Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-05-18

JERUSALEM JOURNAL Nr. 9

DIE KUNDGEBUNG
... ist politischer und geistlicher Art!

Der Grund, weshalb man bei der prophetischen Auslegung über das zukünftige Schicksal Jerusalems zwischen der Ankündigung, die von Gott kommt, und dem Dekret eines weltlichen Kaisers unterscheiden muss, ist, dass das Wirken des Geistes der weltlichen Kundgebung vorausgeht! Der Engel Gabriel besuchte Maria, die Mutter Jesu, bevor vom Kaiser Augustus eine Verordnung ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben (Lukas Kap. 1-2). Diese Volkszählung brachte die damalige Welt in Bewegung ...

In gleicher Weise wird der Geist Gottes die Herzen bewegen, bevor sich auf der politischen und militärischen Bühne die letzten dramatischen Ereignisse abspielen, damit die Gläubigen den weiteren Zusammenhang erfassen können. Wenn ein zukünftiger Weltherrscher (ein gottesfürchtiger Mann, dem der Gott Israels ins Herz gegeben hat den Tempel in Jerusalem zu bauen), erklärt, dass "sein Volk hinaufziehen soll" (2.Chronik 36:23), so werden viele bereits diesen Ruf verstanden haben. Ja, sie sind bereits unterwegs. So ist es mir und meiner Familie ergangen. Aus diesem Grunde haben wir uns in der israelischen Wüste niedergelassen.

Auch wenn im Vorhergehenden stark betont wurde, dass die Ankündigung, die "vom Thron ausgeht" einzig und allein Gotteswort ist, so soll das nicht heißen, dass die Herzen der Völker nicht durch die Kundgebung eines weltlichen Herrschers erreicht werden können! Es lag mir nur sehr am Herzen, zu unterstreichen, dass jeder Versuch der Gelehrten, diese Begebenheit als eine historische Handlung abzutun, fehlschlagen muss! Ich erkläre hiermit, dass das Countdown für den Beginn der letzten 70 Wochen Jerusalems in der Zukunft zu suchen ist. Es muss ein Mann, ein Fürst, in Erscheinung treten, der offen zu bekennen wagt, dass "der Gott des Himmels ihm geboten habe, dem Herrn in Jerusalem ein Haus zu bauen". Es müsste ein Machthaber sein, dessen Wort solch eine Autorität besitzt, dass jeder auf ihn hört und ihm folgt, sodass der Bau des Tempels seinen Anfang nehmen kann. Dies muss bald geschehen. Die ganze Welt hält Ausschau nach einem "neuen König Kyros". Wo ist er? Wann kommt er? Sobald er auf die Bühne tritt und spricht, wird die Zeit anbrechen, die der Prophet Daniel im neunten Kapitel seines Buches beschreibt, nämlich die letzten Tage Jerusalems (24:27).

Der biblische Hintergrund dieser Endzeitvision wird in der 2. Chronik, Kapitel 36, Vers 23 sowie im ersten Vers des nachfolgenden Esra Buches beschrieben. Es sind also zwei Zeugnisse, die durch die Leitung des Heiligen Geistes so nahe wie nur möglich miteinander verbunden sind.

Das erste dieser zwei Zeugnisse lautet folgendermaßen: "Alle Königreiche der Erde hat der Herr, der Gott des Himmels, mir gegeben; und ER hat mich beauftragt, ihm ein Haus zu bauen in Jerusalem, das in Juda ist. Wer immer unter euch aus seinem Volk ist, mit dem sei der Herr, sein Gott! Er ziehe hinauf!" (2. Chroniker 36:23).

Dieser kommende Machthaber und Staatsmann wird zwei Dinge öffentlich bekennen: "Gott hat mir die Macht verliehen, die ich habe," und "Gott hat mir den Auftrag gegeben, den Tempel in Jerusalem zu bauen."

Heute mag es eher unwahrscheinlich klingen, dass ein solcher Weltherrscher auftreten sollte. Wenn wir uns umsehen, scheinen die Mächtigen dieser Welt nur politische, militärische und finanzielle Interessen zu verfolgen. Doch so wahr die Worte Daniels in Bezug auf den "gesalbten Fürsten" sind, der sich am Wiederaufbau Jerusalems beteiligen wird, so wahrhaftig ist für die Christen auch der Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem ...