dabei bislang niemand, doch mussten sich mehrere wegen Schocks behandeln lassen. Die Hamas hat die Verantwortung für den Beschuss übernommen. In der Nacht zuvor hatte die israelische Armee im Gaza-Streifen einen Anti-Terror-Einsatz durchgeführt. (Yedioth Ahronot, 05.11.08)


05-11-2008

ISRAELS UN-BOTSCHAFTERIN WARNT VOR ZWEITEM HOLOCAUST: Israels neue Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Gabriela Shalev, hat eine Woche vor dem 70. Jahrestag des Novemberpogroms vor der UN-Vollversammlung gesprochen. Anlass war der aktuelle Bericht des Generalsekretärs zum Holocaust-Gedenken. Shalev warnte dabei vor einer Unterschätzung der iranischen Bedrohung. „Der Staat Israel und das jüdische Volk würdigen die historische Resolution in Bezug auf das Holocaust-Gedenken, die die Vollversammlung vor drei Jahren einmütig verabschiedet hat. Diese Resolution ist jedoch, ebenso wenig wie der Bericht des Generalsekretärs, ein Selbstzweck. Das Holocaust-Gedenken muss ein dynamisches und kontinuierliches Bemühen sein, dass uns dazu verpflichtet, die Lehren des Nazi-Genozids auf sich entwickelnde Bedrohungen unserer Zeit zu übertragen. (UN-Vertretung des Staates Israel, 03.11.08)


04-11-2008

„JEDER JUDE IST MESSIANISCH“: Der 50 jährige Ariel K. aus Afula kam vor acht Jahren zum Glauben, nachdem er als orthodoxer Chabad-Chassid nach der Wahrheit suchte und plötzlich Jesus im Neuen Testament entdeckte. „Jesus gründete als erster Jude eine chassidische Bewegung, das faszinierte mich. Eines der Dreizehn Prinzipen (Rambam) eines Juden ist, dass er den Messias erwartet. Obwohl dieser auf sich warten lässt, warte ich dennoch auf Ihn. Daher ist jeder Jude automatisch ein messianischer Jude“, erklärt Ariel gegenüber israel heute. „Mose brachte die Thora und Jesus die Gnade und die Wahrheit. Das ist ein und dasselbe, denn Mose hat den Rahmen gesteckt, den Jesus geistlich gefüllt hat mit Disziplin und der Erfüllung der Thora.“ (ISRAEL HEUTE)


03-11-2008

JAFFO SAGTE ETHNISCH-RELIGIÖSEN KONFLIKTEN AB: In Jaffo bei Tel Aviv, trafen sich infolge der gewalttätigen Zusammenstöße zwischen Juden und Arabern vor mehr als zwei Wochen in Akko, jüdische, moslemische und christliche Gemeindeführer und sprachen sich für ein friedliches Miteinander in der gemischten Stadt aus. Vor kurzem war in Jaffo eine Jeschiwa-Bibelschule eingeweiht worden, in deren Folge die Idee zu diesem Treffen gebildet wurde, denn sie befindet sich in dem arabischen Ajamai-Viertel Jaffos. Viele Einwohner wandten sich an die Knessetabgeordnete Nadia Hilou, eine Christin, die in Jaffo wohnt, um solch ein Treffen zu organisieren. Der Rabbiner Elijahu Mali und Scheich Srur bezeugten nach dem Treffen nochmals den gemeinsamen Willen in Friede und Freundschaft miteinander in der Stadt leben zu wollen. „Jaffo ist wo die Leute sich begegnen und ich erwarte gegenseitiges Verständnis der Nachbarn“, so Srur und auch Hilou sprach sich für die Erhaltung Jaffos als eine Stadt mit gemischter Bevölkerung aus. (Israel Heute)


02-11-2008

ARCHÄOLOGISCHE SENSATION: ÄLTESTE HEBRÄISKE INSCHRIFT ENTDECKT: Archäologen der Hebräischen Universität Jerusalem haben bei Ausgrabungen in der antiken Festung Elah nahe Beit Shemesh eine Tonscherbe entdeckt, die die bisher älteste bekannte hebräische Inschrift trägt. Der Fund kann als die bedeutendste archäologische Entdeckung in Israel seit den Schriftrollen vom Toten Meer betrachtet werden und ist um 1000 Jahre älter als diese. Die Tonscherbe (Ostrakon) enthält fünf mit Tinte beschriebene Textzeilen, die durch schwarze Linien voneinander getrennt sind, und misst 15 mal 15 cm. Obwohl die Entzifferung noch nicht abgeschlossen ist, lässt sich bereits erkennen, dass der Text Teil eines Briefes ist und die Wurzeln der Wörter „Richter“, „Sklave“ und „König“ enthält. Dies könnte darauf hindeuten, dass es sich um einen Rechtstext handelt, der womöglich Einsichten in Gesetz, Gesellschaft und Glauben der alten Hebräer bieten wird. Durch die Kohlenstoffdatierung von organischem Material, das mit dem Ostrakon gefunden wurde, und Ton-Analysen lässt sich das Objekt auf die Zeit König Davis (ca. 1000 v. Chr.) datieren. Die Ausgrabungen wurden unter der Leitung von Prof. Yosef Garfinkel vom archäologischen Institut der Hebräischen Universität durchgeführt. Die Festung Elah in Khirbet Qeiyafa lag im Grenzgebiet zwischen dem Königreich Judäa und dem Land der Philister. In dieser Region soll nach biblischer Überlieferung David gegen Goliath gekämpft haben. Laut Prof. Garfinkel ist dies der einzige Ort in Israel, wo sich der historische König David erforschen lässt: „Die Chronologie und Geographie von Khirbet Qeiyafa stellen einen einzigartigen Treffpunkt von Mythologie, Geschichte, Historiographie und Archäologie von König David dar.“ (Hebräische Universität Jerusalem, 30.10.08)


31-10-2008

YAFO: JUDEN UND ARABER SETZEN AUF KOEXISTENZ: In Yafo (Jaffa) hat man ethnisch-religiösen Konflikten eine Absage erteilt. In Reaktion auf die gewalttätigen Zusammenstöße zwischen Juden und Arabern in Akko vor zwei Wochen trafen sich gestern Abend jüdische, muslimische und christliche Gemeindeführer, um das friedliche Miteinander in der gemischten Stadt zu propagieren. Die Idee zu diesem Treffen entstand im Anschluss an die Einweihung einer Yeshiva, die religiöse Studien und Militärdienst mit einander verbindet, in dem arabischen Viertel Ajami. Zahlreiche Einwohner wandten sich an die in Yafo wohnende Knesset-Abgeordnete Nadia Hilou (Avoda) (Bild), damit sie das Treffen zur Beruhigung der Spannungen organisiere. Sowohl Rabbiner Eliyahu Mali als auch Scheich Srur sprachen nach dem Treffen vom gemeinsamen Willen zur Koexistenz. Sur meinte: „Yafo ist, wo die Leute sich näher begegnen; ich erwarte dort gegenseitiges Verständnis zwischen den Nachbarn.“ Auch Hilou sprach sich für den Erhalt Yafos als gemischte Stadt aus. (Yedioth Ahronot, 30.10.08)


30-10-2008

VEREINIGUNG FATAH-HAMAS ENTSCHIEDEN? Der Präsident des palästinensischen Wirtschaftsrates Entwicklung und Wiederaufbau, Muhammed Shtayyeh sagte gestern bei der Feier anlässlich des 10. Jahrestages der Gründung des Peres-Friedenszentrums in Tel Aviv, dass die beiden palästinensischen Fraktionen, die radikale Hamas und die moderate Fatah sich eventuell schon am 9. November zu einer Versöhnungskonferenz treffen könnten. Shtayyeh vertrat PA-Präsidenten Mahmud Abbas. Diese Versöhnung soll alle politischen Parteien der Palästinenser unter ein Dach bringen, um eine politische Plattform zu bilden, die sich für einen Frieden mit Israel einsetzen wird. Der 9. November ist ein für die Juden schicksalsträchtiger Tag, der Tag der Reichskristallnacht, an dem der Holocaust gegen die Juden begann. Militär will Fallschirmspringerkurs aus dem Programm nehmen Wegen Kürzungen im Militärhaushalt und einigen Unfällen in letzter Zeit erwägt die Kommandatur für Bodentruppen des israelischen Militärs, den Fallschirmspringer-Kurs nicht mehr anzubieten. Generalmajor Avi Misrachi beauftragte den ehemaligen Kommandeur der Fallschirmjäger, Hagai Mordechai, diese Angelegenheit zu untersuchen und festzustellen, ob die Fertigkeit der Luftlandung noch immer von Nutzen ist. In den vergangenen 60 Jahren haben hunderttausende Soldaten diesen Kurs absolviert, der heutzutage im Luftwaffenstützpunkt Tel Nof bei Rechovot abgehalten wird. Das letzte Mal, dass Soldaten aktiv per Flugzeug in Kampfgebieten abgesetzt wurden, war 1956 im Sinai-Feldzug. Während des ersten Golfkrieges 1991 waren israelische Fallschirmjäger mit ihrer Ausrüstung bereit, um gegen die Raketenabschussrampen Saddam Husseins vorzugehen, was jedoch letztendlich nicht umgesetzt wurde. (Israel Heute)


29-10-2008

BEDINGUNG ZUM PAPSTBESUCH: Papst Benedikt XVI. will erst dann Israel besuchen, wenn in der Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Jad Vashem die Tafel mit der Aufschrift bezüglich Papst Pius XII. entfernt ist. Der auf ihr enthaltene Text beinhaltet: „Selbst als Berichte über den Mord an Juden den Vatikan erreichten, hat der Papst weder mündlich noch schriftlich dagegen protestiert. Selbst als Juden aus Rom nach Auschwitz deportiert wurden, hat er nicht eingegriffen“. (Israel Heute)


28-10-2008

IRANISCHES BEKENNTNIS ZU WAFFENLIEFERUNGEN: Ein Kommandant der iranischen Revolutionswächter hat zugegeben, dass sein Land Waffen an sog. „Befreiungsarmeen“ im Nahen Osten liefert. „Heute sind nicht nur unsere Streitkräfte autark, sondern auch die Befreiungsarmeen der Region kriegen einen Teil ihrer Waffen von uns“, zitiert die Website der Revolutionswächter den stellvertretenden Befehlshaber der ihnen unterstehenden Freiwilligenmiliz Basij. Die Kommandanten der Miliz werden direkt von Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei ernannt. Hamedani explizierte zwar nicht weiter, was er mit „Befreiungsarmeen“ meinte; der Iran bezeichnet so jedoch sowohl die palästinensischen Terrororganisationen Hamas und Islamischer Jihad als auch die libanesische Hisbollah. Bislang hat Teheran sich lediglich zur „moralischen“ Unterstützung dieser Organisationen bekannt, ihre Versorgung mit Waffen jedoch geleugnet. (Yedioth Ahronot, 26.10.08)


27-10-2008

LISTE DER DEUTSCHEN JUDEN AN YAD VASHEM: Deutschlands Kulturminister Bernd Neumann überreichte in Jerusalem der Holocaustgedenkstätte Yad Vaschem die Daten aller 600.000 jüdischen Bürger, die von 1933 – 1945 in Deutschland gelebt haben, von denen die meisten während der Nazizeit umgekommen sind. Drei Juden im Alter von 81, 80 und 76 Jahren holten ihre Bar Mitzwa Feier nach, die man sonst im Alter von 13 Jahren vollzieht. Doch damals während der Nazizeit war es ihnen nicht möglich, da waren sie auf der Flucht. (Israel Heute)


26-10-2008

WAHLTEILNAHME VERBOTEN: Der islamische Oberrichter der palästinensischen Autonomiebehörde, Scheich Taysir Tamimi, erließ eine Fatwa, ein strenges islamisches Religionsgesetz, das allen moslemischen Bürgern von Jerusalem verbietet, am 11. November an der Bürgermeisterwahl von Jerusalem teilzunehmen. In einem separaten Schritt erneuerte der Vorsitzende des Obersten Islamischen Rates in Jerusalem, Scheich Ikrima Sabri, die Fatwa, die es Moslems verbietet, Land und Häuser an Juden zu verkaufen. Außerdem warnte er Jerusalemer Araber, dass sie sich wegen Land- und Häuserdisputen nicht an die israelischen Gerichte wenden sollten, aus Furcht, dass entweder ihr Land oder Häuser dadurch in jüdische Hände gelangen könnten. (ISRAEL HEUTE)


24-10-2008

Präsident Peres wird zum Ritter geschlagen Israels Staatspräsident Schimon Peres wird nächsten Monat von der Königin Großbritanniens, Elisabeth II., zum Ritter ernannt werden. Er wird diesen Ehrentitel für seinen Einsatz in den Beziehungen zwischen Israel und England und auch für seinen Einsatz für den Frieden im Nahen Osten erhalten. Am 18. November wird Peres zu einem offiziellen Besuch nach Großbritannien reisen und sich mit Ministerpräsident Gordon Brown und Außenminister David Miliband zu treffen. Einer der Höhepunkte des Besuches wird seine Rede vor den beiden Häusern des britischen Parlaments sein. Auch wird er vor 1000 Studenten an der Oxford Universität sprechen und sich mit den Leitern der britischen Universitäten treffen und zum Ende des akademischen Boykotts gehen Israel aufrufen. (ISRAEL HEUTE)


23-10-2008

WER WIRD JERUSALEMS NEUER BÜRGERMEISTER: Zur Jerusalemer Bürgermeisterwahl, die am 11. November stattfindet, stellen sich der orthodoxe Rabbiner Meir Porush, der liberale Geschäftsmann Nir Barkat, der aus Russland stammende jüdische Milliardär Arkady Gaydamak und der Grüne Dan Birron zur Wahl. Der bisherige Bürgermeister Uri Lupoliansky stellt sich nicht zur Wahl. (ISRAEL HEUTE)


22-10-2008

„ISRAEL GEHÖRT DEN JUDEN: NICHT DIE MOSLEMS HABEN DAS HISTORISCHE RECHT AUF PALÄSTINA, SONDERN DIE JUDEN,“ SCHREIBT DER IRAKISCHE SCHRIFTSTELLER UND KOMMENTATOR AREF ILWAN: In seinem Bericht zweifelt der vielgelesene Autor die islamische Tradition an, die davon ausgeht, Palästina und die Stadt Jerusalem gehöre den Moslems und nicht den Juden. „Bevor der Islam erschien, existierten bereits andere Religionen in Jerusalem, das Judentum und das Christentum“, erklärt Ilwan. In seinem Artikel kritisiert er die Arabische Liga, die sich weigere, den Teilungsplan Palästinas an zuerkennen und dadurch für das Blut vergießen in der Region verantwortlich sei. „Ich rufe die Araber auf, diese historische Lüge gegenüber Israel aufzugeben!“ Darüber hinaus zeigt sich Ilwan entsetzt über das zunehmend brutale Verhalten der palästinensischen Bevölkerung in den letzten zehn Jahren. „Ich kann nicht verstehen, wie es so weit kommen kann, dass im Gazastreifen ein außer Kontrolle geratenener Mob einen gefesselten palästinensischen Beamten lebend vom 14. Stock herunter stößt. Mit welchen politischen und geistlichen Überredungskünsten werden junge Menschen dazu gebracht, derart Schreckliches zu tun? Vor wenigen Jahren hat man das Gleiche in Ramallah mit zwei Israelis gemacht. Man hat sie gelyncht und aus dem Fenster geworfen. Welche Sprache ist so verhetzend und welche Lügen sind so manifest, dass sie ein Menschenherz allen Mitgefühls gegen über anderen berauben?“


21-10-2008

JORDANIEN: PROTEST GEGEN FRÜCHTE AUS ISRAEL: Hunderte von jordanischen Islamisten und linksorientierten Aktivisten demonstrierten im jordanischen Großhandelsmarkt für Lebensmittel gegen den Import und Verkauf exotischer israelischer Früchte und israelischen Gemüses. Die Demonstranten hielten anti-israelische Plakate hoch und mahnten Verkäufer die Importe zu stoppen. Außerdem verbrannten sie Israel-Fahnen sowie die leeren Kartons israelischer Mangos, Avokados und Karotten. Eine Berufsgenossenschaft für Ärzte, Krankenschwestern und Ingenieure rief zu diesem Protest auf, da sie gegen die westliche Politik des Landes ist. „Wir demonstrieren, da diese Früchte auf unserem arabischen Boden angepflanzt werden, der von den zionistischen Siedlern durch Macht genommen wurde“, sagte einer der Teilnehmer. Tatsächlich nimmt der Handel zwischen Israel und Jordanien zu. Er verneunfachte sich von 2003 bis 2007. (Israel Heute)


20-10-2008

MUT ZUR STILLE: Das Buch Hiob nimmt unter den Büchern der Bibel eine einzigartige Stellung ein. Nicht nur seine dichterische Schönheit fasziniert, sondern vor allem sein Inhalt. Somit gehört das Buch Hiob zur Weltliteratur. Viele haben die Hiob Episode in abgewandelter Form übernommen; auch Goethe in seinem „Faust“, denn solange es Menschen gibt, gibt es ein Fragen nach dem Sinn des Leidens. Doch kein Poet kam an die kraftvolle Aussage des Buches Hiob heran, daher ist der Kodex Hiob ein durch den Geist Gottes inspiriertes Werk und Hiob nicht eine erdachte Person, sondern ein Mensch, der tatsächlich gelebt und diese Leiden durchgemacht haben muss und trotz allem bekannte: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“ Hiobs Freunde, Eliphas, der Rechtgläubige; Bildad, der Philosoph; Zophar, der Hochmütige und Elihu, der Selbstsichere, suchen eine Antwort auf Hiobs Leiden. Elihu tadelt Hiob, weil er nicht klagte, sondern anklagte, darum sagt er zu Hiob: „Warum hast du Gott vorgeworfen, dass er dir auf deine Fragen keine Antwort gibt? Er hat doch auf verschiedene Art und Weise geredet, man hat nur nicht darauf geachtet.“ (Hiob 33,13-14) Es gibt Menschen, die fragen viel, erwarten aber keine Antwort. Ihr Fragen ist nur ein Vorwand, um anklagen zu können. Hiob fragte zwar nach dem Sinn seines Leidens, gefiel sich aber in seiner Fragerei wohl, weil sich deswegen seine Freunde exklusiv um ihn kümmerten. Das ist in der Seelsorge oft der Fall. Da kommen Menschen immer wieder mit den gleichen Wehwehchen. Sie finden es einfach schön, von anderen umsorgt und umbetet zu sein. Wenn sie keine Wehwehchen mehr hätten, für die andere beten sollen, würden sie wegen fehlender Aufmerksamkeit in ein schwarzes Loch fallen. Der Vorwurf, dass Gott auf Gebete nicht antwortet, wird durch die Aussage widerlegt, dass Gott wiederholt geantwortet hat; doch weil man auf sein Reden nicht geachtet hat, verfällt man dem Irrtum, dass Gott auf unsere Gebete nicht reagiert. Um auf unser Fragen eine Antwort zu bekommen, muss man zuerst einmal stille werden, damit wir Gottes Antwort überhaupt wahrnehmen können. In vielen Kirchen wird zwar laut und kräftig gebetet, doch nach dem „Amen“ geht man nahtlos zum nächsten Programmpunkt über. Ein Hören auf die Stimme Gottes, ein Warten auf seine Antwort ist nicht eingeplant, denn Stille wird als peinlicher Leerlauf angesehen. Dabei ist das höchste Gebet, das Gott seinem Volk Israel auftrug und das auch Jesus empfahl, das „Schmah Israel“-Gebet, das mit dem Befehl Gottes „Höre Israel“ beginnt (5. Mose 6,4; Markus 12,29). (Israel Heute)


19-10-2008

80 % DER EINWOHNER VON GAZA WOLLEN RAUS: Vier von fünf Einwohnern Gazas bezeichnen die Lage als sehr schwierig und ziehen deshalb in Betracht, auszuwandern. Dies ergab eine Studie des Instituts für Entwicklungsstudien in Gaza. Die Bewohner kommen nur schwer mit der wirtschaftlichen Situation zurecht. Die Studie, eigentlich durchgeführt, um Israel unter Druck zu setzen, sich für eine ökonomische Entwicklung in Gaza stark zu machen, zeigt auch, dass sich die ökonomischen Bedingungen extrem verschlechtert haben, seit die Hamas 2007 die Kontrolle übernahm. Dies hat hauptsächlich mit der Schließung von Grenzübergängen zu tun. Mahmud al-Hebash aus der Regierung von Salam Fayyad machte in einer saudischen Zeitung die Hamas dafür verantwortlich, da sie Israel Entschuldigungen dafür gibt, die Blockadepolitik weiterzuführen. (ISRAEL HEUTE)


17-10-2008

QUERELEN IN DER GRABESKIRCHE: Die traditionellen Revierkämpfe in der Jerusalemer Grabeskirche könnten bald schwere Folgen nach sich ziehen. Das Kloster Dir al-Sultan, das sich auf dem Dach des Gotteshauses befindet, das nach christlicher Überlieferung auf dem Berg Golgatha errichtet wurde, ist unmittelbar vom Einsturz bedroht. Aufgrund des Konflikts zwischen der äthiopisch-orthodoxen und der koptischen Kirche kann jedoch nicht mit den notwendigen Bauarbeiten begonnen werden. Das Dachkloster, das der äthiopisch-orthodoxen Gemeinde dient, ist bereits mehrere Hundert Jahre alt. Im März dieses Jahres wurde der israelische Bauprüfer Yigal Bergman mit einer Inspektion des Baus beauftragt. Seine Einschätzung war eindeutig: Der bauliche Zustand gefährde das Leben Dutzender Mönche und unzähliger Touristen, die zum Beten in die Grabeskirche kommen. Dem israelischen Innenministerium ist der schwere Zustand der Anlage schon seit 2004 bekannt. Es hat seine Hilfe jedoch von einem Einverständnis der beiden Kirchen – auch die koptische erhebt Besitzanspruch auf das Kloster – abhängig gemacht hat. Davon ist man bislang freilich weit entfernt. Jerusalems Bürgermeister Uri Lupolianski kündigte bereits an, dass er versuchen werde, zwischen den Kirchen zu vermitteln, um zu einem Einverständnis zu gelangen, das die Renovierung ermöglichen würde. Vertreter des Innenministeriums weisen darauf hin, dass sich das Gebäude nicht im besitz des Staates Israel, sondern der Kirche befinde und jegliche Einmischung Israels einen Konflikt mit Äthiopien und Ägypten nach sich ziehen würde. (Haaretz, 07.10.08)


15-10-2008

GRÜNE LAUBHÜTTE DES BÜRGERMEISTERAMTS: Das Jerusalemer Bürgermeisteramt errichtete wie jedes Jahr die größte Laubhütte des Landes, dieses Jahr mit dem Thema „Recycling“. In ihr werden wiederverarbeitete Gegenstände ausgestellt, die über die auch in Israel beginnende „Grüne Revolution“ berichten. Die Laubhütte wurde am Sonntagabend feierlich eingeweiht. Während der Festtage werden in ihr verschiedene Aktivitäten für Kinder stattfinden, die mit Recycling zu tun haben und auch Konzerte stattfinden. (Israel Heute)


14-10-2008

GESPANNTE RUHE IN AKKO: Gestern zündeten Araber im jüdischen Wohnviertel Wolfsohn von Akko ein Auto an, der jedoch so schnell wie möglich gelöscht wurde. Dieser Vorfall fand statt, trotzdem die Polizei erklärt hatte, keinerlei Übergriffe egal von welcher Seite aus zu tolerieren, einschließlich der Hassreden der arabischen Prediger in den Moscheen. Derzeit herrscht in der Stadt eine gespannte Stille und es ist eine Frage der Zeit wie lange sie anhalten wird. Gestern Abend trafen sich die Führer der arabischen und der jüdischen Bevölkerung der Stadt, Bürgermeister Shimon Lankry, der Oberrabbiner der Stadt Josef Jashar und Polizeikommandeure sowie zwei Knessetabgeordnete, um versuchen, die Ruhe wiederherzustellen. Seit dem Beginn der Unruhen am Jom Kippur wurden 54 Störenfriede festgenommen und mindestens 14 Juden waren verletzt worden, zwei von ihnen von Hufen der Polizeipferde. In Israel ist man empört, dass die Nachrichten im deutschen Fernsehen nur über die aggressive Reaktion der jüdischen Bevölkerung in Akko berichteten, aber unerwähnt ließen, dass Araber am höchsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, jüdische Geschäfte und Autos zerstörten, nachdem ein Araber durch das Viertel absichtlich gefahren war. (ISRAEL HEUTE)


13-10-2008

MEHR ARABER BEI DER ISRAELISCHEN ARMEE: Die Rekrutierung von Arabern in die israelische Armee soll 2008 um circa 20 bis 40 % gestiegen sein. Die israelische Tageszeitung „Haaretz“ berichtete, dass die Anzahl der arabischen Rekruten seit Beginn des Jahres um 50 bis 100 Personen gestiegen sei. Die israelische Armee wollte dazu keine genauen Angaben machen, sondern ein Offizier sagte, dass er hoffe, dass die Zahl bis zum nächsten Jahr insgesamt 350 erreichen werde. So viele arabische Rekruten waren es auch im Jahr 2003. Besonders Beduinen treten der israelischen Armee zunehmend bei, da sie es schwierig finden, gut bezahlte Arbeit zu finden. Außerdem empfinden viele Beduinen den Armeedienst als eine gute Möglichkeit, ihre soziale und wirtschaftliche Situation zu verbessern. (Israel Heute)


12-10-2008

KRITIK AN SICHTWEISE DER EU: Israels Gesandter in Deutschland, Ilan Mor, hat sich in einem Interview mit der in Chemnitz erscheinenden Freien Presse zu den innenpolitischen Entwicklungen in seinem Land, der Rolle der USA und Europas im Nahen Osten und nicht zuletzt der iranischen Bedrohung geäußert. Dabei übte er auch Kritik an der europäischen Sichtweise auf die Vorgänge in der Region. „Die Europäer agieren nach ihren eigenen Maßstäben, die nach dem Weltkrieg aufgestellt wurden. Es galt: Nie wieder Krieg! Das ist zu begrüßen. Dialog um jeden Preis beherrscht die Politik in Europa. Europäer sehen den Nahen Osten aber durch die falsche Brille. Um das Sicherheitsbedürfnis Israels zu begreifen, müssen die Europäer die Brille austauschen. Sicherheit ist ein existenzielles Bedürfnis für unser Land.“ „Ich mache niemandem einen Vorwurf. Die Ideen eines vereinten Europas zum Beispiel sind phantastisch. Ich wünsche mir so etwas auch für den Nahen Osten. Wir als Israelis mögen für unsere Positionen kritisiert werden, aber wir wollen vor allem eins: am Leben bleiben. Der schmale Grat zwischen legitimer, sachlicher Kritik und Antisemitismus darf nicht überschritten werden.“


09-10-2008

BEDUINEN WOLLEN PALÄSTINENSER RAUS HABEN: Die Einwohner der Beduinenstadt Rahat im Negev drückten ihre Besorgnis darüber aus, dass etwa 4000 Palästinenser in ihre Stadt einzogen und einen gewissen Einfluss ausüben. Die meisten Palästinenser leben dort illegal und neigen zu Diebstahl und anderen leichten Kriminaltaten und die Einwohner haben Angst, dass einer von ihnen sich als Terrorist erweisen könnte und damit die Stadt und die ganze Beduinenbevölkerung Israels in ein schlechtes Bild stellen könnte. „Einer der Palästinenser könnte einen Anschlag planen und von unserer Stadt aus mit Leichtigkeit in jeden Teil Israels gelangen“, so der Bürgermeister von Rahat, Talal al-Karnawi. Die meisten der Palästinenser seien in der Stadt um für ihre Familien zu sorgen, aber wegen ihrer großen Zahl haben sie teilweise den Handel in der Stadt an sich gerissen und damit viele lokale Geschäftsleute arbeitslos gemacht. (Israel Heute)


08-10-2008

BOTSCHAFTER BEN-ZEEV ZUM FRIEDENSPROZESS: Israels Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, hat im Straubinger Tagblatt zu den anstehenden Veränderungen an der israelischen Regierungsspitze, dem palästinensischen Terror und dem gegenwärtigen Stand des Friedensprozesses Stellung genommen. Dabei verlieh er seiner Hoffnung auf die baldige Gründung eines palästinensischen Staates Ausdruck. „Aber das hängt von den Palästinensern selbst ab und davon, wie sie mit Extremisten in ihrer Gesellschaft und in ihrem Land umgehen – und zwar mit der Hamas und den anderen Terrororganisationen. In diesem Zusammenhang kommt den arabischen Staaten eine wichtige Rolle zu, um die moderaten Kräfte innerhalb der Palästinenserverwaltung zu fördern. Ganz klar, die Idee des Friedensprozesses bedeutet, die Vision von zwei Staaten für zwei Völker zu verwirklichen, die in Frieden und Sicherheit Seite an Seite leben. Das bedeutet, dass sich niemand, wirklich niemand, einen Terror-Staat, einen gescheiterten Staat oder einen extremistischen islamistischen Staat in der Region zwischen Jordan und dem Mittelmeer leisten kann.“ (Traubinger Tagblatt, 3.10.08)


07-10-2008

ISRAEL HAT ANRECHT AUF ATOMWAFFEN: In einer seltenen Aussage zur Unterstützung Israels sagte der NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer, das angesichts der Absicht des Iran, sein Atomprogramm weiterzuführen, Israel das Anrecht auf Atomwaffen habe. Scheffer sagte dies auf einer Konferenz in Frankreich und meinte weiter, dass er nicht glaube, dass die internationale Völkergemeinde es schaffen könne, Iran vom Bau einer Atombombe abzuhalten. (Israel Heute)


06-10-2008

HOFFNUNG AUF ERWECKUNG UNTER DEN ARABISCHEN CHRISTEN: Es bewegt sich etwas unter den christlich-arabischen Israelis. Die Zahl der Gläubigen, die in Israel geboren und in christlichen Familien aufgewachsen sind, wächst. Palästinensische Christen sind eine kleine Minderheit, und die erweckten Christen unter ihnen sind wiederum eine Minderheit innerhalb dieser christlichen Gruppe. Die meisten von ihnen gelten als konservativ, nicht charismatisch. Seit einiger Zeit heben sich mehr und mehr geistlich erweckte arabische Gläubige von der breiten Masse ab.(ISRAEL HEUTE)


05-10-2008

ÜBERTRITTE SOLLEN REDUZIERT WERDEN: Israels Justizministerium bat das Oberrabbinat, die Übertritte von Ausländern zum Judentum drastisch zu reduzieren, denn Israel soll kein Proselytenmacherstaat werden. Tausende Nichtjuden wollen zum Judentum übertreten und das obwohl das Oberrabbinat nur etwa 50 Personen per Jahr konvertieren lässt.(Israel Heute)


03-10-2008

BOTSCHAFTER BEN-ZEEV RUFT ZUR UNTERSTÜTZUNG ISRAELS AUF: Israels Botschafter in Berlin, Yoram Ben-Zeev, hat der Jüdischen Allgemeinen anlässlich des jüdischen Neujahrsfestes ein Interview und ein Grußwort gegeben. Dabei ruft er angesichts der prekären Sicherheitslage, vor allem in Bezug auf das iranische Atomprogramm, dazu auf, Israel weiter zur Seite zu stehen. „Die größte strategische Bedrohung ist und bleibt der Iran. Das gilt nicht nur für Israel, sondern für die ganze Welt. Dieser Herausforderung muss sich die internationale Gemeinschaft stellen. Dabei ist es wichtig, Deutschland und die USA an unserer Seite zu wissen. Auch die Unterstützung der jüdischen Gemeinschaft ist unverzichtbar.“ „Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Israel und die jüdischen Gemeinden weiterhin so gut zusammenwirken wie bisher.“


02-10-2008

ISRAELS BEVÖLKERUNG AUF 7,3 MILLIONEN ANGEWACHSEN: Zum diesjährigen Neujahrsfest beläuft sich die Bevölkerung Israels auf 7.337 Millionen. Davon sind 5.54 Millionen Juden und 1.48 Millionen Araber (20.1%); 318 000 lassen sich keiner der beiden Volksgruppen zurechnen. Ende 2007 betrug die Bevölkerungszahl noch 7 243 600 Millionen, von denen 5.48 Millionen Juden (75.6%), 1.45 Millionen Araber und 315 400 Sonstige waren. Dabei kommen auf 978 Männer 1000 Frauen. 3.8 Millionen der Israelis wurden im Land geboren. 2.2 Millionen sind europäischen und amerikanischen Ursprungs, das sind 38.5% der nichtarabischen Bevölkerung. 15% der Juden und sonstigen Nichtaraber (781 000) stammen aus Afrika, 11.9% (611 000) aus Asien. Die meisten aus Asien eingewanderten Juden kamen in den 50er und 60er Jahren, womit die Einwanderung von dort beinahe vollständig zum Ende kam. Die Hälfte von Israels jüdischer Bevölkerung lebt im Zentrum des Landes, weniger als 10% im Norden. Im Gegensatz dazu lebt der Großteil der arabischen Bevölkerung in den entlegenen Regionen des Nordens (45%) und Südens (11.5%). Der Anteil der alleinstehenden Juden befindet sich weiterhin im Wachstum, vor allem bei jüngeren Leuten. Grund hierfür ist das spätere Heiratsalter. 2007 wurden 151 679 Kinder in Israel geboren, 2.4% mehr als im Jahr zuvor. Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau im gebärfähigen Alter belief sich 2007 auf 2.9. Die Lebenserwartung bei der Geburt betrug für Männer 78.8 Jahre und für Frauen 82.5 Jahre. (Globes, 24.09.08)


01-10-2008

OLMERT BEREIT, LAND INNERHALB ISRAELS ABZUGEBEN: In einem Versuch, in letzter Minute ein Abkommen mit den Palästinensern zu erreichen, bot Ministerpräsident Ehud Olmert der palästinensischen Autonomiebehörde Land innerhalb der sogenannten Grünen Linie - also israelisches Land - an, darunter Land neben dem Gazastreifen und bei Beit Shean sowie die Jordansenke. Bei seinem letzten Treffen mit Mahmud Abbas wurde beinahe ein Abkommen unterzeichnet, dementsprechend Blöcke jüdischer Siedlungen innerhalb der Grenzen von vor 1967 an die Palästinenser abgetreten werden, um dafür jüdische Siedlungszonen in Judäa und Samaria unter israelischer Herrschaft zu belassen, wie zum Beispiel Maaleh Adumim und den Gusch Ezion-Siedlungsblock südlich von Jerusalem. (Israel Today)


24-09-2008

EINE NEUE ART VON TERROR Gestern, gegen Mitternacht, waren die Polizei und die Allgemeine Sicherheitsbehörde (SHABAK) noch immer mit dem Sammeln von ersten Einzelheiten zur Identität des palästinensischen Autofahrers beschäftigt, der an der Nahtstelle (zwischen den östlichen und den westlichen Stadtteilen) in Jerusalem Passanten überfuhr. Augenzeugen des Vorfalls schildern ihn als Terroranschlag, aber aufgrund der Tatsache, dass es sich diesmal um einen Privatwagen handelt (und nicht um einen Bulldozer wie bei den beiden vorherigen Anschlägen), muss noch mit Sicherheit erwiesen werden, dass es kein zufälliger Unfall war. Nach ersten Berichten war der Fahrer ein Bewohner Ostjerusalems. Die genauen Einzelheiten werden noch geklärt werden. Wichtiger als diese ist aber womöglich das Gesamtbild: sechs Anschläge in Jerusalem seit Anfang des Jahres, 13 Tote – eine signifikante Abfolge, die erneut das persönliche Sicherheitsgefühl der Einwohner der Hauptstadt erschüttert, nach einigen verhältnismäßig ruhigen Jahren. Dies ist ein Trend, der ein neues Denken im Sicherheitsapparat erforderlich macht. Er ist nicht weniger besorgniserregend als der wilde Krieg von Verbrecherfamilien, auch wenn er in letzter Zeit für etwas weniger Schlagzeilen gesorgt hat. Die Schwierigkeiten im Kampf gegen die neue Art von Terrorakten, die sich in Jerusalem entwickelt hat, sind bekannt: Sie sind relativ leicht nachzuahmen und fast unmöglich im Voraus zu verhindern. Es kann sein, dass ein Gewehr oder ein Revolver schwer zu beschaffen sind, ohne die Aufmerksamkeit der Sicherheitskräfte zu erregen, aber ein Bagger ist eine leichter zugängliche und nicht weniger tödliche Waffe – und gestern bediente sich der Fahrer eines Privatwagens. Auch die Bewegungsfreiheit im Westen der Stadt, die die israelische Identitätskarten besitzenden Ostjerusalemer genießen, erschwert die Vereitelung von Anschlägen dieser Art. Die Untersuchung der vorherigen Vorfälle (zwei Schussattentate in Ostjerusalem, deren Verantwortliche noch nicht gefunden worden sind, das Massaker im Merkaz Harav und die beiden Baggeranschläge) hat bislang keine hervorstechende Verbindung zwischen den Tätern erwiesen. Ein Teil von ihnen hatte eine kriminelle Vergangenheit, bei allen war eine „Stärkung“ zu beobachten – eine erneuerte Annäherung an die Religion im Vorfeld der Anschläge. Doch bis heute ist von keiner Terrororganisation berichtet worden, zu der sie gehören, von niemandem, der sie zu ihren Taten geschickt hat. Die Erklärung für die Vermehrung der Vorfälle kann schlicht im Willen zur Nachahmung der vorherigen Erfolge liegen. Gleichwohl stellt sich die Frage, ob hier kein Hinweis in der Untersuchung übersehen worden ist, ob nicht doch die Möglichkeit besteht, dass es sich um die Mitglieder einer ‚Schläferzelle’ handelt, die aus der Ferne agieren, in großer Häufigkeit, um Jerusalem von Neuem in Brand zu setzen. Es genügt, auf den Zeitplan der nächsten Monate zu schauen, um zu verstehen, dass Israel und die Palästinenser erneut in eine sensible Periode eintreten: die Verhandlungen über das Schubladenabkommen, die zu scheitern drohen, die US-Wahlen im November, die Spannungen zwischen Fatah und Hamas im Umfeld der Fortsetzung der Präsidentschaft von Mahmoud Abbas ab Januar 2009. Selbst die Bürgermeisterwahlen in Jerusalem, die ein großes Medienecho finden, können die Motivation zu weiteren Anschlägen steigern. Verteidigungsminister Ehud Barak hat am Montag dazu aufgerufen, die rechtlichen Hürden für den Abriss der Häuser von Terroristen in Jerusalem zu beseitigen. Es empfiehlt sich jedoch, an die Beobachtung des scheidenden Ministerpräsidenten Ehud Olmert nach dem letzten Anschlag im Juli zu denken: „Wer denkt, dass das grundlegende Muster in Ostjerusalem (d. h. die Kontrolle Israels über alle arabischen Viertel) beibehalten wird, muss noch mehr Bulldozer(-anschläge) einkalkulieren.“ (Haaretz, 23.09.08)


17-09-2008

Die nächste Ausgabe des Tagesjournals erscheint am Mittwoch, den 24.09.2008.


