Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-05-20

JERUSALEM JOURNAL Nr. 11

DIE NEUE ORDNUNG
... wir sollten ihren ‚Fahrplan' kennen!

Einige finden meine Ausführungen in diesen Journalen zu kompliziert. Es fällt ihnen schwer, sich mit den Erklärungen des Propheten Daniels über die Endzeit auseinander zu setzen, obwohl Jesus deutlich darauf hinweist, dass gerade die Schriften Daniels genauer untersucht werden sollten (Matthäus 24:15). Doch man möchte sich lieber immer wieder mit den "Anfangssgründen der Aussprüche Gottes" beschäftigen (Hebräer 5:12). Es wird darüber geklagt, dass die feste Speise schwer zu verdauen sei, es sei denn, sie bestünde aus einer Milchspeise (Hebr. 5:11-13).

Ich kann jedoch den Forderungen nach einer anderen ‚Speisekarte' nicht nachkommen. Erstens ist Jesu Befehl klar, wenn er sagt, dass seine Knechte seinen Kindern die rechte Kost zur rechten Zeit geben sollen (Matth. 24:45) und zweitens ist ein großer Teil der Gläubigen aufgrund ihres eigenen Wohllebens und der oberflächlichen Verkündigung ihrer Leiter "träge im Hören geworden" (Hebr. 5:11).

Schlussendlich ist der Herr dabei, in unserer Zeit ein Volk von "Issachariten" ins Leben zu rufen, die "die Zeiten zu beurteilen verstehen und wissen, was Israel zu tun hatte... (1. Chronik 12:33).

So weit zu erkennen ist, hat alles, was mit dem Neuen Bund für sein Volk Israel zu tun hat, seine besondere Ordnung. Das gilt insbesondere im Hinblick auf die festgelegte Endzeit, die genau kalkuliert ist! Sie umfasst 70 Wochen, die "festgelegt" sind (Dan. 9:24) und ein fest umrissenes, unumstößliches Programm enthalten. Dieses ist gut und wichtig für die Gläubigen zu wissen, denn wir gehen verworrenen Zeiten entgegen. Furchtbare Dinge werden geschehen, und die Verfolgung wird so massiv sein, dass die Gläubigen irregeleitet und letztendlich in der Sackgasse landen, es sei denn, sie folgen genau dem ‚Fahrplan' oder Kurs, der im Worte Gottes vorgegeben ist.

Es ist die Rede von einer "neuen Ordnung" denn das Neue Testament erklärt, dass "die Satzungen äußerlicher Heiligkeit" dem Volk Gottes auferlegt waren, bis auf die Zeit einer rechten Ordnung (Hebr. 9:10).

Die Weltmächte haben den günstigen Augenblick erkannt und versuchen eine neue Weltordnung einzuführen. Präsident George Bush (Senior) sprach sich 1990 zum ersten Mal dafür aus und sandte seine Truppen zum Persischen Golf. Seitdem ist erwiesen, dass es sich nicht nur um einen Slogan oder eine Redeart handelt.

Die politische Welt von heute spricht von diesem dritten Jahrtausend als "einer Zeit der neuen Ordnung". Damit ist eine globale Gemeinschaft der Nationen gemeint, die von einer weltumfassenden Behörde gesteuert wird. Europa spielt dabei eine wesentliche Rolle!

"Die Zeit der rechten Ordnung" im biblischen Sinne ist der Augenblick, in dem der Gott Israels "einen Neuen Bund mit dem Hause Israel schließt ... (Jeremia 31:31). Dieser Bund beinhaltet verschiedene Zeitabschnitte; der letzte ist für uns von besonderem Interesse! Er wird in der Rede des Engels Gabriel an den Propheten Daniel als für "die bestimmte Zeit des Endes" erwähnt. Diese Periode ist meines Erachtens die 70 Wochen, die der gleiche Engel über Israel und dem jüdischen Volk "festlegt" (Daniel 9:24).

Innerhalb dieser 70 Wochen wird "das Verbrechen zum Abschluss gebracht werden. Der Sünde Jerusalems wird ein Ende gemacht, gleichzeitig wird ihre große, historische Schuld gesühnt, und die Botschaft über "die ewige Gerechtigkeit" wird hindurchgedrungen sein! Visionen und das prophetische Wort über die Endzeit werden versiegelt und verwirklicht werden. Der Tempel wird wieder dort stehen, gesalbt und eingeweiht - auf dem Tempelplatz in Jerusalem ...

Dies ist der Abschluss der "Zeit der rechten Ordnung" (Hebr. 9:10), dies ist "die bestimmte Zeit des Endes" (Dan. 9:24), von der auch die Gläubigen in den Nationen Notiz nehmen sollten, wenn sie mit dem Wirken des Heiligen Geistes Schritt halten möchten. Wie Davids Ratgeber sollten sie die Zeiten beurteilen können (1. Chronik 12:23).