Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-07-21

Minister Journal Nr. 14

Einleitung: Am 16. November 1961 berichtete der italienische Archäologe Antonio Frova über einen Kalksteinsblock, der in Cäsarea (Israel) gefunden wurde. Dieser war mit einer lateinischen Inschrift versehen; er war 82 cm hoch und 68 cm breit. 12 der insgesamt 31 Buchstaben waren leserlich. Dadurch konnte ein Name entziffert werden, der in der ganzen christlichen Welt bekannt ist. Er wird millionenfach von unzähligen Menschen im Glaubensbekenntnis ausgesprochen: Pontius Pilatus.

Eine Amtsperson kann leicht durch eine einzige Handlung Berühmtheit erlangen! Dies ist mit dem dänischen Außenminister, Per Stig Møller, geschehen. Sein Name ist unter den Christen in Dänemark und im übrigen Europa sowie im Nahen Osten ein Synonym für eine "entehrende, schamlose Handlung", (die er im September 2003 durch die Entsendung eines homosexuellen Botschafters mit Partner nach Israel vollzogen hat)…

Obwohl der Außenminister zu einem späteren Zeitpunkt versuchte, seine Handlung gegenüber den Gläubigen Europas in der vom Fernsehen übertragenen Predigt (die er in der Kirche des dänischen Nationalhelden, Kaj Munk, hielt) zu verteidigen, konnte er kaum jemanden überzeugen. Eine Schandsäule, - damals eine mit 13 Buchstaben - kann nicht begraben werden, es sei denn, dass diese homosexuellen Gesandten zurückgerufen werden! Es besteht jedoch kaum Hoffnung, dass dies jemals eintrifft, denn die vorgelegte EU-Konstitution rühmt und fördert eine solche Handlungsweise statt sie zu verurteilen. Ja, man würde sogar ein Ehrendenkmal dafür aufstellen!

HANDSCHELLEN
... jede Form von Einspruch ist zu erwarten

Sehr geehrter Herr Minister,


Vielleicht sind Sie der Meinung, dass ich allzu unbefangen bin? Es ist möglich, dass Sie meine Briefe als respektlos ansehen? Darf ich Sie darauf aufmerksam machen, dass der während der deutschen Besatzung getötete Pfarrer, Kaj Munk, dessen Kirche Plattform für die große TV-Verteidigungsansprache unseres Außenministers war, den Regierungen keine besonders große Achtung entgegenbrachte. Gerade in der Predigt, die hier die Grundlage für den Vergleich mit der vom EU-Minister gehaltenen Ansprache bildet, erwähnt er jene Menschen, die sich "den Talar über beide Schultern hängen möchten". Über diese sagt er: "Geht zum Reichstag, wenn Ihr diese Art von Leuten sehen wollt!" Mit Hinblick auf die Entsendung der homosexuellen Diplomaten nach Tel Aviv und der biblischen Verurteilung einer solchen Handlung, ist es bemerkenswert, dass Kaj Munk in der gleichen Predigt äußert: "Die Bibel ist ein solch einfaches Buch; sie eignet sich nicht dazu, in der Diplomatie eingesetzt zu werden; sie ist nämlich von diesem lebensgefährlichen Glauben an die Wahrheit beseelt."

Heute sollte der dänische Außenminister der Wahrheit über seine bedauerliche Dienstausübung in Bezug auf Israel ins Auge sehen! Morgen kann es schon zu spät sein! Denn dann werden ihm die EU Mittel zur Verfügung stellen, die denen den Mund verschließen können, die es wagen sollten, ihm vorzuwerfen, dass er Homosexuelle nach Israel gesandt hat, um diesen die Verantwortung für einen der strategischsten Botschafterposten dieser Welt zu übertragen. Durch diese Tat hat er seine Verachtung gegenüber der Heiligen Schrift und dem auserwählten Volk Gottes ganz offen unter Beweis gestellt!

"Wenn der Schaden eingetreten ist, die Schuld übergeben wurde, und die Rechnung bezahlt werden muss, wer ist dann der Schurke?" so lautet seine Frage in der dänischen Kirche. Der greise Kirchenpfarrer, Kaj Munk, würde im Fall der zwei homosexuellen Botschafter in Tel Aviv zur Antwort geben: "Das sind Sie!"

Kaj Munk zitiert vor über einem halben Jahrhundert aus der Rede Johannes des Täufers an den Herodes von damals: Die Schuld wird auf dich gelegt; du musst die Rechnung begleichen! Herodes, was du getan hast, "dazu hattest du kein Recht!" (Matthäus 14:4)

Er fährt fort, indem er auf die Reaktion des Herodes hinweist: "Seine Majestät ließ sich natürlich nicht auf eine Diskussion ein. Er bat um Handschellen. So ist es schon immer gewesen. Der Wahrheit steht das Wort zur Verfügung, doch den Lügen sind Schwert und Fesseln gegeben. Dennoch wird die Lüge weiterhin lügenhaft sein. Sie wird sich dies nur nicht eingestehen und sich einbilden, dass sie die Mächtigste ist!"

Hat der EU-Minister nicht die Stimme aus dem Grab des ermordeten Gemeindepfarrers vernommen? Genau in dem Augenblick, als er schamlos auf die historisch-vornehme Kanzel stieg, um die Bibel zu öffnen und Gottes Wort daraus vorzulesen: "Herodes, Herodes, bist du ein solch großer Dummkopf, dass du zu glauben vermagst, du könntest den guten Mächten des Lebens mit diesem bösen Spiel dienen? Bildest du dir wirklich ein, dass es zu etwas anderem führen kann als zur Verderbtheit der Seele, zu deinem und deines verirrten Volks Untergang in der Hölle!"

Genauso lauteten die Worte des Dichterpfarrers, als er seine Neujahrsansprache vor 60 Jahren hielt. Einige Tage danach wurde er von den Nazis erschossen, doch seine Predigt lebt heute weiter. Sie spricht eine deutlichere Sprache als die des Außenministers. Sie gibt Antwort auf seine Frage: "Wer ist der Schuldige?" Die Antwort darauf muss wohl an der Seele des dänischen Ministers nagen...

Als ich im September 2003 hier in "meiner" Wüste, 80 km südlich des Toten Meeres, von einigen Journalisten der Tageszeitung "Ha Aretz" Besuch bekam, wurde ich gefragt, was ich denn an den zwei homosexuellen Gesandten in der Botschaft in Tel Aviv auszusetzen hätte. Ich antwortete: "Nichts!"

"Sie sollen das Recht haben, ihr Leben so zu leben, wie sie wollen", fügte ich hinzu. "Sie kennen selbst die Aussage der Bibel in Bezug auf ihr Verhalten und müssen deshalb selbst Gott Rechenschaft ablegen. ER ist barmherzig und voller Gnade und möchte einen jeden erretten."

Doch wogegen ich etwas habe, ist die Tatsache, dass mein dänischer Außenminister diese zwei männlichen Lebenspartner mit den feinsten Beglaubigungsschreiben ausgestattet hat, d.h. der vornehmen, königlichen Anerkennung, als ein Zeichen des Vertrauens und des Akzeptes in Bezug auf ihre Lebensform."

Auf die Frage der Journalisten, weshalb ich solche Einwände hätte, antwortete ich: "Sie brauchen nur 80 km in die nördliche Richtung zu reisen, und Sie kommen ans Salzmeer und nach Sodom. Die karge Landschaft ist übersät von Schwefel, und es gibt Reste von einigen Ruinen, die extrem hohen Temperaturen ausgesetzt waren…"