Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-07-01

Tempeljournal Nr. 8

EIN EXPLOSIVES THEMA
… "Der Tempel wird bald wieder errichtet!"

Um die Jahrtausendwende schrieb ich den lyrischen Text des Musicals "The Temple shall be built again". Von den über 20 in Israel gegebenen Vorstellungen sind mir besonders zwei im Gedächtnis haften geblieben. Die erste fand im Jerusalemer Sultan Pool Amphitheater statt und die zweite in Hadera (am Mittelmeer). Letztere wurde in Zusammenarbeit mit dem KKL und der Kommunalverwaltung von Hadera neben einem riesigen Elektrizitätswerk in Szene gesetzt wurde (nahe Cäsarea). Neben einem zahlreichen jüdischen Publikum waren auch der Bürgermeister und viele seiner Angestellten anwesend. Die Stadtverwaltung hatte eine zweisprachige Einladung (englisch, hebräisch) an eine große Anzahl ihrer Bürger verschickt. Auf Englisch war der Originaltitel: The Temple shall be built again" angegeben, auf Hebräisch hatten sie einen anderen Titel gewählt: Friede über Jerusalem. Die jüdischen Initiatoren wagten einfach nicht zum Ausdruck zu bringen, dass "der Tempel wieder erbaut werden soll". Alleine diesen Satz verlauten zu lassen, war und ist gefährlich. Das Thema ist brisant, um nicht zu sagen explosiv. Die Welt wird dies bald erfahren!

Es ist unglaublich, dass unter den geistlichen Leitern Europas Männer zu finden sind, - die eigentlich eine ganz gesunde Lehre in anderen Dingen haben - , doch wenn es um die Frage des dritten Tempels in Jerusalem geht, reagieren sie plötzlich ganz unerwartet. "Aus diesem Projekt wird nichts," erklären sie, und damit meinen sie, dass es zu viele ungelöste Probleme in dieser Sache gibt, also ist es unmöglich! "Der dritte Tempel wird nicht gebaut," behaupten sie.

Hierzu antwortet der Prophet Daniel, indem er die letzten dramatischen 70 Wochen Jerusalems darlegt: "Das Allerheiligste wird gesalbt" (9:24) … ja, er fährt weiter fort und erklärt sogar, dass auch dieses Heiligtum, das noch nicht gebaut ist, in einem abschließenden Konflikt wieder zerstört werden wird (Vers 25).

"Möge es Dein Wille sein, Herr, dass der Bau des Tempels in unserer Zeit stattfinden wird," lautet das von Juden in aller Welt vorgetragene Gebet. Seit der Zerstörung des Tempels im Jahre 70 nach Christi haben sie mit diesen Worten den Herrn, den Gott Israels, angerufen. Von daher scheint es mir überflüssig, dass auf dem Hintergrund dieses über jahrtausende anhaltenden Sehnens eine Gruppe europäischer Verkündiger diese weltumspannende Angelegenheit einfach mit einer Handbewegung und einem einzigen unbegründeten Satz vom Tisch fegt. Das zeigt mir, dass es Dimensionen in der Leidensgeschichte des jüdischen Volkes gibt, die sie nicht erfasst haben, und ich bin überzeugt, dass ebenso wie viele der kirchlichen Schriftgelehrten bei der Errichtung des hebräischen Staates im Jahre 1948 die Hand vor den Mund halten mussten, (weil sie vorausgesagt hatten, dass dies niemals eintreffen würde) - so wird es auch geistliche Leiter und Prediger in den christlichen Ländern geben, die zum Schweigen gebracht werden, wenn der Tempel errichtet wird. Und nicht erst dann, sondern schon vorher werden sie ihr Haupt beugen und erkennen, dass die ganze Welt um diese sichtbare Offenbarung des weiteren Weges kämpft, den der Herr mit seinem Volk Israel gehen will.

So hat das Nachrichtenmagazin TIMES am 16. Oktober 1989 diese Sache ins Gespräch gebracht (Artikel: Time for the New Temple). Auch ich will in diesen "Tempeljournalen" versuchen, einige Begebenheiten und Konflikte (geistlicher, politischer und militärischer Art) die mit dem Bau des Tempels zu tun haben, klarzustellen. Über allem stehen jedoch die klaren Voraussagen Daniels, nämlich dass "Ein Heiligtum gesalbt wird" und dass "die Stadt und das Heiligtum zerstört werden" (9:24-25). Viele haben versucht zu erklären, was sich hinter diesen prophetischen Aussagen verbirgt. Ich will nun auch dazu meinen bescheidenen Beitrag leisten. Als erstes möchte ich festhalten: "The Temple shall be built again". (Der Tempel wird dort bald wieder stehen). Darum geht es beim ganzen nahöstlichen Konflikt. Der dritte Tempel ist eine Realität!