Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-05-27

Siegel Journal Nr. 6

DER NEUE BUND
... soll nun Israel vorgelegt werden

Das Wort des Apostels muss den Gläubigen gelten! Wenn er von Israel sagt, dass "sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkennen und danach trachten ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten," (Römer 10:3), so liegt in dieser Aussage die volle Antwort auf das Unglück im Nahen Osten.

Da diese die einzig entscheidende Wahrheit im Hinblick auf das Schicksal Jerusalems ist, so gibt es auch nur eine Antwort auf die gegenwärtige, schwierige Situation: Israel muss die Gerechtigkeit erkennen, die von Gott kommt. Das Neue Testament sagt hierzu: "Er rettete uns nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, ... sondern durch seine Gnade sind wir gerechtfertigt (Titus 3:4+7). "Jetzt aber ist ohne Gesetz Gerechtigkeit geoffenbart worden," heißt es im Römerbrief, "nämlich Gottes Gerechtigkeit durch den Glauben (3:20-28).

Abraham sah diese Gerechtigkeit (Römer 4:3)! Daniel sah sie (9:18) ... und nun sollen auch die Kinder Israels sie sehen!

Deshalb müssen alle Kräfte eingesetzt werden, damit dieser Dienst des Neuen Bundes in Israel ausgeführt werden kann.

Was veranlasst den Erzengel "zur Zeit des Abendopfers angeflogen zu kommen?" Weshalb setzt er sich so schnell in Bewegung? Was veranlasste ihn dazu seine breiten mächtigen Flügel auszubreiten, um in aller Eile ins chaldäische Reich zu fliegen, um den auf seinem Angesicht liegenden, betenden Mann an solch großen Offenbarungen teilnehmen zu lassen?

Auch auf diese Frage gibt es nur eine Antwort. Sie ist von einer solchen Art, dass man daraus entnehmen kann, dass jeder, der die gleiche Haltung einnimmt (wie Daniel) Himmel und Erde in Bewegung setzen kann!

Daniel hielt am Bund Gottes fest!

Er fastete, und das war gut - doch es war nicht aufgrund des Fastens, dass die mächtigen Engel eingriffen! Er bat inständig, und das war gut, doch war es auch nicht sein inständiges Flehen, das die Offenbarung auslöste. Er bekannte seine Sünden, doch brachte sein Sündenbekenntnis allein auch nicht den Himmel auf Erden.

Was war denn der Auslöser für die im Himmel entstandene Bewegung, die dazu führte, dass die Siegel von den bis dahin verschlossenen Büchern entfernt wurden?

Meine Antwort lautet: Daniel hielt fest an Gottes Bund!

Dies - und nichts anderes - braucht Israel heute am meisten. Keine Hilfe, kein Trost, keine Wohltaten oder Unterstützung, kein finanzieller Einsatz, politische Hilfe oder Fürsorge kann sich an dem was wirklich wichtig und entscheidend ist, messen: nämlich
Das Festhalten am Bund Gottes!

Dabei meine ich nicht den Alten Bund, der ihnen durch Mose gegeben wurde. Nein, es ist hier vom Neuen Bund die Rede, den Jeremia mit folgenden Worten beschreibt: "Siehe, Tage kommen, spricht der Herr, da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen Neuen Bund" (31:31).

Dass es dabei nicht um den Bund geht, den Gott mit dem Volk Israel durch seinen Diener Mose geschlossen hat, geht aus nachfolgendem hervor: ..." nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand fasste, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen, - diesen meinen Bund haben sie gebrochen (Vers 32)

Als Daniel sich an Gott wendet, nachdem er entdeckt hat, dass das 70 Jahre dauernde Exil sich seinem Ende zuneigt, ruft er aus: "Ach Herr, du großer und furchtbarer Gott, der Bund und Güte denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten... (9:5) Dies ist der Neue Bund, der nicht auf menschlichen Werken beruht, sondern ausschließlich auf Gottes Gnade.