Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-05-14

Jerusalem Journal Nr.5

DAS COUNTDOWN
... beginnt mit einem Gotteswort!

Je mehr sich der Kampf um Jerusalem zuspitzt, desto klarer wird den meisten, dass es bei diesem Streit im Grunde genommen nur um den Tempelplatz und dem zukünftigen Tempel geht! Deshalb kann in der Heiligen Schrift nicht auf den "Wiederaufbau" Jerusalems hingewiesen werden, ohne dass der Tempelplatz und das Heiligtum erwähnt werden. Es ist kein Zufall, dass sich Esras Buch im Alten Testament mit dem Wiederaufbau des Tempels beschäftigt, und Nehemias Buch nachfolgend vom Wiederaufbau der Stadt spricht. Sobald "ein Wort" über den Aufbau der Stadt und des Tempels ausgesandt wird, ist es ein Zeichen dafür, dass das letzte, abschließende Kapitel der Weltgeschichte begonnen hat. Der Startschuss wird nicht von Menschenhand abgefeuert. Gott schenkt zuvor eine mächtige Offenbarung, und diese ist der eigentliche Beginn des Konflikts.

Wenn mit Nachdruck erklärt wird: "So sollst du denn erkennen und verstehen" (Daniel 9:25), so können wir nicht erwarten, dass die Sache ganz einfach zu verstehen sein wird. Bei einer solchen Formulierung gibt es sicherlich einiges, das vielleicht einer anderen Erklärung, als der zuerst angeführten, bedarf. In diesem Zusammenhang verweise ich besonders auf nachfolgenden Satz, der mit der Schilderung des endzeitlichen Jerusalems zu tun hat:

Der Engel Gabriel erklärt Daniel (und im Hinblick auf diese Erklärung ermahnt er ihn): "du sollst erkennen und verstehen" dass "von dem Zeitpunkt an, als das Wort erging, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis zu einem Gesalbten, einem Fürsten sind es sieben Wochen ..." (9:25)

Diese Nuss zu knacken, hat den Gelehrten viel Kopfschmerzen bereitet! Die Geschichte und die Bibel sind durchforscht worden, um Orte und Begebenheiten zu entdecken, bei denen ein solches Dekret über den Aufbau Jerusalems erlassen worden ist.
Wir müssen jedoch deutlich zwischen Verordnungen weltlicher Regenten und göttlicher Dekrete unterscheiden!

Wenn im Lukas Evangelium geschrieben steht: "Es geschah aber in jenen Tagen, dass eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben (Lukas 2:1), so haben wir es mit weltlichen Umständen zu tun, deren Hintergründe jedoch göttlicher Natur sind. Vorher hatte Gott nämlich folgendes Wort an Maria gesandt: "Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben... darum wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt werden" (Lukas 1:31+35).

"Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns... (Johannes 1:14).

Die Frage ist, inwieweit das Wort über den Wiederaufbau Jerusalems ausschließlich das Dekret eines weltlichen Präsidenten ist, oder aber auch ein von Gott ausgehendes Wort?

Für mich besteht kein Zweifel, dass alles, was mit dem Schicksal Jerusalems zu tun hat, allein Gottes Angelegenheit ist. Wenn also diese Offenbarung (die die Gläubigen verstanden haben) von einem weltlichen Fürsten kundgetan wird, und dieses Licht in die Finsternis dieser Welt gesandt wird, da wird der Augenblick des Countdowns gekommen sein, der Beginn der Endzeit, in der die Gläubigen sich auf den Weg gemacht haben.