Tagesjournal - von Johny Noer
www.noer.info
2004-07-26

Grundgesetzjournal
Nr.3

Die Doppelmoral
… diejenigen, die sie beanstanden, werden bestrafft!

Die Angelegenheit zeigt, wie effektiv die internationale Zusammenarbeit der Polizei funktioniert. Innerhalb von Stunden werden schmutzige Kinderpornoringe entflochten. Tausende verbrecherische Bilder werden beschlagnahmt, und die daran Beteiligten erhalten ihre wohlverdiente Strafe. Das Gleiche trifft auf die Todesringe des islamischen Terrors zu. Das Überwachungsnetz wird immer enger, bis die Falle zuschlägt, und die gefährlichen Elemente hinter Schloss und Riegel sitzen.

Gleichzeitig werden in der EU neue Gesetze gemacht! Die neue Konstitution enthält einige Artikel über die so genannte Diskriminierung oder "Unterschiedsbehandlung". Alle sollen die gleiche Behandlung erfahren, ungeachtet der Rasse oder des Geschlechts, ethnischen Ursprungs, Religion oder Glaubens, Handicaps, Alters oder der sexuellen Orientierung."

Letzteres erscheint mir ein weiter Begriff zu sein. Ich fürchte, dass Verbrechen gegen Kinder eines Tages liberalisiert werden, weil es sich dabei um "sexuelle Orientierung" handelt. Wenn dies mit der einen Form von widernatürlicher Unzucht geschehen kann, so kann es auch mit der anderen! Dann wird diese nicht länger als Verbrechen angesehen und strafrechtlich verfolgt. Stattdessen werden diejenigen bestraft, die diese Doppelmoral beanstanden.

Darauf möchte ich näher eingehen:
An einem frühen Morgen ging der Polizei einer der bislang größten Kinderpornoringe ins Netz. Dies geschah am Dienstag, den 30 März um sechs Uhr, als 300 Polizisten über 100 Dänen verhafteten. Unter ihnen waren auch Ärzte, Pädagogen, Ingenieure und Lehrer. Ihre Computer wurden beschlagnahmt. Ein Hinweis der amerikanischen Regierungsbehörden führte zu dieser Aktion. Mehrere europäische Länder werden diese Sache sicherlich weiter mitverfolgen. Der dänische Justizminister äußerte sich lobend über die vermehrte EU-Zusammenarbeit in Bezug auf Kinderporno.

In einem Vorschlag zum neuen dänischen Grundgesetz, das der neuen EU-Verfassung angepasst werden soll, heißt es: "Jeder hat das Recht, frei zu denken". Ich denke in diesem Zusammenhang an das Wort "Doppelmoral"! Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob ich es wagen kann, dieses Wort laut auszusprechen, denn laut des Grundgesetzvorschlages sind nur die Gedanken "zollfrei"! Wenn sie formuliert und ausgesprochen werden, ist es wohl eine andere Sache…

Aber wie gedacht und gesagt, so scheint mir, dass die Wurzel dieser traurigen, entwürdigenden Angelegenheit in Bezug auf Kinderporno im totalen Mangel an Moral, Sittlichkeit, Schamhaftigkeit und der täglichen, rücksichtslosen Sexpropaganda liegt, die in ganz Europa betrieben wird. Ich meine, dass es richtig und gerecht ist, wenn jeder, der eine solche Schandtat gegen Kinder verübt, gestrafft wird, doch meine ich nicht, dass andere Verbrechen oder Zuwiderhandlungen, die im gleichen, widernatürlichen Bereich der Unzucht verübt werden, frei ausgehen dürfen, nur weil es sich dabei um erwachsene Menschen handelt.

Jesus sagt über die kleinen Kinder: "Wer aber Ärgernis gibt einem dieser Kleinen, … dem wäre besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist" (Matthäus 18:6). Drastischer kann es wohl kaum gesagt werden.

Bei jeglicher Form des "widernatürlichen Umgangs" bezieht auch der Apostel Paulus klar Stellung, wenn er über die Männer schreibt, die "aneinander in ihren Lüsten entbrennen und Mann mit Mann Schande treiben, (Römerbrief 1:27) und sagt, dass sie "nach Gottes Recht des Todes würdig sind" (V. 32)

Obwohl wir heute keinen Mühlstein mehr um den Hals dieser Hartherzigen legen würden, die sich an "kleinen Kindern vergreifen", und auch keine Todesstrafe gegenüber diesen elendigen Menschen verhängen, die in das Netzwerk des widernatürlichen Umgangs hineingeraten sind, so sollten wir jedoch auch keine so offensichtliche Doppelmoral anwenden, dass wir auf der einen Seite die einen gerechterweise verurteilen, und den anderen ungerechterweise "Beifall zollen". Letztere stehen nämlich mit ihrem Mangel an Einsicht und ihrer unverhohlenen Heuchelei in Gefahr, dem gleichen Gericht zu verfallen, denn, sagt der Apostel abschließend: "sie tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun" (V. 32)

Mit großem Bedauern muss ich wieder an unseren Außenminister denken, der vor einigen Monaten Männer als Botschafter Dänemarks nach Israel gesandt hat, die "Schande miteinander treiben". Bei ihnen steht um 6.00 Uhr morgens keine Polizei an der Haustür. Die Frage ist jedoch, ob nicht jede Art widernatürlicher Umgang die gleiche Wurzel hat, und deshalb auch keinen Beifall verdient sondern Strafe?