Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-05-25

Siegel Journal Nr. 4

ES IST EINE LÜGE
daran zu glauben, dass ein "friedliches Zusammenleben möglich ist!

Als der Zugang zum Tempelplatz in Jerusalem noch offen war, spazierte ich eines Tages über den Platz, den die Muslime nun vollständig übernommen haben. Hier drückte mir ein Araber ein Traktat in die Hand, auf dem geschrieben stand, dass der jüdische Tempel niemals auf diesem Platz gestanden habe. Es ist das Gebiet, das der König David gesetzmäßig und in aller Öffentlichkeit von einem Jebusiten gekauft hatte, der sogenannte Mooriah-Berg, auf dem Abraham der Bibel zufolge seinen Sohn Isaak opfern wollte. Der Ort, dessen ganzer archäologischer Untergrund die Existenz des damaligen salomonischen Tempels beweist. Auf dem Papier, das mir ausgehändigt wurde, sollte genau dieser Platz muslimisches Eigentum sein. "Hier hat niemals ein jüdischer Tempel gestanden," hieß es. Eine solche Erklärung ist mild gesagt unwahrhaftig! Sie ist eine Lüge!

In dieser Journalserie versuche ich den künftigen Angriff Europas und des Westens auf Jerusalem unter die Lupe zu nehmen ohne mich jedoch dieses Mal eng an der Bibel zu orientieren. Ich möchte in diesem Journal kurz auf den Kern des Problems eingehen und aufzeigen, welcher der wahre Streitapfel in Zukunft sein wird. Im kommenden Konflikt wird es einzig und allein um den Tempelplatz in Jerusalem gehen. Die westlichen Regierungschefs haben sich entschieden, an die Behauptung der Araber zu glauben, "die heiligen Stätten" würden respektiert. Dadurch meinen sie, sei eine friedliche Co-Existenz gesichert. Doch sie täuschen sich. Diese Behauptung ist unwahr! Sie ist eine Lüge!

Darauf möchte ich ein wenig näher eingehen: Die Verantwortlichen sagen, dass "sollte Jerusalem zweigeteilt werden, so würden beide Teile friedlich zusammenleben. Ich wiederhole: Dies ist eine große Lüge!

Sie sagen, dass dies ihr Traum sei. Doch Träume spiegeln nicht immer das wirkliche Leben wieder. Die barsche Wirklichkeit sieht nämlich oft anders aus. Sie lässt alle süßen Träume wie Luftblasen zerplatzen. Das Wunschdenken der Politiker, dass Jerusalem geteilt und doch eine harmonische Einheit verbleiben kann, baut auf falschen Hoffnungen auf. Es ist eine Lüge!

In einer Predigt, die vor einiger Zeit in der El Aksa Moschee gehalten wurde, erklärte der verkündende Mufti (das palästinische Radio übertrug die Predigt) dass der Völkerbund eine Erklärung abgegeben hätte, die die "Burak-Mauer als arabische Domäne bezeichnete. Es war ihm nicht möglich das Wort Klagemauer oder Westmauer anzuwenden, da aufgrund des geltenden islamischen Gesetzes (der Independant Media Review und Analysis, IMRA, zufolge) den jüdischen Betern erlaubt werden kann "mit dem Angesicht in Richtung der Mauer zu beten ohne sie jedoch zu berühren. Deshalb müssten sie einen Abstand von 2 Metern einhalten!" Kann man wirklich allen Ernstes behaupten, dass es sich dabei um eine friedliche Co-Existenz handelt? Dies ist weit von der Wahrheit entfernt. Um es geradeaus zu sagen: Es ist eine Lüge!

Sich vorzustellen, dass die palästinensische Führung ihre Meinung ändern und den Tempelplatz als einen heiligen Ort für Juden sowie Christen betrachten würde, an dem beide vollen Zutritt hätten, heißt an eine Lüge zu glauben. Die palästinensische Verfassung führt im Artikel 6 klar an, dass der Islam die offizielle Religion des Staates sei und Artikel 7 erklärt, dass bei den o.g. Aussagen die islamischen Prinzipien als einzig gültige Quelle zu gelten habe. Wenn es daher z.B. im Artikel 32 heißt, dass alle Palästinenser das Recht haben "heimzukehren" und hinzugefügt wird, dass "dieser Entschluss unabänderlich sei, so ist dies die allgemeine Haltung im Hinblick auf alle in der Konstitution aufgestellten Forderungen. Deshalb kann man mit Recht erwarten, dass in dem Augenblick, in dem der endgültige Status im Hinblick auf "Souveränität der Palästinenser über den Tempelplatz (wie im Genfer Abkommen vorgeschlagen) gewährleistet ist, ein Eisengitter vor der Tempelmauer errichtet wird mit einem muslimischen Wachtposten davor, sodass kein Jude seinen kleinen Gebetszettel mehr in die Mauerritzen stecken kann. Dann wird es auch kein Christ mehr wagen, seine Hand an die Mauer zu legen, die zum Tempelplatz führt, auf dem Jesus "umherging und das Volk lehrte" und wo sich die ersten seiner Nachfolger im salomonischen Säulengang versammelten. Europa und die westliche Welt stehen dem Vorschlag der Genfer Initiative positiv gegenüber. Die Verantwortlichen glauben, dass sie dadurch die Grundlage zu einer friedlichen Co-Existenz schaffen. Doch sie täuschen sich; es ist eine Lüge!