17-09-2008

DER MYTHOS VON AL-AQSA (1.Teil): Als der Prophet Mohammed den Islam gründete, führte er nur ein Minimum von Innovationen ein. Er verwendete die geheiligten Figuren, historischen Legenden und heiligen Stätten des Judentums, des Christentums und selbst des Heidentums, indem er sie islamisierte. So war gemäß dem Islam Abraham der erste Muslim, und Jesus und Johannes waren die Propheten und Wächter des zweiten Himmels. Viele biblische Legenden („asatir al-awwalin“), die den heidnischen Arabern vor der Morgenröte des Islam vertraut waren, durchliefen eine islamische Konversion, und sowohl der Koran als der Hadith (die mündliche Überlieferung des Islam) sind voll davon. Die Islamisierung wurde sowohl an Orten als auch Personen vorgenommen: Mekka und der heilige Stein – al-Ka’bah – waren heilige Stätten der vorislamischen heidnischen Araber. Die Umayyad-Moschee in Damaskus und die Große Moschee in Istanbul wurden über christlich-byzantinischen Kirchen errichtet – zwei der bekannteren Beispiele dafür, wie der Islam mit Heiligtümern anderer Glaubensrichtungen umgeht. Auch Jerusalem hat den Prozess der Islamisierung durchlaufen: Zuerst versuchte Mohammed, die Juden nahe Medina zum Beitritt zu seiner jungen Gemeinde zu überzeugen und führte – zur Überredung, indem er den jüdischen Brauch einhielt - die Gebetsrichtung (kiblah) gen Norden, gen Jerusalem ein. Nachdem er aber bei diesem Versuch gescheitert war, wandte er sich gegen die Juden, tötete viele von ihnen und richtete die kiblah südwärts, gen Mekka. Mohammeds Preisgabe Jerusalems erklärt die Tatsache, dass die Stadt kein einziges Mal im Koran erwähnt wird. Nachdem die Muslime Palästina erobert hatten, war Ramlah (30 Km westlich von Jerusalem) seine Hauptstadt, womit angedeutet wurde, dass Jerusalem ihnen nichts bedeutete. 50 Jahre nach Mohammeds Tod entdeckte der Islam Jerusalem neu. Im Jahr 682 rebellierte Abd Allah ibn al-Zubayr gegen die islamischen Machthaber in Damaskus, eroberte Mekka und blockierte den Pilgern den Zugang zur Stadt zum Hajj. Abd al-Malik, der Umayyaden-Kalif, benötigte eine alternative Pilgerstätte und entschied sich für Jerusalem, das damals unter seiner Kontrolle war. Um seine Wahl zu rechtfertigen, wählte er einen Vers aus dem Koran (17,1), in dem es heißt: „Ruhm sei ihm, der seinen Diener veranlasst hat, bei Nacht von der Heiligen Moschee zur Entferntesten Moschee zu reisen, deren Bezirk wir gesegnet haben, um ihm einige unserer Zeichen zu zeigen, Er ist wahrlich der All-Hörende, All-Sehende.“ (Israelische Botschaft, Berlin)


03-09-2008

Die nächste Ausgabe des Tagesjournals erscheint am Mittwoch, den 17.09.2008.


03-09-2008

TERRORZELLE AUSGEHOBEN: Die Polizei und der Sicherheitsdienst Schin-Bet teilten mit, dass sie fünf Araber verhaften konnten, darunter zwei israelische Bürger, die planten, jüdische Wissenschaftler und Piloten zu töten. Beamte des Sicherheitsdienstes Shin Bet, das Militär und die Polizei waren in die der Verhaftung vorhergehenden Untersuchungen verwickelt. Ein Teil der Pläne waren zur Zeit der Festnahme schon ausgearbeitet gewesen. Sie hatten bereits für den geplanten Anschlag auf Zahal-Soldaten am Atarot Checkpoint in Jerusalem trainiert. Die geplanten Ziele betrafen Akademiker der Universität und Piloten. Außer den israelischen Arabern aus Shfaram, östlich von Haifa, gehört ein 20-jähriger Student von der Bir Zeit Universität nahe Ramallah, und ein 19-jähriger aus Jordanien stammender Student zu dieser Terrorzelle. Die zwei israelischen Araber nahmen Geld auf, um Waffen zu kaufen und versuchten, den Islamischen Dschihad in Syrien zu kontaktieren. Die bereits vorhandenen Waffen wurden bei der Festn ahme beschlagnahmt. (Israel Heute)


27-08-2008

GAYDAMAK GEGEN GAY-PARADE IN JERUSALEM: Der jüdische Milliardär Arkadi Gaydamak kandidiert für das Amt des Bürgermeisters in Jerusalem. Bei einem gestrigen jährlichen Treffen der Freunde des Bikkur-Cholim-Krankenhauses wandte sich Gaydamak an die ultraorthodoxe Bevölkerung Jerusalems indem er sagte, dass er als Bürgermeister es nicht zulassen würde, dass in der Heiligen Stadt Gay-Paraden stattfinden. Er persönlich habe nichts gegen Homosexuelle, aber ihr Lebensstil sei gegen die jüdische Tradition und er wolle den religiösen Status und die Werte Jerusalems verstärken. Weiter meinte er, dass er großen Respekt für den ultraorthodoxen jüdischen Lebensstil habe, und sie unterstützt werden müssten, da sie sich an alle 613 Gebote der Thora halten. Obwohl er an dritter Stelle im Wahlrennen nach Menachem Porusch und Geschäftsmann Nir Barkat stehe, ist er sich seines Sieges sicher, denn er spreche nicht nur, sondern tue auch Dinge. Es ist meine Bestimmung, Jerusalems Bürgermeister zu werden und ich werde bis zum Ende am Wahlrennen teilnehmen“, so Gaydamak. (Israel Heute)


20-08-2008

Die nächste Ausgabe des Tagesjournals erscheint am Mittwoch, den 27.08.2008.


20-08-2008

The Second World War began when the Nazis invaded Czechoslavia under the pretext that Hitler used that it was only to safeguard the Germans who lived in that part of Czechoslovakia, which was called the Sudetenland. However Hitler did not stop at that, but used his German co-patriots as a pretext for conquering the whole country. Czechoslovakia's plucky and courageous President Be'nes had warned the Western powers - even as forthright and courageous Georgia's president Micheil Saakashvili has done concerning Russia - that was exactly Hitler's aim, and so it was. Today, Russian Prime Minister Vladimir Putin makes the same statement Hitler made: that his brutal invasion during the present Olympic Games - when the whole world was watching the other side - was only to safeguard the Russian populations of South Ossetia and Abkhasia. However just like the Sudentenland for Hitler, it seems as if these territories are just Putin's staging ground, to again the whole of Georgia under Russian control. More than 20 Russian journalists who have dared criticize Putin publicly have mysteriously died or were murdered. Putin does not want a pro-Western, truly democratic state like Georgia on his southern doorstep. And so anything, according to his priorities, is allowed - yes necessary - to bring that nation and it's courageous leader Saakashvili, under his control. And the world is watching, as it did when Hitler equally brutally invaded Czechoslovakia 70 years ago - an invasion which was soon followed by the invasion of Poland - leading eventually to the outbreak of the Second World War (International Christian Zionist Centre).


20-08-2008

KÖNIG VON BAHRAIN RUFT JUDEN ZUR RÜCKKEHR AUF: König Hamad Bin Isa Al-Khalifa rief vergangene Woche die Juden, die diese Golfnation verließen dazu auf, wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Der König und der bahrainische Ministerpräsident Scheich Khalifa Bin Salman Al Khalifa trafen sich in London mit einer Gruppe von ehemaligen Juden ihres Landes, die jetzt in Großbritannien leben. Solch ein Treffen ist für den König sehr ungewöhnlich, jedoch hatte er im Mai dieses Jahres Huda Azra Ibrahim Nunu, ein Mitglied des bahrainischen Parlaments und eine Jüdin, als Botschafterin des Landes in Washington erwählt. Bei dem Treffen mit den Juden in London wurden interne Angelegenheiten des Landes diskutiert und die Bemühungen zur Modernisierung. „Dieser König liebt die Juden, deshalb bat er die Juden in Bahrain darum, die von dort stammenden und jetzt in Israel lebenden Juden aufzufordern, in ihr Geburtsland zurückzukehren“, so Natan Aluf, einer der aus Bahrain stammenden und in Israel lebenden Juden (Israel Heute).


13-08-2008

Die nächste Ausgabe des Tagesjournals erscheint am Mittwoch, den 20.08.2008.


13-08-2008

LETZTE EINWANDERER AUS ÄTHIOPIEN: Vor kurzem traf der letzte offizielle Einwandererflug aus Äthiopien am Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv ein. Damit geht eine Ära zu Ende, während der 120.000 Juden aus dem Land nach Israel gebracht wurden. Dies war vom Staat Israel organisiert worden. Von der Jewish Agency wurde mitgeteilt dass ihr Gesandter aus Addis Abeba zurückgerufen worden ist. Jedoch könnten Vertreter aus Israel weiterhin den noch in Äthiopien verbliebenen 1.400 Juden helfen, im Rahmen einer Familienzusammenführung nach Israel einzuwandern. Jedoch werden Operationen mit einem Ausmaß wie die Operationen Mose oder Salomo die in den 80er und 90er Jahren stattfanden und während denen tausende äthiopische Juden nach Israel geflogen wurden nicht mehr stattfinden, so Seev Bielski, der Vorsitzende der Jewish Agency. Dieser Schritt der Regierung, diese Einwanderung zu beenden, sorgte für heftige Kritik seitens Organisationen die sich für einer Weiterführung derselben aussprechen. Ihren Angaben nach hätte der jüdische Staat jetzt 8.700 Juden fallen lassen, die den Falasch Mura angehören, die zwangsweise zum Christentum übertreten mussten. Sie würden einen Konvertierungskurs durch das Oberrabbinat absolvieren, um nach Israel einwandern zu können. Aus Regierungskreisen wurde der Abbruch damit begründet, dass sich immer mehr arme nichtjüdische Äthiopier unter die Falasch Mura mischen würden, um ein besseres Leben zu suchen. (ISRAEL HEUTE)


05-08-2008

VATER, SOHN … HAMAS: Masab Yousef hat eine ungewöhnliche Biographie. Als Sohn des Hamas-Führers im Westjordanland Sheikh Hassan Yousef lernte er die palästinensische Terrororganisation von innen kennen, konvertierte zum Christentum und ging ins kalifornische Exil. Im Interview mit der Haaretz erzählt der 30jährige nun von seinen jungen Jahren in der Jugendorganisation, seinem Vater und seinem Verhältnis zu Israel. Aufgrund seiner scharfen Kritik an der Hamas ist ihm eine Rückkehr in seine Heimatstadt Ramallah einstweilen unmöglich. „Im Gymnasium lernte ich die Sharia, das islamische Recht. 1996, ich war gerade 18, wurde ich von den Israelischen Verteidigungsstreitkräften verhaftet, weil ich der Vorsitzende der Islamischen Gesellschaft in meinem Gymnasium war. Es ist eine Art Jugendbewegung der Organisation. Damit begann mein Erweckungsprozess. Bis dahin kannte ich die Hamas über meinen Vater, der ein sehr bescheidenes und liebevolles Leben führte. Zuerst bewunderte ich die Organisation, weil ich meinen Vater so sehr bewunderte. Aber während der 16 Monate, die ich im Gefängnis verbrachte, war ich dem wahren Gesicht der Hamas ausgeliefert. Es ist eine negative Organisation. Ganz einfach. Eine grundsätzlich böse Organisation. Ich saß im Gefängnis von Megiddo und verstand plötzlich, wer die wirkliche Hamas war. Ihre Führer im Gefängnis hatten bessere Bedingungen, so etwa das beste Essen und auch mehr Familienbesuche und Handtücher für die Dusche. Diese Leute haben keine Moral, keine Integrität. Aber sie sind nicht so dumm wie die Fatah, die am helllichten Tag vor jedermanns Augen stiehlt und sofort der Korruption verdächtigt wird. Die Leute von der Hamas erhalten ihr Geld auf unehrliche Weise, investieren es an geheimen Orten und legen nach außen eine einfache Lebensführung an den Tag. Früher oder später verwenden sie das Geld und legen die Leute rein.“ „Ich respektiere Israel und bewundere es als Staat. Ich bin gegen jede Politik, die Zivilisten ermordet oder sie als Mittel zum Zweck missbraucht, und ich verstehe, dass Israel das Recht dazu hat, sich selbst zu verteidigen. Wenn die Palästinenser keinen Feind zum Bekämpfen haben, bekämpfen sie sich untereinander. In etwa 20 Jahren werden Sie sich an das erinnern, was ich Ihnen sage, der Konflikt wird zwischen verschiedenen Gruppierungen innerhalb der Hamas stattfinden. Sie fangen schon jetzt an, über die Kontrolle der Finanzen zu streiten.“ „Ihr Juden solltet aufpassen: Ihr werdet nie, niemals Frieden mit der Hamas haben. Der Islam als die Ideologie, die sie leitet, wird ihnen nicht erlauben, ein Friedensabkommen mit den Juden zu schließen. Sie glauben, dass die Überlieferung sagt, dass der Prophet Mohammed gegen die Juden gekämpft hat und man sie daher weiter bekämpfen muss bis zum Tod. Sie müssen Rache an jedem nehmen, der den Propheten Mohammed nicht akzeptiert hat, wie die Juden, die im Koran als Affen und Söhne von Schweinen betrachtet werden. Sie sprechen in Begriffen historischer Rechte, die ihnen genommen wurden. In den Augen der Hamas widerspricht ein Frieden mit Israel der Sharia und dem Koran, und die Juden haben kein Recht, in Palästina zu bleiben.“ „Eine gesamte Gesellschaft hält den Tod und die Selbstmordterroristen heilig. In der palästinensischen Kultur wird ein Selbstmordterrorist zum Helden, zum Märtyrer (Shahid). Die Sheikhs erzählen ihren Schülern vom ‚Heldentum der Shahids’, und das bringt die jungen Leute dazu, die Selbstmordbomber nachzuahmen, um Ruhm zu erlangen.“ „Wussten Sie, dass die Hamas die erste war, die die Waffe der Selbstmordbomber gegen zivile Ziele eingesetzt hat? Sie sind blind und ignorant. Es stimmt, es gibt überall gute und schlechte Leute, aber die Unterstützer der Hamas verstehen nicht, dass sie von einer irren und grausamen Gruppierung geführt werden, die den Kindern eine Gehirnwäsche verpasst und sie glauben macht, dass sie ins Paradies kommen, wenn sie einen Selbstmordanschlag verüben. Aber kein Selbstmordbomber wird dorthin gelangen, und keine Jungfrauen werden auf sie warten, nachdem sie einen Anschlag verübt haben. Sie müssen verstehen, das der Islam von Menschen geschaffen wurde und nicht von Gott.“ (Haaretz, 01.08.08)


31-07-2008

Die nächste Ausgabe des Tagesjournals erscheint am Dienstag, den 05.08.2008.


31-07-2008

MASHAV – HUMANITÄRE HILFE AUS ISRAEL: Das Zentrum für internationale Zusammenarbeit des israelischen Außenministeriums hat einen neuen Bericht vorgelegt. Israel wird oftmals darum gebeten, Hilfe in Länder zu senden, die von Flut, Hunger und anderen Naturkatastrophen heimgesucht werden. MASHAV, das Zentrum für internationale Zusammenarbeit des israelischen Außenministeriums, ist die Körperschaft, die verantwortlich für die Koordination von Israels offiziellen humanitären Hilfsprogrammen ist. MASHAV kann dabei von seiner großen Erfahrung in der Krisenbewältigung profitieren, wenn es darum geht, schnell benötigte Hilfsgüter, Medikamente und medizinische Betreuung in die Krisenregionen zu schicken. In den vergangenen Jahren hat MASHAV unzählige Teams in Partnerländer ausgesandt, um dort Experten in Notfall- und Katastrophenmedizin auszubilden. Diese Teams instruieren Stäbe von Ärzten, Krankenschwestern, Medizintechnikern und Verwaltungsmitarbeitern im Umgang mit Massenkatastrophen und der Behandlung von Traumapatienten, wobei klinische Erfahrung und Organisationsprozeduren der Triage bei Massenkatastrophen geteilt werden. Die theoretische Ausbildung wird von praktischen Simulationsübungen begleitet, bisweilen unter Teilnahme des Zivilschutzes, der Feuerwehr, der Polizei und von Krankenhäusern, je nach den für die spezifische Region relevanten Szenarien. Seit langem hat MASHAV Blindheitsprävention und Augenbehandlungen in Partnerländern durchgeführt. Diese Missionen, die zur Behandlung von Patienten mit unterschiedlichen Graden von Blindheit und Augenkrankheiten gedacht sind, werden von Teams unternommen, die aus zwei israelischen Ophthalmologen bestehen und unter den Voraussetzungen lokaler Krankenhäuser oder Kliniken operieren. Hunderte von chirurgischen Eingriffen sind von den israelischen Ärzteteams gemeinsam mit den örtlichen Mitarbeitern vollzogen worden, viele Patienten haben dadurch ihr Augenlicht zurückerhalten. Die israelischen Augenärzte bilden auch Ortskräfte aus, und die israelische Regierung spendet ophthalmologisches Equipment.


29-07-2008

WASSERKRISEN-KOMMISSION: Das staatliche Kontrollkomitee hat die Bildung einer staatlichen Kommission in die Wege geleitet, um den Gründen für die Wasserkrise in Israel auf den Grund zu gehen. Die Kommission soll herausfinden, warum verschiedene israelische Regierungen in den vorangegangenen Jahren nicht auf warnende Berichte und Empfehlungen zur Vermeidung einer Wasserkrise eingegangen sind. Zusätzlich soll eine Reihe von kurzfristigen und langfristigen Maßnahmen empfohlen werden, die Israels Wasserversorgung gewährleisten sollen. Laut Infrastrukturminister Binjamin Eliezer befindet sich Israel “inmitten der größten Wasserkrise, die es je gab. Im vergangenen Winter fiel nur 65 % des erwarteten Regens. Knessetmitglied Zevulun Orlev, Vorsitzender des staatlichen Kontrollkomitees, warf der Regierung vor, die Wasserkrise sei ein direktes Resultat einer Serie von Regierungsfehlern. “Über die Jahre haben die Regierungen finanziellen Überlegungen den Vorrang gegeben anstatt die nötigen Mittel für Entsalzung sanlagen, Wasserfilteranlagen oder einen Plan für die effektivste Wasserverwendung zu finden”, so Orlev. (ISRAEL HEUTE)


28-07-2008

SIEDLER BESCHWEREN SICH ÜBER DAS MILITÄR: Jüdische Siedler aus Judäa und Samaria beschwerten sich über die ungerechte Behandlung durch das Militär Ende letzte Woche. Es kam zu Zusammenstößen, als das Militär auf einem Siedlungsaußenposten einen Bus der als Wohnung diente, abschleppte. Vom Militärsprecher wurde gemeldet, dass die Siedler gewalttätig gegen die Soldaten vorgegangen seien, was die Siedler jedoch vehement widerlegten und meinten, selbst im Stich gelassen worden zu sein. Einige wollen das Militär auf Verleumdung anklagen. Unter anderem kam es zu einem Vorfall, bei dem ein Siedler das Gewehr eines Soldaten nahm – ob mit Erlaubnis oder ohne ist nicht klar – und damit in die Luft schoss, nachdem ein wütender palästinensischer Mob sein Auto mit Steinen bombardiert hatte und die Soldaten nichts dagegen unternommen hatten. Der Siedler war festgenommen worden, weil man dachte, er wollte das Gewehr stehlen Er hatte es jedoch dem Soldaten sofort zurückgegeben, nachdem sich der Mob verzogen hatte. Nach Feststellung des Sachverhalts wurde er sofort freigelassen. Zuvor waren noch falsche Tatsachen in den Medien verbreitet worden. (Israel Heute)


25-07-2008

Die nächste Ausgabe des Tagesjournals erscheint am Montag, den 28.07.2008.


25-07-2008

IRANS ANTISEMITISCHE HETZE IM FERNSEHEN: Der Iran verbindet seit Jahren antisemitische Hetze mit Vernichtungsdrohungen gegen Israel. Ein beliebtes Propagandamittel sind dabei u. a. die seit mehr als einem Jahrhundert kursierenden „Protokolle der Weisen von Zion“, eine Verschwörungstheorie über die vermeintliche jüdische Weltverschwörung, die in und von der Islamischen Republik freizügig übersetzt, gedruckt und verteilt wird. Der staatliche Nachrichtensender IRINN hat nun in den vergangenen beiden Monaten eine Fernsehserie ausgestrahlt, die unter dem Titel „Das Geheimnis von Armageddon“ in antisemitischer, antichristlicher und antiamerikanischer Weise den Endkampf zwischen den guten und den bösen Mächten thematisiert. Die Serie enthält zahlreiche Interviews von iranischen „Experten“, die sich immer wieder auf die „Protokolle der Weisen von Zion“ berufen. In der Episode vom 11. Mai erklärt etwa der iranische Dozent Ali-Reza Karimi: „Es ist inzwischen allgemein bekannt, dass die ‚Protokolle der Weisen von Zion’ die Plä ne und die Politik des Ältestenrats der Sekte beinhalten, deren Ziel die Eroberung der Welt und die Errichtung einer globalen jüdischen Regierung sind, wie es 1897 in Basel auf dem ersten Zionistenkongress in Basel besprochen worden war.“ Der angebliche Wissenschaftler Shams Al-Din Rahmani behauptet in einer anderen Sendung, dass der Gründer der englischen Republik im 17. Jahrhundert, Oliver Cromwell, den Juden das britische Weltreich zur Verfügung gestellt und damit die Herrschaft bis hin nach Indien ermöglicht hätte. Weiter behauptete er, die Juden hätten den Sklavenhandel geschaffen und kontrolliert, wobei die meisten Sklaven schwarze Muslime gewesen seien. (In Wahrheit waren es die Araber, die eine Schlüsselrolle im Sklavenhandel gespielt haben). (ISRAEL HEUTE)


18-07-2008

Die nächste Ausgabe des Tagesjournals erscheint am Freitag, den 25.08.2008.


18-07-2008

BEILEIDSBEKUNDUNG DES ZENTRALRATS DER JUDEN IN DEUTSCHLAND: Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat am Mittwoch in der folgenden Presseerklärung seine Trauer über den Tod von Ehud Goldwasser und Eldad Regev zum Ausdruck gebracht: „’Wir trauern mit den Familien und Angehörigen und dem ganzen Staat Israel um die Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev, deren Leichname heute von der Hisbollah an die israelischen Behörden übergeben wurden’, so der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dr. Dieter Graumann, für den Zentralrat und die jüdische Gemeinschaft in Deutschland. ‚Das Schicksal des ebenfalls entführten Soldaten Ron Arad lässt uns nicht ruhen und wir hoffen immer noch, dass er lebend zu seiner Familie zurückkommen wird’, so Graumann hoffnungsvoll. ‚Dank gebührt der deutschen Bundesregierung und den Vereinten Nationen für ihre Vermittlung, wenn auch das Ergebnis nur eine traurige Gewissheit bestätigt’, so Graumann. ‚Mit der Freilassung des brutalen Mörders Samir Kuntar, der sogar unschuldige Kinder auf seinem Gewissen hat, hat Israel einen hohen Preis für die Rückführung der toten Soldaten gezahlt’, meint der Vizepräsident des Zentralrats. ‚Die zynischen Jubelfeiern für den sadistischen Kindermörder Kuntar und vier weitere ausgetauschte Terroristen in Beirut zeigen einmal mehr, dass die Hisbollah eine skrupellose Terrororganisation ist, deren Aktivisten und Sympathisanten keine Freiheitskämpfer sondern kaltblütige Mörder sind, die selbst vor dem Leben unschuldiger Kinder keinen Respekt haben’, so Graumann. ‚Daran sollte sich jeder erinnern, der hierzulande politische Gespräche mit Vertretern der Hisbollah fordert oder auch selbst führt’, so Graumanns Hinweis an die deutsche Politik.


17-07-2008

REPORT: IRANISCHE RAKETENÜBUNG LÖST ISRAELISCHE AUSWANDERUNG AUS: Die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete am Montag, dass die militärische Raketenübung, die von der Iranischen Revolutionsgarde durchgeführt wurde, eine große Auswanderung in Israel verursacht hätte, da die Israelis sich sehr vor einem Angriff fürchten würden. Statistiken in Israel belegen aber das Gegenteil, erst kürzlich erreichten 300 Neueinwanderer Tel Aviv. Es scheint, dass der Iran die Raketenübungen versucht zu überspielen, da es viel Kritik gab, unter anderem auch die, dass die Bilder zusammengebastelt wurden und nicht der Realität entsprächen. (ISRAEL HEUTE)


16-07-2008

ISRAELISCHES WASSERWERK: BETET FÜR REGEN: Shuli Chen vom Israelischen Wasserwerk sagte vergangene Woche, dass Israelis beten sollen, dass der kommende Winter mehr Regen bringt. Diese Bemerkung war seine Reaktion auf den niedrigen Wasserstand des Sees Genezareth, der bereits unter die untere rote Linie gefallen ist. Vor fünf Jahren war der Wasserpegel des Sees Genezareth sogar noch tiefer gefallen, was durch den extrem heißen und trockenen Sommer bedingt war. Experten gehen davon aus, dass die schwarze Linie Mitte Oktober erreicht sein wird. Das ist ein Pegel, der für die Wasserqualität bleibende Schäden zur Folge haben wird. Eigentlich dürfte bei diesem Wasserstand kein Wasser mehr gepumpt werden, doch muss Israel im Zuge seines Friedensvertrages mit Jordanien an den Nachbarstaat jedes Jahr 50 Millionen Kubikmeter Wasser abgeben. Ohne das Wasser aus dem See Genezareth könnte Israel dieses Versprechen nicht erfüllen. Ein Krisenplan sieht vor, dass Wasser für Privatgärten nicht weiter genutzt werden darf. Außerdem soll en mehr Entsalzungsanlagen gebaut werden, so dass Meerwasser genutzt werden kann. Zudem soll die Bevölkerung sparsamer mit Wasser umgehen. (ISRAEL HEUTE)


15-07-2008

EINE MILLION TOURISTEN ALLEIN IM JUNI: Die israelische Flughafenbehörde berichtete am Sonntag, dass ein neuer Rekord in der Anzahl der Passagiere, die von Israel und nach Israel fliegen, erreicht wurde. Allein im Juni nutzten 1.027.115 Passagiere den internationalen Flughafen Ben-Gurion in Tel Aviv. Dies ist ein Anstieg von 19 % im Vergleich des gleichen Monats im Vorjahr. Zudem wurden insgesamt 7.604 internationale Flüge im Juni durchgeführt, ein Zuwachs von 21 % zum Vorjahr. 408.693 Passagiere flogen im Juni mit israelischen Betreibern, ein Zuwachs von 6,3 %. Während die Auslandsflüge anstiegen, nahmen die Inlandsflüge um 16,6 % ab. (Israel Heute)


14-07-2008

RÜCKKEHR NACH DEUTSCHLAND: In Israel gibt es einige Menschen, die alles, was aus Deutschland kommt, ablehnen, da ihre Eltern oder Verwandten dort während der Nazi-Zeit sehr gelitten hatten. Auch Reisen nach Deutschland standen daher außer Frage. Dieser Trend scheint sich aber in den letzten Jahren verändert zu haben und es gibt so viele Israelis wie lange nicht mehr, die die deutsche Staatsangehörigkeit annehmen. Die Deutsche Botschaft in Israel belegt, dass die Nachfrage an deutschen Pässen seit 2003 stetig gestiegen sei. Seitdem haben sich 30.000 Israelis um die Staatsbürgerschaft beworben, den meisten wurde der Reisepass bereits nach zwei Wochen ausgestellt. Alle Israelis, die nachweisen können, dass ihre Vorfahren aus Deutschland kamen, können sich für die deutsche Staatsbürgerschaft bewerben. Lediglich zwei Prozent der Bewerbungen werden abgelehnt. Auch die Kinder und Kindeskinder der Israelis, die die Staatsbürgerschaft annehmen, werden automatisch deutsche Staatsbürger. Was aber schürt das Inter esse an dieser Staatsbürgerschaft? Ein Anwalt, der Israelis bei dem Prozess hilft, sagte, dass es für Israelis oft nur zur Sicherheit dient, damit sie in Kriegsfällen einen anderen Anlaufpunkt haben. Zusätzlich haben die Bewerber mit einem deutschen Pass auch mehr Vorteile in der Europäischen Union.


11-07-2008

Die nächste Ausgabe des Tagesjournals erscheint am Montag, den 14.07.2008.


11-07-2008

IRANISCHE BEDROHUNG: ARABISCHER STAAT AUF ISRAELS SEITE: Offizielle Vertreter eines arabischen Staates haben gegenüber Israel bei informellen Treffen angedeutet, dass sie nichts gegen eine israelische Militäroperation gegen den Iran einzuwenden hätten. Dies teilen politische Quellen in Jerusalem mit. Grund hierfür sei die Sorge vor dem wachsenden iranischen Einfluss in der Region, vor allem im Kreis der schiitischen Gemeinden in arabischen Staaten. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak wies gestern darauf hin, dass Israel bereit wäre, den Iran anzugreifen, als er sagte: „Israel ist der stärkste Staat in der Region und hat in der Vergangenheit bewiesen, dass es nicht vor Aktionen zurückschreckt, wenn es um seine existentiellen Interessen fürchten muss.“ Die Vertreter des arabischen Staates versicherten ihren israelischen Gesprächspartnern, dass auch andere arabische Staaten wegen der iranischen Politik besorgt seien. Ein Teil der arabischen Staaten fürchtet, dass ein Machtzuwachs des Iran zur Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten führen könnte. Diese Sorge besteht freilich vor allem innerhalb arabischer Staaten mit einer schiitischen Minderheit. In Bahrain beispielsweise sind die politischen Führungsfiguren Sunniten, 70% der Bevölkerung jedoch Schiiten. In Saudi-Arabien stellen die Schiiten ein Zehntel der Bevölkerung und leben hauptsächlich in den ölreichen Regionen, die für das Königtum von besonderer Bedeutung sind. Inoffiziell herrscht auch eine Rivalität zwischen dem sunnitisch-orthodoxen saudischen Regime und dem iranischen Regime, dass sich die islamische Revolution gemäß dem schiitischen Modell einer Herrschaft von Religionsgelehrten auf die Fahnen geschrieben hat. Vergangene Woche sagte der Kommandant der iranischen Armee, General Hassan Firusabad, dass der Iran bei einem Angriff die Straße von Hormus für die Schifffahrt schließen würde. Dies ist bereits das zweite Mal, dass iranische Offizielle diese Absicht erklären. Die Straße von Hormus, zwischen Iran und Oman, passieren Tankschiffe, die riesige Mengen von Öl und Gas aus den Golfstaaten in die Welt liefern. Ihre Schließung würde weltweit eine empfindliche Steigerung der Energiepreise hervorrufen. Die USA haben ihrerseits erklärt, dass sie eine Schließung der Meerengen nicht zulassen würden. Diese Woche beendete die amerikanische Marine ausgedehnte Manöver in der Region, bei denen offiziellen Mitteilungen zufolge die Verteidigung der Ölanlagen der Golfstaaten geübt wurde. An den Manövern nahmen auch Großbritannien, Bahrain und andere arabische Staaten teil. Die politischen Quellen in Israel teilten der Haaretz mit, dass eine Eskalation der iranischen Erklärungen jene Golfstaaten in Sorge versetze, die an amerikanischer Verteidigung vor Teheran interessiert sind. „Wenn der Iran so droht, während er keine Atomwaffen hat, was wird er tun, wenn sein Atomprogramm voranschreitet?“, beschrieb eine der Quellen die Sorge der Golfstaaten. (Haaretz, 11.07.08)


10-07-2008

KIBBUTZ-BEFVÖLKERUNG WÄCHST WIEDER: Die Bevölkerung der Kibbutzim ist im Verlauf der letzten fünf Jahre um 5000 Mitglieder auf etwa 120 000 angewachsen. Seit den 80er Jahren hat die Kibbutz-Bewegung keinen derartigen Anstieg mehr erlebt; allein zwischen 1995 und 2003 verlor sie etwa 15 000 Mitglieder. Avi Leshem, der Sprecher der Bewegung, teilt mit, dass viele der neuen Bewohner junge Familien seien, die die einzigartigen Vorteile des Kibbutz-Lebens genießen, gleichzeitig aber weiterhin außerhalb arbeiten und eigene Autos besitzen wollen. In vielen privatisierten Kibbutzim ist dies inzwischen möglich. „Es gibt viele Dinge, die einzigartig sind im Kibbutz“, so Leshem. „Er hat sein eigenes Erziehungswesen, was wichtig ist für junge Familien. Ein anderer Vorteil ist die ländliche Atmosphäre, eine Umgebung mit viel Grün, ohne Lärm und Autos. Die Leute wollen es langsamer angehen.“ Drei Fünftel der neuen Bewohner sind im Kibbutz aufgewachsen und dann in jungen Jahren weggezogen, um nun mit ihren Familien zurückzukehren. Demographie-Koordinator Amikam Osem erklärt dies mit dem neuen Glauben an die Lebensfähigkeit der Kibbutz-Gemeinschaften. „Die Kinder haben gesehen, dass die Kibbutzim die wirtschaftliche Krise überwunden haben. Heute bedeutet der Eintritt in einen Kibbutz kein wirtschaftliches Risiko mehr. Es gibt haben ein Verlangen bei Menschen über 30 mit Familie, sich mit Gemeinschaften zu verbinden. Sie sehen eine, aus der sie stammen, und sie kehren zurück.“ Osem fügt gleichwohl hinzu, dass der Anstieg der Bevölkerung der Kibbutzim nicht automatisch einen Anstieg der Privatisierung bedeutet. Etwa 60 Kibbutzim folgen noch dem traditionellen sozialistischen Modell. Die Bewegung sieht sich freilich nach wie vor insofern einer Herausforderung gegenüber, als der Großteil des Zuwachses an der Küste und im Zentrum des Landes zu verzeichnen ist, während die Kibbutzim im Negev und in Galiläa weiter stagnieren. (The Jerusalem Post, 09.07.08)


08-07-2008

Die nächste Ausgabe des Tagesjournals erscheint übermorgen.


