Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-05-22

Siegel Journal Nr.1

EINE NEUE EPOCHE
... die im Wort Gottes angekündigt wird!

Mit diesem ersten ‚Siegel-Journal' beginne ich eine Serie an die Gläubigen Europas, die ihnen aufzeigen soll, wie sie Einsicht in die drohende Gefahr erlangen und ihr entgehen können. Ich schreibe diese Zeilen von meiner Wüstenstation aus, die sich in "der schrecklichen Wüste Zin" befindet, direkt gegenüber Bosra, das hinter den jordanischen Bergen liegt.

Ebenso wie der Prophet Daniel werden auch die Heiligen unserer Tage aus der einzig sicheren Quelle, dem Wort Gottes, Einsicht und Offenbarung schöpfen können! Der Prophet Jesaja erklärt, dass dieser ‚Weg der Offenbarung' durch die in der Bibel vorhergesagten Begebenheiten befahrbar gemacht wird. "Wer hat es von Anfang an verkündet," fragt der Prophet und fährt fort, "Wer hat es vorher geweissagt, dass wir sagen: Das ist recht!" (Jesaja 41:26) ... und genau wie es vorausgesagt ist, wird es geschehen! Die zukünftigen Ereignisse, die sich in Europa und der westlichen Welt anbahnen, können schon im voraus erkannt werden. Wenn sie dann eintreffen, werden selbst die Zweifler ausrufen: "Das Wort Gottes hatte recht! Das, was uns gesagt wurde, hat sich nun erfüllt!" Die Situation wird durch die Vorlage des neuen EU-Paktes verschärft.

Das Erkennen der Gefahr allein stellt jedoch keine endgültige Hilfe dar. Deshalb möchte ich auf den Schriftabschnitt in Daniels Buch zu sprechen kommen, der die Lösung anbietet und das Mittel gegen die zerstörerischen, antichristlichen Mächte aufzeigt. Denn was nützt es uns, wenn wir die Diagnose gestellt bekommen, dass der Tod unausweichlich ist, aber nicht gleichzeitig erfahren können, was zu tun ist, um Heilung zu erfahren.

Nach der unheilvollen Nacht, (über die Daniel ausführlich berichtet,) in der der babylonische König sich im Keller des Palastes an den heiligen Tempelgefäßen vergriff und Stunden später von den Soldaten Mediens ermordet dalag (5:30), setzte sich der König Darius auf den Thron. In seinem ersten Regierungsjahr stand Daniel eines Tages von seinem täglichen Bibellesen auf und begann Gott zu loben. Er war in der Schriftrolle des Propheten Jeremias auf einen ganz besonderen Punkt aufmerksam geworden, der von großer Wichtigkeit war. Es schien, als ob ihm ein Schleier von seinen Augen fiel und ein Siegel von der Heiligen Schrift entfernt würde. Daniel sah etwas, das ihm nie zuvor aufgefallen war. Genau in diesem Augenblick wurde ihm eine Offenbarung zuteil, die seine früheren Visionen und Träume bei weitem überstieg. Daniel begriff, dass ein entscheidender Abschnitt in Gottes Haushaltung mit Israel dem Ende zuging. Er erfasste das Ausmaß der Kraft, das sich nun in einer neuen Epoche entladen würde, und folgte der Eingebung seines Herzens, um Anteil an dem mächtigen Werk zu nehmen, das Gott unter seinem Volk und Land wirken wollte. Daniel sah von fern Jerusalem in strahlendem Licht!

Das Wort aus Jeremia, das ihm plötzlich so lebendig erschien, lautet folgendermaßen: "Und dieses ganze Land wird zur Trümmerstätte, zur Wüste werden, und diese Nationen werden dem König von Babel dienen 70 Jahre lang" (25:11).

Als der alternde Daniel sich dieses prophetischen Wortes bewusst wurde, erhob er sich und pries Gott. Er hatte erlebt, dass der Tempel in Jerusalem in Flammen aufgegangen war. Danach war er in die Gefangenschaft nach Babylon geführt worden. Und nun fehlten nur noch einige Jahre bis zur Vollendung der 70 Jahre (516 v. Chr.). Genau in dieser Zeit wurde der zweite Tempel eingeweiht und 60.000 Juden kehrten nach Jerusalem zurück. Eine neue Epoche mit dem Segen Gottes stand vor der Tür.

Gleichermaßen will die Heilige Schrift in unserer Zeit einen neuen Zeitabschnitt in der Geschichte Israels und der Welt ankündigen. Wir brauchen keine wunderwirkenden Männer mit besonderen Visionen aufzusuchen, oder nach spektakulären Lichtoffenbarungen Ausschau zu halten. Das Wort Gottes mit seinen unfehlbaren und klaren Zukunftsdeutungen wird sich - sie dies z.Zt. Daniels der Fall war - nun auch seinen Dienern und seinem Volk gegenüber öffnen.