Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-07-29

Grundgesetzjournal
Nr.6

Das Verbot
… das auf die Gläubigen abzielt!

"Verbot gegen" … heißt es in dem Abschnitt u.a. in Bezug auf "Religion und Glauben" in dem EU-Pakt, den Europas Gläubige in Kürze akzeptieren und unterschreiben sollen. Was dieses Verbot anbelangt, so wird im gleichen Atemzug erklärt, dass diejenigen, die eine andere Haltung haben, "bekämpft" werden sollen. Wenn die Christen Europas der Auffassung sein sollten, dass sie dieses Verbot nicht betrifft, werden sie bald eines besseren belehrt werden. Gemäß dem Verfassungsentwurf können "zweckmäßige Maßnahmen" ergriffen werden, um Andersdenkende gefügig zu machen! Was dieser warnende Hinweis beinhaltet, weiß niemand! Dies wird durch weitere Gesetze festgelegt, die vom Ministerrat (und nicht von der jeweiligen Landesbevölkerung) beschlossen wird. Die Angelegenheit gleicht in erschreckendem Maße der Situation, der Daniel ausgesetzt war. Der Ministerrat hatte etwas gegen seine Gottesverehrung, und er überredete den König dazu, ein Dekret auszustellen, das nicht annulliert werden konnte. Von dem Augenblick an erwarteten ihn die wilden Löwen in der Grube, um ihren Hunger zu stillen (6:17)

Europa befindet sich in dieser Zeit in der gleichen Situation, wie sie im Detail im Buch des Propheten Daniel beschrieben ist. Es findet sich in dem großen "Euroreich" eine Anzahl Beamter, die einen Plan geschmiedet haben, und nun wollen sie diesen per Gesetz durchführen …

In dem alten biblischen Bericht (der in seinem prophetischen Inhalt unübertroffen ist) heißt es:

"Es haben die Fürsten des Königreichs, die Würdenträger, die Statthalter, die Räte und Befehlshaber alle gedacht, es solle ein königlicher Befehl gegeben und ein strenges Gebot erlassen werden…" (6:8) Dies ist eine genaue biblische Darstellung der gegenwärtigen Situation. Am 18. Juli 2003 wurde dem Vorsitzenden des Europarates in Rom ein Entwurf für ein Traktat über eine europäische Verfassung überreicht. Seit der Zeit sind Eilboten in alle großen Reiche ausgesandt worden. Das Verbot zu Daniels Zeit war präzis; es hatte ausschließlich mit der Gottesverehrung der Völker zu tun. "Wir werden keinen Grund zur Anklage gegen Daniel finden", sagten sich die Beamten, "es sei denn wegen seiner Gottesverehrung" (6:6).

Als die Beamten das Schreiben zur Unterschrift vorlegten, machten sie mit folgenden Worten auf den Ernst der Lage aufmerksam: "Es ist ein Schreiben, das nach dem Gesetz der Meder und Perser unaufhebbar ist (V. 9).

Diejenigen, die der Auffassung sind, dass die Verfassung, die die Mitgliedsländer der EU in Kürze akzeptieren sollen, nichts mit dem Glauben und der Religion der EU-Bürger zu tun hat, täuschen sich! Es heißt nämlich im dritten Abschnitt des Verfassungsentwurfes über die "Gleichstellung" und "unterschiedlicher Behandlung (Diskriminierung) aufgrund von … sei verboten". In einer weiteren Erklärung wird dargelegt (Abschnitt II, Artikel III-8): … dass "notwendige, zweckmäßige Maßnahmen ergriffen werden können, um "dieses Übel" zu bekämpfen!""

Das heißt mit anderen Worten, dass in den Ländern, in denen die Reformation und der Protestantismus im Gesetz verankert sind und ein Vorrechtsstellung einnehmen, diese nicht nur verboten, sondern auch bekämpft werden soll! In Dänemark hat der reformatorische Sieg über die katholische Mittelalterfinsternis seinen Weg bis ins dänische Grundgesetz gefunden, und dieser "Vorrang" wird von der EU nicht toleriert. Man will gegenüber diesem gesetzmäßigen Vorrecht "zweckmäßige Maßnahmen ergreifen". Was hinter dieser Drohung steht, lässt sich nur erahnen. doch Daniel wurde den Löwen vorgeworfen. Wenn die Verfassung erst unterschrieben ist, können die Gläubigen Europas mit keinerlei Nachsicht mehr rechnen.