Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-12-08

„LEBENSRAUM"-JOURNALE
Nr. 5

„DIE WEGKREUZUNG"
…die Haltung der europäischen Gläubigen gegenüber Jerusalem!

„Was können wir tun?" fragen viele. „Wenn wir diese Tagesjournale lesen, und sehen, wie ernst und gefährlich die Situation ist, kommt die Frage auf, was wir gegen diese schicksalhafte Konfrontation, die sich zwischen Europa und Israel anbahnt, tun können?"

Meine Antwort darauf lautet: Wir sollten uns freimütig und entschlossen auf den Weg machen.

Was bedeutet das?

Im Folgenden will ich versuchen, dies zu erklären. Ich muss jedoch sagen, dass die Antwort mehr auf einen verborgenen Dienst abzielt! Es kann nicht alles im Voraus gesagt werden. Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens, weil wir die Dinge nur stückweise erkennen" (1.Kor. 13:12); (Gott wird sie uns offenbaren, wenn wir uns auf den Weg machen, auf dem es entscheidend ist, dass wir an der Wegkreuzung die richtige Richtung einschlagen). Zweitens, weil es viele Feinde gibt, und der Widerstand groß ist. In dem Augenblick, in dem „die Israel-Hasser" unser Vorhaben gewahr werden, werden sie uns mit List angreifen und bombardieren. Dies ist die eigentliche Ursache, - glaube ich – dass ich mich selbst mit einer kleinen Schar mitten in der israelischen Wüste befinde, von wo aus ich mich – ohne besondere Ausrüstung – „auf den Weg mache". Dieser Weg ist nicht offensichtlich und verkehrsreich wie andere Wege. Er liegt im Sand verborgen, vom Wind im Laufe der Zeit zugeweht, - und vergessen. Doch unter den versandeten Hügeln und steinigen Ebenen schimmern die Diamanten der Erkenntnis. Auf dem Weg sind verborgene Schätze zu finden. Wenn sie ans Licht gezogen werden, können sie den zurzeit in einer Sackgasse befindlichen europäischen Machthabern Einsicht und Offenbarung vermitteln …

Diejenigen, die sich berufen fühlen, bei einer solchen Aufgabe mitzuhelfen, sollten sich bei: www.YES-to-GOD.com melden.

Darüber habe ich abschließend mehr zu sagen. Lasst mich deshalb weiter erklären, was ich mit dem Titel dieses Tagesjournal „Die Wegkreuzung" meine. Erstens: Wo befindet sich die Welt, Israel und die Gemeinde Jesu in dem Konflikt, der sich nun um den Tempelplatz in Jerusalem herum abspielt? Auf welcher Wegkreuzung entfalten sich die Begebenheiten im Hinblick auf das Projekt, das für die Messiasoffenbarung unserer Zeit von größter Bedeutung ist"? Warum haben die Feinde Gottes so viel zu tun? Wovor fürchtet sich der Fürst der Finsternis und gegen wen rüstet er sich auf?

Meiner Auffassung nach befinden sich die Gläubigen im Augenblick direkt an der Wegkreuzung. Niemand scheint sich darüber im Klaren zu sein, was in Europa in Kürze geschehen wird. Es gibt viele unbeantwortete Fragen! Die Situation gleicht gewissermaßen der von Nehemia, als er nach Jerusalem kam, um die Mauern Jerusalems wieder aufzubauen (damit der Tempel danach wieder errichtet werden konnte): „Ich machte mich bei Nacht auf, und einige wenige Männer mit mir…Ich hatte aber keinem Menschen mitgeteilt, was mein Gott mir ins Herz gegeben hatte, für Jerusalem zu tun. Und es war kein Tier bei mir, außer dem Tier, auf dem ich ritt (2:11).

Genau an diesem Punkt, meine ich, steht Europa jetzt im Hinblick auf den kommenden Tempel in Jerusalem: Es ist Nacht, und die Finsternis groß! Sie ähnelt – was Europa anbelangt – der antisemitischen Mitternachtsstunde, die der Prophet Jesaja beschreibt, als er ausruft: „Denn siehe Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völkerschaften" (60:2). Es sind nur wenige, die den Zusammenhang dieser Begebenheiten erfassen, und es ist kaum möglich, den „Schimmer von Offenbarung" zu vermitteln, der sich damals in den Herzen dieser kleinen reisenden Schar befand, als sie die Mauer Jerusalems umkreiste. Doch die Angelegenheit, mit der sie (zu Nehemias Zeit) unterwegs waren, kam von Gott , und die schweigsame Gruppe Männer, die sich in die Mitternachtsfinsternis hinausbegab, um die uralten Mauern zu untersuchen, zweifelten nicht daran, was sie zu tun hatten. „Ich hatte aber keinem Menschen mitgeteilt, was mein Gott mir ins Herz gegeben hatte für Jerusalem zu tun", erzählt Nehemia. Er kannte somit welch mächtige, überirdische Treibkraft hinter ihm stand: Die Beweggründe für alle neuen Schritte im Reich Gottes „um Jerusalems willen", die ihren Ursprung im Gott Israels haben. Das Licht der Offenbarung erhält in diesem Zusammenhang (mit den Worten Nehemias) folgende Formulierung: „was mein Gott mir ins Herz gegeben hat"…

Solche Menschen können nicht zurückgehalten werden. Gott will im Europa von heute ein solches Volk erwecken! Es ist nicht von großen Organisationen abhängig, um sich zurecht zu finden. Auch braucht es keine großartige Ausrüstung: „Es war kein Tier bei mir, außer dem Tier, auf dem ich ritt", erklärt Nehemia.

Auf diesem Weg herrscht große Sicherheit! Es ist jedoch ein einsamer Weg: „Die Vorsteher aber hatten nicht erkannt, wohin ich gegangen war und was ich getan hatte", berichtet Nehemia. „Denn ich hatte den Juden und den Priestern und den Edlen und den Vorstehern und dem Rest, der an dem Werk mitarbeiten sollte, bis dahin nichts mitgeteilt" (2:16). Es herrschte Schweigen über dem bevorstehenden Werk, weil es viele Feinde gab! Denn wüssten sie Bescheid, würden sie die Bauleute überfallen und sie an ihrer Arbeit behindern.

Deshalb leben wir zurzeit zurückgezogen auf unserem einsamen Posten in der israelischen Wüste Zin. Doch der Augenblick naht, an dem die Entwicklung in eine neue Phase eintritt…