Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-09-16

THEMA: KLONEN
Nr.3

DIE WAAGSCHALE
… das EU-Lot des Klonens ist zu leicht!

Beim "das Klonen von Menschenmaterial" ist es nicht entscheidend, ob die vorgelegte EU-Verfassung einen Paragraphen enthält, der eine solche Forschung verbietet! Wenn ein Kampf ausgefochten werden soll (und das ist im heutigen Europa der Fall) dann geht es darum, welche Werte dem Konstitutionsentwurf zugrunde gelegt wurden! Wenn die EU-Verfassung die ersten drei Worte der Bibel: "bereshit bara Elohim" (Am Anfang schuf Gott) verleugnet, so wird sie nicht ausreichend Kraft besitzen, um dem Druck zu widerstehen, der auf die Gesetzgebung der verschiedenen Länder ausgeübt wird. Da die EU-Verfassung nicht einmal das Wort "Schöpfer" im Verfassungstext nennen will, ist alle Hoffnung im Hinblick auf das EU-Grundgesetz von vornherein verloren. Deshalb sollten Christen überall mobil machen und nein zur vorgeschlagenen EU-Verfassung sagen und JA zu Gott. Dies kann geschehen unter: www.YES-to-GOD.com

Darauf möchte ich ein wenig näher eingehen:

Die scharfe Kritik, die vonseiten europäischer Experten im Hinblick auf die den britischen Forschern erteilten Genehmigung zum Klonen von "Menschenmaterial" geübt wurde, wird bald von anderen Stimmen übertönt werden. "Der Mensch wird hiermit zu einem Rohstoff degradiert, mit dem unbegrenzt Forschung betrieben werden kann" ist hierzulande zu hören. "Die Forschung nimmt langsam kannibalische Züge an", heißt es aus Arztkreisen in Frankreich. "Was jetzt geschieht, hat eine Rutschbahnwirkung", sind Stimmen aus Italien zu hören. "Die ethischen Werte werden schnell den Bach heruntergehen…" Frankreich hat seine bioethische Gesetzgebung geändert, um zu verhindern, dass die englische Vorgehensweise in Paris Schule macht…

Was kann man nun in den kommenden Monaten, vielleicht Jahren im Hinblick auf die EU-Gesetzgebung erwarten, die bis zum jetzigen Zeitpunkt die Forschung an eigens dafür "hergestellten" menschlichen Embryos verbietet? Sie wird unter der Last der Argumente vonseiten "der guten Wissenschaft" zusammenbrechen, die zum Schluss an eine "genetische Verbesserung des Menschen" glaubt. Zuallererst an eine Verbesserung im schwachen, physischen Bereich, doch später an eine Verbesserung der mentalen, seelischen, ja geistlichen Kapazität!

Durch den Erhalt einer umfassenden europäischen Lizenz für das so genannte therapeutische Klonen wird man sich bald über die nationale Gesetzgebung hinwegsetzen können. Sie ist auf dem moralischen Gebiet zu beschwerlich und stellt zu viele ethische Barrieren auf. Deshalb wird man schnellstens eine "Wegabkürzung" über die neue EU-Verfassung finden. Genau dies ist eine der Hauptgründe für ein europäisches Grundgesetz! Die EU-Konstitution hat sich anderen Werten als denen der nationalen "ethischen Forderungen" verschrieben. Sie schließt z.B. die allgemeine Auffassung in Europa in Bezug auf einen Schöpfer, der über allem steht, aus. Sie weigert sich, Gott zu nennen und aus diesem Grund kann sie auch dort über Hürden springen, wo sie am niedrigsten ist.

Was ist damit gemeint?

Ja, man braucht danach nur noch intensiv für die Heilung von gewissen Krankheiten wie Diabetes, Alzheimer und Parkinson zu plädieren, so werden mächtige Patientenorganisationen ihr Gewicht in die Waagschale werfen! Es braucht nur noch respektable Namen eines "kompetenten wissenschaftlichen Teams", und schon sind alle "religiösen Anfechtungen" vom Tisch gefegt! Bezeichnungen wie "Embryonentötung" und "Menschenmaterial" werden verbannt. Die Tageszeitung "Die Welt" schreibt: Den ethischen Bann, den wir uns selbst nach dem Menschenforschungswahnsinn des Dritten Reiches auferlegt haben, wird zerbrechen… (d. 13. August 2004, Seite 8).