Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-12-19

„SCHWARZ AUF WEISS" – JOURNALE
Nr. 3

DIE ZEHN KÖNIGE
… die den Hass des „Tieres" gegen die Christen teilen

Die EU wird in ihrem politischen Manifest durch zwei sorgfältig zusammengekoppelte Tendenzen gekennzeichnet. In der einen wird durch die vorliegende Verfassung die Macht der Obrigkeit in Brüssel gestärkt, weil sie überall eingreifen kann, wo sie es für notwendig befindet. Dadurch wird die Souveränität langsam aber sicher einem Oberhaupt übergeben, „das sich widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder ein Gegenstand der Verehrung ist" (2. Thess. 2:4). Die andere Tendenz läuft darauf hinaus, dass man sich jeglicher Kontrolle entzieht und so leicht Machtmissbrauch betrieben werden kann. Dadurch wird eine Regierung geschaffen, die sich über die Völker „erhebt" und sich von den Völkern entfernt, über die sie herrschen will.

Der Hintergrund dessen, dass Gottes Namen und die christlichen Werte in der neuen EU-Verfassung nicht genannt werden dürfen, ist nicht allein der Wunsch, Politik und Religion zu trennen; es ist die Vorbereitung auf die Ankunft jener Person, die sich nicht nur „über alles erheben will, was Gott heißt", sondern sich letztendlich „in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott ausgibt"! (2. Thess. 2:4). Das heißt, dass es sich dabei um eine antichristliche und Israelfeindliche Macht handelt, die den Tempel in Jerusalem schändet.

Die vorliegende EU-Verfassung wird den neuen Machthabern Europas eine Waffe in die Hand geben, die sie dazu gebrauchen, den von Gott Auserwählten nachzujagen, welche sich IHM und ihrem Ruf gegenüber treu erweisen möchten…

Es wird gesagt, dass der verstorbene Präsident Ronald Reagan folgenden Satz verlauten ließ: Wir sind eine Nation, die sich selbst eine Regierung gegeben hat". Mit der neuen EU-Konstitution wird die Sache auf den Kopf gestellt. Da wird es eine EU-Regierung geben, die sich selbst eine Nation als Geschenk wünscht. Oder um es mit den Worten aus der Tageszeitung „Die Welt" zu sagen: Die EU ist eine Regierung, der ein Reich fehlt! Sie hat keine Nation, durch die sie sich legitimieren könnte" (9. Juli 2004). Dadurch ist eine demokratische Fehlkonstruktion entstanden. Bis jetzt sind die Völker im Hinblick auf das zu unterschreibende Stück Papier nicht um Rat gefragt worden. Eine Beamtenschar ohne Reich hat die Position von Königen und Magnaten eingenommen. Diese hat den Namen des Allmächtigen aus der vorliegenden Verfassung entfernt haben und nicht die Bürger der einzelnen Staaten.

Ohne behaupten zu wollen, dass die gegenwärtige Situation im direkten Zusammenhang mit der letzten Erfüllung des Prophetenwortes in der Offenbarung steht (weil die Zeit dafür noch nicht gekommen ist), stelle ich dennoch fest, dass das Prinzip in dieser neutestamentlichen Prophetie schon heute wirksam ist. Die Worte der Offenbarung lauten wie folgt: „Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, sind zehn Könige, die noch kein Königreich empfangen haben" (17:12).

Geschlechter vor uns müssen sich über eine solche Aussage gewundert haben: Zehn Könige, die noch kein Königreich empfangen haben", und einige haben sicher den Kopf geschüttelt. In ihrer Zeit und ihrer Gesellschaftsordnung wäre etwas Derartiges unbegreiflich. Wie war es möglich über Könige zu sprechen, die „noch kein Königreich hatten". Vielleicht kann von Königen die Rede sein, die kein Reich mehr haben, doch Monarchen, die „noch kein Reich haben", das ist eine ganz andere Sache. Sollte dies das Prinzip hinter den Machthabern sein, die nun in Brüssel herrschen, und die mit der neuen Konstitution beabsichtigen, ein Reich zu schaffen, über das sie vollständig herrschen können, so ist es wichtig, dass die Gläubigen Europas auf das antichristliche Kennzeichen achten, das die Schrift in Bezug auf die „Könige ohne Reich" anführt. Es wird von ihnen gesagt, „dass sie mit dem Tier kurze Zeit Macht empfangen" (Offenbarung 17:12) und „dass sie mit dem Lamm Krieg führen werden… und die mit ihm sind, sind Berufene und Auserwählte und Treue" (Vers 14).

Deshalb besteht kein Zweifel! Zu irgendeinem Zeitpunkt wird es solche Machthaber geben, denen ein Reich fehlt. Sie werden Inhaber von zehn gewaltigen Ämtern sein, die dann „das Reich mit dem Tier teilen" (Vers 12). Ja, sie werden (wie die Schrift vorhersagt)..."eines Sinnes sein und ihre Kraft und Macht dem Tier geben" (Vers 13). Diese werden eine Großoffensive gegen die Gläubigen starten. Sie sind die erklärten Feinde des Gotteslammes; zu Anfang werden sie kaum religiöse Menschen im Allgemeinen angreifen, sondern eher „die Berufenen, Auserwählten und Treuen". Die totalitäre Macht, die sich an der Spitze der EU-Pyramide konzentriert, zeigt bereits vor Unterschriftsunterzeichnung ihr hasserfülltes Gesicht. Wenn erst die letzte Unterschrift unter das Todesdokument gesetzt worden ist, wird die Hölle losbrechen. Ein Wildtier wird sich erheben, und zehn Könige werden diesem Ungetüm ihre (keinem Land und Volk zugehörigen) Kronen zu Füßen legen. Dann wird der Kampf gegen das Lamm in seine letzte Phase treten…