Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2005-04-19

"Brief aus der Wüste "- JOURNALE, Nr. 94

EIN DECKUNGSLOSER SCHECK
… das Versprechen der EU-Verfassung, das nicht eingelöst werden kann!

Die antichristlichen Ambitionen der EU tauchen in dem Verfassungsentwurf mit großartigen Angeboten auf, die von einer solchen Art sind, dass sie den Anschein erwecken, gar den Platz des Schöpfers einnehmen zu wollen! Das Grundgesetz wendet sich in seinem Text nicht nur mit Verachtung vom einzigen Ursprung und Geber des Lebens ab, sondern macht sich selber zum Herrn des Universums, indem es allen EU-Bürgern ein Recht zusichert, das nur Gott alleine geben kann. „Du sollst nicht bei deinem Haupt schwören", sagt Jesus und fügt hinzu, „denn du kannst nicht ein Haar weiß oder schwarz machen" (Matthäus 5:36). Er warnt davor, den Mund zu voll zu nehmen, weil die großen Versprechen nicht eingehalten werden können. Die EU-Verfassung verspricht etwas und ist dabei nicht in der Lage, ihr Versprechen einzulösen…

Das sonderbarste „Geschenk", das die EU-Verfassung feierlich als geltendes Gesetz festgelegt hat, (wodurch die Union sich verpflichtet hat) ist, dass sie ihren Bürgern „ das Recht auf Leben schenkt". Im neuen europäischen Grundgesetz heißt es im Artikel II.1: „Jeder Mensch hat ein Recht zum Leben". Was juristisch mit diesem vornehmen Grundgesetztext gemeint ist, werden die EU-Verfechter schwerlich erklären können! Um damit arme, niedergeschlagene EU-Bürger zu schützen, dazu scheint das Gesetz nicht angetan zu sein. Denn – nicht einmal der Gebeugteste - kann irgendwo in Brüssel diese Forderung geltend machen. Die in Europa am stärksten verfolgte „Volksgruppe", die Ungeborenen, müssen im Verborgenen schweigen. Ihr trauriges Schicksal ist bereits besiegelt. Denn das Recht, leben zu dürfen, gilt nicht für sie. (Das Recht auf Leben dieser Ungeborenen wird global mit einer Zahl von 25 Millionen Getöteten angegeben; die Verfassung erwähnt diese Rechtlosen mit keinem Wort). Die vielen Lebenden und Kämpfenden, Suchenden und Verzweifelten müssen sich mit der größten Floskel in der europäischen Konstitution abfinden…

Wie ist es möglich, dass die Staatsmänner Europas und die Millionen der 25 Staaten sich mit einem solchen ungedeckten Scheck abspeisen lassen? Wie können sie gutheißen, dass das EU-System plötzlich als der edelmütige Urheber allen Lebens auftritt? Ein Teil der Erklärung ist darin zu suchen, dass der Inhalt der nationalen Grundgesetze nicht länger durch den verbitterten Klassenkampf des vorigen Jahrhunderts bestimmt wird. Es ist nicht mehr der Kampf um das tägliche Brot, der die Rechte in der Konstitution festlegt. Die Zehntausende von rauchenden Fabrikschornsteinen und die vielen hungrigen, rebellierenden, abgearbeiteten Arbeiter sind von der Bildfläche verschwunden. Europa beschäftigt sich nun mit Kommunikation, Information und Manipulation. Die Sklaverei wird jedoch dadurch nur noch größer. Im Hinblick auf Europas christliche Bevölkerung zerrinnt - mehr als jemals zuvor - das eigentliche, geistliche Leben wie Sand zwischen den Fingern. Die Durstenden strecken sich nun nach diesem neuen „Fürst des Lebens" aus, der ihnen „ein Recht auf Leben" verspricht.

Doch Er, der sagt, dass „das Leben mehr ist als Sorgen und Kummer zu haben" (Matthäus 6:25) und dass der Weg zum eigentlichen Leben schmal ist (Matth. 7:14) … Er, der erklärt, dass derjenige, der „sein Leben verliert, es gewinnen wird (10:24), ja, Er, der darüber spricht „das ewige Leben zu gewinnen" (Johannes 3:16), Er, der mit Recht der Fürst des Lebens und der Urheber allen Seins genannt wird, der auferstandene Herr und Erretter, Jesus, Er wird von der EU verleugnet, um als Antichrist Seinen Platz einzunehmen.

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