Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-05-19

JERUSALEM JOURNAL Nr. 10

DIE BESTÄTIGUNG
... eine französische Bibelübersetzung bestätigt die Auslegung!

In den vergangenen 9 Jerusalem Journalen habe ich sehr klar herausgestellt, dass meiner Auffassung nach die letzten 70 Wochen Jerusalems in der schwer zu deutenden Rede Daniels in der Zukunft liegen! Gleichzeitig muss ich betonen, dass wie bei allen anderen eschatologischen Gedankengängen nur sehr wenig mit Sicherheit festgelegt werden kann. Es wäre deshalb unklug, sich dogmatisch festzulegen, und sich vor jeder anderen Sicht der Dinge zu verschließen. Noch schlimmer wäre es, Kritik an Andersdenkenden zu üben, sie angreifen oder gar ihre Ansichten zu verurteilen... Argumente stehen sich gegenüber und müssen "aneinander gerieben werden". Dadurch mag es zu Erschütterungen und Verschiebungen kommen, und die prophetische "Landschaft" kann sich anders gestalten. Durch die "Geographie der Voraussagen" können neue Horizonte geschaffen werden. Wie in keinem anderen Bereich laden die biblischen Prophetien zu Gesprächen, zum Zuhören und Meinungsaustausch ein.

Es gibt eine neue französische Bibelübersetzung, die von den originalen hebräischen und griechischen Manuskripten wiedergegeben wurde. Diese ist am 24. Februar 1995 in Kinshasa (Kongo) erschienen und wurde außerdem im November 2002 in Madrid unter dem Titel: La Bible des Peuples (Die Bibel der Völker) gedruckt und herausgegeben. Diese Übersetzung, die sich meine Frau Gisèle angeschafft hat, enthält eine ungewöhnliche Formulierung des Satzes in Daniels mystischer Prophetie über Jerusalems letzte Tage. Die Wortwahl bestätigt die Auslegung in meinen vorhergehenden Journalen. Die erste Zeile bei Daniel 9:25 wird hier mit folgendem französischen Satz wiedergegeben: Comprends donc bien ceci : Depuis que l'ordre a été donné de construire Jérusalem jusqu'à un chef consacré, ce seront sept semaines..."

Das Beeindruckende bei dieser Wiedergabe sind die Worte: "un chef consacré" (ein gesalbter oder hingegebener Chef oder Leiter. Diese Worte haben eine außerordentliche Bedeutung, da niemand eine solche Bezeichnung auf den Messias anwenden würde! Denn er ist mehr als ein Chef oder Leiter. Er ist der HERR! Dadurch wird diesem Schriftabschnitt der Messias-Bezug genommen, und man braucht in der Geschichte nicht mehr zurückzuzählen, um einige Jahreszahlen und Daten mit dem ersten Kommen Christi in Einklang zu bringen. Mit einer solchen Formulierung können wir unseren Blick nach vorne richten, um nach dem Mann Ausschau zu halten, den die Bibel zu deutsch "einen Gesalbten, einen Fürsten" nennt. Die Frage ist nämlich, ob hier nicht gerade von diesem hingegebenen, von Gott begnadeten, weltlichen Führer (Staatsmann, Präsidenten) die Rede ist, von dem die Verordnung ausgehen soll, "Jerusalem wieder aufzubauen," bevor er selbst nach Jerusalem kommt. Eine solche Darstellung klingt in meinen Ohren einfach und direkt. Von irgendeinem Ort der Welt (sicher von einem Ort der "Heidennationen", denn der erste "gesalbte ‚Chef'" dieser Art war Kyros, der Gesalbte des Herrn aus Babylon (Jesaja 45:1) muss der Befehl bzgl. Jerusalem ausgehen, und 7 Wochen nach diesem Dekret wird der Mann, der diesen Befehl erteilt hat, sich selbst in der Heiligen Stadt einfinden! Die Voraussage Daniels lautet: "Von dem Zeitpunkt an, als das Wort erging, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis zu einem Gesalbten, einem Fürsten sind es sieben Wochen (9:25).