Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2005-02-11

"Brief aus der Wüste "- JOURNALE Nr. 37

MACHTBEGIER UND VERACHTUNG
… leuchtet aus der vorgelegten EU-Verfassung hervor!

In meiner Wüste, aus der ich schreibe…
kann das nahe gelegene Edom plötzlich in einen Feuersee von Wärme verwandelt werden, und die friedliche Sandebene in einen glühenden Lavastrom; das ganze Arava Tal vom Toten Meer bis zur israelischen Südgrenze wird zu einem kochenden Tieflandkessel. In Krisenzeiten wartet man Stunde für Stunde auf eine kühle Brise aus menschenfreundlicheren Gegenden, doch die erbarmungslose Hitze vom Kontinent im Norden bringt nur einen neuen Feuerspritzer, der die Landschaft pulvergrau färbt und Luft und Laub anzündet. "Und alles Heer der Himmel zergeht", erklärt der Prophet; "denn trunken ist im Himmel mein Schwert. Siehe, auf Edom fährt es herab… einen Tag der Rache hat der Herr, ein Jahr der Vergeltungen für die Rechtssache Zion" (Jesaja 34:4-5+8).

In seiner am 6.März gehaltenen Ansprache im Kongress (nach dem erfolgreichen Abschluss des Golfkrieges in 1991) gebrauchte Präsident Busch den Titel "A Framework of peace" (eine Friedensstruktur). Etwas Ähnliches könnte man als Titelblatt über das neue EU-Grundgesetz schreiben. "Statt Stacheldraht und Kalter Krieg gibt es jetzt eine verheißungsvolle Aussicht auf eine neue Weltordnung", erklärte der Präsident. Er fuhr fort: "Wie es Winston Churchill ausgedrückt hat: eine neue Ordnung, die den Schwachen gegenüber dem Starken beschützt. Eine Welt mit Achtung gegenüber der Freiheit und den Menschenrechten!" Niemals zuvor hat ein Verfassungstext wie das nun vorliegende Grundgesetz es gewagt, gerade diesen Begriff gesetzlich zu verankern, doch jetzt ist es geschehen! Den Schwachen und am schlechtesten Gestellten soll durch den Wohlstand geholfen werden. "Die Union baut auf die Achtung der Menschenrechte! (Abschnitt 1, Artikel 2). Sie ist ein Haltepunkt in einer neuen Weltordnung!

Am Ende des Jahres 1928 hatte Adolf Hitler mit 60.000 Parteimitgliedern 12 Plätze im deutschen Reichstag. Diese bedeuteten keine überwältigende Gefahr für die Demokratie. Die Weltgemeinschaft wurde jedoch plötzlich von einer zerstörerischen Krisenwelle getroffen, die einen vollkommenen Zusammenbruch zur Folge hatte. In dieser Situation wusste der Mann, der sich später als eine Personifizierung von Machtbegehr und Verachtung gegenüber dem christlichen Glauben entpuppte, und der vom Hass gegenüber dem jüdischen Volk gekennzeichnet war, genau, wie man zu den großen Massen sprach! Sein Wahlaufruf vom 1.März 1932 spricht in vielerlei Hinsicht die gleiche Sprache wie die vorliegende EU-Konstitution: Freiheit, Würde und Brot. Hitler wird hier als ein Mann des Friedens dargestellt, der die Jugend ermutigt, an eine neue Zukunft und eine neue Weltordnung zu glauben!" Er stellt die letzte Hoffnung für die Menschen dar, denen das alte System Haus und Heim, Sparkassenbuch, Existenz und Arbeitskraft geraubt und ihnen Steine und Phrasen statt Brot gegeben hat", heißt es (Wahlaufruf für die NSDAP, München 1932).

Der vorliegende EU-Verfassungstext mit seiner hartnäckigen Weigerung, Gottes Namen zu nennen, kann leicht mit der Geschichte über Israels König, Hiskia, in Verbindung gebracht werden. Dieser erhielt von einem ihm feindlich gesinnten König, der Jerusalem belagerte, ein gottloses Dokument. Der Prophet Jesaja berichtet: "Hiskia ging hinauf ins Haus des Herrn und breitete die gotteslästerliche Schrift vor dem Herrn aus. (Jesaja 37:14). Er betete zum Gott Israels und sagte: "Neige, Herr, dein Ohr und höre…! (Vers 17) Der Herr antwortete: "Was du zu mir gebetet hast, habe ich gehört!" Kurze Zeit später lag der feindliche König, der Verfasser des erwähnten Dokumentes ermordet in seinem Götzentempel (Vers 38).

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