Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-06-19

Minister Journal Nr.2

Einleitung: Wie ich bereits in meinem vorherigen Schreiben erwähnt habe, sandte Dänemark im Herbst 2003 einen homosexuellen Botschafter samt Partner nach Israel. Diese traurige Angelegenheit hat hier im Heiligen Land für einigen Wirbel gesorgt! Kurz nachdem dies geschehen war, wurde der für diese Handlung verantwortliche Minister eingeladen, in einer bekannten dänischen Kirchengemeinde eine Ansprache zu halten. Vor 60 Jahren wurde in der gleichen Kirche der dänische Nationalheld und Dichter Kaj Munk, von den Nazis ermordet. Seine Kanzel wurde dazu verwendet, um in einer "Ministerpredigt" die schändliche Handlungsweise gegenüber Israel zu verteidigen. Heute spreche ich den Teil der "EU-Predigt" an, den ich als "schamloses Gerede" bezeichne. Und morgen werde ich, sehr geehrter Herr Minister, die Predigt Ihres Kollegen mit der Überschrift: "Die Erklärung des Ministers" schildern, und Sie werden erkennen, dass hier ein Paragraph in der neuen EU-Konstitution verteidigt wird.

"SCHAMLOSES GEREDE"
... so sollte sich niemand auf einer Kanzel äußern!

Sehr geehrter Herr Minister!

Wenn ich mir hier in der israelischen Wüste erlaube, die EU- Predigt näher unter die Lupe zu nehmen, so geschieht dies, - ob Sie es glauben oder nicht - Ihnen zuliebe! Doch nicht nur um Ihretwillen, sondern auch um der zahlreichen europäischen Leserschar willen, worunter es sicherlich einige gibt, die an einer solchen Predigt Gefallen finden könnten und sagen, dass es eine wirklich gelungene ‚EU-Predigt' gewesen sei.

Nehmen Sie bitte diese Lobhymnen nicht ernst! Die Predigt war nicht nur schlecht, sondern auch gefährlich. Ja, diese Ansprache kann dem Prediger - wenn er nicht umkehrt - seine Seele kosten! Erlauben Sie mir, sehr geehrter Herr Minister, dass ich in diesem und den nachfolgenden Briefen näher darauf eingehe, und nehmen Sie mir es nicht übel, wenn ich mich so eingehend mit dieser Sache befasse. Keiner sollte nur für einen Augenblick vergessen, dass der Mann, der hier auf der Kanzel steht, "die Autorität des Herrn verachtet hat". Dies geschah, als er kraft seines hohen Amtes den Warnungen des Alten und Neuen Testamentes trotzte und ein homosexuelles Botschafterpaar nach Jerusalem aussandte! Das Neue Testament hat hierzu folgendes zu sagen: "Ihresgleichen sind auch diese Träumer, die ihr Fleisch beflecken, die Herrschaft verachten und die Majestäten lästern." (Judas 8)

Zu dieser Jahreszeit wirft die Wüstensonne hier in der Arava lange Schatten, und die Warnungen des Neuen Testamentes sprechen für sich selbst…

Manchmal kann durch einen einzigen Satz oder auch nur ein Wort mehr aufgedeckt werden als durch viele Bücher oder lange Reden! Meiner Ansicht nach ist dies bei o.g. Predigt der Fall. In der Einleitung spricht Ihr dänischer Kollege in einer solchen Art und Weise über den Herrn Jesus Christus, dass allen wahren Christen die Luft wegbleibt. Jeder aufrichtige Nachfolger Jesu Christi musste sich sagen, dass es nicht der Geist Gottes sein kann, der durch diesen Mann spricht! Kein gottesfürchtiger Mensch würde jemals so über Jesus reden!

Nachdem er die für manche Menschen überraschende klingenden Worte Jesu angeführt hatte, ER sei nicht gekommen, um Frieden zu bringen, ruft der dänische EU-Minister aus: "Sagen Sie mir, wurde er vom Teufel geplagt?"

In der Wüste Israels klingen diese Worte sonderbar! Und wenn die Zuhörer durch seine Ausdrucksweise schockiert sind, ist es, weil vom Sohn Gottes, dem Messias, unserem auferstandenen Retter, dem Haupt der Gemeinde, dem König der Könige, dem Herrn des Universums, dem Schöpfer aller Hoffnung, die Rede ist, von IHM, der kommen wird, um die Lebenden und die Toten zu richten, über IHN spricht der Ministerprediger, wenn er diese Worte gebraucht: "Sagen Sie mir, wurde er vom Teufel geplagt?"

Was meint er mit diesem Ausdruck? So weit ich sehen kann, gibt es darauf nur eine Antwort. Der dänische EU-Minister fragt, ob der Teufel von Jesus Besitz ergriffen hat, um so (inspiriert vom Teufel persönlich) sagen zu können, "dass er nicht gekommen sei, um Frieden zu bringen auf Erden." Wie anders sollte ich seine Frage verstehen?

Satan hat jedoch zu keinem Zeitpunkt die Gedanken Jesu so beeinflussen können, dass er auch nur über ein einziges Wort, das über Jesu Lippen kam, Macht gehabt hätte! Dies gilt auch für seine Aussage, dass ER nicht gekommen ist um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Hätte Jesus nur ein einziges Wort ausgesprochen, das ihm vom Teufel eingegeben worden wäre, würde das Zeugnis des NT über ihn nicht stimmen. Denn es steht geschrieben, dass er "allenthalben versucht ist, gleichwie wir, doch ohne Sünde!" (Hebräer 4:15)

Die Frage des dänischen Ministers ist eine gebräuchliche Redewendung: "Sagen Sie mir..." Meine Antwort aber lautet: Kein Mensch sollte sich erdreisten, von einer Kanzel aus eine solche Frage zu stellen! Nicht einmal der Erzengel Michael "wagte es gegen ihn ein lästerndes Urteil zu fällen, als er mit dem Teufel stritt und mit ihm rechtete über den Leichnam des Mose, sondern er sprach: Der Herr strafe dich! (Judas 9-10) Und es wird hinzugefügt: "Diese Menschen lästern alles, wovon sie nichts wissen!"

"Darum tue ich euch kund, dass niemand Jesus verflucht, der durch den Geist Gottes redet!" erklärt der Apostel. (1. Kor.12:3) "Und niemand kann Jesus den Herren heißen ohne durch den Heiligen Geist." Sie werden mir antworten: "Das hat er ja auch gar nicht gesagt. Er hat in seiner Predigt nicht gesagt, dass Jesus verbannt sein solle!"

Das stimmt! Das hat er nicht gesagt. Doch er ist nicht weit davon entfernt! Durch seine Frage: "Sagen Sie, wurde er vom Teufel geplagt?" wollte er darauf hinweisen, dass der Teufel möglicherweise in ihn (Jesus) gefahren sei. Mild gesagt, kann seine Rede als "schamloses Gerede" abgetan werden. Der Apostel sagt hierzu: "Nun aber leget alles ab von euch, ... Lästerung und schandbare Worte aus eurem Munde!" (Kol. 3:8) Bei oben Angesprochenem handelt es sich nur um die Einleitungsworte der Ministerpredigt. Was hat er uns vom Kirchenaltar aus weiter zu sagen? Beim genauen Lesen seiner morgigen EU-Predigt werden Sie besser verstehen können, in welche Richtung das Evangelium ge- bzw. verdreht wird, die dem europäischen Volk in Kürze vorgelegte Konstitution besser verteidigen zu können.