Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-07-19

JMinister Journal Nr. 12

"UNZUCHT MIT FREMDEN GÖTTERN"
… Worte des dänischen Pfarrers über den Herodes der damaligen Zeit!
... nennt der Gemeindepfarrer die EU-Predigt unseres Außenministers

Sehr geehrter Herr Minister,

Der dänische Pfarrer, Kaj Munk, benutzt nicht die feinsten Worte, als er in seiner vor 60 Jahren gehaltenen Neujahrsansprache den Herodes der Vorzeit beschreibt. Deshalb wurde er auch von den Nazis ermordet. Denn auch heute, behauptet er, gäbe es in Europa ähnliche Machthaber! Als unser Außenminister beim Jahreswechsel in seiner Kirche war, muss es ihn zum Nachdenken gebracht haben, dass der Dichterpfarrer mit einer eigentümlichen Vorausschau auf eine Führungsperson in der Regierung hinweist. Er erklärte, dass es von Feigheit zeuge, wenn die Wahrheit über das unwürdige Auftreten dieses Mannes nicht ans Licht gebracht würde. Eigenartig, dass unser Außenminister gerade in seiner Kirche zu Besuch weilte, gerade dort, wo Worte gefallen sind, die sonst keiner in unserer Zeit in Bezug auf seine autoritäre Entscheidung, homosexuelle Botschaftsdiplomaten nach Jerusalem zu senden, wagen würden auszusprechen!

Man kann nicht der Auffassung sein, dies sei nur ein menschlicher Einfall! Da der Minister bei seiner Neujahrsansprache auf der Kanzel Kaj Munks gestanden hat, sollte seine Predigt auch an der von Kaj Munk bemessen werden!

Meinen Sie nicht auch, sehr geehrter Herr Minister, dass es auffällig erscheint, wenn unser Dichterpfarrer über die Worte Johannes des Täufers an Herodes spricht und dabei bemerkt:" Die Bibel berichtet uns über diesen Zwischenfall auf eine solche Art und Weise, dass es sich dabei um das Heute handelt! Diese Geschichte des Täufers geschah in einem weit entfernten Land im Altertum, doch sie geschieht auch noch im heutigen Dänemark..."

Noch aufdringlicher erscheint es, wenn Kaj Munk (mit Blick auf den EU-Minister, der nun auf seinem Predigtstuhl steht) darüber spricht, "dass die Christen ihre Zunge nicht durch Feigheit binden lassen sollen," und "dass sie mit Frieden erfüllt werden, wenn sie zum Herodes unseres Vaterlandes gehen und ihm seine Unzucht vorhalten..."

... und wenn der dänische Außenminister fragt, ob er mit dem "Herodes unseres Vaterlandes" gemeint sei, so muss er diese Frage selber beantworten. Er sollte der Schimpfkanonade Beachtung schenken, und dabei nicht vergessen, dass er die verräterische Tat Israel und seinem eigenen Volk gegenüber kennt, die er durch die Entsendung zweier homosexueller Gesandten nach Jerusalem begangen hat.

Ich glaube, dass ihn der hoch geachtete Gemeindepfarrer anstarrt, als er von seiner Kanzel herab so ohne jeglichen Scham die Leute überzeugen will, "dass der EU-Paragraph über "sexuelle Orientierung völlig in Ordnung sei"

Mit einem sonderbaren prophetischen Klang sind die Worte des Dichterpfarrers zu hören: "Denn auch in unserem Land gibt es einen Herodes, der mit fremden Göttern Unzucht treibt!"

"Egal, was in seinem Manuskript steht," fährt Kaj Munk fort und seine Rüge klingt verbittert und gnadenlos: Allein um des Wohlbefindens willen lässt man sich hier auf etwas Unwürdiges ein.

Danach beginnt der dänische Pfarrer die vielen Entschuldigungen für seine Übertretung aufzudecken. Er fügt hinzu (immer noch mit seinem Blick auf die Person, die sich nun - 60 Jahre später - erdreistet, von seiner Kanzel aus zu sprechen):" Herodes hatte natürlich viele Entschuldigungen für seine Gesetzesübertretung. Im Grunde genommen war es ausschließlich um des Volkes willen, dass er sich mit der Gesetzlosigkeit einließ, und das Volk war damit zufrieden..."

Kaj Munk weist zum Schluss auf die Warnung hin, die sich damals an Herodes von der Wüste Israels aus richtet (und irgendwie fühle ich mich in dieses präzise Bild hineinversetzt). Er sagt: "Und so kommt dieser Büffel aus der Wüste mit etwas so Nebensächlichem wie der Wahrheit! Es ist bemerkenswert, dass der Täufer sich auf keine Diskussion einlässt. Er beschränkt sich darauf, Herodes zu bescheinigen, "dass er dazu kein Recht hat..."

In dem vorgelegten EU-Verfassungsvorschlag wird oft wiederholt, dass "der höchste Wert die menschliche Würde sei". Mit der vom dänischen EU-Vorkämpfer vorgenommenen unwürdigen Handlung gegenüber Israel, stellen sich die Christen Europas folgende Frage: Da die Bibel so deutlich den "Homosexparagraphen" der EU-Verfassung als "unwürdig" hinstellt, will die Union wirklich weiterhin den Menschen, die sich an der Heiligen Schrift orientieren, den Mund verbieten und ihnen mit Strafe drohen? In der Tat, kann die Union es wagen, ein derartiges menschliches Verhalten "würdig" zu nennen, wenn die Bibel es seit über 4000 Jahren als "unwürdig" bezeichnet?