Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-12-22

„SCHWARZ AUF WEISS" – JOURNALE
Nr. 6

DAS ERZWUNGENE SCHWEIGEN
… Die Haltung der EU-Konstitution gegenüber Europa

„Sie sind ohne Entschuldigung!" So lautet der Urteilsspruch über die 25 Regierungschefs, die in einem verhängnisvollen Augenblick geistiger Umnachtung im Namen ihrer Völker eine Verfassung annahmen, die in ihrem ganzen Auftreten Gott den Rücken kehrt! Damit ist das erste Glied in der Kette geschmiedet, das der Apostel in seiner Einleitung zum Brief an die Römer wie folgt beschreibt: „Denn es wird offenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten" (1:18).

Das verbissene Schweigen, das herrscht, wenn es darum geht, sich für das Europa anvertraute geistliche Erbe dankbar zu erweisen, ist ein deutlicher Beweis dafür, dass „die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niedergehalten wird". Hiermit hat ein sorgenvoller Prozess begonnen. Die finstersten Wimpel wehen im Wind, und die Unglücksraben krähen auf dem Dach. Die Zeit ist gekommen, in der sich die Christen Europas gemeinsam und in Autorität jeglicher Verantwortung in Bezug auf die Konsequenzen entziehen müssen, die mit gesetzmäßiger Sicherheit im Kielwasser des neuen EU-Grundgesetzes folgen werden!

Die Kettenreaktion, die ich vor einiger Zeit eingehend beschrieben habe, sehen wir nun vor unseren eigenen Augen! Mit Entsetzen müssen wir zuschauen, wie ein Glied nach dem anderen an die schwere, verwitterte Kette angefügt wird. Der aus ihr hervorgehende finstere Zeitgeist ist nun deutlich in der europäischen Zivilisation zu erkennen.

Wie sieht diese Kette aus? Woraus bestehen ihre verschiedenen verrosteten und zusammen geschmiedeten Glieder?

Der Name dieser Kette ist: „Die Umtauschkette". Diejenigen, die damit gebunden werden, werden zum Richtplatz geführt! Den Gefangenen graut vor den Gefängnisketten, weil sich keiner von ihnen befreien kann. Ihr eisernes Schloss ist mit einem Stahlband und Geheimzahlen gesichert, und kein Sterblicher kann ihre Schlösser aufbrechen. Diejenigen, die mit sich mit „der Umtauschkette" fesseln gelassen haben, sind auf dem Weg zum ewigen Gefängnisloch, aus dem kein Mensch lebend herauskommt…

Diesen Elenden sagt Jesus: „Komm deinem Gegner schnell entgegen, während du mit ihm auf dem Weg bist; damit nicht etwa der Gegner dich dem Richter überliefert und der Richter dich dem Diener überliefert und du ins Gefängnis geworfen wirst. Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast"! (Matth. 5:25-26).

Das erste rostrote Glied dieser „Umtauschkette" nennt sich: „Sie haben keine Entschuldigung!" (Röm. 1:20).

Die Kette wurde durch eine Reihe Missstände und Ereignisse zusammengeschmiedet, aus denen die schwere Eisenkette sich zusammensetzt, die die Unglücklichen gefangen hält. Wenn der Apostel ausruft: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht" (Röm. 1:16) – dann liegt gerade in diesem tiefen Bekenntnis ein warnender Ruf! Worüber schämen sich Europas führende Männer eigentlich? Warum haben sie so energisch daran gearbeitet, jegliche Spur des Glaubens an den lebendigen Gott aus der Verfassung zu entfernen? Warum wollen sie, dass die europäischen Völker und Nationen dazu ein Ja finden? Sind sie sich nicht darüber im Klaren, dass „das Evangelium eine Kraft Gottes zum Heil für jeden Glaubenden ist, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen? (Vers 16) Was für ein Motiv steht dahinter? Warum wollen sie diesen Weg versperren, der Millionen Menschen zum Segen geworden ist, und dem letztlich Europa seine Entwicklung und seinen Fortschritt zu verdanken hat? Die 25 Staatschefs sind deshalb in dieser Sache ohne Entschuldigung… Das wird sich bald zeigen, wenn dunkle Wolken am Himmel heraufziehen und Unheil verkünden!