Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-05-09

Jerusalem Journal Nr.3

DIE ABRECHNUNG
... wird in aller Eile vonstatten gehen.

Die Ereignisse der letzten Monate zeigen uns, mit welcher Geschwindigkeit sich unser Planet in diesem Jahrtausend dreht.

"Er ändert Zeit und Stunde," ruft Daniel in seinen Gebeten aus. "Er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand" (2:21). Letzteres ist von entscheidender Bedeutung; dadurch wird den Gläubigen die Möglichkeit gegeben, in einem neuen Europa zu überleben. Sie werden nämlich ohne Offenbarung nicht mit heiler Haut davonkommen! Das Tier wird sie jagen, aufspüren und verzehren. Deshalb erlaube ich mir, in diesen Journalen auf Daniel hinzuweisen, und ich meine, mit dazu beitragen zu können, dass noch verborgene Dinge ans Licht gebracht werden. Lies deshalb die vorausgegangenen "Europa-Journale". Sie können für Dein Leben und die Ewigkeit von Bedeutung sein.

Es herrscht große Uneinigkeit darüber, wie die Zeitangaben des Propheten Daniels zu verstehen sind. Er spricht von "siebzig Wochen" in denen Gottes Endzeitplan mit Israel und Jerusalem ausgeführt werden soll (9:24). Die Diskussion über diesen Schriftabschnitt haben Jahrhunderte lang hohe Wellen geschlagen. Über welche ‚Siebenzahl' spricht der Prophet? Sind es Wochen (7 Tage) oder Jahre (7 Jahrwochen)? Wenn es hierbei um Jahre geht, sollten wir in der Geschichte gut bewandert sein, denn dann müssen wir zurückzählen, damit die Prophetie Sinn macht. Meint der Prophet jedoch Wochen, dann handelt es sich noch um ZUKÜNFTIGE Dinge. Ist das der Fall, müssen wir die noch vor uns liegenden Tage zählen, um den Inhalt der Prophetie zu verstehen. Ich glaube, das Letztere ist der Fall; dass nämlich diejenigen, die Jahre zählen, sich irren, und diejenigen, die Wochen zählen im Recht sind! Daniel deutet ein schnelles Ende der Endzeitereignisse in Israel und der Welt an. Ein Doktorgrad in Geschichte ist keine Voraussetzung, um Gottes prophetisches Reden zu verstehen. Es geht darum, Gottes Sinn zu erfassen, denn, "indem er das Wort vollendet und abkürzt, wird der Herr es auf der Erde ausführen (Römer 9:28).

Diese Botschaft trifft auf die gegenwärtige Entwicklung in Europa und dem Nahen Osten zu. Von nun an werden die Dinge an Fahrt zunehmen. Das Morgen wird anders sein als das Heute. Die gestern die Welt beherrschten, werden übermorgen gehängt, und die vorgestern verfolgt wurden, jubeln heute ...

Daniels letzte Worte ermahnen die Heiligen in den letzten 45 Tagen auszuhalten (12:11-12). Daran kann nicht gezweifelt werden. Die im abschließenden Kapitel erwähnten Ereignisse dauern nicht einmal sieben Wochen, und dann ist alles vorbei! Das ist Grund genug, um sich auf die Aufgaben zu konzentrieren, die der Gemeinde Jesu und Israel für die letzten Tage übertragen worden ist. Der König David spricht davon, dass "wir unsere Lebenstage zählen sollen," damit wir weise handeln. Alles Umherirren ist von nun an Sünde. Selbstsuche und geistliche Oberflächlichkeit zählen zu den Übertretungssünden. Die teuer erkauften Möglichkeiten, die den Gläubigen der Nationen jetzt im Hinblick auf ihr Verhältnis zu Jerusalem geschenkt worden sind, sollten genutzt werden. "Kauft die gelegene Zeit aus, denn die Tage sind böse. Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist. (Epheser 5:16-17).