Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-06-22

Minister Journal Nr. 5

Einleitung: Mit diesem fünften und letzten Brief dieser Serie, sehr geehrter Herr Minister, nehme ich mir wieder die Freiheit, Sie an das traurige Ereignis zu erinnern, dass Dänemark zur vollen Genüge den Paragraphen in der europäischen Verfassung erfüllt hat, der die so genannte Diskriminierung in Bezug auf sexuelle Orientierung verbietet. Im September 2003 richtete sich der dänische Außenminister, Per Stig Møller nach dem Wortlaut in der neuen Konstitution, als er ein homosexuelles Botschafterpaar nach Israel sandte! Die dänischen Christen waren darüber total entsetzt. Sie wollen sich nicht in Jerusalem, der Stadt, die nach der Bibel als "die Stadt des großen Königs" bekannt ist, auf diese Weise repräsentieren lassen. Beim Jahreswechsel erhielt der verantwortliche Minister eine ungewöhnliche Gelegenheit, seine Handlungsweise zu verteidigen. Er wurde überraschenderweise eingeladen, eine Feiertagspredigt in der Kirche des vom den Nazis ermordeten Dichters und Pfarrers, Kaj Munk, zu halten. Diese EU-Predigt spiegelt jedoch ganz klar wider, welcher Geist hinter dem "Sex-Paragraphen" in der neuen EU-Konstitution herrscht, der unter Strafandrohung absoluten Gehorsam in diesem Bereich fordert. Deshalb erlaube ich mir, mich in Kürze weiter in dieses wichtige Thema zu vertiefen. Im Anschluss an diesen Brief erwähne ich fünf der noch ausstehenden zehn Titel (die ich in Kürze veröffentlichen werde). Die Überschrift dieses Schreibens lautet:

DIE VERDERBTHEIT
... gegen die der dänische Dichter und Pastor ankämpfte!

Sehr geehrter Herr EU-Minister!

Eigenartig, dass der dänische EU-Minister nur kurz, nachdem er den größten Hohn in der Geschichte Dänemarks in Bezug auf Jerusalem begangen hat, auf einer Kanzel anzutreffen ist ...

Überall trauerte das Volk, als man im Januar 1944 den Sarg Kaj Munks vorbei trug. Eine ganze Volksschar stand mit entblößten Häuptern am Weg, und die Fahne stand auf Halbmast. Die Gemeindemitglieder nahmen den Sarg ihres Israelfreundes und Fürsprechers der Juden in Empfang und trugen ihn zum Aufbahren in die Kirche, während der Mond auf sie herab schien. Am Tag der Beerdigung standen die ortsansässigen Jütländer bei Sturm und Regen schweigend auf dem Friedhof, während die Domglocken läuteten. 50 Priester im Ornat füllten die Plätze im Chorraum. Als das Glaubensbekenntnis gesprochen wurde, waren die Worte zu hören: Ich versage dem Teufel und allen seinen Werken und seinem ganzen Wesen". Das waren ausdrucksstarke Worte an jenem Tag!" ... und seinem ganzen Wesen". Es war jedoch genau derselbe böse Geist, der den dänischen EU-Minister zu dieser gottlosen Amtshandlung gegenüber Jerusalem trieb. Und nun stand er dort auf dem gleichen Predigtstuhl ...

Darf ich es wagen zu sagen, dass die dänische Kirche meiner Ansicht nach einen unwürdigen Gast zu Besuch hatte, der von der Kanzel Kaj Munks darüber sprach, dass "man sich für die Liebe opfern soll". Nachdem der dänische EU-Minister kurz zuvor "sein" homosexuelles "Liebespaar" nach Jerusalem bzw. Tel Aviv gesandt hatte, um dort die dänische Fahne zu repräsentieren, hörte sich seine Botschaft ganz besonders hohl an, da sie von der Kanzel des ermordeten Pfarrers aus vermittelt wurde.

Der Sarg Kaj Munks war mit dem großen Kreuzbanner des Pfarrhauses bedeckt. Der Pfarrer der Nachbargemeinde ging in seiner Gedenkansprache über die Liebe vom Lukasevangelium, Kapitel 12 aus. Der dänische EU-Minister aber sprach 60 Jahre später über die Liebe von der Botschaft des Kreuzes im Matthäusevangelium Kapitel 12. Und damit hört der Vergleich auf! Denn es sind nicht die gleichen Botschaften. Die Worte des Ministers werden an der Kraft der Gedenkrede gemessen, und seine Handlung am Feuereifer, am Leben und Sterben des Dichters und Pfarrers Kaj Munk ...

"Menschenliebe brannte wie ein Feuer in seinem Herzen," hörte man damals die Leute über Kaj Munk sagen, worauf ein EU-Minister nun dreist in seiner Predigt hinweist. "Mit Feuereifer," sagten vor vielen Jahren seine Freunde, "folgte er der Liebe, der Wahrheit und dem Recht. Das Feuer kam vom Himmel, es wurde in ihm durch Jesus Christus ausgegossen."

Diese Worte über die Liebe werden heute nicht im gleichen Licht gesehen! Die dänische Aktion gegenüber Israel zeugt wahrhaftig nicht von der himmlischen Liebe, die von Wahrheit und Recht nicht zu trennen ist. Sie ist diesem neuen EU-Prediger nicht von Jesus Christus gegeben worden. "Die Liebe Kaj Munks hatte nichts mit Sentimentalität zu tun, hieß es damals in der Kirche. "Sie ging mit unerbittlichen Forderungen einher ..."

Die Gedenkrede endete mit diesen Worten: "Er befürchtete, dass das dänische Volk verderbt und dem Untergang geweiht sei. Diese Angst wurde ihm zuweilen zur Gewissheit. Er konnte nicht leben ohne gegen die Verderbtheit anzukämpfen. Diesen Kampf hat er nun uns überlassen ..."

Mit diesen letzten Worten ist der dänische EU-Minister selbst durch seine schändliche Repräsentation unseres Landes in Israel geradezu ein Beispiel dessen, wogegen der Dichterpfarrer ankämpfte: Gegen die Verderbtheit nicht alleine in Dänemark sondern auch in Europa!

Die neue EU-Verfassung öffnet sich verderblichen Einflüssen, vor denen die Heilige Schrift warnt. Dem erwähnten Paragraphen, der insbesondere den Umstand gutheißt, den die Bibel "widernatürlichen Umgang" nennt, wurde bereits durch Einsetzung in hohe Ämter Folge geleistet. Ich bitte Sie deshalb freundlichst die Titel der nachfolgenden fünf Briefe zur Kenntnis zu nehmen:

6. Die Verlierer
… eine Untat, die die Wahrheit offenbart!

7. Regierungsbeamte
… die ihr Amt nicht weiter ausführen dürfen!

8. Der geschwätzige Pfarrer
Das Urteil des Pfarrers Kaj Munk

9. Dazu haben Sie kein Recht!
… ein Wort an den Herodes unserer Zeit!

10. Ehebrecher
… eine Frage der persönlichen Auslegung?