Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-07-04

Minister Journal Nr. 6

Einleitung: Vor nicht allzu langer Zeit sandte ich Ihnen fünf Briefe, in denen Ihnen dargelegt wurde, welch ein gottloser Geist hinter dem Vorschlag über eine europäische Verfassung lauert! Ich wies auf den übertriebenen Gehorsam des dänischen Außenministers gegenüber dem 2. Abschnitt des Artikels 3, Stück 1 in der EU-Konstitution hin, der ein Verbot gegen Menschen, ja ,eine direkte Bekämpfung derjenigen enthält, die sich der EU-Ansichtsweise über Homosexualität nicht anschließen können.

Dies geschah im September 2003, als das Außenministerium einen homosexuellen Botschafter und seinen Partner als Repräsentanten nach Israel sandte. Die Angelegenheit hat Ärger und Entsetzen unter den Christen Europas hervorgerufen. Der dänische Minister benutzte danach eine bekannte Kanzel, um seine Verteidigungsrede zu halten. In den nachfolgenden fünf Briefen werde ich weiterhin seine EU-Predigten kommentieren, die ein abschreckendes Beispiel dafür ist, wie der Text des Evangeliums verdreht werden kann, um ihn den Paragraphen der neuen Konstitution anzupassen.

Die fünf vorherigen Briefe können unter folgenden Titel gefunden werden:

1. WORTE HABEN IRHE BEDEUTUNGSPRECHEN
... doch die Handlungsweise der europäischen Minister von heute
sprechen eine deutlichere Sprache

2. SCHAMLOSES GEREDE
... so sollte sich niemand auf einer Kanzel äußern!

3. DIE ERKLÄRUNG DES EU-MINISTERS
... nimmt er sich seine eigene Predigt zu Herzen?

4. DER SPIEGEL
... der Ihnen die Wahrheit zeigt, Herr EU-Minister!

5. DIE VERDERBTHEIT
... gegen die der dänische Dichter und Pastor ankämpfte
 

DIE VERLIERER
... eine Untat, die die Wahrheit offenbart!

Sehr geehrter Herr Minister!

"Die Botschaft über "die Verlierer" war das Thema in der vor 60 Jahren von Kaj Munk gehaltenen Ansprache," teilte der dänische EU-Minister seinen Zuhörern mit. Damit sollten wir uns ein wenig beschäftigen. Seine Verkündigung ist nämlich ein einzigartiges Beispiel dafür, wie man alles verdrehen kann. Er sagte weiter: "Deshalb schrieb Kaj Munk am Gedenktag des Grundgesetzes im Jahre 1940 folgendes: "Ich stehe auf der Seite Christi am Kreuz. Ich stehe auf der Seite der Verlierer." Der Minister fügte eifrig hinzu: "Er stand auf der Seite der Verlierer..."

Dies kann natürlich auf verschiedene Weise interpretiert werden, doch egal, welche Bedeutung der neue EU-Prediger seinen Worten auch beimaß, so hat sich sein Verhalten im Bewusstsein der Christen eingeprägt. Durch die Aussendung eines homosexuellen Botschafters nach Israel hat er unter Beweis gestellt, dass er "an der Seite der Verlierer steht". Er gibt ihnen sogar einen Ehrenposten! Auch Jesus steht an der Seite der Verlierer, doch ER führt sie zur Umkehr und macht sie zu Siegern über die Lüste des Fleisches. Er ehrt jedoch niemals den Sünder, so wie der dänische Minister es getan hat.

Erlauben Sie mir deshalb, Herr Minister, noch einmal auf den Tag der Beerdigung in der dänischen Kirche hinzuweisen. Während dieser Zeit der deutschen Besatzung wurden - wie bekannt - viele gräuliche Taten am dänischen Volk verübt. Ich möchte aber ganz besonders auf diesen Tag im Januar 1944 eingehen, weil der EU-Minister selbst in seiner Predigt "die Verlierer" im Hinblick auf Kaj Munk erwähnt. An diesem besonderen Tag wurde mit einer eigentümlich prophetischen Kraft vor den gegen unser Volk gerichteten schändlichen Taten der "Verlierer" gewarnt. Einer der Pfarrer jener Zeit schrieb dazu: " In seiner Torheit hat "das Herrenvolk" wohl gemeint, dass wir uns aus Angst vor der Peitsche des Tyrannen niederbeugen und seine blutige Hand küssen würden. Doch das Gegenteil war der Fall! Die Schandtaten rüttelten das Volk auf und weckten die Schlafenden, öffneten die Augen derer, die sehen wollten. Sie offenbarten das wahre Angesicht und Wesen des Unterdrückers ..."

Es ist uns schwer gefallen, das EU-Geschehen unserer Zeit und das Gefühl von Ohnmacht gegenüber der neuen Konstitution in Worte zu fassen. Schließlich war der EU-Prediger ja unser Außenminister, und deshalb wagen wir es nicht, einfach so daherzureden. Die Worte eines damaligen Pfarrers sind uns da eine Hilfe. Im Jahre 1944 sagte er: "In dieser verlogenen, stümperartigen Zeit, in der "die Führer" das Volk durch Nachgiebigkeit und unwürdige Erklärungen in die Irre leiten, muss die Wahrheit in die Welt hinaus gerufen werden."

Diese Worte wurden am Sarg des ermordeten Pfarrers gesprochen. Es scheint fast, als ob diese an den heutigen EU-Minister gerichtet wären, da er sich mit seiner Predigt über die "Verlierer" an den gleichen Platz stellt. Worte, die wir nicht zu wagen gesagt hätten, und die fast aus der dänischen Sprache verschwunden sind: Eine verlogene und stümperartige Zeit…

Im Hinblick auf den ‚Homosex-Paragraphen' in der neuen Verfassung schuldet kein Christ diesem Paragraphen gegenüber Gehorsam. Kein Gläubiger sollte zu irgendeinem Zeitpunkt eine EU-Verfassung anerkennen, die in ihren Paragraphen verbietet, sich gegen derlei moralischen Verfall zu wehren! Ganz im Gegenteil! Die Nationalkirchen sollten sich keine Ruhe gönnen, bis der entsprechende Paragraph
entfernt wird. Nach und nach werden sie entdecken, dass gerade dieser gottesfeindliche Geist der eigentliche Inhalt des Verfassungsvorschlags ist. Falls die Gläubigen Europas nicht wissen, in welche Richtung die Annahme der neuen EU-Konstitution führt, so brauchen sie bloß die in Dänemark begangene Schandtat anzusehen. Sie führt letzten Endes dazu, Jerusalem öffentlich zu verspotten…

Die nachfolgenden vier Titel für die kommenden Tage lauten folgendermaßen:

7. REGIERUNGSBEAMTE
... die ihr Amt nicht weiter ausführen dürfen

8. DER GESCHWÄTZIGE PFARRER
Das Urteil des Pfarrers Kaj Munk

9. "DAZU HABEN SIE KEIN RECHT!"
... ein Wort an den Herodes unserer Zeit!

10. EHEBRECHER
... eine Frage der persönlichen Auslegung?