Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-09-22

"NEIN" JOURNAL
Nr. 5

DER SCHLÜSSEL ZUR BEFREIUNG
… liegt in den Händen der Gläubigen Europas!

Es liegt viel mehr in den Worten des Apostel Paulus in Bezug auf seinen besonderen Dienst gegenüber den Heiden als man im allgemeinen annimmt; die Christen Europas stehen heute im besonderen Maße vor einer großen Herausforderung. In dieser dunklen Zeit, in der das neue EU-Grundgesetz auf dem Tisch liegt, sollten die Gläubigen nach einer Lösung des Problems suchen.

"Denn ich sage euch, den Nationen: Insofern ich nun der Nationen Apostel bin, bringe ich meinen Dienst zu Ehren, ob ich auf irgendeine Weise sie, die mein Fleisch sind, zur Eifersucht reizen und einige von ihnen erretten möge" (Römer 11:13-14).

Das heißt: Es liegt Paulus am Herzen, dass einige seiner jüdischen Landsleute gerettet werden. Im gleichen Atemzug sagt er, sobald dies geschieht, wird es zu einer geistlichen Erweckung kommen. "Was wird ihre Annahme anders sein als Leben aus den Toten", sagt Paulus im Römerbrief 11:15. Eine solche Erweckung ist im Europa von heute vonnöten. Doch das bedeutet auch, dass der Apostel das Geheimnis lüftet, nämlich dass der Weg zur Errettung Israels über die Heiden (Nichtjuden) führt. Sie fällt nicht wie eine ‚vorbereitete' Offenbarung vom Himmel. Nein, 2000 Jahre lang hat der Gott Israels den
Messias der Juden in das Herz der Heiden gepflanzt, und nun ist der große Augenblick gekommen, diese Herrlichkeit zurückzubringen. Wenn dieses Erbe nun keine Aufnahme in der neuen Verfassung finden kann, so wird die Zeit der Heiden bald ein Ende haben und der kostbare Schatz muss nach Jerusalem zurückgebracht werden.

Dies möchte ich ein wenig näher erläutern.

Eine große Herausforderung für die Christen der heutigen Zeit ist es, dass ihnen bewusst wird, welche Verantwortung sie Israel gegenüber haben. Das große Geheimnis, auf das der Apostel Paulus in seinen Briefen immer wieder hinweist, zeigt uns, dass er sich unaufhörlich berufen fühlt, die Offenbarung über die Mitteilhaberschaft der Heiden an der Messiasverkündigung gegenüber seinem jüdischen Volk für jedermann deutlich werden zu lassen" (Epheser 3:6 +9).

So lange diese besondere Berufung und Erwählung den Christen aus den Nationen verborgen bleibt, werden sowohl ihre eigenen Länder als auch Jerusalem im Dunkeln liegen. Die Heilige Stadt wird dann weiter (wie das NT es ausdrückt:) "mit seinen Kindern in der Sklaverei sein" (Galater 4:25)

Nur wenige wissen, dass der Schlüssel zur Befreiung aus dieser Knechtschaft in den Händen der Christen liegt. Sie sind ausersehen, um die Freudenbotschaft nach Jerusalem zu bringen. Es sind die Gläubigen der Nationen (abgesehen von den eigenen messianischen Juden des Landes), die als Einzige das Geheimnis kennen, das Jerusalem Befreiung schenken kann. Darüber sagt der Apostel u.a.: … Der Gemeinde Diener bin ich geworden nach der Verwaltung Gottes, die mir im Blick auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden". Danach fährt Paulus fort und sagt: "Das Geheimnis, das von den Weltzeiten und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen offenbart worden ist. Ihnen wollte Gott zu erkennen geben, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen sei, und das ist: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit" (Kolosser 1:25-26).

Was Paulus damit wirklich sagen will, ist, dass "der Messias unter den Heiden zu finden ist". Wenn er den großen Reichtum betont, der "unter den Heiden" zu finden ist, und dazu erklärt, dass es der "Messias in euch" (den Heiden) ist, kann dies kaum deutlicher gesagt werden.

Es ist klar, dass solche Darlegungen einen gewaltigen Widerstand erzeugt haben, und weiterhin Proteste von jüdischer Seite zu erwarten sind, denn sie werden eine solche Erklärung nicht dulden können. Selbst wenn es sich zeigt, dass es mehr als nur eine Erklärung ist, ja, dass es sich letztlich um die Vorgehensweise des Gottes Israels handelt, dann wird der Zorn und die Erregung lichterloh entflammen.

Über diesen - für viele unbekannten - Umstand schreibt der Apostel, wenn er erklärt: Durch den Fall (der Juden) ist den Nationen das Heil geworden, um sie (die Juden) zur Eifersucht zu reizen (Römer 11:11).

Dies kann kaum deutlicher gesagt werden. Gottes Vorgehensweise ist, Israel zu zeigen, dass der Messias zu den Heidennationen gekommen ist, und dass die Gläubigen aus den Nationen nun den Messias in ihrem Herzen und Leben haben. Dies und nichts anderes liegt in dem Ausdruck: "Christus in Euch, die Hoffnung der Herrlichkeit" (Kol. 1:26). Wenn diese Herrlichkeit im Leben der Gläubigen aus den Nationen anfängt zu erstrahlen, dann ist die Zeit gekommen, nach Israel zu gehen, um mit ihrem Leben, Dienst und Worten Jesus als den Messias und König der Juden zu bezeugen!