Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-11-09

"TODESSTRAFE"-JOURNAL
Nr.1

DIE TODESSTRAFE
… widerspricht die EU-Verfassung der Lehre des Evangeliums?

Die größte Strafe, die einem Menschen widerfahren kann, ist nicht die Todesstrafe. Das furchtbarste Urteil, das über eine Menschenseele gefällt werden kann, ist infolge Jesu Lehre "in die Hölle geworfen zu werden"! "Fürchte dich nicht vor dem, der den Leib tötet", sagt Jesus und fährt fort: … die aber (die Vollstrecker der Todesstrafe) die Seele nicht zu töten vermögen"! Jesus schließt mit den Worten: "Fürchte aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib zu verderben vermag in der Hölle"! (Matthäus 10:28)

"Es ist unmöglich; Hinrichtungen vorzunehmen, ohne seine Hände mit Blut zu besudeln" behauptet John W.Sloat in einem Artikel: "Let's abolish Capital Punishment" (Lasst uns die Todesstrafe abschaffen) im "Pulpit Pigest" Nr. 50 (Januar 1970:46).

Genau diese Ansicht wird in der EU-Verfassung vertreten! Sobald diese unterschrieben ist, werden 25 Länder in Europa die Todesstrafe abgeschafft haben! Die Verfassung ist jedoch nicht imstande "die ewige Strafe" abzuschaffen, über die Jesus spricht, wenn er sagt: "Fürchtet IHN, der die Seele in die Hölle werfen kann". Deshalb ist die Frage berechtigt, ob die Abschaffung der Todesstrafe ein Versuch der EU ist, die Lehre der Bibel an diesem Punkt widerlegen?

Diejenigen, die diese antichristliche Gefahr erkennen, sollten sich bei: www.YES-to-GOD.com melden. (Es werden weiterhin Übersetzer für diese Tagesjournale gesucht.)

Die meisten Europäer werden beim Abschnitt der EU-Verfassung über "die Menschenwürde" anerkennend nicken. Sie werden den Artikel II-1 rot unterstreichen, in dem steht, dass "die menschliche Würde unantastbar ist". In ihren Reden vor dem großen Abstimmungstag werden sie die Worte der Verfassung hervorheben: Die menschliche Würde muss respektiert und geschützt werden". Beim Lesen des Artikels II-2, der die Überschrift: Recht auf Leben trägt, werden sie ihre Zustimmung dazu geben, dass (wie es so schön heißt): "jeder Mensch einen Anspruch auf Leben hat" (Stück 1) - und die Volksmenge wird sich erheben, um ihrem stürmischen Akzept bei den Worten: "Keiner darf zum Tode verurteilt oder hingerichtet werden" (Artikel II.2, Stck.2) Ausdruck zu verleihen.

Damit hat die EU-Verfassung in wenigen Worten ihre Meinung zum widersprüchlichsten Thema der neueren Geschichte bekundet. Sie lässt dadurch erkennen, dass sie den juristischen, sozialen und menschlichen Betrachtungsweisen wohl gesonnen ist. Auch ist sie offen für "positive", liberale, tolerante, dem Humanismus folgende, theologische Strömungen. Wenn derart gesinnte Theologieprofessoren sich nur darauf beschränken, über ihr Verständnis von "Gottes Liebe" zu sprechen und zu schreiben, so akzeptiert die EU-Verfassung gerne diese biblische Ansicht. "Schließlich haben die Theologen auch ein Wort mitzureden, wenn es um Leben oder Tod geht", wäre sicherlich der Kommentar der EU-Verfassungsinitiatoren. "Deshalb erklären wir, dass "über niemanden die Todesstrafe verhängt oder hingerichtet werden darf".

Die Frage, die in dieser Journalreihe beantwortet werden sollte, ist folgende: Räumt die Bibel den Verantwortlichen das Recht ein, ein Todesurteil zu vollstrecken? Ja oder Nein?

Kann die bestehende Definition verteidigt werden, wenn von "Todesurteil oder Hinrichtung" die Rede ist, und zwar dann "wenn die Todesstrafe angewandt wird, um ein Verbrechen mit der härtesten Gesetzesstrafe zu belegen? Würde in einem solchen Fall die Obrigkeit legal handeln, wenn sie zum Schwert greift?

Stimmt die EU-Verfassung mit den Worten Jesu überein, wenn er sagt: "Ich habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber töten wird, der wird dem Gericht verfallen sein". Nachdem er erklärt hat, dass ein Mensch schuldig werden kann, sodass er das Feuer der Hölle verdient, schließt Jesus mit folgender Ermahnung: "Komme deinem Gegner schnell entgegen, während du mit ihm auf dem Weg bist; damit nicht etwa der Gegner dich dem Richter überliefert und der Richter dich dem Diener überliefert und du ins Gefängnis geworfen wirst. Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast"!

Das heißt, - so weit ich das verstehe - dass wenn erst einmal die Gerichtsverhandlung angefangen hat, dann kann die härteste Strafe ohne Schonung verhängt werden! Das Evangelium berichtet uns, wie diesem Gerichtsurteil ausgewichen werden kann. Wir erfahren darin, welches Urteil in all seiner Grausamkeit auf Golgatha vollstreckt worden ist - zur Errettung aller, die glauben!