Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2005-02-21

"Brief aus der Wüste "- JOURNALE Nr. 45

DER SUMPF
… derjenige, der Ja zur Währungsunion sagt, sitzt fest im Schlamm!


In meiner Wüste, aus der ich schreibe…
haben die beiden in meinem Wüstencamp gepflanzten Olivenbäume aufgehört sich zu wundern; sie wachsen trotz Wassermangels unverdrossen weiter! Vielleicht stehen sie eines Tages bei Gericht als Zeugen auf. Mit erhobener Hand könnten sie erklären, dass wir alle hier geblieben sind (obwohl die Türen nicht dicht schließen und der Wüstensand überall herein bläst, die löchrigen Schuhe der Kinder mit Sand gefüllt werden und sie am Laufen hindert). "Wo Sand genug ist, gibt es keinen Sumpf", würden die Bäume sagen…

Die englische Zeitung "The Financial Times" wurde mit folgender Erklärung zitiert: "Die Europäische Zentralbank unternimmt den Versuch, im Geheimen Beschlüsse zu fassen und Zukunftsprognosen anzuwenden, die sie nicht der Öffentlichkeit zugängig machen will, sowie Ziele zu erreichen, für die sie sich nicht zu rechtfertigen braucht!" (www.credence.org) Entspricht dies der Wahrheit, sollte man die Warnung des ehemaligen Präsidenten der Bank von England, Sir Edward George, ernst nehmen. Er sagt: "Die gemeinsame Währung, der Euro, ist weniger eine Frage der Ökonomie als der Politik. Wenn das stimmt, dann ist die Geldunion ein Sumpf… Im Artikel 109.L4 des Maastrichtvertrages heißt es, dass der Prozess, der mit der Integration in ein monetäres System in Europa zu tun hat, nicht rückgängig zu machen ist! Das heißt, dass die Länder, die diesen Schritt noch zu tun wagen, im Sumpf festsitzen; es gibt praktisch gesehen keinen Weg zurück! Im Übrigen ist Geld nicht alles. Kinder mit löchrigen Schuhen können andere Werte haben!

Als mein kleines Vaterland, Dänemark, 1992 nein zum Maastrichtvertrag sagte, wurde dies in einer Reihe internationaler Medien mit Freuden aufgenommen: "Danke, Dänemark", schrieb die französische Zeitung, Libération, auf ihrer Titelseite. Wie wird Frankreich nun mit der neuen EU-Verfassung umgehen? Die italienische Zeitung, Corrierre della Sera, schrieb: "Wir würden mit offenen Augen träumten, wenn wir die Ablehnung Dänemarks ignorierten". Wie sieht es heute in Italien im Hinblick auf das neue EU-Grundgesetz aus? Die Frankfurter Allgemeine zeigte für das Nein Dänemarks Verständnis. "Das Traktat ist ein undurchsichtiges Machwerk", heißt es dort. Welche Einstellung hat Deutschland gegenüber der vorliegenden EU-Konstitution? Die Süddeutsche Zeitung aus München hat folgendes hinzuzufügen: "Dänemark fürchtet, dass dies der sichere Weg zu einer unkontrollierten, zentralistischen und bürgerfeindlichen Bürokratie in Brüssel sein kann. Die Welt schrieb: Plötzlich ist man sich darüber im Klaren, wie groß die Zweifel sind - auch innerhalb Dänemarks!" Die Bibel sagt: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist" (Matthäus 22:21). Sag nein zur EU, denn Brüssel will alles haben… sie ist wie ein bodenloser, bürokratischer Sumpf!

GIB ES WEITER! EIN BRIEF AUS DER WÜSTE ist ein von www.noer.info veröffentlichtes 24-stündiges Flugblatt. Das tägliche Flugblatt sollte an mindestens drei Personen weitergegeben werden!