Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-10-04

THEMA: MITVERANTWORTUNG
Journal Nr. 3

DER VERTRAG
... den man sich näher anschauen sollte!

Die Gläubigen Europas kommen in ihrem letzten Einsatz für das Reich Gottes nicht voran, wenn ihnen nicht klar wird, wem Gott das himmlische Erbe ausbezahlen will. Es ist für die Christen in den Nationen nun von ganz entscheidender Bedeutung, den Inhalt des Testaments genauer zu untersuchen. In diesem Fall das Neue Testament, das der Prophet Jeremias als "den Neuen Bund" bezeichnet: "Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen Neuen Bund schließen" (31:31).

Der Abschnitt wird fast wortgetreu in den letzten sechs Versen im achten Kapitel des Hebräerbriefes wiederholt, in denen geschrieben steht, dass diese Botschaft nicht nur den Juden gilt, sondern auch den Heiden. Letzteren wird darüber hinaus mitgeteilt, dass sie "tüchtig gemacht wurden zu Dienern des Neuen Bundes" (2. Kor.3:6).

Wer sind diese Beiden, die sich das Erbe teilen sollen? Die Frage ist heute aktueller denn je! Was über Generationen sorgfältig verborgen war, drängt sich nun mit frischer Offenbarung hervor. Die bisher größte geistliche Erweckung wird vorbereitet, um diese Offenbarung zu fördern...

Wer gehört zum ersten Teil, und wer zum zweiten Teil, die beide hervortreten müssen, um das Erbe ausgezahlt bekommen zu können? Oder besser gesagt: "Von welchen zwei Teilen ist die Rede?" Wer ist damit gemeint, wenn der Apostel davon spricht, dass "ER aus beiden eins gemacht hat"? (Eph. 2:14) - oder wenn er sagt: "dass er aus den zweien einen neuen Menschen schafft" (Vers 15), oder wenn Paulus erklärt, dass "die beiden in einem Leib mit Gott versöhnt werden" (Vers 16), oder wenn er abschließend ausruft: "Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater (Vers 18).

Wer sind diese zwei? Wer sind diese beiden?

Wir wollen diesen Umstand näher untersuchen und dabei keine Mühe sparen, (vielleicht sogar ein wenig umständlich dabei vorgehen) um jeden Zweifel auszuschließen. Da die Sache von äußerster Wichtigkeit ist, muss sie deutlich und beweiskräftig dargelegt werden, da sonst Missverständnisse auftreten, und infolgedessen die "Miteinverleibung" missglückt und die gegebene Verheißung nicht erfüllt wird. Das heißt: das Erbe kann nicht ausgezahlt werden. Aus diesem Grunde wollen wir uns den Wortlaut des Vertrages (NT) genau anschauen, um uns zu vergewissern, dass alle seine Bedingungen erfüllt und die genannten Parteien rechtmäßig vertreten sind.

Die eine Partei sind die Juden. Sie sind das Volk, das das Erstgeburtsrecht besitzt, "Bürger in Israel" zu sein. Gerade in diesem Zusammenhang ist vom "Bürgerrecht Israels" die Rede (Epheser 2:12) - ein Ausdruck, der keine Erwähnung finden würde, wenn Israel nicht eine wichtige Rolle dabei spielen würde! Außerdem wird der erste Teil als "die, die nahe sind" bezeichnet (2:17). Damit sind die Juden gemeint, im Gegensatz zu denen, "die fern sind" (Vers 17 und 13), welches ein Hinweis auf die Heiden ist (Vers 13). Das Hindernis für eine Versöhnung liegt im Gesetz des Mose, das den Hebräern auf dem Berge Sinai gegeben wurde. Der Hebräerbrief weist dabei gleichzeitig auf den "Bund der Verheißung" hin (2:12), der dem Apostel Paulus zufolge den Juden gehört. "Sie sind ja Israeliten, denen die Bündnisse und die Gesetzgebung gehören" (Römer 9:4). Wenn der Apostel zum Schluss erklärt, dass "auch ihr (Nichtjuden) mitaufgebaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist (Eph.2:22), so weist er wieder auf das Volk hin, das er zuvor mit den Worten beschrieb: ""die wir (die Juden) vorher schon auf Christus gehofft haben". (1:12). Das einzige Volk auf dieser Erde, das allen voraus seine Hoffnung auf den Messias gesetzt hat, sind die Juden. Deshalb können wir mit Sicherheit davon ausgehen, dass der eine von den Beiden, der in diesem Vertrag (dem Neuen Bund) mit eingeschlossen ist, die Juden sind.

Wer gehört als zweiter Teil dazu? Was geschieht, wenn die zweite Hälfte sich nicht einfindet? Einleitungsweise will ich morgen dieses Thema unter dem Titel: "Der Schlüssel" behandeln.