Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2005-04-14

"Brief aus der Wüste "- JOURNALE, Nr. 90

GLOBALE GIER
… wird zum Fall der EU-Bestie führen!

Die Mehrzahl der EU-Bürger ist der Meinung, dass der EU-Zug abgefahren ist, und gibt deshalb resigniert auf. Die stattliche Lokomotive mit ihren vielen Schafwagen ist auf den blank polierten Schienen unterwegs; sie kann durch nichts mehr aufgehalten werden. Diejenigen, die vorne abwehrend ein paar rote Fahnen schwingen, können ruhig nach Hause gehen. „Das eiserne Pferd" – wie die Dampflok im Wilden Westen genannt wurde – ist auf dem Wege zur großen Kluft, wo das Ungeheuer mit seinem ganzen Gefolge in den Abgrund stürzt. Viele fragen, ob es noch eine Hoffnung gibt. „Ja", antworten die Propheten der Bibel, „es gibt Hoffnung!"

Das EU-Bildnis steht nämlich auf schwachen Füssen. Sollte nur eines der 10 Länder, in denen über das neue EU-Gesetz abgestimmt wird, mit nein stimmen, wird es juristisch gesehen inakzeptabel sein. In solch einem Fall wird sich zeigen, wie verlässlich das gesetzmäßige und juristische Fundament des EU-Kolosses ist? Es ist nämlich eine ganz andere Frage, ob der Riese wirklich aus diesem Grund gestürzt werden kann. Es wird sich zeigen, ob er nicht doch politisch überlebt? Sollte das Nein von Frankreich kommen, wo plangemäß vor den Sommerferien eine Abstimmung stattfinden soll, ist die Antwort klar! Dann wäre die neue Verfassung am Ende, und die Union in einer Krise. Doch die EU lebt von Krisen! Die extreme und außergewöhnliche Situation wird nur dazu beitragen, den eisernen Griff zu verstärken, bis dass das monumentale Bildnis aufgrund seines schwachen Fundaments zusammenstürzt.

Die EU ist nämlich ein blauschwarzes, eisernes Reich aus gehärtetem Stahl und Metall, das aber gleichzeitig eine biegsame Regierung aus dem schwächsten Töpferton hat. Es besitzt einerseits die ihm eigene stählerne Kraft aber andererseits auch die Schwäche des Tons. Diese Schwäche wird an den Füßen von dem weiten, eleganten Gewand des Riesen verborgen gehalten. Hinter der äußeren Pracht lauert die globale Gier der Bestie, die alle EU-Bürger an sich raffen will, um sie mit Haut und Haar zu verschlingen. „Doch", ruft der Prophet aus, „wird der Treulose sein Ziel nicht erreichen! Er, der seinen Schlund weit aufsperrt wie der Scheol und der wie der Tod ist und nie sich satt frisst. Und er rafft an sich alle Nationen und sammelt zu sich alle Völker…" (Habakuk 2:5).

Das Wichtige bei dieser prophetischen Definition des antichristlichen Reiches ist, dass „der Tyrann sein Ziel nicht erreichen wird". Seine Schwäche liegt u.a. darin, dass er sich bei seiner Gier, alles herunter schlingen zu wollen, verschluckt! Rebellische Bürger stellen sich ihm ununterbrochen in die Quere! Sie weigern sich „verschlungen zu werden" und werden zukünftig einen potentiellen Widerstand gegen den Antichristen aufbieten. Dieser Widerstand entsteht nicht durch menschliche Kraft. Sie wird (wie der Prophet Daniel sich ausdrückt): „ohne Zutun von Menschenhänden" wirksam (2:45). Die Männer und Frauen, die sich heute auf der ganzen Welt erheben, um dem letzten Goliath der Weltgeschichte entgegenzutreten, werden nicht auf eigene Initiative zwischen die Schlachtreihen treten. Sie werden von dem mächtigen Willen, der den Fall des Riesen beschlossen hat, dorthin gesandt.

Im ersten Buch Samuel, Kapitel 17, wird von einem jungen Mann berichtet, den sein Vater zum Hüten der Viehherde in die Wüste schickt. Die ganze Weltsituation wurde dadurch verändert, dass er „zufällig" hörte, wie der Zweikämpfer der Philister den Gott Israels und sein Volk verhöhnte! Der junge Schafshirte stellte sich für den Kampf zur Verfügung. Sogleich wurde ihm klar, dass Rüstung, Schwert und Helm „der alten Könige" unbrauchbar waren. Er stand einem neuen Feind gegenüber, und nur seine eigenen, ihm vertrauten Waffen konnten ihm helfen. „Woher kommst du?" fragte der König, „als der Riese besiegt war. „Meine Familie kommt aus Bethlehem", antwortet der junge Mann. Deshalb wird Bethlehem die „Stadt Davids" genannt…

GIB ES WEITER! EIN BRIEF AUS DER WÜSTE ist ein von www.noer.info veröffentlichtes 24-stündiges Flugblatt. Das tägliche Flugblatt sollte an mindestens drei Personen weitergegeben werden!