Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-12-20

„SCHWARZ AUF WEISS" – JOURNALE
Nr. 4

DER ZUCHTMEISTER DER VÖLKER
… den die Staatsoberhäupter für blind und taub erachten!

In einem der früheren Journale habe ich erwähnt, dass der dänische Grundgesetzverfasser, Bischof D. G. Monrad sich wie folgt äußerte: Diejenigen, die eine Konstitution ins Leben rufen wollen, sollten sich gut „im geistlichen Reich auskennen"!

Das kann nicht von den Männern gesagt werden, die die neue EU-Verfassung niedergeschrieben haben! Wären sie „im geistlichen Reich wohl bewandert gewesen" hätten sie Gott gefürchtet und seinem Namen in Rede und Schrift Ehre gegeben! Würden sie die geistlichen Gesetze im Reiche Gottes kennen, könnten sie begreifen, dass der von ihnen an den Tag gelegte Hochmut, der sie dazu veranlasst hat, den Namen Gottes aus der EU-Verfassung zu streichen, unweigerlich ins Verderben führen muss!

Möglicherweise sind diese Männer politische Experten, in der geistlichen Welt jedoch sind sie wie unerfahrene Kinder. Sie begreifen nicht, was es bedeutet, in die Hände des Zuchtmeisters aller Völker zu fallen…

Was geschieht, wenn 25 Länder einstimmig ein Grundgesetz verabschieden, in dem „sie weder Gott ehren noch ihm danken" (Römer 1:21)?

Der Psalmendichter erklärt, was er in dieser Sache zu sagen hat. „Sie sagen: Der Herr sieht es nicht, und der Gott Jakobs achtet es nicht!" (94:7) Danach wendet er sich an die, „die Freches reden" und die das Volk Gottes bedrücken und sagt: Habt Einsicht, ihr Unvernünftigen unter dem Volk! Ihr Toren, wann werdet ihr verständig werden? (Vers 8)

Die 25 europäischen Staatsoberhäupter, die diesen Verfassungstext mit Begeisterung unterschrieben haben, sollten der nachfolgenden Argumentation der Bibel Gehör schenken! Diejenigen, die glauben, dass Gott blind und taub ist, und deshalb damit rechnen, niemals für die wahrhaft gottlose Schrift zur Rechenschaft gezogen zu werden, (unter die sie nun ihren Namen gesetzt haben), sollten einmal in Ruhe den Abschnitt lesen, in dem sie zurechtgewiesen werden. Darin heißt es nämlich: Der das Ohr gestaltet hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gebildet hat, sollte der nicht sehen? Der die Nationen züchtigt, sollte der nicht strafen? Er, der Erkenntnis lehrt den Menschen? (Psalm 94:9-10).

Ohne auf das Wunder des menschlichen Ohres näher einzugehen, und ohne das Mysterium des menschlichen Auges beschreiben zu können, so ist der hier angeführte Gedanke allein so einleuchtend, dass ein jeder sich davor beugen muss; selbstverständlich kann Der, der das Ohr geschaffen hat, selber hören, und natürlich kann Der, der das Auge gebildet hat, selber sehen!

Deshalb – und das ist ja die erklärte Absicht des Psalmisten – müssen die 25 Männer, die ihre Namen unter die neue EU-Verfassung gesetzt haben, sich bewusst sein, dass „der Zuchtmeister der Völker sowohl ihre Reden hört als auch auf ihre Handlungen achtet.

Die im Jahre 1776 von über 50 amerikanischen Politikern unterschriebene Unabhängigkeitserklärung wendet sich in Ehrfurcht an den „Richter der Welt" (Psalm 94:2). Mit gebeugtem Haupt erklärten sie: „Wir legen diese Schrift vor Dein heiliges Angesicht!" Doch die Verfasser des EU-Grundgesetzes scheinen weder Gott noch Menschen zu fürchten.

Jesus erzählt: „Es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht fürchtete". Über ihn sagt ER: „Hört, was der ungerechte Richter sagt…" (Lukas 18:2-6).

Das gleiche sagt ER über die Verfasser dieses neuen Grundgesetzes: sie sind „ungerecht".