Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-12-30F

"STREIFLICHTER"- JOURNAL
Nr.5

"EIN KURZER PROZESS"
… gegenüber denjenigen, die Sünde als Sünde bezeichnen!

Um die letzten entscheidenden Stimmen für eine neue Kommission im Europaparlament einzustreichen, hat der zukünftige EU-Chef angekündigt, dass die EU eine neue Gesetzgebung gegen Diskriminierung einführen wird! Für die Gläubigen in Europa kann es von entscheidender Bedeutung sein, wie dieser neue Paragraph aussehen wird. Er soll u.a. den Homosexuellen zugute kommen, denn diese fühlten sich von dem kommenden Justizkommissar auf die Zehen getreten, als dieser Homosexualität als Sünde bezeichnet hatte. In der vorliegenden Verfassung ist davon die Rede, entsprechende Maßnahmen gegenüber denjenigen zu ergreifen, die eine solche Sprache sprechen. Denjenigen, die diese neutestamentliche Sprache verwenden, wird mit Strafverfolgung gedroht. In dem vorliegenden Fall forderte das EU-Parlament, den Kommissar seines Amtes zu entheben. Um die rasenden Parlamentsmitglieder zu beruhigen, versprach der zukünftige EU-Chef einen noch härteren Kurs einzuschlagen. Diejenigen, für die Sünde Sünde ist, können einen augenblicklichen und schnellen Prozess erwarten. Es ist erforderlich, dass alle, die die Gefahr erkennen, sich bei www.YES-to-GOD.com melden.

Die EU ist nicht nur - so wie viele der europäischen Gläubigen meinen - ein politischer und ökonomischer Zusammenschluss. Sie ist auch ein eisernes Bündnis in Bezug auf gewisse "Werte". Die letzte Entwicklung im Europaparlament zeigt klar auf, was die vorliegende EU-Verfassung meint, wenn sie über "Werte" spricht. Ein nominierter italienischer EU-Kommissar ist dafür ein gutes Beispiel…

Er sagte, dass "Homosexualität Sünde sei". Eine solche subjektiv befrachtete Erklärung hat das neue Europa erschüttert! Eine derartige offene Aussage führte zu einem Berufsverbot. Das heißt, dass ein Teil des Parlamentes den Mann stehenden Fußes kündigen wollte! Mit einer derartigen Haltung kann ihrer Meinung nach kein Mensch EU-Kommissar werden! Die Liberalen im Europaparlament, d.h. die Grünen und die Roten schlugen diesen harten Kurs ein! "Gemäß der Religion, der ich angehöre", behauptete der Italiener, "ist Homosexualität eine Sünde!" Als er hinzufügte, dass der natürliche Platz einer Frau seiner Meinung nach zu Hause bei ihren Kindern wäre, war sein Schicksal besiegelt. Für diese Art von Werteauffassung hat Europa keinen Bedarf…

Der Begriff "Berufsverbot" stammt aus der Zeit von Willy Brandt (1972). Er stellte ein Dekret aus, das Menschen mit einer gewissen politischen Einstellung (Linksrevolutionäre) die Ausübung einer Arbeit im öffentlichen Sektor verbot. Dies führte zu der klassischen Debatte, inwieweit eine Demokratie das Recht hat, sich selbst durch Ausschluss vor seinen Feinden zu schützen?

Das EU-Parlament hat hiermit bewiesen, dass es seine Gegner nicht duldet! Es entpuppt sich als eine "Meinungspolizei", die mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln Menschen mit einer anderen religiösen oder politischen Überzeugung bekämpfen wird. Diese Begebenheit zeigt in aller Deutlichkeit, was auf die Gläubigen Europas zukommt! Wenn ein Berufsverbot gegen einen Bürger ausgesprochen werden kann, der sich auf das Neue Testament beruft und erklärt, dass Homosexualität Sünde sei, dann ist die Verfolgung der Christen in eine neue Phase getreten. Als nächstes werden Gefängnisstrafen, Spott und Ausschluss zu erwarten sein.

Christen überall sollten der Tatsache ins Auge sehen, dass sie mit den "Werten", die die EU zu fördern beabsichtigt, nichts zu tun haben will. Was das Neue Testament als Sünde bezeichnet ist Sünde; dabei gibt es keine Ausnahmen!