Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-05-10

Jerusalem Journal Nr.4

DER GAST DES TOTENREICHES
... und das endzeitliche Wort Jerusalem betreffend

Es scheint, dass das Totenreich in Kürze noch einen Gast zu erwarten hat. Es ist einer der Könige dieser Welt, der sich dem Höchsten widersetzte und mit Verbissenheit Israel und Gottes Volk verfolgte. Nachdem ihm der Prozess gemacht worden ist, wird er - es sei denn, er würde sich, wie der Schächer am Kreuze, noch bekehren - "hinunter zu den Toten fahren, zur tiefsten Grube" (Jesaja 14:15).

Dort wird er auf die gleiche Weise empfangen, wie auf den ersten Bildern bei seiner Gefangennahmen zu sehen war. "Wer dich sieht, wird auf dich schauen, wird dich ansehen und sagen: ‚Ist das der Mann, der die Welt zittern und die Königreiche beben machte, der den Erdkreis zur Wüste machte und seine Städte zerstörte und seine Gefangenen nicht nach Hause entließ?"(Jesaja 14:16-17)

Das Urteil über ihn ist bereits im Himmel gefällt worden: "Mit denen, die zu den Steinen der Grube hinabgefahren sind, mit ihnen wirst du nicht vereint werden im Grab. Denn du hast dein Land zugrunde gerichtet, dein Volk erschlagen (Vers 20). An seinen Söhnen ist das prophetische Wort in Erfüllung gegangen: "Richtet die Schlachtbank zu für seine Söhne um der Missetat ihres Vaters willen (Vers 21). Durch diese letzten Worte über "den König von Babel" (Vers 22), wird ein neues Kapitel im Hinblick auf Jerusalem eröffnet. Das Verstehen uralter Schriften wird dazu führen, dass die Nationen in ihre letzte Aufgabe hineinkommen.

Zögernd und mit bebendem Herzen wollen wir damit beginnen, die am seltsamsten anmutende Prophetie der Weltgeschichte zu untersuchen. Es ist die Aussage des Propheten Daniels über die letzten Tage Jerusalems. Jüdische und christliche Gelehrte haben seit undenklichen Zeiten ihre Köpfe über diesen Teil der Schrift gebeugt, doch keiner hat bisher eine zufriedenstellende Antwort geben können! Ein seltsames Gotteswort, das zweifellos in der Bestimmung enthalten ist, die dem Propheten vorgelegt wird, als er kühn die Frage stellt: "Mein Herr, was wird das Letzte davon sein?" Und die Antwort lautet: "Geh hin, Daniel, denn es ist verborgen und versiegelt bis auf die letzte Zeit" (12:9).

Wenn dieses Wort: "Geh hin" auch für uns gilt, dann gibt es keinen Grund weiter zu forschen. In solch einem Fall werden wir vor einer verschlossenen Tür stehen. Vor uns würde ein versiegelter Sarg stehen, den kein Sterblicher öffnen kann. Da wäre es am Besten, diesen geheimnisvollen Schriftabschnitt zur Seite zu legen, denn wir würden ihn sowieso nicht verstehen ...

Doch würden die an Daniel gerichteten Worte auch zu uns gesprochen: "Denn als du anfingst zu beten, erging ein Wort, und ich komme, um es dir kundzutun, denn du bist von Gott geliebt. So merke auf das Wort, damit du das Gesicht versteht (9:23), dann können wir frohen Mutes daran gehen, diese größte Prophetie der Endzeit zu untersuchen. Dann wird nämlich das schwere Schloss, das dieses Licht eingesperrt hielt, geöffnet werden, und wir werden verstehen, was sich in dieser Zeit in Israel, Europa und der restlichen Welt abspielt. Ja, dann wird das Licht aus der Finsternis der vergangenen Geschlechter hervorbrechen und die für die Erfüllung der Messiassehnsucht entscheidenden Ereignisse schnell aufeinander folgen und dem Kommen unseres Herrn Jesus Christus nichts mehr im Wege stehen. "So werden seine Füße auf dem Ölberg, östlich von Jerusalem stehen... (Sacharja 14:4). An dem Tag, an dem der Herr "auszieht und gegen diese Heiden kämpft, wie er zu kämpfen pflegt am Tage der Schlacht" (14:3). Bevor dies jedoch geschieht, werden viele aus den Nationen dem Ruf des Herrn folgen und sich eifrig der Aufgabe widmen, die ER für sie bereithält: ein Zeugnis für den Messias in Israel zu sein.