Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-09-28

"TEMPELPLATZ"-JOURNALE
Nr. 3

EUROPA ALS ANKLÄGER
… wenn das Opfern im Tempel zu Jerusalem beginnt!

Statt anklagend den Zeigefinger gegen Israel zu erheben, wenn es alles dransetzt, den Dritten Tempel zu erbauen, oder statt die Christen anzugreifen, die Verständnis für dieses Projekt haben, sollte die Gemeinde Jesu in Europa einsehen, dass die Errichtung des Tempels zu einem größeren Verständnis der biblischen Botschaft führen wird! Als Jesus den Tempelplatz in Jerusalem betrat, auf dem er einen großen Teil seines irdischen Dienstes ausführte, befand ER sich genau in dem Bereich der Heiligen Stadt, der am besten auf SEIN Kommen vorbereitet war! Dies geschah nämlich durch das stellvertretende Opfer des Tempels…

Einige werden fragen: Wie können die Erklärungen der Bibel über "das stellvertretende Opfer" als Vorbereitung dienen, ja, eine direkte Erklärung für die Botschaft des Evangeliums sein?

Als Antwort darauf wäre es hilfreich, uns ein ungewöhnliches Ereignis in Erinnerung zu rufen, das südlich von Jerusalem stattfand, und zwar auf dem Weg, der von der Heiligen Stadt nach Gaza führt. Davon lesen wir in der Apostelgeschichte Kapitel 8, Verse 26-35. Der Evangelist Philippus wurde von einem Engel angewiesen, sich an einen öden Ort hinauszubegeben. Hier kommt ein vornehmer Wagen auf ihn zu. In ihm sitzt der Schatzmeister der Königin aus Äthiopien (der heutige unter dem Bürgerkrieg leidende Sudan) Er ist nicht nur Schatzminister, er ist auch ein einsamer Mann, der - aufgrund eines operativen Eingriffs - nicht imstande war, eine Familie zu gründen. Nach dem mosaischen Gesetz hatte dieser Fremde keinen Zutritt zum Tempel in Jerusalem, erstens weil ich ein Nichtjude war, doch darüber hinaus auch wegen einer im 5. Buch Mose niedergelegten Verordnung, dass derjenige, der durch einen operativen Eingriff keine Kinder zeugen kann, von der Versammlung ausgeschlossen ist".

Der vornehme Beamte kam von Jerusalem und war nun auf seinem Nachhauseweg. Er scheint weder bitter noch beleidigt über die strengen Regeln zu sein, über die er am Eingang zum Tempel informiert wird. Er hatte sich eine Jesaja-Rolle zugelegt; in seinem Wagen war er beim Lesen gerade zu der Stelle gekommen, wo es um das stellvertretende Opfer geht, über das folgendes geschrieben steht: "Er wurde wie ein Schaf zur Schlachtung geführt, und wie ein Lamm stumm ist vor seinem Scherer, so tut er seinen Mund nicht auf… (Jes. 53:7-8, Apostelgeschichte 8:32).

Er muss sich selbst laut vorgelesen haben, denn im Bericht wird erwähnt, dass "Philippus ihn den Propheten Jesaja lesen hörte". Er fragte deshalb den vornehmen, einsamen Mann in dem prächtigen Gefährt: "Verstehst du auch, was du liest?" (Vers 30)

Der einsame Finanzminister verneint und bittet den fremden Juden, auf seinen Wagen zu steigen. Sich bequem in den feinen Seidenkissen zurücklehnend, tut Philippus das, was uns helfen kann, die bevorstehenden Ereignisse in Jerusalem zu verstehen. Er begann nämlich ihm von dieser Jesaja-Schriftstelle ausgehend das Evangelium von Jesus zu verkündigen.

Das heißt, dass der christliche Evangelist, Philippus, die Erklärung über "das stellvertretende Opfer" aus dem Buche Jesaja als Text für seine Evangelisation verwendete. Und gerade dies wird der große Anschauungsunterricht sein, wenn die Opferungen im neu errichteten Tempel wieder stattfinden. Statt sich als orthodoxe Gegner des von Gott inspirierten Projekts zu erweisen, sollten die Gläubigen in Europa und anderen Kontinenten die günstige Gelegenheit nutzen, um das Evangelium über "das stellvertretende Opfer" zu verkündigen.

Gerade deshalb sollten die verantwortlichen Leiter Europas in ihrer Feindschaft gegenüber Israel gebremst werden, indem sie in der EU-Verfassung feierlich bekunden, dass dem Gott Israels Ehre und Dank gebührt…

Diejenigen, die das Richtungsweisende in einer solchen Haltung sehen, sollten sich bei:
www.YES-to-GOD.com melden.