Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-07-07

Minister Journal Nr. 9

Einleitung: Wenn wir uns die Unabhängigkeitserklärung anschauen, die am 4. Juli 1776 dem amerikanischen Kongress vorgelegt und von 56 aus Europa stammenden, gottesfürchtigen Männern unterschrieben wurde, so finden wir klare Hinweise auf ihren Glauben an Gott. Ja, Gott wurde in der Einleitung nicht nur mit Respekt als der Schöpfer aller Dinge erwähnt; der fertige Text wurde darüber hinaus mit den Worten: "DU bist der höchste Richter der Welt!" vor Sein Angesicht gelegt.

Welch ein Unterschied zwischen diesem Dokument und der EU-Verfassung, die trotz eifrigen Einspruchs von seiten des Volkes "einer chemischen Reinigung unterzogen worden ist" d.h. man erhält sich jeglicher Erwähnung des Allmächtigen als der höchsten Autorität, der der Herr ist über alle Völker und Nationen.

Auf diesem Hintergrund wissen die dänischen Christen besser die dreiste Haltung einzuordnen, mit der ihr Außenminister; Per Stig Møller, im September 2003 einen homosexuellen Botschafter samt Partner als dänische Repräsentanten nach Israel schickte, und dadurch seine Verachtung gegenüber der hebräischen Thora und dem griechischen Neuen Testament zum Ausdruck brachte. Darüber hinaus können sie besser den Inhalt seiner Verteidigungspredigt verstehen, die er einige Monate danach in einer bekannten dänischen Kirche hielt, dessen Pfarrer während des Zweiten Weltkrieges von den Nazis ermordet wurde. Im Folgenden erlaube ich mir diesen neunten Abschnitt der ‚Außenminster-Predigt' zu kommentieren…

"DAZU HABEN SIE KEIN RECHT!"
... ein Wort an den Herodes unserer Zeit!

Sehr geehrter Herr Minister,

Darf ich es wagen unserem dänischen Außenminister zu sagen, dass er sich in Bezug auf seine kirchliche "Liebesbotschaft" auf dem Hintergrund der einzigartigen Verschmähung Israels, und seiner Geringschätzung gegenüber dem jüdischen Glauben in beiden Fällen schuldig gemacht hat? Denn sowohl das Alte als auch das Neue Testament verurteilen in deutlichster Form Homosexualität, und demzufolge hat er durch die Ernennung eines homosexuellen Botschafterpaares eine unerlaubte Handlung ausgeführt.

Ebenso wie der dänische Pfarrer, Kaj Munk, (dessen Kanzel unser Außenminister betrat) im Jahre 1943 keinen Verlag finden konnte, der es gewagt hätte, seine Predigt über die Warnung Johannes des Täufers an Herodes zu veröffentlichen, wird auch heute kein Verlag oder Tageszeitung meine an ihn gerichteten Warnungen an die Öffentlichkeit bringen. Deshalb steht mir nur diese Internetseite zur Verfügung, auf der bekannt gegeben werden kann, dass jemand so laut wie möglich gerufen hat: "Dazu haben Sie kein Recht!" Die Wahrheit kann nicht gelagert oder auf Eis gelegt werden. Der Augenblick ist gekommen, in dem er und seine Regierung werden abdanken müssen.

"Johannes der Täufer war ein unvorsichtiger Mann," berichtet der von den Nazis ermordete dänische Pfarrer in einem vor kurzem veröffentlichen Manuskript seiner Neujahrspredigt aus dem Jahre 1943. (Wie erwähnt, konnte sich zur damaligen Zeit während der deutschen Besatzung kein Verlag darauf einlassen, diese Predigten zu drucken).

"Er glaubte an die Wahrheit," fuhr Kaj Munk fort und beschrieb, worin dieser unvorsichtig gewesen war. "König Herodes lebte im Ehebruch. Johannes der Täufer ging zu ihm und sagte, dass er damit aufzuhören habe".

Ohne einen Vergleich anstellen zu wollen, so gibt es doch einige gemeinsame Anhaltspunkte. Auch unser dänischer Außenminister ist im heutigen Europa ein Mann in einer bedeutungsvollen Position. Er hat sich in seiner Dienstausübung schuldig gemacht! Deshalb tritt ihm Kaj Munk an seiner Kirchentür entgegen! Genau 60 Jahre zuvor hatte er das Manuskript über Johannes den Täufer abgeliefert. Damals ging es um Ehebruch, heute geht es um widernatürliche Unzucht. Es geht um die schmähliche Entsendung von Homosexuellen als Botschafter unseres Volkes nach Israel. Johannes sagte zu Herodes: "Das ist dir nicht erlaubt!" Kaj Munk, den der EU-Minister in seiner Predigt so freimütig zitierte, sagte das Gleiche: "Dazu haben Sie kein Recht!" (Matthäus 14:4)

"Es gibt Leute, die sich einbilden," fährt der dänische Pfarrer in seiner vor 60 Jahren gehaltenen Neujahrsansprache fort, "dass die Wahrheit eingelagert werden kann. Man kann sie einmachen oder einpökeln, und sie dann bei Bedarf wieder herausnehmen, um nach Wunsch einen Teil davon zu gebrauchen. Diese Menschen täuschen sich. Die Wahrheit kann nicht aufbewahrt werden. Sie findet sich nur in lebendem Zustand, und sie muss genau in dem sich ergebenen Augenblick eingesetzt werden..."

Dies ist jetzt der Fall, sehr geehrter Herr Minister, sowohl im Hinblick auf die unwürdige Handlungsweise unseres Außenministers in Tel Aviv als auch auf seine Verteidigungsansprache in einer dänischen Kirche, denn "dazu hat er kein Recht!"

Eine solche Erklärung kann natürlich nicht ohne Antwort bleiben. Als ich im September 2003 bei einer öffentlichen Versammlung auf dem Israelplatz in Kopenhagen diese Worte aussprach, wurden wir tätlich von Leuten angegriffen, die eine andere Meinung hatten. Während sie unsere Lautsprecher zerschlugen und begannen, über die Christen herzufallen, riefen sie laut: "Menschenfeinde!" Dies war sicherlich ein Hinweis darauf, dass die versammelten Christen nicht mit der Auffassung der neuen EU-Verfassung übereinstimmen, den die Bibel "widernatürliche Unzucht" nennt. Unter den Angreifern auf dem Israelplatz waren bezeichnenderweise auch palästinensische Araber, die ihre Fahne schwenkten und riefen: "Befreit Palästina!" Wäre die Polizei nicht eingeschritten, um die Teilnehmer dieses von den Behörden genehmigten Treffens zu schützen, hätte es zu einem größeren Unglück kommen können. Ich führe dies nur an, um zu unterstreichen, dass ebenso wie Johannes der Täufer auf Widerstand gestoßen ist (er wurde ins Gefängnis geworfen und enthauptet), als er zum Herodes von damals sagte: "Dazu hast du kein Recht!" so können auch die Gläubigen von heute nicht erwarten, dass sich die Verfolgung auf die Verdrehung des Evangeliums von seiten eines Außenministers beschränkt…