Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2005-03-11

"Brief aus der Wüste "- JOURNALE, Nr. 61

ANNUS HORIBILIS
… ein Horrorjahr für die „alte Ordnung" der UN; eine neue Zeit bricht an!

In meiner Wüste, aus der ich schreibe…

findet man nicht weit von hier – in der schwarzgrünen Einöde am Salzmeer – elf geheimnisumwitterte Höhlen, in denen Beduinen im Jahre 1955 die Reste von 870 uralten Schriften fanden; heute sind sie als „die Schriftrollen vom Toten Meer" bekannt. Eine dieser Schriftrollen ist in einer „heimlichen Schrift" verfasst. Sie wurde mühevoll mit den damaligen Schriftzeichen aufgezeichnet und richtet sich an: „die Kinder eines neuen Morgens". Diese geheimen Worte geben die gleiche Meinung und den gleichen Inhalt wieder wie der Rat des Propheten Micha an ein neue Generation: „Man hat dir mitgeteilt, o Mensch, was gut ist. Und was fordert der Herr von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und demütig zu gehen mit deinem Gott?" (Micha 6:8)

Im Hinblick auf die Abstimmung eines europäischen Grundgesetzes geht es um mehr als nur um politische, demographische, geographische und ökonomische Entscheidungen. Es geht auch um mehr als kulturelle und philosophische Übereinkommen; es geht nämlich um nichts weniger als um die Wahl zwischen zwei Formen von Weltordnung! In der einen Welt ist die Rede von der „zentralen Rolle des Menschen" (EU-Verfassung, Präambel Abschnitt 2), in der anderen um göttliche Haushaltung des Weltablaufs „bis auf die Zeit einer rechten Ordnung" (Hebräer 9:10). Die EU-Verfassung verzichtet auf jeglichen Hinweis oder Bezugnahme auf die Bibel, Kirche oder Christentum. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem sich die im Hebräerbrief erwähnte „neue Ordnung" langsam ihren Weg bahnt. Die Botschaft der Schriftrollen vom Toten Meer an „die Kinder eines neuen Morgens" ist heute hochaktuell.

Vor einigen Wochen fand in einer Wohnung in Manhattan, New York, ein heimliches Treffen statt. Der Hauptgast kam nicht, wie gewöhnlich, mit seinen Helfern und Ratgebern. Es war der Generalsekretär der UNO, Kofi Annan, der zum Jahresende die vergangenen Monate mit dem lateinischen Ausdruck: „annus horibilis" (Ein Schreckensjahr) bezeichnet hatte. Ein Jahr mit Korruption, Vergewaltigungsverbrechen der ‚Blauhelme’ im Kongo und heimlichen Anklagen in Bezug auf schlampige Verwaltung innerhalb der UNO. Es ging um die Frage, ob der UN-Generalsekretär bis zum 31.Januar 2006 seinen Posten behalten könne oder ob er auszuscheiden habe; seine Ansichten über „eine neue Weltordnung" scheinen nicht haltbar zu sein; doch der Schimmer eines neuen Morgens bricht langsam an…

Die apokalyptische Welle aus dem Abgrund, die über 150.000 Opfer (90.000 in Indonesien) forderte, hat „die wirtschaftliche Machtaufteilung der neuen Weltordnung" in den hart betroffenen Gebieten ans Licht gebracht; die Riesennation China hat 62 Millionen Dollar Nothilfe zur Verfügung gestellt, Japan 500 Millionen und die USA: 350 Millionen. Auf der Titelblattseite der Herald Tribune (4.1.2005) war von einer Weltanschauung die Rede, bei der man „die Unkosten auf der Basis von Menschenleben berechnet und nicht von Geld" (A cost measured in lives, not currency). „Und was fordert der Herr von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und demütig zu gehen mit deinem Gott?" (Micha 6:8)

Gerade an diesem Punkt ist ein neuer Tag im Anbruch. Menschen, denen das Leben mehr bedeutet als Geld und Politik, kommen langsam ins Blickfeld. Den Gläubigen, den wahrhaftigen Nachfolgern Christi, sagt der Apostel: „Wandelt als Kinder des Lichts!" Und fährt fort: „denn die Frucht des Lichts besteht in lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit" (Efeser 5:8-9). Der Augenblick für „die Zeit der rechten Ordnung" ist gekommen…

GIB ES WEITER! EIN BRIEF AUS DER WÜSTE ist ein von www.noer.info veröffentlichtes 24-stündiges Flugblatt. Das tägliche Flugblatt sollte an mindestens drei Personen weitergegeben werden!