08-07-2008

PERES. FRIEDEN MIT DER PA NICHT MÖGLICH. Der israelische Präsident Schimon Peres, der Hauptbefürworter von Israels Land-für-Frieden-Prozess mit der Palästinensischen Autonomiebehörde gab bei einem Abendessen letzte Woche mit Verteidigungsminister Ehud Barak in Tel Aviv bekannt, dass er nicht mehr daran glaubt, dass ein wahrer Frieden entstehen kann, dies berichtete die israelische Tageszeitung Haaretz. Auch der jordanische Botschafter in Israel, Ali Ayed, war bei dem Abendessen zu Gast und die Atmosphäre heizte sich auf, als ein israelischer Gast sagte, dass Israel kein Friedensabkommen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas erreichen könnte. Peres mischte sich in die Diskussion ein und sagte, dass Abbas Schwäche und Unfähigkeit seine Sicherheitsverpflichtungen auszuführen, es unmöglich machten, zu einem Friedenvertrag zu kommen, der die Gründung eines palästinensischen Staates zur Folge hätte. Peres erinnerte daran, dass Israels letzter Versuch, Abbas Land abzutreten die Gewalt gegen den jüdischen Staat nur verstärkt hätte, da die Hamas die Kontrolle übernahm. (Israel Heute)


07-07-2008

DIE BNEI ANUSSIM: „Die Tatsache, dass Menschen öffentlich sagen: ‚Wir sind Nachfahren von Juden’, deutet auf einen großen Fortschritt hin“, sagte Michael Freund, Vorsitzender der Organisation „Shavei Israel“, auf dem ersten Seminar für Nachkommen der Bnei Anussim (Marranen) in Costa del Sol, Spanien. „Wir wollen das Unrecht wieder gut machen, das vor 500 Jahren verursacht wurde. Es ist ein langer Prozess, aber wir machen Fortschritte. Wir werden euch Anussim nicht im Stich lassen, bis Ihr alle zum jüdischen Volk zurückkehren könnt.“ Immer mehr Nachkommen der Anussim wollen dem Judentum wieder näher kommen. (Israel Heute)


02-07-2008

Die nächste Ausgabe des Tagesjournals erscheint am Montag, den 7.7.2008


02-07-2008

ISRAELIS MÖGEN DIE SCHÖPFUNGSGESCHICHTE: Die Erzählung von der Schöpfung der Welt in sechs Tagen ist die beliebteste biblische Geschichte in Israel. Knapp dahinter rangiert die Geschichte von Josef und seinen Brüdern, der Auszug aus Ägypten liegt demgegenüber abgeschlagen auf dem dritten Platz. Tausende von Lesern nahmen an einer Umfrage von Ynet teil, die daraus resultierende Beliebtheitsskala gestaltet sich im Einzelnen wie folgt: 1. Schöpfung der Welt (Genesis 1): 21% 2. Josef und seine Brüder (Genesis 36-50): 20% 3. Auszug aus Ägypten (Exodus 36-50): 13% 4. Opferung Isaaks (Genesis 22): 10% 5. Übergabe der Tora am Berg Sinai (Exodus 18-20): 10% 6. Arche Noah und Sintflut (Genesis 6-9): 7% 7. Adam und Eva im Garten Eden (Genesis 2-3): 7% 8. Die 12 Kundschafter in Kanaan (Numeri 13): 6%. 9. Turmbau von Babel (Genesis 11): 4% 10. Die Sünde des goldenen Kalbs (Exodus 32): 2% In einer anschließenden Telefonumfrage gaben 53% der Befragten an, dass die Bibel wirkliche Ereignisse aus der Geschichte des jüdischen Volkes beschreibe; 32% meinten, es wäre unwichtig, ob die Geschichten sich wirklich zugetragen hätte, da sie als Verhaltensmuster benutzt werden könnten; 13% halten die Geschichte für reine Folklore ohne Realitätsbezug. (Yedioth Ahronot, 26.06.08)


01-07-2008

JUDEN AUS SIMBABWE GEHEN NACH ISRAEL: Erstmals seit Jahren gibt es wieder jüdische Einwanderer aus Simbabwe. So werden im nächsten Monat etwa 100 Juden aus Südafrika und Simbabwe in einem Sonderflug der Jewish Agency nach Israel gebracht. Etwa 20 weitere Juden aus dem afrikanischen Staat werden bald darauf die Einwanderung nach Israel vollziehen. In der achtsamen jüdischen Gemeinde des Landes, dem unter der Führung Robert Mugabes der Bürgerkrieg droht, hat man schon einen Notfallplan für die Rettung der Mitglieder vorbereitet. In Simbabwe leben etwa 300 Juden, 200 von ihnen in der Hauptstadt Harare. Die Gemeinde betreibt zwei Schulen, und in der Stadt Bulawayo gibt es auch einen Rabbiner aus Israel. Einer der bekanntesten Juden des Landes ist der Präsident der Bank of Israel, Stanley Fisher, der zwar in Sambia geboren wurde, aber bis zum Alter von 18 Jahren ein Internat in Simbabwe besucht hat. (Maariv, 26.06.08)


30-06-2008

WENIGER STEINWÜRFE IN DER GEGEND UM KALKILYA: In den vergangenen eineinhalb Monaten ist die Zahl der Steinwurfattacken auf israelische Autos in der Gegend um Kalkilya im Westjordanland erheblich zurückgegangen. Israelische Verbindungsoffiziere führen diese erfreuliche Entwicklung auf den praktischen Einsatz von palästinensischen Polizisten vor Ort zurück. „Sie haben einen starken Akzent auf die Aufklärungsarbeit gelegt“, erläuterte der Leiter des Koordinations- und Verbindungsbüros in Kalkiliya, Oberstleutnant Samit Amar. „Sie gehen in die Schulen und sprechen mit den Schülern in den Klassen und betonen, dass ihre Reaktion auf Steinwürfe auf israelische Autos hart sein würde. Wir sehen allmählich Ergebnisse.“ Anfang der Woche wurde den Bewohnern für die sechswöchige Ruhe gedankt, indem man Dutzende kleinerer Straßensperren entfernte, um den Bewohnern das Leben zu erleichtern. (Haaretz, 26.06.08)


27-06-2008

Die nächste Ausgabe des Tagesjournals erscheint am Montag, den 30. Juni.


27-06-2008

IRANISCHE HETZE GEGEN ISRAEL IN BERLIN: Der frühere stellvertretende Außenminister des Iran, Mohammad Javad Ardashir Larijani, hat am Mittwoch auf einer internationalen Konferenz in Berlin zur Annullierung des „zionistischen Projekts“ aufgerufen, das in den vergangenen 60 Jahren seinen Worten nach zu einem „fehlgeschlagenen Plan“ geworden sei, das „nur Gewalt und Grausamkeiten“ geschaffen habe. Mohammad Larijani ist der Bruder von Ali Larijani, dem Vorsitzenden des iranischen Parlaments und früheren Chefunterhändler in Angelegenheiten nationaler Sicherheit, einschließlich des iranischen Atomprogramms. Mohammad ist gegenwärtig Direktor des Instituts für theoretische Physik und Mathematik in Teheran und Mitglied des iranischen Menschenrechtskomitees. Die Berliner Konferenz, die Raketenabwehrsysteme diskutieren sollte, verwandelte sich schnell in eine wild anti-israelische Veranstaltung. Auch syrische, libanesische und saudi-arabische Teilnehmer hetzten gegen Israel. Die Konferenz wurde von einer lokalen Stiftung für Frieden und Konfliktlösungen organisiert und dem Veranstaltungsprogramm nach „großzügig“ von der deutschen Regierung, der Friedrich-Ebert-Stiftung und der evangelischen Kirche unterstützt. Vertreter der Bundesregierung beeilten sich, die Verantwortung für die Veranstaltung abzustreiten. Die Einladung der Konferenz offenbart, dass sie vom deutschen Außenministerium gefördert wurde. Auf Nachfrage von Yedioth Ahronot teilte die Sprecherin des Ministeriums jedoch mit, dass das Finanzministerium sie subventioniert habe. Welches Ministerium die Veranstaltung letztlich finanziert hat, blieb am Mittwoch noch unklar. (Yedioth Ahronot, 26.06.08)


26-06-2008

WENIGER JUDEN NACH ISRAEL, MEHR UNTERSTÜTZUNG FÜR JUDEN IN DER DIASPORA: Der israelische Premierminister Ehud Olmert sagte in einer Versammlung mit Angestellten der Jüdischen Agentur, dass er glaubt, die Zeit sei reif, die aufwendigen Bemühungen, Juden in den jüdischen Staat zurückzubringen zu beenden. „Wir müssen verstehen, dass es die Möglichkeit gibt, dass die Zeit der Masseneinwanderung nach Israel sich dem Ende neigt“, sagte er. Laut den Israel National News bestand Olmert darauf, dass die israelische Regierung und die Jüdische Agentur stattdessen mehr Zeit und Geld in die jüdische Erziehung und Selbstidentität in der Diaspora investieren sollten. Die große Mehrheit der Diaspora-Juden lebt heute in den Vereinigten Staaten. Durch die hohe Lebensqualität dort, lassen sich amerikanische Juden nur schwer davon überzeugen, nach Israel zu kommen. (Israel Heute)


24-06-2008

Die nächste Ausgabe des Tagesjournals erscheint am Donnerstag, den 26. Juni.


24-06-2008

JESCHIWA-STUDENT FEUERTE RAKETE AB: Ein Student der Od Yosef Hai-Jeschiwa in Jitzhar baute eine improvisierte Kassam-Rakete und schoss diese von einem Hügel auf ein nahegelegenes arabisches Dorf ab. Niemand wurde bei der Explosion verletzt. Diese jedoch brachte das Militär und die Polizei vor Ort, die dachten es handelt sich um einen Anschlag. Nachdem die Zentralkommandantur Zahals darüber informiert worden war, dass Juden diese Rakete abgefeuert hatten, öffnete der Sicherheitsdienst und die Polizeiabteilung für Judäa und Samaria eine Untersuchung um die Täter zu finden. Der Student, der noch nicht festgenommen werden konnte, wurde inzwischen von der Jeschiwa verwiesen. Angeblich habe er im Internet gelernt, wie man eine solche Rakete baut. Detektive wollen herausfinden, woher der darin benutzte Sprengstoff kam.


23-06-2008

SCHWARZE HEBRÄERING BEI DER ARMEE: Yafuna Christmas ist eine der wenigen Black Hebrews in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (ZAHAL). Ihr ganzes bisheriges Leben hat sie als jüngstes von zehn Kindern in ihrer Gemeinde in Dimona verbracht. Von der Außenwelt bekam sie nicht allzu viel mit - bis sie sich dazu entschied, in die Armee einzurücken. Die Geschichte der Black Hebrew Israelites begann 1966 in Chicago, als Ben Carter, der sich später in Ben Ami Ben Israel umbenannte, eine göttliche Offenbarung über die Rückkehr ins Heilige Land verspürte. Er und 400 Anhänger immigrierten drei Jahre darauf nach Israel und ließen sich in der Wüstenstadt Dimona nieder. Heute umfasst die Gemeinde, die nach dem Rückkehrgesetzt nicht als jüdisch gilt, 2000 Mitglieder. Sie folgen dem Alten Testament, jedoch nicht den traditionellen Lehren der Rabbiner, und haben eigene Texte und Feiertage. Die schwarzen Hebräer praktizieren Polygamie, folgen einer veganen Lebensführung und trinken keinen Alkohol. Vor vier Jahren meldete sich der erste schwarze Hebräer zur israelischen Armee. Christmas meint dazu: „Was unsere Gemeinde angeht, betrachten wir den Armeedienst als Pflicht, und von uns allen wird erwartet, der Armee beizutreten und unser Land zu verteidigen, das Land, in dem wir leben.“ Die Armee tut dabei ihr Möglichstes, um ihnen die Ausübung ihres Glaubens und ihrer Tradition zu erleichtern. „Ich darf die Basis jeden Donnerstag verlassen, um am Shabbat mit meiner Familie sein zu können. Auch während unserer Feiertage bekomme ich frei.“ „Ich bin sehr glücklich hier, vor allem seit ich einige großartige Freunde gefunden habe“, sagt Christmas. „Ich wurde sogar schon von ihnen nach Hause eingeladen. Es ist interessant gewesen, an so vielen verschiedenen Orten zu sein, und es macht immer Spaß, etwas Neues zu entdecken. Ich lerne eine Menge in der Armee. Als ich einrückte, öffnete ich mich erstmals gegenüber der israelischen Gesellschaft. Meine Freunde, die Musik, das Essen: alles ist anders, als ich es gewohnt bin. Es ist wirklich wahr, wenn die Leute sagen, dass die israelische Gesellschaft aus einer reichen Vielfalt von Kulturen besteht.“ (Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 18.06.08)


22-06-2008

GAZAS GRAUENHAFTE REALITÄT: Während bis vor kurzem noch Bilder auf den Handys von Jugendlichen und Kindern in Gaza verbreitet waren, die die „Grausamkeiten der israelischen Armee” belegen sollten und als Propaganda für die Intifada dienten, stehen heute Bilder der „Intrafada“ hoch im Kurs. Die Zeitung „The Australian” berichtet davon, dass Bilder und Videos mit grausamen Bildern kursieren, die zeigen, wie sich palästinensische Gruppen innerhalb Gazas gegenseitig bekämpfen und ermorden. Mit den unter den Milizen und Clans aufgenommenen Schreckensbildern könnte man eine ganze Bibliothek füllen. (Israel Heute)


20-06-2008

WAFFENRUHE HÄLT DERWEIL AN: Banges Hoffen ob die Waffenruhe zwischen Israel und den Hamas-Palästinensern auch wirklich anhält erfüllt die israelischen wie auch die palästinensischen Sicherheitskräfte. Obwohl die Hamas-Führung erklärte, dass sie die Waffenruhe nicht nur im Gazastreifen, sondern auch in der Westbank in Judäa und Samaria einhalten will, drohen die extremen islamischen Terrorgruppen mit Anschlägen. Inzwischen nutzen die an der Grenze zum Gazastreifen stationierten Soldaten die Waffenruhe und spielen neben ihren Panzern Fußball und die Palästinenser freuen sich, dass sie wieder frische Lebensmittel bekommen. (ISRAEL HEUTE)


19-06-2008

PROGRAMMIEREN FÜR ARABISCH-ISRAELISCHEN FRIEDEN: Zunehmend mehr israelische Firmen stellen palästinensische Programmierer ein. Der Präsident der Firma Winbond Israel, Yonatan Levy, sagte: „Wir haben begriffen, dass wir zusammenarbeiten müssen, anstatt uns zu bekämpfen und Bomben zu werfen.“ Die palästinensischen Arbeiter bekommen ein besonderes Training, bevor sie anfangen können, eigene Projekte zu übernehmen. Diejenigen, die Palästinenser beschäftigen, bevorzugen es, nicht über Politik zu reden, da die Arbeit im Vordergrund stehen soll. (Israel Heute)


18-06-2008

ÄGYPTENS AUSSENMINSITER WARNT VOR DEM IRAN: Der ägyptische Außenminister Ahmed Aboul Gheit hat vor dem „Anschwellen“ des Iran innerhalb der arabischen Welt gewarnt. Die Islamische Republik spiele zahlreiche politische und diplomatische Karten, ohne dabei arabische Interessen zu berücksichtigen. Die ägyptische Regierung ist Teil einer informellen arabischen Allianz gegen den iranischen Einfluss in der arabischen Welt; dennoch spricht man von offizieller Seite selten in der Öffentlichkeit gegen Teheran. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur MENA verwies Aboul Gheit gegenüber der Zeitung Rose El Yousef auf den iranischen Einfluss im Irak, im Libanon, wo er die shiitische Terrororganisation Hisbollah unterstützt, und die palästinensischen Gebiete, wo er der palästinensischen Terrororganisation Hamas hilft. Er bemerkte, dass der Iran aufgrund seines Streits mit den USA und Europa nach Druckmitteln im Ausland suche, und die einzige Region, wo er solche finden könne, die arabische Welt sei. Dies habe definitiv einen negativen Einfluss auf die palästinensische Frage. (Yedioth Ahronot, 15.06.08)


17-06-2008

FRÜHERE GAZA-KOLLABORATEURE: DRINGT IN DEN GAZASTREIFEN EIN: Palästinenser aus Gaza, die vormals Israel im Krieg gegen den Terror halfen, sind der Meinung, dass der einzige Weg, den Raketenbeschuss auf Israel zu beenden, der ist, in Gaza einzudringen und die Waffen dort zu vernichten. Circa 80 Familien, die in Sderot leben, sind Araber aus Gaza, die dem israelischen Geheimdienst halfen, bevor die Siedlungen im Gazastreifen geräumt wurden. Ein Kollaborateur sagte der britischen Tageszeitung The Guardian: „Als die Israelis in Gaza herrschten, lebten die Menschen wie Könige. Nur wenn die Armee in den Gazastreifen geht, können sie (den derzeitigen Zustand) beenden.“ Ein anderer Kollaborateur sagte, dass er nicht an wahren Frieden glaube. „Samir“, der 20 Jahre lang für Israel arbeitete, war sehr glücklich darüber, der israelischen Regierung zu helfen, um Rache zu nehmen an den arabischen Behörden, die seinen Bruder töteten. Ihm gefällt sein neues Leben in Israel: „Alles ist unkompliziert, nicht wie mit den Arabern. Hier gibt es ein Gesetz und Rechte.“ (Israel Heute)


16-06-2008

KARNIT GOLDWASSER SCHLOSS MASTER AB: Karnit Goldwasser, die Frau des im Juli 2006 in den Libanon entführten Reservisten Ehud Goldwasser, schloss ihr Master-Studium im Zivilingenieurwesen am Technion in Haifa mit Exzellenz ab. Die Urkunde diesbezüglich bekam sie von Präsident Schimon Peres überreicht. Während der Zeremonie sagte Peres, dass sie sich trotz ihrer herzzerreißenden Situation tapfer hält und ein Vorbild für die ganze Nation sei. Weiter nannte er ihren Mut, selbst Irans Präsidenten vor der UNO mit erhobenem Haupt Fragen gestellt zu haben und die Stellung Israels eindeutig klargemacht zu haben. „Du bist eine vorbildliche Frau für unser ganzes Land. Das Technion gab dir dafür eine Urkunde, jedoch gabst du dem Staat eine Exzellenz-Urkunde von dir selbst“, so Peres. (ISRAEL HEUTE)


15-06-2008

MÖRSERGRANATEN ALS NEUE TERRORWAFFE: Angesichts der jüngsten Angriffe palästinensischer Terroristen aus dem Gaza-Streifen verweist man in der israelischen Armee auf die wachsende Bedeutung von Mörsergranaten als Terrorwaffe. Am vergangenen Donnerstag war im Kibbutz Nir-Oz ein israelischer Familienvater durch Granatenbeschuss ermordet worden. In Militärkreisen geht man in diesem Zusammenhang von einer Art Strategiewechsel innerhalb der Hamas und anderer Terrororganisationen aus: „In der Vergangenheit haben wir den Beschuss von militärischen Einrichtungen und gelegentlich von Ortschaften erlebt, um lediglich einen bestimmten Terrorlevel aufrechtzuerhalten, der aus israelischer Sicht als ‚erträglich’ galt. Nun erleben wir einen massiveren Einsatz, vor allem gegen Ortschaften entlang des Sicherheitszauns.“ Nachdem die Terroristen wieder und wieder bei Versuchen gescheitert waren, den Zaun zwecks Ausübung von Anschlägen zu durchbrechen, haben sie das Gewicht nun auf den Beschuss mit Mörsergranaten verlagert. Deren Bestand wurde erheblich erweitert; mit Sprengköpfen von sechs bis zehn Kilogramm besitzen sie inzwischen eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern. Die Unterstützung aus dem Iran ist dabei ein wichtiger Faktor. Die Ortschaften entlang des Sicherheitszauns sind nur zum Teil gesichert und haben keine festen Alarmsysteme für Granaten. Daher stellen sie eine bequeme Angriffsfläche für den Mörserterror dar. Das ‚Comeback’ der Mörsergranaten aus dem Gaza-Streifen vollzieht sich schon seit geraumer Zeit. Bereits vor einem Jahr hat die israelische Armee auf das wachsende Granatenarsenal hingewiesen. (Yedioth Ahronot, 06.06.08)


13-06-2008

ERSTES ARABISCH-MOSLEMISCHES KIBBUTZ-MITGLIED: Amal Carmiya, eine arabische Moslemin aus Qalansawe und vier weitere moslemische Familien wurden als Mitglieder des Kibbuz Nir Eliyahu akzeptiert. Dies ist zum ersten Mal in Israels Geschichte, dass arabische Moslems als Mitglieder im Kibbuz akzeptiert wurden. Neta Be’eri aus dem Kibbuz sagte: „Dies ist keine symbolische Tat… Dies ist ein Prozess der natürlich herangereift ist.” Carmiya kam vor 18 Jahren in Kontakt mit dem Kibbuz, als sie ihre Kinder Aya und Adam beim Kibbuz-Kindergarten anmeldete. Später zog sie vorübergehend in das Kibbuz, da sie als Krankenschwester angestellt wurde. Als das Kibbuz privatisiert wurde, mussten neue Bewohner Kibbuz-Mitglieder werden und ihr eigenes Haus bauen. Seitdem ist Carmiya ein vollwertiges Mitglied der Kibbuz-Gemeinschaft. (Israel Heute)


12-06-2008

EINE CHANCE FÜR DEN WAFFENSTILLSTAND: Am Mittwoch hat die Regierung Israels entschieden, keine Invasion in den Gazastreifen anzuordnen, um den Bemühungen Ägyptens um einen Waffenstillstand mehr Zeit zu geben, so der Sprecher von Ministerpräsident Ehud Olmert, Mark Regev. Er warnte jedoch davor, auch wenn es zunächst keine breit angelegte Aktion geben wird, dass die IDF dennoch ihre Vorbereitungen fortsetzen werden, für den Fall, dass der Waffenstillstand nicht zustande kommt. Ägypten ist seit Monaten bemüht, zwischen der Hamas und Israel zu vermitteln. Zu dem gegenseitigen Waffenstillstand gehören als Anforderungen Israels: ein Ende des Waffenschmuggels in den Gazastreifen und ein Gefangenenaustausch, der die Freilassung des entführten Soldaten Gilad Shalit einschließt. (Haaretz, 11.06.08)


11-06-2008

DER WIEDEHOPF IST ISRAELS NATIONALVOGEL: Nach 60 Jahren Unabhängigkeit hat der jüdische Staat nun auch einen Nationalvogel. Ende Mai wurde nach einer sechsmonatigen Wahlperiode der beliebteste Vogel Israels ausgewählt: der Wiedehopf. 155.000 Israelis nahmen an der Auswahl teil und Präsident Schimon Peres erklärte diesen Vogel zum Gewinner. Der Wiedehopf mit seinem speziellen Aussehen ist überall in Israel zu finden und unter anderem auch in den jüdischen Legenden um König Salomo und die Königin von Saba erwähnt. Der Wiedehopf hat keine Angst vor Menschen, wenn er sich jedoch bedroht fühlt, lässt er ein Hissen ertönen und scheidet eine stinkende Flüssigkeit aus. Seine freundliche Natur wird dazu beigetragen haben, dass er endgültig gewählt wurde, denn in der letzten Zählung der Stimmen lag er weit vor den beiden anderen Finalisten: dem Geier oder dem Siksak. Manche Analytiker meinen, dass dies daher kommt, dass der Wiedehopf über Generationen von Kindern neben zahllosen Wanderpfaden entdeckt wurde. (ISRAEL HEUTE)


10-06-2008

DEUTSCHE STUDENTIN SOLL AUSGEWIESEN WERDEN: Die deutsche Studentin Barbara Ludwig, 32, muss eventuell Israel verlassen, da ihr vom israelischen Innenministerium vorgeworfen wird, dass sie christliche Missionsarbeit betreibt. Seit vier Jahren bereits kämpft sie für ihr Studentenvisa, das ihr nicht mehr genehmigt wird. Im April wurde sie festgenommen und ins Gefängnis gesteckt. Jetzt muss sie mit ihrer „Abschiebung“ rechnen und darf dann nicht wieder in Israel einreisen. (ISRAEL HEUTE)


09-06-2008

DIE PALÄSTINENSISCHE LÜGENINDUSTRIE: Ein französisches Gericht hat Philippe Karsenty von Verleumdungsvorwürfen wegen seiner Behauptung, der Bericht des Fernsehsenders France 2 von der Netzarim-Kreuzung im September 2000 sei inszeniert gewesen, freigesprochen. Das Urteil stellt eine Errungenschaft bei der Bemühung dar, die Wahrheit über den Vorfall, der als ‚Muhammad al-Dura-Affäre’ bekannt geworden ist, herauszufinden. Dennoch ist dies nur ein erster Schritt in dem Kampf gegen die internationale Medienberichterstattung über den Nahen Osten, die seit vielen Jahren parteiisch ist. Die Enthüllungen des Betrugs in der al-Dura-Affäre sind das Ergebnis intensiver Arbeit des Physikers Nahum Shahaf. Ihm folgten eine große Anzahl anständiger Leute aus dem akademischen und journalistischen Bereich, die die Methoden der palästinensischen Lügenindustrie bei der Produktion von Bildern, die sich über die Medien im kollektiven Gedächtnis festsetzen, aufgedeckt haben. Diese wurde von dem US-amerikanischen Professor Richard Landes prägnant als „Pallywood“ bezeichnet. Die al-Dura-Affräre ist das augefälligste und radikalste Phänomen der Medienmanipulation, die von palästinensischen Mitarbeitern internationaler Medien unternommen wird. Diese Mitarbeiter inszenieren, produzieren und bearbeiten Ereignisse und Fotos in dem Versuch, Israel in der Welt zu diskreditieren. Medienberichte und Fotos wie die des al-Dura-Vorfalls beeinflussen die Weltmeinung und die Regierungen. Die inszenierten Vorfälle untergraben Israels Möglichkeiten, sich dem Konflikt gemäß zu verhalten und Ziele im Notfall zu sichern. Medienmanipulation ist in der Tat zu einer strategischen Waffe der Araber gegen den Staat Israel geworden. Sie wird zum Ausgleich für die militärische Überlegenheit Israels benutzt und stärkt die arabische Position gegenüber Israel. Während des zweiten Libanonkriegs berichteten internationale Medien vor Ort von einem „Massaker der israelischen Armee in Kfar Kana“, während Blogger auf der ganzen Welt schnell und ohne großen Erfolg offen legten, dass der Vorfall tatsächlich ein Produkt der Hisbollah war. Dies hinderte die internationale Gemeinschaft jedoch nicht daran, Israel zur Beendigung des Krieges zu drängen. Einige Wochen zuvor hatten wir Fotos von einem palästinensischen Mädchen am Strand von Gaza gesehen – später kam ans Licht, dass ein palästinensischer Fotograf einen Vorfall nachgestellt hatte, an dem die israelische Armee nicht beteiligt war. Erst kürzlich wurden eine Mutter und ihre vier Kinder in Gaza von Sprengstoff getötet, den Hamas-Leute bei sich trugen; der Vorfall wurde von den Medien sogleich der israelischen Armee angehängt. Die Parteilichkeit gilt nicht nur in Zeiten des Notfalls. Oftmals sehen wir Berichte über irgendeine Art von Leid, das Israel den Palästinensern zufügt, was sofort weltweit die Schlagzeilen erobert. In vielen Fällen stellen sich die Anklagen als falsch heraus, doch ist der Schaden für Israel dann bereits angerichtet. Dies hat mit der Tatsache zu tun, dass ausländische Nachrichtenagenturen nicht das Minimum von dem tun, was sie tun sollten - Quellen verifizieren und Informationen überprüfen. Letztlich schreiben sie Berichte palästinensischen Reportern zu und finden stets „glaubwürdige“ Quellen, die die Vorwürfe bestätigen. Dies ließe sich ein- oder möglicherweise zweimal entschuldigen. Da diese Enthüllungen nun aber immer wieder kommen, könnten wir von den Ablegern der ausländischen Medien erwarten, strikter zu sein und angemessene professionelle Verfahren durchzuführen, bevor sie abermals falsche Anklagen gegen den Staat Israel erheben. Insofern ist es unbedingt notwendig, die Wahrheit hinter den Muhammad al-Dura-Vorgängen ans Licht zu bringen, um dem Phänomen der inszenierten Medienberichte ein Ende zu setzen und die natürliche Weise zu untergraben, in der dieses Phänomen von den globalen Medien akzeptiert wird, sowie die Milde, die sie ihm gegenüber an den Tag legen. Diese Toleranz hat manchmal mit politischer Sympathie zu tun, meist jedoch mit finanziellem Profit. Israel muss den globalen Medienniederlassungen klar machen, dass sie Verantwortung für die Berichte ihrer Mitarbeiter tragen und auf der Wahrung journalistischer Ethik und akkurater Berichterstattung bestehen müssen, selbst wenn sie mit dem Staat Israel zu tun haben. Die Einrichtung eines Public-Relations-Büros im Büro des Ministerpräsidenten könnte ein wichtiger Faktor in diesem Kampf sein. Um wirklich in dem Medienkrieg erfolgreich zu sein, sind ein strukturell-bürokratischer Wandel und zusätzliche Gelder jedoch nicht genug. Es ist unbedingt notwendig, sich das Wesen dieses Kampfes zu verinnerlichen, den der Staat mit den Medien führt. Mitarbeiter des Büros müssen bereit sein, sich der erforderlichen Anstrengung zu widmen und gleichzeitig Zivilcourage zeigen, um die Verleumdungen der Palästinenser zu widerlegen und zu vereiteln und die internationalen Medien dazu zu zwingen, professionelle Standards zu wahren. Darüber hinaus kann und sollte der Staat die Unterstützung privater Profis - wie Karsenty, Shahaf, Landes oder die Journalisten Gérard Huber und Stéphane Juffa – suchen, die bereit sind für den guten Ruf des Staates Israel und die Wahrheit zu kämpfen. (Yedioth Ahronot, 29.05.08)


08-06-2008

Jerusalemer Biochemiker wecken Hoffnung auf Krebstherapie Zwei Forschern der Hebräischen Universität ist es gelungen, mittels synthetischer Moleküle das Wachstum von bösartigem menschlichem Gewebe bei Mäusen ohne toxische Effekte auf normales Gewebe zu reduzieren und sogar zu eliminieren. Daraus lassen sich in Zukunft womöglich Medikamente gegen Krebs entwickeln. Prof. Shimon Gatt (im Bild links) und Dr. Arie Dagan (rechts) vom Institut für Biochemie der Hadassah Medical School der Universität haben für ihre diesbezüglichen Arbeiten gestern den Kaye Award for Innovation erhalten. Die von ihnen entwickelten Moleküle haben auf den Metabolismus verschiedener Sphingolipide und somit auch solcher von Krebszellen eingewirkt. Sphingolipide sind eine Familie komplexer flüssiger Moleküle, die daran beteiligt sind, Wege von Wachstum, Teilung und Tod von Zellen anzuzeigen. Einige der aktivsten jener von Dagan und Gatt entwickelten Moleküle sind Derivate von Ceramiden, die zur Familie der Sphingolipide gehören. Ceramide führen zu programmiertem Zelltod (Apoptosis) in einer Vielzahl von Krebszellen. Die natürlichen Anteile an Ceramiden in Krebszellen sind gewöhnlich zu niedrig, um einen therapeutischen Effekt hervorzurufen. Die Studien der Jerusalemer Biochemiker haben gezeigt, dass die synthetischen Präparate die Größe von Tumoren in Bauchspeichelsdrüse, Prostata und Brust erheblich reduzieren. Ihre darauf beruhende Entwicklung von Krebsmedikamenten ist von Yissum, dem Technologietransferunternehmen der Hebräischen Universität, patentiert. (Hebräische Universität Jerusalem, 04.06.08)


06-06-2008

ISRAELISCHE FAHRER UND VERKEHRSSICHERHEIT: Aus dem Jahresbericht des Europäischen Transport Sicherheitsrates („European Transport Safety Council“ (ETSC)) geht hervor, dass Israel unter 30 Ländern an achter Stelle in der Zahl der Verkehrstoten steht. Zum ersten Mal nahm Israel dieses Jahr an dieser Studie teil, die sich auf sechs Parameter der Sicherheit im Straßenverkehr konzentrierte: die Zahl der Toten, Sicherheitsgurthinweise in Autos, Autofahren nach Alkoholgenuss, Autobahnsicherheit, Motorradtote und der Erfolg von Warnkampagnen. „Es ist sehr wichtig, dass wir nicht auf uns selber schauen, sondern uns auch mit Europa vergleichen, wo die Sicherheit im Verkehr eine hohe Priorität hat. "Die Israelis fahren weniger, denn pro 1000 Menschen gibt es 300 Autos demgegenüber kommen in Westeuropa 600 Autos auf 1000 Menschen“, so Schmuel Abuav, der Vorsitzende der Or-Jarok-Organisation für Verkehrssicherheit. (Israel Heute)


05-06-2008

AHMADINEJAD BLAMIERT BERLUSCONI: Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad, der am Dienstag Rom erreichte, um an einem UN-Gipfel zum Thema Ernährung teilzunehmen, griff Israel verbal an und sagte, dass Europa die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen eines solchen „falschen zionistischen Regimes“ tragen werde. Der italienische Premierminister Silvio Berlusconi machte deutlich, dass er kein Interesse an einem Treffen mit Ahmadinejad habe, da er Israels Existenzrecht nicht akzeptiere.


04-06-2008

CHRISTENVERFOLGUNG IM GAZA-STREIFEN: Seit die Hamas vor einem Jahr die Macht im Gaza-Streifen übernommen hat, ist die Zahl der Anschläge auf christliche und westliche Einrichtungen erheblich angestiegen. Betroffen waren u. a. Kirchen, Schulen, Bibliotheken und auch Internetcafés. Im Gaza-Streifen leben etwa 3500 Christen, vor allem in den Vierteln al-Daraj und Sheikh Radwan in Gaza-Stadt. Die meisten von ihnen sind Fachkräfte und Geschäftsleute, und ihr sozioökonomischer Status ist höher als der der muslimischen Bevölkerungsmehrheit. Die kleine christliche Minderheit lebt in ständiger Angst und zieht es vor, ihre Religion im Stillen auszuüben. Einige Menschen erwägen bereits, den Gaza-Streifen zu verlassen.


03-06-2008

TEDDYBÄR-BEHANDLUNG GEGEN TERROR-TRAUMA: Die medizinische Studentenvereinigung der Ben-Gurion-Universität organisierte gemeinsam mit dem Soroka-Medizinzentrum eine “Teddy-Veranstaltung”, die kleinen Kindern, die in den um Gaza liegenden Gebieten leben, Kraft geben sollen. Circa 120 Kindergartenkinder wurden mit Bussen in das Krankenhaus gebracht, um an der Veranstaltung teilzunehmen. Alle Kinder erhielten einen Teddy, obwohl die meisten ihre eigenen Teddybären mitbrachten. Der „Teddy-Arzt“ erklärte, dass auch Teddy-Bären Angst vor den Raketenanschlägen haben und verletzt werden können und dass es wichtig sei zu wissen, wie man in solch einer Situation Hilfe bekommen könne. Die Veranstaltung wirkte wie eine Mischung aus Kunstmesse und Notfallklinik: Überall hingen bunte Luftballons und die Kinder konnten selber ihre kleinen Teddy-Freunde untersuchen. Diese Veranstaltung sollte die Kinder schonend an eine Situation heranführen, die leider in der Zukunft Wirklichkeit werden könnte. (Israel Heute).


02-06-2008

DIE VAN IN DER UNO: Israel war einer der ersten Mitgliedstaaten der 1945 gegründeten Vereinten Nationen (VN, auch UN), denn es wurde bereits am 11. Mai 1949 als 59. Mitglied von den inzwischen 192 Mitgliedstaaten in die UNO aufgenommen. Dennoch stimmt die Mehrheit der UN-Staaten meistens gegen Israel. Eine Verurteilung Israels durch den Sicherheitsrat konnte oft nur durch das Veto der USA verhindert werden. Da die 21 arabischen Staaten mit Unterstützung der islamischen und blockfreien Länder in der UNO über eine absolute Mehrheit verfügen, kann der nur eine Judenstaat bei den demokratischen Abstimmungen nie eine Mehrheit erreichen. Israel ist also auf ein Veto der USA angewiesen. Die USA können aber nicht immer für Israel ein Veto einlegen, weil sie damit in den Augen der Araber zum „Zionistenknecht“ werden. So haben sich im Laufe der Zeit in der UNO die VAN gebildet. VAN ist die Abkürzung von „Vereinigte Antisemitische Nationen“, deren Aufgabe es ist, in der UNO eine judenfeindliche Atmosphäre zu schaffen. Aus der Hitlerzeit entlehnt, verwendet die arabische Propaganda den Begriff „jüdische Weltverschwörung“, woraus ersichtlich wird, dass es den Arabern nicht in erster Linie um die Befreiung Palästinas aus den Händen der Israelis geht, sondern um die Vernichtung der weltweiten Judenheit. (Israel Heute


01-06-2008

ARABISCHE WELT WILL ISRAELISCHE PRODUKTE: Trotz des anti-Israel Hasses, der in Teilen der arabischen Welt weit verbreitet ist, steigen die direkten Exporte aus Israel in die arabische Welt stetig. Exporte nach Marokko, Tunesien, Ägypten und Jordanien waren im ersten Quartal des Jahres 2008 um 45 % höher als im Vorjahr, so das israelische Institut für Export und internationale Kooperation. Jordanien ist Israels größter Abnehmer aus der arabischen Welt mit einem 85-prozentigen Anstieg in Exporten im vergangenen Jahr. Jordanien führt Metalle, Juwelen, verarbeitete Holzprodukte, Textilien und Plastik von über 1000 israelischen Firmen ein. (Israel Heute)


30-05-2008

1000 PALÄSTINSER FÜR EINEN ISRAELI: Hamas-Führer Mahmud Zahar erklärte gestern in Doha/Katar, dass die Freilassung des von Hamas-Palästinensern entführten Soldaten Gilad Shalit sowie der Hamas-Waffenstillstand, nun von Israel abhängt. Die Hamas-Palästinenser fordern für den einen Israeli Gilad Shalit 1000 Palästinenser, die in israelischen Gefängnissen sind, aber nicht irgendwelche, sondern in erster Linie Erzterroristen, die Blut an den Händen haben, weil sie bei Terroranschlägen Juden getötet haben und deshalb zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt wurden. Gegen die Freilassung solcher Mörder aber sträubt sich Israel. Deshalb bevorzugt die Regierung die Freilassung von solchen Terroristen, die sowieso bald ihre Haftzeit beenden.


