Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-06-16

Imperiumsjournal Nr. 7

AUSVERKAUF!
… wo sind die protestantischen Bischöfe

Die katholischen Bischöfe in Polen haben sich im Hinblick auf die bevorstehende Unterzeichnung der neuen Europa-Verfassung an die katholische Bevölkerung gewandt. Ihre Botschaft war klar und leicht verständlich: "Es gibt keinen Ausverkauf für unseren Glauben!"

Dies wird in anderen katholischen Ländern, die jetzt zum neuen Europa gehören, eine Kettenreaktion auslösen. Man wird in keinem einzigen Punkt der katholischen Kirchenlehre nachgeben…

Doch wie sieht es in den protestantischen Ländern aus? Wie reagiert der reformierte Teil Europas? Wird in den nächsten Monaten ein "Ausverkauf" stattfinden in Bezug auf die Teile der nationalen Gesetzgebung, die an der evangelischen Grundlage festhalten? Wo sind die Bischöfe der evangelischen Kirche, die es so eilig hatten, kirchliche Trauungen für Homosexuelle zu legalisieren, und die auf andere Weise der Gesetzlosigkeit und dem Verfall freien Lauf gegeben haben?

In dieser ernsten Stunde kann ihnen ganz offensichtlich der Ausgang dieses Glaubenskampfes nicht überlassen werden. Die kleinen, freievangelischen Gemeinden und Gruppen müssen wie nie zuvor die ihnen übertragene Verantwortung ernst nehmen.

Wenn wir eines Tages in unserem Grab liegen, werden die Leute fragen: "Was hat er erreicht?" - "Was hat er oder sie in der kurzen Zeit hier auf Erden zuwege gebracht?

Die gleiche Frage stellt sich im Hinblick auf Abraham. Von ihm kann man sagen, dass er das Größte erreicht hat, das ein Mensch erreichen kann; es war ihm vergönnt "Gottes Freund" genannt zu werden (Jakobus 2:21).

Wir sehen jedoch, dass Abraham nicht aufgrund irgendeiner großartigen Tat diese höchste Gunst empfangen hatte. Nein, keinem Menschen wird eine solch gesegnete Stellung anvertraut, weil er sie verdient hätte. Diese Ehre wird nur den Menschen zuteil, die Glauben haben. Genau dies ist die Lehre der reformierten Gemeinde.

"Ist Abraham durch die Werke gerecht, so hat er wohl Ruhm, aber nicht vor Gott!" sagt der Apostel (Römer 4:2).

Ja, es gibt keine menschliche Tat, die Gott rühmen kann! Die einzige Tat, die hier auf dieser Erde vollbracht wurde und die Gottes Ruhm verdient, ist das von seinem geliebten Sohn vollbrachte Werk, als dieser sein Leben als ein Sühneopfer auf Golgatha darbrachte. Kein Heiliger, keine Anrufung des Mariennamens, kein Gehorsam gegenüber dem Papst vermag es, vor dem Angesicht Gottes Lob zu ernten.

Deshalb hat Gott einen anderen Weg gewählt, um Freunde zu haben. Er rechnet es den Menschen als Gerechtigkeit an, wenn sie an Ihn, Sein Wort und Sein Werk glauben. Das heißt, dass diese Menschen vollständig rein sind in Gottes Augen!

"So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der Herr. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sich doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden" (Jesaja 1:18).

Auf diese Weise spricht Gott zu den Gottlosen! Es gibt nur einen Ort, an dem er mit dem Menschen abrechnen wird, und das ist der Ort, von dem ER weiß, dass der Sünder den Sieg davontragen wird. Die Gerichtsstätte befindet sich auf Golgatha. Dies ist der Hügel, auf dem das Urteil gefällt wird. Es ist der Richterstuhl, vor dem der Schuldige freigesprochen wird, und von wo aus der Herr zu dem Elendigen sagt: "Geh hin, deine Sünden sind dir vergeben. Ich verdamme dich nicht! (Johannesevangelium 8:11). Keine andere Lehre kann als die oben genannte kann akzeptiert werden!

Die strahlende Gerechtigkeit, die den Sterblichen durch ihren Glauben an Jesus gegeben wird, ist, (wie der Prophet es ausdrückt): "weiß wie Schnee". Um zu verstehen, was diese Verherrlichung bedeutet, müssen wir unseren Blick auf den auferstandenen Herrn richten, und ihn so sehen wie Johannes ihn sieht: "Sein Haupt aber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, …" (Offenbarung 1:14).

Ein Mensch, der durch den Glauben an Jesus gerecht gemacht ist, wird "ein Freund Gottes" genannt… und keine andere Lehre über gute Werke vermag uns zum "Freund Gottes" zu machen. Er ist Sein Vertrauter in dieser finsteren Zeit!