Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2005-04-1
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"Brief aus der Wüste "- JOURNALE, Nr. 89

GEWISSENLOS
Die EU-Verfassung entfernt den inneren Gewissensschutz des Bürgers!

Wäre ich ein Verfechter der EU, müsste ich bei der Vorlage des EU-Grundgesetzentwurfs zweimal überlegen. In der gegenwärtigen Zeit gibt es kaum ein politisches Manifest, das seinem Inhalt nach so anstößig, erschreckend, aggressiv und sowie historisch als auch wissenschaftlich unzuverlässig ist wie dieses. Über das Anstößigste jedoch (das in Wirklichkeit gesellschaftsmäßig und politisch gesehen am gefährlichsten ist) geht der EU-Bürger leicht hinweg. Die betäubende Manipulation des EU-Zeitgeistes hat sein Herz an diesem Punkt bereits kalt und sein Auge blind werden lassen. Mit einem nachsichtigen Lächeln hört er die Warnung des Neuen Testaments über den Mühlstein. Und das trotz der Tatsache, dass einem Menschen kaum ein sorgenvolleres Schicksal ereilen kann als mit einem Mühlstein um den Hals auf den Grund des Meeres gesenkt zu werden!

Die EU wird nämlich irrtümlicherweise angeklagt, sich nicht an die im neuen Grundgesetz als „Gegenwartsprinzip bezeichnete Regel zu halten. Die Anklage mag berechtigt sein, wenn es sich um eine ferne, erhabene EU-Elite handelt, die majestätisch Bestimmungen über den Köpfen des allgemeinen EU-Bürgers erlässt, doch es stimmt nicht, dass er in seinem Leben von den Ideen, Werten und Zielen der Union nicht unberührt bleibt. Im Gegenteil! Sie dringen wie lange, spitze Lanzen in die Herzkuhle jeder einzelnen europäischen Seele ein und bringen den Bürger dazu, das gutzuheißen, was in Wirklichkeit gewissenlos und tief anrüchig ist.

Der Kampf gegen die antichristliche Gesellschaft wird daher von nun an bitter und hart sein. Und doch ist dies kein Kampf, der als Niederlage endet, wie bei früheren Kriegen, als gegen ein finsteres, politisches Machtzentrum gekämpft wurde - oft mit dem Einsatz des Lebens. Heute hat sich die Kriegsführungstaktik geändert. Dem Antichristen ist es gelungen, in einem letzten massiven Angriff in das Bewusstsein und Gewissen des Volksleibes einzudringen. Heute beherrscht er die Gedanken und die allgemeine Auffassung von Moral, Gesetz und Recht des Großteils der EU-Bevölkerung, sodass er es wagen kann, ein neues Grundgesetz vorzulegen, um den Bürgern die letzte Freiheit zu rauben. Seine Kühnheit, - ja, Frechheit – ein solch finsteres Dekret ausstellen zu wollen, beruht auf der Tatsache, dass diejenigen, die sich der neuen Konstitution entgegenstellen, sich letztlich dem „Volkswillen" widersetzen. Das System hat es nicht mehr – wie früher – nötig, die Bürger zurechtzuweisen oder sie als „Volksfeinde" zu erklären, nein, sie sind Volksfeinde! Eine der bemerkenswertesten Voraussagen Jesu steht vor ihrer Erfüllung: „… dann werden sie euch der Drangsal überliefern und euch töten, und ihr werdet von allen Nationen gehasst werden um meines Namens willen!" (Matthäus 24:9)

Was in früheren Zeiten dazu angetan war, anständige Bürger zusammenfahren und vor Schrecken erzittern zu lassen, berührt sie heute nicht mehr im Geringsten! Das Wort „Ärgernis erregend" klingt herb, unbequem und unangenehm. Damit verbindet man eine Art verbissener, bitterer, moralisch-religiöser Verurteilung anderer Menschen. In Wirklichkeit ist das Ärgerniserregende ein innerer Gewissensschutz vor dem Ungeschriebenen. Dieser Schutz lässt den Menschen natürlich gegenüber dem Unnatürlichen, Perversen und Unnormalen reagieren. „Wehe der Welt der Verführungen wegen!" ruft Jesus aus. „Es ist notwendig, dass Verführungen kommen, doch wehe dem Menschen, durch den die Verführung kommt. Es wäre besser für ihn, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde" (Matthäus 18:6-7).

GIB ES WEITER! EIN BRIEF AUS DER WÜSTE ist ein von www.noer.info veröffentlichtes 24-stündiges Flugblatt. Das tägliche Flugblatt sollte an mindestens drei Personen weitergegeben werden!