29-05-2008

EXPERTE: GOLAN WIRD ÜBERFÜLLTER TERRORSTÜTZPUNKT: Dr. Guy Bechor, Experte für arabische Angelegenheiten am Interdisciplinary Center in Herzliya, schätzt, dass eine „Golan-für-Frieden“-Abmachung auf lange Sicht Israel alles andere als Frieden einbringen wird. Er befürchtet, dass gegen alle Versprechen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad die radikalen moslemischen Kräfte den Landteil übernehmen werden und Israel dadurch verletzbar machen. Er befürchtet, dass Terroristen aus Iran, Afghanistan und weiteren Ländern auf die Golanhöhen vordringen werden und die Situation im Norden in einen Albtraum verwandeln würden. (Israel Heute)


28-05-2008

ISRAELISCHE ARABER ZWISCHEN DEN FRONTEN: Als die meisten Einwohner des Staates Israel fröhlich den 60. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit feierten, standen innerhalb der israelisch-arabischen Bevölkerung die Spannungen darüber im Vordergrund, wie man sich selbst innerhalb eines jüdischen Staates definieren könne. Viele israelische Araber sehen sich auf nationale Art und Weise mit den palästinensischen Arabern verbunden. Sie halten Israels Wiedergeburt für eine Katastrophe, arabisch „Nakba”. „Es gibt keine israelische Nationalität“, sagte Knessetmitglied Talab A Sana gegenüber israel heute. „National gesehen bin ich Palästinenser, weil sich der Staat Israel als jüdische Nation definiert und ich nicht jüdisch bin.“ So empfindet auch Ibrahim Sarsour. Der Knessetabgeordnete nennt Israel einen „rassistischen jüdischen Staat”. Ahmed Tibi, der Berater Jassir Arafats war und ein scharfer Kritiker Israels sowie seiner jüdischen Mehrheit ist, tut es ihm gleich. Die strikte Ablehnung, als Teil Israels identifiziert zu werden – wie sie von diesen und anderen arabischen gesetzgebenden Personen so häufig zum Ausdruck kommt – hat eine gefährliche Auswirkung: Es entsteht gleichsam eine feindliche Nation innerhalb der Nation. Dies geht so weit, dass sich zunehmend israelische Araber am anti-jüdischen Terror beteiligen. (Israel Heute)


27-05-2008

UMFRAGE: 40% DER SÄKULAREN JUDEN LEBEN KOSCHER: Eine Umfrage der Bewegung für progressives Judentum hat ergeben, dass 38 % aller säkularen Juden, die in Israel leben, koscher essen gegenüber den traditionellen Juden mit 94 %. 36 % der säkularen Juden zünden am Schabbat Kerzen an, 47 % nie. Unter der traditionellen Bevölkerung zünden 87 % regelmäßig Kerzen an. Laut der Umfrage leben nur die Hälfte der israelischen Juden koscher. Während 67 % der traditionellen Juden regelmäßig in die Synagoge gehen, tun dies nur 20 % der säkularen. 42 % sagten, dass sie niemals in die Synagoge gehen. 1035 jüdische Männer und Frauen ab 18 Jahren nahmen an dieser Umfrage teil. (Israel Heute)


26-05-2008

PRÄHISTORISCHE HÖHLE GEFUNDEN: Eine große Tropfsteinhöhle voller prähistorischer Artefakte wurde während Arbeiten an einer Abwasserleitung im westlichen Galiläa gefunden. Die Arbeiter riefen die Israelische Altertumsbehörde, nachdem sie aus Versehen in die unentdeckte Höhle vordrangen. Die Archäologen sagen, dass die Höhle der reichste prähistorische Fund in Israel seit über 50 Jahren sei. Die Höhle enthielt zahlreiche Werkzeuge aus Feuerstein und Überreste von Tieren, die in der Region ausgestorben sind. In den nächsten Monaten und Jahren werden Forscher die Höhle und die dort gefundenen Artefakte gründlich erforschen, um über das Leben, Klima und die Tierbevölkerung im Eretz Israel zur prähistorischen Zeit mehr zu erfahren.


25-05-2008

UNTERSUCHUNG VON BUCHVERBRENNUNG: Israels Generalstaatsanwalt Menni Mazuz beauftragte die Polizei herauszufinden, wer hinter der Verbrennung von Neuen Testamenten in Or Jehuda bei Tel Aviv steckt. Der orthodoxe Vize Bürgermeister hatte zwar in einem Interview diese Tat verurteilt, weil sie das Ansehen Israels schadet, steht nun aber selber unter Verdacht, die Verbrennung der Neuen Testamente organisiert zu haben, die äthiopische Juden von Missionaren bekommen hatten. (Israel Heute)


23-05-2008

MILITÄRGEHEIMDIENSTCHEF YADLIN ZU DEN BEDROHUNGEN ISRAELS: „Seit der Abkoppelung und ganz sicherlich seit der Machtübernahme in Gaza, versucht die Hamas eine Armee aufzubauen. Sie durchläuft einen ähnlichen Prozess wie die Hisbollah: den Übergang von einer Terrororganisation zu einer halbmilitärischen Organisation mit Kompanien, Bataillonen und Brigaden. Die Hamas verknüpft heute Terrorkompetenz mit Charakteristika einer Armee, die Fähigkeiten zu punktuellen Angriffen, eine begrenzte Artilleriemacht und vor allem die Fähigkeit zum Umgang mit einer israelischen Bodenoffensive hat. Die Schaffung eines Abschreckungsgleichgewichts gegenüber Israel ist das Rational, das der Aufrüstung der Hamas zugrunde liegt. Diese Balance beruht auf der Fähigkeit der Hamas, die Zivilbevölkerung im Grenzgebiet zum Gaza-Streifen und danach auch tiefer im israelischen Kernland unter Beschuss zu nehmen. Es ist das Hisbollah-Modell, aber die Hamas ist noch weit davon entfernt, eine Hisbollah zu sein.“ „Die Waffen mit steiler Flugbahn wurden von der Hamas aus primitiveren Raketen mit einer Reichweite von einigen Kilometern (9 oder sogar 13 Km) entwickelt. Heute beschäftigt sich die Hamas hauptsächlich mit dem Versuch des Schmuggels von Standardraketen nach Gaza. Die Reichweite dieser Raketen, 122mm-Katyushas, beträgt gewöhnlich etwa 20 Km. Bereits heute verfügt die Hamas zumindest über einige Dutzend, womöglich Hunderte solcher Raketen. Sie hat die bedeutsame Fähigkeit zu einer Reichweite von etwa 20 Km. Die Hamas will hier jedoch nicht anhalten; sie will Raketen mit einer noch längeren Reichweite bekommen. Ich erinnere daran, dass es der Hisbollah geglückt ist, Raketen mit einer Reichweite von 40 KM zu erhalten. Daher denke ich, dass das Ziel klar ist. Wenn die Angelegenheit nicht behandelt wird, wird die Hamas zusätzliche Städte in ihre Schussweite hineinziehen.“ „Jede Ortschaft im Umkreis von 40 Km wird in die Reichweite gelangen. Ashdod, Kiryat Gat und sogar Be’er Sheva.“ Ari Shavit: Ist der seit zwei Jahren herrschende Zustand an der Grenze zum Gaza-Streifen erträglich? „Diese Frage ist keine geheimdienstliche, sondern eine politische Frage. Geheimdienstlich betrachtet kann man sagen, dass der gegenwärtige Zustand nicht mehr lange fortdauern kann. Er kann durch eine Behandlung der Fähigkeiten des Schießenden oder durch eine Behandlung seiner Absichten beendet werden. Es ist klar, wie die Fähigkeiten behandelt werden können. Die Behandlung der Absichten kann mittels Regelungen oder Abschreckung durchgeführt werden; durch die Einsicht der Hamas, dass der Preis, den sie für den Beschuss zahlen wird, sehr sehr hoch ist.“ „Die Bodenaufstellung der Hamas basiert auf unterirdischen Stellungen, Sprengsätzen und Scharfschützen. Die Hamas bereitet sich darauf vor, dass Israel sich für eine Bodenoffensive entscheidet, und tut alles, um ihm eine Aktion wie die Operation Schutzschild [Einsatz der israelischen Armee im Westjordanland im Frühjahr 2002] zu erschweren. Die Hamas hat eine Anzahl von Brigaden aufgestellt. Zusätzlich dazu herrscht sie über die Polizei und hat Sicherheitskräfte aufgebaut, die eine kriegerische Anstrengung zu unterstützen wissen.“ A.S.: Kann man zu einem Frieden mit der Hamas gelangen? „Es ist wichtig, zwischen drei Begriffen zu unterscheiden. Frieden, Hudna und Tahadiyah. Der Begriff Frieden mit Israel existiert in der Terminologie der Hamas nicht. Die Hamas könnte sich aus der Blockade befreien, wenn sie bereit wäre, über Frieden und die Anerkennung Israels zu reden. Sie tut dies nicht. Wenn sich die Hamas unter militärischem Druck befindet, stimmt sie dem zu, was sie Hudna nennt. Die Hudna ist eine Feuerpause, für die die Hamas mehr fordert, als Arafat für ein Friedensabkommen mit Israel gefordert hat. Die Hamas gibt sehr viel weniger als Arafat und fordert sehr viel mehr: Rückkehr zu den Grenzen von 1967 bis zum letzten Zentimeter, Rückkehr nach Jerusalem und Rückführung der Flüchtlinge.“ A.S.: Sie sagen also, dass eine Hudna mit der Hamas unmöglich ist? „Solange dies die Bedingungen der Hamas sind, scheint die Hudna unmöglich.“ „Die Tahadiyah ist ein noch schwächerer Begriff, der Beruhigung bedeutet. Die Hamas will die Tahadiyah sehr. Sie versteht, dass ihre Lage in Gaza politisch, wirtschaftlich und öffentlich schwer ist. Daher sucht sie nach Beruhigung. Auch die Öffentlichkeit in Gaza bittet sie um Beruhigung. Die Tahadiyah soll die Spannung herabmindern, in der sich die Hamas als Terrororganisation befindet, die als Regierung für die Bürger verantwortlich ist und an der Fortdauer ihrer Herrschaft interessiert ist.“ A.S.: Wird eine Beruhigung zum Erstarken der Hamas beitragen und Israel in der Zukunft gefährden? „Wenn ein Ende des Waffenschmuggels nicht Teil der Beruhigung sein wird und die Waffenproduktion im Gaza-Streifen fortdauert, wird die Hamas im Laufe der Tahadiyah erstarken. Sollte die Einstellung des Waffenschmuggels und der Waffenproduktion sichergestellt werden, wäre die Antwort eine andere.“ „Die Tahadiyah, wie sie zwischen dem ägyptischen Geheimdienstchef Omar Suleiman und der Hamas vereinbart worden ist, löst vielleicht kurzfristig das Problem des Terrors aus Gaza. Aber langfristig bietet sie keine Antwort auf den kontinuierlichen Schmuggel und oder die Aufrüstung der Hamas. Auch die Trennung von der Freilassung von [dem entführten Soldaten] Gilad Shalit ist problematisch.“ „Das langfristige strategische Ziel der Hamas ist, dass der Staat Israel verschwindet und der palästinensische Staat, der ihn ersetzt, ein Staat nach dem islamischen Religionsgesetz wird. Aber die Hamas hat auch kurzfristigere Ziele: ihre Herrschaft in Gaza zu konsolidieren, die Blockade Gazas aufzubrechen, über die palästinensische Politik zu bestimmen, eine Abschreckung gegenüber Israel zu schaffen und die Kämpfe gegen Israel fortzuführen. Man achte auf die Reihenfolge. Sie ist das wichtigste in Bezug auf die Einschätzung der zukünftigen Positionen der Hamas.“ „Die Tatsache, dass eine Terrororganisation gleichzeitig die Regierung stellt, macht die Situation im Gaza-Streifen außergewöhnlich und auch sehr interessant. Die Notwendigkeit der Zurechnungs- und Verantwortungsfähigkeit steht in starker Spannung zur gotteskriegerischen Einstellung. Gaza ist nach dem Sudan der zweite Fall in der Geschichte, in dem die Muslimbrüder-Bewegung über einen arabischen Staat herrscht. Der Beweis, dass ein solcher Staat möglich ist, ist ein sehr wichtiges strategisches Ziel für die Hamas.“ (Haaretz, 16.05.08)


22-05-2008

GAZA-EINWOHNER RÜSTEN AUF ELEKTROAUTOS UM: Seit dem Terroranschlag auf den Nahal Oz-Terminal im April, hat Israel die Treibstofflieferungen drosseln müssen, da die Anschlagsgefahr für Mitarbeiter zu hoch ist. Die meisten Autobesitzer betanken ihre Autos seither mit Speiseöl. Dieses Problem hat zwei Bewohnern von Gaza einen Denkanreiz gegeben und so haben Fayes Amman und Wasim al-Khuzundar ein elektrisches Auto entwickelt, dass mit 32 Batterien angetrieben wird. „Die Leute haben anfänglich darüber gelacht und gesagt, dass es nicht funktionieren wird. Jetzt bitten uns die Menschen ihre Autos auch umzubauen“, sagte Amman. Er fügte hinzu: "Der Treibstoffmangel, der furchtbare Gestank von Speiseöl und die andauernde Belagerung haben uns motiviert die Arbeit zu verbessern bis das Auto funktionsfähig war.“ Die Kosten des Projekt schätzte Amman auf circa 1600 Euro – das hänge aber von der Größe des Autos ab. (Israel Heute)


21-05-2008

FRIEDMANN: ISRAEL MUSS NICHTJUDEN HOCHZEIT ERLAUBEN: Justizminister Daniel Friedmann hat sich dafür ausgesprochen, dass Israel nichtjüdischen Einwohnern gestatten müsse, ohne religiöse Zeremonie zu heiraten. In Israel ist es bisher nur möglich, in Anwesenheit eines religiösen Vertreters zu heiraten. Neueinwanderer, die laut jüdischem Gesetz nicht als jüdisch anerkannt werden, aber auch keiner anderen Religion angehören, können in Israel nicht heiraten, da Juden und Nichtjuden sich in Israel nicht das Ja-Wort geben dürfen. Standesamtliche Trauungen im Ausland werden allerdings anerkannt. Friedmann bat auch das Rabbinat darum, den Konvertierungsprozess für nichtjüdische Einwanderer zu erleichtern. Oberrabbiner Shlomo Amar reagierte auf Friedmanns Vorschlag mit den folgenden Worten: „Mein letzter Vorschlag an den Justizminister war der, dass sie untereinander heiraten können, genau so, wie Christen, Moslems und Mitglieder anderer Sekten in Israel heiraten dürfen. Nichtsdestotrotz dürfen sie keine Juden heiraten. Wir können kein we sentlicher Bestandteil dieser Generationsseuche „Anpassung“ sein“, so Shlomo Amar. (ISRAEL HEUTE)


20-05-2008

VORSCHLAG HEBRÄISCH ALS EINZIGE OFFIZIELLE ERSTSPRACHE: Das Knesset-Mitglied Limor Livnat (Likud) und drei weitere führende Knesset-Mitglieder (Kadima, Likud und Schass) wollen diese Woche einen Vorschlag in der Knesset einreichen, dass Arabisch von der Liste der offiziellen Erstsprachen Israels gestrichen wird. Dieser Vorschlag sieht vor, dass Hebräisch die einzige offizielle Erstsprache wäre und Arabisch, Englisch und Russisch offizielle Zweitsprachen werden würden. Livnat sagte, dass dieser Vorschlag sinnvoll ist aufgrund der Demographie des Landes. „Es leben circa 6 Mio. Hebräisch-Sprecher, mehr als 1 Mio. Arabisch-Sprecher und mehr als 1 Mio. Russisch-Sprecher im Staat Israel”, sagte Livnat. Englisch soll zusätzlich hinzukommen, da es für Auslandsbeziehungen genutzt wird und außerdem in der Schule unterrichtet wird. (Israel Heute)


19-05-2008

WARUM ISRAELIS DAS LEBEN LIEBEN: Ein in der Asia Times veröffentlichter Artikel erklärt anhand einer Statistik, warum Israel das „glücklichste Land der Welt“ ist. In der Statistik wurden Fruchtbarkeitsraten mit Suizidraten verglichen. Spengler, der Autor des Artikels, sammelte und verglich diese Daten von 35 Industriestaaten und fand heraus, dass Israelis „das Leben mehr lieben und den Tod mehr hassen, als jede andere Nation“. Spengler verglich in seiner Statistik Menschen, die sich dazu entschieden neues Leben hervorzubringen mit denen, die sich dazu entschieden, ihr eigenes zu nehmen. Israels Geburtenrate pro Frau liegt laut Spengler bei 2,77, während die Sterberate bei 6,2 auf 100.000 Menschen kommt. In den USA liegen die Zahlen entsprechend bei 2,1 und 11, in Frankreich bei 1,98 und 18. Während die Israelis das Leben so sehr lieben, unterrichten die Moslems das Folgende (selbst in Grundschulbüchern der Palästinensischen Autonomiebehörde für die 2. Grundschulklasse): „So sehr wie Ihr das Leben liebt, lieb en wir den Tod.“ (ISRAEL HEUTE)


18-05-2008

BEFREIT IMAD SA’AD: Imad Sa'ad ist ein 25-jähriger Polizist der Palästinensischen Autonomiebehörde, der von den Kräften Mahmud Abbas’ festgenommen wurde, da er Israel Informationen über den Verbleib von vier gesuchten palästinensischen Terroristen zukommen ließ. Die PA hatte sich bis dahin geweigert die vier Männer Israel auszuliefern. Sa’ad wurde als „Kollaborateur“ in einem Gericht der PA in Hebron zum Tode verurteilt. Laut dem Osloer Abkommen hat der besagte Polizist alles richtig gemacht, denn gesuchte Terroristen müssen von der PA an Israel ausgeliefert werden im Kampf gegen den Terrorismus. Israel und die gesamte Weltöffentlichkeit müssen sich nun darum kümmern, dass sich die PA an die Abmachungen, die getroffen wurden, hält. Wer sich nicht an solche Abmachungen hält und damit den Terrorismus fördert, der kann nicht ernsthaft in aller Öffentlichkeit behaupten, dass Israel keinen Frieden will. (Israel Heute)


16-05-2008

UN-BOTSCHAFTER GILLERMAN WARNT VOR GESCHEHEN IM LIBANON: Israels UN-Botschafter Dan Gillerman warnte gestern vor der UNO eindringlich vor dem aktuellen Geschehen im Libanon. In Jerusalem wird die Entwicklung der Geschehnisse mit großer Sorge beobachtet, selbst wenn die Regierung noch keine offizielle Stellungnahme dazu bekannt gegeben hat. Unter anderem sagte der israelische Botschafter dass „Die Situation im Libanon, zwischen den Syrern und den Iranern, sehr schlecht aussieht. Die Sicherheitsratsresolution 1701, die den zweiten Libanonkrieg beendete, wird nicht umgesetzt. Äußerst alarmierend ist, dass der Iran an unserer Nordgrenze ist, und in gewisser Weise auch an unserer Südgrenze.“„Waffen werden an die Hisbollah geleitet, während der Libanon zerrissen wird und blutet. Dies ist die Fortsetzung einer 40jährigen Tragödie, von Bürgerkriegen und Übernahmeversuchen verschiedener Elemente“, bemerkte der Botschafter und fügte hinzu dass „Die internationale Gemeinschaft handeln solle, dem Libanon und der gesamten Region zuliebe, um die gefährliche Verschlechterung der Lage zu stoppen und die Uhren zurückzudrehen.“ (Israel Heute)


15-05-2008

KULTURMINISTER ÄGYPTENS DROHT MIT BÜCHERVERBRENNUNG: Erneut herrscht diplomatische Spannung zwischen Israel und Ägypten. Grund dafür ist die Drohung des ägyptischen Kulturministers, Faruk Hosni, die er vor dem ägyptischen Parlament aussprach, eigenhändig israelische Bücher verbrennen zu wollen, sollten solche in den Bibliotheken seines Landes ausfindig gemacht werden. Israel Botschafter in Ägypten, Schalom Cohen, teilte dies dem Außenministerium in Jerusalem mit. Von dort wurde gemeldet, dass man über solch eine scharfe ja sogar antisemitische Aussage nicht hinweggehen dürfe. Sie erinnert sehr stark an die Bücherverbrennung durch die Nazis und die Kristallnacht. Das Außenministerium sandte demzufolge eine scharfe Beschwerde an die ägyptischen Behörden die auch an den Botschafter des Nachbarlandes in Israel weitergeleitet wurde. Am kommenden Sonntag wird Außenministerin Livni an dem Gipfeltreffen zwischen Bush, Mubarak, König Abdallah II. von Jordanien und Mahmud Abbas von der PA in Scharm el-Scheich und mit ihrem ägyptischen Arbeitskollegen diese Angelegenheit auch ansprechen. In Israel ist man deshalb so erbost, weil Hosni der ägyptische Kandidat für den Posten des Generalsekretär der UNESCO ist und seine Chancen diesen Posten auch übertragen zu bekommen, sehr gut sind. (ISRAEL HEUTE)


14-05-2008

2100 JAHRE ALTE JESAJA-SCHRIFTROLLE WIRD AUSGESTELLT: Zu Ehren Israels 60. Geburtstag wird die Jesaja-Schriftrolle, die seit 40 Jahren in einem dunklen Raum liegt, in dem die Temperatur und Feuchtigkeit kontrolliert werden, für zwei Monate im Israel Museum ausgestellt. Die Jesaja-Schriftrolle ist die einzige komplett erhaltene Schriftrolle unter den 220 in Qumran entdeckten biblischen Schriftrollen, die als die Schriftrollen vom Toten Meer bekannt sind. Die Jesaja-Schriftrolle wurde 1947 gemeinsam mit sechs weiteren Schriftrollen von einem beduinischen Schäfer entdeckt. Dieser verkaufte sie an zwei Antiquitätenhändler in Bethlehem, die einige der Schriftrollen an Eliezer Sukenik, den damaligen Leiter der Archäologie-Abteilung der Hebräischen Universität verkauften. Von 1965 waren die Schriftrollen zwei Jahre lang ausgestellt, aber aus Angst, dass sie zerfallen könnten in den oben genannten Raum gebracht. (ISRAEL HEUTE)


13-05-2008

NEUES SICHERHEITSSYSTEM SOLL GEDANKEN VON TERRORISTEN LESEN: Eine israelische Technologie-Firma, die 2003 mit dem Ziel gegründet war, ein System zu entwickeln, das die Absicht eines Individuums Schaden anrichten zu wollen erkennen kann, steht kurz vor dem Durchbruch. In Kürze soll ein einsetzbereites Gerät auf den Markt gebracht werden. WeCu (Fachsprache für SMS-Nachrichten "we see you") wurde von israelischen Forschern gegründet, als die palästinensischen Selbstmordattentate ihren Höhepunkt erreicht hatten, um eine technische Lösung für Israels wachsendes Sicherheitsproblem zu finden. Wie die Tageszeitung Haaretz berichtete, kann das neue System der Firma in öffentlichen Gegenden eingerichtet werden, wo es ruhig und schnell Menschen ohne ihr Wissen prüfen kann. Das System nutzt biometrische Sensoren, um festzustellen, ob ein Individuum plant, einen Terroranschlag auszuführen, selbst wenn der Verdächtige zu dem Zeitpunkt keine Bombe oder andere Waffen bei sich trägt. Die meisten Terroristen kundschaften ihr Angriffsziel mindestens einmal aus, bevor sie einen Anschlag verüben. Sollte das System erfolgreich sein, würde es den Druck auf den Schultern der israelischen Sicherheitskräfte und der privaten Sicherheitsfirmen verringern, die Einrichtungen wie Schulen und Cafés beschützen. (Israel Heute)


12-05-2008

GEWINNER DES ‚INTERNATIONALEN BIBELWETTBEWERBS’ STEHT FEST: Die 15-jähriger Zurit Branson aus Nahariya gewann den diesjährigen „Internationalen Bibelwettbewerb für jüdische Jugendliche“, der am Donnerstag in Jerusalem stattfand. Zweiter wurde der 18-jährige Elad Finish aus Beerscheva, der 15-jährige Mordechai Nadal aus den USA belegte den dritten Platz. An dem Wettbewerb, der bereits seit 45 Jahren stattfindet, nahmen 65 Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren aus 37 Ländern teil. Premierminister Ehud Olmert vergab die Auszeichnungen. Der Gewinner erhält ein Stipendium für ein Bachelor-Studium am Jerusalem College of Technology. Die Teilnehmer erreichten Israel vor zwei Wochen, um an einem speziellen „Bibel-Ferienlager“ teilzunehmen, wo sie 400 Kapitel, zu denen sie befragt werden sollten, lernten. Rabbiner wollten den diesjährigen Bibelwettbewerb boykottieren, da ein messianischer Jude der an dem Wettbewerb teilnahm. Dieser ist in ihren Augen nicht jüdisch und dürfe daher nicht an dem Wettbewerb teilnehmen. Das Bildungsministerium aber entschied, dass ein messianischer Jude, jüdisch ist und daher nicht von der Teilnahme disqualifiziert werden dürfe. (Israel Heute)


11-05-2008

AHMADINEJAD PROPHEZEIT ZERSTÖRING ISRAELS: Der iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad hat am Donnerstag über die iranische Nachrichtenagentur IRNA abermals Vernichtungsdrohungen gegenüber Israel von sich gegeben. Den zahlreichen politischen Führern auf der ganzen Welt, die Israel ihre Glückwünsche zum 60. Geburtstag übermittelten, hielt er folgende Botschaft entgegen: „Die, die denken, die stinkende Leiche des zionistischen Regimes an seinem Geburtstag wiederzubeleben liegen absolut falsch … die Existenz des zionistischen Gebildes steht in Frage. Es sieht seiner Zerstörung entgegen.“ Dabei fügte er noch hinzu: „Israel ist wie eine tote Ratte geendet, nachdem es im Libanonkrieg geschlagen wurde.“


09-05-2008

AUSSTELLUNG ÖFFNET SELTENEN EINBLICK IN GEHEIMDIENSTAKTIVITÄTEN: Die Geheimdienstabteilung der israelischen Armee hat sich zu Ehren Israels 60-jährigen Bestehens etwas ganz besonderes ausgedacht und plant, der Öffentlichkeit die Türen zu öffnen und einen kleinen Einblick in die Aktivitäten des militärischen Geheimdienstes zu geben. In der Ausstellung soll durch ein Modell erklärt werden, wie die Hisbollah arbeitet und wie sie die libanesische Landschaft nutzt, um ihre Waffen zu verstecken. Es werden beispielsweise Abschussorte für Raketen gezeigt, von denen während des Zweiten Libanonkrieges Raketen auf Israel gefeuert wurden. Zudem werden Waffen ausgestellt, die von palästinensischen und libanesischen Organisationen gegen Israel genutzt werden. Außerdem hat die Armee einen Modelltunnel vorbereitet, der ähnlich denen ist, die von Terroristen an der israelisch-ägyptischen Grenze gebaut werden, um Waffen zu schmuggeln. Palästinenser können je nach Bodenverhältnissen bis zu 15 Metern am Tag graben. Die israelische Armee stand dieser Ausstellung erst skeptisch gegenüber, rang sich aber dann durch, einen Teil auszustellen. (Israel Heute)


08-05-2008

41% ALLER JUDEN WELTWEIT LEBEN IN ISRAEL: 60 Jahre nach der Gründung des Staates Israel hat sich der Anteil der im Land lebenden Juden an der jüdischen Weltbevölkerung gegenüber dem im Jahr 1948 dramatisch erhöht und beläuft sich nun auf knapp 41%. Nach dem Holocaust gab es noch etwa 11 Millionen Juden weltweit (im Vergleich zu 16.5 Millionen vor dem Krieg). Die heutige Zahl liegt bei etwas über 13 Millionen. Während sich die jüdische Bevölkerung in Israel seit 1948 etwa verachtfacht hat (von 650 000 auf 5.5 Millionen), ist die Zahl der Juden in der Diaspora um ca. 30% gesunken, was sowohl mit der Einwanderung nach Israel als auch mit Assimilation und Überalterung zu tun hat. Prof. Sergio DellaPergola vom Avraham Harman Institute for Contemporary Jewry an der Hebräischen Universität Jerusalem geht davon aus, dass der Trend eines Schwindens der Diaspora anhält. (Hebräische Universität Jerusalem, 06.05.08)


07-05-2008

UN-LEHRER BAUTE RAKETEN FÜR TERRORISTEN: Ein angesehener Wissenschaftslehrer an der UN-Schule in Gaza hat Raketen für die Islamische Dschihad gebaut, bevor er in einer israelischen Militäraktion ums Leben kam. Der 33-jährige Lehrer Awad al-Kik wurde vergangene Woche bei einem Luftangriff getötet. Seine Verbindung mit der UN hat die internationale Organisation blamiert, die bereits seit Jahren von Israel beschuldigt wird, Terroristen zu helfen und ihnen erlaubt, UN-Fahrzeuge zu benutzen. Die UN gab bekannt, dass sie nichts von diesen Aktivitäten wusste, obwohl in al-Kiks Haus Poster des Islamischen Dschihad aufgehängt sind. Bei seiner Beerdigung wurde sein Körper in eine Fahne des Islamischen Dschihad gewickelt. Am Tor der UN-Schule fand man ein Poster mit der Aufschrift „Paradies“, in das der Lehrer-Terrorist jetzt nach Ansicht der Moslems gelangen werde. (ISRAEL HEUTE)


06-05-2008

MOR ZUR LAGE IN GAZA: Ilan Mor, Israels Gesandter in Berlin, hat im Tagesspiegel auf Interview-Äußerungen der UNWRA-Kommissarin Karen Koning Abu Said reagiert, die Israel für die Notlage der palästinensischen Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen verantwortlich macht. Der Diplomat geht in seiner Lageanalyse auch auf die jüngste Anschlagsserie an der Grenze zwischen Israel und Gaza ein. „Anfang April ist eine Gruppe palästinensischer Terroristen aus dem Gaza-Streifen in israelisches Territorium eingedrungen und hat zwei israelische Zivilisten am Treibstoff-Terminal Nahal Oz kaltblütig und brutal ermordet. Der Anschlag richtete sich gegen die Anlage, die die Bevölkerung Gazas mit Benzin und Diesel, aber auch Kochgas für die Haushalte versorgt. Unmittelbar vor dem Überfall war noch eine EU-finanzierte Treibstofflieferung für das Hauptkraftwerk des Gaza-Streifens abgefertigt worden. Wenn dies auch einer der tragischeren Terroranschläge an der Grenze war, so war es doch weder das erste noch das letzte Mal, dass die für die Lieferung humanitärer Hilfsgüter geöffneten Übergänge attackiert worden sind. In der vergangenen Woche haben die Hamas und ihre Anhänger den Übergang Kerem Shalom angegriffen und zuletzt in Nahal Oz den Treibstofftransfer behindert, den Israel mit der UNRWA (an deren Spitze eben Frau Koning Abu Said steht) koordiniert hatte. Das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah hat die Hamas bereits dafür angeprangert, die Krankenhäuser in Gaza von der Treibstoffzufuhr abgeschnitten zu haben. Diese Anschläge bringen den Zynismus der Hamas und anderer Terrororganisationen deutlich zum Ausdruck. Auf der einen Seite wird vor der Weltöffentlichkeit eine Notlage der palästinensischen Zivilbevölkerung suggeriert, auf der anderen Seite werden hoffnungsvolle Einrichtungen der israelisch-palästinensischen Kooperation, die eben zur Abwendung einer Notlage in Gaza betrieben werden, von blutigem Terror heimgesucht. Wer so handelt, kann kein politischer Partner sein.“


05-05-2008

ALTSTADT JERSUALEMS SOLL VERKEHRSFREI WERDEN: Die Ministerien für Tourismus und Verkehr arbeiten darauf hin, die Altstadt von Jerusalem vollständig für den privaten wie öffentlichen Kraftfahrzeugsverkehr zu sperren. Die Generaldirektoren der beiden Ministerien haben einen gemeinsamen Ausschuss ins Leben gerufen, um die Verkehrsinfrastruktur innerhalb und außerhalb der Altstadt den aktuellen Bedürfnissen in einer Weise anzupassen, wie es an zentralen touristischen Stätten weltweit üblich ist. Die Entscheidung für das Vorhaben wurde aufgrund des konstanten Besucherzuwachses und der positiven Prognosen für die Zukunft gefällt. Das Verkehrministerium bemüht sich nun mit der Jerusalemer Stadtverwaltung darum, die Gebühren für Parkplätze in der Umgebung zu senken und darüber hinaus Lösungen für den Anwohner- und Besucherverkehr zu finden. Shaul Tzemach, der Generaldirektor des Tourismusministeriums, betont: „Die Fahrt von privaten und öffentlichen Fahrzeugen innerhalb der Altstadt stellt eine ernsthafte Beeinträchtigung für Besucher der Sehenswürdigkeiten dar und schadet dem Reiseerlebnis in dem Gebiet. Jerusalem ist eine der wichtigsten touristischen Stätten der Welt, und daher muss ein Besuch dort ein einzigartiges und besonderes Ereignis sein.“ (Israel Heute)


04-05-2008

ISRAELISCHE JUGENDLICHE SEHEN IHREN STAAT EXISTENTIELL BEDROHT: Eine wachsende Zahl israelischer Jugendlicher ist der Meinung, dass ihr Land existentiell bedroht ist. Dies geht aus einer Umfrage der Anti-Defamation League (ADL) hervor. Der telefonischen Erhebung unter 500 Teenagern im Alter von 15 bis 17 Jahren zufolge glauben 30%, dass Israel unter einer „ernsthaften Zerstörungsgefahr“ steht, während 52% von einer „gewissen Zerstörungsgefahr“ ausgehen. 9% der israelischen Jugendlichen meinen, dass ein zweiter Holocaust eine reale Möglichkeit sei, während 30% immerhin eine „gewisse Möglichkeit“ erkennen. 59% schließen dies völlig aus. 91% sind sich des globalen Antisemitismus bewusst, 80% haben ihn jedoch persönlich noch nicht erfahren. (Yedioth Ahronot, 30.04.08)


02-05-2008

HAMAS: JUDEN PLANTEN HOLOCAUST UM BEHINDERTE UNTER IHNEN ZU TÖTEN: Auf dem Hamas-Fernsehsender Al-Aqsa TV wurde eine neue Version der Holocaust-Leugnung ausgestrahlt, rechtzeitig zum Holocaust Gedenktag, der heute begangen wird. Die Hamas sagt, dass die Juden selber den Genozid geplant hätten, um die „Behinderten“ unter ihnen loszuwerden. Das Programm ist Teil des Lehrprogramms der islamistischen Terrorgruppen und soll den Kindern vermitteln, dass der Holocaust in Wahrheit ein zionistischer Komplott war, der dafür sorgen sollte international Sympathien entgegengebracht zu bekommen. Amin Dabur, Leiter des Palästinensischen Zentrums für Strategieforschung, erklärte, dass die jungen und gesunden Juden nach Palästina/Eretz Israel geschickt wurden, während die Behinderten getötet werden sollten, um den Holocaust vortäuschen zu können. Der Sprecher des Programms sagte: „Die angebliche Anzahl von Juden (die im Holocaust getötet wurden) war lediglich für Propagandazwecke gedacht.“ (Israel Heute)


01-05-2008

SCHWERE WASSERNOT IN AUSSICHT: Vier aufeinanderfolgende Jahre mit unzureichenden Niederschlägen und parallel dazu steigender Bevölkerungszahl, sind der Grund für ein weiteres Absinken des Wasserspiegels des See Genezareth. Sollte nicht doch noch ein Regen-Wunder geschehen, wird entsprechend der Berechnungen der Wasserbehörde der See im Juli mit 214 Meter unter dem Meeresspiegel, nicht nur die Rote, sondern die Schwarze Linie erreichen, was zur Folge hat, dass die Pumpen abgestellt werden müssen. Insgesamt hat die Wasserbehörde drei Wasserstandslinien festgelegt: die Obere Rote Linie, die Untere Rote Linie und die Schwarze Linie. Die Obere Rote Linie liegt bei –208,80 Meter, wenn diese überschritten wird, muss der Degania-Damm geöffnet werden, um ein Überfließen des Sees zu verhindern. Die Untere Rote Linie liegt bei –213 Meter, der Wasserspiegel, wenn sich die Menge der Pollutanten im Wasser zu unerwünschten Mengen mehrt. Bei der Schwarzen Linie schauen die Öffnungen der Pumprohre schon teilweise aus dem Wasser.


