Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-06-26

Tempeljournal Nr. 3

DIE GANZE WELT WARTET DARAUF
... Israels Annahme des Neuen Bundes

Israel braucht nur noch eins zu tun: den Bund zu unterschreiben! Alles ist vorbereitet! Das Opfer ist gebracht; das Blut vergossen! Das Dokument ist durch die Auferstehung von den Toten besiegelt! Die Missetaten sind gesühnt; der große Empfang steht bereit! Es fehlt nur noch eins: Die Unterschrift Israels! D.h. die Annahme des neuen Bundes von Seiten der Juden.

Das Neue Testament sagt über die Kinder Israels: "So viele ihn annahmen... gab er Macht..." Die Person, die angenommen werden soll, ist Jesus, der gemäß des Johannesevangeliums das Wort Gottes ist, denn es heißt: "Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns" (1:14). Aus diesem Grunde muss Israel und dem jüdischen Volk dieses Wort gebracht werden. Einige müssen sich aufmachen, und es ihnen bringen; sie müssen dorthin ausgesandt werden. Europa hat diesbezüglich eine große Verantwortung. Der alte christliche Kontinent wird für seine wachsende Israel-feindliche Haltung verurteilt werden.

All dies hat mit dem dritten Punkt des 70 Wochen Tagebuches zu tun: "Der Sühnung der Schuld". Die ganze Geschichte weist auf dieses gewaltige Geschehen hin. Der gesamte Erdkreis wartet darauf. Die ganze Schöpfung sehnt sich danach, dass die Kinder Gottes in Israel offenbar werden. Es ist wichtig, dass die Christen Europas sich dessen bewusst sind, nicht zuletzt im Hinblick auf die gegenwärtige politische Entwicklung.

Dieser dritte Programmpunkt hat mit der Annahme des neuen Bundes zu tun, der in aller Kürze im 70-Wochenkalender Daniels - wie bereits oben erwähnt - als "die Sühnung der Schuld" bezeichnet wird.

Dies ist ein ermutigender Ausdruck! Zum ersten Mal erahnen wir, dass das Licht langsam durchdringt, und es ist wichtig für uns den Text im Neuen Testament ausfindig zu machen, der uns erklären kann, was hier vor sich geht.

Diesen Abschnitt finden wir im Johannesevangelium, wo geschrieben steht: "Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben" (Johannes 1:11-12).

Wie groß auch diese ermutigenden Worte für einen elenden Sünder aus den ‚Heidennationen' sind, und welch eine machtvolle Wirkung sie auch unter den das Heil suchenden Menschen gehabt haben, so kann man doch nicht leugnen, dass diese gewaltige Verheißung und der Hinweis darauf, wie ein Mensch ein Kind Gottes werden kann, in erster Linie für das Volk Israel bestimmt war. Denn der Abschnitt beginnt mit den Worten: "Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf!" (V 12).

Was ist damit gemeint: "Er kam in sein Eigentum?" Das heißt, dass er zuallererst nach Israel und zum jüdischen Volk kam. "Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel," ruft Jesus aus, als eine aufdringliche Frau aus den Heidennationen ihn um Hilfe bittet (Matth. 15:24). "Gehet nicht zu den Heiden," sagt Er zu seinen Jüngern; "sondern geht hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel" (Matth. 10:6). Dies liegt in dem Ausdruck: "Er kam in sein Eigentum," und "die Seinen nahmen ihn nicht auf!"

Deshalb gilt auch in erster Linie Israel die Verheißung: "wie viele ihn aber annahmen, denen gab er Macht ..." Das heißt. dass die Zeit kommen wird, in der die Juden ihren Messias "annehmen" werden. "Sie werden wieder in ihren eigenen Ölbaum eingepfropft," erklärt der Apostel (Römer 11:24). "Sie werden wieder Barmherzigkeit erlangen (Römer 11:31) und "Sie werden wieder angenommen (Römer 11:15). So wie Gott die Heiden als "Kinder des lebendigen Gottes" bezeichnet, so wird auch den Juden "Macht gegeben, Kinder Gottes zu werden".

Die "Sühnung der Schuld" hat mit Israels Annahme des Neuen Bundes zu tun. Dieser wurde vom Herrn Jesus auf Golgatha ratifiziert. Er ist mit seinem Blut und seiner Auferstehung besiegelt. Es fehlt nur noch ein Punkt: "Die Annahme". Dies wird in großer Anzahl während der o.g. siebzig Wochen geschehen, und dadurch wird "dem Frevel ein Ende gemacht"...