Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-07-02

Tempeljournal Nr. 9

DREI TAGE
… um den vierten Tempel zu erbauen!

Es ist eine Torheit, die zum Himmel schreit, wenn man von Seiten der Bibellehrer hört, dass wir uns nicht mit dem jüdischen Tempel in Jerusalem beschäftigen sollen…

"Wir haben genügend damit zu tun, das Evangelium zu verkündigen, sagen sie und fügen in einem gelehrten Tonfall hinzu: " Es ist ganz "unevangelisch" über die Errichtung eines dritten Tempels zu sprechen.."

Die Antwort darauf ist folgende: Als Jesus die Tische der Wechsler im Tempel, in den er täglich ein- und ausging, umwarf, rief er: "machet nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause!" (Joh. 2:16) Mit der in diesen Worten liegenden Warnung, die zu einer Zeit ausgesprochen wird, in der im Reich Gottes Millionengeschäfte abgewickelt werden, richtet sich der Text insbesondere auf das Verständnis seiner Jünger von heute im Hinblick auf die gewaltigen Ereignisse: "Der Eifer um dein Haus hat mich gefressen (Vers 17 und Psalm 69:10).

Das heißt, dass sich Jesus leidenschaftlich mit dem Schicksal des Tempels auseinandersetzte. Und aus diesem tiefen Verantwortungsgefühl für Gottes Heiligtum in Jerusalem, sprach ER inspiriert und prophetisch über den letzten Tempel, vom dem aus er selbst auf dieser Erde regieren wird.

Provoziert durch die Forderung der Juden nach einem sichtbaren Zeichen, ruft Jesus aus: "Brechet diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichte" (Vers 19). Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass er in diesem Augenblick über seinen eigenen Leib sprach. Johannes fügt nämlich hinzu: "Er aber redete von dem Tempel seines Leibes (Vers 21) Und weiter: "Da er nun auferstanden war von den Toten, gedachten seine Jünger daran, dass er dies gesagt hatte" (Vers 22)

Ich möchte hier jedoch versuchen kurz zu erklären, warum ich glaube, dass Jesus bei seinem Kommen nur drei Tage gebrauchen wird, um den Tempel wieder zu errichten, der in Ruinen liegt, nachdem eine letzte Zeit des Zorns wie ein Wirbelwund über Israel und Jerusalem hergefahren ist. Mein Hauptargument dabei ist, dass die letzte Trübsal Jerusalems 70 Wochen andauert (Daniel 9:24-25) und dass der Prophet Daniel die Zeit angibt, die die Überlebenden aushalten sollen, nämlich 45 Tage (Daniel 12:11-12=1335 Tage - 1290 Tage= 45 Tage). Innerhalb dieses kurzen Zeitraumes wird der dritte Tempel gebaut und wieder zerstört! Dann kommt der Herr, und ER verwendet keine 46 Jahre (Joh. 2:20) von den Tausend, die ihm zur Verfügung stehen, um sein Haus in Jerusalem zu bauen. Es genügen IHM drei Tage!

Als Jesus vom Hohenpriester in Jerusalem verhört wurde und falsche Zeugen gegen ihn auftreten und sagen: " Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen aufbauen!" (Matth. 26:61) - antwortet Jesus nicht: "Hiermit meine ich den Tempel meines Leibes!" Nein, ER zitiert den Propheten Daniel und ruft: "Von nun an wird's geschehen, dass ihr sehen werdet des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen in den Wolken des Himmels" (V. 64)

Das heißt, dass Jesus bei der Beantwortung der Frage, ob ER wirklich den Tempel des Herrn in drei Tagen aufbauen kann, nicht nur auf die Auferstehung hinweist, als dieses Wunder an seinem eigenen Leib geschieht, sondern darüber hinaus weist er auf eine Zeit hin, in der "Er zur Rechten der Kraft sitzt …", d.h. dass Er vor einer verherrlichten Schar von "tausenden und abermals tausenden steht, die ihm dient." Meine Frage ist: Wenn diese überirdische Schar bei einem strategischen, vorprogrammierten Einsatz zur Verfügung steht, wäre es dann nicht möglich, dass der Tempel in Jerusalem innerhalb von drei Tagen errichtet werden kann?