30-04-2008

IST ISRAEL WIRKLICH SO SCHLIMM? Wenn der Zustand des Bildungswesens hier so schlecht ist, die Hochschulen sich in freiem Fall befinden und der Braindrain in vollem Gange ist, wie erklärt ihr die Tatsache, dass unser High-Tech-Sektor so erfolgreich ist, dass die Zahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen (ebenso wie die der Patente) pro Kopf die weltweit höchste ist und wir das Disc-on-key und die Mobiltelefon-Textnachrichten erfunden haben? Wenn wir uns um nichts mehr kümmern und kein Interesse mehr an dem haben, was im Land passiert, wie erklärt ihr die Tatsache, dass der Rabin-Platz sich fünfmal im Jahr mit Demonstranten füllt, dass die Abendnachrichten die meistgesehenen Fernsehsendungen sind und die meisten Diskussionen sich hierzulande um Politik drehen? Wenn die Öffentlichkeit den Glauben an die Armee verloren hat, unsere gegenseitige Verantwortung dahinschwindet und die Zahl der Wehrdienstverweigerer in die Höhe schnellt, wie erklärt ihr die Tatsache, dass wir alle mit dem Schicksal unserer Entführten beschäftigt sind und dass die Rekrutierungsrunde der Armee gleich nach dem zweiten Libanonkrieg alle Rekorde gebrochen hat, nachdem sich 70.8% der neuen Rekruten zu Kampfeinheiten gemeldet hatten? Wenn die Regierungskorruption allgegenwärtig ist und das Gesetz ein Scherz, wie erklärt ihr die Tatsache, dass der Sohn eines früheren Ministerpräsidenten im Gefängnis sitzt, der frühere Arbeitsminister gerade wegen Bestechlichkeit verurteilt wurde und unser Ministerpräsident ständigen Untersuchungen ausgesetzt ist? Wenn unsere Presse so dümmlich geworden ist wie in Amerika, so sensationslüstern wie in England, so verantwortungslos wie in Italien, wie erklärt ihr die Tatsache, dass die Zeitungen letzte Woche alle Supermodels beiseite schoben für die Veröffentlichung des ersten Kapitels von David Grossmans neuem Buch? Wenn die Wirtschaft zusammenbricht, die Sorge um die Armen stetig zurückgeht und das Finanzministerium von einer Bande Neokonservativer, die tun, was ihnen gefällt, übernommen worden ist, wie erklärt ihr die Tatsache, dass die Zahl der armen Israels schon das zweite Jahr in Folge zurückgeht, der Wisconsin-Plan eine Erfolgsgeschichte zu sein scheint und auch nicht eine einzige Person in der Geschichte unseres Landes an Hunger gestorben ist? Wenn jede ultraorthodoxe Familie zehn Kinder hat und immer mehr Leute religiös werden, wie erklärt ihr die Tatsache, dass Ultraorthodoxen weiterhin 8% der Bevölkerung darstellen, genau so viel wie zur Zeit der Staatsgründung? Wenn die russischen Neueinwanderer sich nicht integrieren, lieber in ihren eigenen Ghettos leben, russische Zeitungen lesen, russisches Fernsehen sehen, in ihren eigenen Läden einkaufen, wie erklärt ihr die Tatsache, dass praktisch alle von ihnen Hebräisch gelernt haben, ihre Kinder in Massen der Armee beitreten, dass etwa 80% von ihnen eine Eigentumswohnung besitzen (ein höherer Prozentsatz als bei der übrigen Bevölkerung) und sie keinerlei Absicht zeigen, nach Moskau zurückzukehren? Wenn unsere Jugendlichen gewalttätig und gleichgültig sind, zu viel Alkohol trinken und sich nur darum kümmern, in Clubs zu gehen und sich gegenseitig abzustechen, wie erklärt ihr die Tatsache, dass knapp 250 000 Kinder Mitglieder in Jugendgruppen sind und Zehntausende sich für ein soziales Jahr entscheiden oder sich sozialen Organisationen anschließen? Wenn unsere Einwanderungspolitik wegen der Last vor dem Kollaps steht, das Landwirtschaftsministerium Massen von Thai-Arbeitern hierher bringt, jeder alte Israeli eine philippinische Pflegerin hat und Tausende von Palästinensern jeden Tag zum Arbeiten hierher kommen, wie erklärt ihr die Tatsache, dass die Arbeitslosenrate im ersten Quartal auf 6.5% gesunken ist, ein Tiefststand seit 15 Jahren? Wenn unser Gesundheitssystem zusammenbricht, unsere Ärzte das Land verlassen und zusätzliche Krankenversicherungen ein Vermögen kosten, wie erklärt ihr die Tatsache, dass unsere Staatsausgaben pro Kopf für die Gesundheit nur 7.8% des Bruttoinlandseinkommen betragen, etwa halb soviel wie in den USA und nur zwei Drittel des Anteils in Deutschland und Frankreich? Und wie erklärt ihr die Tatsache, dass die Lebenserwartung hier höher ist als in diesen Ländern. Wenn Präsident Bush der beste Freund ist, den Israel je hatte, Italiens Berlusconi erklärt, dass er pro-zionistisch ist, Frankreichs Sarkozy Holocaust-Studien an jeder Schule im Land einführen will, Deutschlands Angela Merkel die Unterstützung der Palästinensischen Autonomiebehörde eingestellt hat und uns in der Knesset erzählt, wie sehr sie uns liebt, und Tony Blair sich selbst zum Friedensbotschafter ernannt hat, wie erklärt ihr die Tatsache, dass wir das Gefühl haben, dass jeder uns hasst? Wenn unsere persönliche Sicherheit dahinschwindet, die Kriminalität anschwillt und wir vor Angst ausgeraubt zu werden nicht mehr das Haus verlassen können, wie erklärt ihr die Tatsache, dass in einer äußerst weiten Umfrage 81% der Israelis gesagt haben, dass sie mit ihrer Nachbarschaft zufrieden sind, und 75% gesagt gaben, dass sie sich „sicher fühlen, wenn sie Nachts allein auf der Straße gehen“? Wenn die Mädchen hier einen schlechten Kleidergeschmack haben, jedes dritte Mädchen sich am Bauchnabel piercen lässt, die Hälfte von ihnen tätowiert sind wie ein irischer Seemann und der Schweiß ihnen drei Minuten, nachdem sie aus dem Haus gegangen sind, ihr Make-up verwischt, wie erklärt ihr die Tatsache, dass jeder Tourist, der hierher kommt, sofort erklärt, dass israelische Frauen die schönsten auf der ganzen Welt sind? Wenn wir zu einem Haufen unkultivierter Barbaren geworden sind, die auf der Straße schreien, fluchen, Verachtung für die Akademie und die Künste zeigen und nur Fernsehen gucken, wie erklärt ihr die Tatsache, dass wir weltweit die Nummer eins sind, wenn es um Museen pro Kopf geht, Nummer zwei, wenn es um die Lektüre von Büchern geht, dass der Prozentsatz der Israelis, die ins Theater gehen (41%) doppelt so hoch ist wie der derjenigen, die zu Fußballspielen gehen und dass jeder vierte Israeli dieses Jahr ein klassisches Konzert besucht hat? Wenn wir so viel leiden, ein reduziertes Flugticket nur 240 Dollar kostet und Kanada uns gerne aufnimmt, wie erklärt ihr die Tatsache, dass wir immer noch hier sind? (Yedioth Ahronot, 26.04.08)


29-04-2008

„SOLDAT“ AUF VIER RÄDERN: Die Erfindung eines neuen Fahrzeugs mit dem Namen „Guardium“, das ohne Fahrer durch Städte navigieren kann, ist bahnbrechend. Das Fahrzeug funktioniert wie eine Art Roboter und kann Kreuzungen, Verkehrs- und Straßenmarkierungen erkennen. Es ist geeignet, um Grenzen zu kontrollieren, da es Kameras besitzt, die ständig die Umgebung absuchen. Die Kameras suchen einen Bereich von 360 Grad ab. Sobald etwas Verdächtiges wahrgenommen wird, wird der „Fahrer“, der die Geräte überwacht, alarmiert. Erez Peled, Generaldirektor von G-Nius Unmanned Ground Systems, der Firma, die den Roboter entwickelte, sagte: „Vertreter von Armeen, die hohe Opferzahlen durch Gefahren wie Bomben am Straßenrand verbuchen, sind von diesem Produkt begeistert.“ Die israelische Armee wollte sich nicht weiter zu diesem Fahrzeug äußern, da es noch nicht eingesetzt wurde. Jedes Fahrzeug hat einen Wert von circa 385.000 Euro ohne die zusätzlichen Überwachungsgeräte (Israel Heute)


28-04-2008

MOSLEMISCHE HACKER GEGEN WEBSEITE DER BANK OF ISRAEL: Die Internetseite von Globes informierte die Bank of Israel am Freitag, dass ihre Seite anti-israelische Nachrichten anzeigen würde. Bis heute funktioniert die Seite nicht, das Ausmaß des Schadens ist noch unklar. Man glaubt, dass die Hacker, die in die Seite eingedrungen sind, aus Algerien kommen. Die Hacker hatten die Listen der Auslandswährungen mit anderen Zahlen und Warnungen gegen Juden ausgetauscht. Die Hacker „pflanzten“ eigene Nachrichten auf der Internetseite ein wie z.B. das Israel den Krieg gegen die Moslems verlieren werde. Die Globe-Reporter waren die ersten, die die Bank of Israel informierten, da diese wegen der Pessach-Ferien nicht an ihrem Arbeitsplatz waren. Die Internetseite wurde sofort abgeschaltet, bis das Problem behoben ist. Yossi Saadon, der Sprecher der Bank of Israel, sagte, dass die Seite erst wieder geöffnet wird, wenn die Hacker gefunden sind und wenn sichergestellt werden kann, dass der Angriff vorbei ist. (Israel Heute)


27-04-2008

PALÄSTINENSER BEHINDERN UNRWA-AKTIVITÄTEN IM GAZA- STREIFEN: Oberst Nir Press, der Leiter des Koordinations- und Verbindungsbüros für den Gaza-Streifen hat am Donnerstag zu der Angelegenheit des vom UN-Flüchtlingshilfswerk (UNRWA) beklagten Treibstoffmangels Stellung genommen. „Nachdem wir von der UNRWA eine Anfrage in Bezug auf den Mangel an notwendigem Treibstoff erhalten hatten, haben wir gestern mit ihr, der palästinensischen Treibstoff-Assoziation und der palästinensischen Treibstoff-Verwaltung die Lieferung des angeforderten Treibstoffs koordiniert. Der besagte Transfer bestand aus 100 000 Liter Diesel und zusätzlichen 20 000 Litern Benzin und sollte aus dem Treibstoffbestand im palästinensischen Depot bei Nahal Oz bezogen werden. Der dortige Bestand beläuft sich auf eine Million Liter. Die Palästinenser haben im Laufe des vergangenen Monats keinerlei Treibstoff von dort entnommen und liefern nicht den für humanitäre und zivile Anforderungen notwendigen Treibstoff. Auf diese Weise erzeugen die von der Hamas geführten Palästinenser Engpässe, Mangel und Krise.“ In Übereinstimmung mit dem Transferabkommen kam am Donnerstagnachmittag der erste Tanklastzug aus dem Gaza-Streifen, um Treibstoff für die UNRWA zu beziehen. Zehntausende Palästinenser blockierten jedoch die Hauptzufahrtswege zu dem Depot, verhinderten die Zufahrt des Tankwagens und somit die Treibstoffversorgung. Es sei betont, dass Israel in die Vorgänge im Gaza-Streifen, den Verkehr auf den Straßen oder die Zufahrt zum Depot nicht involviert ist oder Verantwortung dafür trägt. Israel hat die UNRWA für ihre aktuellen Aktivitäten der vergangenen Monate mit Treibstoff versorgt und seit gestern versucht, der Organisation gegenüber den Palästinensern beizustehen, um den Bezug des notwendigen Treibstoffs zu ermöglichen, und zwar in ähnlicher Weise, wie es in Hinsicht auf die Dieselzufuhr für das Kraftwerk im Gaza-Streifen geschehen ist. Gestern sind etwa eine Million Liter an das Kraftwerk geliefert worden, die gesamte Menge hat ihre Bestimmung erreicht. Es ist unsere Hoffnung, dass die Palästinenser den Tanklastzügen morgen erlauben werden, das Treibstoffdepot zu erreichen und die UN-Organisationen, die sich um die Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen kümmern, zu versorgen. Leider erleben wir abermals einen weiteren Versuch der Hamas, auf Kosten der Zivilbevölkerung eine Krisensituation im Gaza-Streifen zu erzeugen. Der Treibstoff-Terminal von Nahal Oz und der Übergang Kerem Shalom sind angegriffen und die Versorgung mit Treibstoff für humanitäre Zwecke behindert worden, während die Hamas versucht, den daraus entstandenen Druck direkt auf Israel zu lenken. Oberst Press hat die Palästinenser dazu aufgerufen, Treibstoff vom palästinensischen Depot bei Nahal Oz zu beziehen und ihn für jene verschiedenen humanitären und zivilen Zwecke einzusetzen, für die er bestimmt ist. (Außenministerium des Staates Israel, 24.04.08)


25-04-2008

ERFOLGREICHE DARMTRANSPLANTATION: In Israel ist erstmals erfolgreich eine Darmtransplantation durchgeführt worden. Der 16-jährigen Israelin Liraz wurde ein Darm eingepflanzt, nachdem sie 12 Jahre mit einer Magensonde künstlich ernährt werden musste. Neben dem Darm wurde auch der Magen, die Leber und eine Bauchspeicheldrüse eingepflanzt. Die Operation im Schneider Kinderkrankenhaus in Petah Tikwa konnte durchgeführt werden, da ein 12-Jähriger als Organspender in Frage kam. Der Junge war beim Spielen unter einem Sandhaufen begraben worden und konnte nicht mehr gerettet werden. Erst vor zwei Monaten hatte er seiner Mutter zufolge gesagt, er wolle im Falle seines Todes seine Organe spenden. Für die 16-Jährige beginnt nach der 14-stündigen Operation ein neues Leben. Sie hat seit einer missglückten Operation im Alter von vier Jahren keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen können und einen Großteil ihrer Zeit im Krankenhaus verbracht. (ISRAEL HEUTE)


24-04-2008

J e r u s a l e m / N a s h v i l l e (idea) – Messianische Juden in Israel fühlen sich durch eine Entscheidung des Obersten Gerichts bestärkt. Die Richter befanden am 16. April, dass Juden, die an Jesus als den verheißenen Messias glauben, die gleichen Bürgerschaftsrechte zustehen wie allen anderen Juden. Sie würden bei der Einwanderung als Bürger des Staates Israel anerkannt. Damit gab das Oberste Gericht zwölf messianischen Juden Recht, die in einem zweieinhalb Jahre dauernden Prozess ihre Bürgerschaftsrechte eingeklagt hatten. Wie der US-amerikanische Informationsdienst Baptist Press (Nashville/Bundesstaat Tennessee) weiter berichtet, hatten die Kläger Behördenschreiben erhalten, in denen ihnen mitgeteilt worden sei, dass sie keine israelischen Staatsbürger werden könnten, weil sie sich missionarisch betätigten. Das laufe den Interessen des Staates Israel und des jüdischen Volks zuwider. Der Leiter des Jerusalemer Justiz-Instituts, Calev Myers, begrüßte die Gerichtsentscheidung.. Damit sei man einen Schritt weiter auf dem Weg, messianische Juden als einen legitimen Zweig des Judentums anzuerkennen. Die Entscheidung des Obersten Gerichts könne auch weiteren Diskriminierungen messianischer Juden durch das Innenministerium einen Riegel vorschieben. Einige orthodoxe Juden nutzten ihre Stellungen im Ministerium aus, um messianischen Juden beispielsweise Visa zu verwehren. Experten in Israel gehen auch davon aus, dass ein Terroranschlag auf eine messianische Familie, der sich im März in Ariel nahe Nablus ereignete, die Entscheidung der Richter beeinflusst habe. Dabei wurde ein 15-jähriger Jugendlicher schwer verletzt, als er einen Geschenkkorb zum Purim-Fest öffnete, in dem sich ein Sprengkörper befand. Im Heiligen Land bestehen nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (amzi) knapp 100 messianische Gemeinden mit rund 12.000 Besuchern. (GERMAN MEDIA WATCH)


23-04-2008

CHRISTLICHE PILGER AM JORDAN: Die israelische Armee hebt vorübergehend am Dienstag und Mittwoch eine militärische Ausgangssperre auf, um Tausenden von christlichen Pilgern zu ermöglichen, zu dem Ort am Jordanfluss (in der Nähe von Jericho) zu pilgern, an dem der Tradition zufolge Jesus von Johannes dem Täufer getauft wurde. Seit dem Ausbruch der Zweiten Intifada im Jahr 2000 hält die israelische Armee diese Stätte geschlossen. Zweimal im Jahr – an Weihnachten und Ostern - wird es jedoch Pilgern ermöglicht an die Stelle, die im Arabischen Qasr el-Yahud genannt wird, zu reisen. Es werden Teilnehmer aus der ganzen Welt erwartet. Es werden hauptsächlich Griechisch-Orthodoxe, Äthiopier, Kopten und Syrisch-Orthodoxe Gemeinden teilnehmen. Die Ostkirche feiert Ostern einen Monat nach der Westkirche, da es Unterschiede im gregorianischen und julianischen Kalender gibt. Das Osterfest der Ostkirche findet daher immer nach Pessach statt. (ISRAEL HEUTE)


22-04-2008

PALÄSTINENSER GETÖTET, DER ISRAELIS VERGIFTEN WOLLTE: Die israelische Armee spürte den Palästinenser Hani Ka’abi auf, der hinter dem Plan steckte, Israelis in einem Restaurant zu vergiften. Er wurde im Zuge der Aktion, bei der sein Haus umstellt wurde, getötet. Ka'abi hatte geplant, ein langsam wirkendes giftiges Puder, das fast nicht nachweisbar ist, in das Essen des „Grill Express“-Restaurants in Ramat Gan zu streuen. Er hatte es geschafft, zwei arabische Küchenarbeiter dort zu dieser Tat zu überreden. Das Gift hätte vier Stunden gebraucht, um seine Wirkung zu zeigen, so dass eine große Zahl an Israelis hätte vergiftet werden können. Gleichzeitig wurde ein Selbstmordanschlag geplant, aber auch dieser wurde wie der Giftanschlag von dem israelischen Geheimdienst vereitelt. Hani Ka’abi gehört zur Terroristenzelle der Al-Aksa Märtyrer-Brigaden, die mit der Fatah-Faktion von Mahmud Abbas verbunden ist. Hosni Tzalag, Ka’abis Stellvertreter, wurde von einer Elite-Einheit der israelischen Armee verhaftet.


21-04-2008

HAMAS PRAHLT MIT ISRAELISCHEN TODESOPFERN: Die Hamas hat gestern mitgeteilt, dass der Hinterhalt, bei dem gestern drei Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) getötet wurden, minutiös geplant gewesen sei. „Unsere Kämpfer brachten es fertig, die Einheit aus einer Distanz von weniger als fünf Metern zu beschießen, was die Zahl der Opfer erhöht und für Verwirrung gesorgt hat“, so ein Sprecher der Terrororganisation. Von den acht an der Operation „Todesfeld“ beteiligten Hamas-Leuten sei niemand getötet worden. Der Sprecher fügte noch hinzu: „Der Gaza-Streifen wird der glühende Stein bleiben, der die kranken Träume des Zionismus zerschmettern wird.“ (Haaretz, 17.04.08)


20-04-2008

JERUSALEMS BÜRGERMEISTER WIRBT FÜR ARABISCHE SCHULEN: Jerusalems Bürgermeister, Uri Lupolianski (Bild), beabsichtigt, weltweit unter Juden für die Unterstützung arabischer Schulen im Ostteil der Stadt zu werben. In der Stadtverwaltung heißt es, dass dies der überhaupt erste Versuch sei, die Weltjudenheit dazu zu animieren, der arabischen Bevölkerung in Israels Hauptstadt zu helfen. Zu diesem Zweck ist ein Portfolio erarbeitet worden, das im kommenden Monat jüdischen Gemeinden im Ausland präsentiert werden soll. Lupolianski wird den Bau von Schulen in Ostjerusalem voraussichtlich als wichtige zionistische Aufgabe darstellen, insoweit er der Aufrechterhaltung der guten Beziehungen mit der arabischen Bevölkerung diene. Das erwartete Geld soll vor allem in diverse Erziehungsprojekte in Ostjerusalem investiert werden, wo wegen der hohen arabischen Geburtenrate ein akuter Klassenraummangel herrscht. Nicht zuletzt soll damit dem wachsenden Einfluss der Terrororganisation Hamas entgegengetreten werden, die mit ihren Erziehungsangeboten in das Vakuum einzudringen droht. Das erste Ziel von Bürgermeister Lupolianski besteht darin, im Stadtviertel Ras al-Amud einen Wissenschaftsmagneten in Form einer Einrichtung für 1000 herausragende Schüler zu schaffen. „Als Bürgermeister Jerusalems, das auch Israels größte arabische Stadt ist, betrachte ich es als meine Pflicht, den Kindern der 250 000 arabischen Einwohner Schulen zu bieten.“ In Ras al-Amud und Umm Lison sind in diesem Jahr bereits drei neue Schulen eröffnet worden. Für das Schuljahr 2009/2010 hat die Stadt 66 Millionen NIS für neue Klassenräume zur Verfügung gestellt. (Haaretz, 18.04.08)


17-04-2008

JERUSALEMS BÜRGERMEISTER BITTET GESCHÄFTSINHABER TRADITION ZU WAHREN: Einige Stunden nachdem Generalstaatsanwalt Menachem Mazuz die Gerichtsentscheidung, den Verkauf gesäuerter Produkte während Pessach zu erlauben, billigte, mahnte der Jerusalemer Bürgermeister Uri Lupolianski Geschäftsinhaber, dies nicht zu tun. Lupolianski schrieb an die Geschäftsinhaber: „Ich bin kein Freund von Zwang, sondern von Dialog.“ In diesem Brief schrieb er auch, dass Jerusalem eine einzigartige Stadt mit verschiedenartigen Gemeinden ist, die harmonisch Seite an Seite leben sollten und einander respektieren sollten. Er beendete seinen Brief folgendermaßen: „Als der Bürgermeister Jerusalems wende ich mich an Sie und bitte Sie darum auch in diesem Jahr, während Pessach, die gewöhnlichen Traditionen in Jerusalem fortzuführen. (Israel Heute)


09-04-2008

DIE NÄCHSTE AUSGABE DES TAGESJOURNALS ERSCHEINT AM DONNERSTAG DEN 17.04.2008


09-04-2008

OLMERT: KEIN KULTURKRIEG ÜBER BROTGESETZ VOR PESSACH: Am vergangenen Donnerstag legte das Jerusalemer Amtsgericht fest, dass Lebensmittelläden, Pizzastände und Restaurants laut legaler Definition keine „öffentlichen Orte“ seien und daher über Pessach Brot und angesäuerte Produkte verkaufen dürfen. Das Gericht hat vier Anklagen gegen Jerusalemer Geschäftsmänner zurückgezogen, die gegen das Pessach Brotverbot verstoßen hatten. Vier politische Parteien haben jetzt um eine Krisensitzung gebeten, da sie die Entscheidung des Gesetzes rückgängig machen wollen. Der Knessetabgeordnete Avraham Ravitz sagte: „Ich habe mit zahlreichen Rabbis gesprochen und sie sind alle über diese Entscheidung verblüfft. Sie sehen es als einen weiteren Versuch des Rechtssystems den religiösen Lebensstil in Israel auszulöschen.“ Yitzchak Cohen, Minister für religiöse Angelegenheiten, sagte: „Das Gesetz und die Halacha (jüdisches Gesetz) haben es strikt verboten, an Pessach gesäuertes Essen zu verkaufen... das Gericht sollte nicht das jüdische Gesetz zweideutig interpretieren.“ Premierminister Olmert sagte daraufhin, dass man die Entscheidung des Gerichts nicht zu einem Kulturkrieg machen müsse. (Israel Heute)


08-04-2008

NETANJAHU: CHRISTLICHE ZIONISTEN SIND UNSERE BESTEN FREUNDE: Likud-Oppositionsführer Benjamin Netanjahu sagte am Sonntag, dass Israel keine besseren Freunde in der Welt hätte, als die christlichen Zionisten. „Diese Freundschaft basiert auf dem Herzen, auf gemeinsamen Wurzeln und auf eine gemeinsame Kultur“, sagte er auf eine Konferenz amerikanischer Evangelikalen in Jerusalem. Die Veranstaltung wurde von den Christians United for Israel aus Texas organisiert und zog 1000 Israel-Befürworter unter der Führung des evangelischen Pastors John Hagee – seit drei Jahrzehnten ein treuer Befürworter Israels – nach Jerusalem. Hagee gab am Sonntag bekannt, dass er eine 6 Millionen Dollar Spende an Israel weiterleiten würde, die für verschiedene Sachen (z.B. Rettungsdienst in der Ariel-Siedlung) genutzt werden könne. Außerdem sagte er, dass Israel seiner Meinung nach die Kontrolle über ganz Jerusalem behalten müsse. (ISRAEL HEUTE)


07-04-2008

ERNEUT CHRIST IN GAZA ENTFÜHRT: Vor einer Woche wurde Fuad Nabil Ayyad, ein im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen lebender Christ, von Moslems entführt. Dies konnte Israel heute in Erfahrung bringen. Unabhängige arabisch-christliche Quellen in Gaza bestätigten dies. Ayyad ist ein Verwandter von Rami Ayyad, ein Angestellter der Bibel-Gesellschaft im Gazastreifen, der im vergangenen Jahr von islamischen Extremisten brutal ermordet worden war. Seit der Einführung der palästinensischen Autonomiebehörde im Jahr 1993 erlebten dort lebende arabische Christen eine sich steigernde Verfolgung. Islamisten haben auch vergangene Woche in Nablus einen christlichen Friedhof geschändet, indem sie viele der Grabsteine umwarfen, was in einer palästinensischen Zeitung berichtet wurde. (ISRAEL HEUTE)


06-04-2008

GEBETE IN 40 STÄDTEN: Aufgrund vielfacher Drohungen aus Syrien, Libanon und Iran, besonders gegen das jüdische Volk, soll am heutigen Donnerstag in Israel und in der USA gleichzeitig gebetet werden. Die Gebets-Initiative wurde von besorgten Juden in Israel organisiert. Traditionell haben Juden auf Drohungen immer mit Gebeten und Buße reagiert. Die Gebete sollen um 18 Uhr Ortszeit in folgenden Städten stattfinden: Jerusalem, Ofakim, Nof Ajalon, Aschdod, Aschkelon, Tel Tzion, Beerscheva, Beit Schemesh, Bnei Brak, Bat Jam, Afula, Petach Tikvah, Givatajim, Nesher, Tel Aviv und weitere 20 Städte auf beiden Seiten der grünen Linie. Sogar in Monsey, New York, werden Gebete stattfinden. (ISRAEL HEUTE)


04-04-2008

ISRAELISCHE ARABERIN BEI DER FEUERWEHR: Sappha Arabasi aus Kfar Kera arbeitet bei der Feuerwehr in Hadera. Die 24jährige ist damit nicht nur eine der weiblichen Feuerwehrleute in Israel überhaupt, sondern auch die erste israelische Araberin, die in diesem Beruf tätig ist. In ihrem Heimatdorf sind nicht alle Menschen darüber begeistert, doch steht sie für einen umfassenderen Trend. Insgesamt ist die soziale Rolle der arabischen Frau in Israel im Wandel begriffen. Israelische Araberinnen sind inzwischen unabhängiger, als sie es früher waren. Bemerkbar macht sich dies in späteren Eheschließungen, Scheidungen und einem Rückgang der Geburtenrate. Während eine arabische Frau in den 60er Jahren noch durchschnittlich mehr als neun Kinder zur Welt brachte, waren es im Jahr 2005 nur noch 3.7. (Haaretz, 02.04.08)


03-04-2008

ORGANISCHE LANDWIRTSCHAFT IM AUFSCHWUNG: Die organische Landwirtschaft in Israel kann auf ein erhebliches Wachstum im Jahr 2007 zurückblicken. Angaben der Israel Bio-Organic Agriculture Association (IBOAA) zufolge haben israelische Biobauern 1 Milliarde NIS in Feldfrüchten erwirtschaftet, was gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 30% im Inlandsverkauf und von 60% im Export bedeutet. Die organische Landwirtschaft macht mittlerweile 5% der gesamten israelischen Agrarproduktion aus. Israel exportierte im vergangenen Jahr 70 000 Tonnen organisches Gemüse, die Hälfte davon waren Kartoffeln. Außerdem wurden 8000 Tonnen Karotten, 8000 Tonnen Paprika und 8500 Tonnen Früchte, vor allem Avocados und Pampelmusen, ausgeführt. 93% der Exporte gingen nach Europa, der Rest verteilte sich auf die USA und Asien. IBOAA-Generaldirektorin Oranit Raz weist darauf hin, dass die Prognosen auf eine wachsende Nachfrage nach israelischen Bio-Produkten schließen lassen und der Markt ein großes Potential hat. Aus diesem Grund eröffnet der Moshav Hatzeva im Norden der Arava-Wüste nun ein neues Verpackungszentrum für organische Produkte. Dafür sind 3 Millionen NIS investiert worden. Für das laufende Jahr wird aufgrund der zusätzlichen Wasserverknappungen und dem harten Winterfrost dennoch eine gewisse Flaute erwartet. Auch globale Entwicklungen wie der fallende Dollar und die steigenden Tierfutterpreise spielen dabei eine Rolle. (Haaretz, 02.04.08)


02-04-2008

HAMAS TV ZEIGT, WIE EINE KINDERPUPPE BUSH TÖTET: Eine Kinderpuppensendung, die am Montag auf Hamas TV ausgestrahlt wurde, zeigte, wie eine Puppe den amerikanischen Präsidenten George W. Bush ersticht und das Weiße Haus in eine Moschee verwandelt. Die Tötung des Präsidenten findet als Rache für amerikanische und israelische Aktionen statt. In der Sendung schleicht sich die Puppe ins Weiße Haus; Präsident Bush schickt die Puppe raus und bittet sie die Eltern oder jemanden der älter ist zu holen. Daraufhin sagt die Puppe: „Du hast Papa im Irak-Krieg getötet und meine Mutter, die hast Du mit den kriminellen Zionisten im Libanon getötet. Du und die kriminellen Zionisten habt auch meine jüngeren und älteren Brüder im Gaza-Holocaust getötet.“ Bush bittet um sein Leben, doch die Puppe ersticht ihn, so dass er stirbt. (ISRAEL HEUTE)


01-04-2008

HAMAS ERHÄLT RAKETENBAUPLÄNE VOM IRAN: Die Hamas verfügt über iranisches Know-How in der Raketenentwicklung. Einer hochrangigen palästinensischen Sicherheitsquelle zufolge haben Mitglieder der Terrororganisation, die im Iran ausgebildet worden waren, bei ihrer Rückkehr Entwürfe und Bauanleitungen zur Steigerung der Reichweite ihrer Raketen in den Gaza-Streifen geschmuggelt. Zwar ist man unsicher, wie weit genau die Kassam-Raketen nach der Verbesserung nun fliegen können; das Ziel sind jedoch offensichtlich Gemeinden nördlich von Ashkelon, das etwa 18 Km nördlich vom Gaza-Streifen entfernt liegt. In israelischen Sicherheitskreisen wies man vor kurzem darauf hin, dass Terroristen des Islamischen Jihad eine verbesserte Version der Kassam-Rakete mit einer Reichweite von 18 Km entwickelt haben. Der Iran verwendet viel Mühe darauf, die Schlagkraft der in Gaza hergestellten Raketen zu steigern, und hat gleichzeitig Katyusha-Raketen eigener Herstellung über das Meer eingeschmuggelt. Die jüngsten Raketenpläne sind nach palästinensischen Angaben gemeinsam mit etwa 200 im Iran trainierten Terroristen im Zuge des vorübergehenden Grenzdurchbruchs in Rafiah im Januar nach Gaza gelangt. (Haaretz, 28.03.08)


31-03-2008

STUDIE: ISRAELIS GLAUBEN AN ENGEL UND GEISTER: Eine Religionsumfrage der deutschen Bertelsmann Stiftung ergab, dass 38 % der israelischen Bevölkerung an eine höhere Kraft glauben, 16 % an Geister und Gespenster und 45 % an Engel. Laut der Umfrage setzt sich die Gruppe der „extrem religiösen“ in Israel weitgehend aus jungen Menschen zwischen 18 und 29 Jahren zusammen. 39 % der Menschen aus dieser Altersgruppe sehen sich als „extrem religiös“, 47 % haben eine religiöse Anschauung und lediglich 13% beschreiben sich als nicht religiös. Laut Dr. Martin Jäger, der die Umfrage durchgeführt hat, ist es in Israel besonders auffällig, dass Menschen mit dem Alter weniger gläubig werden. In den anderen 18 Ländern, in denen die Umfrage durchgeführt wurde, nahm der Glaube im Alter zu. (ISRAEL HEUTE)


30-03-2008

‚TIME’: SO REKRUTIERT DIE HISBOLLAH KINDER: Die amerikanische Wochenzeitschrift „Time“ deckt die Methode der Organisation auf, die schon um Kinder im Alter von sieben Jahren wirbt. Die Kinder, die in libanesischen Schulen ausgewählt werden, werden zu Seminaren geschickt, in denen die Ideologie der Organisation vermittelt wird und militärische Übungen durchgeführt werden. Die Kinder werden dann in die Organisation eingereiht und schließen sich Veteranen an, die Besten fahren in ein Übungslager im Iran und werden in geheimen Lagern weiter ausgebildet. Der militärische Arm der Hisbollah operiert geheim. So wurde die „Time“ bei ihrer Recherche von einem schiitischen Libanesen unterstützt. Dem Bericht zufolge beginnt die Suche nach Kandidaten schon unter sehr jungen libanesischen Schülern sowohl in regulären Schulen als auch in denen, die von der schiitischen Terrororganisation unterhalten werden. Die Kandidaten werden im Auftrag der Hisbollah auf „Ausflüge“ und Seminare geschickt, auf denen ihnen die Ideologie der Organisation (z.B. der Märtyrertod) nahe gebracht wird. Während der Seminare werden die Kinder in Gruppen von jeweils fünf Teilnehmern aufgeteilt, und jede Gruppe muss auf spielerische Weise verschiedene Aufgaben erfüllen. Diese erste Stufe der Ausbildung kann zwischen einigen Monaten bis hin zu einigen Jahren dauern, je nachdem, wie sehr die Kinder schon für eine Aufnahme in die Organisation geeignet sind. Wer die verschiedenen Unterrichtseinheiten erfolgreich absolviert, wird in die nächste Stufe aufgenommen und durchläuft eine militärische Grundausbildung über mindestens neun Monate. Dabei werden die Kinder ihren Fähigkeiten und Neigungen gemäß eingeteilt: Die eher „faulen“ Kinder werden für Beobachtungsposten an der Nordgrenze eingeteilt und kundschaften Aktivitäten der Zahal in dem Gebiet aus. Die „Mutigen“ nehmen an militärischen Aktionen teil, und die „Klugen“ werden dem Nachrichten- und Sicherheitsdienst angegliedert. Nach Abschluss der militärischen Grundausbildung werden die Kinder verschiedenen Einheiten der Hisbollah zugeteilt. Nur etwa zehn Prozent aller Kämpfer werden für einige Monate in ein Geheimlager im Iran geschickt. Die Anzahl der Hisbollah-Kämpfer ist nicht bekannt, allerdings hat Hisbollahführer Nasrallah in der Vergangenheit angedeutet, dass es Zehntausende sind. (Ynet, 28.03.08)


28-03-2008

ISRAELISCHE SICHERHEITSKREISE: RAKETEN DER HISBOLLAH REICHEN BIS DIMONA: Führende Offizielle der israelischen Verteidigungskräfte teilten mit, dass die Hisbullah in den Besitz neuer iranischer Raketen mit einer Reichweite von 300 Kilometern gekommen sind. Das bedeutet, dass vor allem die dicht besiedelten Gebiete Israels einschließlich Dimona erreicht werden können. Während des Zweiten Libanonkrieges 2006 sind über 4000 Raketen mit einer maximalen Reichweite von 70 Kilometern auf Israels Norden geschossen worden. Die UN Friedenstruppe ist ursprünglich in den Libanon entsandt worden, um die Wiederbewaffnung der Hisbollah zu verhindern. Nach Angaben der Offiziellen sei das Raketenarsenal nun jedoch um einiges größer als die 14.000 von vor dem Konflikt. Anfang März erklärte der UN Generalsekretär Ban Ki-Moon, dass die Hisbollah nun über 10.000 Langstreckenraketen und 20.000 Kurzstreckenraketen verfüge. (jpost, 27.03.08) Auf die Situation an der israelischen Nordgrenze wies auch der israelische UN-Botschafter Dan Gillerman bei seiner gestrigen Rede vor dem UN-Sicherheitsrat hin: „Die internationale Gemeinschaft muss sicherstellen, dass die Umsetzung der Resolution 1701 von höchster Priorität ist und meine Delegation stützt den Rat bei all seinen Aktionen, seine Entschlossenheit zu zeigen. Hierbei möchte ich die Aufmerksamkeit auf die drei Hauptaspekte lenken: 1. Eindämmen des illegalen Waffenschmuggels durch die poröse libanesisch-syrische Grenze, 2. das Verhindern der Wiederbewaffnung der Hisbollah, die bereits ihre Waffen und Taktik der Anwesenheit der UNIFIL-Truppen südlich des Litani-Flusses angepasst hat, wie ihre Sprecher offen erklären, und 3. die bedingungslose Freilassung unserer Jungs, den beiden Soldaten Udi Goldwasser und Eldad Regev, die am 12. Juli 2006 von der Hisbollah entführt wurden. Der Rat hat sich durch die Annahme der Resolution 1701 verpflichtet, sich für ihre Freilassung einzusetzen und ich rufe die Mitglieder dazu auf, Wort zu halten.“


27-03-2008

MUBARAK: SPANNUNGEN IN GAZA BRINGEN DIE IRANISCHE BEDROHUNG NÄHER: „Die Situation, die sich in den vergangenen Monaten im Gaza-Streifen entwickelt hat, hat dazu geführt, dass Ägypten praktisch eine Grenze mit dem Iran hat“, sagte Ägyptens Präsident Hosni Mubarak vor drei Wochen zu einem ranghohen europäischen Diplomaten. Laut einer anonymen Quelle der Zeitung „Haaretz“ äußerte Mubarak dem Diplomaten gegenüber seine Besorgnis über den wachsenden iranischen Einfluss in der Region. Er verglich zudem die Situation im Libanon mit der im Gaza-Streifen und sagte: „An beiden Orten rühren die Probleme und die Krisen vom wachsenden Einfluss des Iran her.“ Die politische Krise im Libanon bereitet Mubarak ebenfalls Sorge. Er sagte dem Diplomaten, er sei pessimistisch, was die Chancen auf einen Durchbruch angehe, der es dem Libanon ermöglichen würde, einen neuen Präsidenten zu wählen. Der Diplomat gewann den Eindruck, dass Mubarak und andere arabische Führer der Ansicht seien, dass der Stillstand in der libanesischen Präsidentschaftsfrage die Iran-Syrien-Hizbollah-Achse stärke und die moderaten Kräfte schwäche. Die Krise im Libanon ist der Hauptgrund, warum viele arabische Staaten, allen voran Ägypten und Saudi-Arabien, ihre Teilnahme am Arabischen Gipfeltreffen in Damaskus an diesem Wochenende eingeschränkt haben. Nach Berichten, die das israelische Außenministerium erreichten, ist Mubarak verärgert über die Versuche Syriens, eine Beendigung der Krise zu verhindern, und über die zunehmenden Bindungen Syriens an den Iran. (Haaretz, 26.03.08)


