Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-12-21

„SCHWARZ AUF WEISS" – JOURNALE
Nr. 5

VOLKSERZIEHUNG
… ein EU-Staat, der sich in alles einmischt!

Nachdem der britischen Historiker Anthony Beever ein Auge auf die neue EU-Verfassung geworfen hatte, rief er aus: „Bürokratiedynamik". Ein Ausdruck, den man nur selten oder gar nicht hört; deshalb erfordert er eine Erklärung. Er ist der Inbegriff des Entsetzens für alle Völker: Bürokratie. Und noch schlimmer: Eine Bürokratie, die von innen aufrechterhalten wird. Das heißt: ein System, das sich in alles einmischt, und das sich Zeit nimmt, eine Sache zu untersuchen! Europa hat bereits eine unheimliche Vorahnung darüber, dass Brüssel seine Nase in alles reinstecken will. Ein freier Staat jedoch lebt von Voraussetzungen, für die er vorher keine Garantien abgeben kann! Doch die EU will in allen Lebensbereichen des Bürgers ein Wort mitzureden haben! Der neue Staat will die Werte seiner Untergebenen bestimmen. Ja, sie will durch „zweckmäßige Maßnahmen" (wie schauderhaft!) diejenigen bekämpfen, die andere Werte haben und aus diesem Grund die bereits vorgegebenen Lebensregeln anfechten könnten! Der EU-Staat ist der neuen Verfassung zufolge ein Institut zur Volkserziehung geworden, und wohlgemerkt, ein Institut mit einer knallharten Disziplin, wo man von Seiten der Obrigkeit gezielt den Namen des Herrn weglässt. Eine Zuchtmeisterschule, die eine neue Art Gehorsam fordert.

Durch das Unterschreiben der neuen EU-Verfassung akzeptieren die einzelnen Länder, dass sie zukünftig einem neuen souveränen System untergeordnet sind! Dadurch nehmen sie in Kauf, dass Brüssel das überlegene Haupt aller Mitgliedsstaaten ist, und obwohl die eigentliche Regierung erst schattenhaft zu erkennen ist, verbleibt die Tatsache, dass die EU mit der Verfassung in der Hand als ein totalitärer Staat auftreten kann, denn sie besitzt die notwendigen Mittel, um ihre Gegner zu bekämpfen!

Die so genannten „Kompetenzen" werden bei der Verabschiedung der Verfassung die Zentralregierung stärken, doch kein Mensch kann anhand des Verfassungstextes aufzeigen, wohin diese totale Machtübertragung führt (und wo sie endet). Der Wunsch nach einer handlungskräftigen Union hat gesiegt! Das heißt jedoch, dass diese Handlungskraft den bei der Obrigkeit unbeliebten Christen teuer zu stehen kommen kann! Die unbeugsame Haltung in Bezug auf die Anerkennung des europäischen, christlichen Erbes muss als böses Vorzeichen angesehen werden. Dort, wo die Gläubigen vorher von der nationalen Gesetzgebung geschützt waren, gibt die Verfassung der Union den Vorrang vor der Rechtsauffassung der Mitgliedsstaaten. Dies gilt für alles, angefangen bei der Außenpolitik bis hin zum Mindestlohn, von der „sozialen Gerechtigkeit" bis zum Schutz der Sportler. Dort, wo die Union zukünftig zuschlagen will, kann sie es tun. Und sie wird es tun! Wenn erst einmal die endgültige Machtübertragung stattgefunden hat, wird es mit dem Frieden und der Freiheit der Gläubigen vorbei sein. Die Schlüsselbünde der Gefängniszellen rasseln bereits. Die Namen der ersten, die hinter Schloss und Riegel müssen, sind bereits notiert, denn der EU-Haftbefehl liegt bereits vor…

Man muss sich wirklich fragen, wie es sein kann, dass Staaten mit geschlossenen Augen ihre Macht und Selbständigkeit einem Ungeheuer übertragen? Wie kann Europa so tief fallen?

Die aus der Offenbarung entnommene Antwort, die im bereits erwähnten Textabschnitt zu finden ist, wird die meisten verblüffen. Der Apostel erklärt, dass „Gott in ihre Herzen gegeben hat, seinen Sinn zu tun und in einem Sinn zu handeln". Sie sind also gar nicht selbst auf die Idee gekommen! Es ist keine Unterwerfung, die sie selbst gewählt haben. Nein, der Allmächtige, dessen Name die Regierenden nicht einmal in den Mund nehmen wollen, und dessen Schöpfermacht sie ganz offensichtlich verschmähen, „hat dies in ihre Herzen gegeben… in einem Sinn zu handeln und ihr Königreich dem Tier zu geben" (17:17).

Das Prinzip tritt scharf und deutlich in der neuen Verfassung hervor. Nach jahrelangen Verhandlungen sind sich die 25 Regierungshäupter einig geworden! Sie starren einander verwundert an und fragen sich, wie dies nur möglich ist. Die Bibel antwortet, dass Gott sie miteinander vereint hat. Vergnügt folgern sie daraus, dass, wenn Gott sie eins gemacht hat, dann doch wohl nur zu ihren eigenen Gunsten? Der Apostel klärt darüber auf, dass dies bei weitem nicht der Fall ist, denn „Gott hat ihnen gegeben in einem Sinn zu handeln", weil Er euch einem System übergeben, das euch in den Untergang führen wird; ER wird euch dem Tier übergeben! Ihr werdet den Krallen des Teufels anheim fallen! Damit ist euer Schicksal besiegelt…