Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2005-03-14

"Brief aus der Wüste "- JOURNALE, Nr. 63

EIDABLEGUNG
… an den Wahlurnen zur EU-Verfassung!

In meiner Wüste, aus der ich schreibe…

wird die ganze Welt eine große Herrlichkeit zu sehen bekommen. Die funkelnde Ringmauer des Neuen Jerusalems, seine Türme, Turmspitzen und Marmorbrücken leuchten schon jetzt am Wüstenhimmel dieser Einöde; sie können es kaum erwarten, über die toten Täler zu fallen. Vor der höchsten Hoheit müssen alle nächtlichen Barbaren – die einäugigen und niederträchtigen – weichen! Bewaffnet mit Sensen, Heugabeln und Weinbergsmessern sind sie auf wilder Flucht vor dem Durchbruch dieses starken Wüstenlichtes; sie müssen ihr Vorhaben, die Bewohner der Einöde zu vereidigen, aufgeben…

Das EU-Grundgesetz erhebt sich wie ein riesiger, grotesker Schatten vor dem einzelnen Bürger! Es bietet etwas Undefinierbares an, muss aber akzeptiert werden, weil es gleichzeitig etwas Unausweichliches repräsentiert. Es bringt eine für den gewöhnlichen Menschen unbegreifliche Logik zum Ausdruck, die mit einer derzeit notwendigen Struktur verbunden ist; es zwingt der Gesellschaft eine neue Art Alleinherrschaft auf – etwas Totalitäres, das leider nicht zu ändern ist! Nur die Ordnung dieses EU-Grundgesetzes scheint imstande zu sein, die Welt zu regieren und Europa vor dem Untergang zu retten! Die Massen sind bereits von dieser Idee infiziert: Wenn jetzt nicht von oben aus hart eingegriffen wird, so wird die gegenwärtige Entwicklung – im politischen, moralischen, religiösen, wirtschaftlichen und militärischen Bereich, Schiffbruch erleiden. In diesem Augenblick der Unwissenheit und Angst bietet die vorliegende EU-Konstitution „einen gemeinsamen institutionellen Rahmen" mit mehr Demokratie, größerer Effektivität und größerem Wohlstand". Ohne ernsthaft und aufmerksam zu untersuchen, ob es hierbei um einen „gemeinsamen Rahmen" oder eine „gemeinsame Zwangsjacke" geht, begibt sich das Volk an die Wahlurnen, um dort vereidigt zu werden! Oder wie die Bibel es ausdrückt: Um dort sein Erstgeburtsrecht zu verkaufen. In einer Zeit der Geschichte, in der die Leute nach zwei Weltkriegen kriegsmüde geworden sind, in der der Terror ihre Existenz bedroht, der religiöse Fanatismus an der Tür lauert, ein dritter Weltkrieg keine Unmöglichkeit mehr zu sein scheint, und in der die Anzahl der Opfer von Naturkatastrophen immer weiter zunimmt, ist der einzelne Bürger bereit, die teuer erstandenen Freiheiten und Rechte „für ein Linsengericht" zu verkaufen. „ Siehe, ich gehe ja doch dem Sterben entgegen" ruft der hungrige Esau aus. „Was soll mir da das Erstgeburtsrecht?" (1.Mose 25:32) „Schwöre mir heute!" unterbrach ihn sein jüngerer Bruder. Der Hebräerbrief schreibt dazu: „… dass nicht jemand ein Gottloser sei wie Esau, der für eine Speise sein Erstgeburtsrecht verkaufte… und danach verworfen wurde… (Hebräer 12:16). Möge Gott uns helfen – um Jesu willen!

GIB ES WEITER! EIN BRIEF AUS DER WÜSTE ist ein von www.noer.info veröffentlichtes 24-stündiges Flugblatt. Das tägliche Flugblatt sollte an mindestens drei Personen weitergegeben werden!