Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-11-11

"TODESSTRAFE"-JOURNAL
Nr.3

MENSCHENMÖRDER
… haben dem NT zufolge die Höchststrafe des Gesetzes verdient!

"Das Gesetz ist nicht für einen Gerechten bestimmt", erklärt der Apostel. "sondern für Gesetzlose und Widerspenstige und für Gottlose…" (1. Tim. 1:9). Der Apostel fährt fort: "Das Gesetz ist gut und soll gegenüber Sündern, Heillose und Unheilige angewandt werden!" In seiner neutestamentlichen Schrift ist die Befolgung des Gesetzes von nicht geringer Bedeutung. "Es soll gesetzmäßig angewandt werden", erklärt er, "gegenüber Vatermördern und Muttermördern". Danach fügt der Apostel mit der ganzen Kraft des alten Bundes hinzu: "gegenüber Totschlägern"!

Das NT geht näher darauf ein, was die Worte: "Das Gesetz ist nicht für einen Gerechten bestimmt" bedeuten, doch hier in diesem Abschnitt geht der Apostel weiter in seiner Aufzählung aus "dem schwarzen Buch": "Das Gesetz soll weiterhin angewandt werden gegenüber Unzüchtigen (und denen, die gegen die Natur sündigen (Homosexuelle), Knabenschändern, Menschenräubern, Lügnern und Meineidigen".

Ja, aber das ist doch nicht das Evangelium!" werden einige einwenden.

Darauf antwortet Paulus: "Nach dem Evangelium der Herrlichkeit des seligen Gottes, das mir anvertraut worden ist" (1. Tim. 1:8-11).

Durch die ungesunde Lehre, dass nämlich das Gesetz gegenüber dem Gesetzlosen nicht angewandt werden darf, wurde die Höchststrafe des Gesetzes aus der EU-Verfassung entfernt. Hiernach kann ein Mörder nicht mehr zum Tode verurteilt werden!

Diejenigen, die die Gefahr einer solchen Haltung erkennen, sollten sich bei: www.YES-to-GOD.com melden. (Es fehlen weiterhin Übersetzer für diese Tagesjournale.)

Die Todesstrafe war Teil des mosaischen Gesetzes, das danach als Grundlage für die Gesetzgebung der unter dem Einfluss des Christentums stehenden Nationen galt. Dieser Einfluss ist nun nicht mehr zu spüren, und die Sinai-Offenbarung in Bezug auf das Schicksal des Mörders wird aus der EU-Verfassung gestrichen! Das Gesetz Gottes, das durch Mose verkündet wurde, lautete: "Der Mörder soll unbedingt getötet werden" (4. Mose 35:17). Die EU-Verfassung erklärt: "Niemand darf zum Tode verurteilt oder hingerichtet werden"! (Artikel II-2, Stck.2)

Diese zwei Haltungen sind nicht miteinander zu vereinen! Entweder ist die Gottesoffenbarung wahr, oder aber hat die menschliche EU-Behörde in dieser schwierigen Frage die richtige Entscheidung getroffen.

Aus dem genannten Bibelabschnitt geht hervor, dass der Mörder unter gewissen Bedingungen (sollte der Mord unabsichtlich passiert sein) in sechs dafür vorgesehene israelische Städte fliehen konnte (Vers. 15). "Wenn der Mord ohne böse Absicht geschehen ist (Vers 22), und er ihm nicht feind war und nicht seinen Schaden suchte" (Vers 23), soll der Mörder "gerettet werden" (Vers 25). Wenn er ihn aber mit einem eisernen Gerät geschlagen hat, oder mit einem Stein (Vers 16 und 17) oder wenn er ihn aus Hass gestoßen hat oder in böser Absicht etwas gegen ihn geworfen hat, sodass er gestorben ist (Vers 20) - "dann soll der Schläger unbedingt getötet werden!" Er wird nach einem einzigen Paragraphen verurteilt: Er ist ein Mörder!

"Das soll euch ein Recht sein bei euren Nachkommen, überall wo ihr wohnet" (Vers 29).

Die vorliegende EU-Verfassung hebt diese Ordnung auf. "Keiner", sagt sie (auch kein Mörder) "kann zum Tode verurteilt oder hingerichtet werden"!

Was hat die Verfassungsinitiatoren der EU-Elite dazu gebracht, die biblische Offenbarung zu verwerfen und eine "humanere Lebenshaltung" einzunehmen?

Meiner Meinung nach die irrtümliche Haltung der Theologen in Bezug auf das göttliche Gesetz! Sie haben Jahrzehntelang immer wieder betont, dass "das Gesetz außer Kraft gesetzt worden ist". Dabei scheinen sie vergessen zu haben, dass dies nur für das Verhältnis der Gemeinde zu Gott gilt, wenn der Glaube an das Erlösungwerk Christi als der einzige Weg zur Errettung "in Kraft gesetzt worden ist". Eine Gesellschaft nicht wiedergeborener Menschen, die die Botschaft des Evangeliums ablehnt, kann nur durch Gesetz regiert werden! Deshalb betont der Apostel, dass "das Gesetz gut ist" und fügt hinzu: "wenn es gesetzmäßig gebraucht wird!" (1. Tim. 1:8). "Es soll gegenüber Mördern angewandt werden", sagt er (Vers 9). Das mosaische Gesetz befiehlt darüber hinaus, "wenn irgend jemand seinem Vater oder seiner Mutter flucht, muss er getötet werden" (3. Mose 20:9) Das gleiche gilt für Ehebrecher, Blutschänder und Homosexualität (3. Mose 20:10-16) sowie alle Formen sexueller Gewalt (5. Mose 22:25), falsche Propheten (5.Mose 13:1-10, 18:20), Götzendienst (5. Mose 17:2-7), Unbußfertigkeit (5. Mose 21:18-21), Okkultismus (5. Mose 20:27) und verschiedene andere Übertretungen. Aber können diese Gesetze in unserer modernen Gesellschaft geltend gemacht werden? Auf diese Frage will ich in den letzten zwei Journalen dieser Serie eine Antwort geben…