Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-12-30C

"STREIFLICHTER"- JOURNAL
Nr.2

"HOCHVERRAT"
… die EU-Verfassung zu akzeptieren ist eine Judas-Handlung!

In England will man allen Ernstes jene Politiker des Hochverrats anklagen, die die Schlüssel der Regierung an Brüssel aushändigen. Dies ist die politische Seite! Es gibt aber auch eine geistliche. Europas antisemitischer Hass gegen Jerusalem wird zunehmen. In einem vom französischen Außenminister herausgegebenen, 50 Seiten langen Bericht wird erwähnt, dass der Antisemitismus in Frankreich zunimmt. (Im Jahre 2004 verzeichneten die Behörden 166 antisemitische Anschläge, Tendenz steigend). Die Außenpolitik der EU-Verfassung ist so ausgerichtet, dass sie sich innerhalb einer Woche für einen Angriff auf Jerusalem entscheiden kann! Hier werden die Gläubigen Europas zur Verantwortung gezogen, denn es geht um Gottes ewigen Plan für Israel. Sein Kreuz zu Gunsten der EU-Verfassung in die "schwarze" Rubrik zu setzen, kann auch als Hochverrat angesehen werden! Nicht für den durchschnittlichen Bürger (der im großen Ganzen blind gegenüber den unglücklichen Konsequenzen des Israelhasses ist) sondern für die Gläubigen, die sich seit tausend Jahren mit den theologischen Überlegungen über Israel auseinandergesetzt haben, und deren Bücherregale mit diesem Thema gefüllt sind. Für sie kann sehr wohl von einer Judas Handlung die Rede sein!

Die Frage ist, wer sind denn die wirklichen Verräter? Wie erwähnt, behaupten die Gegner der EU-Verfassung in England, dass diejenigen Politiker, die durch ihre Unterschrift das souveräne Recht ihrer Nation, sich selbst zu regieren, an Brüssel übertragen, Hochverrat begehen. Sie weisen u.a. auf "The Treason Act of 1795" und "The Treason Felony Act of 1848" hin, in denen es um Hochverrat geht. Doch für die Gläubigen geht es darüber hinaus noch um Verrat an einem Bürgerrecht, das nur von wenigen als wirklich bedeutungsvoll angesehen wird! In gleichem Maße wie die Feindschaft gegen Israel wächst, wird auch die geistliche Verantwortung der Gläubigen aus den 25 Ländern gegenüber Jerusalem und dem Heiligen Land zunehmen. In diesem Zusammenhang wird es zu tiefsten Gewissensfragen und Konflikte kommen. "So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen!" (Epheser 2:19) Das heißt, dass die Gläubigen der Nationen sich in dem antisemitischen Streit verpflichtet fühlen, sich auf die Seite Israels zu stellen! Der Ausgangspunkt für dieses kontroverse und komplizierte Thema wird uns im Epheserbrief gegeben, nämlich "Mitbürger der Heiligen" zu sein. Mit den "Heiligen" sind nicht unbedingt alle Einwohner Israels gemeint, ebenso wie der Ausdruck "Gottes Hausgenossen" auch kein deckender Begriff für die gesamte Bevölkerung des hebräischen Staates ist! Es ist hier jedoch davon die Rede, Gottes Ewigkeitspläne mit Israel zu kennen, und zu wissen, welches Ziel der HERR mit Jerusalem, der Stadt des großen Königs, verfolgt. Da Europa sich mit der vorliegenden EU-Verfassung beim Endkampf gegen Jerusalem auf die Seite der Finsternis stellt, muss es als Hochverrat angesehen werden, wenn die Gläubigen nicht ihrer Aufgabe gegenüber dem Reich nachkommen, dem sie angehören, denn es heißt, dass sie nicht länger als "Fremde oder Nichtbürger" gelten. Es gibt heute Juden, die wie ihre nichtjüdischen Glaubensgenossen in Europa ihr Bürgerrecht im Himmel haben (Philipper 3:20). Diese beiden werden zu "einer Behausung Gottes im Geist" erbaut. Das Land und die Stadt ist ihr gemeinsames Zuhause und Eigentum, und keine widerstreitende politische Macht kann sie an ihrer gemeinsamen Verantwortung hindern!