Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-11-18

"RECHENSCHAFTS"-JOURNAL
Nr. 4

SCHUSSSICHERES GLAS
… nur ein Glaubensvolk kann Versöhnung bringen!

Als ich bei meinem Versuch, einem jungen palästinensischen Christen bei seiner Reise von Bethlehem ins israelische "Kernland" behilflich zu sein, (um ihm die Möglichkeit zu geben, an unserer geplanten Wüstenexpedition teilzunehmen), seine Papiere am Checkpoint im Baraka Tal abliefern musste, wurde mir über einen Lautsprecher befohlen, langsam näher zu kommen. Bei einer speziellen Eisentür musste ich meine Dokumentenmappe auf den Boden stellen. Danach wurde ich wieder über Lautsprecher bis zu einer schusssicheren Fensterscheibe weitergeleitet, wo ein junger israelischer Soldat - mit einer Absperrung von einem halben Meter zwischen uns - über einen anderen Lautsprecher mich um meine Papiere bat. Alles zeugte von der erforderlichen Sicherheit, dem Hass und der Furcht zwischen diesen zwei Bevölkerungsgruppen.

Wenn sich nun mitten in diesem unversöhnlichen Kampf ums Land eine dritte Gruppe bescheiden zu Wort meldet und erklärt, dass die dem Abraham gegebene Verheißung jedem Juden sowie Nichtjuden gilt, der diese im Glauben annimmt, so könnte diese Aussage die Feindschaft noch verstärken. Es scheint jedoch keinen anderen Ausweg aus der gegenwärtigen Tragödie zu geben. Ein solcher Versöhnungsdienst muss stattfinden; er hat bereits begonnen!

Diejenigen, die die Notwendigkeit dieses Dienstes erkennen, sollten sich bei: www.YES-to-GOD.com melden.

Die Schriftstelle: "Wenn nämlich die vom Gesetz (womit in der Hauptsache Juden gemeint sind) Erben sind, so ist der Glaube zunichte gemacht und die Verheißung aufgehoben" (Vers 14) könnte als die provokativste Aussage des Neuen Testamentes angesehen werden. Es wird hier im Grunde genommen erklärt, dass Gottes leidgeprüftes und hochgeschätztes Volk, die Juden, keine Alleinerben sind. Ja, es wird deutlich gesagt, dass die "die vom Gesetz sind" bei der Frage bezüglich des Erbteils gar nicht in Betracht gezogen werden. So furchtbar es auch klingen mag, aus diesem Schriftabschnitt geht hervor, dass die "die vom Gesetz sind" (und hier kann nur die Rede sein von den vielen Juden, die mit Eifer das mosaische Gesetz als letzte und größte Gottesoffenbarung ansehen) von der Liste der rechtmäßigen Erben des verheißenen Landes gestrichen worden sind. Ja, es wird betont, dass falls diejenigen der Kinder Israels, die mit großem Pflichteifer an den Schriftgeboten als dem einzigen Weg zur Errettung festhalten, als Erben des Heiligen Landes in Betracht kämen, "dann die Verheißung (Gottes Verheißung an Abraham) "zunichte gemacht wäre".

Ich bin der Überzeugung, dass gerade heute, wo so viele unrechtmäßige Forderungen an das "Land der Juden" gestellt werden (Apostelgeschichte 10:39) und Fremde durch Gewaltanwendung versuchen, Gebiete des Heiligen Landes an sich zu reißen, das Land nur denjenigen übertragen werden kann, die an Gottes Verheißung glauben. "Denn wir sagen", erklärt Paulus, "dass der Glaube dem Abraham zur Gerechtigkeit gerechnet worden ist". Und er fährt fort: "Wie wurde er ihm denn zugerechnet? Als er beschnitten oder unbeschnitten war? Der Apostel beantwortet selbst diese Frage: "Abraham erhielt die Verheißung des Landes und wurde als rechtmäßiger Erbe eingesetzt, als er noch ein unbeschnittener Heide war!" (Römer 4:9-16).

Der Apostel beendet seine Rede, indem er klarstellt, dass das Land denen gegeben wird, "die glauben, ohne "am Fleisch beschnitten zu sein (d.h. Jude zu sein) und die nicht allein als Juden beschnitten sind, sondern auch in den Fußspuren des Glaubens wandern, den Abraham hatte, als er noch ein unbeschnittener Heide war". Diese Beiden zusammen sind die rechtmäßigen Erben des Landes! (Römer 4:11-12).

(Es werden weiterhin Übersetzer für diese Tagesjournale gesucht).