26-03-2008

MESSIANISCHE JUDEN KRITISIEREN ESKALATION DER GEWALT: Mitglieder der messianischen Gemeinschaft in Israel haben gestern gegenüber der israelischen Presse erklärt, dass der beinahe tötliche Bombenanschlag auf den 15-jährigen Pastorensohn Ami Ortiz in Ariel eine schwerwiegende Eskalation darstellt, nachdem bereits seit Jahren unter anti-missionarischer Gewalt von moslemischer als auch jüdischer Seite gelitten wird. „Wir haben das Gefühl, dass sich in Israel niemand gegen diese gewaltsamen anti-missionarischen Aktivitäten stellt”, erklärte Howard Bass, Pastor der Nahalat Yeshua Gemeinde in Beerscheva. „Unsere messianische Gemeinde ist seit Jahren den Attacken der Haredim ausgesetzt, doch es gibt wenig Sympathie für unsere Lage.” (ISRAEL HEUTE)


25-03-2008

TERRORANSCHLAG AUF MESSIANISCHE JUDEN: Am Donnerstag wurde in Ariel der 15-jährige Sohn des messianischen Pastors David Ortiz schwer verletzt, als er einen Purim-Geschenkkorb an der Wohnungstüre aufhob und dieser explodierte. Der Junge verlor sein Bein und liegt derzeit noch im Krankenhaus im Koma, wo Ärzte um sein Augenlicht kämpfen. Es gibt Spekulationen darüber, dass dieser Anschlag von Palästinensern ausgeführt wurde, die in der Vergangenheit bereits die Familie Ortiz bedrohten, weil sie versucht hatten, Palästinensern den Glauben an Jesus nahezubringen. Andere Vermutungen gehen davon aus, dass extremistische orthodoxe Juden diesen Anschlag ausführten, die der Meinung sind, dass messianische Juden Christen aus den Nationen seien und durch Missionstätigkeit versuchen würden, jüdische Seelen zum Christentum zu bekehren. Die Familie selbst gab an, dass sie aufgrund ihres Glaubens schon des öfteren schikaniert wurde. Gegenüber der Nachrichtenwebseite Ynet sagte Roni, ein Freund der Familie Ortiz, dass messianische Juden vielfach Ziele verschiedener Arten von Gewalt und Verschmähungen seien, wie dem Niederbrennen von Versammlungsorten, Störungen an den Wohnungen und die Veröffentlichung von Schmäh-Postern mit Abbildungen ihrer Personen. Jedoch meinte Roni weiter, dass sie daran glauben möchten, dass keine Juden dieses Attentat ausführten, egal wie sehr sie sich auch gegen an Jesus glaubende Juden aussprechen. Caleb Meyers, der Rechtsvertreter der messianischen Juden in Israel, meinte jedoch, dass radikale jüdisch-orthodoxe Organisationen versuchen würden, die Messiasgläubigen zu dehumanisieren, insbesondere in orthodoxen Tageszeitungen. (ISRAEL HEUTE)


24-03-2008

LIEBERMAN: DIENT EUREM LAND ODER BEZAHLT: Avigdor Lieberman (Israel Beitenu) sagte bei einer Rede am Mittwoch an der Universität Haifa vor Studenten der Politikwissenschaften, dass „jeder israelische Staatsbürger seinem Volke dienen müsse, sei es durch Armeedienst oder durch einen nationalen Dienst.“ Weiter erzählte er, dass er einen solchen Gesetzesvorschlag eingereicht hätte, der, sollte er durchgesetzt werden, den Armee- oder den nationalen Dienst vorschreiben würde. Jeder, der sich weigern würde, diesen Dienst anzutreten, müsste eine bestimmte Strafe zahlen. Außerhalb der Universität kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen linksorientierten (gegen Faschismus) und rechtsorientierten (zugunsten von Liebermann) Demonstranten. Im Anschluss an diese Rede äußerte sich der arabische Knessetabgeordnete Ahmad Tibi (Vereinigte Arabische Liste): „Lieberman ist ein jüdischer Faschist... Er ist angetrieben von Araberhass und ermutigt Hass und Rassismus.“


23-03-2008

ÄGYPTEN KÖNNTE STROMLIEFERANT FÜR GAZA WERDEN: Während einem Treffen zwischen israelischen und ägyptischen Vertretern wurde eine Vereinbarung getroffen, gemäß der Ägypten Israel als einzigen Stromlieferanten im Gazastreifen ersetzen könnte. Unter dem Abkommen würde Ägypten eine neue Starkstromleitung von Arish auf der Sinai-Halbinsel in den nahegelegenen Gazastreifen verlegen. Die 150-Megawatt-Leitung würde $35 Millionen kosten und in zwei Jahren einsetzbar sein. Ägypten beliefert den Gazastreifen zurzeit mit lediglich 7 Megawatt, während Israel 124 Megawatt liefert. Ein örtliches Elektrizitätswerk produziert den Rest. (Israel Heute)


21-03-2008

PILLAR OF FIRE - EIN STAAT ENTSTEHT' IM DEUTSCHEN FERNSEHEN: Zu Ehren Israels 60. Geburtstag wird Deutschland ein buntes kulturelles Festprogramm auf die Beine stellen. Dazu gehören Tanzabende, Filme und die Vorführung der kompletten bekannten Dokumentarserie ‘Pillar of Fire – ein Staat entsteht’. Dies gab Staatsministerin Hildegard Müller am Montag bekannt. Müller ist verantwortlich für die Organisation der Geburtstagsfeiern zum 60jährigen Bestehen Israels in Deutschland. Es werden ein israelisches Filmfestival, eine israelische Buchausstellungen und Aufführungen der israelischen Tanzgruppe „Bat Sheva“ stattfinden. Deutschland hat für die verschiedenen Veranstaltungen über 1,5 Millionen Euro investiert. (ISRAEL HEUTE)


20-03-2008

BEZAHLUNG FÜRS STEINEWERFEN: In den letzten Monaten nahmen die Vorfälle, bei denen auf israelische Fahrzeuge im Norden Israels Steine geworfen wurden, drastisch zu. Junge israelische Araber kommen dazu in ihrer Freizeit an Hauptstraßen zusammen.. Sie tun dies für etwa 50 Schekel. Dies fand jetzt ein Reporter des kostenlos verteilten täglichen israelischen Tagblattes Israel HaJom heraus. Sie werden von einer Person abgeholt, die sie an eine der Straßen fährt und Instruktionen erteilt, nach dem Steinewerfen sofort zu einem vereinbarten Ort zu fliehen, wo sie dann das Geld erhalten. Zwei ungenannte Jungen erhielten nach dem ersten Steinewerfen jeweils 100 Schekel dafür, beim zweiten Mal nur noch 50 Schekel mit der Begründung, dass noch viele andere Jungen für das Steinewerfen bezahlt werden würden. (Israel Heute)


19-03-2008

‘MERKELS BESUCH HAT GROSSE SYMBOLISCHE BEDEUTUNG’ Alexander Krahe hat vor dem Hintergrund der Israelreise von Kanzlerin Merkel am Montagmorgen, den 17.03.08, ein Interview mit dem israelischen Gesandten Ilan Mor auf Inforadio mit Fragen zur Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen geführt: „Wir müssen gemeinsame Projekte finden, um die Beziehungen zu erweitern und zu vertiefen. Die Tatsache, dass wir darüber sprechen, ist an sich ein Schritt in die gemeinsame (..) Zukunft der Beziehungen. (…) Die deutsche Regierung spielt eine wichtige Rolle auch innerhalb der Europäischen Union, und die Europäische Union hat für sich die Verantwortung übernommen, um den Palästinensern zu helfen. Israel begrüßt diese Bemühungen, und wird mitmachen“, so der Gesandte Ilan Mor. Interviews mit Diplomaten der Botschaft des Staates Israel zum Israelbesuch von Angela Merkel


18-03-2008

DEUTSCHLAND GRATULIERT – BUNDESAUSSENMINISTER FRANK-WALTER STEINMEIER IN DER BILD: Israel wird 60 – ein ganz besonderer Geburtstag für uns Deutsche. Mit keinem anderen Land sind wir so untrennbar verbunden: zunächst auf furchtbare Weise durch das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte, dem Holocaust an den Juden Europas. Aber auch durch eine Entwicklung, die man getrost „wunderbar“ nennen kann: die Freundschaft, die zwischen der Bundesrepublik und dem jüdischen Staat Israel seitdem gewachsen ist. Wir dürfen dankbar sein, dass Israel uns heute zu seinen engsten Verbündeten und Freunden zählt. Inzwischen ist ein dichtes Netz persönlicher Beziehungen gewachsen. Es gibt fast 100 Städtepartnerschaften. Jedes Jahr nehmen 5000 Jugendliche beider Länder an Austauschprogrammen teil. Jede Begegnung ist Teil des Fundaments, auf dem wir unsere gemeinsame Zukunft bauen. Ein neues Kapitel schlagen wir auf, wenn sich unsere beiden Regierungen diese Woche erstmals zu einer gemeinsamen Sitzung treffen. Wir haben konkrete Projekte im Gepäck. Das Auswärtige Amt wird zwei Zentren für Deutschlandstudien an den Universitäten Jerusalem und Haifa finanzieren. Und ich wünsche mir, dass noch in diesem Jahr ein gemeinsames Zukunftsforum beider Länder die Arbeit aufnimmt und uns künftig noch enger verbindet – wirtschaftlich, wissenschaftlich und kulturell. Mein Gruß kommt von Herzen: Alles Gute, Israel – Mazal Tov!


17-03-2008

RADTOUR ZUM GEDENKEN AN KRIEGSOPFER: Gestern ging eine Radtour zum Gedenken an die im Zweiten Libanonkrieg gefallenen israelischen Soldaten zu Ende, die von Radfahrenthusiasten gemeinsam mit Angehörigen der Soldaten durchgeführt wurde. Im Oktober vergangenen Jahres begann diese Tour in Rosch Hanikra, an der Grenze zum Libanon und endete in Eilat. Alle zwei Wochen trafen sich die Radfahrer an der Stelle, wo sie ihre vorige Etappe beendet hatten und hielten eine Gedenkzeremonie für die Soldaten ab. Gestern erreichten sie schlußendlich Eilat und beendeten die Tour mit einer Abschlußzeremonie. (Israel Heute)


16-03-2008

LINKS-AKTIVISTIN BESUCHT DAS TRAUERZELT DES TERRORISTEN: Tali Fahima, Links-Extremistin und ehemalige Inhaftierte, nahm an der Trauerzeremonie für Alaa Abu Dheim teil, der bei einem Terroranschlag in Jerusalem acht Jeshiva-Studenten tötete. Die Zeremonie fand im Elternhaus des Terroristen statt. Fahima wurde im letzten Januar aus dem Gefängnis entlassen. Sie übergab Informationen an den Feind, verstieß gegen eine gerichtliche Entscheidung und hatte Kontakt zu Zakaria Zubeidi, einem Mitglied der Al-Aksa-Martyrer-Brigade in Jenin. Alaa Abu Dheim wurde am Mittwochabend begraben, nachdem die Polizei seinen Körper der Familie übergeben hatte. Die Überführung des Körpers wurde hinausgezögert, da befürchtet wurde, dass die Beerdigung sich in eine Massendemonstration verwandeln könne. Die Familie musste der Polizei garantieren, dass die Beerdigung friedlich verlaufen werde und ohne die Anwesenheit der Presse. (Israel Heute)


14-03-2008

IN DEUTSCHLAND SOLL ANTISEMITISMUS NICHT GEDULDET WERDEN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier traf sich in Berlin mit dem Vorsitzenden der Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Jad Vashem, Avner Shalev. Dabei verurteilte Steinmeier den neuen Antisemitismus, der sich heute mit einem Anti-Israel-Mantel tarnt. Steinmeier versicherte seinem Gast aus Israel, dass Deutschland keinen Antisemitismus, in welcher Art auch immer er auftritt, tolerieren wird. Gestern wurde bei einem Gala-Abend die Taskforce für Internationale Zusammenarbeit für Holocaust-Bildung, Erinnerung und Forschung ins Leben gerufen, an der 25 Staaten teilnehmen werden.


13-03-2008

VERSUCHTER MORD AN SCHWESTER WEGEN FAMILIENEHRE: Ein junger Araber aus einer Kleinstadt im Norden Israels wurde gestern festgenommen, nachdem er seine 19-jährige Schwester ernsthaft verletzt hatte. Entsprechend seiner eigenen Aussage habe er ihr zweimal in den Kopf geschossen, sie danach am ganzen Körper getreten und dann liegengelassen, weil er sie für tot gehalten hat. Als er seinen Eltern stolz über seine Tat berichtete, gratulierten sie ihm zur Aufrechterhaltung der Familienehre laut islamischem Gesetz. Inzwischen wurde das Mädchen in ein Krankenhaus eingeliefert und dort verschiedenen Operationen unterzogen. Sie habe sich darin schuldig gemacht, sich nach ihrer Scheidung mit verschiedenen Männern angefreundet zu haben. (ISRAEL HEUTE)


12-03-2008

‚TOD DEN JUDEN’ IM LADERAUM DES EL-AL FLUGZEUGS: Im Laderaum eines EL AL-Flugzeuges wurde beim Ausladen des Gepäcks in Milano der Spruch „Tod den Juden“ in arabischer Sprache entdeckt. Daraufhin wurde das Flugzeug gründlich untersucht, ob eventuell eine Bombe an Bord geschmuggelt wurde, was nicht der Fall war. Jetzt steht die Frage weiterhin offen, wer diesen Spruch wann und wo anschreiben konnte. Aus Milano wurde vermutet, dass dies noch vor dem Abflug aus Israel geschrieben worden sein muss und auf dem italienischen Flughafen keine Araber angestellt sind, die an Flugzeuge herankönnen. EL AL gab keinen Kommentar, jedoch ist es unwahrscheinlich, dass dies in Israel geschehen konnte. (ISRAEL HEUTE)


11-03-2008

WEIGERUNG DER DIENSTERLASSUNG: Verteidigungsminister Ehud Barak verweigerte tausenden orthodoxen Jeschiwastudenten eine Freistellung vom Pflichtdienst im Miltär. In einem bisher nie dagewesenen Schritt wird 61 neuen Jeschiwa-Bibelschulen die eine Aufnahme in das bestehende staatliche Abkommen beantragten, dass ihre Studenten nicht im Militär dienen müssen, dies verweigert. Jedes Jahr sind etwa 50.000 dieser Studenten unter diesem Abkommen vom aktiven Pflichtdienst entschuldigt, das vom ersten Ministerpräsident des Staates, David Ben-Gurion, eingeführt worden war. Barak will damit sein Programm, Zahal wieder zu einer Armee des Volkes zu machen, umsetzen. Der Abgeordnete Moshe Gafni von der Partei des vereinigten Torahjudentums meinte jedoch, dass es fast unwahrscheinlich ist, dass Baraks Programm verwirklicht wird. (Israel Heute)


10-03-2008

BEISETZUNG DER ACHT ERMORDETEN STUDENTEN: Am Freitag wurden die acht jugendlichen Bibel-Talmudschüler, die am Vorabend Opfer eines Terroranschlags in der Jerusalemer Merkas-Harav-Jeschiwah gewesen waren unter Teilnahme Tausender Israelis zu Grabe gelegt. Zuerst wurden Trauerreden auf dem Gelände der Jeschiwa gehalten, dann fuhren acht Rettungswagen mit den Leichen in die jeweiligen Wohnorte der Studenten. Zwei von ihnen wurden auf dem jüdischen Friedhof am Ölberg beigesetzt. Weil der Attentäter ein Araber aus dem südlich der Altstadtmauer gelegenen Stadtteil war und die israelische Staatsbürger besaß, fürchten die Jerusalemer Araber nun, dass ihnen die von der Regierung gewährten Privilegien entzogen werden könnten, da sie nun mit zu den Risikobürgern gehören, denen man nicht trauen kann. (ISRAEL HEUTE)


09-03-2008

DIE RACHE IST GEKOMMEN: Die Freudenschüsse in Gaza, die auf den Terroranschlag in Jerusalem folgten, haben gezeigt, dass das Eindringen in die Yeshiva Merkaz Harav als ungewöhnliche politische und militärische Errungenschaft für die verantwortliche Organisation empfunden wird. Der Attentäter und die, die ihn geschickt haben, haben der breiten Öffentlichkeit in Gaza das gegeben, wonach sie sich seit Anfang der Woche gesehnt hat: Rache. Die Schreckensbilder, die da aus dem Gaza-Streifen kamen, haben die Hamas, den Islamischen Jihad und andere Gruppierungen in ein Wettrennen um einen Anschlag geschickt. Es war klar, dass die Organisation, der ein solcher gelänge, nicht wenig Punkte auf der palästinensischen und arabischen Straße machen würde. Die Angriffe der israelischen Armee im Gaza-Streifen, bei denen viele Zivilisten getötet wurden, lieferten den Organisationen den Anreiz, einen möglichst brutalen Anschlag auszuführen. Aber abgesehen von der politischen Ebene, ist es dem Attentäter auf militärischer Ebene gestern gelungen, Fähigkeiten der Informationserlangung und Durchführung unter Beweis zu stellen: Es handelt sich hier nicht um eine zufällige Ankunft in irgendeinem Einkaufszentrum der Stadt und die Zündung eines Sprengstoffgürtels, sondern um das Eindringen in eine Yeshiva in einem religiösen Viertel Jerusalems, die in palästinensischen Augen ein ‚Prestigeziel’ darstellt. Hier geht es nicht um die Umsetzung einer Aktion von einem Tag auf den anderen. Zur Durchführung eines solchen Anschlags bedarf es geheimdienstartige Informationen im Vorfeld. Der Attentäter wusste, wohin er ging, und dass viele junge Männer mit einer Waffe in die Yeshiva kommen. Doch gelang es ihm, in einen bewaffneten Ort einzudringen, ohne aufgehalten zu werden. Der Terrorist erhielt ohne Zweifel Hilfe von Bewohnern Jerusalems, die mit der Örtlichkeit und dem Ziel vertraut sind, und er war wahrscheinlich Inhaber einer israelischen Identitätskarte, die ihm es ihm ermöglichte, sich frei in der Stadt zu bewegen. Der Anschlag ereignete sich wenige Stunden, nachdem in El-Arish auf dem Sinai Gespräche zwischen Vertretern der Hamas und des Islamischen Jihad und den Ägyptern über eine mögliche zeitweilige Waffenruhe mit Israel geführt wurden. Gegenwärtig, da die Hamas - sollte sie hinter dem Anschlag stehen – gezeigt hat, dass ihre Ankündigungen einer brutalen Rache keine leeren Drohungen sind, wird sie einer Waffenpause aus einer Position der Stäke zustimmen können. Doch ist zu bezweifeln, dass dies Israels Sichtweise sein wird. Wahrscheinlich wurde der Anschlag im Merkaz Harav in einer Stadt des Westjordanlands bzw. in Ostjerusalem geplant. Die islamistischen Organisationen stehen im Westjordanland unter doppeltem Druck, sowohl von Seiten Israels als auch von Seiten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Nun haben sie bewiesen, dass sie trotz der unermüdlichen Jagd nach ihnen und der Festnahmewellen der PA noch immer einen ‚qualitätsvollen’ Anschlag im israelischen Kernland auszuführen in der Lage sind. Die PA bringt der Anschlag in eine problematische Position. Die Verurteilungen durch den Vorsitzenden Mahmoud Abbas werden abermals als Unterstützung des israelischen Feindes ausgelegt werden, zumal das Ziel als geistiges Bollwerk der Siedler gilt. Darüber hinaus erweisen sich die Erklärungen von PA-Führungsfiguren wie Ministerpräsident Salam Fayyad, die Infrastruktur des Terrorismus zu zerschlagen und dadurch ihren Teil an der ersten Phase der ‚Roadmap’ zu erfüllen, als inhaltsleer. Erst gestern trafen sich Kommandeure des palästinensischen Sicherheitsapparats mit hohen Offizieren der israelischen Armee im Westjordanland. Der optimistische Eindruck der Teilnehmer des Treffens beruhte darauf, dass man im Westjordanland miteinander redet, während in Gaza gekämpft wird. Doch kam dieser Eindruck zu früh. Den Palästinensern, die gestern versprachen, auf eine Beruhigung der heute erwarteten Demonstrationen nach dem Freitagsgebet hinzuwirken, wird ein sehr viel entschiedeneres Vorgehen gegen die Terrorstrukturen - und nicht nur gegen Steinewerfer - abverlangt werden. Es ist zweifelhaft, ob sie dies leisten können. (Haaretz, 07.03.08)


07-03-2008

MILITÄRGEHEIMDIENST: IRAN SCHMUGGELT WAFFEN ÜBER DIE TÜRKEI: Iran bewaffnet die libanesische Terrororganisation Hisbollah mit Raketen, die über die Türkei geschmuggelt werden - ohne Wissen Ankaras. Dies geht aus Informationen hervor, die der israelische Militärgeheimdienst (AMAN) erhalten hat. Regierungsquellen zufolge hat der Leiter der Forschungsabteilung, Brigadegeneral Yossi Beiditz, den Botschaftern der EU-Staaten vergangene Woche mitgeteilt, dass der Iran – auch wenn Teheran dies abstreitet - weiterhin Waffen und Equipment an die Hisbollah liefert. Unter den geschmuggelten Waffen befinden sich auch Langstrecken-Raketen, die sowohl auf dem Luft- als auch auf dem Landweg als zivile Fracht getarnt über die Türkei transferiert werden. Von der Türkei werden die Raketen dann nach Syrien und von dort in den Libanon gebracht. Die Türkei untersagt die Benutzung ihres Hoheitsgebiets für derartige Transfers. Laut Beiditz sollen einige der Raketen eine maximale Reichweite von 300 Kilometern haben und damit in der Lage sein, von Beirut bis nach Dimona zu gelangen. Bisher ist man in Geheimdienstkreisen immer davon ausgegangen, dass die maximale Reichweite der Raketen im Arsenal der Hisbollah 250 Kilometer beträgt. Beiditz zufolge sind die neueren Raketen auch zielgenauer als frühere und in der Lage, größere Sprengköpfe zu transportieren. Im Mai 2007 hat die Türkei eine Waffenlieferung – darunter 300 Raketen - konfisziert, die das Land per Güterzeug aus dem Iran passierte. Die Fracht war als „Reinigungsmaterial“ deklariert. (Haaretz, 05.03.08)


07-03-2008

HAMAS DECLARES VICTORY IN GAZA FIGHTING: Following five days of combat that left at least 117 Palestinians and three Israelis dead, Hamas declared victory and held a celebratory rally in Gaza City. "I wish them many more such victories," said Mark Regev, spokesman for Israeli Prime Minister Olmert. "I have no doubt that the incursion... succeeded in hurting the Hamas military machine. I also have no illusions that it's over." Israel has accused Hamas of intentionally choosing to store and launch its rockets in heavily populated areas, turning civilians into human shields. (Washington Post)


06-03-2008

BESCHUSS OHNE ENDE: Bis zur gestrigen Mittagszeit haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen insgesamt fünf Kassam-Raketen auf den westlichen Negev abgeschossen. Diese gingen hauptsächlich in und um Sderot nieder. Gestern früh wurde ein Haus direkt getroffen, der Treffer richtete hohen Sachschaden an, glücklicherweise war niemand während des Einschlags im Haus. Die Verantwortung für die ersten drei Raketen hatten die Al-Quds-Brigaden des Islamischen Jihad übernommen. Seit vergangenem Mittwoch haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen mehr als 180 Raketen auf den Süden Israels abgefeuert. Etwa zwanzig Grad-Raketen iranischer Herstellung schlugen in Ashkelon ein, einer Großstadt mit mehr als 120.000 Einwohnern. Für den Großteil der Angriffe ist direkt die Hamas verantwortlich. Seit der Machtübernahme der Terrororganisation im Gaza-Streifen im vergangenen Juni wurden gut 1000 Raketen auf israelisches Territorium abgeschossen (ISRAEL HEUTE).


05-03-2008

ÄGYPTISCHER PILOT VERIRRT SICH IM NEBEL NACH GAZA: Ein ägyptischer Hubschrauber verflog sich gestern im Nebel und fand sich plötzlich über dem Gazastreifen wieder. Hamas-Terroristen nahmen an, es handele sich um einen israelischen Kampfhubschrauber und nahmen ihn unter Beschuss. Auch war der unidentifizierte Hubschrauber auf dem israelischen Radar gesichtet worden, weshalb Kampfjets starteten um ihn abzufangen. Schlussendlich wurde der Pilot von den Jets bis an die ägyptische Grenze begleitet. Dies meldeten israelische sowie ägyptische Sicherheitsbehörden.


04-03-2008

HINTERGRUND: ISRAELS MILITÄROPERATION IM GAZA-STREIFEN: Eine hochrangige Sicherheitsquelle hat am Samstag (01.03) Reportern führender internationaler Zeitungen einen Hintergrundbericht über die jüngste Operation der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) im Gaza-Streifen gegeben, aus dem im Folgenden einige Auszüge wiedergegeben werden. „Die ZAHAL-Operation begann am Mittwochmorgen (27.02), nachdem bekannt geworden war, dass eine Spezialeinheit von Hamas-Terroristen, die aus Syrien und dem Iran angekommen war, beabsichtigte, nach Israel einzudringen, um dort Anschläge zu verüben und womöglich Soldaten oder Zivilisten zu entführen. Im Schutz des schlechten Wetters wollten sie entweder durch einen Tunnel nach Israel gelangen oder mithilfe von Seilen den Sicherheitszaun überwinden und dann in einen Armeestützpunkt oder eine israelische Ortschaft eindringen. Die Anweisungen für die Operation kamen direkt aus Damaskus und Teheran. Israelischen Einsatzkräften gelang es, die fünf Terroristen zu lokalisieren und auszuschalten. In Reaktion darauf versuchte die Hamas, eine neue Gleichung in der Region einzuführen, demzufolge sie als Vergeltung für jede israelische Attacke Raketen feuert. Die Hamas verfolgt seit Juni 2007 eine waghalsige Politik, um ihre Macht zu erhalten. Während der Vorkommnisse in Rafiah wurden 122mm-Grad-Raketen iranischer Herstellung, die zuvor nach Gaza geschmuggelt worden waren, auf Ashkelon abgefeuert. Durch den Einsatz der Raketen wurden die Reichweite der Hamas-Raketen erweitert und mehr Israelis in die Schusslinie gebracht. Der gegenwärtige Raketenbestand der Hamas reicht für den Abschuss einiger Dutzend täglich, für viele Tage. Dies ist jedoch auch von israelischen Aktionen abhängig. Am Samstag (01.03) führte Israel einen Schlag gegen eine der Raketenbasen aus und zerstörte Hunderte von Mörsern. Die Strategie der israelischen Armee ist es, die Lager- und Abschussanlagen für Raketen zu treffen. Einige der Raketen haben eine Reichweite von 20 Kilometern. Sie stammen von der Hisbollah im Libanon, und Syrien und der Iran schmuggelten sie in den Gaza-Streifen, als die Grenze in Rafiah durchbrochen wurde. Die genaue Zahl der geschmuggelten Raketen ist nicht bekannt. Ein großes israelisches Kommando der nahe Jabaliya stationierten Givati-Brigaden marschierte am Freitag (29.02) in den Gaza-Streifen ein und eröffnete den Kampf gegen die Terroristen. Die Zahl der palästinensischen Verluste ist unklar, Medienberichte weichen von der tatsächlichen Realität ab. Wenn es auch definitiv zivile Opfer gibt, ist es eine bekannte Taktik der Hamas, Zivilisten als Schutzschilder zu missbrauchen und Raketen aus Bevölkerungszentren abzufeuern. Wenn Zivilisten dagegen protestieren, bringt die Hamas sie woanders hin. Aktuelle israelische Einschätzungen sagen voraus, dass das Raketenfeuer andauern wird. Einige der Hamas-Führer sind geflohen, alle Wohnquartiere der Führung sind leer. Es ist offensichtlich, dass die israelische Regierung entschieden hat, der Hamas-Führung zu zeigen, dass es ein Fehler war, Raketen mit größerer Reichweite abzuschießen. Über Dauer und Umfang der Operation wird die Regierung entscheiden. Im Moment sieht es danach aus, dass das Ausmaß der Operation größer sein wird als das der vorhergehenden, da es notwendig ist, nicht nur gegen die Möglichkeiten der Hamas anzukämpfen, sondern auch gegen ihre Absichten, und zu zeigen, dass sie den Beschuss auf Sderot und Ashkelon nicht ungestraft fortsetzen können wird. Dies ist nicht die breite Offensive in Gaza, von der zuvor die Rede gewesen ist. Für den Fall, dass die Hamas, mit Unterstützung von Syrien und dem Iran, ihre Aktivitäten steigert, hat die israelische Regierung weitere Optionen. Die Hamas-Führung wird gegenwärtig nicht ins Visier genommen, doch kann sich dies ändern, da es sich hier um eine Frage der Strategie handelt. Während eine begrenzte Operation nicht alle Raketen stoppen kann, verfolgt die aktuelle Operation zwei Ziele: - Die Operation wurde in Jabliya initiiert, dem Gebiet, von dem aus die meisten Raketen abgeschossen werden. - Der Hamas muss demonstriert werden, dass sie weitere Opfer wird erleiden müssen, wenn der Raketenbeschuss andauert. Sollte die Hamas ihre Raketenpolitik fortsetzen, wird sie die große angelegte militärische Offensive auf sich ziehen. Die Instrukteure der Hamas und des Islamischen Jihad, die im Iran und in Syrien ausgebildet worden und via Ägypten nach Gaza gelangt sind, bilden nun Hamas-Truppen im Gaza-Streifen aus. Während es schwierig für die Hamas war, bestimmte Waffentypen durch die Dutzenden von Tunnel an der Grenze zu schmuggeln, konnte sie, während die Grenze offen war, ganze Lastwagenladungen von Waffen und Munition einführen. Die Syrer und Iraner konnten neue Waffen liefern. Daher muss Israel sich nun gegen bisher unbekannte Waffentypen behaupten.“


03-03-2008

ESKALATION IM GAZASTREIFEN: Nachdem palästinensische Hamas-Terroristen vom Gazastreifen aus an zwei Tagen mehr als 50 Mörsergranaten und Kassam-, sowie Grad-Raketen auf Israel abgeschossen haben, wodurch mehrere Israelis verwundet und Häuser zerstört wurden, hat Israel mit einer Gegenoffensive reagiert und die Terrorstützpunkte unter Beschuss genommen. Dabei wurden u.a. palästinensische LKWs, auf denen 160 abschussbereite Raketen waren, zerstört und ca. 50 Palästinenser, die sich in diesen Terrorstützpunkten aufhielten getötet. Die Palästinenser beschießen jetzt nicht nur die israelische Grenzstadt Sderot mit ihren Kassam-Raketen, sondern auch die 17 km nördlich vom Gazastreifen entfernte Stadt Aschkelon mit den viel größeren Grad-Raketen. Mit dieser neuen Eskalation der Gewalt ist das für das Jahr 2008 angepeilte Friedensabkommen vorerst auf Eis gelegt. Den Hamas-Palästinensern ist es durch ihren Raketen-Beschuss gelungen, Israel zu einem Gegenangriff zu zwingen, der unter den Palästinensern das Ansehe n der verhandlungsbereiten Fatah-Palästinenser schwächt. Ministerpräsident Ehud Olmert bezeichnete die Lage im Süden Israels als Kriegszustand. (Israel Heute)


02-03-2008

DER GAZA TEST: Eine internationale Streitmacht an der Grenze von Gaza – dies ist eine der immer wiederkehrenden Idee in der Diskussion über die schwierige Lage im Süden. Bisher hat noch niemand erklärt, wie genau die Soldaten einer solchen Truppe zwischen Sderot und den Kassam-Raketen trennen sollen, die aus dem Gaza-Streifen abgeschossen werden. Erwartet man von ihnen, dass sie in die Flüchtlingslager, Städte und Wohngegenden Gazas vordringen, um denjenigen nachzujagen, die die Raketen abfeuern? Welcher Staat der Welt würde seine Soldaten auf eine solche Mission schicken? Die Wahrheit ist: Eine solche Truppe wäre nicht völlig machtlos. Die Razzien der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte im Gaza-Streifen könnte sie definitiv erschweren. Aber wenn es darum geht, dass sie den Kassam-Beschuss stören könnte, ist die Idee fruchtlos. Eine internationale Streitmacht kann helfen, wenn sie zwischen zwei Armeen trennt und durch ihre Anwesenheit Überraschungsangriffe von einer der Seiten verhindert. Sie kann nützen, wenn es zwei Seiten gibt, die an einem Waffenstillstand interessiert sind: Ihre Anwesenheit kann Reibungen und Zwischenfälle verhindern. Im Südlibanon erschwert die UNIFIL zurzeit den Wiederaufbau der Stellungen der Hisbollah an der Grenze zu Israel. Nasrallah hält sich vorläufig an den Waffenstillstand. Wenn er sich aber zur Erneuerung des Raketenbeschusses auf Israel von entfernteren Stellungen aus entscheiden sollte, wird die UNIFIL nichts machen können. Gegen Terror, insbesondere gegen Terror mittels Raketen, wie er von Gaza aus gegen Israel betrieben wird, gibt es keine Heilung durch eine internationale Truppe, die nicht bereit ist zu kämpfen. Und was ist mit einer Feuerpause mit der Hamas? Natürlich ist nichts an einem Waffenstillstand selbst mit dem schlimmsten aller Feinde auszusetzen, und man kann die Aussicht auf einen solchen durch Vermittlung der Ägypter eruieren. Aber die Hamas-Führer, die ihren Willen zu einer Feuerpause erklärt haben, erklärten auch, dass sie niemals ihre Waffen gegen den Widerstand richten würden. Daraus folgt, dass die Hamas, auch wenn sie für eine Weile ihre Waffen ruhen lassen würde, andere bewaffnete Gruppen nicht daran hindern wird, weiter vom Gaza-Streifen aus auf Israel zu schießen. Die Hamas verlangt auch, dass Israel seine Razzien und Festnahmen im Westjordanland einstellt; aber dort kann sie, selbst wenn sie es wollte, nicht jede palästinensische Gruppierung von der Ausführung von Terroranschlägen abhalten. Eine Feuerpause mit der Hamas würde der Organisation eine Atempause zum Kräftesammeln verschaffen, während das Feuer auf Israel nicht aufhören würde, und jede israelische Militärreaktion würde als Aggression betrachtet, die die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen zum rechten Zeitpunkt rechtfertigt. Wie es scheint, ist die Hamas in dieser Phase an einen Zermürbungskrieg mit Israel interessiert. Die Organisation möchte Israel an die Kassam-Raketen auf Sderot und die Gemeinden an der Grenze „gewöhnen“ und es von einer scharfen Reaktion abschrecken. In dieser Situation gibt es keinen Ausweg aus der Aktivierung des Militärs. Wer den Rückzug aus Gaza befürwortet hat und zusätzliche Rückzüge in der Zukunft unterstützt, muss der erste sein, der sagt, dass Israel dem Beschuss von einem Gebiet, aus dem es sich zurückgezogen hat, nicht hilflos gegenüberstehen darf. Es ist zwar richtig, dass es keine militärische Lösung gibt: Ein militärisches Vorgehen wird am Bestehen eines politischen Problems nichts ändern. Wenn Israel jedoch keine effektive militärische Antwort auf einen militärischen Angriff hat - wer wird dann mit ihm zu einer politischen Lösung gelangen wollen? (Haaretz, 28.02.08)


29-02-2008

ARIEL SHARON 80: Der frühere israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hatte vor 3 Tagen seinen 80. Geburtstag. Nachdem er fünf Jahre lang als Ministerpräsident amtiert hatte, erlitt Sharon am 5. Januar 2006 einen schweren Schlaganfall, in dessen Folge er in ein dauerhaftes Koma fiel. Alle Versuche der Wiederbelebung schlugen seitdem fehl. Sharons Arbeitsunfähigkeit führte zur Wahl seines Stellvertreters Ehud Olmert zum Vorsitzenden der Kadima-Partei und bald darauf zum Ministerpräsidenten. (The Jerusalem Post)


