Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-06-11

Imperiumsjournal Nr. 2

DER EISERNE GRIFF
… ist er vorausgesagt?

Als am Anfang des Jahres 2004 ein spektakulärer Zusammenbruch bei der Arbeit einer gemeinsamen EU-Verfassung erfolgte, war klar vorauszusehen, dass dieser bald behoben sein würde. Nichts und niemand wird imstande sein, die Lokomotive aufzuhalten, die durch das anscheinend friedliche Europa rauscht! Sie hat sich von einem finsteren, im Nebel gehüllten Bahnsteig aus in Bewegung gesetzt, und seltsam anmutende dunkle Gestalten mit blassen, ausdruckslosen Gesichtern schütten unterwegs Kohle in den erhitzten Dampfofen. Zu einem bereits festgelegten, aber für die große Öffentlichkeit unbekannten Zeitpunkt, wird diese Lok mit der niedergelegten Verfassung seinen Bestimmungsort erreichen! Mit den an der schwarzen Maschine befestigten, zerfetzten blauen Sternenbannern rast die EU-Lokomotive nun in die weite Ferne. Nach den Explosionen in den friedlichen Passagierwaggons in Madrid setzt die Dampflok ihren Weg auf den Schienen weiter fort; die EU-Verfassung ist wieder in Bewegung geraten. Der Befehl lautet, dass nun dem Grundgesetz der 450 Millionen Unionsbürger "Volldampf gegeben werden soll".

"Die Stimmung hat sich geändert," äußerte der irische Premierminister, der zum Abfahrtszeitpunkt EU-Vorsitzender war. Nach den blutigen Terroranschlägen in Spanien haben die Leiter der 25 EU-Länder sich zu einer neuen Solidarität zusammengefunden. Sie haben einander versprochen, spätestens bis zum EU-Gipfeltreffen am 17.-18. Juni eine neue Verfassung bereitliegen zu haben. Von diesem Datum an wird das Schicksal Europas auf neuen Bahnen verlaufen.

Der Augenblick ist gekommen, in dem die lange erwartete neue EU-Verfassung alle früheren Traktate, und wenn möglich, sämtliche nationale Grundgesetze außer Kraft setzen soll. Es soll nun (so heißt es) "allen Unionsbürgern gemeinsame Grundrechte gesichert werden".

Jeder der Denker und Wortstreiter unserer Tage wird ansatzweise verstehen können, um was es hierbei geht, und deshalb wird keiner von ihnen darum herumkommen, zu dem Traum Stellung zu nehmen, den der babylonische König Nebukadnezar in seinem zweiten Regierungsjahr hatte, und worüber der Prophet Daniel schreibt, dass "Gott im Himmel Geheimnisse offenbart und dem König dadurch kundgetan hat, was in künftigen Zeiten geschehen soll" (Daniel 2:28).

Die Initiatoren der EU-Verfassung, ihre Gegner und Anhänger müssen zu drei Punkten in diesem alten Dokument (dem Alten Testament) Stellung nehmen. Erstens: Sie müssen ihre Meinung kundtun im Hinblick auf die Aussage des alten jüdischen Propheten über "den Gott des Himmels" Gibt es einen solchen Gott? Hat Er etwas mit dem Geschichtsverlauf zu tun? Lenkt und leitet Er die Entwicklungen in dieser Welt, sodass sie sich mit unwiderstehlicher Kraft auf die Ereignisse zubewegen, die in der Heiligen Schrift vorausgesagt sind?

Oder (zweitens): Gibt es keinen "Gott im Himmel"? Gibt es keinen Schöpfer des Himmels und der Erde, und geht alles bloß seinen Gang, rein zufällig… ohne Ziel und Sinn, ohne genauen Beginn und einem vorausgesagten Ende? Drittens: Ist von daher jede Rede über dieses kolossale Imperium, das sich nun erhebt (und das dabei ist, seine unwiderruflichen Dekrete und gesetzmäßig festgelegten Bestimmungen 450 Millionen Europäern vorzulegen) und jeder Hinweis darauf, dass dieses Großreich in den biblischen Propheten Erwähnung findet, als irrelevant und ohne Bedeutung abzutun?

Wäre das der Fall, müsste nicht nur ich allein, sondern alle die vielen, die sich im Laufe der Geschichte ernsthaft mit dieser Vision befasst haben, ihr Schreibzeug beiseite legen und sich schweigend verhalten. Doch stimmt es, dass dem König von Babylon vor über 2500 Jahren von Gott im Himmel "kundgetan wurde, was in der letzten Zeit geschehen soll", so sollte auch diese Generation sich vor der Heiligen Schrift verbeugen und nachforschen, ob es hierbei um die Systemfestlegung gehen könnte, dem das europäische Volk durch Unterschrift ihr Ja geben soll.