Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-05-23

Siegel Journal Nr. 2

DIE MÄCHTIGEN NACHTGLOCKEN
... ertönen weit über Stadt und Land

Die westlichen Regierungschefs und viele der Gläubigen Europas und der USA leben in der verfänglichen Hoffnung, dass sie davonkommen werden, wenn sich die großen Richter der Erde erheben. Sie haben sich eingebildet, dass die Zeit des Zorns für andere bestimmt ist, und dass sie sich mit Sicherheit der neunschwänzigen Geißel entziehen können, die während des großen Entscheidungskampfes über allen Ländern der Welt wüten wird.

Deshalb nehmen sie gegenüber den von Gott gesandten Botschaftern eine hochmütige Haltung ein. Ohne an die Konsequenzen zu denken, steinigen sie Propheten, verleumden sie und werfen sie in die Grube ...

Bevor ich weitere Wahnschreiben aussende über den Terrorstaat, der sich langsam unter dem 12-Sternenbanner formiert, und bevor ich hier aus der Wüste die Engel anrufe, damit sie Nachtglocken über Stadt und Land ertönen lassen, so will ich die Warnung der Heiligen Schrift wiederholen: Israel muss sich bekehren, das gleiche gilt aber auch für die Nationen! Ja, jeder einzelne sollte aufmerksam zuhören, denn es heißt: "Kehrt doch um, jeder von seinem bösen Weg und von der Bosheit seiner Taten!" (Jeremia.25:5)

Bevor der unheilvolle Tag anbrach, an dem die babylonischen Sturmtruppen über Jerusalems Mauern in die Stadt eindrangen und der Tempel lichterloh brannte, hatte der Prophet Jeremia die Einwohner der Stadt und ihre Leiter vor der kommenden Katastrophe gewarnt. Der Prophet sagt selbst, dass er diese Aufgabe "volle 23 Jahre" ausgeführt habe (Jer. 25:3). "Und ich habe zu euch geredet, früh mich aufmachend und redend" erklärt er, "und der Herr hat alle seine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt, aber ihr habt nicht gehört!" (25:4) Dies ist der traurige Hintergrund des Unglücks, das Jerusalem getroffen hat.

Aus dem gleichen Grunde können wir davon ausgehen, dass Jeremias Gott heute auf die gleiche Art und Weise mit seinem Volk verfahren wird. "Geschieht ein Unglück in der Stadt, und der Herr hat es nicht bewirkt? ist die Frage des Propheten Amos und er fügt hinzu: "Der Herr, HERR tut nichts, es sei denn, dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, enthüllt hat." (3:6-7) Deshalb müssen auch heute in Israel prophetische Stimmen laut werden: "Kehrt doch um, jeder von seinem bösen Weg und von der Bosheit seiner Taten," rief Jeremia (25:5), "dann sollt ihr in dem Land, das der HERR euch und euren Vätern gegeben hat, wohnen für immer und ewig." Es besteht daher kein Zweifel, dass das Land dem jüdischen Volk gegeben worden ist! Das bedeutet aber nicht, dass das Volk im Lande wohnen bleiben darf. Diese Entscheidung wird jedoch weder von Politikern noch von ausländischen Regierungschefs abhängen, sondern einzig und allein vom Volk selbst! Sein Schicksal ist davon abhängig, ob sie umkehren oder nicht ...

Falls Israel heute wie damals "nicht hören will, muss es fühlen". Sollten die Verantwortlichen des Landes und seine Bewohner den von Gott gesandten Propheten den Rücken zukehren, so wird der Herr andere Völker "hinsenden", die das Land einnehmen (Vers 9). "Und ich lasse unter ihnen verloren gehen die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut, das Geräusch der Mühlen und das Licht der Lampe" (Vers 10).

Dies trifft nicht nur auf Israel zu, sondern auch auf die Nationen! Es gilt auch für Europa! "Denn siehe, bei der Stadt, über der mein Name ausgerufen ist, beginne ich Unheil zu wirken, und ihr, solltet ihr etwa ungestraft bleiben? (Vers 29).

Nur eins kann Europa und die westliche Welt vor dem Untergang retten: Umkehr! Wenn man erst damit beginnt, die Propheten zu verjagen, ist alle Hoffnung verloren.