Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-07-20

Minister Journal Nr. 13

Die Christen Europas lesen mit Besorgnis, dass die besondere Aufgabe der Europakommission darin besteht, genau darauf zu achten, dass die in der neuen EU-Verfassung festgesetzten Bestimmungen auch richtig angewandt werden. Im gleichen Atemzug werden das "europäische Recht" und "die Kontrolle des Gerichts" genannt (Abschnitt 4, Artikel 25, Stück 1). Sollten sich also z.B. dänische Christen erdreisten, die Entsendung zweier Homosexueller nach Israel, die der dänische Außenminister, Per Stig Møller, im September 2003 nach Israel beorderte, um als Botschafter u.a. auch die EU-Interessen wahrzunehmen, als eine "unwürdige Handlung" zu bezeichnen, so verletzen sie den in der Verfassung implementierten Homosexparagraphen" (Abschnitt 3, Artikel 2, Stück 1 über "sexuelle Orientierung") und können durch die EU verhaftet und verurteilt werden…

Es ist u.a. die Verletzung dieses fest gegründeten, internationalen Prinzips über das Auslieferungsgesetz, das der Außenminister auf der Kanzel des dänischen Nationalhelden und Pfarrers, Kaj Munk, in einer Predigt im Januar 2004 verschleierte, als er verkündigte, dass alles nur eine Frage der "Liebe und Nächstenliebe" sei.

Die Christen werden an dem Tag, an dem die EU-Polizei vor ihrer Tür steht, um sie wegen "Gesetzesübertretung des Paragraphen über "sexuelle Orientierung" zu verhaften, seine Liebe zu spüren bekommen…

"NUCKELFLASCHE"
... Die Beschreibung einer "seichten" EU-Predigt

Sehr geehrter Herr Minister,

Manchmal zog der von den Nazis getötete, dänische Dichterpfarrer, Kaj Munk, ein Wort besonders in die Länge. Dies geschah hauptsächlich, wenn er es in einer seichten Predigt vernahm. Er verabscheute das humanistische Gerede über "die Liebe", während sich sein Land und Volk, sowie der ganze europäische Kontinent, in den Fängen des Bösen befanden. So hörten die Leute ihn sagen: "Ja, diese L-i-i-i-e-be"...

Ich zweifle kleinen Augenblick daran, dass er dieses Wort verzerrt ausgesprochen hat, als er unseren dänischen Außenminister von seiner Kanzel aus sagen hörte: " Was ist denn das Leitmotiv der in der Dunkelheit geflüsterten Worte? Es ist die Nächstenliebe und die Liebe untereinander"

Ich sehe den betagten Gemeindepfarrer hinten in der Kirche stehen und höre wie er sagt: "Diese Art von Predigt erbaut den Teufel, denn der freut sich darüber, dass das Böse sich ausbreiten kann" - (so wie der EU-Minister selber dazu beigetragen hat, als er zwei Homosexuelle in die Botschaftsresidenz nach Tel Aviv schickte).

Sie wundern sich sicherlich darüber, Herr Minister, dass ich mir hier von der Wüste aus die Zeit nehme, Ihnen alle diese Briefe zu schreiben. "Dazu muss er ja wohl genügend Zeit haben," sagen Sie. "Kann er wirklich soviel aus einer Neujahrspredigt herausholen?"

Ich möchte dem greisen Pfarrer die Antwort überlassen, denn Ihr EU-Kollege hat ja in seiner Kirche gepredigt. Lassen Sie ihn erklären, warum es so wichtig ist, diese EU- Verkündigung im Einzelnen anzugehen. Er sagt: "Johannes der Täufer kam mit "dem Beil" der Gerechtigkeit.. Herodes war nur ein dünner Ast auf dem großen Baum der Ungerechtigkeit, doch groß oder klein, sein Urteil war gefallen, dieser Zweig musste gekappt werden!"

Und darin liegt die Antwort auf Ihre Frage, Herr Minister. Worüber der dänische EU-Vorkämpfer auf der Kanzel gesprochen hat, darüber spricht man im ganzen Land! Er ist nur ein kleiner Zweig auf dem mächtigen Baum des Humanismus, dessen Zweige mit giftigen Früchten für ganz Europa gefüllt sind. Diejenigen, die davon essen, werden zustimmend in die Hände klatschen, und die Tageszeitungen darum bitten, seine Predigt in voller Länge abzudrucken. Bis spät in die Nacht hinein werden die Leute ihn anrufen, um ihm für seine wundervolle ‚Liebespredigt' zu danken. Auch Pastoren und Bischöfe werden ihm auf die Schulter klopfen und ihm anraten, eine Anstellung als Pfarrer zu suchen, sobald er von seinem Dienst als Außenminister zurückgetreten ist. Hören Sie, was Kaj Munk dazu zu sagen hat! Er nimmt auch in dieser Angelegenheit kein Blatt vor den Mund: "Verlasst Euch nicht zu sehr auf Pfarrer," warnt er. "Sie haben entweder vergessen, was Christentum bedeutet, oder sie haben es nie erfahren. Sie haben die L-i-i-i-e-be mit der Nuckelflasche zu sich genommen. In der männlichen Welt sprechen sie allzu oft wie Frauenrechtlerinnen. Sie "halten sich aus der Politik heraus". Sie predigen Frieden um jeden Preis, und leisten damit dem Teufel Vorschub, denn dieser sieht nur allzu gerne, dass sich das Böse in aller Ruhe ausbreiten kann."

Im Hinblick auf die deutliche Verdrehung des vom EU-Prediger angewandten Bibeltextes, in dem Jesus sagt, dass ER nicht gekommen sei, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert auf Erden, wage ich fast nicht die Worte des Dichterpfarrers zu wiederholen. Er sagt: "Verlasst Euch nicht zu sehr auf solche Prediger, denn der Friedensfürst, der nicht kam, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert, ER vergab dem Petrus seine Sünden, überließ den Judas seinem Schicksal (dem Erhängen), ER, der sanftmütig und von Herzen demütig ist, und doch die Schänder aus dem Tempel vertrieb! Es ist schon die Axt an die Baumwurzel gelegt. "Darum, welcher Baum nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen!" (Matth. 3:10)

Erlauben Sie mir, sehr geehrter Herr Minister, hinzufügen, dass die europäischen Christen bereits schlechte und verfaulte Früchte auf dem wachsenden EU-Baum entdeckt haben!