Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-05-17

Jerusalem Journal Nr. 8

DIE SIEBZIG WOCHEN
... Jerusalems letztes Kapitel

Es scheint Tatsache zu sein, dass das sogenannte Quartett (USA, UN, EU und Russland) einen Vorschlag unterbreitet hat, das UN-Hauptquartier von New York nach ALT-Babylon zu verlegen. Das UN-Hauptquartier in Manhattan umfasst 4,5 ha Land und hat 23.000 Angestellte. 191 Nationen sind in der UN vertreten. Im genannten Vorschlag ist auch die Rede von einem Weltreligionsrat. In einer der nachfolgenden Journale werde ich noch auf die Vision des Propheten Sacharja über eine neue Münz- und Maßeinheit (neue Währung) im Lande Sinear (Babylon) zu sprechen kommen (Sacharja 5:5-11). Der amerikanische Präsident, George W. Bush, sollte sich davor hüten, Babylon statt Jerusalem den Vorzug zu geben. Das gilt in gleichem Maße allen europäischen Regierungschefs. Europa ist in dem großen Endzeitdrama miteinverleibt; es übernimmt eine gefährliche Rolle, die ihm teuer zu stehen kommen kann. Aus diesem Grunde ist es wichtig, sich mit dem prophetischen Wort zu beschäftigen.

Über die letzten Tage Jerusalems steht im Propheten Daniel, dass "70 Wochen über dein (Daniels) Volk und über deine heilige Stadt bestimmt sind" (9:24). Die Tatsache, dass der Zeitraum "bestimmt" ist, kann kaum etwas anderes bedeuten als dass die 70 Wochen als eine Einheit zu verstehen sind. Obwohl diese gleich wieder in Abschnitte von einer Anzahl Wochen aufgeteilt sind, so kann man den gesamten, kontinuierlichen Verlauf dieser abschließenden Periode für Jerusalem nicht aufstückeln. Täte man dies, so würden einige dieser Wochen der Vergangenheit angehören, andere der Zukunft! Die letzten Tage Jerusalems, die uns ans "Ende" führen ("bis zum Ende wird es Kriege geben, Vers 26), liegen alle in der Zukunft! Diese 70 Wochen erfüllen unsere Vorstellungen und Erwartungen mit Spannung, denn sie sind fest wie ein Fels vom Allmächtigen festgelegt worden! Diese vorhergesagten Begebenheiten können durch nichts geändert werden. Was immer die führenden Staatsoberhäupter auch im Sinne haben, so werden alle ihre Pläne, Resolutionen und Handlungen nur der Erfüllung des göttlichen Rates dienen. Die 70 Wochen rücken näher heran! Leben und Ewigkeit stehen auf dem Spiel, darum ist es wichtig zu verstehen, worum es geht!

Innerhalb dieses kurzen Zeitraums geschieht nicht gerade wenig. In diesen Wochen wird nämlich "das Verbrechen zum Abschluss gebracht", den Sünden ein Ende gemacht, die Schuld gesühnt, eine ewige Gerechtigkeit eingeführt, Gesicht und Propheten versiegelt und ein Allerheiligstes gesalbt" (9:24).

Wie Himmel und Erde in sechs Tagen erschaffen wurden, so wird die Zeit dieser sechs gewaltigen und ewigen, göttlichen Weisungen abgekürzt werden (Römer 9:28). Das Endziel wird im Laufe kürzester Zeit erreicht sein. Dann wird das große Hauptbuch zugemacht! Gottes gesamte Haushaltung im Hinblick auf Israel, Jerusalem und die Nationen wird ihren endgültigen Abschluss finden. Die 70 Wochen werden so verlaufen, wie vorausgesagt, und das ganze Universum wird sich in Ehrfurcht beugen.

Im Kapitel über die letzten 70 Wochen geht es ganz eindeutig um den Vertrag und das abschließende Übereinkommen, auf das der Prophet Jeremias hinweist: "Siehe, Tage kommen, spricht der Herr, da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen Neuen Bund" (31:31). Es kann keine andere Art der "Sühnung von Schuld geben als die, die durch eine ewige Gerechtigkeit herbeigeführt wird, und diese ist "herbeigeführt worden" durch den Neuen Bund. Es kann hier nicht die Rede sein von irgendeiner Art von "Sühnung der Schuld," die sich auf einer eingeführten ewigen Gerechtigkeit gründet, außer derjenigen, die durch den Neuen Bund herbeigeführt wurde. Deshalb sind auch die Gläubigen aus den Nationen in den 70 Wochen mit eingeschlossen. Sie sind berufen, die Botschaft "herbeizuführen" (Römer 10:14-15) und das muss jetzt geschehen.