28-02-2008

DAS ZIEL: DIE VERNICHTUNG ISRAELS: Israel ist der einzige Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen, dem offen mit Zerstörung gedroht wird – nicht nur als Staat sondern als Land der Juden. Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad, der niemals eine Gelegenheit auslässt, Hass gegen die Juden zu säen, ist eifrig damit beschäftigt, Unterstützung für die Vernichtung Israels zu organisieren, mit Bemerkungen wie „Israel ist ein ausgetrockneter, verrotteter Baum, der in einem einzigen Sturm ausgetilgt werden kann“, „Der Countdown für die Zerstörung Israels hat begonnen“ und „Es ist sehr zweifelhaft, ob der Holocaust stattgefunden hat, und wenn, warum sollte der Nahe Osten den Preis dafür bezahlen?“ Der Präsident des Iran hat einen Mund wie eine Jauchegrube. Sogar der Generalsekretär der Vereinten Nationen hat gesagt, er sei von den Worten Ahmadinejads schockiert. Er ist also schockiert. Doch wie kommt es dann, dass weder er noch der Sicherheitsrat die Worte verurteilt haben? Die Welt hat vergessen oder niemals begriffen, dass auch Hitler mit Hass auf die Juden begann, im Fahrwasser dieses Hasses an die Macht gelangte und einen Weltkrieg über uns brachte, der auf vier Kontinenten Zig Millionen Menschen den Tod brachte. Wie einem gewieften Verkäufer in einem persischen Basar ist es Ahmadinejad gelungen, die Institutionen der Vereinten Nationen und die Internationale Atomenergiebehörde dahingehend zu betrügen, dass sie glauben, die atomare Forschung des Iran diene nur friedlichen Zwecken und nicht dem Bau einer Bombe. Er hat die Hilfe von Südafrika, Indonesien, Vietnam, Libyen und anderen Liebhabern Israels herangezogen, um sich selbst vor Sanktionen zu schützen. Wenn zum Beispiel China und Russland im Sicherheitsrat nicht gegen den Iran stimmen, wird dieser am Ende unbefleckt und ungestraft dastehen. Noch schlimmer ist es, dass der Iran Unterstützung von vermeintlich respektablen Ländern und angesehenen Firmen innerhalb der Völkerfamilie bekommt, um die Materialen, die er für Atombomben und Raketen benötigt, zu erhalten. Hin und wieder kann der Präsident nicht widerstehen, diese Langstreckenraketen, die atomare Sprengköpfe tragen können, bei Militärparaden zu zeigen, so dass jeder sehen kann, was Sache ist. Die Tatsache, dass die Reaktoren, Zentrifugen, Anlagen zur Urananreicherung und andere nukleare Einrichtungen unterirdisch an verschiedenen Orten verteilt sind, beweist, dass der Iran etwas aus Israels Bombardierung des irakischen Atomreaktors im Jahr 1981 gelernt hat. Wir sind ganz oben auf der Liste des Iran, nicht nur als Ziel sondern auch als Bedrohung und als Hindernis. Mehr als einmal wurden geheime Gesandte geschickt, um Israel zu versichern, dass Ahmadinejad nicht allmächtig sei. Ja, er sei der Präsident, doch seine religiösen Führer –die wirklichen Herrscher des Iran - würden Ahmadinejads Hände abhacken, bevor sie ihn in die Nähe des Startknopfes ließen. Nach Meinung von Prof. Itamar Rabinovitch, einem früheren Botschafter Israels in den Vereinigten Staaten, hat Israel Grund zur Sorge. Nicht nur, weil der Präsident des Iran offen nach Israels Zerstörung trachtet, sondern auch weil er seinen Hass überall unter islamischen Fundamentalisten weiter verbreitet. Rabinovitch zufolge hat Israel nicht allzu viele Optionen in Bezug auf den Umgang mit den Drohungen des iranischen Präsidenten: Es könnte eine Klage beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag einreichen. Der Fall könnte sich jedoch so viele Jahre in die Länge ziehen, dass Ahmadinejad bereits im Altersheim wäre, wenn es schließlich zu einem Beschluss käme. Israel könnte auch fordern, dass der Sicherheitsrat eine Verurteilung ausspricht oder dazu aufruft, das Atomprogramm des Iran mit Gewalt zu stoppen. Das Problem ist, dass Israel in einem Forum wie dem Sicherheitsrat Gefahr läuft zu verlieren. Eine weitere Möglichkeit für Israel wäre, die Parlamentarier der Europäischen Union dazu zu bringen, ihre Regierungen davon zu überzeugen, den Verkauf von Material, das für den Bau der Bombe benötigt wird, an den Iran zu stoppen. Doch das wichtigste ist es, dem amerikanischen Kongress die Gefahren verständlich zu machen, die über seinen zurechnungsfähigen Alliierten in der Region schweben. Auf Grund dessen, was wir in diesen Tagen hören, wird der nächste amerikanische Präsident nicht so freundschaftlich gegenüber Israel sein wie George W. Bush, und er wird sich auch nicht so sehr im Krieg gegen den extremistischen Islam engagieren wie er. Von verschiedener Seite wird Israel versichert, die Drohungen, es zu vernichten, seien nur Gerede. Dies ist jedoch nicht die Meinung von Prof. Bernard Lewis, der dazu rät, die iranischen Drohungen sehr ernst zu nehmen, da es innerhalb der Shia eine apokalyptische Strömung gibt, die sich dazu aufmachen könnte, die Ankunft ihres Messias Imam al-Mahdi zu beschleunigen. Es ist kein Zufall, dass auch Hassan Nasrallah die Zerstörung Israels auf der Basis dieser messianischen Überzeugung prophezeit. Selbst wenn Ahmadinejad die Bombe nicht benutzen würde – wenn sie ins seiner Hand wäre -, besteht kein Zweifel, dass diese Drohung, die über unseren Köpfen schwebt, Gefahr läuft, das ganze Konzept von Israel als dem einzigen sicheren Hafen für das jüdische Volk zu unterminieren. Unter diesen Umständen ist es wichtig für Israel, die kollektive Bestrafung der Bevölkerung im Gazastreifen zu vermeiden, aufgrund derer es die internationale Unterstützung für seine Anstrengungen, das iranische Atomprogramm zu stoppen, verlieren könnte. Ohne die Stärke der israelischen Luftwaffe und ihrer exzellenten Piloten zu missachten, darf Israel hier doch nicht im Alleingang handeln. Zu seiner Selbstverteidigung benötigt es die Kooperation, die Zustimmung und die Unterstützung der Vereinigten Staaten und der Europäischen Union. (Haaretz, 26.02.08)


27-02-2008

ISRAEL BEGRÜSST EUROPÄISCHE VERURTEILUNG DER IRANISCHEN HETZE: Der stellvertretende Generaldirektor des israelischen Außenministeriums (Abteilung Westeuropa), Rafael Barak, hat dem slowenischen Botschafter in Israel dafür gedankt, dass die slowenische Präsidentschaft der Europäischen Union die jüngsten Äußerungen des iranischen Staatspräsidenten Mahmoud Ahmadinejad und anderer hochrangiger iranischer Politikern scharf verurteilt hat. Diese hatten erneut zur Vernichtung Israels aufgerufen. Die Europäische Union verurteilte die Äußerungen am Montag in strengst möglicher Art und Weise, nannte sie unerträglich, beleidigend und unzivilisiert. Des Weiteren rief die EU den Iran dazu auf, seine bedrohlichen Äußerungen gegen einen souveränen Staat zu unterlassen, der ein Mitglied der internationalen Gemeinschaft sei. Barak sprach in seiner Stellungnahme von der Notwendigkeit, im UN-Sicherheitsrat zu einer Entscheidung über die dritte Runde von Sanktionen gegen den Iran zu gelangen, und rief die Europäische Union dazu auf, zusätzliche wirtschaftliche und politische Sanktionen außerhalb des Sicherheitsrates zu initiieren. Er fügte hinzu: „Die heftigen Äußerungen der Führungsfiguren des iranischen Regimes unterstreichen einmal mehr, dass der Iran ein Land ist, das grundlegende Menschenrechte verletzt, ein Mitglied der Vereinten Nationen verball attackiert und Terrororganisationen unterstützt, die jede Chance zum Frieden in der Region zu sabotieren versuchen.“ (Außenministerium des Staates Israel, 25.02.08)


26-02-2008

VIERZEHN TERRORISTEN AUSGEBROCHEN UND SICH ERGEBEN: Eine Gruppe von 14 Terroristen brach aus einem Gefängnis der palästinenischen Autonomiebehörde aus, stellten sich jedoch den palästinensischen Sicherheitstruppen nach Verhandlungen. Sie erklärten die Flucht sei ein Protest gegen das Verhalten der Gefängnisverwaltung gewesen. Alle 14 gehören den Al-Aksa-Märtyrerbrigaden an, die in den letzten Monaten in Kämpfe gegen das israelische Militär verwickelt waren und sich in der Altstadt von Nablus versteckt gehalten hatten. Nach einer ausgedehnten Operation Zahals hatten sie sich den Sicherheitsorganen der PA gestellt und das Militär hatte dieser Haft unter der Bedingung zugestimmt, dass sie in Haft bleiben. Sie durften zwar Handys haben, jedoch keinen Kontakt zu Terroristen aufnehmen, denn ihre Gespräche wurden abgehört. Diese Terroristen wurden von Israel gesucht und warten nun im palästinensischen Gefängnis auf die Freilassung durch Israel (Israel Heute).


25-02-2008

RÜCKKEHR ZU DEN CLANS: Die Haaretz berichtete diese Woche von einem ungewöhnlichen und bedeutungsvollen Ereignis: einem Treffen in Hebron zwischen den jüdischen Gemeindevorstehern der Stadt und etwa 30 palästinensischen Einwohnern, darunter Vertretern der großen Clans al-Jabri und Abu Sneineh. Die jüdischen Repräsentanten dankten Sheik Farid Hader al-Jabri dafür, dass er die Zerstörung eines illegalen Außenpostens verhindert hatte, in dem eine Synagoge errichtet worden war. Einige der palästinensischen Teilnehmer wurden im Vorfeld des Treffens zwecks Verhörs zum Kommandanten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in Hebron bestellt, und die al-Aqsa Märtyrerbrigaden verurteilten sie auf eigens aufgehängten Plakaten als Kollaborateure. Al-Jabri rechtfertigte das Treffen in einem Radiointerview mit der Machtlosigkeit der PA. Das Treffen in Hebron war außergewöhnlich, aber nicht einmalig. In den vergangenen Monaten sind im Westjordanland zwei Prozesse im Gange, die mit der Reihe von Schlägen zusammenhängen, die die PA hat einstecken müssen, darunter der Sieg der Hamas bei den Wahlen, die Machtergreifung der Terrororganisation im Gaza-Streifen, ihr Erfolg beim Durchbruch der Abriegelung Gazas und der andauernde Stillstand der Verhandlungen mit Israel. Der erste ist eine Macht- und Initiativverschiebung von der Zentralregierung hin zu lokalen Machtfaktoren (Clans, Würdenträger, Kaufleute) und örtlichen Behörden, der zweite ist die Bereitschaft eben dieser zum Gespräch mit israelischen Instanzen (Siedler, Geschäftsleute), um konkrete Probleme vor Ort zu lösen. Diese Prozesse sind selbstverständlich auf das Westjordanland begrenzt; im Gaza-Streifen herrscht die Hamas mit harter Hand. Jene Entwicklungen sind ein Symptom der tiefen Krise, in der sich die palästinensische Nationalbewegung befindet. Diese Bewegung wuchs Mitte der 60er Jahre unter der Führung Yassir Arafats und der Fatah aus der Krise heraus, in die sie nach 1948 hineingeraten war. Sie gelangte nach einem beinahe 30 Jahre langen Kampf zur gegenseitigen Anerkennung mit Israel und erreichte die Errichtung einer autonomen Regierung im Westjordanland und im Gaza-Streifen – mit guter Aussicht darauf, die Palästinensische Autonomiebehörde in einen palästinensischen Staat zu verwandeln. Der Kollaps der Verhandlungen über ein Endstatusabkommen Ende 2000 und die Intifada, die danach ausbrach, schwächten die Institutionen der PA sehr, und Arafat hinterließ bei seinem Tod eine zerkrümelte Nationalbewegung. Die einseitige Lösung, die Ariel Sharon zuerst in Gaza umzusetzen begann, legte die Grundlage für die Trennung zwischen dem Gang der Entwicklungen im Westjordanland und dem im Gaza-Streifen und die Machtübernahme der Hamas in letzterem. Die Herausforderungen, vor die die Hamas den säkularen palästinensischen Nationalismus stellt, sind vielfältig. Auf der einen Ebene ist da die tagtägliche politische und militärische Herausforderung, die eine effiziente und brutale Organisation für eine schwache Nationalbewegung darstellt. Auf einer anderen Ebene handelt es sich um die Erzielung von Superiorität der islamistischen Gemeinschaft über die national-säkulare. Sollte die Hamas die Fatah in die Knie zwingen, wäre dies nicht nur der Sieg einer Partei über eine andere, sondern die Ablösung einer Weltsicht durch eine andere, grundsätzlich verschiedene. Die Hamas ist keine Partei innerhalb der palästinensischen Nationalbewegung, sondern der palästinensische Flügel der Muslimbrüderschaft. Im regionalen Kontext schöpft die Organisation Inspiration und Motivation aus dem Schwung des Irans und der Hisbollah – sowohl bei dem Bemühen, islamistischen Staaten und Gemeinschaften den Weg zu bereiten, als auch in der totalen Ablehnung der Idee des Kompromisses und einer politischen Einigung mit Israel. In Anbetracht des Treffens in Hebron und ähnlichen Veranstaltungen muss man sich vor dem falschen Zauber hüten, der von Teilen der israelischen Öffentlichkeit als „Gelegenheit“ aufgefasst werden könnte, die palästinensische Nationalbewegung - die sich wahrlich schwer damit tut, denjenigen etwas zu ‚zurückzugeben’, die noch immer einen historischen Kompromiss und eine Zwei-Staaten-Lösung wollen – endgültig zu zerstückeln, und die gegenwärtige Regierungspolitik für ein System von Arrangements mit lokalen Kräften einzutauschen. Es gibt Vorläufer für eine Haltung dieser Art, sowohl im israelisch-palästinensischen Kontext als auch in der gesamten Region. Zur Zeit des britischen Mandats pflegte die zionistische Führung ein verzweigtes System von lokalen Führern, die den „Mufti“ und die Führung der palästinensischen Nationalbewegung verabscheuten. Ein Teil dieser Übereinkünfte wirkte noch zur Zeit des Unabhängigkeitskriegs fort und hinterließ seine Spuren auf der Landkarte des Staates (wie z.B. Abu Gosh). Ein ähnlicher und relativ erfolgreicher Versuch wird heute auch im Irak unternommen. Den USA ist es in den vergangenen Monaten gelungen, sowohl ihre Position als auch die allgemeine Lage im Irak erheblich zu verbessern – u.a. durch die Zusammenarbeit mit Stammesführern gegen Al-Qaida. In beiden Fällen liegen der Zusammenbruch einer Zentralregierung und die Bereitschaft lokaler Instanzen vor, mit demjenigen gegen radikale islamistische Elemente zusammenzuarbeiten, der gestern noch als fremder Besatzer galt, um ein Minimum an Ruhe und Stabilität zu erzielen. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass die USA sich selbst als jemanden betrachten, der Ordnung schaffen und dann aus dem Irak abziehen will, während Israel in der Region als jüdischer und demokratischer Staat weiter existieren möchte. Die Spaltung zwischen dem Gaza-Streifen und dem Westjordanland, die Erosion der Palästinensischen Autonomiebehörde und die Kooperation mit lokalen Machtfaktoren sind Komponenten einer Politik, die für alle attraktiv ist, die den Status Quo beibehalten wollen. Wer jedoch die Fortdauer der Erstarrung als gefährlich für Israel betrachtet, da er die Option der Zwei-Staaten-Lösung hintertreibt, wird sich von dieser Haltung distanzieren und die in ihr steckende Gefahr sehen. Mit den Herausforderungen von Hamas und Gaza-Streifen gilt es umzugehen; mit örtlichen Machthabern und kommunalen Kräften im Westjordanland ist auf alle Fälle zusammenzuarbeiten. Aber Israel darf nicht ohne einen legitimen und effektiven Partner für einen historischen Kompromiss zwischen zwei Nationalbewegungen zurückbleiben. Itamar Rabinovitch war Botschafter des Staates Israel in den USA und Präsident der Universität Tel Aviv. (Haaretz, 15.02.08)


24-02-2008

ANSCHLAG AUF DAS YMCA IN GAZA: Im Gazastreifen explodierte in der Drei-Etagenwohnung eines Top-Terroristen eine Bombe. Dabei fand der Kommandeur der Islamischen Dschihad-Terroristen, seine Frau, zwei seiner Kinder und drei Nachbarn den Tod. Israels Regierung erklärte sofort nach Bekanntwerden des Anschlags, dass sie nichts damit zu tun habe. Ferner stürmten bewaffnete Palästinenser das christliche YMCA-(CVJM)-Gebäude in Gaza und zerstörten dabei die Bibliothek mit ihren 8.000 Bibeln und christlichen Büchern. Vorher stahlen sie die YMCA-Computer. Die Angreifer drohten, dass sie alle 3.000 im Gazastreifen lebenden Christen vertreiben oder umbringen werden. (ISRAEL HEUTE)


22-02-2008

FISCHERSTREIT UND FISCHVERGIFTUNG: Im See Genezareth hat man vor ein paar Tagen etwa 25.000 tote Fische gefunden. Wegen Streit über Fischereigebiete auf dem See, bekämpfen sich die Fischer mit der Verstreuung von Gift im Wasser. Nach Überprüfung des Wassers wurde festgestellt, dass es nicht von den gegen die Fische eingesetzten Gifte betroffen ist und es weiter getrunken werden kann. Jedoch sollten keine frischen Fische aus dem See gegessen werden, um Auswirkungen der vielleicht im Fisch enthaltenen Giftstoffe auf den Menschen zu verhindern. (Israel Heute)


21-02-2008

DIPLOMATEN ÜBER GAZA-SITUATION AUFGEKLÄRT: Außenministerin Tzipi Livni hat das diplomatische Korps am Grenzübergang Erez empfangen, um es über die Situation im Gazastreifen zu informieren. Der Kommandant der Gaza-Division des Militärs, Brigadegeneral Moshe Tamir, legte den Besuchern die terroristische Bedrohung aus dem Gazastreifen dar, während der Leiter der Koordinations- und Verbindungsbehörde, Oberst Nir Press, ihnen einen Überblick über die humanitären Hilfeleistungen in dieses Gebiet gab sowie Beweise für den Missbrauch internationaler Einrichtungen für den terroristischen Raketenbeschuss präsentierte. Livni meinte nach dem Briefing: „Die Situation in der Region ist unerträglich, und die Bedrohung durch den Terror aus Gaza wird Jahr für Jahr größer. Das Problem sind nicht nur die Kassam-Raketen, sondern auch das Erstarken der Terrororganisationen. Selbst wenn es eine vorübergehende Waffenruhe gibt – lassen Sie sich durch diese nicht täuschen. Die Terrororganisationen nehmen an Stärke zu, und die Planung für die Zukunft muss auf einem Verständnis dieser gegenwärtigen Bedrohung basieren. Die Welt muss das wahre Wesen der Hamas erkennen. Ihre Aktionen haben nichts mit Besatzung zu tun, und Tatsache ist, dass sie auf der Fortführung des Terrors beharrt, nachdem Israel Gaza verlassen hat. Die Hamas ist mit extremen islamistischen Organisationen in der Region verflochten und bedroht nicht nur Israel, sondern auch die Gemäßigten in der Palästinensischen Autonomiebehörde. Wir sind nicht naiv und glauben nicht, dass ein politischer Dialog eine Antwort für diese Ideologie zu bieten vermag.“ (ISRAEL HEUTE)


20-02-2008

ANSCHLAG AUF DAS YMCA IN GAZA: Im Gazastreifen explodierte in der Drei-Etagenwohnung eines Top-Terroristen eine Bombe. Dabei fand der Kommandeur der Islamischen Dschihad-Terroristen, seine Frau, zwei seiner Kinder und drei Nachbarn den Tod. Israels Regierung erklärte sofort nach Bekanntwerden des Anschlags, dass sie nichts damit zu tun habe. Ferner stürmten bewaffnete Palästinenser das christliche YMCA-(CVJM)-Gebäude in Gaza und zerstörten dabei die Bibliothek mit ihren 8.000 Bibeln und christlichen Büchern. Vorher stahlen sie die YMCA-Computer. Die Angreifer drohten, dass sie alle 3.000 im Gazastreifen lebenden Christen vertreiben oder umbringen werden. (ISRAEL HEUTE)


19-02-2008

OLMERT LOBT ISRAELISCH-DEUTSCHE BEZIEHUNGEN: Israels Ministerpräsident Ehud Olmert wertet die gegenwärtigen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland sehr positiv. In der wöchentlichen Kabinettssitzung der israelischen Regierung am gestrigen Sonntag unterrichtete er die Minister über seine zurückliegende Reise nach Berlin. Dabei sagte er, dass die israelisch-deutschen Beziehungen ein Hauptpfeiler von Israels Beziehung mit Europa seien. Unter der Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel seien die israelisch-deutschen Beziehungen von einer herausragenden Freundschaft und einer besonderen Verpflichtung in zentralen Themen gekennzeichnet.


18-02-2008

ENTFÜHRTE RESERVISTEN SOLLEN ANGEBLICH TOT SEIN: Ehud Olmert sagte dem deutschen Magazin „Der Spiegel“ in einem Interview, er glaube, dass die beiden im Juni 2006 von libanesischen Hisbollah-Terroristen verschleppten israelischen Reservisten Ehud Goldwasser und Eldad Regev inzwischen tot sind. Andere Regierungsquellen in Jerusalem dagegen meinen, dass solange ihr Tod nicht bewiesen ist, sie noch als vermisst gelten und nicht als tot. Die Angehörigen der Soldaten geben die Hoffnung nicht auf. Ebenfalls fehlt von Gilad Shalit, der am Gazastreifen von Palästinensern gekidnappt wurde, noch immer jede Spur. Vor kurzem wurde den Eltern ein Brief in seiner Handschrift übergeben, der als authentisch gewertet wurde. (ISRAEL HEUTE)


17-02-2008

A.B. YEHOSHUA ZUR LAGE IM NAHEN OSTEN: Der berühmte israelische Schriftsteller A.B. Yehoshua hat sich in einem Interview mit der Haaretz zum israelisch-arabischen Konflikt und dem zweiten Libanonkrieg geäußert. Angesichts der aktuellen Situation im Gaza-Streifen zweifelt der 71jährige zunehmend am Willen der Palästinenser, eine Zwei-Staaten-Lösung herbeizuführen. Dabei verweist er vor allem anderen auf das Verhalten der Hamas, die nach der Abkoppelung vom Gaza-Streifen ihren andauernden Beschuss auf Israel fortsetze, anstatt zu sagen: „Seht, sie haben sich sogar ohne ein Abkommen zurückgezogen, sind geflüchtet. Jetzt nehmen wir Gaza und bauen es auf und investieren hier Gelder.“ Dies hätte Israel einen Anreiz gegeben, auch Judäa und Samaria zu verlassen. Yehoshua beharrt trotz allem auf der Zwei-Staaten-Lösung, da es sich hier um „zwei völlig verschiedene Völker“ handele, in Bezug auf „Religion, Kultur und Sprache“. „Es sind zwei Existenzen, zwischen denen in wirtschaftlicher Hinsicht ein Abgrund besteht, die beide auch mit dem Ausland verbunden sind. Die Palästinenser mit der arabischen Welt, wir mit der jüdischen Welt. Ein binationaler Staat ist das Rezept für die Vernichtung des israelischen Staates.“ In Anbetracht der palästinensischen Praxis von Selbstmordanschlägen meint der Schriftsteller dabei, dass Juden und Araber verschiedenen moralischen Codes folgen würden: „Ich glaube nicht, dass es während des Holocaust jemanden gegeben hat, der dies [sich in die Luft zu sprengen] seinem Sohn gesagt hätte. Und ich rede hier noch nicht einmal von der Ermordung deutscher Kinder, sondern lediglich davon, sich innerhalb der deutschen Armee in die Luft zu sprengen, die einen ermorden wollte. Wir wollen sie nicht vernichten, und sie verteilen Süßigkeiten in Gaza. Nachdem sie gesehen haben, dass sie Kinder und Alte getötet haben, verteilen sie Süßigkeiten?! Ihr Selbstmord rührt nicht etwa nur von hier her. Man sieht ihn im Irak, man sieht in an allen möglichen Orten. Sie ermorden ihre Brüder, ihre eigenen Leute ermorden sie.“ Ungeachtet der Tatsache, dass Yehoshua am Ende des zweiten Libanonkriegs gemeinsam mit den Schriftstellern Amos Oz und David Grossman zu einem Waffenstillstand aufgerufen hatte, lässt er nach wie vor keinen Zweifel daran, dass er die israelische Offensive grundsätzlich und von Anfang an unterstützt hat: „Auf jeden Fall habe ich zugestimmt. Eine militärische Organisation, die keinen Staat kontrolliert, die Tausende Raketen abgefeuert und verkündet hat, den Staat Israel zu vernichten, entführt zwei Soldaten, tötet acht, lässt Katyushas regnen. Was soll ich da tun? Was soll ich da tun?“ Auch das Ergebnis des Krieges bewertet er positiv: „Es kamen alles in allem gute Dinge dabei heraus. Eine internationale Truppe ist an der Grenze stationiert. Dass deine Armee schwach ist? Dass plötzlich große Probleme in der Armee offensichtlich werden? Es lässt sich sagen: Gut, dass dies in diesem begrenzten Krieg entdeckt wurde. Aber grundsätzlich wurde der libanesischen Regierung übermittelt: Meine Herren, es kann nicht angehen, dass ihr eine Organisation habt, die ihr nicht kontrolliert. D.h. ihr sitzt in Beirut und spielt dort im Kasino, und alles ist nett, ihr habt dort schöne Kabarette und all das, und es gibt hier irgend so eine wahnsinnige Organisation. Man stelle sich vor, wir würden den Arabern sagen: Seht, wir sind ein friedliebendes Land, aber wir haben eine Luftwaffe, die verrückt ist, und hin und wider holt sie ihre Flugzeuge raus und bombardiert euch.“ (Ha’aretz 15.2.)


15-02-2008

WACHSENDER UNMUT IN ÄGYPTEN: In Ägypten stößt das Verhalten der Hamas nach dem Durchbruch der Grenze zum Gaza-Streifen in Rafiah auf immer schärfere Kritik. Ein prominentes Beispiel dafür hat nun der ägyptische Dramatiker Ali Salem geliefert, der die Führer der palästinensischen Terrororganisation in einem Kommentar für die Zeitung Asharq Alawsat der Doppelzüngigkeit geziehen hat. „Der revolutionäre Extremist verfolgt eine Methode, die besagt: ‚Nimm immer an einem Dialog teil. Und wenn es zu einem Abkommen kommt – unterzeichne es. Danach stehe von deinem Stuhl auf, und drücke deinem Rivalen einige warme Küsse auf die Wange. Dann versetze ihm einen Schlag, und dann fordere einen neuen Dialog. Bereite dich immer auf den nächsten Dialog vor.“ So beschreibt Salem das dialogische Prinzip der Hamas gegenüber Ägypten und der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Dass Salems Artikel in der zwar in London erscheinenden, aber sich in saudischem Besitz befindenden und unter saudischer Zensur stehenden Zeitung Asharq Alawsat veröffentlicht worden ist, deutet darauf hin, dass nicht nur in Ägypten Verstimmung über die palästinensische Terrororganisation herrscht, sondern auch in Saudi-Arabien. Dabei ist Salem nur einer von einer ganzen Reihe von ägyptischen Intellektuellen, die das Verhalten der Hamas anprangert, insbesondere ihre Attacken auf ägyptische Polizisten und Grenzschützer. Wenn man jemanden darum bitten würde, den Grad der Feindschaft gegenüber Israel mit dem gegenüber der Hamas zu vergleichen, würde die Hamas – so scheint es - als Verlierer daraus hervorgehen. Zakaria Azmi, der Leiter des Büros von Ägyptens Präsident Hosni Mubarak, erstattete dem ägyptischen Parlament vor kurzem ausführlich Bericht über das Einsickern von Terroristen auf die Sinai-Halbinsel. Dabei wandte er sich nicht zufällig an das Parlament. Schließlich war es von hier aus, dass die Muslim-Brüderschaft ihre scharfen Attacken gegen Mubarak und seine angebliche Kollaboration mit Israel von sich gegeben hatte.


14-02-2008

ZURÜCKHALTUNG IST NICHT MÖGLICH: Der Kassam-Raketenbeschuss auf Sderot und die umliegenden Gemeinden hört nicht auf, und er fordert einen hohen Preis an Blut und Schrecken. Die Verantwortung für den Beschuss aus Gaza, der bereits seit sieben Jahren andauert – vor und nach der Abkoppelung -, lastet auf den Palästinensern. Würden sie nicht schießen, würde Israel nicht reagieren. In den vergangenen acht Monaten hat die Hamas den Gaza-Streifen allein beherrscht, und man kann den Beschuss nicht mehr mit mangelnder Kontrolle über rebellierende Organisationen erklären. Insofern ist die Zeit gekommen, dass die Palästinenser sich und ihre Führung fragen, worauf sie hinauswollen. Sind das Westjordanland und Gaza immer noch eine Einheit, die nach der Gründung eines unabhängigen Staates neben Israel strebt? Ist es eigentlich überhaupt möglich, dass Israel über eine solche Staatsgründung verhandelt, während die Hamas es beschießt? Hat die Hamas entschieden, ein Friedensabkommen zu verhindern und für ihr Volk stattdessen die Option eines permanenten Krieges gewählt? (Leitartikel der Haaretz-Redaktion) Israel hat im Sommer 2005 den Gaza-Streifen verlassen, um den Anfang vom Ende der Besatzung zu signalisieren. Die Partei Kadima wurde gegründet, nachdem Führungsfiguren des Likud, an ihrer Spitze Ariel Sharon, entschieden hatten, sich aus Großisrael in die sicheren und engeren Grenzen zurückzuziehen. Das Parteiprogramm beinhaltete auch den Abzug aus dem Westjordanland, die Teilung des Landes in zwei Staaten für zwei Völker und die Räumung der Siedlungen. Um die Ernsthaftigkeit der Absichten zu beweisen, wurden bereits im ersten Schritt und ohne Abkommen Siedlungen im Gush Katif und auch im Norden Samarias geräumt. Damit waren die Palästinenser am Zuge; sie wählten jedoch die Hamas, die ein Friedessabkommen ablehnt. Anstatt zur Wegmarke eines palästinensischen Staates wurde Gaza zu einem feindlichen und abgeriegelten Gebilde. Die Abkoppelung war kein Fehler, sondern ein notwendiger Schritt der Vision und der Hoffnung. Die Hamas verzichtete auf die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft setzte darauf, den „Widerstand“ gegen die Existenz Israels als erklärte Politik beizubehalten und die Gewalt weiter zu treiben. Während Israel aus dem Willen, sich in neu-alte Grenzen einer moralischeren Demokratie zurückzuziehen, seinen historischen Fehler, inmitten einer palästinensischen Bevölkerung zu siedeln, zu korrigieren versucht, haben die Palästinenser die Hamas gewählt, die zu keinen Kompromissen bereit ist. Der Kassam-Raketenbeschuss ist kein Beweis dafür, dass die Abkoppelung gescheitert ist, sondern dass das Hamas-Regime die Palästinenser in eine neue Runde eines überflüssigen Krieges treibt. Während Mahmoud Abbas versucht, einen Gesprächskanal mit Israel beizubehalten, der ein Abkommen hervorbringen kann, bemühen sich die Hamas und andere Terrororganisationen, jede Aussicht auf eine Lösung zu zerstören. Wenn die eingeschränkten Militäroperationen, die Israel unternimmt, um den Kassam-Raketenbeschuss zu beenden, nicht zum Erfolg führen, und wenn die gemäßigten arabischen Staaten, v.a. Ägypten und Jordanien, es nicht schaffen, die Hamas zu zügeln, wird Israel keine andere Wahl haben, als zu einer breiten Militäroperation auszuholen. Der Daseinszweck der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) ist es, die Bürger des Staates gegen Angriffe zu verteidigen. Auch wenn der Erfolg einer Militäroperation nicht garantiert ist, darf die Furcht davor die Regierung nicht daran hindern, das Erforderliche zu tun, um das Leben ihrer Bürger und die Grenzen des Staates zu schützen. Die Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes ist politisch, und darauf muss man ständig hinstreben. Gleichzeitig muss Israel beweisen, dass das Blut seiner Bürger kein Pfand ist – auf dass seine Nachbarn zukünftig die Abkommen einhalten, auf die sie sich verpflichten.


13-02-2008

LIVNI FÜHRT GEHEIME GESPRÄCHE: Außenministerin Zippi Livni führt geheime Gespräche für eine Teilung Jerusalems, berichtet die englischsprachige Jerusalem Post. Livni habe gegenüber den Palästinensern angeblich Zugeständnisse ausgesprochen. Diese geheimen Gespräche haben zwischen dem ehemaligen palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Qureia und Livni sowie anderen Regierungsmitgliedern in den vergangenen Wochen stattgefunden. „Israel sei bereit sich aus fast allen arabischen Stadtvierteln und Dörfern Jerusalems zurückzuziehen und die Stadt erneut zu trennen. Dies ist eine positive Entwicklung“, so ein palästinensischer Regierungsbeamter. Parteien des rechten Flügels fordern nun von der sefardisch-orthodoxen Schass-Partei die Regierungskoalition zu verlassen, womit diese Koalition Olmerts ins Wanken geraten würde. (ISRAEL HEUTE)


12-02-2008

HAMAS-FÜHRER GEHEN IN DEN UNTERGRUND: Die in London erscheinende arabische Tageszeitung Al-Quds Al-Arabi berichtete heute, dass der Ministerpräsident der Hamas, Ismail Haniyeh sich in den Untergrund begeben habe, weil er fürchtet von Israel gezielt getötet zu werden. Nur einige Leibwächter sind über seinen Aufenthaltsort informiert. Auch hochrangige Personen anderer Terrororganisationen wie dem Islamischen Dschihad im Gazastreifen folgen dem Beispiel Haniyehs und tauchen ab (Israel Heute).


11-02-2008

EINWOHNER VON SDEROT PROTESTIEREN IN JERUSALEM Dutzende Einwohner der Stadt Sderot, die in einem Konvoi von Privatwagen und Bussen nach Jerusalem gekommen waren, blockierten die Stadteinfahrt durch einen Sitzstreik auf der Straße. Später machten sie sich zu Fuß auf den Weg zum Büro des Ministerpräsidenten, um dort gegen die Untätigkeit der Regierung in Bezug auf die tagtäglichen Kassamangriffe zu protestieren. Dutzende Jerusalemer Einwohner schlossen sich den aufgebrachten Bürgern von Sderot aus Solidarität an. Die Demonstranten trugen Bruchstücke von Raketen mit sich, um diese vor Olmerts Büro abzuladen. Des Weiteren warfen sie solche Raketenteile auch auf die Straße und ließen dabei den Warnruf „Farbe Rot“, der aus den Lautsprechern Sderots bei Raktenalarm ertönt, erschallen. Viele Kinder waren dabei und bekundeten, die Nase voll zu haben. Diese Raketen seien kein Witz, sondern sie töten, erklärten sie.


10-02-2008

HAMAS DROHT MIT NEUER TERRORWELLE: Die Hamas droht mit einer neuen Welle von Selbstmordanschlägen im israelischen Kernland. So hat gestern der Vertreter der Terrororganisation im Iran, Abu-Osama Abd Al-Ma’ati, über das Internet verbreiten lassen, dass der tödliche Anschlag vom Montag in Dimona nur der Anfang gewesen sei. Ranghohe Hamas-Mitglieder bestätigten, dass Online-Botschaften dieser Art üblicherweise eingesetzt würden, um einen taktischen Wandel anzukünden. „Der Anschlag von Dimona ist eine Botschaft. Diese Botschaft besteht darin, dass die Izz al-Din al-Kassam-Brigaden die Selbstmordanschläge wieder aufgenommen haben“, heißt es in der Mitteilung unter Bezugnahme auf den militärischen Flügel der islamistischen Terrororganisation. In israelischen Sicherheitskreisen nimmt man die Warnung sehr ernst und weist ihr vor allem insofern Bedeutung zu, als sie vom Repräsentanten der Hamas in Teheran kommt. Der Iran hat in den zurückliegenden Wochen verstärkt zu einer Eskalation der Feindseligkeiten gegen Israel gedrängt.


08-02-2008

RUSSISCHE PHYSIKERIN FIEL ANSCHLAG VON DIMONA ZUM OPFER: Bei dem Opfer des von Hamas-Terroristen verübten Selbstmordanschlag im Einkaufszentrum in Dimona am 4. Februar handelt es sich um die 73-jährige Lyubov Razdolskaya. Sie und ihr Ehemann Edward Gedalin wurden am Montagmorgen bei Besorgungen im Einkaufszentrum der südisraelischen Stadt zu Opfern des Selbstmordattentäters, wobei Razdolskaya auf der Stelle tot war, während ihr Ehemann weiterhin im Soroka-Krankenhaus in Beer Sheva in kritischem Zustand liegt. Das Ehepaar wanderte 1990 aus Russland nach Israel ein und arbeitete bis zur Pensionierung im Jahr 2002 in der Abteilung für Physik an der Ben Gurion-Universität in Beer Sheva. Dieses Jahr hätten sie goldene Hochzeit gefeiert. Prof. Reuven Shuker, der Leiter der physikalischen Abteilung, beschrieb die beiden als theoretische Physiker im Bereich der Erforschung von Elementarteilchen. Überdies haben sie zahlreiche wissenschaftliche Artikel veröffentlicht. Ihr Sohn Michael Gedalin ist in die Fußstapfen seiner Eltern getreten und arbeitet ebenfalls als Professor für Physik in Beer Sheva. Lyubov Razdolskaya fand ihre letzte Ruhestätte auf dem neuen Friedhof in Beer Sheva. Neben ihrem mit dem Tod ringenden Ehemann hinterläßt sie die zwei Söhne Michael und Constantine. (ISRAEL HEUTE)


07-02-2008

ABKOPPELUNG GAZA VON ISRAEL GEPLANT: Hamas Premierminister und Hamas-Führer Ismail Haniyeh erklärte, dass Gaza von Israel abgekoppelt werde und er dafür eine verstärkte Kooperation mit Ägypten plane, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht. Ein hochrangiger Hamasbeamter, Ahmed Yousef, bestätigte die veränderte politische Strategie und verriet, dass Ägypten bereits einer gemeinsamen Grenzkontrolle mit der Hamas zugestimmt habe. Darüber hinaus haben angeblich zahlreiche arabische Länder ihre Zustimmung zu einem verstärkten Handel mit Gaza ausgedrückt, um eine Basis für Projekte bezüglich von Energie-Export zu schaffen. Yousef geht sogar so weit, dass er es für möglich hält, dass Gaza-Bewohner künftig keine israelischen Schekel mehr als Zahlungsmittel benutzen. Sie hätten alternativ US-Dollar, Jordanische Dinare oder Ägyptische Pfund zur Verfügung. (ISRAEL HEUTE)


06-02-2008

ULTRA-ORTHODOXE RABBINER RUFEN ZU ISRAEL-GEBETSTAG AUF: Der ultra-orthodoxe Rat der Thora-Gelehrten in Israel und in den USA hat einen Aufruf zu einem Gebets- und Fastentag für kommenden Dienstag gestartet, um den drohenden Gefahren für das jüdische Volk entgegenzuwirken. Die Erklärung lautet folgendermaßen: „Die schwierige Situation der jüdischen Gemeinde in Eretz Israel erfüllt uns Bestürzung. Niemand weiss, was der kommende Tag bringen wird. In unseren Sünden sehen wir die Erfüllung des biblischen Verses ‚Schau, unsere Feinde sind in Aufruhr und diejenigen, die dich hassen, haben ihre Häupter erhoben. Gegen unsere Nation zetteln sie verschlagene Komplotte an und beratschlagen sich gegen die, die dich beschützen.’ Unsere Augen sind im Gebet zu unserem Schöpfer erhoben, auf dass all das, was in der Welt vor sich geht, sich zum Guten wendet.“ „Von außen und innen nimmt die Krise zu. Die Gefahr bedroht sowohl Körper als auch Seele. Während dieser Tage sind Punkte auf der Tagesordnung, die die gesamte jüdische Bevölkerung in ernsthafte Gefahr bringen könnte, und möge es Gott verhüten, einschließlich jene in der Heiligen Stadt von Jerusalem...“ „Daher fordern wir alle Mitgenossen von HaShems heiliger Nation auf ... am Dienstag, der Abend des Neuen Monates 1. Adar 5768, die Psalmen und die Liturgie von Jom Kippur ... zu lesen ...“ „Möge HaShem unsere Bitten erhören und uns Sein Angesicht zuwenden, so dass wir bald auf ewig gerettet sind.“ (ISRAEL HEUTE)


05-02-2008

SCHLIESSUNG DER GRENZE ZWISCHEN GAZA UND ÄGYPTEN: Ägyptische Beamte warnten die Hamas Terroristenorganisation, dass sie die Grenze nach Gaza wieder schließen werden, nachdem der Rafah Übergang letzte Woche gewaltsam geöffnet wurde, um die Bevölkerung von Gaza nach dem von Israel auferlegtem Embargo mit humanitären Gütern zu versorgen. Versuche seitens der ägyptischen Regierung, die Grenze wieder zu schließen, scheiterten am Widerstand der Hamas. Hamas Premierminister und Hamas-Führer Ismail Haniyeh sprach sich klar gegen eine neuerliche Grenzsperre aus und deutete an: „Das palästinensische Volk hat viele Optionen.“ Währenddessen wurden am Wochenende auf der Sinai-Halbinsel zwei Brüder aus Gaza festgenommen, als sie dabei waren, Bomben in ein in der Nähe von Rafah liegendes Dorf zu schmuggeln. Ägyptische Beamte erklärten, dass die beiden einen Terroranschlag in einem populären Touristenort an der Südküste des Sinai geplant hatten. Ägyptische Sicherheitsexperten weiten indes ihre Suche nach Terroristen aus dem Gazastreifen aus. (Israel Heute)


04-02-2008

ANSCHLAG AUF ISRAELISCHE BOTSCHAFT IN MAURETANIEN: Fünf Terroristen haben heute Nacht das Feuer auf die Botschaft des Staates Israel in der mauretanischen Hauptstadt Noukchott eröffnet. Die Sicherheitsleute erwiderten das Feuer, woraufhin die Angreifer unter „Allahuakbar“-Rufen die Flucht ergriffen. Wie Botschafter Boaz Bismuth gegenüber Kol Israel mitteilte, blieben alle Botschaftsmitarbeiter unversehrt. Offensichtlich wurden jedoch drei Menschen - darunter eine Französin – verletzt, die vor einem nahe gelegenen Nachtclub standen. Das Areal wurde anschließend vom mauretanischen Militär abgeriegelt, das Journalisten und Schaulustige vom Tatort fernhielt. Israels Außenministerin Livni und der Generaldirektor des Ministeriums Aharon Abramovitch sprachen kurz nach dem Vorfall mit Botschafter Bismuth. Abramovitch sagte, dass die Beziehungen mit Mauretanien wichtig für Israel seien, und drückte die Hoffnung aus, dass sie sich im Zuge des Friedensprozesses mit den Palästinensern noch intensivieren würden.


03-02-2008

IDF SCHLIESST WANDERWEGE ENTLANG DER ÄGYPTISCHEN GRENZE: Im Angesicht der Gaza-Rafah-Krise ordnete die israelische Armee Schließungen von Wanderwegen und touristischen Plätzen entlang der ägyptischen Grenze an. Am Donnerstag blockierte die Armee die grenznahe Autobahn Nr. 10. Die Entscheidung der zeitweisen Abriegelung der Region wurde von Verteidigungsbeamten getroffen, um die Sicherheit zu erhöhen und israelische Bürger besser zu schützen. Auch rief die Armee Israelis dazu auf, von Besuchen in den Sperrgebieten abzusehen - wegen des erhöhten Sicherheitsrisikos. Für den Sinai wurden ebenfalls Warnungen erlassen, da Entführungen in den Gazastreifen befürchtet werden. (Israel Heute)


01-02-2008

JERUSALEM ZUM SCHLUSS: Eine Quelle aus hochrangigen politischen Kreisen meldete, dass Israels Premierminister Ehud Olmert plane, den Status von Jerusalem im Rahmen der Verhandlungen mit der palästinensischen Autonomiebehörde erst als allerletztes anzusprechen, meldete die israelische Tageszeitung Haaretz. Andere Kernthemen wie die Grenzen des palästinensischen Staates und die Forderung der PA, Millionen von ausländischen Arabern als Teil des so genannten “Rückkehrrechts” ins Land zu lassen, sollen zuerst auf den Verhandlungstisch. Die religiöse Schass-Partei hatte erst letzte Woche erklärt, sie werde die Regierungskoalition verlassen, sollte Olmert sich bereit erklären, über den Status von Jerusalem zu verhandeln. “ (Israel Heute)


31-01-2008

OHNE GLAUBE IST ISRAEL WENIGER ATTRAKTIV: Der Einwanderungsrhythmus ins Gelobte Land wird jedes Jahr langsamer. Im Jahr 2007 sind Angaben des israelischen Einwanderungsministeriums zufolge weniger als 20.000 Menschen nach Israel eingewandert. Das ist die geringste Einwandererzahl in den letzten 18 Jahren seit der großen Einwanderungswelle aus den GUS-Staaten im Jahr 1989. Im Vergleich zum Jahr 2006 ist die jüngste Einwandererzahl um 6 % gesunken. „Dass heute immer weniger Juden nach Israel einwandern wollen, muss bei uns Alarm schlagen“, erklärte Israels Einwanderungsminister Jakob Edri. „Wir müssen die Juden in der Diaspora überzeugen, nach Hause zu kommen und neues Leben in das zionistische Werk bringen.“ Ein Drittel (6445) der Einwanderer im Jahr 2007 sind aus den ehemaligen GUS-Staaten eingereist, 19 % (3607) wanderten aus Äthiopien ein und 15 % von Nordamerika (USA und Kanada). Ohne besondere Veranlassung wird die Mehrheit (6 bis 7 Millionen Juden in der Diaspora) nicht nach Israel einwandern, und der effektivste Grund für die Rückkehr ins Gelobte Land ist der Antisemitismus in der Diaspora. Welche Gründe spielen noch eine signifikante Rolle und was hat der Glaube damit zu tun? (ISRAEL HEUTE)


30-01-2008

GRUND ZUR BESORGNIS: Der Wasserstand am See Genezareth. Der See Genezareth ist seit dem Beginn der Regenzeit nur rund 13 Zentimeter angestiegen, meldete “Kinneret Watch”. Sein Wasserpegel liegt derzeit bei 2,92 Metern über der “Roten Linie”. Ein Wasserstand unter dieser roten Markierung würde bedeuten, dass man Wasser aus dem See Genezareth nicht mehr trinken darf. Die Wasserbehörde hat vor ein paar Jahren diese Rote Linie gesenkt. Der Pegel des Sees ist momentan kaum über dem damaligen Level der Roten Linie. Der derzeitige Wasserstand ist der niedrigste seit Jahren für diese Jahreszeit. Daher warnte der Direktor der Wasserbehörde, Uri Shani, am Sonntag die Regierung, dass Israel eine schwere Wasserkrise bevorsteht, sollte es in den nächsten Monaten nicht extrem regnen.


29-01-2008

JERUSALEMER OBDACHLOSE BEKOMMEN WINTERQUARTIER: Nachdem es aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse landesweit bereits zu 6 Todesfällen durch Erfrieren gekommen ist, kündigte Jerusalems Bürgermeister Uri Lupolianski am Montag an, allen Obdachlosen während der kalten Winterperiode Asyl in Hotels zu gewähren. Die Aktion “Warmes Heim” wird durch Wohltätigkeitsbeauftragte durchgeführt, indem sie die erforderlichen Maßnahmen für eine Unterbringung der Wohnsitzlosen ergreifen. Darüber hinaus ist die Öffentlichkeit aufgerufen, die Jerusalemer Stadtverwaltung über Wohnsitzlose, die sie auf der Straße entdecken, in Kenntnis zu setzen. Die Aktion soll mindestens während der für die nächsten Tage angekündigten Kaltfront mit Aussichten auf Schnee bis in tiefere Lagen, also auch in Jerusalem, andauern. Angestellte der Stadtverwaltung stehen bereits zu Straßeneinsätzen bereit und haben sich entsprechend mit Salzvorräten gegen Eis und Schnee ausgerüstet. Die Hotline 106 der Jerusalemer Stadtverwaltung sowie die Einsatzteams von Magen David Adom befinden sich auf Alarmstufe Rot, um Fragen und Notsituationen der Bevölkerung entsprechend begegnen zu können (Israel Heute).


28-01-2008

ISRAEL BEREITET SICH AUF TERRORWELLE AUS DEM SINAI VOR: Die Hamas und andere palästinensische Terrororganisationen haben die Öffnung der Grenze zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen in den vergangenen Tagen dazu genutzt, Terroristen auf die Sinai-Halbinsel zu verlagern, von wo aus sie nach Israel eindringen sollen. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), die Polizei und die Allgemeine Sicherheitsbehörde (SHABAK) haben ihre Einsatzkräfte entlang der israelisch-ägyptischen Grenze daher verstärkt. Sollten Terroristen vom Sinai aus nach Israel gelangen, könnten sie Selbstmordanschläge verüben, Soldaten oder Zivilisten verschleppen und landwirtschaftliche Gemeinden oder Armeebasen nahe der Grenze angreifen. Außerdem werden Israelis vor Reisen auf den Sinai gewarnt, und solche, die sich momentan dort befinden, werden zur schnellen Rückkehr aufgefordert. Schließlich erhöht die Präsenz palästinensischer Terroristen auf der Halbinsel die Wahrscheinlichkeit von Anschlägen auf Touristenzentren. Auch Ägypten ist angesichts dieser Terrorbedrohung alarmiert.


27-01-2008

MAZUZ: KEINE AKTIVITÄTEN DER REGIERUNG AM SCHABBAT: Nachdem das Wissenschafts- Kultur- und Sportministerium letzten Samstag, dem offiziellen Schabbat-Tag, ein Meeting abhielt, hat jetzt der israelische Generalstaatsanwalt Menachem Mazuz erklärt, dass es den Regierungsbüros nicht erlaubt sei, an Samstagen zu arbeiten. So soll das Gesetz der Arbeitsstunden und das Gesetz des Ruhetages nicht gebrochen werden. Der arabische Minister dieses Wissenschafts- Kultur- und Sportministeriums geriet wegen des Meetings am Schabbat unter heftige Kritik. Er solle nicht vergessen, dass er ein Minister in einem jüdischen Staate sei, riet Knessetmitglied Gabbai.


25-01-2008

ISRAELS STELLUNGNAHME VOR DEM UN-SICHERHEITSRAT: Gilad Cohen, politischer Berater und Interimsgeschäftsträger der Ständigen Vertretung Israels bei den Vereinten Nationen, hat am Dienstag auf einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zur humanitären Situation im Gaza-Streifen Israels Position dargelegt. „Die heutige Situation in der Region ist nicht über Nacht eingetreten. Sie ist die Konsequenz zahlreicher, wiederholt falscher Entscheidungen der Palästinenser, Terrorismus und Gewalt an die Stelle von Frieden und Verhandlungen mit Israel zu setzen. Im Gegensatz dazu hat Israel gezeigt, dass es die Konsequenzen richtiger Entscheidungen versteht. Vor mehr als zwei Jahren hat Israel die Entscheidung getroffen, sich aus dem Gaza-Streifen zurückzuziehen, Familien zu entwurzeln und alle seine Truppen abzuziehen, um einen neuen Horizont für den Frieden in der Region zu schaffen. Wir haben uns für die Abkoppelung entschieden, trotz aller Schwierigkeiten und trotz der Tatsache, dass die Roadmap das in diesem Stadium nicht verlangt hat. Und seitdem hat die Hamas den Gaza-Streifen beherrscht – erst politisch und nun physisch – und die Region dabei als persönliche Basis für Raketenangriffe gegen Israel genutzt. Die Palästinenser in Gaza haben sich nicht dafür entschieden, mit Israel in Dialog und Versöhnung zu treten, um die Zwei-Staaten-Vision voranzubringen. Vielmehr haben sie die Hamas gewählt, die mit Terror und Gewalt ihre Vision der Zerstörung Israel voranbringen will. Angesichts der Kontrolle der Hamas über den Gaza-Streifen und ihren auf Sderot gerichteten Raketenbasen steht Israel einer unmöglichen Situation gegenüber. Israel muss und wird seine Zivilbevölkerung vor diesen Raketen schützen. Es ist die Pflicht eines jeden Staates, das Recht auf Leben und Sicherheit seiner Bevölkerung zu schützen, speziell vor brutalen Gewalt- und Terrorakten, die mit dem einzigen Ziel ausgeführt werden, Unschuldige zu verstümmeln, zu terrorisieren und zu ermorden. Ich frage jedes Mitglied des Rates: Was würden Sie tun, wenn London, Moskau, Paris oder Tripolis angegriffen und beschossen werden würden? Würden Sie sich zurücklehnen und nichts tun? Ich bin mir sicher, dass kein Mitgliedstaat dieses Rates – und sicherlich kein Land auf dieser Welt – schweigen würde. Und Israel ist nicht anders. Es wird gemäß seinem ihm unveräußerlichem Recht nach Artikel 51 der UN-Charta handeln, um seine Bevölkerung zu schützen und zu verteidigen. Dies ist die Verpflichtung und das Recht eines jeden Staates. Insofern ist es tief verstörend, Herr Präsident, dass Einige fälschlicherweise palästinensischen Terrorismus mit Israels Aktionen zur Selbstverteidigung gleichsetzen. Zwischen palästinensischem Terrorismus und israelischer Verteidigung muss klar unterschieden werden – nicht nur praktisch und taktisch, sondern auch in Hinsicht auf Moralität und Legitimität. Seit Juni 2007 hat meine Regierung mehr als 9 000 Palästinensern zwecks medizinischer Behandlung die Einreise nach Israel erlaubt. Stellen Sie dem die mehr als 1700 Raketen und Mörsergranaten gegenüber, die die Hamas im selbem Zeitraum auf Israel abgefeuert hat. Während die Raketen Sderot und andere Ortschaften in Südisrael treffen, dürfen wir nicht vergessen, dass Gilad Shalit sich noch immer in terroristischer Gefangenschaft im Gaza-Streifen befindet. Mehr als 20 Monate sind vergangen seit seiner Entführung, sein Aufenthaltsort und Befinden bleiben unbekannt. Präsident Abbas selbst hat am Freitag gesagt, dass die Hamas „unsere Träume, Zukunft und nationalen Bestrebungen zerstört hat und versucht zu zerstören“. Die Hamas kontrolliert das Schicksal Gazas. Wenn der Terrorismus aufhört, wird sich das Leben in Gaza ändern.“


24-01-2008

BEDUINE WIRD GENERALKONSUL IN ALEXANDRIA: Hassan Ka’bia, ein muslimischer Beduine, ist zum Generalkonsul des Staates Israel im ägyptischen Alexandria ernannt worden. Der frühere Oberstleutnant der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte begann seinen Dienst im Außenministerium in der Nahostabteilung und wurde später in Kairo stationiert. Das israelische Generalkonsulat ist seit einigen Jahren aus Sicherheitsgründen in Kairo, und nicht in Alexandria untergebracht. Ka’bia beabsichtigt, es wieder in die Hafenstadt am Nildelta zurückzuführen. Zurzeit sind 12 Angehörige von Minderheiten im Auswärtigen Dienst des Staates Israel tätig, die meisten von ihnen Drusen. Seit Amtsantritt des neuen stellvertretenden Außenministers Majalli Whbee, einem Drusen, werden israelische Arabern, Drusen, Beduinen und Tscherkessen verstärkt zur Bewerbung für den diplomatischen Dienst ermutigt. (Yedioth Ahronot)


23-01-2008

ISRAELISCHER SPIONAGESATELLIT ERFOLGREICH GESTARTET: Israel hat heute Morgen von Indien aus einen neuen Spionagesatelliten der Sorte TECSAR ins All geschickt, die als die bislang fortgeschrittenste gilt. Der Start mit einer indischen Trägerrakete wurde von israelischen und indischen Teams gemeinsam realisiert. Der von den Israel Aerospace Industries (IAI) hergestellte TECSAR vermag mit Hilfe von Radar Ziele selbst unter widrigen Wetterbedingungen zu identifizieren. Dies unterscheidet ihn von der bisher eingesetzten israelischen Satellitenserie ‚Ofek’, die sich auf Kameras stützt. Vertreter der IAI teilten mit, dass der Satellit, der etwa 300 Kilogramm wiegt, um 5.45 Uhr startete und erfolgreich in der Umlaufbahn platziert wurde. Die Bodenstationen der IAI empfingen bereits um 7.10 Uhr Signale, dass alle Messparameter korrekt arbeiteten. Wissenschaftler und Ingenieure führen nun eine Reihe von Tests durch, um die Performanz der Systeme zu prüfen. Ein erstes Bild des Satelliten wird innerhalb von zwei Wochen erwartet. Von der Inbetriebnahme des TECSAR, dessen Start wegen schlechter Witterung mehrmals verschoben worden war, erwartet Israel sich u.a. neue Aufklärungsmöglichkeiten in Bezug auf den Iran. Insgesamt sind bisher 11 israelische Satelliten im Orbit platziert worden, darunter die Aufklärungssatelliten Ofek 5 und Ofek 7 sowie einige kommerzielle Satelliten. Im Rahmen seiner strategischen Kooperationsverpflichtungen beabsichtigt Israel, noch zwei weitere Spionagesatelliten ins All zu schicken. (Haaretz, 21.01.08)


22-01-2008

ZAHL DER SIEDLER STIEG 2007 UM 5 %: Die jüdische Bevölkerung in Siedlungen im Westjordanland stieg im Jahr 2007 um 5,2%, was einen Zuwachs von 14.000 Bewohnern von 268.000 Ende 2006 auf 282.000 zum Jahresende 2007 bedeutet. Angaben des Innenministeriums zufolge kann der Anstieg sowohl einem natürlichen Wachstum zugeschrieben werden als auch einer Binnenwanderung aus Gemeinden innerhalb der „Grünen Linie” zu den Siedlungen. Selbstverständlich wurden bei der Auswertung keine illegalen Außenposten in der Gegend berücksichtigt. Ein beträchtlicher Anteil am Bevölkerungswachstum kann in den großen haredischen (ultra-orthodoxen) Siedlungen verzeichnet werden, so in Beitar Illit, Modi'in Illit und Immanuel, wo die Geburtenrate außerordentlich hoch war. Dennoch ist der Anstieg nicht nur Haredi-Gemeinschaften zuzuschreiben, sondern konnte auch in säkularen festgestellt werden, wie beispielsweise in Maale Adumim, Givat Ze'ev and Ariel. „Ideologisch ausgerichtete Siedlungen” – isolierte Gemeinschaften im Herz der Region, die meist von religiösen Zionisten bewohnt werden, zeigen ebenfalls einen Bevölkerungszuwachs. Was erstaunt, ist die Tatsache, dass eine der wenigen Siedlungen mit rückläufiger Bevölkerungsquote ausgerechnet die jüdische Gemeinde in Hebron ist, wo die Bevölkerung von Ende 2006 bis Ende 2007 von 620 auf 607 Bewohner fiel (Israel Heute).


21-01-2008

SDERPT NACH WIE VOR UNTER BESCHUSS: Über das Wochenende gingen die Angriffe aus dem Gazastreifen mit Kassam-Raketen weiter, allein am Freitag fielen mehr als 30 Raketen auf Israel, eine landete in Sderot neben einem Kindergarten und beschädigte eine Wasserleitung. Auch heute Morgen wurden wieder Kassams abgefeuert. Das israelische Zentrum für Terror- und Kriegsopfer veröffentlichte einen Bericht, der zeigte, wie sehr besonders die Kinder in Sderot zu leiden haben. Zwischen 75 und 94 Prozent der 4 – 18-Jährigen in Sderot zeigen Anzeichen posttraumatischer Stresssymptome, so der Report. 30 Prozent der Kinder leiden an einem voll ausgeprägtem posttraumatischen Stresssyndrom (Israel Heute).


20-01-2008

Morgen erscheint die nächste Ausgabe des ‚Tagesjournals’. Gottes Segen! Offenbarung 2:7


19-01-2008

BARAK ORDNET HERMETISCHE ABRIEGELUNG DES GAZASTREIFENS AN: Mehr als 130 Kassam-Raketen sind in den letzten 3 Tagen auf Israel gefallen, die israelische Armee versucht derweil, Terrorzellen in Gaza auszumerzen, dabei wurden mindestens 25 Palästinenser getötet. Aus palästinensischen Kreisen hieß es, dass am gestrigen Donnerstag eine Mutter und ihr Sohn sowie ein weiterer Palästinenser bei einem israelischen Angriff getötet worden sind. Die israelische Armee hatte versucht, eine Kassam-Terrorzelle zu treffen und dabei irrtümlicherweise die Zivilisten getroffen. Weiterhin ist auch einer der führenden Verantwortlichen für die Produktion von Kassam-Raketen in Beit Lahia von der israelischen Armee getötet worden. Außenminister Ehud Barak kündigte eine hermetische Abriegelung des Gazastreifens an und schwor, dass die israelische Armee nicht eher ruhen wird, bis die Kassam-Gefahr, die für israelische Bürger vom Gazastreifen ausgeht, behoben sei. In der so genannten Westbank wurde unterdessen ein hochrangiges Al-Aksa Mitglied getötet, während die israelische Armee ein Gebäude, das von Terroristen besetzt wurde, belagerte. Die Terrororganisation Al-Aksa kündigte das Ende der Ruhe in der Westbank an.


18-01-2008

JESUS UND DER REBBE: Wie das Volk auf einen Messias in seiner Mitte reagiert, ist heute in Israel deutlich mitzuerleben. „Der Messias tut Zeichen und Wunder”, lautet der Slogan der neuesten Messiaskampagne für Chabad in Israel. Man will das Bewusstsein für den Anspruch wecken, dass Menachem Mendel Schneerson (1902-1994) tatsächlich der verheißene Messias sei. Tatsächlich gibt es sehr viele Parallelen zwischen Jesus und diesem Rebbe, wobei die auffälligste darin besteht, dass Rebbe Schneerson auch 14 Jahre nach seinem Tod für seine Gläubigen noch immer lebt. Dies wirft die Frage auf, warum das Judentum heutzutage keinerlei Toleranz gegenüber messianischen Juden zeigt, die glauben, dass Jesus der biblische Messias ist.


17-01-2008

SÜDISRAEL IM REGENHAGEL: Der Süden Israels steht seit gestern Nachmittag unter unaufhörlichem Raketen- und Mörsergranatenbeschuss. Während allein gestern 41 Kassam-Raketen im westlichen Negev einschlugen, haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen auch heute bis zur Mittagszeit bereits über 30 Raketen abgefeuert. Im Fadenkreuz der Angriffe standen die Städte Ashkelon und Sderot. Die meisten der Raketen landeten auf offenem Gelände. Verletzt wurde bisher niemand, aber es entstand Sachschaden, und unzählige Menschen mussten sich wegen Schocks behandeln lassen. Die Izz al-Din al-Kassam-Brigaden der Hamas haben die Verantwortung für die Angriffe übernommen. Die Sicherheitslage im Gaza-Streifen eskalierte, nachdem bei Anti-Terroroperationen der israelischen Armee 19 Palästinenser getötet wurden, darunter der Sohn des prominenten Hamas-Führers Mahmoud al-Zahar. (Yedioth Ahronot, 16.01.08)


16-01-2008

KANADA UNTERSTÜTZT PA MIT 300 MILLIONEN DOLLAR: Der kanadische Außenminister Maxime Bernier erklärte am Sonntag, dass seine Regierung innerhalb der nächsten fünf Jahre 300 Mio. Dollar an die Palästinensische Autorität zu überweisen gedenkt. Das Geld soll dazu dienen, Reformen innerhalb der PA durchzuführen und die Sicherheitskräfte finanziell zu stärken“, sagte Bernier. Die Sicherheitskräfte der PA haben damit begonnen, in Shechem (Nablus) und Bethlehem Streife zu fahren, um zu beweisen, dass die PA in der Lage ist, Terrorismus zu bekämpfen und Verbrechen unter ihre Kontrolle zu bekommen. Terroristen, die von den PA-Einsatzkräften verhaftet werden, haben eine bis zu drei Monate lange Gefängnisstrafe zu verbüßen, bevor sie dann zu Mitgliedern der PA-Kräfte werden. Dort rüstet man sie mit Waffen aus und zahlt ihnen ihr Gehalt aus PA-Geldern. (ISRAEL HEUTE)


15-01-2008

AMOKLÄUFER VERWÜSTEN AMERIKANISCHE SCHULE IN GAZA: Gaza Bewaffnete Männer haben am Wochenende die amerikanische internationale Schule in Gaza verwüstet – bereits der zweite Anschlag auf die Schule innerhalb von 48 Stunden. Sie warfen Fenster ein, zündeten Busse an und plünderten Computer der Schule. Beamte vermuten eine Verbindung zu Präsident Bushs Besuch im Westjordanland in dieser Woche. Am Donnerstag, kurz bevor Bush im so genannten Westjordanland eintraf, hatten Scharfschützen eine Panzerabwehrrakete auf die Schule abgefeuert. Für den Angriff am Samstag hat bisher noch niemand die Verantwortung übernommen. Wegen ihrer deutlich sichtbaren Verbindung zu den USA, wurde die Schule bereits wiederholte Male das Angriffsziel von Vandalen. Die Privatschule im nördlichen Gaza hält ihren Unterricht auf Englisch und benutzt einen Stundenplan nach US-Manier, unterhält jedoch keinerlei Beziehung zur US-Regierung. Der Hamas-Sprecher des Innenministeriums im Gazastreifen, Ihab Ghussein, verurteilte den Vorfall als kriminellen Akt (Israel Heute).


13-01-2008

KOMMANDANT DER ISRAELISCHEN LUFTWAFFE BESUCHT SACHSENHAUSEN: Der Kommandant der israelischen Luftwaffe, Generalmajor Eliezer Shkedy, hat am Dienstag das Konzentrationslager Sachsenhausen besucht. Shkedy, dessen Vater während der Shoa von einem Deportationszug gesprungen und dadurch dem Tode entronnen war, sagte in seiner Gedenkrede: „Nur eine kranke Vorstellungskraft konnte diesen Massenmord veranlassen, solche Vernichtungsfabriken errichten, allein um ein ganzes Volk auszurotten: sechs Millionen Juden. Wir kennen diese Zahl, aber ihre Bedeutung können wir nicht erfassen.“ Gleichzeitig wies der Luftwaffenaufnahme darauf hin, dass Israel seit 60 Jahren um seine Existenz kämpfen müsse: „Es ist ein langer, andauernder und oft blutiger Kampf, bei dem wir nur auf uns selbst zählen können.“


12-01-2008

UN-Sicherheitsrat verurteilt Katyusha-Angriff auf Israel Der UN-Sicherheitsrat hat aufs Schärfste den Katyusha-Raketen-Angriff auf die nordisraelische Ortschaft Shlomi vom vergangenen Dienstag verurteilt. Der derzeitige Vorsitzende des Sicherheitsrates, der Libyer Giadalla A. Ettalhi, war gezwungen, die Erklärung selbst zu verlesen, nachdem sich sein Land vergeblich darum bemüht hatte, sie zu hintertreiben. Israel hatte in den Tagen davor in dieser Angelegenheit erheblichen diplomatischen Druck auf die UNO ausgeübt. Der Sicherheitsrat erkennt in dem Raketenbeschuss eine klare Verletzung seiner Resolution 1701 und schloss in seine Erklärung auch den Angriff auf UNIFIL-Truppen mit ein, dem ebenfalls am Dienstag zwei irische Soldaten zum Opfer gefallen waren. Darüber hinaus rief er die UNIFIL und die libanesische Regierung dazu auf, die israelisch-libanesische Grenze (bekannt als ‚blaue Linie’) klar zu bezeichnen, um das Betreten von israelischem Territorium durch libanesische Schafhirten zu verhindern.


11-01-2008

ISRAEL LIEFERT IMPFSTOFFE AN DIE PA: Angesichts des Auftauchens der Vogelgrippe in Israel bereitet sich die israelische Zivilverwaltung in Judäa und Samaria zurzeit darauf vor, bei der frühzeitigen Entdeckung des Virus’ in der Region Hilfe zu leisten, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Die Zivilverwaltung wird die Lieferung einer Auswahl von Vögeln aus Judäa und Samaria zur Überprüfung in israelischen Labors mit der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) koordinieren. Darüber hinaus arbeitet die Zivilverwaltung kontinuierlich daran, die Ausbreitung verschiedener Krankheiten einzudämmen. So hat die Zivilverwaltung bspw. In der vergangenen Woche die Lieferung von 50 000 Impfstoffportionen gegen Maul- und Klauenseuche in die Autonomiegebiete koordiniert. (Außenministerium des Staates Israel, 09.01.08)


09-01-2008

PEGELNOTSTAND AM SEE GENEZARETH: Der See Genezareth hat einen neuen Tiefstand seines Wasserspiegels erreicht, warnte das israelische Wasseramt. Der sich auf dem tiefsten Stand seit fünf Jahren befindliche See habe besonders unter den letzten drei regenarmen Wintern gelitten, in denen unterdurchschnittlich viel Regen fiel. Sollte diesen Winter wieder wenig Regen fallen, bedeute das eine der schlimmsten Vierjahresperioden seit den 60ern. Um auf die bedrohliche Wasserlage hinzuweisen, wurde jetzt eine Kampagne ins Leben gerufen, die Israelis anhält, sparsamer im Verbrauch mit Wasser umzugehen. Für die Zukunft plant Israel die Errichtung von drei weiteren Entsalzungsanlagen an der Mittelmeerküste, die zusammen mit den zwei bereits vorhandenen Anlagen den gesamten Wasserbedarf in Israel abdecken werden (Israel Heute). DIE NÄCHSTE AUSGABE ERSCHEINT ÜBERMORGEN (Freitag).


08-01-2008

BELIEBTHEIT DER FATAH-PALÄSTINENSER GESUNKEN: Obwohl die Fatah-Palästinenser unter Führung von Abbas im letzten Monat von den Geberstaaten 5,6 Milliarden Euro erhielten schrumpfte danach ihre Beliebtheit unter den Palästinensern von 46 % auf 39 %, die der radikalen Hamas-Palästinenser verstärkte sich von 13 % auf 16 %. Israels Sicherheitskräfte nahmen in Nablus bewaffnete Palästinenser fest, die zur Fatah-Märtyrer-Brigade gehören, obwohl Abbas versichert hatte, dass er die ihm unterstehenden Palästinenser entwaffnet hat. So waren die Mörder der beiden Israelis von Hebron Palästinenser, die auf der Gehaltsliste von Abbas standen, also von den Geberstaaten finanziert wurden (Israel Heute).


07-01-2008

JÜDISCHE GEBETE AUF DEM TEMPELBERG VERBOTEN: Der israelische Minister für innere Sicherheit, Avi Dichter, hat bekannt gegeben, dass jeder Jude, der auf dem Jerusalemer Tempelberg dabei ertappt wird, wie er eine nach außen hin sichtbare Form von Anbetung durchführt, sofort verhaftet wird. Dazu zählt auch das Bewegen der Lippen beim Beten. Dichter reichte diese Entscheidung schriftlich ein, nachdem zwei religiöse Israelis der Polizei mitgeteilt hatten, dass sie die Religionsfreiheit für Juden in Israel austesten wollen, indem sie auf den Tempelberg gehen und dort zusammen still beten. Dichter argumentierte, solche Aktivitäten, so unbedrohlich sie auch scheinen mögen, seien verboten, da sie moslemische Gewalt erzeugen. Die islamischen Behörden, die den Tempelberg unter ihrer Kontrolle haben, lehnen jüdische oder christliche Gebete auf dem Tempelberg strikt ab und erlauben auch keine Bibeln.


05-01-2008

MEHRERE TONNEN POTASCHE-NITRAT ALS EU-HILFSGÜTER GETARNT: Palästinensische Terroristen haben eine große Menge von Potasche-Nitrat in Zuckersäcken von der EU versteckt. Bereits vor einigen Wochen stellten Einheiten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und der Allgemeinen Sicherheitsbehörde (SHABAK) in einer gemeinsamen Operation an einem Übergang im Westjordanland einen Lastwagen, der etwa 6.5 Tonnen des Materials transportierte.


04-01-2008

ERFOLGSJAHR FÜR DIE ISRAELISCHE WIRTSCHAFT: 2007 war eines der besten Jahre in der Geschichte der israelischen Wirtschaft. Kurz vor Neujahr hat das Zentralamt für Statistik die aktuellen Daten für die neun bis elf ersten Monate des Jahres und die darauf fußenden Einschätzungen für die verbleibenden Monate veröffentlicht. Beinahe alle verweisen auf eines der weltweit höchsten Wirtschaftswachstümer. Anders als das ‚Blasenjahr’ 2000, das ein isoliertes Jahr des rasanten Wachstums war, schließt das Jahr 2007 dabei an drei gute Jahre für die Wirtschaft an. Und alle Anzeichen deuten darauf hin, dass auch 2008 ein gutes wirtschaftliches Jahr für Israel werden wird. Selbst die Pessimisten unter den Finanzexperten sagen ein beachtliches Wachstum voraus, dass mit 4.2 Prozent zwar geringer wäre als 2007, aber höher als das der OECD-Staaten. (Haaretz, 01.01.2008)


03-01-2008

MÖRDER DER SOLDATEN WAREN FATAH-ANGEHÖRIGE: Die Mörder der beiden auf einem Spaziergang in Hebron getöteten israelischen Soldaten, Ahikam Amichai und David Rubin, sind Angestellte der palästinensischen Autonomiebehörde und einer ist sogar Mitglied der PA-Sicherheitstruppen. Seit Freitag hält die PA an der Behauptung fest, dass die Täter einer unabhängigen Terrororganisation angehören würden, was vom Sicherheitsdienst Schin Beth jedoch widerlegt wurde. Den gestern freigegebenen Angaben zufolge, hatten sich Ali Dandis (24) und Amar Taha (26), beide aus Hebron, nach am selben Tag der PA-Polizei ausgeliefert, da sie eine Festnahme durch Israel fürchteten. Des Weiteren haben sie die von den Soldaten gestohlenen Waffen übergeben (Israel Heute).


02-01-2008

BÜRGERLICHER JAHRESWECHSEL IN ISRAEL: Früher feierte man in Israel kein Sylvester zum Ende des bürgerlichen Jahres. Erstens, weil das jüdische Neujahr Rosch Haschana ist, das im Herbst gefeiert wird und zweitens weil Papst Sylvester (4. Jh.) – nach ihm ist die christliche Jahreswende benannt – nicht nur Kaiser Konstantin taufte, sondern auch ein berüchtigter Judenverfolger war. In den letzten Jahren feiern 30 % von den aus Russland eingewanderten Juden das Sylvesterfest und auch zahlreiche säkulare Israelis lassen sich zu Feierlichkeiten hinreissen. Aus religiösen Kreisen wurde davor gewarnt, Sylvester zu feiern, denn es erinnere an die Tötung von Juden, was vom jüdischen Volk ja schwerlich als Anlass zum Feiern angesehen werden könne (Israel Heute).


01-01-2008

Morgen erscheint die nächste Ausgabe des ‚Tagesjournals’. Gottes Segen! Psalm 31:16


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Updated: 01. januar 2009 12:31:27.