Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-09-29

"TEMPELPLATZ"-JOURNALE
Nr. 4

DIE TEMPELHASSER
… kommen bald aus ihren Höhlen heraus!

Die Tempelhasser werden bald ihr wahres Gesicht zeigen. Solange es beim Nahostkonflikt um Land, Mauern und Grenzen geht, können sie sich hinter Politik und Religion verschanzen. Doch an dem Tag, an dem es um den Tempelberg und -platz in Jerusalem geht, werden die Tempelhasser aus ihren Höhlen herauskommen. In dem Augenblick, in dem die internationale Gemeinschaft Stellung beziehen muss gegenüber den politischen, historischen und religiösen Forderungen hinsichtlich des Ortes, in dessen Richtung sich alle Juden während des Gebets verneigen, wird die Welt in zwei Parteien gespalten: Diejenigen, die für den Tempel der Juden sind, und diejenigen, die gegen ihn sind. Eine scharfe, dunkle Scheidelinie bewegt sich bereits mitten durch die Gemeinde. Einige haben die Bedeutung der Offenbarung des "Messiastempels" in Jerusalem erkannt; sie verstehen den Zusammenhang zwischen dem Kommen des Herrn und der Drangsal und dem Streit, der sich gerade an dieser Stätte Bahn bricht. Denn von hier aus wird der HERR seinen Herrscherstab über die ganze Erde ausstrecken. Andere wiederum sind wie taub und blind; was dieses wichtige Thema anbelangt, werden sie "umher getrieben von jedem Wind der Lehre" (Epheser 4:14).

Die Sache ist gerade jetzt von Bedeutung, wo eine neue EU-Verfassung das Licht der Welt erblickt. Die Tempelhasser wollen den Namen Gottes nicht im Text erwähnt haben, und erst recht nicht den Namen Gottes als den Gott Israels. Sie wollen freien Spielraum haben, wenn eines Tages die Frage um den Tempelplatz in Jerusalem auf der Tagesordnung erscheint.

Dies möchte ich näher erklären:

Im frühen zweiten Jahrhundert nach Christus gab Kaiser Hadrian den Juden die Genehmigung, ihr Heiligtum wieder neu aufzubauen. Als die Vorbereitungen für den Bau des Dritten Tempels voll im Gange waren, warnten die Samariter den römischen Kaiser… "Dieses Werk wird eine neue Revolte gegen Rom verursachen", sagten sie. Hadrian wollte von ihnen wissen, was er denn ihrer Meinung nach tun solle. Er hätte nämlich bereits ein Dekret erlassen, und dies könne er nicht zurücknehmen. Die Samariter, die sich in den Gesetzen des Judentums gut auskannten, rieten dem Kaiser, er möge verordnen, dass der Tempel nicht genau an dem gleichen Platz erbaut werden dürfe wie der vorherige oder, dass der neue Tempel nach etwas anderen Maßen eingerichtet werden solle…

Hadrian tat wie die Samariter ihm geraten hatten, und die Reaktion, auf die er gehofft hatte, ließ nicht auf sich warten. Die Verordnungen, die Hadrian ausgestellt hatte, standen im Widerspruch zur jüdischen Gesetzgebung (Halacha). Aus diesem Grund mussten die Juden ihr Projekt aufgeben. Sie versammelten sich im Beit-Rimmon Tal, um dort das Schicksal des Dritten Tempels zu beweinen. (Von Ariels "The Odyssey of the Third Temple", Seite 69, historische Quelle: Midrash beretshit rabbah,64).

So wie damals die Samariter dem Projekt "des Dritten Tempels" feindlich gegenüberstanden, so hat auch dieser Plan heute weltweit seine Gegner. Die Tempelhasser arbeiten daran, den Tempelberg in seinem heutigen Zustand zu erhalten! Die ganze Welt regt sich auf und protestiert, sobald auch nur ein Stein angerührt wird. Darum kann von einer gleichen Reaktion ausgegangen werden wie damals zur Zeit des Kaisers Hadrian. Die Juden können jedoch bisher (noch) nicht mit ihrer Arbeit für den Dritten Tempel beginnen, denn sie sind nicht imstande, den Tempel an der im Gesetz festgeschriebenen Stelle zu errichten. Sie können auch nicht die ihnen in den Heiligen Schriften vorgegebenen Maße einhalten.

Europa hat diesbezüglich eine große Verantwortung! Wenn man den Forderungen der Tempelhasser nachgibt, wird unser alter christlicher Kontinent in eine Lage versetzt, in der er sich nicht nur als Feind Israels zu erkennen gibt, sondern auch als Feind des Jerusalemer Tempels und damit letzten Endes als Feind des Gottes Israels. Der weise Rabbiner Gamaliel warnt die Leute, "dass sie nicht gar als solche befunden werden, die gegen Gott streiten!" (Apostelgeschichte 5:39).

Allein aus diesem Grund wäre es klug, dem Namen Gottes in der vorgelegten EU-Verfassung die Ehre zu geben. Das heißt genauer gesagt: dem Namen des Gottes ISRAELS, der sich wieder im Jerusalemer Tempel niederlassen wird. Das heißt, der Gott, der zu einem bestimmten Zeitpunkt alle Tempelhasser besiegen wird. Zu diesem Gott bekennen wir uns, wenn wir uns bei: www.YES-to-GOD.com melden.